Das Wunder eines Augenblicks - Nicholas Sparks

  • Über den Autor
    Sparks' Familie wechselte häufig den Wohnort. Sie zogen von Omaha nach Minnesota, 1969 weiter nach Los Angeles, von dort für ein Jahr nach Grand Island (Nebraska) und schließlich nach Fair Oaks, Kalifornien.


    Nicholas Sparks erhielt nach seinem Schulabschluss 1984 ein Leichtathletik-Stipendium für die Universität Notre Dame, (Notre Dame, Indiana). Nach dem Abschluss seines Bachelor-Studiums 1988 gelang es ihm nicht, die Zulassung zum Jura-Studium zu bekommen. Da auch seine beiden ersten Romane, die er während des Studiums verfasst hatte, abgelehnt worden waren, schlug er sich mit verschiedenen Jobs durch. Unter anderem arbeitete er als Immobilienmakler, renovierte Häuser, jobte als Kellner und Telefonverkäufer, bis er dann eine eigene kleine Firma gründete, die jedoch bald mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte und verkauft wurde. Danach arbeitete er als Arzneimittelvertreter.


    Die beiden während seiner Universitätszeit entstandenen Romane blieben unveröffentlicht. 1990 verfasste er zusammen mit Billy Mills „Wokini oder Die Suche nach dem verborgenen Glück“, das von einem kleinen Verlag unter Vertrag genommen wurde. Im Mai 1994 begann Sparks mit einen Roman nach der Geschichte der Großeltern seiner Frau, der unter dem Titel „Wie ein einziger Tag“ erschien und sein erster weltweiter Bestseller wurde. Es folgten viele weitere Romane, die teilweise verfilmt wurden.


    Mit seiner Ehefrau Catherine (Cathy) ist er seit 1989 verheiratet und lebt in North Carolina. Das Paar hat fünf Kinder: Landon, Miles, Ryan, Lexie und Savannah. Die Namen seiner Kinder verwendete Sparks für Hauptfiguren seiner Bücher („Weg der Träume" - den Namen Miles Ryan, "Zeit im Wind" - Landon Carter, "Das Leuchten der Stille" - Savannah Curtis, "Die Nähe des Himmels"/"Das Wunder des Augenblicks" - Lexie Darnell). Auch nach seiner Frau wurde eine Buchfigur benannt („Weit wie das Meer").


    Kurzbeschreibung
    Der New Yorker Wissenschaftsjournalist Jeremy Marsh lernt bei der Recherche zu "übernatürlichen" Phänomenen auf dem Friedhof von Boone Creek die Kleinstadtbibliothekarin Lexie kennen.
    Dem eingefleischten Großstädter Jeremy fällt es nicht leicht, sich in dem verschlafenen Südstaatennest mit seinen verschrobenen Einwohnern einzuleben. Er erschrickt vor der Tragweite seines spontanen Entschlusses, und so langsam wird ihm klar, wie sehr sich sein Leben verändern wird. Ihn beschleichen Zweifel, ob Lexie, die er doch kaum kennt, tatsächlich der Mensch ist, den er in ihr sieht. Seltsame anonyme E-Mails verstärken sein Unbehagen ...

    Meine Meinung
    Der zweite Teil von "Die Nähe des Himmels". Es beschreibt die Zeit vor der Hochzeit bis hin zur Geburt ihres Kindes. Besonders beeindruckend war das letzte Drittel des Buches - sehr überwältigend, mit voller Gefühl, so wie man es von Sparks kennt! Dieser Teil wertet das ganze Buch noch einmal auf! Leider ist es nicht so gut wie die anderen Bücher von ihm, deshalb gibt es auch nur 7 von 10 Sternen.

  • Der Teil hat mir zwar etwas besser gefallen als der erste (Die Nähe des Himmels), aber richtig überzeugt hat er mich nicht. Was mir gefällt, ist der Witz, den der Autor immer wieder anbringt, er stellt so manches Klischee ganz witzig dar, wie z.B. den werdenden Vater, der, als seine Frau die Wehen bekommt, sich erstmal einem akuten Verdrängungsmechanismus folgend eine ausgiebige Dusche gönnt, seine Haare gelt und wachst und sich dann, als er sieht, sie sind zu lang, auch noch in aller Seelenruhe die Fingernägel schneidet, während seine Frau sich vor Schmerzen krümmt und sich fragt, wo zum Teufel er bleibt.


    Insgesamt ist mir der Roman aber viel zu konstruiert, nach dem Motto: so, was brauchen wir noch? Ein großes Missverständnis, eine Schreibblockade, einen handfesten Streit kurz vor der Hochzeit, noch ein bisschen Kitsch und Romantik...


    Der Roman hat auch eine tragische Komponente, auf die ich natürlich nicht weiter eingehen kann. Diese wirkt auf mich so, als hätte der Autor gedacht, ohne sie wäre sein Buch zu banal - es kommt einem so vor, als hätte Sparks mit dem Holzhammer Tiefe und eine "Message" einzubauen versucht.


    Nur 6 von 10 Punkten. Trotzdem werde ich irgendwann sicher noch mal eines seiner älteren Bücher lesen, denn Weit wie das Meer hatte mir gut gefallen und seine älteren Bücher sollen wohl an sich besser sein.


    viele edits: Nachbesserungen ;-)

  • Habe nun auch die Fortsetzung glesen, weil ich gleich wissen wollte, wie es mit Lexie und Jeremy weitergeht. Sehr romantisch und halt alles, was Sparks so in eine gefühlvolle Liebesgeschichte reinpackt. Auch mir hat Humor gefehlt, teilweise blitzte das nur bei der Beschreibung durch, als bei Lexie die Wehen einsetzen... naja, und der Rest ist halt Sparks... Er hat schon deutlich bessere Romane geschrieben. Aber es war nett zu lesen!

    ...der Sinn des Lebens kann nicht sein, am Ende die Wohnung aufgeräumt zu hinterlassen, oder?


    Elke Heidenreich


    BT