Ich glaube, ich habe schon lange nicht mehr bei einem Buch das Ende herausgezögert. Ich mochte gar nicht fertiglesen; ich wollte weiter in der Geschichte bleiben.
Nicole, vielen Dank für die tolle Begleitung der Leserunde. Die Fotos habe ich mir jetzt erst im Nachhinein angesehen, weil ich mir während des Lesens immer gerne erst mein eigenes Kopfkino male. Aber ich war doch recht nah an der Wirklichkeit, was natürlich Deinen wunderbaren, ausschweifenden (nicht negativ belegt an dieser Stelle) Schilderungen liegt.
Das Shakespeare Sonett fand schon Erwähnung, schön.
Ich bin großer Shakespeare-Fan und das ist eines meiner liebsten Sonette. (Das Wort Sonett verwirrt mich im Deutschen. Mir ist die englische Schreibweise sonnet irgendwie näher.)
Ein Buch lese ich von vorne nach hinten, d.h. das Nachwort habe ich auch als solches gelesen und war verblüfft, dass Singapur Dich erst so erschüttert hat und es erst eine Liebe auf den zweiten Blick war. Das hätte ich nicht erwartet.
Südwinde habe ich lustigerweise schon relativ lange bei mir im Regal stehen. Ich muss mal gucken, ob das mein nächster Vosseler wird oder ob ich mir etwas anderes aussuche.
"Zeit der wilden Orchideen" ist bislang tatsächlich - in einem zugegebenermaßen etwas mauen Lesejahr - mein absolutes Highlight und ich werde das Buch wärmstens weiterempfehlen. 
Aber nun noch zum Ende der Geschichte. Die Liebe zwischen Duncan und Li Mei hat mich sehr angerührt und ich bin auch froh, dass die beiden trotz aller Widrigkeiten ihre Chance bekommen haben. Ich hatte zu Anfang schon bei Georgina-Nilam und Raharjo die Vermutung oder an der Stelle die Befürchtung, die beiden könnten Halbgeschwister sein. Komischerweise hätte ich es dort befremdlich gefunden; bei Duncan und Li Mei stört es mich weniger. Das kann ich auch gar nicht erklären, zumal ja ihre Liebesgeschichte in den Anfängen der von Nilam und Raharjo nicht ganz unähnlich ist.
Ich bin grundsätzlich kein großer Fan von Happy Endings. Gerade bei sehr großen Liebesgeschichten finde ich die Tragik des unglücklichen Endes wesentlich ergreifender als ein Happily-ever-after. Mit dem Ende für Nilam und Raharjo bin ich sehr zufrieden. Für ein richtiges Happy End ist in der Tat zu viel passiert, aber es ist sehr versöhnlich, zu sehen, dass die beiden am Ende ihres Lebens es doch noch geschafft haben, wieder aufeinander zuzugehen und ein paar Dinge zu klären.
/edit: So, jetzt hab ich das Buch für meine Mami nochmal bestellt. ![:-]](https://www.buechereule.de/images/smilies/pleased.gif)