Hast du die Datei "Häkeln" schon von deiner Festplatte gelöscht, Booklooker? ![]()
Beiträge von Karthause
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Ich suche auch noch nach einer Holzalternative. Mal sehen, was der Baumarkt da hat.
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Wenn die Anzahl der Maschen und das Maschenbild auf der Vorderseite stimmt, solltest du es richtig gemacht haben, liebe Lesehest. Wolle zerreißen und Nadeln abbrechen hört sich auch richtig an.

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Oh, das hatte ich beim Eisbären auch. Das ist zum Finger brechen.
Erklären kann ich das so schriftlich schlecht, besser gesagt, es wäre wohl eher nicht nachvollziehbar. Bei Drops habe ich ein Video gefunden. Hoffentlich darf ich das hier verlinken:
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Oh, der Panda, ich muss schon wieder lachen, wenn ich an das Bein denke.

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Nun bin ich wieder zu Hause und freue mich schon aufs nächste Treffen. Es war wieder so schön mit euch.
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Booklooker, die Idee finde ich auch gut.
Kuschel, schade, dass es morgen nicht klappt. Du hast morgen hoffentlich einen schönen Tag.
Ich komme morgen in Begleitung von Iluq.
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Mir ergeht ähnlich wie Saya, auch ich würde das Buch gern eine andere Eule abgeben, die damit mehr Freude hat als ich.
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Knoermel, schade, aber die Gesundheit geht vor. Gute Besserung!

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Danke für die interessaten Links, Buchdoktor.
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Im ersten Leseabschnitt hatte ich vermutet, dass Isaacs Mame eine angeborene Gesichtsmissbildung hat, wie eine Lippen-Kieer-Gaumenspalte un deswegen den Scheier trägt und sich dann auch operieren lässt. Jetzt wird klar, sie muss Opfer eines Progroms geworden sein und dabei verletzt/verstümmelt worden sein.
Ansonsten laviert er sich imer mit einer angepassten Wahrheit durch. So erfahren seine Eltern nicht, dass er seinen Job verloren hat. Dafür ist er jetzt mit dem fliegenden Händler unterwes, der auch in der Wüste Sand verkaufen könnte. Ich bin gespannt, wie lange diese Zusammenarbeit Bestand haben wird. Er kritisiert ja doch recht unverhohlen, dass Leuten Dinge verkauft werden. die diese nicht benötigen und sich auch nicht leisten können.
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Meine Mutter würde dazu sagen, das ist das Lehrgeld, das man bezahlen muss. Aber es ist halt ärgerlich.
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War es eine Katze? Mein Kater hat heute Nacht meine Hülle für die Stricknadeln durchgekaut.

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Für die Türstopperkatze habe ich gerade Wolle bekommen. Noch ein Projekt beenden, dann geht es los.

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Zitat
Original von Findus
xania, ich bin auch nicht sooo begeistert und ich hatte ähnlich Gedanken, was Erziehungsmethoden oder Vorurteile anbelangt. Allerdings passt sich Gitelle sehr schnell den allgemeinen Gegebenheiten an und weiß natürlich, dass der Umgang mit den Schwarzen(ich schreib das mal so) nicht vorteilhaft für Isaacs spätere Karriere, was immer sie sich darunter vorstellt, sein wird.
Noch ist er auch nicht reif und stark genug um selbst zu beurteilen was richtig oder falsch ist.Den ersten Leseabschitt habe ich gelesen und ich schließe mich der Minderheit der nicht so Begeisterten an. Das Buch ist nicht schlecht. Interessant finde ich die Auswanderer-Geschichte von Juden aus Littauen nach Südafrika. Davon hatte ich noch nie etwas gelesen. Auch dass es in Johannesburg ein Ghetto für Juden gibt, ist bislang an mir vorübergegangen. Dieses stelle ich ich mir aber eher wie ein Judenviertel, die man auch in vielen anderen Städten findet, vor und weniger als das, was man in/nach dem 2. WK als Ghetto bezeichnete.
Identifizieren kann ich mich mit keiner Person, das geschieht nur äußerst selten, das brauche ich auch nicht. Ich finde sie aber gut in Szene gesetzt, Tata, der die Zeit repariert, mag ich recht gern.
Die Sprache gefällt mir. Sie unterscheidet sich, wenn es z. B. um Isaac und wenn die Mutter im Mittelpunkt steht.
Ich bin sehr gespannt, welche Entwicklung Isaac nimmt. Die Träume der ehrgeizigen Mutter, wird er wohl nicht auf Anhieb erfüllen können. (Vermute ich, die Länge des Romans betrachtend.)
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Zitat
„Das zwanzigste Jahrhundert sah die Vernichtung der Juden, der Armenier und der Tutsis. Die Blutbäder der Kommunisten und der Antikommunisten, der Faschisten und der Antifaschisten. Die politischen Hungersnöte in der Sowjetunion, der Volksrepublik China und in Nordkorea, die die angeblich so widerspenstigen Bauern dezimierten. Den zweiten Weltkrieg mit seinen 60 oder 70 Millionen Opfern, ausgelöst von Adolf Hitler, dem Erfinder des industriellen Massenmordes. Dazu die Schandtaten in Belgisch-Kongo, Biafra und Kambodscha.“ S. 307/308
Die 1907 geborene Rouzane, später Rose genannt, hat fast das gesamte 20. Jahrhundert miterlebt. Die Geschichte meinte es nicht gut mit ihr. Ihre Eltern, ihre Lieben, ihre Kinder und auch ihre Katze wurden ihr genommen. Den Genozid an den Armeniern bekam sie am eigenen Leib zu spüren und überlebte nur mit viel Glück. Aber auch Himmler und Mao beeinflussten ihren Lebensweg nicht unwesentlich. Nun, im Jahr 2012, findet Rose, die es als Köchin und Inhaberin des „La Petite Provence“ zu Achtung und Anerkennung in der Marseiller Gesellschaft und darüber hinaus brachte, es sei an der Zeit, auf ihr Leben zurückzublicken und ein Buch zu schreiben.
Ich fragte mich nachdem ich den Klappentext und die ersten Seiten dieses Romans las, wird das nicht ein bisschen viel? Werden die Gräuel des 20. Jahrhunderts ein einziges Leben nicht vollkommen überfrachten? Aber diese Klippe wurde von Franz-Olivier Giesbert erfolgreich umschifft. Zwar ist Roses Leben in der Realität schwer vorstellbar, aber mit diesen Roman ist dem Autor die Fiktion gelungen, ein Jahrhundert in ein Menschenleben zu verpacken, ohne dabei schwülstig, oberflächlich oder maßlos überladen daherzukommen, obwohl einige ihrer Bekannt- und Liebschaften mir dann doch ein wenig weit hergeholt vorkamen. Dennoch habe ich dieses Buch sehr gern und sehr schnell gelesen. Mit der Ich-Erzählerin Rose durch die Geschichte zu wandern, war abwechslungsreich, unterhaltsam und durchaus amüsant. Sie selbst bezeichnet dieses Jahrhundert als eines der Mörder. Sie passt ganz wunderbar hinein, denn nicht immer ist sie warmherzig und liebenswert, die Rache macht einen beachtlichen Teil ihres Wesens aus.
Franz-Olivier Giesbert hat es verstanden, den Leser auch durch die dunklen Momente der Historie leicht, mit Witz und Charme und trotzdem nicht auf Tiefe verzichtend zu geleiten. Ein Grund dafür ist sicher der Rose eigene Glaube an die Macht der Liebe, des Lachens und der Rache. Dabei entwickelt sie für letztere ein ganz besonderes Händchen.
Bemerkenswert sind auch noch die „Beigaben“ dieses Buches. Die beliebtesten Rezepte aus Roses Küche sind darin enthalten, ebenso wie ein Glossar und eine kleine Bibliothek des Jahrhunderts für alle Interessierten, die sich gerne weitergehend mit dieser Zeit befassen wollen.
Rose Geschichte endet mit den Worten:
Zitat„Das Leben ist wie ein gutes Buch, wie eine Erzählung, ein Roman, ein Geschichtswerk. Man gewinnt die Figuren lieb und lässt sich mit der Handlung mitreißen. Und am Ende, ob man es nun schreibt oder liest, hat man nie Lust auf den Schlusspunkt.“ S 314
Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.
8 von 10 Eulenpunkten
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Toebi, ich glaube auch, das wäre am sinnvollsten.
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Der Binchen-Long-Long ist ganz zauberhaft geworden. Hast du über Nacht mal schnell ein bisschen gehext?
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Mein Buch ist auch heute angekommen, vielen Dank nochmals.