Beiträge von büchervamp

    Cover: Ich nehme mein Koffer und gehe, genau das drückt das Cover für mich aus. Daher passend zur Geschichte.


    Inhalt: Julia hat genug und verlässt ihren Mann, diesmal endgültig. Aus dem geordneten Alttag ins Chaos, versucht Julia irgendwie sich in ihrem Alltag zurechtzufinden, da kommt der "Job" als Haussitter gerade recht, auch wenn der Vermittler erst etwas dubios wirkt.


    Irgendwie stolpert sie dann in die liebevolle und inoffizielle WG von Frau Smit, so nimmt der Weg zum Happyend seinen Lauf.



    Meine Meinung: Der Schreibstil ist flüssig und die einzelnen Abschnitte von der Länge gut.


    Die Geschichte ist aus der Perspektive von Julia geschrieben, sie trennt sich nach erneuten Ehebruch ihres Gatten von diesem. Es wird schnell klar, dass hier ein klaren Abhängigkeitsverhältnis zwischen den beiden besteht und das nicht nur finanziell. Sie selber vergleicht es mit der Rauchentwöhnung, allerdings scheint Julia auch nicht wirklich eigenständig.


    Sie stolpert praktisch in die Rolle als Haussitter/ Pflegerin von Frau Smit, die zur Zeit im Koma liegt. Allerdings steht der Neffe schon bereit sein Erbe anzutreten.


    Aber die scheinbar allein lebenden Frau Smit, hat in ihrem Haus ein reges kommen und gehen. Von der Nachbarskatze bis zur Nachbarstochter, dem freundlichen Drogendealer von nebenan und einer geschäftstüchtigen Hairstylistin ist alles dabei. Bei so vielen Charakteren kommt auch viel Ballast und viele Schicksalsschläge zusammen.


    Hier hat mich die Geschichte von Veronique noch am meisten bewegt. So werden in der Geschichte aber viele aktuelle gesellschaftliche Probleme aufgegriffen wie Misshandlung, Vereinsammung im Alter und sonstige Sorgen um Geld und Familie.


    Beim lesen hofft man immer auf ein Happyend mit Bodenhaftung, was auch bis zu einem gewissen Grad erreicht wird, aber für mich war es irgendwann zu viel Schicksal das hier zusammen kam. Zwar wird eine schöne und wünschenswerte Lösung geboten, diese hatte für mich aber keinen Bezug mehr zur Realität. So wurden auch Themen wie Scheidung und die Arbeit von Sozialstellen eher mit einer sehr einseitigen Sicht in die Geschichte verflochten, hier hätte ich mir doch einen größeren Realitätsbezug gewünscht um die Geschichte ein wenig zu erden.


    Die Charaktere waren für mich trotzdem sehr liebevoll gestaltet und auch durchaus amüsant in ihren Interaktionen, allerdings hätte ich mir gerade bei Julia mehr Entwicklung gewünscht.


    Fazit: Liebevolle Charaktere und amsüante Situation, gut verpackte Gesellschaftskritik und ein Happyend mit viel Kitsch und guter Fügung. Wünschenswerte Allroundlösung, zum Teil mit wenig Realitätsbezug. Trotzdem eine unterhaltende Lektüre für zwischendurch.


    Für mich solide 5 Eulenpunkte.

    " Wenn es nicht gut ist, ist es nicht das Ende"....trifft hier gut zu. Es ist wirklich alles sehr gut. Happyend und so...

    Ich mag das persönlich, obwohl hier kein Realitätsbezug mehr hergestellt werden kann.


    Das bei all den verschiedenen Schicksalschlägen, die diese ungewöhnliche WG-Bewohner wiederspiegelt, dann alles endlich irgenwie besser ist, ist eine schöne Vorstellung. Hier geht es ja um Fikiton und das "gute" Ende.

    Die Vorstellung ist schön und toll, dass Julia hier irgendwie eine Art Familie gefunden hat, aber bis sie wirklich im Leben steht ist es noch ein weiter Weg.

    Für mich hat Sie ihren Mann gegen die WG getauscht, denn wirklich eine eigene Meinung hat sie für mich immer noch nicht. Denke hier wäre mehr potenzial gewesen für Julia's Charakterentwicklung.


    Einen Kritikpunkte habe ich auch, der aber bereits hier diskutiert wurde.

    Interessant das eine Ehe so schnell geschieden werden kann, und gut das ein Ehepartner praktisch "mittellos" zurück bleiben kann. Finde ich schade für die Geschichte, da es hier einfach gewesen wäre es realitätsnäher zu gestalten.

    Habe jetzt die beiden letzen Abschnitte am Wochenende beendet, bin aber erst heute wieder Online.


    Also jetzt kennen wir alle Figuren und ihre Schicksale. Mir persönlich war es auch ein wenig zu viel. In diesem Haus kommen ja alle Gesellschaftsdramen vor, die zur Zeit bewegen.

    Da fehlt mir irgendwie der Realitätsbezug. Allerding wäre so eine WG durchaus ein guter Lösungsansatz. Darf halt nur keiner krank werden und ins Krankenhaus kommen. Besonders nicht die Besitzerin des Hauses.

    Es wird immer voller im Hause Smit, finde ich recht gewöhnungsbedürftig, besonders da irgendwie keiner Info an Julia geben. Aber Julia geht schon recht entspannt damit um.


    Den Neffen finde ich immer noch sehr unsympatisch, er scheint keine emotionale Verbindung zu seiner Tante zu haben.

    Seine Tante scheint da eine andere Lebenseinstellung gehabt zu haben. Sie hat scheinbar für viele Leute ein offenes Ohr gehabt und Hilfe angeboten.


    Mal sehen wie es mit dem Haus weitergeht. Eigentlich wäre es doch schön, wenn Julia auf das Haus aufpassen könnte.


    In diesem Abschnitt hat mich am meisten Veronique's Geschichte bewegt.

    Produktinformation (amazon)

    • Broschiert: 352 Seiten
    • Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch); Auflage: 1. Aufl. 2019 (31. Januar 2019)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3404177606
    • ISBN-13: 978-3404177608
    • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 16 Jahren
    • Originaltitel: Anatomy of a Scandal


    Klappentext (amazon):

    Sophie ist glückliche Ehefrau des charismatischen Parlamentspolitikers James. Bis er ihr eine Affäre mit seiner Assistentin gesteht. Die ihn nun wegen Vergewaltigung verklagt. James leugnet und setzt auf die Loyalität des Premierministers, der ihm noch einen Gefallen schuldet. Staatsanwältin Kate sieht die Anklageschrift mit großem Interesse auf ihren Schreibtisch flattern. Aus Gründen, die in ihre Zeit in Oxford zurückreichen. Ein Prozess mit unerwartetem Finale stellt Loyalitäten auf den Prüfstand. Und verändert nicht nur Sophies und James‘ Leben ....


    Rezi:


    Schuldig oder nicht?


    Cover: Finde ich ansprechend gestaltet, aber war für mich nur zum Teil passend zur Geschichte.


    Inhalt: James ist ein angesehener Politiker, der allerdings mehr auf das Ansehen, als auf politische Ziele aus ist. Mit einer guten Vita von tollen Privatschulen, gute Verbindungen zur Regierung und einem charmanten Auftreten, lebt einer ein angenehmes Leben in der englischen High Society.

    Passend in seiner Welt ist seine hübsche Ehefrau und seine Kinder.

    Ein angenehmes Leben, bis zu dem Tag an dem seine Affaire auf fliegt und alles in Wanken gerät.


    Meine Meinung: Der Schreibstil hat mir gut gefallen und durch die Perspektiv- und Zeitwechsel kommt eine gewisse Spannung auf.

    Allerdings finde ich, dass der Spannungsbogen durchaus früher hätte Anfangen können.

    Trotzdem gibt es viele Wendungen, die zumindestens kein offensichtliches Ende vermuten lassen.


    Die Charaktere haben eine gewisse Tiefe, die mit der Zeit aufgedeckt wird.

    Durch die verschiedenen Erzählungen aus der Vergangenheit versteht man zum Ende besser.


    Die Geschichte verknüpft den Prozess sehr schön mit der Vergangenheit und deckt nach und nach die Beweggründe der Charakter auf.


    In Sophie hat James einen Ehefrau die ihren Mann bedingungslos liebt und an seine Ehre glaubt, jedoch bekommt nicht nur die Fassade risse, sondern auch das Vertrauen seiner Frau.


    Am Ende bleibt die Frage von Schuld und Unschuld für den Leser offen.


    Fazit: Viele Wendungen, aber ein erst spät einsetzender Spannungsbogen. Trotzdem eine gut Geschichte über Schuld, Unschuld und wie die Vergangenheit uns prägt.


    Liegt für mich zwischen 5-6 Eulenpunkte.

    Der erste Abschnitt hat mir schnonmal gut gefallen. Ich hoffe zumindestens, dass ich den richtigen gelesen habe. War mit jetzt nicht sicher wie die entgültige Aufteilung ist.


    Ich finde Julia sehr interessant. Irgendwie kann ich sie verstehen, wenn man so abhängig ist, dass man vielleicht über einiges hinweg sehen kann.

    Daher finde ich es gut, dass sie diesmal anders handeln will. Nachvollziehen kann ich auch die Reaktion der Freundin, sie ist zwar für sie da, aber unterstüzt nicht das sie wieder zurück geht.


    Der Sohn von Frau Smit, ist ja wirklich ein Schätzchen. Da kann man nur hoffen, dass Frau Smit selber gut vorgesorgt hat.


    Ich bin gespannt wie sich die Nebenfiguren noch einbringen und auf Julia reagieren.

    Info Amazon:

    Produktinformation

    • Taschenbuch: 320 Seiten
    • Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch); Auflage: 1. Aufl. 2018 (21. Dezember 2018)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3404178009
    • ISBN-13: 978-3404178001



    Krimispannung mit überraschenden Wendungen


    Cover: Für mich ein sehr gelungenes Thema, da es auch zum Inhalt des Krimis passend ist. Selbst der Titel wird im Buch erläutert und so in der Geschichte aufgegriffen.


    Inhalt: Linn Geller übernimmt nach langerzeit wieder einen Fall, doch ihre erste Mandantin möchte scheinbar nicht verteidigt werden.

    Grace scheint unschuldig zu sein, trotzdem will sie den Mord an ihrem Mann gestehen. Was bewegt sie dazu?


    Meine Meinung:

    Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und unterstreicht auch die Spannung.

    Mir haben die Charaktere gut gefallen, an Grace Aussage/Verhalten bekam man schnell Zweifel. Trotzdem gelingt es der Autorin immer wieder den Leser zweifeln zu lassen.

    Linn ist ein starker weiblicher Charakter, der den Krimi zum Leser trägt. Dadurch, dass Linn ebenfalls in den Fall gezogen wird, kommt die Geschichte mehr auf die persönliche Ebene. Es ist nicht nur ein Fall der verhandelt wird.


    Sehr gut gefallen hat mir die immer presente Spannung und die vielen unerwarteten Wendungen.

    So werden von der Autorin immer wieder geschickt falsche Fährten gelegt und gekonnt ändert der Krimi dadurch seine Richtung.

    Der Täter war für mich nicht mal im Kreis der Verdächtigen. Trotzdem war es schlüssig.


    Fazit: Toller Auftakt, rasante Spannung, unerwartete Wendungen, sympatische Charakter. Bitte mehr davon.


    Für mich durchaus 10 von 10 Eulenpunkten.

    Erstmal danke für die Chance bei der Leserunde dabei sein zu dürfen.


    Inhalt: Alle im kleinen Städtchen Lone Star Canyon können es sehen nur die freche ausserordentlich attraktive Nora und der Landarzt Stephen Remington, wollen es nicht wahrhaben. Zwischen den beiden hat es klar gefunkt, aber Liebe kann es einfach nicht sein. Oder doch?


    Meine Meinung: Eine leichte und lockere Lektüre für zwischendurch. Allerdings bleiben die Überraschungen aus. Die Charaktere fand ich interessant und zu Beginn gerade Nora sehr erfrischend. Allerdings wird es zunehmend anstrengender.

    Stephen ist irgendwie ein sehr ruhiger und in sich ruhender Pol, was gerade spannend ist, wenn Nora eine "Schimpftirade" zum besten gibt.

    Leider war die Geschichte oft sehr vorhersehbar. Ich fand es auch an einigen Stellen wenig romantisch, sondern mehr pragmatisch.


    Fazit: Ein nette kurze Unterhaltung, leider nicht das ganze Potenzial ausgeschöpft. Hab schon besseres von der Autorin gelesen.

    Von mit gibt es 4-5 Eulenpunkte, weil an einigen Stellen doch lachen musste.

    Ich hatte mehr erwartet.

    Wie es endet war ja vorhersehbar, spätestens nachdem klar war, dass Nora Schwanger ist. Daher hat das Ende nicht mehr viele Überraschungen offengelassen.

    Und bitte wie unromatnisch kann man heiraten...hörte sich für mich mehr nach Papierkram an. Muss erledigt werden und fertig.


    Am Ende hat mir Nora richtig leid getan, ich fand es ein wenig unrealistisch, das Stephen erst so spät zu der Erkenntnis gekommen ist, dass er sie liebt.


    Für Zwischendruch eine nette Lektüre, aber mehr leider nicht, da habe ich schon bessere Sachen aus dem Genre und von der Autorin selbst gelesen.

    Na da muss eine kommende Hochzeit jetzt aber definitiv noch romantischer werden, sonst wäre es echt Schade.

    Naja der Heiratsantrag war auf jedenfall ausbaufähiger, auch wenn er ja zu erwarten war, nachdem was Stephen bereits angekündigt hat. Aber trotzdem hätte ich mir hier mehr erwartet.


    Nora könne für mich inzwischen auch ihre Kratzbürstigkeit etwas ablegen, ich denke es wurde klar, dass sie Probleme hat Männern zu vertrauen, aber Stephen hat nun wirklich mit offenen Karten gespielt oder?

    Die Konversation in der Stephen Nora angetragen hat, Freunde mit gewissen Vorzügen zu werden, war mir zu sehr an den Haaren herbeigezogen. So würde das doch niemand sagen oder ? Oder doch, bitte nicht ! Das stelle ich mir ganz gruselig vor.

    Ja das sehe ich genauso. Da hat es mich richtig gegruselt. Hat mich ein wenig daran erinnert, als ob man eine vertragliche Vereinbarung trifft. Sehr unrealistisch.


    Und ich hoffe doch das das niemand so sagen würde...;)

    In diesem Abschnitt geht es heiß her und Stephen und Nora kommen sich näher.


    Stephen erzählt Nora von seiner verstorbenen Frau. An dieser Stelle konnte ich mich gut in Nora hineinversetzen. Ich denke, dass Nora nicht nur eine Affäre will und jetzt irgendwie das Gefühl hat nicht mit seiner verstorbenen Frau konkurieren zu können.


    Die geplatzte Kondom-Szene fand ich nicht gut. Irgendwie unrealistisch, wie hier bereits geschrieben.

    Aber gut, ich denke es wird in diesem Fall nicht wirklich "gut" gegangen sein...aber abwarten.

    Genau so empfinde ich die Bücher von Susan Mallery auch. Zwar vorhersehbar und eher seicht aber wenn ich zu solchen Büchern greife, mag ich sie ganz gerne als Autorin. Angenehm zu lesen.

    Das Leben ist ja auch häufig ernst genug, da finde ich es immer schön, das ich Geschichten lesen kann mit Happyend und Problemen die eigentlich nur Missverständnisse sind. ;)

    Und da verspricht Susan Mallery häufig ein schönes Lesevergnügen.

    Ich habe heute auch den ersten Abschnitt beendet und finde es bisher sehr angenehm zu lesen. Es ist schön locker und leicht, daher genau das richtige für zwischendurch.


    Nora fand ich auf direkt sympatisch und es macht Spaß sie auf ihrem Weg zu begleiten. Ich finde den Schlagabtausch zwischen ihr und Stephen sehr unterhaltsam. Erinnert mich ein wenig an mich, wenn ich mal wieder Wutwichtle...und mein Mann nur blöd grinst...kann jetzt irgendwie verstehen warum ;)


    Bin gespannt mehr über Nora's Vergangenheit zu erfahren und warum sie so eine Abneidung gegen das männliche Geschlecht hat.. Ob hier noch mehr als die Ereignisse um David passiert sind?

    Allerdings wurde ja bereits angedeutet, dass auch Stephen eine Vorgeschichte hat, da kann es also auch noch spannend werden.