Beiträge von TiGi86

    Jeidra Rainey - Rainfield High


    ASIN/ISBN: 1791804802


    Zum Inhalt:


    Als Mr. Leach, der Physiklehrer der Rainfield High, eines Tages an einem Herzinfarkt stirbt, beginnt das große Aufatmen an der Schule.

    Denn Mr. Leach war der personifizierte Alptraum eines jeden Schülers. Mit seiner dominanten Art, absoluten Gehorsam abverlangend,

    keinen Fehler und keine Schwächen verzeihend, hat er sich keine Freunde gemacht. Selbst bei seinen Kollegen war er nicht sonerlich

    beliebt. Doch damit nicht genug, denn wer geglaubt hatte, der Alptraum sei endlich überstanden, hat sich bitter getäuscht, denn der

    Schrecken hat erst begonnen. Denn nun greift Mr. Leach nach der Macht über die Schule und räumt jeden aus dem Weg, der sich

    ihm in den Weg stellt.


    Meine Meinung:


    "Rainfield High" ist mein zweiter Roman von Jeidra Rainey und ich wurde wieder sehr gut unterhalten.


    Der Roman ist aus der Sicht mehrer Figuren geschrieben, zum Beispiel Amber und Collin, zwei Schüler an der hiesigen Schule.

    beide sind Außenseiter, jeder auf seine Art und damit dem Spott ihrer Mitschüler ausgesetzt und unter anderem auch von Mr. Leach,

    der keinen Fehler und keine Schwäche verzeiht.


    Die Leser lesen einges aus dem Alltag der Schule, die Handlung spielt sich hauptsächlich in der Rainfield High ab, daher lernen wir schnell

    die beliebten Schüler kennen und die Randfiguren, wie Amber oder Collien. Und dass die SchülerInnen, die aus reichem Elternhaus kommen,

    auch die meisten Freunde zu haben scheinen und die anderen schnell ausgegrenzt werden, auch jene, die nicht so recht ins Bild passen.

    Und das nur der dabei bleiben darf, wer sich dem Gruppenzwang unterwirft.


    Die Autorin hat die Figuren, Lehrer wie Schüler, sehr gut ausgearbeitet. Die Leser erfahren auch von ihren Ängsten und Nöten, die sie privat

    wie beruflich umtreiben.


    Auch der Bösewicht dieses Romans ist nicht nur schwarz gezeichnet. Im Laufe des Buches erfährt man einiges über seine Vergangenheit,

    und man bekommt ein Verständis dafür, warum er zu dem geworden ist, was er jetzt ist und was ihn antreibt, nicht von der Welt der Lebenden

    loslassen zu können.


    Eine spannende, temporeiche Handlung gepaart mit ein paar Ekeleinlagen und sehr gut ausgearbeiteten Figuren bieten für spannende Stunden,

    die kaum Zeit zum Verschnaufen lassen.

    Zum Inhalt:


    Mit der zwölfjährigen Regan gehen seltsame Veränderungen vor sich, die von Tag zu Tag immer schlimmer werden.

    Ihre Mutter bittet verschiedene Ärzte um Hilfe, doch keiner kann ihr wirklich helfen, bis sie Kontakt zum katholischen

    Pater Karras veranlasst, der sich zum Schluss auch nicht mehr anders zu helfen weiß, als einen Exorzismus an ihr

    vorzunehmen, denn ein Dämon scheint von dem Mädchen Besitz ergriffen zu haben.


    Meine Meinung:


    Dieser Roman war mir anfangs durch seine Verfilmung bekannt. Nun wurde es endlich Zeit, die literarische Grundlage zu lesen.


    Wer hier einen reinen Horror-Roman erwartet, ist sicher an der falschen Stelle. Die Leser können das Buch sicher auch als kleine Abhandlung

    über psychologische Störungen lesen. Denn der Autor scheint sich sehr mit dem Thema verschiedener seelischer Störungen befasst zu haben,

    die dem Zustand der kleinen Regan zugrunde liegen können.


    In dem Roman gibt es zwei Hauptstränge, einmal die Bessenheit von Regan und die Versuche der Mutter, ihrer Tochter zu hefen.

    Und zweitens Pater Karras, über den man auch einiges erfährt. Er scheint den einen oder anderen Schicksalsschlag hinter sich zu haben. Gelegentlich

    habe ich den Eindruck, er ist mehr Sozialarbeiter als Pater.

    Beide Handlungsstränge laufen im weiteren Verlauf des Buches zusammen, als Pater Karras gebeten wird, Regan zu helfen.


    Die anderen Personen sind auch sehr gut getroffen, die meisten haben auf die eine oder andere Art Kontakt zu Regan, so dass es keine überflüssigen

    Figuren gibt.


    Das Grauen breitet sich eher langsam bzw. unterschwellig aus, von den Obszönitäten einmal abgesehen, die Regan von sich gibt. Abgesehen von dem einen

    oder anderen Sprung zwischen den Szenen konnte ich der Handlung sehr gut folgen und war auch von der guten Recherche des Autors zum Thema psychischer

    Störungen bzw. Persönlichkeitsspalunten positiv überrascht, die ja auch einen Großteil des Buches einnimmt.


    Alles in allem ein spannender Roman, bei dem auch der Laie noch etwas dazulernen kann.

    ASIN/ISBN: 1546738118


    Zum Inhalt:


    „Die alte Kinder- und Jugendpsychiatrie liegt verlassen und fast vergessen im Wald von Finsterhoven. Eine tragische Geschichte hat sich vor wenigen Monaten dort abgespielt. Eine Geschichte, die sich fest in dem dunklen Gemäuer verankert hat und die unerbittlich Wellen schlägt …“


    Meine Meinung:


    „Finsterhoven“ hat mich von Beginn an in seinen Bann gezogen. Ein altes, abgelegenes und verlassenes Gebäude bietet die ideale Voraussetzung für einen Gruselroman. Da sich die Autorin nicht lang mit Vorgeplänkel aufhält, ist der Leser auch sofort in der Handlung drin. Einst wurden in der alten Psychiatrie Kinder und Jugendliche untergebracht, davon erfahren wir in einem der beiden Handlungsstränge. Der erste spielt in der Gegenwart, im Oktober 2016, hier lernen wir Miranda und Seth können, die in die Ruine einsteigen. Dort machen sie eine unschöne Begegnung mit ihren Entführern, die sich in den alten Gemäuern einquartiert haben und das Pärchen überrumpeln.


    Der zweite Strang spielt sich im April 2016 ab, also vor einem halben Jahr. In dieser Zeitebene existiert die Psychiatrie noch und wir lernen unter anderem Cara kennen, die in der Anstalt ihr Dasein fristen muss, abgeschoben, weil ihre Eltern nicht mit ihr klarkommen. Weiterhin wäre Parker, eine Psychologie-Studentin, die der Psychiaterin Dr. Wolff eines Tages assistieren darf und ihr gelingt es, zu Cara durchzudringen.


    Cara, Miranda und Parker, drei Jugendliche, die ihren Weg noch finden müssen, jedoch wird es ihnen aufgrund ihrer Erfahrungen und derzeitigen Lebensumstände schwer gemacht. Zum Beispiel Mobbing oder eben die Einweisung in die Geschlossene, weil man sich nicht so verhält, wie es von einem erwartet wird.


    Die Zustände in der Anstalt sind katastrophal. Ärzte und PflegerInnen, die eher gegen die Patienten arbeiten, als ihnen zu helfen. Am liebsten würde man alle Patienten dort rausholen.


    Die Wendungen sowie der Wechsel der beiden Zeitebenen und der einzelnen Figuren haben mir sehr gut gefallen, dadurch wird es nie langweilig und man will das Buch nicht mehr aus der Hand legen.


    Ein Minuspunkt ist, dass die anderen Insassen nach und nach immer weniger Beachtung finden und sich die Handlung zu sehr auf bestimmte Personen fokussiert, was aber der Dramatik keinen großen Abbruch tut.


    Das Ende hält auch die eine oder andere Überraschung parat.


    Alles in allem ist „Finsterhoven“ ein spannender und temporeicher Thriller für jede Altersklasse.

    Sehr schöne Idee, Nr. 7 "Der Insasse" habe ich bereits gelesen, bei dem Buch würde ich mich deshalb ausklinken. Ansonsten habe ich keinen Favoriten, Alber Camus' "Die Pest" würde ich mich auch anschließen.

    Zurzeit lese ich "Armageddon" von Wolfgang Hohlbein


    ASIN/ISBN: 3492704417


    Klappentext:

    "Das Ende der Welt ist erst der Anfang! Auf dem Flug nach Tel Aviv begegnet Beka dem gleichermaßen wie undurchschaubaren Luke. Doch bevor sie sein Geheimnis ergründen kann, zerreißt eine gewaltige Druckwelle das Flugzeug. Das Undenkbare ist geschehen: Eine Atombombenexplosion vernichtet weite Teile Israels. Aber Beka und Luke überleben. Sie finden sich in einem unterirdischen, verlassenen Tempel wieder, der von geheimnisvollen Symbolen übersät ist. Und alles deutet darauf hin, dass Armageddon begonnen hat - die letzte Schlacht ..."

    Ich lese ihn auch zum ersten Mal, habe allerdings vor zig Jahren mal den Film gesehn, der mir nicht gefallen hat. Allerdings liebe ich die Art Heinrich Manns zu schreiben, auch wenn mir die Handlung selbst nicht zusagt. Aber ein Pageturner ist es wirklich nicht. Ich brauche auch Abstand zwischen meinen Lesestunden. Nichts desto trotz, hoffe ich, bis zum Ende durchzuhalten.

    Ich lese das Buch auch zum ersten mal, an den Film habe ich ehrlich gesagt auch keine guten Erinnungen. Aber ich komme immer noch nicht in den Schreibstil rein, obwohl der Inhalt doch sehr interessant ist, finde ich den Stil etwas staubig.

    Dass Frauen als Ware gehandelt wurden, war damals völlig normal. Das erläutert Heinrich Mann durch die ständige Erwähnung der Höhe der Mitgift im Zusammenhang mit der Frau sehr pointiert. Das sind diese vielen Kleinigkeiten, warum ich dieses Buch und Heinrich Manns Stil so mag.

    Ja, das war mir zwar auch klar, aber wie es beschrieben ist, lässt es das Ganze irgendwie noch grotesk wirken.

    Magda sieht ihre Chance dem ungemütlich gewordenen Elternhaus zu entkommen. Ihrer Schwester ist dieses Anbiedern wohl zu schamlos. Diederich will zwei Fliegen mit einem Hieb erwischen. Woher er allerdings die 35.000 Mark Mitgift nehmen will, wundert mich schon - wo er doch nicht mal die neue Maschine bezahlen kann.

    Das kam mir schon etwas suspekt vor, wie sie um sie verhandelt haben, als ging es nur um eine Ware, die an den Höchstbietenden verkauft werden soll.


    Uch glaube er sieht sich als gutmensch, den alle böses wollen. Die welt ist ja so gemein zu ihm

    Und nur er vertritt die einzig wahre Anschauung und keiner ist kaisertreuer als er. ;)

    Und ich war gar nicht bei der Bundeswehr. ;)


    Ich finde es eher traurig, dass die Menschheit nicht geschafft hat, ohne Einrichtungen wie die Bundeswehr auszukommen. Aber das wird wohl immer ein Wunsch bleiben. Aber jeder wie er/sie möchte.

    Das Chemiestudium macht eigentlich ja schon Sinn für einen Papierfabrikanten, da spielen ja auch chemische Vorgänge eine Rolle.

    Aber völlig egal, was er studiert hat, als Leiter einer Firma oder Fabrik ist er völlig ungeeignet.

    Ich denke auch, das sein Studium ihn eher für die Produktion oder einer seinem Studium entsprechende Abteilung befähigt. Vielleicht bräuchte er noch einen Nachhilfekurs in: Wie leite ich eine Fabrik richtig?


    Diese Ratskeller-Szene fand ich ausschlaggebend für die weitere Entwicklung. Ich werde sie noch einmal lesen - besonders auf Hinblick auf das Zurückrudern der Kaisertreuen am nächsten Tag.

    Seine ÄReden im Ratskeller wid ihn wahrscheinlich im Nachhinein nicht nur Pluspunkte einbringen, vermute ich mal.

    Ich finde ja interessant, dass Diederich eigentlich von nichts eine Ahnung hat und trotzdem große Reden schwingt, wenn es um die Politik und die Monarchie geht. Er bezeichnet sich als liberal, eiert aber herum, wenn er erklären soll, was das überhaupt bedeutet. Dass niemandem auffällt, wie doof er eigentlich ist, ist fast schon lustig. Die Hellsten scheinen sie ja alle nicht zu sein, aber Hauptsache rumkrakeelen und Machtansprüche stellen.

    Stimmt. Am Ende ist es oft so, dass der, der seine Inkompetenz am besten verkauft, am weitesten kommt. ;)

    Mir fiel spontan der Struwwelpeter ein:

    "Der Diederich, der Diederich das ist ein arger Wüterich..."

    Wie passend. :lache

    Ob man je erfahren wird, was da ursprünglich passiert ist zwischen Karl und dem Posten?

    Hm, bisher glaube ich nicht so recht daran, aber es sind ja auch noch ein paar Seiten. Manchmal hatte ich den Eindruck, der Posten steht kurz davor, zum Volkshelden erklärt zu werden, zumindest von den entsprechenden Personen.

    Liberal wird von Diederich so angewendet, dass er es großzügig auslegt und sein Mäntelchen in den Wind hängen kann. Je nachdem, wie es ihm zupass kommt. Also, ich bin für alles und gegen alles.

    Ja, so lege ich es auch. Der Typ Dlederich hätte wohl in den meisten Epochen der vergangenen Jahrzehnte bzw. Jahrhunderte seine Karriere gemacht. Erst Pickelhaube, dann Hakenkreuz, dann überzeugter Sozialist und so weiter. Derartige Karrieren hat es ja gegeben, erst braun, dann rot und dann schwarz oder so.

    Dietrich jat sich in der Firma vorgestellt, und natürlich mit richtigen Tamtam. Die Firma ist ja ziemlich verlottert😉😏

    Wie gut, dass Diederich zur Stelle ist, um mit harter Hand das Schiff wieder auf Kurs zu bringen. ;)


    Selbstmitleid??? Ich glaube nicht, dass er weiß was sein Lebensglück ist, außer zu kriechen.

    Kriechen scheint sein einziges Lebensglück zu sein.


    Agnes war ihm zu unterwürfig. Bezeichnend ja seine Gedanken, als er das Mädchen im Zug küsst und sie ihm einen Ohrfeige gibt. "So eine könne man getrost heiraten." Er sehnt sich nach Härte, nicht nach Weichheit und Anschmiegsamkeit. Das mit der Jungfräulichkeit war nur ein Vorwand, irgendwas muss er dem Vater ja sagen.

    Ja, das dachte ich mir auch, eine Frau mit Nudelholz ist ihm lieber und anfangs dachte ich mir, er braucht eine Frau, die er herumkommandieren kann, aber klar, er braucht diese Härte auch in der Ehe.

    Ich bin in diesem Abschnitt noch nicht sehr weit, aber wie sich der kleine "Diederich" den Fabrikarbeitern als neuer Chef vorstellt, zeugt ja schon von seiner Lust an am machthaberischen Gebaren. Die Arbeiter werden wohl kaum Freude an ihm haben, ich kann mir vorstellen, die hätten ihm am liebsten schon als Kind im Bottich .... ;)


    Er hat ja auch deutlich gemacht, dass neben Zucht und Ordnung auch die politische Linie wichtig ist, da werden sicher einige Köpfe rollen, wenn der "kleine" Diederich bockig ist. Selbst in der Familie fühlt er sich bereits als neues Oberhaupt, da der Vater ja gestorben ist.