'Saigon - Berlin' - 9. Kapitel - Ende

  • Ist Dreikönig in Köln lokaler Feiertag? In NRW ja wohl generell nicht.
    beowulf



    Nee, aber Beginn der Fastenzeit...also hau weg, was der Wirt hergibt. :rolleyes


    War natürlich Spass. Die Jecken haben seit 11.11. immer Feiertag


    euer hef

  • So, ich hab das Buch eben zu Ende gelesen. Das letzte Kapitel ließ sich flüssig lesen, ist ein guter Abschluss der Geschichte. Ganz überzeugen konnte mich die Auflösung jedoch nicht. Es bleiben einige Fragen für mich offen. Ich hoffe, dass diese sich noch klären werden, wenn hier hoffentlich bald noch ein reger Austausch zustande kommt. Zwei Fragen habe ich aber jetzt gleich schon:


    - Was stand denn in dem Brief von Kleiner Drache, den Peter nach seiner Rückkehr nach Köln erhalten hat? Der ist irgendwie nicht mehr aufgetaucht.


    - Der Handlungsstrang mit Jupp macht für mich (noch) keinen Sinn. Wozu gab es den überhaupt?


    Insgesamt passen die beiden Handlungsstränge - Saigon und Berlin/Köln - für mich nicht besonders stimmig zusammen. Ich frage mich, ob für mich nicht besser gewesen wäre, entweder die Kriegserzählung zu lesen oder einen Thriller über die Vietnam-Mafia. So wirkt das ganze für mich zusammengewürfelt und konstruiert. Als hätte man um eine gute Geschichte etwas drumherum aufgebaut, damit es sicher besser verkaufen lässt?


    Mir fehlt im Übrigen eine Vorstellung von The-Maria. In meiner Vorstellung rennt sie als eine art Lara Croft umher. Ihr Charakter wird in der Geschichte überhaupt nicht entwickelt. Gut, das geht auch schlecht aus der gewählten Erzählperspektive, das ist klar, aber mir fehlt dennoch etwas. In einem Film wäre das kein Problem, da könnte man durch Mimik und Gestik und das Äußere ein Bild von ihr andeuten.

  • Original Naurina
    Mir fehlt im Übrigen eine Vorstellung von The-Maria. In meiner Vorstellung rennt sie als eine art Lara Croft umher. Ihr Charakter wird in der Geschichte überhaupt nicht entwickelt



    Das stimmt. The-Maria ist die einzige Figur, die blass bleibt.
    Damit habe ich für den Leser herausgehoben, dass sie für Peter genauso fremd ist.
    Er kann mit seiner Tochter recht wenig anfangen, außer, dass sie genausoviel Probleme wie die Mutter macht. Und das mit ganz schön fiesen Tricks


    Peter wird nur von seinem schlechten Gewissen gegenüber seiner so femdem Tochter geleitet....


    euer hef

  • Frage noch zum Namen: Ist das von dir gebrauchte The identisch zum Thi, das ich bei weiblichen Vietnamesinnen als Namensbestandteil für "weiblich" kenne? Mit dem Ergebnis eines gewonnenen Prozesses, der als Beklagte Thi Nguyen hatte, wegen fehlender Bestimmbarkeit.

    Nemo tenetur :gruebel


    Ware Vreundschavt ißt, wen mahn di Schreipfelerdes andereen übersiet :grin


    :lesend  :lesend

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  • Ja, Beo,


    aber es gibt drei verschiedene Schreibweisen, je nach Region.
    Thi ist Saigon/Mekong Delta, The ist mehr im kambodschanischen Bereich anzusiedeln


    Es gibt im Nordvietnamesischen auch noch eine Version. Ich weiß nur, dass alle drei gleich gesprochen werden. Das kann zu Irritationen führen


    euer hef

  • Ganz ehrlich? Zuerst hatte ich den Schluss irgendwie nicht richtig kapiert.
    Als Peter beim Auspacken und Lesen so gerührt war, dachte ich, Kleiner Drache oder The Maria wären ums Leben gekommen. Ich habs dann einige Male gelesen, um ganz sicher zu gehen.
    Leider sind ja die realen Vorbilder inzwischen nun doch alle gestorben :-(

    “Lieblose Kritik ist ein Schwert, das scheinbar den anderen, in Wirklichkeit aber den eigenen Herrn verstümmelt.”Christian Morgenstern (1871 – 1914)

  • Guten Abend,
    Ich sagte oben: ich DACHTE zuerst, dass entweder The Maria oder Kleiner Drache gestorben wären.
    Du, hef, schriebst auf meine Frage hin irgendwo, dass außer "La Troux" (naja, und "Peter, natürlich :grin) keiner von damals noch am Leben sei.

    “Lieblose Kritik ist ein Schwert, das scheinbar den anderen, in Wirklichkeit aber den eigenen Herrn verstümmelt.”Christian Morgenstern (1871 – 1914)

  • maikaefer


    Du, hef, schriebst auf meine Frage hin irgendwo, dass außer "La Troux" (naja, und "Peter, natürlich ) keiner von damals noch am Leben sei.



    Wenn ich mich richtig erinnere, sprachen wir von Kollegen


    Darunter verstehe ich Journalisten


    euer hef

  • Durch! Beeindruckt kann ich das Buch schließen und zur Seite legen. Wirklich ein ganz großes Buch! Es war fesselnd, verwirrend, spannend und emotional! Wirklich klasse!!


    Auf die Klärung der ein oder anderen Frage freue ich mich ebenfalls auch schon!


    Bei der Feiertagserwähnung des 6.1. in Köln musste ich auch kurz schmunzeln ;)

  • Ich hab das Buch nun seit 2 Tagen durch, zoegere aber immer noch mit einem abschliessendem Urteil.


    Fuer mich war es einfach zu viel Verwirrung. Ja, das mag eben auch sehr gut die Unwissenheit und Unerfahrenheit des Protagonisten spiegeln. Aber ich les doch ein Buch auch um etwas mehr zu erfahren. Gerade wenn es ein reales Thema wie der Vietnamkrieg ist, moechte ich doch auch etwas von dem Buch lernen koennen. Und der Lerneffekt ist sehr schwer zu erzielen, wenn man nur noch verwirrt ist.


    Dabei war das Ende und die "Aufloesung" des Verrates gar nicht mal sooo ueberraschend. Ich hatte mich schon die ganze Zeit gewundert, warum Micky immer wieder so ueberraschend auftauchte. Aber was all das andere sollte?


    Versteh auch immer noch nicht wieso diese Unterschriften so wichtig sein sollten. Es war doch klar, dass Peter entweder den unterschriebenen Text nicht verstehen konnte (was ihn der Polizeichef da vorhielt) bzw. dass der andere Schrieb unter Folter oder Androhung derselben (der andere Schrieb im Lager) unterzeichnet und damit ungueltig ist. Und jetzt erzaehl mir keiner, man haette Peter in Deutschland nie geglaubt, dass die Unterschriften mit Gewalt (oder Androhung) erpresst wurden. So naiv ist doch keiner. Was wollte man damit also bewirken???


    The-Maria bleibt auch sehr undurchsichtig fuer mich. Und ich gehe jetzt mal davon aus, dass ihre Aktionen in Deutschland sehr fiktiv sind und nicht wirklich Hefs reale Tochter darstellen. Wuesste nicht wie ich mich fuehlen wuerde, wenn meine Tochter sich als Killer entpuppen wuerde :yikes

    Gruss aus Calgary, Canada
    Beatrix


    "Well behaved women rarely make history" -- Laura Thatcher Ulrich