Beiträge von TiGi86

    ASIN/ISBN: 1533634246


    Zum Inhalt:


    "Alissa ist ein schüchternes Mädchen, das in ihrer Klasse nie Anschluss gefunden hat. Die Abschlussfahrt wird für sie zur Qual und das Mobbing eskaliert. Alissa, die nicht länger das Opfer sein will, fasst einen mörderischen Plan, der ihren eigenen Untergang bedeuten könnte … Zehn Jahre später bekommen die ehemaligen Schüler der Abschlussklasse und der damalige Klassenlehrer eine Einladung zu einem sonderbaren Klassentreffen, unterschrieben mit Alissa. Kann das wirklich sein? Es scheint, als wollte jemand Alissas Plan fortsetzen und den Teilnehmern des Klassentreffens wird klar, dass sie dieses Mal nicht so leicht davonkommen … Die Schule endet eben nie!" (Quelle: Amazon)


    Meine Meinung:


    Das Buch ist in zwei Handlungsstränge aufgeteilt. Einmal in "Damals" und andererseits in "Heute". Beide Stränge wechseln sich kapitelweise ab, dadurch erfahren die Leser häppchenweise, was damals passiert ist und wie es zu den Ereignissen in den Heute-Kapitel kommen konnte. Durch den wechsel der beiden Zeitebenen wird es nicht langweilig und man erfährt nach ud nach, welches Leid die Protagonistin Alissa durchmachen musste. Und das Ereignis, oder der große Knall, den es damals gab, wird dadurch lange hinausgezögert oder besser gesagt, im Dunkeln gehalten, so dass die Spannung bis zum Ende aufrecht erhalten wird.


    Die Spannung baut sich allmählich auf und nach und nach werden die Figuren eingeführt. Von den Peinigern, die Alissa seelisch und körperlich quälen bis hin zu Randfiguren, die an diesem Auseinandersetzungen als Zuschauer beteiligt sind und den Lehrern, die lieber wegschauen, als aktiv einzugreifen oder gar Alissa für alles verantwortlich machen.


    In den Damals-Kapiteln sind wir mit den vermeintlichen Scherzen konfrontiert, die sich Alissas Mitschüler*innen mit ihr erlauben, wobei jeder von ihnen nicht perfekt ist, jede*r hat seinen Makel und versucht durch die Übergriffe darüber hinwegzutäuschen und auch um nicht selber ins Visier der anderen zu geraten. Und sie geben Alissa selbst die Schuld, weisen ihr die Rolle der Täterin zu, versuchen dadurch ihre Hände in Unschuld zu waschen.


    In den Heute-Abschnitten erhalten die Peiniger von damals Einladungen zu einem Klassentreffen, welches 10 Jahre nach den tragischen Ereignissen auf der Klassenfahrt stattinden soll. Die Ereignisse der Heute-Kapitel, die sich in der Gegenwart abspielen, beginnen auch langsam, bis sich die ehemaligen Mitschüler am Treffpunkt zusammenfinden, die zum Großteil gescheiterte Existenzen sind. Kaum einer von ihnen hat es zu irgendetwas gebracht oder sind mit sich im Reinen. Da den handelnden Personen klar ist, dass nach den damaligen Ereignissen Alissa kaum die Einladungen geschrieben haben kann, begann auch ich zu spekulieren, wer sich zum Rächer aufgeschwungen hat.


    Was der Autorin gut gelungen ist, dass die Personen nicht alle in Gut und Böse unterteilt sind, gibt ihnen auch viel Raum dazwischen. Zwischen Schwarz und Weiß lässt sie auch Grautöne zu.


    Das Leitmotiv Mobbing bringt die Autorin wieder gut zum Ausdruck und zeigt auf, wie es dazu kommen kann und wie schnell man ins Visier seiner Mitmenschen geraten kann.


    Das Ende kam zwar überraschend, aber es hat einen kleinen Nachgeschmack hinterlassen, es hat mich nicht hundertprozentig überzeugt, es wirkte ein wenig zu gestellt und ich konnte es in dieser Form nicht so richtig nachvollziehen. Aber das ist auch der einzige Kritikpunkt, der das Erlebnis aber im Ganzen nicht trübt.


    Mein Fazit:


    Mit "Die Schule endet nie" hat Jessica Swiecik einen spannenden, temporeichen und fesselnden Roman geschrieben, der ein leider sehr präsentes Thema als Ausgangslage nimmt und der über das Ende hinaus zum Nachdenken anregt.

    Zum Inhalt:


    "Ein verschwundenes Kind und die lebenslange Suche nach der Wahrheit


    Ricarda Raspe und ihr Verlobter freuen sich auf ihr erstes Kind. Doch dann geht bei der Geburt in der Dresdner Klinik etwas schief − und es heißt, Ricardas Baby sei tot. Laut Vorschrift darf sie es nicht einmal mehr sehen. DDR-Alltag im Jahr 1973. Aber Ricarda glaubt nicht an den Tod ihres Kindes. Sie glaubt vielmehr an eine staatlich angeordnete Kindesentführung. Auch der Polizist Thomas Rust, der zufällig Zeuge des dramatischen Vorfalls wurde, hegt diesen Verdacht und stellt Recherchen an, die ihn in höchste Gefahr bringen. Erst 17 Jahre später laufen die Fäden zusammen, als die junge Claudia Behling jene Frau sucht, die sie nach ihrer Geburt weggegeben haben soll – ihre Mutter."

    (Quelle: dtv.de)


    Meine Meinung:


    In seinem neuem Roman setzt sich der Autor wieder mit der Geschichte der DDR auseinander, wie bereits in seiner Reihe um den Kommissar Max Heller. In "Zwei fremde Leben" setzt er sich mit einem dunklen Teil der DDR-Geschichte auseinder, den Zwangsadoptionen, um Menschen, die der Regierung nicht genehm waren, das Liebste zu nehmen, um sie anschließend linientreuen Bürgern zuzuführen. Sehr oft wurde den Leidtragenden erzählt, ihre Kinder seien bereits bei der Geburt gestorben.


    Der Roman erstreckt sich über 4 Jahrzente, 1973 beginnend bis hin ins Jahr 2018. Jedoch wird die Geschichte nicht linear erählt. Frank Goldammer springt kapitelweise von der Vergangenheit in die Gegenwart hin und her. Auch die Perspektiven wechseln sich ab. Mal begeben wir uns mit Ricarda Raspe auf die Suche nach ihrem Kind, welches bei der Geburt angeblich gestorben sein soll. Und wir begeben uns auch mit dem Ermittler Thomas Rust auf Spurensuche und dann wäre da noch Claudia Behling, die von ihren Eltern erfährt, dass diese nicht ihre leiblichen Eltern sind.


    In meinen Augen sind die Zeitsprünge und Perspektivwechsel sehr gut gelungen, ich hatte keine Probleme, mich auf das jeweilige Kapitel umzustellen. Im Gegenteil, meines Erachtens kam dadurch Tempo in den Roman, dadurch konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen.


    Auch machen die Figuren, allen voran Ricarda Raspe, die in dem Roman einen Großtetil einnimmt, eine nachvollziehbare Entwicklung durch. Ich habe das den gesamten Roman über gehofft, dass es für sie ein versöhnliches Ende nimmt. Manchmal scheint es ein Kampf gegen Windmühlen, da ihnen oft von Behörden Steine in den Wind gelegt werden und sich auch die Familie und Freunde abzuwenden scheinen.


    Auch dem Ermittler Thomas Rust, der privat ermittelt, muss sich auf dem Weg zur Wahrheit mit dem Regime auseinandersetzen, da seine Recherchen nicht jedem in den Kram passen.


    Es gibt einige Wendunge und Überraschungen, die den Spannungsbogen bis zum Ende hochhalten und die Leser bei Laune halten. Auch das Ende war überraschend, dass ich dann doch nicht so erwartet hatte oder vielleicht auch nicht erwarten wollte, aber es war ein gelungener Abschluss.


    Ein Manko ist für mich, dass Claudia zu wenig Raum in dem Buch bekommt. Sie bekommt zwar gegen Ende ihren Platz, doch scheint auch sie eine Odysse hinter sich zu haben, von der ich gern ein wenig mehr erfahren hätte.


    Mein Fazit:


    "Zwei fremde Leben" ist ein spannender, temporeicher und unterhltsamer Roman, der eine Mischung aus politischem Krimi und historischen Roman ist, der auf ein wichtiges Thema aufmerksam macht, bei dem noch viel Gesprächs- und Aufarbeitungsbedarf besteht.


    10 / 10 Punkten

    Zum Inhalt:


    "Wer die Heimat verrät


    Der Alltag in der jungen DDR ist beschwerlich. Es fehlt an allem, die SED-Regierung verfolgt gnadenlos ihre Kritiker, und die Zahl derer, die das Land verlassen, steigt unaufhörlich. Am 17. Juni 1953 eskaliert die politische Lage. Landesweit kommt es zu gewalttätigen Protesten. In dieser Nacht wird Kommissar Max Heller zu einem Dresdner Isolierungsbetrieb gerufen. Der frühere Eigentümer wurde brutal mit Glaswolle erstickt. Ist er ein Opfer der Aufständischen geworden? Aber Heller hat einen anderen Verdacht. Während er in den Wirren des Volksaufstandes einen unberechenbaren Mörder sucht, drängt Karin auf eine Entscheidung: Sollen sie ihre Heimat verlassen und in den Westen gehen oder sollen sie ausharren?"

    (Quelle: dtv.de)


    Meine Meinung:


    Im fünften Max-Heller-Krimi verschlägt es die Leser ins Jahr 1953. Ausgangspunkt ist der Arbeiteraufstand im Juni, in dem unter anderem die Senkung der Arbeitsnormen gefordert worden. Leider wurde der damalige Aufstand blutig zerschlagen. In den Wirren dieses Aufstandes geschiet der Mord, den es nun wieder gilt, aufzuklären.


    Der fünfte Band wieder flüssig zu lesen, die Figuren sind wieder gut getroffen, auch wenn in den Vorgängerbänden mehr Potential stecke, was die Figurenentwicklung und -ausarbeitung betrifft. Grundsätzlich ist das Buch spannend zu lesen.


    Jedoch finde ich, dass der Titel, trotz der Kürze, zu viel verspricht. Der Juni 53 ist mehr oder weniger Ausgangslage, als bräuchte der Autor auf Teufel komm raus einen Aufhänger, jedoch versumpft es schnell wieder. Der Arbeiteraufstand wirkte auf mich mehr als Platzhalter, als dass es sich über den gesamten Roman zieht. Hier hätte mehr herausgeholt werden können.

    Auch wirkt der Plot ansich auch etwas holprig bzw. zu konstruiert.


    Fazit:


    Alles in allem ein spannender und flüssig zu lesender Roman, der sich zwar gut in die Reihe einfügt, aber meines Erachtens der schwächste Teil ist, da hier die Mankos deutlicher hervortreten als in den vier Vorgängerbänden.


    Daher nur 3 von 5 Punkten

    Zum Inhalt:


    "Es klingt fast zu gut, um wahr zu sein. Hamburg-Winterhude, ein Haus mit Smart-Home, alles ganz einfach per App steuerbar, jederzeit, von überall. Und dazu absolut sicher. Hendrik und Linda sind begeistert, als sie einziehen. So haben sie sich ihr gemeinsames Zuhause immer vorgestellt.

    Aber dann verschwindet Linda eines Nachts. Es gibt keine Nachricht, keinen Hinweis, nicht die geringste Spur. Die Polizei ist ratlos, Hendrik kurz vor dem Durchdrehen. Konnte sich in jener Nacht jemand Zutritt zum Haus verschaffen? Und wenn ja, warum hat die App nicht sofort den Alarm ausgelöst?

    Hendrik fühlt sich mehr und mehr beobachtet. Zu recht, denn nicht nur die App weiß, wo er wohnt …" (Quelle: app-thriller.de)



    Meine Meinung:


    "Die App" war mein erster Thriller von Arno Strobel seit längerer Zeit. Das Buch war wie bei Arno Strobel gewohnt, temporeich und flüssig zu lesen.

    Der Wechsel der Perspektiven ist gut gelungen, einmal verfolgen wir Hendrik bei seiner Suche nach seiner Partnerin Linda und dann wechselt es

    zu den Entführungsopfern, die dem Täter hilflos ausgeliefert sind, ohne dass man weiß, um welches Opfer es sich gerade handelt. Hier hatte ich anfangs

    doch gerätselt, um wen es sich gerade handelt. Linda? Oder doch jemand anderes?


    Das Thema,welches uns der Autor präsentiert, ist aktueller den je, denn viele verlassen sich in ihrem Alltag immer mehr auf Apps, Smart-Home-Systeme und

    anderen elektronischen Schnickschnack. Und hier wird gezeigt, wie es sein könnte, wenn sich von außerhalb Hacker ins System einschleichen und von trautes Heim,

    Glück allein nicht mehr viel übrig bleibt.


    Auch das zweite Thema, ist doch sehr aktuell, und jeder sollte sich vielleicht überlegen, wie viel er dazu beitragen möchte, aber um nicht zu spoilern, überlasse ich es dem Leser,

    worum es sich handelt.


    Auch wenn es hier zügig voran geht und es den einen oder anderen Cliffhanger am Ende des Kapitels gibt, wirkt der Plot in meinen Augen etwas zu konstruiert. An jeder Ecke wartet

    jemand auf Hendrik, die sich ihm mitteilen möchten und glauben, etwas zur Auflösung beitragen zu können. Ich hatte den Eindruck, Arno Strobel wollte hier mit allen Mitteln

    die Handlung vorantreiben, um unbedingt ein neues Buch veröffentlichen zu können.


    Ich bin auch mit den Personen nicht warm gewunden, einzig mit den Entführungsopfern habe ich mitgefiebert. Und es ist für meinen Geschmack zu früh absehbar, wer in dieser

    Sache unter anderem verwickelt ist, daher war es am Ende keine große Überraschung mehr.


    Fazit:

    Alles in allem ein temporeiches und kurzweiliges Vergnügen mit interessanten und sehr aktuellen Themen. Aber es wurde zu wenig daraus gemacht. Leider. Daher nur 2,5 von 5 Punkten.

    ASIN/ISBN: B08FP4W6WG


    Zum Inhalt:


    "Shirley Cooper, von allen nur Shygirl genannt, wird gleich an ihrem ersten Tag an der Rainfield High Opfer eines Streiches, der sie schlagartig zur Außenseiterin und zur Zielscheibe weiterer Anfeindungen macht. Auf der Fresh-Freshmen-Party eskaliert das Mobbing schließlich, als sie mit dem gleichaltrigen Camper Warren in einem alten Spukhaus in der Ramshakle Road eingesperrt wird und dort eine Nacht des Grauens erlebt. Am nächsten Morgen ist Shirley ein vollkommen anderer Mensch. Und sie ist bereit, all jene, die ihr Leid angetan haben, bluten zu lassen …"


    Meine Meinung:


    Das Buch war das dritte Buch von Jeidra Rainey, welches ich von ihr gelesen habe und ich wurde wieder nicht enttäuscht. Diesmal hat sie wieder eine interessante Außenseiterfigur geschaffe, die selbst in der ersten Woche an ihrer neuen Schule nicht vor Ausgrenzung und Anfeindungen verschont wurde. Nach einer Nacht in einem alten Spukhaus mit Camper Warren, den ich auch sehr mochte, geht sie auf einen Rachefeldzug, der es in sich hat.


    Die meisten der Figuren in dem Buch sind gut getroffen, auch die, die anfänglich auf der Täterseite standen, und sich später als Opfer entpuppten. Ich finde, diesen Wandel hat die Autorin gut dargestellt.


    Auch die Spannung konnte bis zum Ende des Buches gehalten werden und es gab kaum Längen, so dass man das Buch kaum aus der Hand legen konnte.


    Alles in allem ist "Shy or Evil" ein sehr spannes Buch mit einem ernsten und leider noch oft anzutreffendem Thema.

    Jeidra Rainey - Rainfield High


    ASIN/ISBN: 1791804802


    Zum Inhalt:


    Als Mr. Leach, der Physiklehrer der Rainfield High, eines Tages an einem Herzinfarkt stirbt, beginnt das große Aufatmen an der Schule.

    Denn Mr. Leach war der personifizierte Alptraum eines jeden Schülers. Mit seiner dominanten Art, absoluten Gehorsam abverlangend,

    keinen Fehler und keine Schwächen verzeihend, hat er sich keine Freunde gemacht. Selbst bei seinen Kollegen war er nicht sonerlich

    beliebt. Doch damit nicht genug, denn wer geglaubt hatte, der Alptraum sei endlich überstanden, hat sich bitter getäuscht, denn der

    Schrecken hat erst begonnen. Denn nun greift Mr. Leach nach der Macht über die Schule und räumt jeden aus dem Weg, der sich

    ihm in den Weg stellt.


    Meine Meinung:


    "Rainfield High" ist mein zweiter Roman von Jeidra Rainey und ich wurde wieder sehr gut unterhalten.


    Der Roman ist aus der Sicht mehrer Figuren geschrieben, zum Beispiel Amber und Collin, zwei Schüler an der hiesigen Schule.

    beide sind Außenseiter, jeder auf seine Art und damit dem Spott ihrer Mitschüler ausgesetzt und unter anderem auch von Mr. Leach,

    der keinen Fehler und keine Schwäche verzeiht.


    Die Leser lesen einges aus dem Alltag der Schule, die Handlung spielt sich hauptsächlich in der Rainfield High ab, daher lernen wir schnell

    die beliebten Schüler kennen und die Randfiguren, wie Amber oder Collien. Und dass die SchülerInnen, die aus reichem Elternhaus kommen,

    auch die meisten Freunde zu haben scheinen und die anderen schnell ausgegrenzt werden, auch jene, die nicht so recht ins Bild passen.

    Und das nur der dabei bleiben darf, wer sich dem Gruppenzwang unterwirft.


    Die Autorin hat die Figuren, Lehrer wie Schüler, sehr gut ausgearbeitet. Die Leser erfahren auch von ihren Ängsten und Nöten, die sie privat

    wie beruflich umtreiben.


    Auch der Bösewicht dieses Romans ist nicht nur schwarz gezeichnet. Im Laufe des Buches erfährt man einiges über seine Vergangenheit,

    und man bekommt ein Verständis dafür, warum er zu dem geworden ist, was er jetzt ist und was ihn antreibt, nicht von der Welt der Lebenden

    loslassen zu können.


    Eine spannende, temporeiche Handlung gepaart mit ein paar Ekeleinlagen und sehr gut ausgearbeiteten Figuren bieten für spannende Stunden,

    die kaum Zeit zum Verschnaufen lassen.

    Zum Inhalt:


    Mit der zwölfjährigen Regan gehen seltsame Veränderungen vor sich, die von Tag zu Tag immer schlimmer werden.

    Ihre Mutter bittet verschiedene Ärzte um Hilfe, doch keiner kann ihr wirklich helfen, bis sie Kontakt zum katholischen

    Pater Karras veranlasst, der sich zum Schluss auch nicht mehr anders zu helfen weiß, als einen Exorzismus an ihr

    vorzunehmen, denn ein Dämon scheint von dem Mädchen Besitz ergriffen zu haben.


    Meine Meinung:


    Dieser Roman war mir anfangs durch seine Verfilmung bekannt. Nun wurde es endlich Zeit, die literarische Grundlage zu lesen.


    Wer hier einen reinen Horror-Roman erwartet, ist sicher an der falschen Stelle. Die Leser können das Buch sicher auch als kleine Abhandlung

    über psychologische Störungen lesen. Denn der Autor scheint sich sehr mit dem Thema verschiedener seelischer Störungen befasst zu haben,

    die dem Zustand der kleinen Regan zugrunde liegen können.


    In dem Roman gibt es zwei Hauptstränge, einmal die Bessenheit von Regan und die Versuche der Mutter, ihrer Tochter zu hefen.

    Und zweitens Pater Karras, über den man auch einiges erfährt. Er scheint den einen oder anderen Schicksalsschlag hinter sich zu haben. Gelegentlich

    habe ich den Eindruck, er ist mehr Sozialarbeiter als Pater.

    Beide Handlungsstränge laufen im weiteren Verlauf des Buches zusammen, als Pater Karras gebeten wird, Regan zu helfen.


    Die anderen Personen sind auch sehr gut getroffen, die meisten haben auf die eine oder andere Art Kontakt zu Regan, so dass es keine überflüssigen

    Figuren gibt.


    Das Grauen breitet sich eher langsam bzw. unterschwellig aus, von den Obszönitäten einmal abgesehen, die Regan von sich gibt. Abgesehen von dem einen

    oder anderen Sprung zwischen den Szenen konnte ich der Handlung sehr gut folgen und war auch von der guten Recherche des Autors zum Thema psychischer

    Störungen bzw. Persönlichkeitsspalunten positiv überrascht, die ja auch einen Großteil des Buches einnimmt.


    Alles in allem ein spannender Roman, bei dem auch der Laie noch etwas dazulernen kann.

    ASIN/ISBN: 1546738118


    Zum Inhalt:


    „Die alte Kinder- und Jugendpsychiatrie liegt verlassen und fast vergessen im Wald von Finsterhoven. Eine tragische Geschichte hat sich vor wenigen Monaten dort abgespielt. Eine Geschichte, die sich fest in dem dunklen Gemäuer verankert hat und die unerbittlich Wellen schlägt …“


    Meine Meinung:


    „Finsterhoven“ hat mich von Beginn an in seinen Bann gezogen. Ein altes, abgelegenes und verlassenes Gebäude bietet die ideale Voraussetzung für einen Gruselroman. Da sich die Autorin nicht lang mit Vorgeplänkel aufhält, ist der Leser auch sofort in der Handlung drin. Einst wurden in der alten Psychiatrie Kinder und Jugendliche untergebracht, davon erfahren wir in einem der beiden Handlungsstränge. Der erste spielt in der Gegenwart, im Oktober 2016, hier lernen wir Miranda und Seth können, die in die Ruine einsteigen. Dort machen sie eine unschöne Begegnung mit ihren Entführern, die sich in den alten Gemäuern einquartiert haben und das Pärchen überrumpeln.


    Der zweite Strang spielt sich im April 2016 ab, also vor einem halben Jahr. In dieser Zeitebene existiert die Psychiatrie noch und wir lernen unter anderem Cara kennen, die in der Anstalt ihr Dasein fristen muss, abgeschoben, weil ihre Eltern nicht mit ihr klarkommen. Weiterhin wäre Parker, eine Psychologie-Studentin, die der Psychiaterin Dr. Wolff eines Tages assistieren darf und ihr gelingt es, zu Cara durchzudringen.


    Cara, Miranda und Parker, drei Jugendliche, die ihren Weg noch finden müssen, jedoch wird es ihnen aufgrund ihrer Erfahrungen und derzeitigen Lebensumstände schwer gemacht. Zum Beispiel Mobbing oder eben die Einweisung in die Geschlossene, weil man sich nicht so verhält, wie es von einem erwartet wird.


    Die Zustände in der Anstalt sind katastrophal. Ärzte und PflegerInnen, die eher gegen die Patienten arbeiten, als ihnen zu helfen. Am liebsten würde man alle Patienten dort rausholen.


    Die Wendungen sowie der Wechsel der beiden Zeitebenen und der einzelnen Figuren haben mir sehr gut gefallen, dadurch wird es nie langweilig und man will das Buch nicht mehr aus der Hand legen.


    Ein Minuspunkt ist, dass die anderen Insassen nach und nach immer weniger Beachtung finden und sich die Handlung zu sehr auf bestimmte Personen fokussiert, was aber der Dramatik keinen großen Abbruch tut.


    Das Ende hält auch die eine oder andere Überraschung parat.


    Alles in allem ist „Finsterhoven“ ein spannender und temporeicher Thriller für jede Altersklasse.

    Sehr schöne Idee, Nr. 7 "Der Insasse" habe ich bereits gelesen, bei dem Buch würde ich mich deshalb ausklinken. Ansonsten habe ich keinen Favoriten, Alber Camus' "Die Pest" würde ich mich auch anschließen.

    Zurzeit lese ich "Armageddon" von Wolfgang Hohlbein


    ASIN/ISBN: 3492704417


    Klappentext:

    "Das Ende der Welt ist erst der Anfang! Auf dem Flug nach Tel Aviv begegnet Beka dem gleichermaßen wie undurchschaubaren Luke. Doch bevor sie sein Geheimnis ergründen kann, zerreißt eine gewaltige Druckwelle das Flugzeug. Das Undenkbare ist geschehen: Eine Atombombenexplosion vernichtet weite Teile Israels. Aber Beka und Luke überleben. Sie finden sich in einem unterirdischen, verlassenen Tempel wieder, der von geheimnisvollen Symbolen übersät ist. Und alles deutet darauf hin, dass Armageddon begonnen hat - die letzte Schlacht ..."

    Ich lese ihn auch zum ersten Mal, habe allerdings vor zig Jahren mal den Film gesehn, der mir nicht gefallen hat. Allerdings liebe ich die Art Heinrich Manns zu schreiben, auch wenn mir die Handlung selbst nicht zusagt. Aber ein Pageturner ist es wirklich nicht. Ich brauche auch Abstand zwischen meinen Lesestunden. Nichts desto trotz, hoffe ich, bis zum Ende durchzuhalten.

    Ich lese das Buch auch zum ersten mal, an den Film habe ich ehrlich gesagt auch keine guten Erinnungen. Aber ich komme immer noch nicht in den Schreibstil rein, obwohl der Inhalt doch sehr interessant ist, finde ich den Stil etwas staubig.

    Dass Frauen als Ware gehandelt wurden, war damals völlig normal. Das erläutert Heinrich Mann durch die ständige Erwähnung der Höhe der Mitgift im Zusammenhang mit der Frau sehr pointiert. Das sind diese vielen Kleinigkeiten, warum ich dieses Buch und Heinrich Manns Stil so mag.

    Ja, das war mir zwar auch klar, aber wie es beschrieben ist, lässt es das Ganze irgendwie noch grotesk wirken.

    Magda sieht ihre Chance dem ungemütlich gewordenen Elternhaus zu entkommen. Ihrer Schwester ist dieses Anbiedern wohl zu schamlos. Diederich will zwei Fliegen mit einem Hieb erwischen. Woher er allerdings die 35.000 Mark Mitgift nehmen will, wundert mich schon - wo er doch nicht mal die neue Maschine bezahlen kann.

    Das kam mir schon etwas suspekt vor, wie sie um sie verhandelt haben, als ging es nur um eine Ware, die an den Höchstbietenden verkauft werden soll.


    Uch glaube er sieht sich als gutmensch, den alle böses wollen. Die welt ist ja so gemein zu ihm

    Und nur er vertritt die einzig wahre Anschauung und keiner ist kaisertreuer als er. ;)

    Und ich war gar nicht bei der Bundeswehr. ;)


    Ich finde es eher traurig, dass die Menschheit nicht geschafft hat, ohne Einrichtungen wie die Bundeswehr auszukommen. Aber das wird wohl immer ein Wunsch bleiben. Aber jeder wie er/sie möchte.

    Das Chemiestudium macht eigentlich ja schon Sinn für einen Papierfabrikanten, da spielen ja auch chemische Vorgänge eine Rolle.

    Aber völlig egal, was er studiert hat, als Leiter einer Firma oder Fabrik ist er völlig ungeeignet.

    Ich denke auch, das sein Studium ihn eher für die Produktion oder einer seinem Studium entsprechende Abteilung befähigt. Vielleicht bräuchte er noch einen Nachhilfekurs in: Wie leite ich eine Fabrik richtig?


    Diese Ratskeller-Szene fand ich ausschlaggebend für die weitere Entwicklung. Ich werde sie noch einmal lesen - besonders auf Hinblick auf das Zurückrudern der Kaisertreuen am nächsten Tag.

    Seine ÄReden im Ratskeller wid ihn wahrscheinlich im Nachhinein nicht nur Pluspunkte einbringen, vermute ich mal.