Beiträge von Luc

    Zitat

    Original von Bildersturm
    Als Autor von "Scheidung" nur eine kurze Anmerkung, speziell Arter und Luc haben es ja sofort gemerkt:


    Da es mein erster Versuch für den Schreibwettbewerb war, bin ich etwas übers Ziel hinausgeschossen und lag am Ende bei knapp 1300 Worten, ohne dass ich es großartig beim Schreiben bemerkt hätte. Eine Verknappung war wirklich schwierig, da die Geschichte noch sehr viel mehr Elemente hatte und von den Details her auch darauf ausgelegt war.


    Wer jetzt nachzählt, wird auf EXAKT 500 Worte kommen - am Ende hatte ich für die letzten beiden Sätze nur noch 14 Worte übrig und war mir bewusst, dass die Geschichte fürchterlich unrund und fußlahm daherkommt. Daher hier noch mal meine Entschuldigung für das überhastete Ende; ich verspreche Besserung. ;-)


    Es ist sehr schwierig mit 500 Worten eine vernünftige Geschichte zu erzählen. Du hast das toll gelöst. Deine Sprache hat Energie, die einen mitreißt. Bravo! Bei diesen Kurzgeschichten kann man enorm dazu lernen, auch für längere Texte. Ich hoffe du bleibst dem Schreibwettbewerb erhalten. Salut!

    Also gut:


    Die Schildkröte


    Etwas kitschig anmutende Geschichte, gekonnt erzählt und das will was heissen, denn immerhin entführt uns hier der Erzähler in fremde Welten. Zu Anfang haben mich die seltsamen Namen verwirrt. Dann rollt die possierliche Story. Ich kann an ihr nichts wirklich Schlechtes finden, ausser einem vorhersehbarem Ende. Nicht schlecht!



    Regen


    Löst bei mir nix aus


    An einem ganz normalen Sommertag


    Eigentlich ein schönes Ende, weil böse, aber die Geschichte ist mies erzählt, der Autor betreibt einen riesigen Aufwand, am Ende kommen nur Nichtigkeiten dabei heraus. Die Figurenzeichenung bleibt platt und trivial. Den Satz mit den Wagenrändern habe ich nicht verstanden. Sprachlich schwach.


    Ihre Schuld


    Das ist so locker runter geplappert. Kann man machen. Mich erreicht die Geschichte überhaupt nicht. Nach vier Sätzen ist deutlich wie die Geschehnisse enden werden. Es muss ja auf das Glück hinauslaufen. Die grösste Stärke an dem Text ist die Kürze und selbst da gäbe es Straffungsmöglichkeiten. Ich finde nicht einen interessanten Satz.


    Fortuna


    Völlig unglaubwürdig, seicht und langweilig geschrieben. Zu banal.


    Glück im Spiel


    Finde ich eine völlig unglaubwürdige Geschichte, schlecht erzählt. Die Figurenzeichnung ist völlig daneben. Sprachlich etwas besser als die Sommertagsgeschichte. Immerhin.


    All in


    Habe ich überhaupt nicht verstanden.


    Dankbarkeit


    Ein klebriges Ende, dass einen netten Aufbau zerstört. Dazwischen passiert kaum lesenswertes.


    Glückskäfer


    Die Hälfte der Geschichte habe ich gerne gelesen. Ein flottes, sehr frauliches Lesevergnügen. Leider bricht die Geschichte dann ein, weil zu schnell klar ist, wie sie endet. Kein Volltreffer, aber sprachlich beachtenswert. Schade, da wäre mehr drin gewesen !


    Zähne und Klauen


    Eine gute Idee. Bei der Umsetzung mangelt es an Witz, Schärfe und Ironie. Nach wenigen Zeilen schnarcht man als Leser ein. Der Schluss auch hier verbaselt. Langweilig.


    Scheidung


    Gut erzählt. Sprachlich in Ordnung. Nach den ersten zwei Abschnitten dachte ich: Das wird was. Dann konnte mich die Story doch nicht mehr so richtig begeistern. Sie endet zu flach. Die letzten zwei Sätze sind lieblos gesetzt, miserable Pointe. Alles andere müsste aber in die Punkteränge führen.


    richtig überzeugt hat mich diesen Monat kein Text. Auf ein Neues!


    Luc

    Um einen alten Brauch weiter leben zu lassen, folgt das heitere Autoren raten: Diesen Monat finde ich das besonders schwierig. Churchill scheint mir eindeutig für Grossvater, Vater und Sohn verantwortlich zu sein. Quetzalcoatlus schiebe ich Queen Mum in die Schuhe. Besonders neugierig bin ich natürlich auf den Autor von Dürre Zeiten, könnte Columbo sein. Und Kronos? Keine Ahnung, wie bei allen übrigen auch.

    Auf Anregung von Aster L . werde ich mich mit der Kritik einiger Kurzgeschichten begnügen. Zu den fehlenden habe ich nichts nenneswertes zu sagen.


    So ist sie, meine Familienbande


    Sprache und Erzählton sind einem kleinen Kind angemessen. Aber was ist hier die Geschichte ? Ich kann absolut nichts erzählenswertes finden. Für mich eher eine Beobachtung irgendwelcher Gegebenheiten aus Sicht eines Kindes. Der Schluss ganz schwach. Sprachlich ordentlich.


    Nachfolge


    Eine meiner Lieblingsgeschichten in diesem Monat. Sprachlich sehr gekonnt geschrieben, dicht, voller stimmiger Bilder. Das Geschehen rückt drastisch in den Mittelpunkt. Die Geschichte riecht, schwitzt, schreit, lacht und am Schluss beisst sie sogar. Mit dem Schlusssatz bin ich nicht hunderprozentig zufrieden. Er klingt albern. Er ist albern. An dem Rest habe ich nichts, aber auch rein gar nichts auszusetzen.


    Einander verbunden


    Finde ich völlig bescheuert. Ich habe den Text schlicht nicht verstanden. Stammt womöglich aus einem Text der mit dem Schreibwettbewerb nichts zu tun hat. Kann ich nichts mit anfangen. Sorry !


    Dürre Zeiten


    Meine persönliche Lieblingsgeschichte. Lakonisch erzählt. Kommt ohne Gefühlsduselei aus und schafft es dennoch ein Gefühl von Unbehagen zu transportieren.


    Queen Mum


    Noch ein Favorit auf den Sieg. Sprachlich sehr ansprechend. Rund und dicht erzählt mit einer feinen Auflösung, die allerdings vorhersehbar ist. Der Anfang führt mich etwas in die Irre. ich dachte zunächst in eine Geschichte über das Thema Rassismus geraten zu sein. Dann schwenkt die Story perfekt um auf einen Krimi. In den letzten Monaten hätte die Geschichte sicher von mir einen Dreier bekommen. Dieses Mal verfehlt sie aufgrund der Konkurrenz das Podium. Sie ist mir fast ein wenig zu glatt geschrieben.


    Kleiner Bruder


    Eine gut erzählte stimmige Geschichte, liest sich angenehm und echt. Lediglich der Schluss hat mir nicht besonders gefallen. Der klingt zu niedlich für mich. Aber ansonsten: Respekt. Hat nur keine Punkte von mir bekommen, weil keine mehr übrig waren


    Grossvater, Vater und Sohn


    Ein herrliches Gedicht. Ich bin kein Freund von Lyrik. Aber hier habe ich ein ums andere Mal geschmunzelt. Den Anfang finde ich besonders stark. Sehr gelungen. Danke!


    Interview


    Auf die Idee muss man erst mal kommen. Ein Bewerbungsgespräch an dessen Ende sich der eigene Sohn auf die Stelle bewirbt. Leider ist die Geschichte ein bisschen zu verschachtelt geschrieben. Beim Lesen habe ich schnell die Lust verloren, weil mir viele unwichtige Informationen geliefert werden. Wichtige werden dafür ständig nachgereicht. Die Kurzgeschichte ist zu kompliziert gedacht und geschrieben. Vielleicht hätte ihr ein wenig Lakonie gut getan. Sprachlich sehr überzeugend.


    Kronos


    Auch eine herrliche Idee! Das griechische Götterpack auf die Leser loszulassen. Sprachlich toll. Leider packt mich die Geschichte überhaupt nicht. Ihr fehlt es an Witz und Durchschlagskraft. Der Autor hat sich womöglich etwas zu sehr auf die Idee verlassen und Geschichte darüber hinaus vergessen.