'Der Graf von Monte Christo' - Kapitel 68 - 79

  • de villeforts tochter valentine wird verdächtigt, eine giftmörderin zu sein. edmond und wir wissen, dass es nicht so ist. er gibt ihr ein gift, das sie scheintot werden lässt. der sie liebende maximilian will sich nun verzwifelt das leben nehmen. edmond bittet ihn noch zu warten. danglars flieht vor dem bankrott. de villefort verfällt dem wahnsinn.

    “Lieblose Kritik ist ein Schwert, das scheinbar den anderen, in Wirklichkeit aber den eigenen Herrn verstümmelt.”Christian Morgenstern (1871 – 1914)

  • Was mich hier am meisten fasziniert hat, sind die überschwenglichen Gefühl von Maximilian als er von der "Beerdigung" Valentins zurück kommt. Unglaublich wie er beschließt sein Leben zu beenden, weil er ohne sie nicht mehr leben will. Gibt es solche Reaktionen heute nicht mehr. Kann mir nicht vorstellen, dass mein Mann sich vor Gram über meinen Tod das Leben nehmen würde. :gruebel

    Who is Keyser Soze?


    (\__/)
    (o ,o)
    (>_<) <- This is Bunny.


    Copy Bunny into your signature to help him on his way to world domination.

  • Zitat

    Original von sollhaben
    Was mich hier am meisten fasziniert hat, sind die überschwenglichen Gefühl von Maximilian als er von der "Beerdigung" Valentins zurück kommt. Unglaublich wie er beschließt sein Leben zu beenden, weil er ohne sie nicht mehr leben will. Gibt es solche Reaktionen heute nicht mehr. Kann mir nicht vorstellen, dass mein Mann sich vor Gram über meinen Tod das Leben nehmen würde. :gruebel


    Genau das meine ich, wenn ich sage, dass ich genau so etwas bei Dumas erwarte, Leidenschaft und Trauer und Verzweiflung bis zur Selbstaufgabe...das war eine völlig andere Zeit (seufz)
    Verklären will ich die Zeit Dumas absolut nicht, aber uns Menschen von heute täte manchmal ein bisschen mehr Leidenschaft und Hingabe an das, was auch immer wir gerade tun, ganz gut.

  • Zitat

    Original von Clare


    Genau das meine ich, wenn ich sage, dass ich genau so etwas bei Dumas erwarte, Leidenschaft und Trauer und Verzweiflung bis zur Selbstaufgabe...das war eine völlig andere Zeit (seufz)
    Verklären will ich die Zeit Dumas absolut nicht, aber uns Menschen von heute täte manchmal ein bisschen mehr Leidenschaft und Hingabe an das, was auch immer wir gerade tun, ganz gut.


    Ja, ja die gute alte Zeit :-)


    Hast du Erfahrungen, ob es diese "übertriebenen" Gefühle speziell bei den Franzosen in dieser Zeit gibt, oder ist das ein generelles Ding dieser Zeit.
    Wenn ich das Vergleiche mit den Sturmhöhen von Emily Bronté dann verhält es sich doch dort ähnlich?

    Who is Keyser Soze?


    (\__/)
    (o ,o)
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  • Zitat

    Original von sollhaben
    Ja, ja die gute alte Zeit :-)


    Hast du Erfahrungen, ob es diese "übertriebenen" Gefühle speziell bei den Franzosen in dieser Zeit gibt, oder ist das ein generelles Ding dieser Zeit.
    Wenn ich das Vergleiche mit den Sturmhöhen von Emily Bronté dann verhält es sich doch dort ähnlich?


    Ich glaube das liegt an der Zeit. Immerhin wurden die Bücher von Dumas im Zeitalter der Romantik geschrieben. Und was ich gerade bei Wikipedia nachgelesen habe, auch die Grimm-Märchen wurden in diesem Zeitalter verfasst. Jane Austen stammt auch aus diesem Zeitalter. Die Brontes kamen ein paar Jahre später, aber ich glabe, dass der Schreibstil bzw. die Thematik bestehen bleibt. :-)

  • Zitat

    Original von sollhaben


    Ja, ja die gute alte Zeit :-)


    Hast du Erfahrungen, ob es diese "übertriebenen" Gefühle speziell bei den Franzosen in dieser Zeit gibt, oder ist das ein generelles Ding dieser Zeit.
    Wenn ich das Vergleiche mit den Sturmhöhen von Emily Bronté dann verhält es sich doch dort ähnlich?


    Erfahrungen? Leider nein, denn ich kann nicht durch die Zeit reisen, obwohl ich die Musketiere gerne mal für ein paar Tage besuchen würde :grin
    Aber im Ernst, die viele Romane aus dieser Zeit sind so, nicht alle romantischen Vorstellungen Nahrung gebend, aber immer voller Leidenschaft in die eine oder andere Richtung.

  • Ich nicht unbedingt :grin
    Also, die "Vergiftung" von Valentine fand ich persönlich schon etwas überdramatisiert, wusste aber doch, dass die geneigte zeitgenössische Leserin mit weniger nur schwer zufrieden gewesen wäre. Es fügt sich so recht ins Bild der Ereignisse. Niemand sonst durfte an normaler Altersschwäche sterben, selbst den Merans wurden post mortem noch vergiftet.
    Die Aufforderung zum Selbstmord an Frau Villeford dagegen fand ich ... gut, wenn man das so schreiben kann. Villeford hat sich selten direkt die Finger beschmutzt. So hat er ein letztes Mal Macht ausgeübt. Das üble Verfahren mit seinem neugeborenen Kind Benedetto schien ihm gesellschaftlich nicht so tief das Genick gebrochen zu haben wie ich es erwartete. Der heimlichen Frau Mama sowieso nicht. Merkwürdig. Ich hätte da mehr gesellschaftliche Aufregung und Empörung erwartet.