Beiträge von PMelittaM

    Am liebsten hätte ich laut gerufen, seht zu, dass ihr euere Wohnung verlasst, und lasst um Himmels Willen Pauline nicht allein ... Naja, sie hätten mich eh nicht gehört, und nun ist Pauline entführt und Tristan, zusammen mit Gille, auf dem Weg nach Marrakesch, um Josephine nach Paris zu locken. Wenigstens konnte er seinen Sohn dazu bringen, Paris zu verlassen.


    Wie Helene denke ich, dass Frieda nicht ganz sauber ist, sie ist womöglich die Prostituierte, die erpresst wird. Letztlich könnten sie und Gille dann zur Hilfe für Helene und Tristan werden.


    Und von Seidlitz ist totkrank, ich hatte es ja schon geahnt. Dennoch könnte er vielleicht auch noch mitmischen ...


    Dass ausgerechnet Helmut Sattler erst Helene zweimal über den Weg läuft, dann mit Frieda spricht und schließlich ermordet wird, sind schon ein paar Zufälle zu viel. Ist er wirklich tot? Ich überlege auch dauernd, ob wir ihn bereits aus den Vorgängerbüchern kennen?


    Fanny und Olga sind wahrscheinlich deportiert worden, und über Doro ist nichts bekannt ...


    "Nuages" musste ich mir direkt mal anhören.


    Ob es noch spannender werden kann?

    Oweia, ist das grad spannend, seit Julius entdeckt hat, dass Tristan Bougets Fahrer ist, habe ich Angst um ihn und seine Familie (by the way: Auch die Szenen im Auto war sehr spannend), jetzt wollen sie zwar fliehen, aber erst am nächsten Tag, Julius kann ihnen immer noch zuvor kommen. Wobei er ja womöglich Gille damit beauftragt hat, und Gille hat Zweifel (wer hätte das gedacht, aber seine Ehe und Kinder haben ihn offenbar zumindest zum Teil gewandelt).


    Von Seidlitz soll auch mit, der will aber nicht, und ich befürchte fast, dass er krank ist, womöglich totkrank?


    Auch dass Josephine lebt, hat Julius mittlerweile erfahren. Und deren Leben ist ein bisschen gefährlicher geworden, denn Julius jagt die Resistance und erhält durch Folter viele Informationen. Dass Josephine beteiligt ist, liegt für ihn nahe.


    Ich bin wieder ganz gefangen genommen, ganz großes Kino wieder!

    Mir haben sowohl das Eingangszitat Josephines als auch das Tristans gut gefallen - vor allem wegen Tristans bin ich auf den Roman noch mehr gespannt.


    Dass der Roman mit den Antagonisten, Tristans Bruder und den mittlerweile unvermeidlichen Hermann Gille startet, hatte ich nicht erwartet. Aber so ist direkt klar, was auf Tristan zukommen wird.


    Wir treffen Tristan und Helene mehr als zehn Jahre nach den Ereignissen des letzten Bandes in Paris wieder, als Eltern (Pauline gefällt mir sehr), sie haben Hitlerdeutschland den Rücken gekehrt, aber durch die Besetzung Frankreichs sind sie jetzt wieder mit den Nazis konfrontiert, und zwar schon ziemlich direkt, wenn man z. B. sieht, was mit ihren Freunden, den Polaks, passiert ist.


    Henrys Veränderung tat ein bisschen weh, ich hoffe, er erhält trotzdem ein paar größere Auftritte im Buch.


    Dass Josephine nicht tot ist, war für uns natürlich klar, aber für Tristan ist ihr vermeintlicher Tod sehr schlimm, er hängt immer noch an ihr, auch wenn er sie nicht mehr getroffen hat. Wir aber treffen sie schon jetzt wieder, in Nordafrika, sie wird als Agentin fungieren. Dass Maurice Chevalier, den ich direkt vor mir sehe, für die Falschmeldung verantwortlich war, hat mich amüsiert, war das wirklich so?


    Auch Tristan und Helene wird unabhängig voneinander ein "Platz" bei der Resistance angeboten - und wieder einmal wäre es besser, man würde zeitnah miteinander sprechen.


    Wer wohl die ehemalige Prostituierte ist, die unter Druck gesetzt wird? Ev. auch jemand aus Fannys Etablissement?

    1342: Jan Otlin kann seine Mutter in letzter Minute vor dem Tod retten, als sie mit der einstürzenden Judithbrücke in die Moldau zu fallen droht. Er schwört, ein neue Brücke über die Moldau zu bauen.


    1356 ist Otlin als Baumeister in Avignon, wo er erfährt, dass seine Mutter im Sterben liegt, er reist nach Prag, um sie noch einmal zu sehen – und womöglich seinen Schwur zu erfüllen.


    Kaiser Karl beauftragt den Baumeister Peter Parler den Prager Dom fertigzustellen. Auch eine neue Brücke über die Moldau soll gebaut werden. Mit Parler kommt auch der Steinmetz Rudolf von Straßburg nach Prag.


    Die Prager Karlsbrücke ist ein beeindruckendes Bauwerk, ich mag die Stadt sehr und bin natürlich schon öfter über diese Brücke gelaufen, die in ihrer Gesamtheit wahrlich ein Kunstwerk ist. Als ich von diesem Roman gehört habe, war ich natürlich sehr neugierig darauf und wollte ihn unbedingt lesen. Interessant ist auch, dass, obwohl man lange dachte, Peter Parler wäre neben dem Dom auch Bauherr der Brücke gewesen, es mittlerweile so aussieht, als sei es tatsächlich ein Bauherr namens Otlin gewesen, der die Brücke gebaut hat. Da man über diesen jedoch wenig weiß, hatte der Autor die Möglichkeit, seine eigene Geschichte zu erzählen.


    Erzählt wird auf zwei Zeitebenen, eine jeweils „Das Ende“ betitelt, führt ins Jahr 1367, und erzählt eben das Ende der Geschichte, die zweite erzählt den Weg dahin. Es ist ein bisschen schade, dass durch „Das Ende“ schon einiges vorweggenommen wird. Es soll wohl Spannung erzeugen (wie ist es wohl soweit gekommen ...), bei mir hat es eher das Gegenteil bewirkt. Auch der Klappentext nimmt meiner Meinung nach schon zu viel vorweg. Und leider hat auch die Geschichte an sich nicht ganz meinen Geschmack getroffen, es gibt Längen, und öfter ist es mir zu kitschig erzählt.


    Das Charakterensemble ist groß, für den Überblick gibt es ein Personenregister, das ich aber nicht benötigt habe. Die Charaktere sind größtenteils wenig tief gezeichnet, sie werden mehr beschrieben, als dass ich sie wirklich gut kennen lerne. Interessant fand ich zunächst vor allem die Sterndeuterin und Frauenwirtin Ricarda Scorpio, ihr wahres Wesen wird sich erst im Laufe des Romans enthüllen, die Entwicklung jedoch kann ich nicht nachvollziehen. Eva, eine ihrer Hübschlerinnen, und vor allem Rübelrap, ehemaliger Ritter und Mönch, nun Faktotum Ricardas, den ich gerne viel näher kennengelernt hätte, mochte ich schnell. Unter den Baumeistern tritt Peter Parler eher in den Hintergrund, im Vordergrund stehen Jan Otlin, der mir durchgehend etwas zu naiv vorkommt, und Rudolph von Straßburg, der hier als Antagonist fungiert, den Neid und Missgunst bestimmen, und der sich immer mehr in Hass hineinsteigert. Ein weiterer wichtiger Charakter ist Maria-Magdalena, die zunächst als Junge verkleidet auftritt, weil sie sich lange alleine durchschlagen musste.


    Ähnlich wie in „Die Kathedrale des Lichts“ steht leider nicht der Bau im Zentrum der Geschichte, sondern Intrigen und Dramatik. Wahrscheinlich gibt es viele Leser:innen, die das mögen, ich mag es in historischen Romanen allerdings am liebsten historisch, und das kommt meiner Meinung nach hier zu kurz. Das Prag jener Zeit, der historische Hintergrund, und vor allem der Bau der Karlsbrücke hätte ich mir ausführlicher gewünscht. Sicher, der Autor hat gut recherchiert, und immer, wenn er tatsächlich ins Historische eintaucht, wird der Roman auch sehr interessant – wusstet ihr z. B., dass Quark und Eier ein wichtiger Bestandteil beim Bau sein können?


    Wolf Hector ist übrigens das Pseudonym eines Autors, den ich im Fantasybereich sehr schätze, und der bereits unter anderen Namen historische Romane geschrieben hat, auch „Die Kathedrale des Lichts“. Bisher konnte er mich in diesem Genre – ausgenommen seine historischen Krimis – noch nicht völlig überzeugen, so leider auch hier.


    Allerdings hat der Roman meinen Wunsch geweckt, einmal wieder Prag zu besuchen, die Karlsbrücke werde ich nun mit etwas anderen Augen betrachten. Auch zum Selbstrecherchieren wurde ich angeregt. Neben dem schon erwähnten Personenverzeichnis, das historische Personen kennzeichnet, gibt es ein Glossar, eine Karte und eine Zeittafel – insgesamt sehr nützliche und bei einem historischen Roman gerngesehene Boni.


    „Die Brücke der Ewigkeit“ verspricht leider mehr als er hält, ich hatte mir mehr über das historische Prag, über den historischen Hintergrund, und vor allem über den Bau der Karlsbrücke versprochen, diese Themen kommen mir aber leider zu kurz, im Mittelpunkt stehen persönliche Dramen und Intrigen, jedoch gewinnt der Roman immer dann, wenn der historische Hintergrund und der Brückenbau thematisiert werden. Auch die Charaktere können mich nicht alle überzeugen. Ich vergebe daher nur 6 Punkte. Für alle, die sich von meiner Kritik nicht angesprochen fühlen, könnte der Roman dennoch eine unterhaltsame Lektüre sein.

    Die nicht gerade beliebte Lektorin Heike Wersch ist verschwunden. Gerade hat sie noch für Aufsehen gesorgt, nachdem sie zuerst nach 30 Jahren beim renommierten Winterscheid Verlag gekündigt wurde, und dann den Autor Severin Velten des Plagiats bezichtigt hat. Ist Heike Wersch freiwillig untergetaucht, oder ist ihr etwas passiert? Spuren deuten auf letzteres hin.


    Oliver von Bodenstein hat nicht nur mit diesem Fall zu tun, der sich immer komplexer gestaltet, auch sein Privatleben sorgt für schlaflose Nächte, nicht nur, dass Stieftochter Greta immer schwieriger wird, auch um seine ehemalige Ehefrau Cosima muss er sich Sorgen machen.


    Der zehnte Fall der Reihe führt den Leser ins Verlagsleben, und bietet neben einem spannenden Kriminalfall und Olivers bewegtem Privatleben, auch interessante Einblicke in die Arbeit eines Verlages, für Leser:innen ein zusätzliches Plus. Der Winterscheid-Verlag ist ein Familiengeschäft, und die Winterscheid-Familie eine schwierige, ein toter Sohn, eine unbeachtete Tochter, Suizid und eine Reihe Geheimnisse – hier kommt einiges ans Licht. Carl Winterscheid, Enkel eines der Firmengründer will frischen Wind in den zu traditionellen Verlag bringen, und macht sich damit nicht nur Freunde. Vor allem Heike Wersch stellt sich extrem gegen ihn und scheint vor nichts zurückzuschrecken.


    Auch Henning Kirchhoff ist mittlerweile unter die Autoren gegangen und beim Winterscheid-Verlag unter Vertrag. Titel und Inhalt seine Kriminalromane kommen einem schnell bekannt vor – und das ist amüsant, eine tolle Idee der Autorin, wie ich finde. Auch sonst wird man ein paar Anspielungen auf reale Autor:innen und Werke finden.


    Nele Neuhaus hat wieder ein umfangreiches Personenensemble aufgeboten, wer mit dem Wer ist Wer Probleme hat, findet ein Personenregister zu Beginn des Romans, ich habe das allerdings nicht gebraucht, denn die Charaktere sind alle gut gezeichnet und zuzuordnen. Besonders gut gefallen haben mir Carl Winterscheid, der neue Verlagschef, der aber auch durchaus zu den Verdächtigen zählt, sowie Hennings Lektorin, Julia Bremora, die so manche Erkenntnisse mit dem Lesenden teilt, auf die die Ermittler erst noch kommen müssen. Denn der Roman ist aus mehreren Perspektiven geschrieben, neben Pias und Olivers u. a. auch die Julias.


    Der Showdown findet, wie schon der Prolog, dessen Bedeutung sich erst nach und nach klärt, in Frankreich statt. Hier zeigt sich Nicola Engel, Vorgesetzte Olivers, unnatürlich großzügig, und lässt ihn und Pia auf Dienstreise ins Ausland. Überhaupt überrascht Nicola Engel hier sehr. Die Auflösung ist nachvollziehbar, und auch bei anderen Erzählsträngen (Cosima!) lässt uns die Autorin nicht im Regen stehen, so dass man am Ende den Roman zufrieden zuklappen kann. Bis dahin konnte ich ihn kaum aus der Hand legen, sowohl Fall als auch Privatleben ließen mich gespannt lesen.


    Der zehnte Band der Reihe führt Ermittler:innen und Leser:innen in einen renommierten (fiktiven) Verlag, liefert neben dem spannenden Fall Einblicke ins Verlagsgeschäft, und bietet den einen oder anderen Schmunzler. Auch das Privatleben, hier vor allem Oliver von Bodensteins, wird ein Stück weitergebracht. Mich hat der Roman gut unterhalten und mir spannende Lesestunden beschert. Gerne vergebe ich volle Punktzahl und eine Leseempfehlung für die Reihe.

    Berlin 1922: Der Maler Arnold Wegner wird tot in seinem Atelier gefunden, verbrannt. Gewisse Umstände deuten auf Mord und Brandstiftung. Leo Wechsler und sein Team ermitteln. Ein Motiv zu finden, ist gar nicht so einfach, womöglich liegt es in den Arbeiten des unkonventionellen Malers verborgen?


    Der zweite Band um Leo Wechsler bietet nicht nur einen interessanten Fall (eigentlich sind es ja zwei, aber der erste geht irgendwann unter und wird nicht weiter verfolgt, das ist ein bisschen schade), sondern führt auch das Privatleben Leos und seiner Schwester Ilse weiter, leider nicht immer zum Guten, man darf gespannt auf weitere Entwicklungen sein.


    Leo ist mir sehr sympathisch und auch seinen Kollege Robert Walther, der ihm auch ein Freund ist, mag ich. Einige andere Charaktere aus Band 1, wie Pauls Familie und die Buchhändlerin Clara Bleibtreu trifft man ebenfalls wieder. Ein besonderes Highlight unter den Charakteren stellt in diesem Band aber der Junge Paul dar, der eine besondere Beziehung zu dem toten Maler hatte, und möglicherweise mehr über ein mögliches Motiv weiß. Aus armen Verhältnissen stammend, ist er aber auch misstrauisch, und versucht ein Versprechen, das er Wegner geben hat, unter allen Umständen zu halten. Mit ihm ist man als Leser:in sehr schnell emotional verbunden.


    Auch Alfred Wegner lernt man zunächst kennen und mögen, so dass man seinen Tod sehr bedauert. Susanne Goga hat ein gutes Händchen für Charaktere, und so trifft man hier einige, die pointiert gezeichnet sind und auch gut in die Zeit passen, wie z. B. die Tänzerin Thea Pabst.


    Apropos Zeit: Die Atmosphäre jener Zeit hat die Autorin ebenfalls gut in den Roman gebracht. Der historische Hintergrund spielt eine Rolle, die galoppierende Inflation, der aufkommende Nationalsozialismus, die schwierige politische Situation. Susanne Goga lässt uns nicht nur einen Blick in Glanz und Glamour des Berlins der 1920er Jahre werfen, sondern auch einen in die Hinterhöfe und die gesellschaftlichen Diskrepanzen.


    Die Reihe um Leo Wechsler entwickelt sich zunehmend zu einer Lieblingsreihe, ich freue mich schon auf weitere Bände, einige sind bereits erschienen. Wegen des „vergessenen“ Toten vergebe ich „nur“ 9 Punkte, und eine Leseempfehlung (nicht nur) für alle, die (Kriminal)Romane mögen, die in den 1920er Jahren spielen.

    Theas Verehrer Richard kam mir doch gleich so komisch vor. Der Fall um Wegener hat sich nachvollziehbar gelöst, aber der Tote im Landwehrkanal blieb außen vor ...


    Ilse hat es recht gelassen aufgenommen, zumal Bruno sich vorher schon aus dem Staub gemacht hatte. Ich bin jetzt sehr gespannt, wie wir sie im nächsten Band antreffen werden.


    Leo und Clara haben sich nun wohl endgültig gefunden und Leo stellt sie seiner Schwester vor.


    Von Malchow bleibt noch ein bisschen länger im anderen Dezernat, aber bestimmt treffen wir ihn wieder.


    Am besten hat mir die Auflösung um Paul gefallen. Der Wirt hat sich schon vorher als sympathischer Zeitgenosse geoutet, ich denke, Paul wird es bei ihm gut haben. Deutlich besser auf jeden Fall als bei seinen Eltern. Jetzt erhält er auch die Chance lesen und schreiben zu lernen, immerhin soll er wohl auch irgendwann die Kneipe übernehmen können.


    Sehr gut war auch der Einbezug der historischen Gegebenheiten, so stimmte auch die Atmosphäre. Im Berlin der 20er Jahre war halt nicht alles nur Feier und Glitter.


    Mir hat der Roman wieder wirklich gut gefallen, und ich freue mich, dass wir bald weiterlesen. Mittlerweile habe ich mir auch alle bis auf den neuesten besorgt, weiterer LR steht also nix im Weg.

    Ach Mensch, da scheint Bruno doch in ungute Geschäfte verwickelt zu sein und von Malchow versucht Leo damit sogar zu erpressen - doch der geht zu Gennat. Doch Ilse darf er es nicht sagen, und das ist wirklich eine schwierige Situation. Für mich übrigens immer wieder schön, wenn ich Ernst Gennat irgendwo treffe, ich mag den Buddha!


    Clara war mit von Mühl verheiratet? Da fragt sich nicht nur Leo, wie das sein kann ...


    Leo hat nun ein Auge auf Paul, ich hoffe, das hilft, dass Paul nichts Schlimmes passiert.


    Nach wie vor denke ich nicht, dass Nelly ihren Mann getötet hat, auch wenn es ihr einen Vorteil bringt, denn nun kann sie endlich ein Kind adoptieren, was ich ihr sehr gönne. Ehrlich gesagt, mag ich sie.


    Noch habe ich keine wirkliche Idee, wer hinter dem Mord an Wegener stecken könnte (der junge Mann im Landwehrkanal scheint keine Bedeutung mehr zu haben?), bin also sehr gespannt auf die Auflösung.

    Wir lernen die Ehefrau des Malers kennen, die Ehe war offenbar nicht sehr innig, dennoch ist sie die Haupterbin. Ich halte sie allerdings nicht für verdächtig.


    Paul ist eindeutig in Gefahr, er hat das Bild gesehen, das jemand offenbar vernichten wollte. Als er ins Auto stieg, hätte ich ihn am liebsten wieder herausgeholt. Gut, dass nichts passiert ist, das nächste Mal kann das aber schon ganz anders ausgehen. Die Polizei ist nun auch auf ihn aufmerksam geworden, doch so einfach wird er nicht zu finden sein, jetzt ist er sowieso noch misstrauischer. Magda Schott stellt vielleicht hier die Lösung dar, sie ist Claras Freundin und behandelt Pauls Bruder (der ihr, warum auch immer - wahrscheinlich musste es mal raus - erzählt hat, dass sein Freund, der malt, verstorben ist).


    Sicher steht im Kriegstagebuch Wegeners etwas wichtiges, immerhin hat der Krieg in stark verändert. Und hier kommt auch wieder von Mühl ins Spiel. Und was besorgt Lutz Oswald?


    Elisa Reichwein spielt auch wieder mit, sie nimmt immer mehr Konturen an.


    Und mit Bruno habe ich mich vielleicht geirrt, immerhin beobachtet ihn Herbert von Malchow, der nun beim Betrugsdezernat arbeitet. Fände ich schade, vor allem auch für Ilse, der ich ein bisschen Glück gönnen würde.

    Schon wieder eine Leiche für Leo Wechsler. Lustig finde ich ja, dass er sich wundert, weil alle denken, man fällt zufällig in den Kanal. Also Unfall vermuten. Zum Glück hat die Leiche aber eine Verletzung am Kopf.

    und zweifelhafte Literatur zuhause.

    Ilses Freund kommt zu Besuch. Also ich weiß nicht, der Kerl hat doch Dreck am Stecken. Dem traue ich nicht über den Weg. Ich hoffe, Ilse fällt nicht auf den herein.

    Die frühere Freundin des Opfers Lea Pabst trifft den Maler Paul Wegner. Was sich da wohl entwickelt? Und dann die Dahlemer Gesellschaft. Sicher haben die mit dem Tod von Carl Bremer zu tun. Sehr undurchsichtig das alles. ich lese mal lieber weiter und bin gespannt auf Eure Ansichten.

    Ich finde Ilses Verehrer nett, er scheint ihr und den Kindern gut zu tun. Ich hoffe, du hast nicht recht mit ihm


    Thea war nicht die frühere Freundin des Opfers, oder? Das war doch diejenige, die im Kino arbeitet, Thea ist Tänzerin

    Der Abschnitt war ja schnell gelesen, das mag ich. Schön, Leo wieder zu treffen, und die Erinnerung an den ersten Band war auch schnell wieder da. Ilse und ihr Verehrer scheinen ein nettes Paar, ich hoffe, das wird was, und auf Leo wartet doch bestimmt schon Clara Bleibtreu :)


    Der Nationalsozialismus wirft seine Schatten voraus, mir wird immer ganz anders, wenn ich daran denke, was die Menschen erwartet ...


    Zwei Tote gibt es bereits, einen jungen Mann, der im Landwehrkanal ertrunken ist und sich für rechtpopulistische und germanentümelnde Literatur interessiert hat. Ob die Täter in dieser Richtung zu suchen sind?

    Um den zweiten Toten, den Maler, tut es mir leid, den hätte ich gerne noch länger begleitet. Ich mochte ihn, z. B. wie er mit Paul umging, aber auch seine interessante Art zu malen. Was hat er am Ende gemalt? Eine Erinnerung an den Krieg? Wurde er deswegen getötet? Immerhin scheint der Buchtitel daher zu stammen ...


    Thea Pabst, die Tänzerin, ist auch ein recht interessanter Charakter. Ich vermute ja, ihr zweiter Galan könnte den Maler getötet haben (und womöglich auch zur rechten Ecke gehören).

    Am 20.07.1944 wird Adolf Hitler bei einem Attentat getötet. Im Mai 1945 fällt eine Atombombe auf Minsk. Im Frühjahr 1953 soll der ehemalige SD-Offizier Knut Werdin Heinrich Himmler töten.


    Man erkennt es sofort, hier handelt es sich um Alternate History, eine Was-wär-wenn-Geschichte, was wäre passiert, wenn die Attentäter rund um Claus Schenk Graf von Stauffenberg erfolgreich gewesen wären, ihr „Tyrannenmord“ gelungen wäre? Wie hätte sich die Geschichte dann weiterentwickelt? Der Autor versucht eine Antwort zu geben.


    Ich war sehr gespannt auf diesen Roman, aber ehrlich gesagt, auch schnell enttäuscht. Erzählt wird in zwei Zeitebenen, wobei die Geschehnisse der Jahre 1944 und 1945 von denen des Jahres 1953 eingerahmt werden. Zunächst trifft man Knut Werdin im texanischen Asyl, wo er für den Mordauftrag angeheuert wird, erfährt dann, was ihn überhaupt dazu bewogen hat, in die USA zu gehen, inklusive der damit verbundenen fiktiven historischen Ereignisse, um dann mitzuerleben, ob Werdin das Attentat gelingt. Leider konnten mich die Ereignisse des Jahres 1953 nicht so recht überzeugen, langweilten mich gar. Etwas interessanter waren die im Jahrzehnt zuvor, die mich dann doch bei der Stange hielten.


    Knut Werdin steht zwar im Mittelpunkt der Erzählung, aber er ist nicht der einzige, aus dessen Perspektive berichtet wird. Neben ihm gibt es noch Irma Mellenscheidt, eine junge Frau aus aufgeschlossener Familie, die zwischen zwei Männern steht, Werner Krause, ein echter Nazi mit Folterleidenschaft, Boris Michailowitsch Grujewitsch, der für den sowjetischen Geheimdienst arbeitet, sowie der Pilot Helmut von Zacher, dem eine besondere Aufgabe zufällt. Das Schicksal dieser Menschen ist eng mit den fiktiven historischen Ereignissen und auch auf gewisse Weise miteinander verknüpft. Weitere Charaktere sind eine Reihe historischer Persönlichkeiten, deren Leben hier anders verläuft als in der Realität.


    Ich finde alternative Realitäten immer sehr interessant, leider ist es hier weder so spannend, noch so interessant, wie ich es mir erhofft hatte. So kommen hätte es aber vielleicht wirklich können.


    Der Roman hat meine Erwartungen leider nicht erfüllt, obwohl ich die 1944/45er Ereignisse nicht ungern gelesen habe. Insgesamt kann ich gerade noch 6 Punkte vergeben.

    Da seine Ehefrau Erika beim Christbaumschmücken von der Leiter fällt und ins Krankenhaus muss, hat Kluftinger die Weihnachtsvorbereitungen alleine zu regeln – mit ein bisschen Unterstützung des Schwiegervaters seines Sohnes, Yoshifumi Sazuka, der aus Japan zu Besuch ist.


    Ich bin froh, dass ich mir den Roman noch vor Weihnachten besorgt und gelesen habe, denn ich habe mich köstlich amüsiert. Die 24 (!) Kapitel sind überschrieben mit „1. Katastrophe“, „2. Katastrophe“ usw., und ja, Katastrophen gibt es genug, aber am Ende haben die Kluftingers ein friedvolles Weihnachtsfest – naja, zumindest irgendwie.


    Klufti zeigt sich hier von seiner „besten“ Seite, und Erika hat mir während des Lesens durchgehend leid getan. Für den Haushalt und Vorbereitungen für Weihnachten ist Klufti einfach nicht geschaffen, dafür brilliert er mit so manchen abwegigen Ideen, die mich abwechselnd zum Kopf schütteln und heftigen Lachanfällen brachten, oft beides gleichzeitig, und mit einem sehr speziellen Englisch („Dear Joschi, from us out can you immer come when you will. Wir … täten uns enjoyen“, Seite 9). Ja, mein Humor wurde voll getroffen, womöglich aber nicht jedermanns Humor.


    Einen Kriminalfall sucht man dagegen vergeblich, finde ich aber gar nicht schlimm, Klufti mal ganz privat hat doch auch etwas.


    Ich habe mich köstlich amüsiert, und wer Klufti mag, und/oder sich eine weihnachtliche und humorvolle Geschichte vorstellen kann, kann bedenkenlos zugreifen. Volle Punktzahl für einen Roman, an den ich mich sicher noch länger erinnern werde.