Beiträge von Brigia

    Allerdings finde ich die Tagebucheinträge nach wie vor etwas anstrengend zu lesen. Und es wiederholt sich in den Einträgen dann auch oft etwas von der Handlung. Klar ist es interessant, es aus Sicht von Emilia zu lesen. Aber die Wiederholungen der Handlung sören mich ein wenig.

    Das mit den Wiederholungen ging mir genauso in diesem Abschnitt. Später hat sich aber entweder weniger wiederholt oder es hat mich dann nicht mehr so gestört...

    Ich bin anscheinend ein bisschen schnell mit dem Lesen in dieser Runde :-) In diesem Abschnitt hat mir die Schilderung der Premiere besonders gut gefallen. Die Vorstellung, dass alle Anwesenden in ein "gemeinsames Energiefeld" eintreten und die Weisheit des Stücks auf einer "unterbewussten Ebene" aufnehmen - das ist eine sehr interessante Perspektive auf das, was bei einem Theaterstück passiert. Ich werde das im Kopf haben, wenn ich das nächste Mal im Theater bin :-)


    Obwohl sich Antoine ja nun ziemlich daneben benimmt nach der Premierenfeier, war ich eigentlich ganz froh darüber. Das hat die beiden irgendwie mehr auf Augenhöhe gebracht. Ich habe nicht mehr das Gefühl, dass Emilia nur ihren Ideal-Antoine sieht, den sie anhimmelt wie ein Teenager, sondern jetzt kann eher eine echte Verbindung entstehen. Und wer hätte gedacht, dass er Schnecken hält? Ich wusste gar nicht, dass man Schnecken im Terrarium halten kann!


    Diesen Arzt mag ich dagegen nicht, ich finde ihn suspekt. Obwohl es eigentlich gar keinen Grund dafür gibt...

    Ich bin mit dem zweiten Abschnitt durch und ich habe wirklich viel Spaß beim Lesen - obwohl ich mir noch keinen richtigen Reim auf die Figuren und ihre Beziehungen zueinander machen kann.


    Ich bin gespannt, was Lulu von Emilia will. Dass Emilia sich dazu hat hinreißen lassen, sich über Antoines Tick lustig zu machen, hat mir nicht gefallen. Das hätte ich ihr nicht zugetraut - schließlich ist sie selbst sicher oft in der anderen Position. Ich weiß auch wirklich nicht, was ich von Hugo halten soll. Normal ist so ein "imaginärer Freund" sicher nicht! Überhaupt erschließt sich mir bisher nicht, warum ihre Mutter sich Emilia gegenüber so verhält bzw. verhalten hat. Sie wirkt selbst wie eine unabhängige, kompetente Frau. Wieso hat sie also nichts davon an ihre Tochter weitergegeben? Lauter spannende Fragen! :-)


    Es sieht momentan so aus, als ob Emilia von Antoine ein bisschen Selbstwert bekommen könnte und Antoine von Emilia etwas Bescheidenheit. Schade, dass sie sich auf der Bühne so schwer getan hat! Aber alles andere wäre wohl auch unglaubwürdig gewesen...

    Erwartet hatte ich eine schöne, gemütliche, unterhaltsame Liebesgeschichte mit durchaus eigenen Persönlichkeiten in Theateratmosphäre.

    Genauso ging es mir auch :-) Ich hab auch zuerst gedacht, dass Emilia fast ein bisschen zu viele Probleme hat - das Singen, um sich zu beruhigen, finde ich echt gruselig. Aber beim Weiterlesen ist sie mir ans Herz gewachsen. In dem Zusammenhang mag ich die Tagebucheinträge sehr. Ich bin gespannt, was wir noch über ihre Geschichte erfahren.


    Ich denke (leider) nicht, dass die Mutter die Hugo-Sache inszeniert. Aber vielleicht kommen ihr manchmal selbst Zweifel und das ist mit ein Grund, warum sie Emilia so plötzlich in die Selbstständigkeit schubsen will?


    Mir haben die Szenen zwischen Antoine und Emilia bisher sehr gefallen. Ich habe aber auch gedacht, dass sie jetzt hoffentlich nicht Antoine für ihre Mutter eintauscht und weiterhin in ihrer Isolation und Abhängigkeit bleiben wird...

    In diesem Roman rund um Katharina die Große findet man aus meiner Sicht vor allem eine vielschichtige Darstellung der Geschichte. Verschiedenste Perspektiven erhalten Raum – die der einfachen Russen, die des gebildeten Bürgertums zur Zeit der Aufklärung, die der Künstler, die der alten Elite und natürlich die der Zarin selbst. Dabei gelingt es der Autorin ohne etwas zu beschönigen für jede einzelne Perspektive Sympathie und gleichzeitig Kritik zu wecken, was ich sehr bewundere.


    Ebenso sind die handelnden Personen vielschichtig dargestellt, als „echte Menschen“ eben, mit Stärken und Schwächen. Dadurch erschienen mir zu Beginn des Buches einerseits manche Charaktere schlecht greifbar – ihre Persönlichkeiten ließen sich schlecht definieren. Im Verlauf konnte man aber für jede der Hauptfiguren eine spannende Entwicklung mitverfolgen, sodass mir am Ende alles sehr stimmig erschienen ist. Auch emotional sind mir die Charaktere ans Herz gewachsen, sodass ich am Ende eigentlich gerne noch wissen wollte, wie es für sie weitergeht.


    Sprachlich liest sich das Buch sehr flüssig und die treffenden Formulierungen lassen die Gesellschaft Russlands im 18. Jahrhundert plastisch vor Augen treten. Das Buch umfasst mit Prolog und Epilog die Jahre von 1761 bis 1775. Es ist verständlich, dass es schwierig ist, nur eine kurze Zeitspanne auszuwählen für so einen Roman. Mir waren aber stellenweise die zeitlichen Sprünge zu groß und ich hatte immer wieder das Gefühl etwas zu verpassen.


    Insgesamt ein sehr spannender Roman, den ich allen Fans von historischen Romanen nur wärmstens empfehlen kann!

    Der letzte Abschnitt war noch einmal sehr fesselnd! Auf Pugatschow als Sonjas Vater wäre ich nie gekommen, aber ich finde auch, dass es sehr gut passt. Die Szene, in der Emilio und Petjenka sterben müssen, war herzzerreißend! Irgendwie trifft es mich immer besonders, wenn treue Tiere sterben müssen - die haben ja nun wirklich nichts verbrochen!


    Sehr schön, dass es für alle anderen so positiv ausgegangen ist. Mein Herz schlägt ja mehr für die dramatischen Herzensmenschen :lache, sodass Sonja und Stephan bis zum Schluss eindeutig meine Lieblingsfiguren geblieben sind. Aber auch die anderen sind mir ans Herz gewachsen und so war es für mich ein schöner Abschluss, dass jeder seine Liebste/seinen Liebsten gefunden hat :-)


    Vielen Dank an Martina für dieses sehr lesenswerte Buch und die tolle Begleitung in der Leserunde!

    Ein spannender Abschnitt, in dem einiges in Gang kommt. Jetzt bin ich schon sehr gespannt, wie es ausgeht! Andrej und Darja haben wirklich großes Glück, dass sie heil aus der Nummer herausgekommen sind. Ich hoffe auch sehr, dass sie es schaffen werden! Sonja sehen wir hier von einer kindlich-naiven Seite, die mich überrascht hat. Obwohl sie sieht, was sich um sie herum abspielt, scheint sie sich selbst für unantastbar zu halten. Wie gut, dass sie Stephan hat!

    Es wird wirklich höchste Zeit, dass sich Stephan und Johanna endgültig trennen! Aber ich finde es schön, dass sie das Ganze so ohne Drama schaffen und trotzdem in höflichem Kontakt miteinander bleiben können.

    Mich hat die Beziehung zwischen Sonja und Stephan auch nicht allzu sehr überrascht (ich bin auch eine Klappentextleserin ;)). Ich scheine deutlich in der Minderheit zu sein, weil ich Stephan und Sonja viel mehr mag als Boris und Johanna. Mir gefällt, dass Stephan und Sonja sich nicht nur um ihr eigenes Leben kümmern, sondern auch an das große Ganze denken und versuchen das Richtige zu tun. Vor allem Boris kommt mir im Vergleich dazu so unselbstständig vor. Mir gefällt auch, dass Stephan an Sonjas Zukunft denkt und versucht sie zu schützen. Das vermisse ich bei Boris!


    Ich war auch überrascht von dem Hass, den Sonja auf Katharina hat. Der schien irgendwie aus dem Nichts zu kommen, aber tatsächlich ist es das erste Mal, dass wir überhaupt von Sonja selber gehört haben, was sie über Katharina denkt, oder?

    Mit Sonja und Dmitri sind jetzt zwei spannende Figuren dabei, auf die ich mich sehr freue! Ich bin gespannt, welche Art von Beziehung Sonja zu Stephan und Dmitri aufbauen wird, die ersten Anklänge waren ja verheißungsvoll...


    Mir gefällt sehr gut, dass in der Darstellung der drei politischen Positionen - der Zarin, der Philosophen und der entlaufenen Leibeigenen - deutlich wird, dass alle ihre Schattenseiten hatten. So hat man irgendwie für alle drei Sympathie und gleichzeitig Antipathie :-)


    Ich würde oft gerne etwas mehr über Stephan Mervier erfahren. Was hat er z.B. damit gemeint, dass er erst in St. Petersburg sich selbt kennengelernt hat? Es ist irgendwie sehr traurig mit anzusehen, wie die Ehe zwischen ihm und Johanna auseinanderfällt, obwohl beide gute Leute sind und immer wieder versuchen aufeinander zuzugehen... Man kann ja aktuell nur hoffen, dass sie es irgendwie schaffen sich im Guten zu trennen. Ich würde Stephan ja auch eine Liebschaft wünschen!

    Der zweite Abschnitt war sehr vielfältig! Was mir sehr gut gefällt, sind die Beschreibungen von Sankt Petersburg. Die zugefrorene Newa mit der Jahrmarktstimmung war eine nette andere Seite von der Stadt!
    Ich werde bis jetzt noch nicht so richtig warm mit den Personen. Vielleicht liegt es an den vielen Perspektivwechseln, dass ich bisher Mühe habe, mir so wirklich ein Bild von den Persönlichkeiten und Motiven zu machen? Sie bleiben jedenfalls ambivalent!

    Ich war auch ein bisschen überrascht, dass der abgefangene Brief kein Nachspiel für Stephan hatte. Bin ja mal gespannt, wann der noch mal auftauchen wird! Mit Johanna bin ich langsam etwas ungeduldig geworden und war dann sehr positiv überrascht, dass sie sich tatsächlich an die Akademie gewandt hat - und auch noch erfolgreich!

    Sonjas Geschichte finde ich aber am spannendsten bisher und ich freue mich immer sehr auf ihre Kapitel :-)

    Ich habe nun auch den ersten Abschnitt beendet. Mir gefällt die Atmosphäre, ich finde es passt zu Russland, wie ich es auf Reisen und in Schilderungen Freunden auf micht wirkt - mächtig, faszinierend, ein bisschen märchenhaft (mit der Erdhöhle, dem tanzenden Bär, den prunkvollen Schössern), aber auch erschreckend und irgendwie manchmal unheimlich. Mir gefällt, dass die Hauptfiguren so ambivalent sind. Bis jetzt ist mir nur Stephan so richtig sympathisch (mir gefällt gerade, dass er so gar nicht als Spion taugt! :-) ) Ich bin mal gespannt, wie lange das mit Johanna gut geht.


    Ich war auch sehr froh über das Personenregister, weil ich immer wissen will, wer tatsächlich eine historische Figur war...

    Jetzt bin ich auch schon durch. Schade, ich hätte auch gern noch weiter gelesen. :-) Was mir am besten gefallen hat, ist die Haltung gegenüber den individuellen "Macken", die sich durchzieht. Das ist im echten Leben schon eine hohe Kunst, die Grenze zwischen Hilfestellung und Bevormundung einzuhalten. Durch die tolerante und herzliche Art zwischen den Frauen, die es schaffen, sich gegenseit so zu akzeptieren und gleichzeitig Grenzen setzen, hat sich die Geschichte für mich total schön angefühlt. Ich schätze, das kann durch das Gemeinschaftsgefühl bei der Projektwoche entstehen.


    Vielen Dank für die wunderbaren Lesestunden! :wave

    Da mussten die drei Damen ja ganz schön leiden in diesem Abschnitt. Jetzt bin ich echt schon total gespannt, wie es am Ende ausgeht.
    Ich hoffe, dass Lea nicht gekündigt wird, den neuen Moderator fand ich ja sehr sympathisch - fängt gleich selbst das Kartoffelschälen an und hat nicht so ein großes Ego, dass er sich nicht kritisieren lässt. Freddy ist wirklich über das Ziel hinaus geschossen, immerhin ist Vivi extra an ihrem freien Tag gekommen, um den Ausflug zu machen. Ich glaube ihr, dass sie die Liste kontrolliert hat und finde, da hat er ziemlich überreagiert. :rolleyes Ich hatte schon Angst, sie gibt gleich wieder auf und verfällt aufs Klauen, aber sie scheint sich gut wieder aufgerappelt zu haben. Und Tine wird es zumindest schaffen zu ihrer Prüfung zu gehen, ob sie sie dann besteht oder nicht.
    Ich freu mich schon aufs Weiterlesen!

    Mir macht es unglaublich Spaß, dieses Buch zu lesen, auch wenn ich stark hinterher hinke. Die Szene mit Lea im Studio war das Lustigste, was ich seit langem gelesen habe. Ich hab mich schief gelacht und dann das Buch meinem Mann unter die Nase gehalten (der sich etwas gewundert hatte...) und mich mit ihm zusammen gleich noch mal schief gelacht!
    :anbet


    ...smen... :chen


    Ich hab auch keine Favoritin, was für mich ziemlich ungewöhnlich ist. Gerade wenn eine Geschichte aus mehreren Perspektiven besteht, kommt normalerweise der Punkt, an dem ich einem Handlungsstrang "entgegenfiebere" und die anderen mich eher nerven. Aber ich mag alle drei Ladies total gern.


    Mir gefällt auch, dass trotz aller Komik auch ernste Akzente gesetzt werden und zwar meiner Meinung nach genau an den richtigen Stellen. Zum Beispiel mag ich es sehr, dass trotz aller Selbsttherapie Leas Sitzungen bei ihrem Psychologen so sympathisch und auch als hilfreich geschildert werden. Überhaupt hatte ich (als Psychologin) etwas Angst, dass der Berufsstand mal wieder durch den Kakao gezogen wird und mich innerlich schon darauf eingestellt...naja, Therapeut erhängt sich...war ja zu erwarten. Aber davon bin ich jetzt sehr positiv überrascht und meine Begeisterung wurde noch mehr gesteigert. :grin