Romy Fölck - Fünf Fremde

  • Spannend und vielschichtig ****


    Aus den unterschiedlichsten Gründen zieht es fünf Fremde auf die kleine Insel Neuwerk.

    Da ist die Polizistin Annika, die auf die Insel gekommen ist um sich um ihre demenzkranke Mutter zu kümmern. Die ehemalige Lehrerin Charlotte besucht Annikas Mutter. Sinje will ein Buch über die damaligen Ereignisse schreiben, Mats wurde bedroht, damit er sich auf die Insel begibt und Michelle möchte als Vogelwartin erste Erkundigungen zu ihrem neuen Job einholen.

    Vier davon erinnern sich daran, dass vor 30 Jahren zwei Jugendliche aus dem Schullandheim verschwunden sind. Noch heute quält sie die Ungewissheit, was damals geschehen ist.


    Meine Meinung:

    Das Buch fesselt von Anfang an. Die Handlung wird aus mehreren Perspektiven und über zwei Zeitebenen hinweg erzählt. Teilweise muss man sehr aufpassen, dass man den Überblick bei so vielen Personen nicht verliert. Aber gerade die unterschiedlichen Blickwinkel machen die Geschichte so reizvoll.

    Hinzu kommen eindrucksvolle Beschreibungen der Insel und des aufkommenden Orkans – man fühlt sich mittendrin.

    Ich konnte kaum aufhören zu lesen, ich wollte unbedingt herausfinden, was es mit den Geschehnissen auf sich hat.

    Die Auflösung des damaligen Falls war schlüssig, auch wenn mir die Herangehensweise zu konstruiert wirkte. Das Motiv ließ sich für mich nicht vollständig nachvollziehen und das schmälert meine Begeisterung etwas. Ich weiß es leider nicht besser zu beschreiben ohne zu Spoilern.


    Fazit: Trotz der teilweise unlogischen Aufklärung ist das Buch extrem spannend und das Setting einfach großartig!