Beiträge von Darcy

    Klappentext


    Agatha, Ende dreißig, Aushilfskraft in einem Supermarkt und aus ärmlichen Verhältnissen, weiß genau, wie ihr perfektes Leben aussieht. Es ist das einer anderen: das der attraktiven Meghan, deren Ehemann ein erfolgreicher Fernsehmoderator ist und die sich im Londoner Stadthaus um ihre zwei Kinder kümmert. Meghan, die jeden Tag grußlos an Agatha vorbeiläuft. Und die nichts spürt von ihren begehrlichen Blicken. Dabei verbindet die beiden Frauen mehr, als sie ahnen. Denn sie beide haben dunkle Geheimnisse, in beider Leben lauern Neid und Gewalt. Und als Agatha nicht mehr nur zuschauen will, gerät alles völlig außer Kontrolle ...



    Der Autor


    Michael Robotham wurde 1960 in New South Wales, Australien, geboren. Er war lange Jahre als Journalist für große Tageszeitungen und Magazine in London und Sydney tätig, bevor er sich ganz seiner eigenen Laufbahn als Schriftsteller widmete. Mit seinen Romanen sorgte er international für Furore und wurde mit mehreren Preisen geehrt. Michael Robotham lebt mit seiner Frau und seinen drei Töchtern in Sydney.





    „Die Rivalin“ ist ein eindringlicher psychologischer Thriller. Zwei starke Frauencharaktere stehen hier im Vordergrund. Bis zur Mitte des Buches wusste ich nicht, wohin die Geschichte gehen wird. Und ich denke, es ist auch besser, wenn man nicht so viel weiß von der Story bevor man anfängt zu lesen. Deswegen werde ich auch nicht näher auf den Inhalt eingehen.


    Gerade am Anfang war das Buch aber auch recht langsam für meinen Geschmack. Die Spannung baut sich erst später auf. Ich war einfach nur neugierig, was passieren würde. Agatha mochte ich zu Anfang gar nicht, aber je mehr ich von ihr erfuhr, desto mehr konnte ich mit ihr mitfühlen. Es ist auf jeden Fall sehr interessant, in ihren Kopf hinein zu schauen. Ebenso interessant ist es, hinter die Fassade der perfekten Familie von Meg zu blicken. Zwar lauern da nicht unbedingt Leichen im Keller, aber trotzdem ein paar unschöne aber sehr menschliche Geheimnisse und Probleme.


    Ich bin mir nicht sicher, ob ich von Michael Robotham schon mal etwas gelesen habe. Sein Name war mir auf jeden Fall geläufig. Hier legt er einen souveränen und intelligenten Suspense-Thriller hin, der sich angenehm von der Masse abhebt. Das Thema ist jetzt nicht so super ungewöhnlich, aber er geht sehr sensibel und realistisch damit um. Auch wenn es für meinen Geschmack ein wenig langsam erzählt war, habe ich mich trotzdem gut unterhalten gefühlt mit diesem intelligenten und gut erzählten Krimi.


    Ich habe die englische Originalausgabe "The Secret She Keeps" gelesen.

    Klappentext

    In New York wurde ein Toter an der Brooklyn Bridge aufgehängt, das Wort „Köder“ tief in seine Brust geritzt. Das lässt nur einen Schluss zu: Ein Killer kopiert den berühmten Londoner Ragdoll-Fall. Chief Inspector Emily Baxter wird sofort von den US-Ermittlern angefordert.

    In den USA ist der Druck der Medien enorm. Als ein zweiter Toter entdeckt wird, diesmal mit dem Wort "Puppe" auf der Brust, dreht die Presse völlig durch und mit ihr die Internet-Communities.

    Baxter und ihre Kollegen von FBI und CIA werden zum Spielball des grausamen Mörders – wer kann seinen Irrsinn stoppen? Und wer hält im Hintergrund die Fäden in der Hand?



    Der Autor


    Daniel Cole wurde 1983 geboren. Er hat bisher als Sanitäter, Tierschützer und für die britische Seenotrettung gearbeitet. Sein Drang, Menschen zu retten, entspringt möglicherweise dem schlechten Gewissen wegen der großen Zahl der Figuren, die er beim Schreiben umbringt. Er lebt im sonnigen Bournemouth in Südengland und ist meist am Strand anzutreffen, obwohl er eigentlich an seinem nächsten Buch schreiben sollte. Sein Debüt »Ragdoll« erscheint in 34 Ländern.




    „Hangman“ ist der Folgeband zu „Ragdoll“. Man kann dieses Buch lesen, ohne „Ragdoll“ zu kennen. Es ist aber sehr hilfreich, wenn man es kennt.


    „Ragdoll“ war ein unterhaltsamer und rasanter Thriller. Er war aber auch recht oberflächlich und eindeutig auf einfache Unterhaltung aus. Er hatte einen ungewöhnlichen Plot und setzte auf Schockmomente. Genau das ist „Hangman“ auch. Für mich war dieses Buch „Ragdoll“ reloaded, sozusagen. Im Grunde passiert nicht viel anderes als im ersten Buch. Stil und Ablauf sind gleich. Der Charakter der Ermittlerin Emily Baxter wird vertieft. Sie bekommt einen neuen Sidekick. Wolf wird durch Damien Rouche ersetzt.


    Als ich das Buch begann, musste ich erkennen, wie viel ich von „Ragdoll“ bereits wieder vergessen hatte. Weder konnte ich mich gut an Emily Baxter erinnern noch hätte ich das Ende des Buches noch gewusst. Zwar habe ich das Buch bereits im März gelesen aber ich war doch überrascht, wie wenig mir von der Handlung in Erinnerung geblieben war. Es bestätigt mein Urteil von damals, das es ein netter Thriller war ohne großen Tiefgang. Ex und hopp. Und so ist es auch mit „Hangman“. Auch hier geht es rasant voran, obwohl in der Mitte dann doch recht wenig passiert. Die Protagonisten hetzten durch die Handlung und rennen herum. Dabei treten sie ermittlungstechnisch lange auf der Stelle und haben keine Ahnung, was eigentlich los ist. Die Storyline selber ist komplex, wird aber leider wieder einmal nicht gründlich durchleuchtet. Ich fand sie, um ehrlich zu sein, etwas wirr. Ebenso hatte ich wieder das Gefühl, immer irgendetwas überlesen zu haben. Der Autor hat eine Art, durch seine Handlung und Dialoge zu hetzten, das ich oft das Gefühl hatte, etwas verpasst zu haben.


    „Hangman“ ist solide Thrillerkost. Es hat Tempo und ist relativ blutig. Mit Damien Roche hat die sperrige Emily Baxter einen interessanten Kollegen bekommen, der aber zum Schluss doch etwas zu sehr als tragische Figur herhalten muss. Auch hier merkt man, dass dieses Buch seinen Vorgängerband stark kopiert. Man erkennt das Muster, nachdem der Autor seine beiden Bücher aufgebaut hat.


    „Hangman“ macht nicht viel falsch, es ist ein rasanter Thriller. Für mich persönlich leider ist er nur eine Neuauflage von „Ragdoll“. Und genau wie dieses Buch krankt es an zu wenig Tiefgang bei Handlung und Charakteren.



    Klappentext


    Irini Haringford wurde von ihren Eltern fortgegeben, als sie drei Jahre alt war. Ihre unberechenbare Schwester Elle dagegen durfte in der Familie bleiben. Auch als erwachsene Frau kann sich Irini diese Entscheidung nicht erklären. Dann erhält sie eines Tages einen Anruf von Elle, die ihr mitteilt, dass die gemeinsame Mutter verstorben ist. Irini macht sich auf den Weg nach Schottland, um herauszufinden, was damals geschehen und wodurch ihre Mutter umgekommen ist – denn sie wird den Gedanken nicht los, dass Elle mit beiden Ereignissen etwas zu tun haben könnte



    Die Autorin


    Michelle Adams ist Britin, lebt aber seit Jahren auf Zypern. Sie ist Teilzeitwissenschaftlerin und hat bereits einige Science-Fiction-Romane unter Pseudonym veröffentlicht. Ihre wahre Leidenschaft aber gilt der psychologischen Spannung. »Dunkelschwester« ist ihr Debüt in diesem Genre.




    Irini ist Anfang 30 und lebt mit ihrem Freund Antonio in London. Sie wurde als Kind zu Verwandten gegeben, da ihre Eltern sie aus Gründen, die sie nicht kennt, weggaben. Ihre ältere Schwester Elle aber durfte bei den Eltern bleiben. Irini fühlte sich nie wohl und geborgen bei den Verwandten. Zu ihren Eltern hat sie keinen Kontakt mehr, aber immer mal wieder zu ihrer Schwester. Elle tauchte immer wieder in Irinis Leben auf und immer passierte etwas, so dass ihre Verwandten mehr als einmal mit ihr wegzogen. Aber Elle ist hartnäckig und findet Irini immer wieder. Deswegen wundert sie sich auch nur geringfügig, als nach 6 Jahren Ruhe Elle offenbar mal wieder irgendwie an ihre neue Rufnummer gekommen ist und sich meldet. Doch diesmal hat es einen anderen Grund. Ihre Mutter ist gestorben. Und obwohl Irini keinerlei Bindung an sie hat und kaum Erinnerungen, ist es doch das zarte Band, das sie mit Elle verbindet, das sie dazu bringt, nach Schottland zur Beerdigung zu fahren.


    Das Buch hat von Beginn an eine sehr düstere Stimmung. Irini ist ein schwieriger Charakter. Sie ist sehr sprunghaft in ihren Launen. Von einem Moment zum anderen schlägt ihre Stimmung um. Elle ist in ihrer Kindheit ihrer geheime Heldin gewesen. Keiner durfte wissen, wenn sie sich heimlich trafen. Denn Elle bedeutet Ärger. Sie hat eine sehr eigenwillige Art, mit Menschen umzugehen, die ihr nicht passen. So „hilft“ sie Irini z.B. mit Mitschülern, die sie mobben, auf sehr bizarre Art. Elle ist manipulativ, sprunghaft und boshaft, aber sie kann auch die Liebenswürdigkeit in Person sein. Irini treibt immer noch die Frage um, warum sie weggeben wurde, warum ihre Eltern sie nicht wollten. Das nutzt Elle aus.


    Ich hatte etwas Schwierigkeiten, in das Buch hineinzufinden. Irini war mir nicht sehr sympathisch, obwohl ich ihre Unsicherheit verstehen konnte. Das Gefühl, von den Eltern nicht geliebt und deswegen weggegeben worden zu sein, hat sie nachhaltig geprägt. Aber es gab andere Dinge, die ich weniger verstand. Elle ist offensichtlich schwer gestört und Irini hat mehr als einmal schlimme Dinge mit ihr erlebt. Sie weiß, wozu sie fähig ist. Trotzdem lässt sie sich von ihr um den Finger wickeln. Sie kennt sie und weiß dass sie sie manipuliert und belügt. Und trotzdem rennt sie sehenden Auges in Elle‘s Fallen. Das Geheimnis, das diese Familie verbirgt, ist bestürzend, aber genau deswegen frage ich mich, warum die Eltern so handelten wie sie es taten und warum Irini so stiefkindlich aufwachsen musste. Das ist alles sehr merkwürdig und hat mich nicht so wirklich überzeugt.


    Das Buch wird als Psychothriller beworben. Es ist aber mehr eine dunkle Familiengeschichte und die Beleuchtung einer toxischen Schwesternbeziehung. Für ein richtiges Familiendrama geht das Buch aber nicht genug in die Tiefe. Für einen Thriller ist es nicht rasant genug. Gerade in der ersten Hälfte geht es nur um die beiden Schwester und was sie machen in den wenigen Tagen rund um die Beerdigung. Ich empfand sowohl Irini und ganz besonders Elle extrem anstrengend. Die beiden sind so sprunghaft und dauernd wechselten ihre Stimmungen. Wie man jemanden wie Elle frei rumlaufen lassen konnte, ist mir ein Rätsel. Auch das Verhalten des Vaters ließ mich nur den Kopf schütteln. Trotzdem hat das Buch einen gewissen Sog entfaltet. Ich wollte auf jeden Fall wissen, was denn nun das Geheimnis war.


    „Dunkelschwester“ ist ein merkwürdiges Buch. Es ist ein sehr düsteres Drama mit unsympathischen Figuren, die ständig die falschen Entscheidungen treffen. Ich finde es schwierig, es zu bewerten. Ich mochte die Charaktere nicht und deswegen habe ich nicht mit ihnen mitempfinden können. Aber das Drama, das die Eltern durch ihre Entscheidungen ausgelöst habe hat mich doch berühren können. Sie dachten, die tun das richtige und wollten nur das Beste für ihre Kinder. Aber viel Schlimmeres hätten sie ihnen eigentlich nicht antun können.

    Klappentext




    Du kannst das Kind begraben - aber die Wahrheit lebt weiter

    Es ist nur eine winzige Nachricht in der Abendzeitung: "Überreste eines Babys auf Baustelle gefunden", unscheinbar und kaum der Rede wert.

    Aber drei Frauen lässt die Notiz keine Ruhe:

    Die eine erinnert sich an das schlimmste Erlebnis ihres Lebens.

    Die andere hat Angst, dass ihr dunkelstes Geheimnis enthüllt wird.

    Und die dritte begibt sich auf die Jagd nach der Wahrheit.

    Sie wird die Geschiche des Kindes erzählen.



    Die Autorin


    Fiona Barton wurde in Cambridge geboren und arbeitete lange bei der «Daily Mail», beim «Daily Telegraph» und bei der «Mail on Sunday». Für ihre Tätigkeit gewann sie den britischen Preis «Reporter of the Year». Viele Jahre war sie als Prozessbeobachterin und Gerichtsreporterin für verschiedene Medien tätig. Heute arbeitet sie als Medientrainerin. Ihr Erstling "Die Witwe" landete auf Anhieb auf den internationalen Bestsellerlisten.





    Fiona Barton hat nach ihrem Erstlingserfolg „Die Witwe“ einen gut durchdachten und vielschichtigen Nachfolger hingelegt. Ich fand ihr erstes Buch damals recht gut, aber den Hype, den es damals darum gab, konnte ich nicht so ganz nachvollziehen. Barton hat auf jeden Fall aber einen sehr eigenwilligen Stil. Ihre Sprache ist sehr schön und sie hat ein Händchen für schwierige und nicht unbedingt sympathische Figuren.


    „The Child“ ist eine komplexe Geschichte. Das Skelett eines Babys wird bei Bauarbeiten gefunden. Davon fühlen sich 3 Frauen aus den unterschiedlichsten Gründen betroffen. Kate Waters, die Journalistin aus „Die Witwe“ interessiert sich für den Fall. Wer war dieses Baby, das im Garten verscharrt wurde? Sie lässt nicht locker und nach und nach entwirrt sie eine sehr verwickelte Geschichte. Die Stimmung des Buches ist sehr düster und gerade im Fall von Emma auch sehr traurig.


    Mir hat das Buch gut gefallen. Die Idee dahinter und die Verwicklung der Figuren dahin sind gut durchdacht und aufgelöst. Leider habe ich mir den Endtwist schon früh im Buch gedacht. Ich bin zwar wieder davon abgekommen durch weitere Beschreibungen im Buch. Aber letztendlich war meine erste Idee zur Auflösung richtig. Ich bin eigentlich selten so clever und ich weiß auch nicht, wie ich darauf gekommen bin. Deswegen war die Enthüllung am Ende für mich keine wirkliche Überraschung mehr.


    Trotz des guten Schreibstils bin ich weiterhin kein Riesenfan von der Autorin. Ich kann nicht genau den Finger darauf legen, warum mich ihre beiden Bücher nicht wirklich bewegt haben. Trotz aller Tragik in „The Child“ habe ich das Buch doch als recht distanziert empfunden. Es hätte auch ein wenig mehr Tempo haben können. Das Hauptaugenmerk liegt hier eindeutig auf den Charakteren und dem Weg zur Lösung des Rätsels. Aber es ist ein ungewöhnliches Buch, es ist irgendwie sehr eigen, individuell. Mit hat dieses Buch aber besser gefallen als „Die Witwe“ und ich würde auch ein weiteres Buch von Fiona Barton lesen.



    Ich habe die englische Originalversion "The Child" gelesen

    Nightflower : ja es gibt nur ebooks und in der Regel gibt es sie auch für den Kindle. Allerdings bekam ich es bei der deutschen Seite einmal ein anderes Format, das ich dann auf dem Handy gelesen habe. Das mache ich nicht ganz so gerne, ich hab halt kein Tablet und am Lap lese ich gewiss kein Buch. Ging aber dann auch mal ausnahmsweise. Wenn du Bescheid bekommst, das du es herunterladen darfst, gehst du auf die Buchseite und da sind dann die Buttons, wo du wählen kannst, welches Format du runterladen möchtest. Du musst nur die Mailadresse deines Kindles in deinem Profil hinterlegen.


    Was meint ihr mit "aktiv"? Wo ist denn dieser Reiter in meinem Regal?

    Das ist mir auch schon passiert. Ich vergebe dann keine Sterne. Ich schreibe dann immer an den Verlag, das es halt so war und das ich von einer Veröffentlichung bei amazon absehe. Meistens ist das Buch dann einfach nicht das richtige für einen, wie du schon schreibst. Dann muss ich das aber auch nicht bei amazon verreissen.

    Klappentext


    Max und Alissa führen ein Bilderbuchleben. Sie sind frisch verheiratet, wahnsinnig ineinander verliebt und beneidenswert reich. Dann wird Max in ihrem Haus brutal ermordet. Wie durch ein Wunder entkommt Alissa dem Mörder. Die Jagd nach dem Killer beginnt und es gibt viele Spuren: War Max’ unglaublicher Reichtum das Motiv? Hatten ihn seine zweifelhaften Geschäftspraktiken eingeholt, denen er unerbittliche Feinde verdankte? Oder war es ein obsessiver Stalker, der dem Paar jahrelang auflauerte? Viele Freunde versammeln sich um die schöne Alissa, während sie den Tod ihres Mannes betrauert und die Scherben ihres Lebens aufliest. Aber nicht jeder ist der, der er zu sein scheint … Tiefverwurzelter Neid, böse Geheimnisse und gefährliche Liebe brodeln unter der Oberfläche und nicht alle Märchen haben ein Happy End.


    Die Autorin


    Sibel Hodge is the author of the #1 Bestsellers Look Behind You, Untouchable, and Duplicity. Her books have sold over one million copies and are international bestsellers in the UK, USA, Australia, France, Canada and Germany. She writes in an eclectic mix of genres, and is a passionate human and animal rights advocate.

    Her work has been nominated and shortlisted for numerous prizes, including the Harry Bowling Prize, the Yeovil Literary Prize, the Chapter One Promotions Novel Competition, The Romance Reviews’ prize for Best Novel with Romantic Elements and Indie Book Bargains’ Best Indie Book of 2012 in two categories. She was the winner of Best Children’s Book in the 2013 eFestival of Words; nominated for the 2015 BigAl’s Books and Pals Young Adult Readers’ Choice Award; winner of the Crime, Thrillers & Mystery Book from a Series Award in the SpaSpa Book Awards 2013; winner of the Readers’ Favorite Young Adult (Coming of Age) Honorable award in 2015; a New Adult finalist in the Oklahoma Romance Writers of America’s International Digital Awards 2015, and 2017 International Thriller Writers Award finalist for Best E-book Original Novel. Her novella Trafficked: The Diary of a Sex Slave has been listed as one of the top forty books about human rights by Accredited Online Colleges.





    Dies ist eins jener Bücher, über dessen Inhalt man besser nicht so viel verrät. Der Klappentext skizziert die Ausgangslage. Ein junges Paar, Alissa und Max, sind seit 4 Wochen glücklich verheiratet. Da wird Max abends in seinem Büro erstochen und Alissa kann zu einem Nachbarn fliehen. Alissa ist einnehmend schön und liebreizend. Jeder, der sie kennt, scheint ihr innerhalb kurzer Zeit zu Füßen zu liegen. So geht es auch dem Polizeichef. Seinem Untergebenen geht es weniger so. Er misstraut Alissa. Und er kommt hinter das Geheimnis.


    Ich bin relativ blind in dieses Buch gestolpert und das war auch gut so. Es gibt zwei Erzähler: den Detective und noch jemand anderen. Wer das ist, bleibt eine Weile ein Rätsel. Wie gesagt, man sollte besser nicht so viel wissen über die Handlung. Es gibt Überraschungen und Twists bis zum Schluss. In der ersten Hälfte tritt die Story ein wenig auf der Stelle, die Dinge, die in der Nacht von Max‘ Ermordung passierten, werden mehrfach wiederholt. Aber danach geht es dann richtig los. Das macht Spaß, ist spannend und unterhaltsam. Zwar ist die Ausganglage dann zwar doch etwas sehr unwahrscheinlich und auch einige Dinge sind dann doch zufällig zu passend, aber das schmälert nicht den Unterhaltungswert. Es nervt mich zwar seit einiger Zeit, dass wackere Ermittlern immer ignorante Vorgesetze haben, die ihre Arbeit und ihre Scharfsicht nicht zu schätzen wissen. Im Weiteren gibt in es in der Story schon einige Unwahrscheinlichkeiten. Sie ist im Grunde völlig an den Haaren herbeigezogen. Aber irgendwie ist es unterhaltsam und spaßig.


    Ich habe die englische Originalversion "Dupilcity" gelesen.

    Klappentext


    Simon Newman liebt die Gefahr. Mit der Kamera begibt er sich an hochgefährliche Orte, an denen Menschen regelmäßig verunglücken. Doch als ein Video, das zeigt, wie er fast zu Tode kommt, einen Hype auslöst, ist sogar der wagemutige Adrenalinjunkie überrascht. Von nun an wollen seine Follower ihn in immer neuen Extremsituationen sehen. Simon nimmt die Herausforderung an: eine Expedition auf den Mount Everest. Auf dem höchsten und tödlichsten Berg der Welt ist er nicht nur den Naturgewalten ausgesetzt, sondern stößt auch auf eine menschliche Tragödie. Und plötzlich steht er einer Gefahr gegenüber, wie selbst er sie noch nicht erlebt hat


    Die Autorin

    Sarah Lotz ist Drehbuch- und Romanautorin und lebt mit ihrer Familie und diversen Tieren in Kapstadt, Südafrika.



    Ich habe die englische Originalversion "The White Road" gelesen. Die deutsche Übersetzung erschein am 17.9.2018


    Sarah Lotz gelingt es auch in ihrem dritten Buch, mich zu faszinieren. „Die Drei“ war ein absolutes Lesehighlight für mich. Ihr zweites Buch „Day Four“ konnte mich leider nicht ganz überzeugen, war aber immer noch ein ungewöhnliches Leseerlebnis. In „The White Road“ verlegt sie ihren Handlungsschauplatz zuerst in ein Höhlensystem und später dann an den Mount Everest.


    Ich bin schon seit langem fasziniert von Büchern, die in unwirtlichen Gegenden spielen. Niemals würde ich selber auf die Idee kommen, Berge zu beklettern oder ins ewige Eis zu fahren und gar dort längere Zeit zu bleiben. Umso lieber lese ich aber davon. Und hier bedient mich Sarah Lotz gleich doppelt, da es zuerst noch in eine klaustrophobische Höhle geht.


    Simon irrt im Grunde ziellos durchs Leben. Über seinen Hintergrund erfahren wir nur wenig. Irgendwie ist es dazu gekommen, dass er mit einem Freund eine Website betreibt, die einen gewissen morbiden Voyeurismus bedient. Sein Freund Thierry ist mehr der Ideengeber und Techniker. Er schickt Simon, der etwas sportlicher ist, raus, um in besagtem Höhlensystem Cwm Pot in Wales Fotos zu machen von den Skeletten dort verunglückter Kletterer. Da die Höhle geschlossen ist, verabredet er sich mit einem Mann dort, der ihm verspricht, ihn doch da hinein zu bringen und zu führen. Die Tour geht natürlich schrecklich schief und lässt Simon schwer traumatisiert zurück. Thierry aber nutzt gegen seinen Willen sein Filmmaterial und Simon wird zum YouTube Star und die Website geht durch die Decke.


    Da so eine Website ja immer neues Futter braucht, drängt Thierry Simon schließlich dazu, sich einer Tour zum Mt. Everest anzuschließen. Bekanntermaßen liegen dort ja überall Leichen herum, die man für die Website fotografieren könnte. Hier muss man als Leser vielleicht nicht ganz so viel darüber nachdenken, ob Simon tatsächlich ohne Training fit genug ist, so eine Tour machen zu können. Lassen wir das mal einfach außer Acht.


    Durch einen anderen jungen Mann aus seiner Gruppe kommt er mit mysteriösen Sache des „Third Man Factor“ in Berührung. Simon selber fühlt sich seit dem Unfall in den Höhlen verfolgt. Menschen in extremen Situationen, in denen es um Leben und Tod geht und sie kurz vor dem Aufgeben standen, haben oft eine Gestalt wahrgenommen, die ihnen Trost und Kraft spendete. Doch Simon hat das Gefühl, das sein Third Man ihm nicht so gut gesonnen ist.


    Sarah Lotz gelingt es von der ersten Seite an, eine sehr gruselige Atmosphäre aufzubauen. Es geht direkt in die Höhlen und ich fühlte mich unglaublich beengt beim Lesen und war sehr angespannt. „The White Road“ ist keine große Literatur und man kann gewiss noch mehr daran kritisieren als nur Simons mangelnde Klettererfahrung. Aber hier stimmt einfach die Atmosphäre. Die Charaktere sind alle sehr individuell, obwohl wir nur Simon näher kennenlernen. Er ist eine sehr menschliche Figur mit all seinen Fehlern und charakterlichen Unzulänglichkeiten, denen er sich auch bewusst ist. Mein einziger Kritikpunkt ist, dass das Buch in der letzten Hälfte etwas durchhängt während wir Simons dabei zusehen, wie er all die unverarbeiteten Erlebnisse nicht mehr auf die Reihe bekommt. Das Ende kommt dann sehr rasch und ließ mich mit einer Gänsehaut zurück.


    Wie bei Sarah Lotz üblich, ist auch hier ein wenig übernatürliches nicht ausgeschlossen. Während in ihren anderen Büchern aber ziemlich klar war, dass es da irgendetwas nicht Erklärbares gab, ist es hier nicht ganz so eindeutig. Den Third Man Factor gibt es wirklich und man kann es leicht ergooglen und einige irritierende Berichte lesen. Mir hat die düstere und unheilvolle Atmosphäre gefallen. Simon mit seinem etwas zwielichtigen Charakter war mal eine etwas andere Hauptfigur. Ich warte gespannt auf das nächste Buch von Sarah Lotz.


    9 Punkte




    "Gefrorener Schrei" ist ein typischer Tana French Krimi. Er konzentriert sich auf die Ermittler. Ihre Motivationen, ihre Gefühle stehen im Mittelpunkt. Hier ist Antoinette Conway die Ermittlerin. Sie lernten wir schon kurz in vorangegangen Buch "Geheimer Ort" kennen.


    Antoinette ist eine sehr eigenwillige Figur. Meistens ist sie schlecht gelaunt und sieht alles negativ. Sie hat es schwer im Morddezernat. Ihr werden üble Streiche gespielt, die schon deutlich an Mobbing grenzen. Deswegen wittert sie auch überall eine Verschwörung gegen sich. Sie hinterfragt im laufe des Buches jede Person in ihrem Umfeld und dichtet ihnen üble Absichten an. Überhaupt ist Antoinette in meinen Augen etwas paranoid und sehr selbstbezogen. Das macht sie zu keiner einfachen Figur.


    Die Handlung ist im Grunde nicht sehr verwickelt. Eigentlich passiert auch nicht viel. Antoinette und ihr Partner Steve versuchen, den Mord an der jungen Aislinn Murray aufzuklären. Es sieht zu Anfang aus wie ein einfacher aus dem Ruder gelaufener Beziehungsstreit. Aber die beiden verrennen sich schon bald in ausufernde Theorien, wie es auch gewesen sein könnte. Sie entwickeln Szenarien, kauen die gemeinsam durch und verwerfen sie wieder. Dadurch wird irgendwie die ganze Zeit geredet in diesem Buch. Ich weiss nicht, ob ich schon mal ein derart dialoglastiges Buch gelesen habe. Das ist jetzt kein Kritikpunkt. Denn die Dialoge sind wirklich gut geschrieben. Aber dadurch passiert auch nicht viel. Es spielt sich viel in den Köpfen der Figuren ab. Wobei wir ja nur bei Antoinette sind und ihre Gedanken lesen. Aber genau darum geht es. Die Vorstellungskraft der Figuren, wie sie Geschehnisse wahrnehmen und einordnen für sich sind ein zentraler Punkt in dieser Geschichte.


    "Zahllose Leute gehen vorbei, es nimmt kein Ende, und jeder Einzelne von ihnen hat den Kopf voller Geschichten, die er glaubt, und Geschichten, die er glauben möchte, und Geschichten, die ihm jemand anders eingeimpft hat, und jede Geschichte hämmert ihm gegen die dünnen Schädelwände, bohrt und nagt, um endlich herauszukommen und jemand anderszu attakieren, sich in ihn hineinzugraben und von dessen Verstand Besitz zu ergreifen." (S. 540)


    Antoinette hat zuerst wenig Mitgefühl für das Mordopfer. Auch der vermeintliche Täter ist in ihren Augen ein Schwächling. Sie dreht sich mehr und mehr im Kreis und merkt nicht, das sie Dinge, die genau vor ihrer Nase sind, selber nicht sehen will. Auch sie lebt in ihrer eigenen, subjektiv wahrgenommenen Welt.


    Nachdem ich "Geheimer Ort" nicht ganz so gut fand ob der abgedrehten Story und Frenchs etwas selbstverliebtem ausufernden Schreibstils, bin ich froh, das sie hier wieder zu alter Form zurückgefunden hat. Die erste Hälfte des Buches habe ich locker weggelesen , über Antoinettes ruppige Art geschmunzelt und mich an Frenchs Schreibstil erfreut. In der Mitte hängt das Buch etwas durch. Das Buch ist gewohnt umfangreich, aber hier es ist einen tick zu lang. In der Mitte wurde es mir dann doch etwas zu viel mit dem vielen im Kreis ermitteln, gegen Wände laufen und dummen Ideen nachjagen. Antoinette kommt an einem Punkt, an dem sie wirklich jede Person hinterfragt und immer einen zweite Interpretation ihres Eindrucks durchgeht. Das grenzt schon sehr an Paranoia und machte sie in meinen Augen auch etwas betriebsblind.


    Die Story ist düster und über weite Teile auch spannend. Es gibt viel Polizeiarbeit. Tana French ist eine Meisterin der Dialoge. Das zeigt sich vor allem in den Vernehmungsszenen. Diese Stellen sind faszinierend und extrem gut geschrieben. Das Buch ist, ebenso typisch für French, eher langsam und auch etwas ausufernd und defitiv kein Pageturner. Aber auf jeden Fall lohnenswert, trotz der Überlänge.

    Ich habe das Buch im Rahmen einer Leserunde lesen dürfen. Die Meinungen zu dem Buch waren sehr gespalten.


    Normalerweise bin ich eher in der Ecke der Mäkler zu finden. Ich lese meist ein anderes Buch als alle anderen. Das habe ich wohl auch hier, aber diesmal finde ich mich in der Ecke der Begeisterten wieder.


    Obwohl, Begeistert ist vielleicht etwas übertrieben, aber mir hat das Buch gut gefallen. Es ist sehr düster, sehr surreal, sparsam in seinen Stilmitteln und es erschließt sich nur langsam. Es wird als Psychothriller beworben. Aber das ist es definitiv nicht. Was es ist, weiss ich nicht. Psycho passt, aber Thriller weniger. Es ist ein deprimierendes Psychogramm. Eine verwirrende Charakterstudie. Ein trauriges Buch. Ich weiss es nicht. Ich will auch nicht zu viel verraten.


    Mich hat es sofort an den Filmemmacher David Lynch erinnert. Twin Peaks. Mullholland Drive. Wer diese Filme mochte, der ist hier richtig.


    Ich fand es auf jeden Fall eine interessante Leseerfahrung. Das Buch ist kurz und man kann es schnell durchlesen. Der Schreibstil ist minimalistisch. Aber für mich kam schon sehr schnell eine sehr düstere Stimmung auf. Die Handlung ist sehr bizarr und doch faszinierend. Mir hat es gefallen. Es war irgendwie anders. Ich würde auch gerne wieder etwas von dem Autor lesen.


    8 Punkte.

    Wenn man den letzten Abschnitt liest, ist das Ende tatsächlich keine Überraschung mehr. Aber ich fand den Weg dahin eigentlich nicht schlecht.


    Nach dem merwürdigen Stop in dem Dairy Queen und der seltsamen Bedienung (die den gleichen Ausschlag hat wie Jake) war mir endgültig klar, das die Erzählung nicht in der Realität spielt.


    Die Stimmung in der Schule fand ich dann tatsächlich sehr unheimlich. Nicht in dem Sinne, das ich Angst bekam aber stimmungsmäßig fand ich es schon unangenehm.


    Jake (hieß er wirklich Jake?) hat das Buch geschrieben. Er hat sich eine Traumwelt gebaut, in der das Mädchen von damals tatsächlich in seinem Leben auftauchte. Ich hatte gleich am Anfang das Gefühlt, das da keine Frau die Erzählerin ist. Deswegen hat sie keinen Namen und keinen Hintergrund. Sie ist eine flüchtige Begegnung gewesen, eine was-wäre-wenn-Idee. Alles ist nur in Jakes Kopf passiert und diese merkwürdigen Dinge passierten nur in seiner Phantasie. Und er hat alles mögliche übertragen, wie z.B. seinen Ausschlag an den Armen auf die Dairy Queen Angestellte.



    Die Idee mit der Chemotherapie ist mir auch gekommen. Haarausfall, metallischer Geschmack. Vielleicht ist da kürzlich eine Erkrankung festgestellt worden und das war der letzte Anstoß. Aber wie soll er zu einem Arzt gegangen sein, wenn er nicht in der Lage ist, mit anderen Menschen zu kommunizieren.

    Am Anfang sagt "Sie" ihm , dass ihre Eltern nichts von ihm wissen. Er denkt sie macht Witze. Aber sie denkt sich, dass sie Jedes Mal überlegt habe, ob sie was von ihm erzählen soll, und dass es reichlich Gelegenheit dazu gab... Und dann ist es doch nur er. Ein gespaltenes Ich hat keine Extra Eltern. Je mehr ich über das Buch nachdenke, umso unlogischer finde ich es. Fast so, als habe der Autor mitten im Buch, als er nicht weiterwusste, beschlossen, einfach eine gespaltene Person aus seinem Jake zu machen.

    Ich denke, er hat so ein geringes Selbstwertgefühl, das er davon ausgeht, wenn er denn tatsächlich eine Freundin hätte, würde die ihn nicht so wichtig nehmen, das sie ihren Eltern von ihm erzählen würde.



    Ich fand das Buch im Grunde interessant und mal was anderes. Ich denke aber auch, das Psychothriller nicht die richtige Kategorie ist. Da werden viele Leser mit falschen Erwartungen ran gehen.

    Klappentext

    Wie findet man einen Mörder in einer Welt, in der es keine Erinnerungen gibt?

    In Claires Welt gibt es zwei Arten von Menschen: solche, die wie sie sind und sich nur an die Ereignisse des vorangegangenen Tages erinnern können, und solche wie ihren Ehemann Mark, deren Gedächtnis zwei Tage zurückreicht. Claire hat nur eine Verbindung zu ihrer Vergangenheit: ihr Tagebuch. Was sie nicht rechtzeitig aufschreibt, geht für immer verloren. Eines Morgens steht die Polizei vor Claires Tür. Die Leiche einer Frau wurde im Fluss gefunden. Nach Aussage der Beamten war sie Marks Geliebte und er wird des Mordes verdächtigt. Sagt die Polizei die Wahrheit? Kann Claire ihrem Ehemann vertrauen? Und vor allem: Kann sie sich selbst vertrauen?



    Die Autorin


    Felicia Yap wuchs in Kuala Lumpur auf, studierte Biochemie in London und erwarb ihren Doktor der Geschichte an der University of Cambridge. Sie arbeitete bereits als Biologin, Historikerin, Dozentin, Kritikerin und Journalistin, unter anderem für The Economist und Business Times. Sie lebt in London, wo sie vor kurzem ein Programm zu Kreativem Schreiben an der Faber Academy abschloss. Memory Game – Erinnern ist tödlich ist ihr Debüt.






    Dies war eines der ungewöhnlichsten Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe.

    In einer alternativen Realität, in der die Menschen nur eine kurze Erinnerungszeit haben, findet ein Mord statt. Es gibt zwei verschieden Arten von Menschen. Die Mehrzahl der Menschen kann sich immer nur an den vergangenen Tag erinnern. Also an gestern. Die anderen haben eine doppelt so lange Erinnerungszeit. Sie können sich an zwei Tage erinnern. Diese sogenannten Duos schauen ein wenig herab auf die Monos. Sie halten sich für klüger und besser und gewisse Berufe werden nur von ihnen ausgeübt. Als Kinder und Jugendliche erinnern sie sich noch an alles. Später führen sie dann täglich Tagebuch, um sich Sachen zu merken. Die lesen sie dann später nach und lernen sie. Dieses Gelernte gelangt dann in das Langzeitgedächtnis und wird behalten. Diese ungewöhnliche Ausgangssituation wird nicht weiter erläutert. Es ist keine Dystrophie sondern einfach nur ein Buch, das in einer anderen Realität spielt als unsere. Ich fand diese Situation über weite Teile sehr verwirrend und habe mich lange gefragt, ob das Buch funktioniert, ob alles richtig durchdacht ist und wie das funktionieren kann. Mit der Zeit habe ich diesen Umstand dann aber akzeptiert. Und ich habe auch das Gefühl, das soweit alles richtig geklärt und erklärt wurde.



    Über die Story selber möchte ich nicht zu viel sagen. Die Sache mit dem Gedächtnis ist schon faszinierend. Auch welche spannungsgeladenen Situationen es geben kann zwischen Monos und Duos. Es ist eine Zwei-Klassen-Gesellschaft. Die Story um den Mord ist recht verwickelt und voller Twists. Keiner der Erzähler ist vertrauenswürdig. Zum einen, weil ihre Erinnerungen nicht vertrauenswürdig sind und sehr subjektiv, da sie ja in ihr Tagebuch schreiben, was sie persönlich für erinnerungswürdig halten oder woran sie sich erinnern möchten. Was im Umkehrschluss auch beinhaltet, das man Dinge, die man lieber vergessen möchte, bewusst weglässt. Die Krimihandlung hätte etwas mehr Spannung vertragen können. Aber die Story ist sehr stringent, mit großer Ernsthaftigkeit und einem Auge fürs Detail geschrieben. Es ist einfach eine ungewöhnliche Story, eine sehr eigenwillige und innovative Idee. Ich muss gestehen, dass ich nicht total gefesselt war, aber doch immer, wenn ich las, sehr neugierig war, wie es weitergeht. Ein vielversprechendes und ungewöhnliches Debüt.


    Ich habe die englische Originalversion gelesen

    Geht es euch auch so, dass ihr ständig so einen Moment erwartet, in dem etwas dramatisches passiert und dann kommt doch irgendwie nix? Also so wie bei dem Keller?

    Nein. Ich empfinde es als Stimmungsaufbau. Es geht etwas sehr surreales vor sich. Diese Passagen prägen für mich die Stimmung. Sie sind bizarr und ich erwarte da gar kein Ereigniss am Ende. Der Keller ist sehr seltsam und das insgesamt mit den Dingen, die drum herum passieren sind sie für mich schon Ereignis genug.

    Ich könnte mir vorstellen, dass es nicht immer die gleichen Personen sind bei den kursiven Texten.

    Genau das habe ich auch gedacht. Um wen es sich handelt und was da passiert ist, ich habe keine Ahnung. Und ehrlich gesagt, sind diese Passagen für mich nur eine Randerscheinung. Ich bin kein Fan von solchen Einschüben oder kryptischen Prologen. Deswegen messe ich diesen Abschnitten irgendwie wenig Aufmerksamkeit bei.


    Ich bin immer noch beeindruckt, wie abnorm der Aufenthalt bei den Eltern war. Ich weiss zwar, die Handlung spielt in Amerika mit anderen Empfindungen für Entfernung. Aber dieses stundenlange Hinfahren, der kurze Aufenthalt und der Aufbrauch sind doch irgendwie merkwürdig. Der Keller ist mega gruselig.


    Ich finde auch merkwürdig, wie anders Jake sich verhält bei seinen Eltern. Auch ist mir aufgefallen, das die Eltern sich äußern, als würde die Beziehung der beiden schon viel länger dauern als nur wenige Wochen. Wie können sie einschätzen, das sie ihm gut tut? Wieso sind sie ihr so dankbar? Und warum so viel Augenmerk auf Fotos?


    Dieser ganze Abschnitt bei den Eltern auf der Farm ist so bizarr. Das kann nicht real sein.

    Ich bin erst zur Hälfte mit diesem Abschnitt fertig. Die David Lynch-Momente werden zum Dauerzustand.


    Wie absurd ist denn das Essen bei den Eltern? Das alles erscheint mir wie ein Traum. Das alles kann nicht real sein. Dinge wie der abgekaute Daumennagel sind einfach zu surreal um real zu sein. Solche Sachen passieren in Träumen aber nicht in der Realiät.


    Ich geh weiterlesen.