Beiträge von nicigirl85

    ASIN/ISBN: 3423230223


    Herausgeber : dtv Verlagsgesellschaft (23. Oktober 2020)

    Sprache: : Deutsch

    Broschiert : 448 Seiten

    ISBN-10 : 3423230223

    ISBN-13 : 978-3423230223

    Originaltitel : Regretting you


    Inhaltsangabe:


    Ein tragischer Unfall verändert von einer Sekunde auf die andere Morgans Leben und entlarvt, dass ihr bisheriges Leben auf Lügen basierte. Gleichzeitig entgleitet ihr ihre Tochter Clara immer mehr: Sie trifft sich heimlich mit einem Jungen, von dem sie weiß, dass ihre Mutter ihn nicht an ihrer Seite sehen möchte. Halt findet Morgan in dieser schweren Zeit ausgerechnet bei dem einen Menschen, bei dem sie keinen Trost suchen sollte ...


    Autoreninfo:


    Colleen Hoovers Erfolgsgeschichte ist beinahe unglaublich: Eigentlich schrieb sie "Weil ich Layken liebe" als Weihnachtsgeschenk für ihre Mutter, aufgrund der guten Resonanz in ihrem Umfeld veröffentlichte sie es dann aber selbst als E-Book - und verkaufte zwei Monate später bereits 200 Bücher am Tag. "Weil ich Layken liebe" landete noch vor "50 Shades of Grey" auf der New-York-Times-Bestsellerliste! Colleen Hoover lebt mit ihrem Mann und ihren drei Söhnen in Texas.


    Meine Meinung:


    Titel: Wieviel kann ein Mensch ertragen?


    Nachdem ich "Verity", mein erstes Buch der Autorin, verschlungen hatte, wollte ich einfach mehr und griff nun zu ihrem aktuellen Werk. Gespannt begann ich zu lesen, denn der Klappentext klang schon sehr vielversprechend.


    In der Geschichte geht es um das Mutter- Tochter- Gespann Morgan und Clara. Nachdem die beiden die liebsten Menschen in ihrem Leben verloren haben, versuchen sie die Trauer zu verarbeiten und ihr Leben weiterzuleben. Doch die Toten hatten Geheimnisse. Schlimme Geheimnisse. Werden die beiden Frauen diesen Verrat überstehen können?


    Im steten Wechsel sind wir mal bei Mutter Morgan, mal bei Tochter Clara und jede agiert für sich als Ich- Erzählerin. Ich mag diese Erzählperspektive sehr, da man so enorm nah dran an den Figuren ist. Hier fühlt es sich sogar fast so an als würde man selbst diese Erfahrungen machen müssen.


    Obwohl Morgan und ich in einem Alter sind, konnte ich mich definitiv mehr mit ihrer Tochter identifizieren, weil das Leben von Mama Morgan und mir nicht unterschiedlicher sein könnte.


    Clara muss nicht nur den Verlust verarbeiten, sondern erlebt so viele erste Mal, egal ob nun positiv oder negativ, dass man sich beim Lesen sofort in die eigene Jugend zurückversetzt fühlt. Auch wenn ihr Verhalten oft etwas nervig rüberkommt, so entspricht es doch komplett ihrem Alter. Ihre erste Liebe hat mich so sehr berührt, dass ich fast ein wenig neidisch war. Sie sind einfach so süß zusammen.


    An Morgan mochte ich, dass sie so fürsorglich ihrer Familie gegenüber ist. Sie kümmert sich und opfert sich für andere auf. Allerdings hätte ich sie immer mal wieder schütteln können, wenn sie sich ihre Gefühle ausreden will. Das ewige hin und her fand ich etwas anstrengend zu lesen. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass sie sich nur bedingt ihrem Alter entsprechend verhält.


    Miller ist ja wohl mal ein Freund, den sich jedes Mädchen nur wünschen kann. Auch wenn sein Background alles andere als einfach ist, so geht er dennoch seinen Weg und weiß was er will. Auch wie er sich um Gramps kümmert, hat mein Herz höher schlagen lassen.


    Auch Onkel Jonah mochte ich gern. Man merkt, dass er ein guter Pädagoge ist, denn sonst könnte er sich nicht so gut um die Mädels kümmern, wie er es tut. Ihn scheint ja kaum etwas aus der Fassung zu bringen.


    Leider ist der Roman etwas vorhersehbar, denn auch wenn das Geheimnis etwa in der Mitte des Buches gelüftet wird, war mir sehr schnell klar, was es ist. Aber manchmal braucht ein Leser eben etwas Seichteres, von daher hat es mich kaum gestört.


    Fazit: Wer Liebe, Drama und Herzschmerz liebt, der wird dieses Buch in jedem Fall mögen. Ich spreche jedenfalls gern eine Leseempfehlung aus.


    Bewertung: 8/ 10 Eulenpunkten

    Meine Meinung zum Buch:


    Titel: Einfach nur magisch...


    Der Preis des Buches hatte mich zunächst etwas abgeschreckt, aber die optische Aufmachung hat mir so gut gefallen, dass ich es doch wagte. Und was soll ich sagen? Es ist eine Wucht.


    Die Autorin hat Erlebnisse von Teenagern und jungen Erwachsenen gesammelt und daraus ansprechende Geschichten, Gedichte und Sprüche gemacht. Da wird aber auch wirklich alles angesprochen. Da kann die Mutter krank sein und das Familienleben durcheinander bringen. Da ist sie verliebt in die beste Freundin, nur darf diese davon nichts wissen.


    In allen Texten wird sehr deutlich, dass Freundschaft und Familie sehr wichtig sind und dass Mobbing, Rassismus und Co keinen Platz in unserer Gesellschaft haben.


    Ein Großteil der Geschichten hat mich so sehr berührt, dass ich beinahe Tränen in den Augen hatte, denn wie viele negative Erlebnisse der Jugendzeit hat man mitunter selbst verdrängt und kommen durch die Lektüre wieder hoch? Und dennoch gibt es auch Abschnitte wo man schmunzeln und lachen kann, wenn die Mädchen plötzlich so anders sind als vor dem Sommer und die fiesen Pickel immer genau dann am größten sind, wenn man ein wichtiges Treffen hat.


    Es fällt einem schwer in Worte zu fassen wie hier die Pubertät beschrieben wird. Eher als eine Zeit der Veränderung, etwas Beängstigendes, aber auch Schönes, aber auf keinen Fall als etwas Schlechtes.


    Die goldene Krönung sind natürlich die Illustrationen von Lisa Aisato, in denen man sich einfach nur verlieren kann. Mir war gar nicht bewusst, dass man Gefühle so intensiv in Form von Bildern ausdrücken kann. Einfach nur zauberhaft.


    Dieses Buch ist nicht nur für Teenager ab 14 Jahren und Eltern geeignet, sondern auch für jeden anderen, der in Erinnerungen an die eigene Pubertät schwelgen möchte.


    Fazit: Unfassbar schön, berührend, emotional und einfach nur zauberhaft. Von mir gibt es daher eine uneingeschränkte Leseempfehlung. Spitzenklasse!


    Bewertung: 10/ 10 Eulenpunkten

    Meine Meinung zum Buch:


    Titel: Das Finale um Sophia


    Seit "Die Schmetterlingsinsel" greife ich eigentlich automatisch zu einem neuen Roman von Frau Bomann, erst recht bei ihren Reihen.


    Dieser letzte Band spielt nun 1934 in New York und Sophias Liebesglück ist perfekt. Aber was ist mit ihren Träumen? Wird sie sich diese noch erfüllen können? Und hat der nahende Krieg in Europa auch Einfluss auf ihr Leben?


    In diesem Band hat die Autorin sich einiges vorgenommen, denn er berichtet über den Zeitraum 1934 bis 1946, mit die schwersten Jahre der Geschichte.


    Wie bereits gewohnt fungiert die Hauptakteurin als Ich- Erzähler. Ich mag diese Perspektive immer besonders gern, weil man so ganz nah dran ist an den Empfindungen und Gedanken.


    Auch in diesem Band kann Sophia kein ruhiges Leben leben, sondern auch hier wartet ein steiniger Weg auf sie. So ist mal wieder das Geld knapp, Arbeit und Studium zur selben Zeit verlangen ihr alles ab und dann ist da immer wieder die Frage: Was ist mit Louis?


    Der Schreibstil der Autorin lässt sich wie üblich angenehm wegschmökern. Man kann sich darin sehr gut verlieren.


    Das Buch selbst empfand ich an einigen Stellen etwas schwächer als seine Vorgänger, was aber vielleicht auch an der dargestellten Zeit liegen mag. Etwas mehr Tiefe hätte ich mir irgendwie schon gewünscht. Und gerade der Schluss kam dann irgendwie etwas plötzlich und hat einen überrannt.


    Fazit: Alles in allem ein solider Abschluss der Reihe, bei dem man sich mal in andere Zeiten und Orte träumen konnte. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.


    Bewertung: 8/ 10 Eulenpunkten

    ASIN/ISBN: 3746636280


    Herausgeber : Aufbau Taschenbuch; 1. Edition (8. Dezember 2020)

    Sprache: : Deutsch

    Taschenbuch : 448 Seiten

    ISBN-10 : 3746636280

    ISBN-13 : 978-3746636283

    Originaltitel : The Lost Girls of Paris


    Inhaltsangabe:


    Manhattan, 1946: Die junge Witwe Grace Healey gerät an einen Koffer mit einem Dutzend Fotografien junger Frauen, jede von ihnen auffallend attraktiv. Schon bald findet Grace heraus, dass alle zwölf Frauen während des Krieges von England ins besetzte Frankreich geschickt wurden, um die Landung der Alliierten vorzubereiten – und keine von ihnen ist zurückgekehrt. Beim Versuch, das Rätsel ihres Verbleibs zu lösen, stößt Grace auf eine tragische Geschichte von Mut, Liebe und Verrat.


    London, 1943: Die alleinerziehende Marie ist verzweifelt, weil sie nicht weiß, wie sie ihre kleine Tochter vor den Bombenangriffen der Deutschen schützen soll – zu kostspielig ist die Unterbringung des Kindes auf dem Land. Dann macht ihr der britische Militärgeheimdienst ein Angebot: Weil die männlichen Agenten im besetzten Frankreich zu schnell enttarnt werden, sollen zum ersten Mal in der Geschichte Frauen als Spione eingesetzt werden. Und zunächst scheint der Plan aufzugehen: Es gelingt Marie, ein Funkgerät zum Résistance-Netzwerk des charismatischen Vesper zu bringen. Doch schon bald wird ihr klar, dass es einen Verräter in ihren Reihen geben muss …


    Autoreninfo:


    Pam Jenoff wurde in Maryland geboren und wuchs in der Nähe von Philadelphia auf. Sie besuchte die George Washington Universität in Washington D.C. und die Cambridge University in England. Während sie ihren Master in Geschichte machte, arbeitete sie als Special Assistant bei der Army im Pentagon. 1996 wurde sie ins U.S. Konsulat in Krakau, Polen versetzt. In dieser Zeit vertiefte Pam Jenoff ihre Kenntnisse in der Polnisch-Jüdischen Geschichte und dem Holocaust. Sie schloss enge Bekanntschaften und Beziehungen zur Jüdischen Gemeinde, während sie in Ämtern arbeitete, die sich mit dem Nachlass von Auschwitzüberlebenden beschäftigte. Sie verließ den „Foreign Service“ 1998 und beendete ein Jura – Studium an der Universität von Pennsylvania. Sie arbeitete mehrere Jahre als Rechtsanwältin in einer Firma in Philadelphia und ist mittlerweile als Dozentin für Recht tätig. Sie lebt mit ihrem Mann und drei Kindern in der Nähe von Philadelphia.


    Meine Meinung:


    Titel: Die verschollenen Frauen...


    Das schöne Cover mit dem nostalgischen Foto der Brücke "Pont Alexandre III" über die Seine in Paris und den flanierenden Frauen hatte direkt meine Aufmerksamkeit und der Klappentext versprach viel.


    In der Geschichte geht es um Grace Healey, die kürzlich Witwe geworden ist und immer noch um ihren Mann Tom trauert. Eher zufällig stolpert sie über einen mysteriösen Koffer. Als sie diesen öffnet findet sie Fotos mit zwölf Frauen darauf. Wer waren sie und warum stand der Koffer herrenlos im Bahnhof? Bald beginnt sie zu recherchieren, aber kann sie das Geheimnis um die Frauen lüften?


    Das Besondere an dem Buch ist wohl, dass alle drei Handlungsstränge in den 40er Jahren spielen, sich also zeitlich nah sind und nicht wie sonst üblich, dass ein Strang in der Gegenwart spielt. So wandelt man dauerhaft in einer Zeit ohne elektronische Medien, Smartphone und Co, was ich als sehr angenehm empfand.


    Da aus der Sicht eines beobachtenden Erzählers die Handlung dem Leser nahe gebracht wird, ist man zu Beginn etwas distanziert zu den Protagonisten. Anfänglich fand ich dies etwas seltsam, aber ich gewöhnte mich schnell daran und fand auch zügig Zugang zu den einzelnen Figuren. Zudem nimmt das Erzählte mit erhöhter Seitenzahl immer mehr an Tempo und Spannung zu, so dass man zum Ende hin fast das Gefühl hat einen Agentenkrimi zu lesen.


    Gut gefallen hat mir, dass alle drei Frauen so unterschiedlich sind, dass jeder Leser jemanden findet, mit dem er sich am besten identifizieren kann.


    Mir hat am besten Marie gefallen. Sie ist ein Charakter, der im Verlauf der Handlung weit über sich hinauswächst. Merkt sie während der Ausbildung noch ihre Schwächen und vor allem ihre großen Ängste, so funktioniert sie beim Einsatz wie vorgesehen.


    Bei Grace hat mir gefallen, dass sie dem Schicksal der Frauen nachgeht, obwohl sie diese gar nicht kennt und auch keine Verpflichtungen jemand anderem gegenüber hat. Auch wenn sie diverse Steine im Weg überwinden muss, gibt sie dennoch nicht auf.


    Eleanor Trigg bleibt einem durch ihre unterkühlte Art lange fremd, aber je mehr man über sie erfährt, desto mehr platzt der Schutzkokon und man kann hinter diese Fassade blicken.


    Das Thema weibliche Agenten während des Weltkrieges war mir unbekannt, so dass mich die Lektüre nicht nur unterhalten hat, sondern ich mal wieder etwas dazu gelernt habe.


    Fazit: Unterhaltsam, spannend und emotional ergreifend. Ich kann diesen Roman nur empfehlen. Prädikat gut!


    Bewertung: 8/ 10 Eulenpunkten

    Meine Meinung zum Buch:


    Titel: Was für ein Mensch möchtest du sein?


    Der lange Buchtitel, der einem Aufruf gleichkommt, hatte mich direkt angesprochen und so wollte ich herausfinden, ob ich so open-minded bin, wie ich mich fühle oder ob es anders um mich bestellt ist. Und Überraschung: da ist noch ganz viel Luft nach oben bei mir.


    Alice Hasters schildert aus ihrer Jugend in den 90ern, in denen auch ich groß geworden bin und schnell wurde mir beim Lesen klar, wieviel anders aufgrund der äußeren Umstände unsere Jugend war, obwohl wir beide als Deutsche in Deutschland aufgewachsen sind. Alle Medien, die ich als Kind komsumiert habe, egal ob Zeitschriften, Bücher, Filme, Serien, etc. alles war weiß geprägt. In der heutigen Zeit ist das zum Glück etwas anders, aber es ist ein Unterschied, ob man sich mit dem was einem umgibt identifizieren kann oder eben nicht.


    Die aus dem Leben gegriffenen Szenen nehmen einen schon mit, denn so etwas hat man selbst nicht erlebt. Klar war man als Teenager nicht vor Mobbing geschützt, aber dies hat einen ganz anderen Stellenwert als das was die Autorin erlebt hat.


    Als Leserin, die sich als offen und tolerant empfindet, musste ich auch schnell feststellen, dass Klischees fest in meinem Kopf verankert sind. Das was die Gesellschaft einem immer wieder zeigt, dass gilt in der eigenen Wahrnehmung auch irgendwann als gesetzt. Das ist wirklich sehr schade, weil man vieles leider nicht hinterfragt, wenn man davon nicht betroffen ist.


    Als jemand, der im Dorf aufgewachsen ist und jetzt in einer Kleinstadt lebt, kann ich Begegnungen im Alltag mit BIPoC an einer Hand abzählen. Das stimmt einen schon sehr nachdenklich.


    An die gegenderte Sprache gewöhnt man sich im Übrigen mit der Zeit. Ich empfinde es nur als logisch, dass man bei einem solchen Buch und Thema das genauso macht und nicht anders.


    Ich habe dieses Buch innerhalb eines Tages regelrecht weggesuchtet und kann nur sagen, dass man es unbedingt gelesen habe sollte, da es einem die Augen öffnet bezüglich seines eigenen Verhaltens.


    Fazit: Ein wichtiges Buch, welches einen großen Mehrwert für mich hat. Bitte lest es!


    Bewertung: 10/ 10 Eulenpunkten

    ASIN/ISBN: 3746635446


    Herausgeber : Aufbau Taschenbuch; 1. Edition (8. Dezember 2020)

    Sprache: : Deutsch

    Taschenbuch : 592 Seiten

    ISBN-10 : 3746635446

    ISBN-13 : 978-3746635446


    Inhaltsangabe:


    Schleswig-Holstein, 1977: Die Liebe zwischen Gesine und dem Pferdetrainer Grigori endet jäh, als er plötzlich spurlos verschwindet. Doch eines Tages stößt Gesine auf Hinweise über seinen Verbleib, die sie nicht nur tief in die Vergangenheit ihrer Familie, sondern auch in die Abgründe europäischer Geschichte führen.

    Estland,1938: Charlotte verliebt sich Hals über Kopf in den jungen Esten Lennart. Doch ihre Eltern würden diese Verbindung niemals billigen, und so halten sie ihre Beziehung geheim. Als Charlotte ein Kind von Lennart erwartet, brechen die Wirren des Zweiten Weltkriegs über sie herein, und die Liebenden werden getrennt.


    Autoreninfo:


    Ende 1964 wurde Christine Kabus in Würzburg geboren, ging in Freiburg zur Schule und studierte in München und Heidelberg Germanistik und Geschichte. Als Regieassistentin und Dramaturgin arbeitete sie an verschiedenen Theatern, bevor sie1996 nach München und in die Film- und Fernsehbranche wechselte. 2003 machte sie sich als Drehbuchautorin selbstständig und schrieb für diverse Fernsehserien, bevor sie sich 2011 an ihren ersten Roman wagte.


    Meine Meinung:


    Titel: Eine Reise nach Estland...


    Da mich die Autorin bereits mit ihren Norwegen- Romanen begeistern konnte, musste ich einfach zu diesem Buch greifen und ich war begeistert.


    Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen. Zum Einen wandeln wir kurz vor und während des zweiten Weltkrieges in Estland, zum Anderen in Deutschland der 70er Jahre. Während 1938 die wohlbehütete Charlotte ihr Leben unter den strengen Augen ihrer Mutter fristet, hat Gesine 1977 schon mehr Freiheiten. Doch eines verbindet die beiden Frauenschicksale: ein Mann wird ihr Leben für immer verändern. Zum Guten oder zum Bösen?


    Da ich über Estland noch so gar nichts wusste, hat mich dieser Abschnitt ganz besonders fesseln können. Die geschichtlichen Hintergründe haben bei mir für zahlreiche Aha- Momente gesorgt.


    Charlotte ist so eine liebenswerte Figur und dennoch muss sie so viel durchmachen. Ihr Schicksal hat mich tief getroffen und oft zu Tränen gerührt. Wieviel kann ein Mensch aushalten, bevor er daran zerbricht? Ich mochte ihre Stärke und dass sie trotz allem für ihre Liebsten da ist.


    Gesine ist nicht auf den Mund gefallen. Ihre Jugend war meiner nicht unähnlich, auch wenn ich einige Jahre später geboren bin. Ich fand es so schön, dass sie nach den Wurzeln der Familie gesucht hat. Das Alltägliche der Familie hat einen an die eigene Kindheit und viele tolle Erlebnisse denken lassen. Ohne Internet kam man eben auch klar.


    Die Nebenfiguren wie Grigori, Lennart, Onkel Julius und wie sie alle heißen sind ebenfalls gut gezeichnet, so dass jeder interessierte Leser eine Figur finden wird, mit der er sich identifizieren kann. Mein Lieblingsnebendarsteller war ganz klar Opa Paul. Wie er für seine Enkelin da ist und ihr beisteht, das hat mir sehr imponiert.


    Ich liebe Romane, die mich gut unterhalten und mich weiterbilden, was hier zu hundert Prozent stattgefunden hat.


    Fazit: Hiermit kann man sich in eine andere Zeit und in ein anderes Land wegträumen. Unterhaltsam und berührend, weshalb ich eine klare Leseempfehlung ausspreche. Klasse!


    Bewertung: 10/ 10 Eulenpunkten

    ASIN/ISBN: 3649635240


    Herausgeber : Coppenrath; 1. Edition (1. Juli 2020)

    Sprache: : Deutsch

    Gebundene Ausgabe : 32 Seiten

    ISBN-10 : 3649635240

    ISBN-13 : 978-3649635246

    Lesealter : 3 - 5 Jahre


    Inhaltsangabe:


    Der Grolltroll hat nur ein Ziel: Er will das große Seifenkistenrennen unbedingt gewinnen! Zum Glück hat er sich für seine Seifenkiste ein besonderes Gimmick ausgedacht, und damit gelingt es ihm tatsächlich, das Feld von hinten zu überholen. Der Vogel erschreckt sich so sehr, dass er gegen die Leitplanke prallt! Der Igel fährt gegen einen Stein, die Maus verreißt ihr Lenkrad und der Hase kann nicht mehr bremsen. Jetzt hat der Grolltroll leichtes Spiel und rollt als Erster durchs Ziel. Gewonnen!!! Aber ist es wirklich so schön, Erster zu sein, wenn die Freunde auf der Strecke bleiben?


    Autoreninfo:


    Das Kreativ-Duo Stephanie Maria Gerharz und Dr. Michael Gerharz aus Köln entwickelt unter ihrem Label aprilkind Kuscheltiere und Geschichten für Kinder auf der ganzen Welt und hat unter anderem die Schlafmützen und die Twonster erfunden. Von ihnen stammt die Idee und das Konzept zum Grolltroll.


    Bücher schreiben wollte Barbara van den Speulhof schon immer. Spätestens seit sie lesen konnte. Gedauert hat es trotzdem viele Jahre, bis ihr erstes Kinderbuch erschien. Zuvor arbeitete sie u.a. in einem Kinderbuchverlag und produzierte ausführend Hörbücher und Hörspiele.


    Stephan Pricken wurde 1972 in Moers geboren. Nach einem eher kurzen Maschinenbaustudium und einem schon etwas längeren Architekturstudium studierte er Grundschullehramt mit dem Schwerpunkt Kunst an der Kunstakademie Münster. Dieses Studium beendete er, viel zu spät, mit dem ersten Staatsexamen, um dann zusätzlich Grafik-Design an der Fachhochschule Münster zu studieren ... Danach gründete er mit ein paar Kollegen die Ateliergemeinschaft Hafenstraße 64. Dort arbeitet er seit 2004 als freiberuflicher Illustrator. Mit seiner Frau und seinem Sohn wohnt er in Münster. Ein weiteres Studium ist nicht geplant.


    Meine Meinung:


    Titel: Freunde zählen am meisten...


    Nun geht der liebe Grolltroll bereits in die dritte Runde und wir waren ganz gespannt, was uns dieses Mal erwarten würde.


    In dieser Geschichte träumt der Grolltroll davon Erster zu sein, da dies das Einzige sei, was einen glücklich macht. Aber ist dem wirklich so?


    Besonders hervorheben muss ich wieder einmal die wunderbaren Bilder von Stephan Pricken, die nicht nur die Geschichte perfekt unterstreichen, sondern auch zum Wegträumen einladen. So gibt es zu dem Grolltroll und seinen Freunden wieder reichlich zu entdecken.


    Ich mochte, dass man dem älter gewordenen Grolltroll anmerkt, dass er zwar immer noch sauer werden kann, seine Emotionen aber schon deutlich besser im Griff hat. Immer mehr spürt er, was wirklich wichtig ist im Leben. Und so wird ihm auch ganz schnell klar, dass nicht Sieg und Ehre das Wichtigste sind, sondern dass die Liebsten und Freunde mit einem zusammen glücklich sind.


    In einer so rasanten Welt wie dieser voller Verlockungen auf Bildschirmen, sorgt das Buch für Erdung der Kleinsten und dass sie sich auch mal mit etwas anderem beschäftigen und ganz nebenbei Werte mitbekommen.


    Die kleine Geschichte eigenet sich hervorragend zum Vorlesen, aber auch für Erstleser. Die Texte sind kurz gehalten und die tollen Illustrationen sorgen dafür, dass auch eher unwillige Leser am Ball bleiben, weil sie von der Farbenpracht verzaubert werden.


    Das Buch kommt als stabiles Hardcover mit dicken Seiten daher, so dass kleine Kinderhände die Seiten gut und oft umblättern können, ohne dass diese direkt kaputt gehen. So hat man lange Freude daran.


    Fazit: Tolle Fortsetzung, die den Vorgängern in nichts nachsteht. Klare Kauf- und Leseempfehlung!


    Bewertung: 10/ 10 Eulenpunkten

    ASIN/ISBN: 3404183053


    Herausgeber : Lübbe; 1. Aufl. 2020 Edition (21. Dezember 2020)

    Sprache: : Deutsch

    Taschenbuch : 320 Seiten

    ISBN-10 : 3404183053

    ISBN-13 : 978-3404183050

    Lesealter : 16 Jahre und älter


    Inhaltsangabe:


    Damián Alvarez feiert als Pferdeflüsterer international große Erfolge und hat viele Groupies. Dass er auch einen erwachsenen Sohn hat, erfährt er erst wenige Tage, bevor dieser sich das Leben nimmt. Geschockt zieht er sich auf das Familienanwesen in Andalusien zurück. Als Linda Grünfelder, die Therapeutin seines Sohnes, ihn überraschend aufsucht, gibt er zunächst ihr die Schuld. Doch etwas zieht ihn immer wieder zu ihr hin. Wird ausgerechnet sie es sein, die seine Schale knackt?


    Autoreninfo:


    Nora Welling lebt mit ihrem Ehemann, zwei Töchtern, Hund, Katzen, Meerschweinchen und zahlreichen Staubmäusen im Umland von München. Sie liebt romantische Geschichten und das Reisen. Nach dem Abitur in England studierte sie Kommunikation und arbeitete in der Pressestelle eines Filmrechtevermarkters. Als Teil eines Autoren-Duos standen mehrere ihrer Liebesromane auf den Bestsellerlisten.


    Meine Meinung:


    Titel: Liebe auf den zweiten Blick...


    Manchmal muss es etwas für das Herz sein, weshalb ich zu diesem Roman gegriffen habe. Und ich wurde nicht enttäuscht, denn ich bekam mehr als ich erwartet hatte.


    Linda ist Therapeutin und muss den schwersten Weg ihres Lebens gehen: einem Vater vom Tod seines unbekannten Sohnes berichten. Doch in Andalusien angekommen, stößt sie zunächst nur auf Abwehr. Kann sie die harte Schale von Damian knacken oder wird sie unverrichteter Dinge wieder heimkehren müssen?


    Ein Gut voller Pferde und ein Mann, der mit diesen zauberhaften Wesen zu sprechen vermag, es gibt denke ich kein schöneres Setting für eine Liebesgeschichte.


    Damian wirkt zu Beginn recht arrogant und abweisend, aber bei ihm spürt man sofort, dass seine raue Art nur als Schutz dient. Es hat sich sehr angenehm lesen lassen wie er langsam vom Grobian zum zärtlichen Liebhaber wird.


    Mit Linda hatte ich leider zu Beginn so meine Schwierigkeiten, weil sie so voller Widersprüchlichkeiten war. Sie strebt nach Perfektionismus, ist aber kein Stück perfekt, sondern eher chaotisch unterwegs. Erst mit der Zeit erschloss sich mir, was mit ihr los ist und wie sie wirklich ist. Nachdem ich dann endlich mit ihr warm geworden war, habe ich ihr Verhalten komplett nachvollziehen können und sie verstanden. Manchmal täuscht eben auch der erste Eindruck.


    Auch wenn der Fokus auf den beiden liegt, die sich ineinander verlieben, so waren auch die Nebenfiguren gut gezeichnet. Mir persönlich hat vor allem Nuria gefallen mit ihrer Hilfsbereitschaft und ihrem stets offenem Ohr.


    Ich mochte, dass alle Figuren Ecken und Kanten haben und deren Leben nicht immer einfach war. So fällt es einem leichter sich mit ihnen zu identifizieren.


    Sowohl die Liebesgeschichte als auch die erotischen Szenen sind nie kitschig oder unglaubwürdig dargestellt, sondern genau richtig.


    Fazit: Ein überzeugender erster Band einer Reihe, die ich gern weiter verfolge. Die perfekte Liebesgeschichte für Zwischendurch. Gerade in den aktuell recht einsamen Zeiten ideal.


    Bewertung: 8/ 10 Eulenpunkten

    ASIN/ISBN: 3746637074


    Herausgeber : Aufbau Taschenbuch; 1. Edition (8. Dezember 2020)

    Sprache: : Deutsch

    Taschenbuch : 352 Seiten

    ISBN-10 : 3746637074

    ISBN-13 : 978-3746637075


    Inhaltsangabe:


    München, August 1945. Der Krieg ist zu Ende, die Stadt versinkt im Chaos. Die Reporterin Billa Löwenfeld, eine aus dem Exil zurückgekehrte Jüdin, soll den Kriegsheimkehrer Viktor von Dietlitz interviewen – und findet ihn erschossen auf. Der junge und noch unerfahrene Ermittler Emil Graf soll den vermeintlichen Routinefall aufklären. Schon bald geschehen zwei weitere Morde nach demselben Muster. Und Emil findet heraus, dass ausgerechnet Billa die gesuchte Verbindung zwischen den drei Opfern sein könnte …


    Autoreninfo:


    Geboren und aufgewachsen im romantischen Mittelrheintal kam Heidi Rehn zum Studium nach München. Und blieb aus Liebe dort hängen, auch wenn ihr der Blick auf den Rhein und überhaupt einen vernünftigen Fluss sehr abgeht. Sie arbeitete als Dozentin an der Uni, PR-Beraterin in einer Agentur, freie Journalistin und Texterin. Pünktlich zur Jahrtausendwende erschien ihr erster Roman. Mit dem „Haus der schönen Dinge“ (Knaur 2017) über eine fiktive jüdische Kauf- und Warenhausdynastie zwischen Kaiserzeit und Reichspogromnacht gelang ihr der Sprung auf die Bestsellerliste. 2014 erhielt sie den „Goldenen Homer“ für den besten historischen Gesellschafts- und Beziehungsroman.


    Meine Meinung:


    Titel: Gelungener Startband einer Krimireihe...


    Frau Rehn konnte mich bereits mit zahlreichen Büchern begeistern, einen Krimi hatte ich bis dato noch nicht von ihr gelesen. Gespannt begann ich zu lesen, um mich im Nachkriegs-München wiederzufinden.


    Nach dem überstandenen Krieg herrschen immer noch Unruhen in München. Als Kriegsheimkehrer auf seltsame Weise sterben, soll der junge Ermittler Emil Graf diese Fälle untersuchen. Als Zeugin stolpert ihm die amerikanische Reporterin Billa in den Weg. Was steckt hinter den Fällen? Und warum verliert Emil beinahe immer seine Sprache, wenn Billa in seiner Gegenwart ist?


    Richtig gut gelungen ist, dass man sich das zerstörte München bildlich vorstellen kann. Jeder hat die schrecklichen Taten an Menschen im Kopf, wenn er an Krieg denkt, nie aber die zerstörten Häuser und Kulturgüter. Man wandelt regeltrecht durch die Häuserschluchten mit einer Gänsehaut.


    Sehr interessant fand ich es mal über eine amerikanisch besetzte Zone zu lesen und auch über das Schicksal von Displaced Persons mehr zu erfahren.


    Der Fall an sich weist genug Puzzleteile auf, dass man als Leser gern miträtselt, was eigentlich dahinter steckt. Es gibt zahlreiche Überraschungen und man tappt des Öfteren im Dunkeln.


    Emil Graf ist einfach ein Schatz als Hauptfigur. Seine schüchterne Art hat mir sehr gefallen. Und dennoch weiß er sich durchzusetzen, kann er als Ermittler doch auch Erfolge verzeichnen.


    Billa Löwenfeld ist das genaue Gegenteil zu Emil. Mit ihr konnte ich mich gut identifizieren, weil sie sehr temperamentvoll ist und auch mal über die Stränge schlägt. Ich mochte, dass sie sich um andere kümmert und nicht nachgibt, wenn sie etwas herausfinden möchte.


    Das Knistern zwischen Emil und Billa ist immer mal wieder zu spüren, steht aber nie im Fokus, so dass keiner Angst haben muss, dass es irgendwann kitschig wird. Es ist die perfekte Dosis Liebe in rauen Zeiten.


    Die Auflösung des Falls habe ich lange nicht erahnt und fand sie schlüssig und nachvollziehbar.


    Fazit: Ein guter erster Band, der zu begeistern weiß. Ich freue mich jetzt schon auf mehr Stoff von den Beiden. Unbedingt lesen!


    Bewertung: 10/ 10 Eulenpunkten

    ASIN/ISBN: 3649630109


    Herausgeber : Coppenrath; 1. Edition (28. August 2020)

    Sprache: : Deutsch

    Gebundene Ausgabe : 200 Seiten

    ISBN-10 : 3649630109

    ISBN-13 : 978-3649630104

    Lesealter : 9 - 11 Jahre


    Inhaltsangabe:


    Dieses Buch enthält Graf Draculas ziemlich wahre Memoiren. Und es kommen jede Menge abscheuliche Kreaturen darin vor. Riesenhafte Yetis, hinterlistige Werwölfe, schleimige Fischmonster … Lies es besser nicht! Du könntest Dinge erfahren, die du bisher nicht über Monster wusstest. Haarsträubende Dinge, die diese Ungeheuer freundlich, ja geradezu menschlich erscheinen lassen. Also, hör auf meinen Rat, du hast nur diese eine Chance: Leg das Buch schnell weg und geh weiter, bevor du in seine Fänge gerätst! Hochachtungsvoll Van Helsing


    Autoreninfo:


    Geboren 1966 in Frankfurt/Main ist er mittlerweile wohnhaft in Sulzbach am Taunus, wo er seine Zeit mit dem Schreiben von Kinderbüchern und Romanen verbringt. SeineThemen stammen meist direkt aus dem Leben - Liebe, Freundschaft, Lust, Frust, immer gespickt mit einer Menge Humor, denn Lesen soll schließlich Spaß machen.


    Meine Meinung:


    Titel: Gruseln mal anders...


    Da ich bereits so viel Gutes über dieses Buch gehört habe, wollte ich auch selbst in den Genuss kommen, auch wenn ich mit Ü30 nicht unbedingt der Zielgruppe angehöre. Und ich muss sagen, dass mich dieses Buch wirklich sehr begeistern konnte.


    Graf Dracula ist nun mittlerweile 589 Jahre alt und soll nun das erste Mal für zwei Tage auf seine Enkel aufpassen. Er hat vor nichts Angst, davor aber schon. Wie wird er die Zeit mit seinen Enkeln verleben? Werden es alle überleben?


    Als Leser hat man das Gefühl gemeinsam mit den Enkeln Rhesus, Globinchen und Vira vor den Füßen Vlads zu hocken und seinen spannenden Geschichten zu lauschen. In diesen lernen wir einige seiner Monsterfreunde kennen und er räumt endlich mal mit Vorurteilen auf. Sind Werwölfe wirklich böse? Kann ein Fisch ohne Wasser leben? Und gibt es Yeti wirklich?


    Mir gefällt, dass man das Buch sowohl an einem Stück, als auch jede Geschichte einzeln lesen kann. Zudem eignet es sich hervorragend zum Vor- und Selberlesen.


    Im spielerischen Tonfall werden ganz nebenbei Themen wie Freundschaft, der Umgang mit Geschwistern, Ängste und vieles mehr behandelt. Auch den handysüchtigen Teenager gibt es.


    Das Besondere an dem Buch sind gewiss auch die unglaublich tollen Illustrationen von Wiebke Rauers, die die Geschichten perfekt unterstreichen und den Unterhaltungswert steigern. So kann man sich das Erzählte noch besser vorstellen.


    Vlads Memoiren kommen als stabiles Hardcover mit dicken Seiten daher, so dass auch häufiges Blättern kein Problem sind.


    Fazit: Ein tolles Buch für jung und alt. Da macht Lesen so richtig Spaß. Klasse!


    Bewertung: 10/ 10 Eulenpunkten

    ASIN/ISBN: 3492055524


    Herausgeber : Piper (12. November 2012)

    Sprache: : Deutsch

    Gebundene Ausgabe : 64 Seiten

    ISBN-10 : 3492055524

    ISBN-13 : 978-3492055529

    Inhaltsangabe:

    Es ist nur ein merkwürdiges Detail auf einem Holbein-Gemälde, aber es ist der Auslöser. Beim viel zu üppigen Weihnachtsessen seiner Mutter fällt es Carl Tohrberg wieder ein, und er begreift … Ein Berliner Bäcker liebt eine japanische Geigerin und beschließt, es ihr mit der schönsten Torte der Welt zu sagen … Der pensionierte Richter Seybold lernt die andere Seite des Gesetzes kennen …



    Autoreninfo:

    Der Spiegel nannte Ferdinand von Schirach einen "großartigen Erzähler", die New York Times einen "außergewöhnlichen Stilisten", der Independent verglich ihn mit Kafka und Kleist, der Daily Telegraph schrieb, er sei »eine der markantesten Stimmen der europäischen Literatur«. Die Erzählungsbände "Verbrechen", "Schuld" und "Strafe" sowie die Romane "Der Fall Collini" und "Tabu" wurden zu millionenfach verkauften internationalen Bestsellern. Sie erschienen in mehr als vierzig Ländern. Sein Theaterstück "Terror" zählt zu den weltweit erfolgreichsten Dramen unserer Zeit. Ferdinand von Schirach wurde vielfach mit Literaturpreisen ausgezeichnet. Er lebt in Berlin.



    Meine Meinung:

    Titel: Nicht nur an Weihnachten lesbar...


    Eher zufällig bin ich in der Stadtbibliothek über dieses Büchlein gestolpert und ich muss sagen, dass der Titel der Taschenbuchausgabe "Carl Tohrberg: Drei Stories" passender ist, da man den Inhalt das ganze Jahr über lesen kann und nicht nur über Weihnachten.

    Auch bei diesen drei Geschichten begeisterte mich in erster Linie der nüchterne und klare Schreibstil des Autors, denn völlig emotionslos werden Fakten geschildert, die beim Lesen eben doch Emotionen auslösen.

    Ich mochte vor allem, dass jede Story für sich harmlos und gemächlich beginnt und dann mit einem Kracher, der immer überrascht, endet.

    Das Besondere ist sicher auch, dass man bei den Tätern stets Mitgefühl und Verständnis empfindet.

    Wenn auch etwas kurz geraten, so habe ich mich doch hier gut unterhalten gefühlt.

    Es bleibt zu hoffen, dass die eigenen Verwandten beim nächsten gemeinsamen Essen einem wohl gesonnen sind.

    Fazit: Kurz aber gut. Lesenswert wie alles von diesem Autor. Gönnt es euch.

    Bewertung: 10/ 10 Eulenpunkten

    ASIN/ISBN: 3499005638


    ISBN-10 : 3499005638

    ISBN-13 : 978-3499005633

    Taschenbuch : 240 Seiten

    Abmessungen : 15.2 x 2 x 21.8 cm

    Herausgeber : Rowohlt Taschenbuch; 1. Edition (1. Dezember 2020)

    Sprache: : Deutsch

    Inhaltsangabe:

    Loslassen und Aufbrechen. Das ist die Herausforderung vor der wir stehen, wenn unser Leben allmählich in die Jahre kommt. "Es wird Zeit - Das Tagebuch zum Klagen, Lachen, Klügerwerden" von Bestsellerautorin Ildikó von Kürthy ist eine Reisebegleitung für Frauen in Aufbruchstimmung. Für mutige und ehrliche Frauen, die in der Lebensmitte Bilanz ziehen, die Abschied nehmen müssen von liebgewonnenen Menschen, liebgewordenen Gewohnheiten und vertrauten Vorstellungen. Das Buch schenkt normal-verzweifelten, normal-unperfekten, normal-neurotischen Frauen einen Heimathafen. Es ist ein Ort der Freundschaft und Inspiration, mit wunderschön gestalteten und illustrierten Zitaten, bewegenden, lustigen und zweifelnden Texten der Autorin. Und es ist ein behüteter Raum für die Notizen, Gedanken und Geschichten der Leserinnen. Zum Loslassen und Aufbrechen.



    Autoreninfo:

    Ildikó von Kürthy ist Rheinländerin, Mutter von zwei Söhnen, Journalistin und Kolumnistin bei der Brigitte. Sie lebt mit ihrem Mann und den Kindern in Hamburg, und besonders an Karneval hat sie schlimme Sehnsucht nach ihrer alten Heimat. Ildikó von Kürthys Romane wurden mehr als sechs Millionen Mal gekauft und in 21 Sprachen übersetzt. Sie ist eine der meistgelesenen deutschen Schriftstellerinnen, ihr erster Roman "Mondscheintarif" wurde fürs Kino verfilmt, und auch ihre Sachbücher, "Unter dem Herzen", "Neuland" und "Hilde" waren allesamt Bestseller. Zuletzt erschien ihr Roman und Nummer-1-Bestseller "Es wird Zeit".



    Meine Meinung:

    Titel: Auf den Spuren zu sich selbst...

    Bei speziellen Projekten bin ich meist etwas voreingenommen, hier bin ich jedoch unglaublich froh, dass ich es gewagt und mich drauf eingelassen habe.

    Bei dem vorliegenden Buch handelt es sich wohl um das schönste Tagebuchexemplar, welches ich jemals in den Händen hielt. Es gibt zwei Lesebändchen in hellblau und magenta und die Seiten sind allesamt wundervoll illustriert. Der Außeneinband ist in Leinenoptik und sieht sehr wertig aus. Es ist daher irreführend, dass es als Taschenbuch geführt wird, denn das ist es nicht.

    Zwischen den Seiten, die man selbst beschreiben kann, gibt es zum einen Sprücheseiten mit tollen Grafiken, zum anderen Texte der Autorin, die aufmuntern und nachdenklich stimmen.

    Es ist nicht einfach nur ein Tagebuch, denn man schreibt nicht nur selbst, sondern wird auch medial aktiv tätig. Zum Buch gibt es einen Podcast und eine Webseite der Autorin, so dass man auch zwischen dem Schreiben besondere Unterhaltung erfährt.


    In meinen Augen wird man lange von dem Buch etwas haben, da viel Platz für mindestens ein Jahr Gedanken drin ist.


    Besonders gefallen haben mir die diversen Einladungen zu Gedankenausflügen am Sonntag mit Themen wie: Erziehung, das Verhältnis zu den Eltern und ähnlichem.


    Wenn man seine Gedanken aufschreibt und dadurch etwas Abstand zu ihnen gewinnt, dann hat man gewiss seine Gefühle auch besser im Griff. Da kann man dann gegebenenfalls den Ärger im Schreiben kanalisieren, muss aber nicht seine Umwelt und sich selbst ärgern.

    In meinen Augen richtet sich das Buch eher an das weibliche Geschlecht.



    Fazit: Ein besonderes Büchlein, was perfekt zum Verschenken ist. Von mir gibt es daher eine klare Kaufempfehlung!


    Bewertung: 10/ 10 Eulenpunkten

    Meine Meinung zum Buch:


    Titel: Wenn ein kleiner Fehler dein Leben zerstört...


    Seitdem mich "Die Vergessenen" so begeistern konnte, habe ich jeden Roman der Autorin gelesen und so wollte ich mir auch diesen nicht entgehen lassen.


    In der Geschichte geht es um Karin, die gerade erst ihren Mann verloren hat und seitdem im Leben nicht mehr zurechtkommt. Immer wieder plagen sie Albträume. Als dann noch eine ihrer Töchter anfängt in ihrer Vergangenheit zu graben, gerät Karins Leben völlig aus den Fugen. Wird die Vergangenheit sie einholen?


    Gut gefallen hat mir wieder, dass die Handlung auf zwei Zeitebenen spielt, denn mal wandeln wir gemeinsam mit Karin in den 50ern und mal sind wir in der Gegenwart. Die Kapitel drehen sich um die vier Frauen: Karin als Mutter und ihren drei Töchtern Geli, Imke und Anne.


    Dieses Mal hat sich Frau Sandberg aber ungemein seltsame Protagonisten einfallen lassen, bei denen ich ungemein Schwierigkeiten hatte sie zu mögen und auch zu verstehen.


    Mutter Karin mit ihrer harschen und kalten Art möchte man regelrecht schütteln. Erst im Verlauf der Handlung wird klar warum sie so ist wie sie ist. Ihre Geschichte hat mich tief berührt, denn so eine Behandlung hat wirklich niemand verdient.


    Von den Töchtern war mir natürlich Imke die Liebste, da sie sich um alle kümmert und beinahe selbstlos handelt, um das Familienleben wieder zu kitten. Die anderen beiden, allen voran Anne sind nur an sich interessiert und schrecken auch vor Intrigen nicht zurück, um an ihre Ziele zu kommen. Ganz besonders schlimm empfand ich Anne, die scheinbar so voller Selbstzweifel ist, dass sie jedem in ihrer Umgebung das Leben schwer macht. Ich kann nicht begreifen wie man nicht mal der eigenen Familie etwas gönnt.


    Gelungen ist mal wieder, dass die Spannung von Seite zu Seite steigt und erst ganz am Ende klar ist, was denn nun wirklich passiert ist. Ich mochte, dass man als Leser fleißig miträtseln kann.


    Fazit: Spannende Unterhaltung mit einem krassen Thema über das ich bis dato noch nichts wusste. Klare Leseempfehlung!


    Bewertung: 8/ 10 Eulenpunkten

    Meine Meinung zum Buch:


    Titel: Landleben mal anders...


    Auf Empfehlung habe ich diesen Roman begonnen, denn zuvor hatte ich von der Autorin weder etwas gehört noch gelesen.


    In der Geschichte geht es um ein Dorf in den Bergen, was recht abseits der Zivilisation ist. Hier leben bereits einige Frauen nur für sich und müssen alles alleine machen. Als Franzi eines Mittags "gestört" wird, kommt den Frauen die Idee einfach nicht mehr alleine zu essen. Diese Idee bringt einiges ins Rollen. Wie weit wird das Dorfleben verändert?


    Da ich selbst auf dem Dorf groß geworden bin, empfand ich die dargestellte Gemeinschaft als sehr realistisch. Man kennt alle anderen vom Sehen, möchte aber hauptsächlich in Ruhe gelassen werden. Jeder macht sein Ding für sich.


    Bei Franzi hat man richtig gespürt, wie sie durch die Idee nochmal so richtig aufblüht und wieder Tatendrang hat. Ich mochte wie sie und die anderen Frauen ihre Rezepte verglichen und dadurch noch Neues dazu gelernt haben. Selbstversorgung wird ja wieder ein Trend und den beherrschen die alten Damen.


    Die Figur der Geflüchteten Esma mochte ich , weil durch sie aufgezeigt wird, dass solche Menschen eine Bereicherung für einen Ort sein können. Oft wird das Fremde als Bedrohung wahrgenommen, doch das muss nicht sein.


    Sabrina als junge Frau, die wieder nach Hause zurückkehrt hat einiges durchmachen müssen, weshalb es ungemein glaubhaft schien, dass sie zu ihren Wurzeln zurückkehrt. Mit ihr konnte ich mich am meisten identifizieren, da ich als junges Mädel auch eine kleine Rebellin war.


    Der Roman ist kein Pageturner, sondern kommt eher mit leisen Tönen und den wahren Geschichten zwischen den Zeilen. Man muss also recht aufmerksam lesen, um Details mitzubekommen.


    Den kursiven Part in der Vergangenheit habe ich erst zum Schluss so richtig verstanden. Das Glossar half sehr beim Verstehen des Dialektes


    Fazit: Unaufgeregter Roman, der mich nachdenklich gestimmt hat. Gern spreche ich eine Empfehlung aus. Ideal um zwischendurch mal abzuschalten


    Bewertung: 8/ 10 Eulenpunkten

    ASIN/ISBN: 3446267980


    Broschiert : 160 Seiten

    ISBN-13 : 978-3446267985

    Abmessungen : 13.8 x 1.5 x 21 cm

    ISBN-10 : 3446267980

    Herausgeber : hanserblau; 3. Edition (17. August 2020)

    Sprache: : Deutsch


    Inhaltsangabe:


    Wann ist ein Mann ein Mann? In der Ära von Trump, #MeToo und Attentätern wie in Halle oder Hanau ist Männlichkeit kein positiver Begriff mehr. Der Aktivist JJ Bola sucht Auswege aus der Krise. Dabei betrachtet er Einflüsse aus nichtwestlichen Traditionen, aus Popkultur und der LGBTQ+-Community und zeigt, wie vielfältig Männlichkeit sein kann. JJ Bola lädt in versöhnlichem Ton ein zum Gespräch zwischen verhärteten Fronten. Denn erst wenn sich auch die Männer und der Begriff von Männlichkeit verändern, wird es echte Geschlechtergerechtigkeit geben.


    Autoreninfo:


    JJ Bola, geboren in Kinshasa im Kongo, ist Autor und Aktivist. Im Alter von sechs Jahren flüchtete er dank der diplomatischen Verbindungen seines Großvaters mit seiner Familie. Er wuchs in London in einer Brennpunkt-Siedlung auf. Nach seinem Master in Kreativem Schreiben an der Birkbeck University arbeitete er einige Jahre als Sozialarbeiter mit Jugendlichen mit psychischen Problemen. Bola engagiert sich weltweit zu Rassismus, Migrationserfahrungen und Männlichkeit. Er veröffentlichte drei Gedichtbände und einen Roman.


    Meine Meinung:


    Titel: So augenöffnend...


    Ich habe mich schon sehr oft mit den Rechten der Frau, Feminismus, Gleichberechtigung und ähnlichem beschäftigt, aber noch nie wie es eigentlich bei den Männern aussieht. Als ich dann über dieses Buch stolperte, mit der sehr dominanten Aussage "Sei kein Mann", war meine Neugier ungemein groß. Was ich bekam war so viel mehr als ich erwartet hatte.


    In diesem besonderen Sachbuch thematisiert Herr Bola wie Männer in unserer Gesellschaft und auch in anderen Kulturen erzogen werden. Was dürfen sie? Was dürfen Jungs auf keinen Fall machen, um nicht als Weichei zu gelten?


    Da ich kein Mann bin, war mir vor dieser Lektüre gar nicht bewusst, dass viele Eigenarten und Eigenschaften des männlichen Geschlechts anerzogen sind von der Familie, in der er groß wird. Und wenn man beim Lesen selbst in sich hineinhorcht, dann merkt man auch schnell, dass man selbst auch die bekannten Klischees schlichtweg erwartet.


    Besonders fand ich, dass der Autor absolut Recht damit hat, dass Feminismus nicht nur für Frauen ist, sondern auch für Männer eine gerechtere Welt schafft. Nur wenn Frauen gleichberechtigt sind, dann fällt auch der Druck von den Männern ab.


    Spannend fand ich zum Schluss auch die zehn Handlungsanweisungen, damit eine Abkehr vom heutigen Bild des Mannes überhaupt denkbar ist.


    Die erwähnten Studien zu Themen wie Gewalt, Suizid und ähnlichem war ungemein interessant.


    Etwas zu kämpfen hatte ich mit den Begrifflichkeiten, da der Autor doch recht häufig Fremdwörter benutzt, die ich für ein besseres Verständnis nachgeschlagen habe und dann war der Lesefluss etwas gestört.


    Auch wenn dieses Sachbuch nicht so seitenstark ist, hatte es für mich einen immensen Mehrwert, da es mir die Augen geöffnet hat.


    Fazit: Hier lernt man noch was und kann vielleicht die Welt der Männer etwas besser verstehen. Klare Leseempfehlung. Klasse!


    Bewertung: 8/ 10 Eulenpunkten

    Meine Meinung zum Buch:

    Titel: Das komplizierte Leben der Jugend...


    Auf das Erscheinen dieses Buches hatte ich so sehnsüchtig gewartet, weil es mir bereits in der Verlagsvorschau positiv auffiel. Gespannt begann ich zu lesen.


    In der Geschichte geht es um Paola, die eigentlich alles hat um zufrieden im Leben zu sein: ihre Eltern sind reich, sie leben in einer Villa, Haushalt, Garten und Co werden von Angestellten bewirtschaftet, sie ist gesund und dennoch ist Paola nicht glücklich. Bewusst sucht sie Kontakt zur anderen Seite ihrer Welt. Wird sie im Ghetto der Stadt Antworten finden?


    Paola fungiert als Ich- Erzählerin und ihre Gedankensprünge und Fantasien machten es beim Lesen nicht immer leicht ihr folgen zu können. Die Art ihrer Erzählweise erschien mir aber dennoch unheimlich authentisch, da gerade jungen Menschen in der Pubertät so viel durch den Kopf geht und es da auch schwer fällt alles zu verarbeiten und zu verstehen. Bedrückt hat mich bei ihr die Härte gegen sich selbst, denn es gehört schon einiges dazu, wenn man sich selbst dauerhaft als hässlich und ungeliebt wahrnimmt. Allerdings gehe ich davon aus, dass es vielen Mädchen ihrer Altersgruppe so geht.


    An ihrem Bruder Richi mochte ich vor allem, dass er trotz seiner körperlichen Einschränkungen versucht seiner Schwester beizustehen. Ich fand gut, dass er sich nicht alles gefallen lässt, seine Bockanfälle hatten fast schon etwas Witziges. Zudem hat mir zugesagt, dass seine Behinderung als völlig normal und eher nebensächlich dargestellt wird und nicht dass der Fokus darauf liegt, denn seine Fähigkeiten machen ihn ja als Person aus und nicht seine Einschränkungen.


    Das dargestellte Familienleben zeigt deutlich, dass Geld allein nicht glücklich macht. Jeder in der Familie hat sein Päckchen zu tragen, obwohl man eigentlich glauben würde, dass solche Leute gar keine Probleme haben.


    Meine absolute Lieblingsfigur war Nanny Nina. Ihre Art die Welt zu sehen und Verschwendung in jedem Fall zu vermeiden, fand ich klasse. Auch wenn es erscheint als wäre sie aus einem früheren Jahrhundert gefallen, ist ihre Sichtweise eigentlich modern, da Zero Waste und Umweltbewusstsein gerade im Trend liegen. In meiner DDR- Kindheit wurde es genauso gemacht, wie sie es praktiziert.

    Die eingewobene, zarte Liebesgeschichte hatte ihren Reiz. Gegensätze ziehen sich bekanntlich an.


    Sprachlich empfand ich den Roman als sehr angenehm. Es gab so viele tolle Sätze und Formulierungen, die man sich notieren musste und als Lebensweisheit im Alltag verteilen könnte.



    Das Ende kam für mich persönlich etwas plötzlich. Mir hätte es gefallen, wenn die Autorin noch das Leben nach dem Ereignis etwas beleuchtet hätte. Dies bleibt nun der Fantasie des Lesers überlassen.


    Fazit: Keine leichte Kost, die für mich dann aber doch einen gewissen Reiz ausgeübt hat. Wer es speziell mag, wird dieses Buch lieben. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

    Bewertung: 8/ 10 Eulenpunkten

    ASIN/ISBN: 3737358079


    Originaltitel : Breathless

    Broschiert : 400 Seiten

    ISBN-10 : 3737358079

    ISBN-13 : 978-3737358071

    Abmessungen : 13.5 x 3.2 x 21.6 cm

    Herausgeber : FISCHER Sauerländer; 1. Edition (7. Oktober 2020)

    Leseniveau : 14 und Nach oben

    Sprache: : Deutsch

    Inhaltsangabe:

    Eine Woche vor dem Abi zerbricht Claudes Welt in tausend Scherben, als sie erfährt, dass ihre Eltern sich scheiden lassen. Statt in den Ferien mit ihrer besten Freundin auf den Road Trip ihres Lebens zu gehen, zieht Claude nun mit ihrer Mutter auf eine abgelegene Insel vor der Küste Georgias. Die Wut ist ihr Schutzschild gegen jeden, der ihr zu nahekommt. Denn wozu jemandem trauen, wenn er einen irgendwann im Stich lässt? Doch dann begegnet Claude Jeremiah Crew, der sie mitnimmt auf ein großes Abenteuer. Und gemeinsam beweisen sie, dass das Ende einer Geschichte keine Rolle spielt, wenn das Dazwischen so unerträglich schön ist.

    Autoreninfo:

    Jennifer Niven wuchs in Indiana auf und lebt heute mit ihrem Verlobten in Los Angeles. Ihr internationaler und New-York-Times-Bestseller "All die verdammt perfekten Tage" stürmte in Deutschland sofort die SPIEGEL-Bestsellerliste und wird derzeit verfilmt.

    Meine Meinung:

    Titel: Durchhalten lohnt sich ...

    Nachdem ich von "All die verdammt perfekten Tage" und "Stell dir vor, dass ich dich liebe" richtig gut gefallen hatten, wollte ich natürlich auch das neuste Werk der Autorin lesen, auch wenn der quietschpinke Buchumschlag eher abschreckend wirkte.

    In der Geschichte geht es um Claudine, die alle nur Claude nennen. Sie glaubt den schwersten Sommer ihres Lebens zu haben, denn ihre Eltern wollen sich trennen. Nie hätte sie gedacht, dass dieses starke Team nicht mehr zusammenhält. Mit ihrer Mutter verbringt sie den Sommer auf einer abgelegenen Insel. Hier gibt es keinen Handyempfand, was für eine Strafe. Als ihr dann Jeremiah Crew über den Weg läuft, steht ihr Herz plötzlich Kopf. Wie soll sie damit bloß umgehen?

    Der Roman hat es mir wirklich nicht einfach gemacht ihn zu mögen, denn der Einstieg war alles andere als einfach. Zu Beginn besticht vor allem Claudes Gefühls- und Gedankenwelt und oft weiß man als Leser nicht, ob man in der Realität oder in ihrer Fantasie unterwegs ist. Im Verlauf der Geschichte gewöhnt man sich daran und es wird auch weniger.

    An Claude mochte ich, dass sie ein Mädchen wie du und ich ist, mit den Problemen, die junge Frauen so haben. Sie ist keine Beauty, der alles zufällt.

    Jeremiah hat viel in seinem Leben durchmachen müssen, was ihn meines Erachtens sehr geprägt hat und ihn deswegen sehr liebenswert macht. Mir gefiel, dass er sich nicht nur aufopferungsvoll um seine Familie kümmert, sondern sich auch Claudine annimmt mit ihren Elternproblemen.

    Gut gefallen hat mir die Bedeutung von Familie und die Mysterien der Familie Blackwood.

    Der Autorin ist es meines Erachtens sehr gut gelungen das Gefühl der ersten großen Liebe einzufangen. Bei den geschilderten Szenen habe ich mich oft an meine erste Liebe erinnert und mich nochmal jung gefühlt. Auch die vielen ersten Male, die das Paar zusammen erlebt, hat den Roman erfrischend und unterhaltsam gemacht.

    Auch wenn das Thema Sex sehr im Fokus ist, so war dies für die Altersgruppe nachvollziehbar. Wenn etwas neu ist, dann beschäftigt einen das deutlich öfter als normal.

    Fazit: Eine tolle Romanze mit dem nötigen Maß an Kitsch. Gern spreche ich eine Empfehlung aus.



    Bewertung: 8/ 10 Eulenpunkten

    Meine Meinung zum Buch:

    Titel: Hebamme der Herzen im Einsatz...

    Bei dem vorliegenden Buch handelt es sich um den zweiten Band der Hulda- Gold- Reihe. Meines Erachtens kann man den Roman auch lesen ohne "Fräulein Gold: Schatten und Licht" zu kennen, allerdings würde einem dann richtig was entgehen.

    Wir schreiben ein neues Jahr und Hulda hat auf Empfehlung ihres Vaters einen Einsatz im jüdischen Scheunenviertel. Die Schwiegerfamilie der jungen Frau, bei der sie entbindet, scheint nicht gut auf die Schwiegertochter zu sprechen zu sein. Als dann auch noch ein mysteriöser Rabbi auftaucht und das Neugeborene verschwindet, sind Huldas Detektivantennen auf Empfang. Wo ist der Kleine abgeblieben? Ist das Baby Opfer eines Verbrechens geworden?

    Der interessierte Leser wandelt im Berlin 1923. Der Autorin ist es hier vor allem ungemein gut gelungen die Düsternis, die Armut und die Not der Menschen darzustellen. Fast hat man das Gefühl beim Lesen die Enge und die lästigen Gerüche des Armenviertels am eigenen Leib zu spüren. Beim Scheunenviertel merkt man richtig was für ein Mix aus Kulturen dort lebt und dass das Zusammenleben dort nicht immer einfach ist.

    Zudem mochte ich sehr, dass auch das Thema Hebamme und wie eine Entbindung abläuft beleuchtet werden. Man denkt immer das ist die natürlichste Sache der Welt, aber so einfach ist es dann eben doch nicht.

    Hulda ist auch in diesem Band wieder ein fürsorglicher Mensch, der verzichtet um anderen zu helfen. Man muss sie einfach gern haben.

    Kommissar Karl North bleibt auch hier ein Mysterium und wirklich einschätzen kann ich ihn nach wie vor nicht. Die intensivere Anbändelung mit Hulda hat mir gut gefallen, da er sich nun langsam öffnet.

    Ich mochte die Apothekerin Jette Langhans gern, die ein offenes Ohr hat und Hulda unterstützt. Solch eine Freundin kann denke ich jeder gebrauchen.

    Etwas schade fand ich, dass es keinen wirklichen Kriminalfall gibt. Klar nimmt Hulda die Verfolgung auf, aber im Fokus steht der Fall der verschwundenen Kinder nicht. Die Auflösung dazu fand ich persönlich zu einfach.


    Wenn auch etwas schwächer als der Einstiegsband, so kann ich doch sagen, dass auch dieser Teil ein wahrer Pageturner ist und man von Berlin und der Zeit nicht genug bekommen kann. Und man lernt auch wieder etwas dazu, denn mir war bis dato nicht bekannt, dass es bereits in den 20ern Progrome gab. Die Anfeindungen gegen die jüdischen Mitbürger wurden sehr anschaulich dargestellt.


    Fazit: Für Hulda- und Berlin- Fans ein Muss, alle anderen sollten es einfach mal wagen und sich überraschen lassen. Gern spreche ich eine Leseempfehlung aus.


    Bewertung: 8/ 10 Eulenpunkten

    ASIN/ISBN: 3328600795


    Originaltitel : Greenwood

    Gebundene Ausgabe : 560 Seiten

    ISBN-13 : 978-3328600794

    Größe und/oder Gewicht : 14.7 x 4 x 22 cm

    Herausgeber : Penguin Verlag; Deutsche Erstausgabe Edition (5. Oktober 2020)

    Sprache: : Deutsch

    Inhaltsangabe:

    Jacinda Greenwood weiß nichts über ihre väterliche Familie, deren Namen sie trägt. Sie arbeitet als Naturführerin auf Greenwood Island, doch die Namensgleichheit, so glaubt sie, ist reiner Zufall. Bis eines Tages ihr Ex-Verlobter vor ihr steht. Im Gepäck hat er das Tagebuch ihrer Großmutter. Jahresring für Jahresring enthüllt sich für Jacinda endlich ihre Familiengeschichte. Seit Generationen verbindet alle Greenwoods eines: der Wald. Er bietet Auskommen, ist Zuflucht und Grund für Verbrechen und Wunder, Unfälle und Entscheidungen, Opfer und Fehler. Die Folgen all dessen bestimmen nicht nur Jacindas Schicksal, sondern auch die Zukunft unserer Wälder …

    Autoreninfo:

    Michael Christie, in Thunder Bay, Ontario, geboren, studierte Psychologie und arbeitete in der Obdachlosenhilfe, bevor er 2011 sein Debüt, "The Beggar’s Garden", veröffentlichte. "Das Flüstern der Bäume" ist sein zweiter Roman, der mehrfach nominiert wurde, u.a. für den bedeutendsten kanadischen Literaturpreis, den Scotiabank Giller Prize. Michael Christie lebt mit seiner Familie in einem selbst gezimmerten Holzhaus auf der Insel Galiano vor Vancouver.

    Meine Meinung:

    Titel: Das Rauschen des Windes...

    Der Buchtitel klang in meinen Ohren sehr vielversprechend, eine genaue Vorstellung was mich erwarten könnte, hatte ich jedoch nicht. Was ich dann bekam, fällt schwer in Worte zu fassen, aber ich versuche es dennoch.
    In der Geschichte geht es um die Familie Greenwood, deren Leben stets mit dem Wald verbunden ist. Während die einen vom Holz der Bäume leben, versuchen die anderen diese zu schützen. Wie wichtig sind Wälder und die Natur allgemein für uns Menschen? Wie achten wir sie?

    Ich muss gestehen, dass schon lange kein Roman mehr eine solche Sogwirkung auf mich ausgeübt hat. Ich habe die Welt komplett um mich herum vergessen und wolte, dass die Geschichte nie endet.

    Das Besondere ist in jedem Fall die Erzählweise, denn zu Beginn reisen wir vom Jahr 2038 zurück bis zu den Wurzeln von 1908, um dann wieder vorwärts erzählt die Familiengeschichte zu erleben. Dies fordert dem Leser Sorgfalt und Aufmerksamkeit ab, aber genau das hat dieses Buch auch verdient.


    Sowohl Haupt- als auch Nebenfiguren sind sehr gut ausgearbeitet, so dass jeder seinen Liebling in der Story finden wird. Völlig unerwartet hat mir es letztlich Everett angetan, der jahrelang im Gefängnis saß und davor ewig als Landstreicher sein Leben gestaltete. Hatte ich zu Beginn eher Angst vor ihm, da man ja nicht grundlos ins Gefängnis kommt, so zeigt sich mit der Zeit was für ein sensibler Zeitgenosse er ist, der anderen hilft, die Familie unterstützt und immer da ist. Seine Fürsorge Willow gegenüber war beinahe herzzerreißend, wahrscheinlich hat mich deswegen sein schweres Leben so mitgenommen.


    Der Roman besticht vor allem durch Tragik, denn die Charaktere haben schwere Lebenspäckchen zu tragen. Während jemand mit dem Verlust seines Augenlichtes fertig werden muss, zieht jemand anderes in den Krieg und kommt mit Traumata zurück. Während jemand einer verbotenen Liebe frönt, erliegt jemand anderes den Drogen. Und immer ist der interessierte Leser mit Verständnis dabei und fühlt mit.


    Ebenfalls klasse fand ich wie Bäume und deren Wichtigkeit thematisiert werden. Die Beschreibungen dazu sind so gut, dass man das Gefühl hat selbst durch einen Wald zu laufen, die frische Luft zu atmen und das Rauschen der Blätter zu hören.


    Das Ende fügt alle losen Fäden der Geschichte zusammen, so dass keine Fragen offen bleiben. Das hat mir sehr gut gefallen, denn bei diesen tollen Figuren wollte man schon bis ins letzte Detail wissen was das Leben ihnen gebracht hat.


    Fazit: Mich hat das Buch mit Tränen in den Augen und einer Gänsehaut zurückgelassen und ich kann nur eine klare Leseempfehlung aussprechen. Meines Erachtens ein Must- Read 2020. Spitzenklasse!


    Bewertung: 10/ 10 Eulenpunkten

    ASIN/ISBN: 3423740590


    Broschiert : 400 Seiten

    ISBN-13 : 978-3423740593

    Größe und/oder Gewicht : 14.7 x 3 x 21.1 cm

    Herausgeber : dtv Verlagsgesellschaft (18. September 2020)

    Sprache: : Deutsch


    Inhaltsangabe:


    Everly und David waren das perfekte Paar – bis sich David plötzlich von ihr trennte. Jetzt braucht Everly dringend einen neuen Mitbewohner und einen Job, aber die Stelle im Beach-Café hat einen riesigen Haken: Weston – ihren arroganten und furchtbar unsympathischen ehemaligen Mitschüler, dem Everly aber auch den aufregendsten Kuss ihres Lebens verdankt. Für Weston ist Liebe ein Luftschloss, in dem Menschen wie Everly und David verrotten, anstatt das Leben in vollen Zügen zu genießen. Bis er aus seiner Wohnung geworfen wird, und ausgerechnet Everly ihm anbietet, bei ihr einzuziehen …


    Autoreninfo:


    Leonie Lastella verbrachte als Teenager viele Ferien in Italien, und als sie dort auf den süßesten Typen der Welt traf, lernte sie ganz schnell Italienisch. Eine witzige Anekdote? Vielleicht. Aber eben auch das wahre Leben: Denn aus dem Sommerflirt wurde schließlich die große Liebe. Der attraktive Italiener kam mit nach Deutschland, heiratete sie und gab ihr seinen Nachnamen. Daher ist der Name Leonie Lastella auch kein Pseudonym. Leonie Lastella liebt Ben&Jerry's-Eis, ihre Söhne und ihr Pferd, außerdem lacht sie viel, laut und gerne. Von sich selbst sagt sie, sie sei der ungeduldigste Mensch auf dem Planeten. Auch in Sachen Liebe.


    Meine Meinung:


    Titel: Wo Licht ist, da ist auch Schatten...


    Irgendwie brauche ich derzeit häufiger mal etwas fürs Herz und da erschien mir dieser Roman genau der Richtige zu sein.


    In der Geschichte geht es um Everly und Weston. Sie kann ihn nicht ausstehen und dennoch hatte sie mit ihm den besten Kuss ihres Lebens. Als sie sich wieder begegnen, wundert sich Everly über die starke Anziehung zu ihm, aber das kann nicht sein, denn er ist ein arroganter Mistkerl. Oder etwa nicht?


    Im fliegenden Wechsel agiert mal Eve und mal Wes als Ich- Erzähler, was ich bei einem Liebesroman sehr mag, denn so bekommt man von beiden Parts die Gedanken und Gefühle mit.


    Everly, alias Eve, hat mir als weibliche Figur nur bedingt gefallen. Sie wird als eher schwach dargestellt und stellt das was sie kann unter den Scheffel, was ich sehr schade fand. Ich weiß, dass viele Frauen so sind, aber gerade in der heutigen Literatur wünsche ich mir mehr Power- Frauen, die anderen Mut machen ebenfalls ihren Mann zu stehen.


    Weston, kurz Wes, dagegen hat mir deutlich besser gefallen. Nach einem tollen Leben an der Highschool kam der tiefe Fall für ihn und dennoch gibt er nicht auf. Er macht aller Widerstände zum trotz etwas aus seinem Leben. Zudem macht er im Verlauf der Geschichte tolle Fortschritte, denn er springt über seinen eigenen Schatten und gewinnt dabei nur.


    Eves beste Freundin Jules ging für mich gar nicht. Keine Ahnung ob es von der Autorin beabsichtigt war, aber selten habe ich einen Charakter so gehasst wie sie. Zickenalarm deluxe sage ich da nur.

    Die Dialoge unter den Figuren fand ich gut, da waren einige spritzige Kommentare dabei. Und der Roman liest sich auch sonst sehr easy und angenehm, ideal für Zwischendurch.


    Das Thematisieren von Krebs und wie Betroffene, aber auch deren Angehörige damit klar kommen müssen, das hat mir gut gefallen und es war auch nur ein Randthema und stand nicht allzu sehr im Fokus.


    Die große Schwierigkeit für mich an diesem Roman war zum einen die Unfähigkeit der Protagonisten miteinander zu kommunizieren. Die dadurch entstandenen Probleme wirkten auf mich zu gewollt und konstruiert. Zum anderen konnte ich absolut nicht einschätzen wie alt die Charaktere sind, da deren Verhalten eher dem von Teenagern gleicht als Anfang Zwanzigjährigen, die bereits studieren.


    Fazit: Eine süße Liebesgeschichte, bei der besonders junge Mädels ihre Freude haben werden. Für Ü30er wie mich nicht mehr ganz so passend, weshalb ich nur bedingt eine Leseempfehlung aussprechen kann.


    Bewertung: 6/ 10 Eulenpunkten