Beiträge von nicigirl85

    Taschenbuch: 424 Seiten

    Verlag: mixtvision Mediengesellschaft mbH; Auflage: 1 (12. Februar 2018)

    Sprache: Deutsch

    ISBN-10: 3958541186

    ISBN-13: 978-3958541184

    Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre



    Inhaltsangabe:



    Die Schwestern Tippi und Grace sind wie andere Teenager – sie streiten sich, verlieben sich in Jungs, gehen ihren Hobbies nach ... Doch das Besondere an ihnen ist: Sie sind sich mehr verbunden als andere Schwestern – sie sind an der Hüfte zusammengewachsen. Aus der Ich-Perspektive erfahren wir, wie es ist, wenn man nie allein ist und vor eine Wahl gestellt wird, die über Leben und Tod entscheidet.



    Autoreninfo:



    Sarah Crossan wuchs in Irland und England auf. Vor ihrer Ausbildung zur Lehrerin für Englisch und Theater in Cambridge studierte sie Philosophie und Literatur. Seit ihrem Abschluss kümmert sie sich um die Förderung von kreativem Schreiben an Schulen. Für ihre Werke wurde sie mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit der renommierten Carnegie Medal. Bereits zweifach war sie für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. Sarah wohnt mit ihrer Familie in Hertfordshire.



    Meine Meinung:



    Titel: Wie es ist ein siamesischer Zwilling zu sein...



    Ich bin nach wie vor dabei meinen "Stapel ungelesener Bücher" abzuarbeiten und bin dabei auf diesen besonderen Schatz gestoßen.



    In der Geschichte geht es um Grace und Tippi, die siamesische Zwillinge sind. Sie haben es so satt ständig angegafft und ausgefragt zu werden, können sie schließlich nichts für ihre Besonderheit. Aber wird eine Trennung wirklich die erhoffte Lösung sein?



    Grace fungiert in der Geschichte als Ich- Erzählerin und durch diese Perspektivwahl ist man nah an ihren Emotionen dran, die gar nicht so anders sind als bei Menschen ohne Behinderung.



    Das Besondere an dem Geschriebenen war für mich die Darstellung des Textes, da sich hier nicht Sätze seitenweise aneinanderreihen, sondern jedes Kapitel wie ein für sich stehendes Gedicht aussieht. Das habe ich als sehr erfrischend empfunden.



    Mir hat gut gefallen den Alltag dieser besonderen Mädchen zu verfolgen, der gar nicht so anders ist als bei Teenagern gleichen Alters ohne körperliche Einschränkungen.



    Geschockt hat mich jedoch wie sehr eine Behinderung das Leben einer Familie beeinflussen kann, nicht nur emotional, sondern auch finanziell. Als Mensch ohne Behinderung ist es einem gar nicht bewusst, was alles an Hilfsmitteln und Ärzten nötig ist.



    Der Roman war für mich augenöffnend und hat Emotionen in mir geweckt. Gerade das traurige Ende hat mich tief getroffen.



    Fazit: Ein Jugendbuch, welches jung und alt gut unterhält. Gern spreche ich eine Leseempfehlung aus. Etwas Besonderes!



    Bewertung: 8/ 10 Eulenpunkten

    Gebundene Ausgabe: 384 Seiten

    Verlag: Ullstein Hardcover; Auflage: 1. (2. Mai 2019)

    Sprache: Deutsch

    ISBN-10: 3550200137

    ISBN-13: 978-3550200137



    Inhaltsangabe:


    Er muss ihn finden. Seinen besten Freund, der schon immer auf der Jagd nach dem Extremen war - nie wird er vergessen, wie euphorisiert Felix neben ihm vor dem felsigen Abgrund stand, unter ihnen ragten die Klippen hervor wie aufgeklappte Messer. Doch selbst Felix sieht es nicht ähnlich, auf einer Reise in Asien spurlos zu verschwinden. Für den Erzähler steht fest: Nur er kann das rätselhafte Abtauchen aufklären. Dafür setzt er sogar seine große Liebe aufs Spiel. Schließlich verbindet ihn mit Felix eine besondere Freundschaft. Und ein Geheimnis, das sie ebenso eint wie trennt. Immer tiefer dringt der Erzähler auf seiner Suche in das wilde Kambodscha vor, in dieses nie genesene Land ohne Gedächtnis, immer verzweifelter durchforstet er seine Erinnerungen nach einem Hinweis, was passiert sein könnte. Bis er begreift, dass er den Freund nur retten kann, wenn er mit ihm verschwindet.



    Autoreninfo:



    Friedemann Karig wurde 1982 bei Freiburg geboren und im Schwarzwald von einer Kuckucksuhr aufgezogen. In Passau und Köln studierte er eine Mixtur aus Medienwissenschaften, Literatur, Soziologie, Politik und VWL. Er arbeitete als Zukunftsforscher, strategischer Planer, Journalist, Pferdeflüsterer, Moderator, Gastronom und DJ, und zwar in Berlin, Barcelona und Bali. Heute konzentriert er sich auf Lesen, Schreiben und Reden. Sein Buch „Wie wir lieben. Vom Ende der Monogamie“ erschien 2017 bei Blumenbar. Er moderiert das Format „Jäger&Sammler“ von „funk“, dem jungen Online-Angebot von ARD&ZDF. Er lebt in München. Er mag Weißwein, Jay-Z und Sätze am Ende von Biographien, die wenig Sinn ergeben.



    Meine Meinung:



    Titel: Auf der Suche nach sich selbst...



    Ehrlich gesagt bin ich ohne große Erwartungen an dieses Buch herangegangen. Online hatte ich ein paar Rezensionen gelesen, die es als ideales Buch für den Urlaub anpriesen, doch ich bekam mehr als das, weil mich der Dschungel regelrecht eingesogen hat.



    In der Geschichte geht es um einen jungen Mann, der seinen verschwundenen Freund Felix sucht. Dieser meldet sich plötzlich aus einer Urlaubsreise wochenlang nicht mehr. Ist ihm etwas passiert? Hat er sich das Leben genommen? Auf der Spurensuche entdeckt der junge Mann jedoch mehr als er geahnt hat.



    Die Handlung wird uns über den namenlosen Ich- Erzähler nahe gebracht. In der Gegenwart befindet sich dieser auf einer Reise auf der Suche nach seinem besten Freund Felix. Im zweiten Handlungsstrang, der Vergangenheit, erleben wir als Leser das Entstehen der Freundschaft zwischen den beiden und was die Jungs zusammengeschweißt hat. Gegenwart und Vergangenheitsparts wechseln sich konstant ab.



    Ich habe am liebsten aus der Vergangenheit gelesen, weil ich es sehr faszinierend fand wie die Freundschaft mit einem Faustschlag beginnt und die beiden sich wirklich brauchen und auch gegenseitig helfen. Zudem fühlte ich mich durch die Schilderungen enorm an eigene Kindsheits- und Jugendtage erinnert, denn wer hat nicht gern Buden gebaut oder sich mit Freunden getroffen, um etwas Verbotenes zu tun? Man spürte in jeder Zeile wie sie mit dem Verstreichen der Jahre an Lebenserfahrung gewinnen.



    In der Gegenwart wird die Suche nach dem Freund dann bald zur Suche nach dem Inneren des Ich- Erzählers, der selbst erstmal lernen muss wie das richtige Leben ohne jedwede Kontrolle funktioniert. Hier habe ich sehr mit der Figur sympathisiert, weil es mir im echten Leben oft ähnlich geht wie ihm. Auch wenn es sehr ungewöhnlich ist den Namen einer Figur nicht zu kennen, so fühlte ich mich dem Protagonisten dennoch immens nah.



    Und ganz nebenbei beleuchtet der Autor unsere konsumsüchtige Gesellschaft, die zwar gern die Umwelt schützen will, aber dennoch nicht auf den Urlaub mit 16 Stunden Flug und All Inklusive verzichten kann.



    Der Roman hat sich für mich, auch wenn ich damit keinerlei Erfahrung habe, wie ein Drogenrausch angefühlt. Ich konnte einfach nicht mehr aufhören zu lesen, weil mich die Handlung so sehr gefesselt hat und ich mit der Hauptfigur so enorm mitgefiebert habe, ob er finden wird, was er sucht.



    Das Ende hat mich dann völlig überrollt, denn mit der Offenbarung zum Schluss hatte ich so gar nicht gerechnet. Ehrlich gesagt hat die mich gänzlich sprachlos zurückgelassen.



    Fazit: Unglaublich intensiv und kurzweilig. Wer es emotional auf die eher leise Art mag, der ist hier richtig aufgehoben. Ich kann nur eine klare Leseempfehlung aussprechen und finde das Buch einfach nur klasse.



    Bewertung: 10/ 10 Eulenpunkten

    Gebundene Ausgabe: 224 Seiten

    Verlag: Rowohlt Buchverlag; Auflage: 4. (26. März 2019)

    Sprache: Deutsch

    ISBN-10: 3498006894

    ISBN-13: 978-3498006891



    Inhaltsangabe:



    Vier Menschen stehen vor Problemen: Silke vor ihrem Exmann, Willy-Martin vor einem sabbernden Hund, Renate vor einem Berg Teleshopping-Impulskäufen und Frau Goebel vor dem Tod. Alle vier beschließen davonzulaufen; auf einem turbulenten Abenteuertrip vom beschaulichen Borken ins ostdeutsche Paradies Tropical Islands und zurück. Giulia Beckers Figuren bewegen sich in einer Welt, die zu viele Fallstricke legt und zu wenig Hauptgewinne zu verteilen hat. Sie verlieren viel, aber gewinnen einander, und welches Glück könnte größer sein?



    Autoreninfo:



    Giulia Becker, geboren 1991, arbeitet im Autorenteam von Jan Böhmermann. Sie bricht seit Jahren immer mal wieder ihr Medien- und Literaturwissenschaftsstudium in Siegen ab, lebt und arbeitet stattdessen in Köln.



    Meine Meinung:



    Titel: Berührendes Debüt, bitte mehr davon Frau Becker!



    Ehrlich gesagt bin ich erst durch einen Twitter- Post von Sophie Passmann auf dieses Buch aufmerksam geworden. Gespannt begann ich mit der Lektüre und wurde regelrecht geflasht.



    In der Geschichte geht es um Silke, Willy- Martin, Renate und Frau Goebel, die alle in einem Ort wohnen und ihr Lebenspäckchen zu tragen haben. Frau Goebels letzter Wunsch bringt die vier zueinander, denn sie begeben sich auf einen Roadtrip Richtung Paradies: Tropical Island. Lässt das Glück noch auf sich warten oder werden die Vier ihres dort finden?



    Der Roman liest sich nicht nur unglaublich lustig und unterhaltsam, sondern nach den heftigen Schicksalen der Protagonisten fühlt man sich einfach nur gut und besser. Egal was man im Leben durchmachen muss, die Hauptfiguren trifft es härter.



    Am besten fand ich ehrlich gesagt Renate, einfach weil sie mit ihrer durchgeknallten Art so unglaublich witzig ist. Sie möchte ich weder als Freundin, noch als Nachbarin haben, da sich mich in den Wahnsinn treiben würde.



    Willy- Martin fand ich cool, weil er sich nicht dafür schämt für Tauben und Kniffel zu schwärmen. Seine zurückhaltende Art hat ihn sehr liebenswert erscheinen lassen. Auch wenn ich Hunde unglaublich gern habe, kann ich seine Phobie vor diesen nach seinen Erlebnissen nur verstehen. Seine Mutter ist schon heftig, da ist er wirklich nicht zu beneiden.



    Silke ist eine Seele von Mensch, ich glaube jeder hätte sie gern als Freundin. Ihr Einsatz für andere hat mir unglaublich gut gefallen.



    Frau Beckers Schreibstil ist so immens kurzweillig, dass man gar nicht merkt wie die Zeit vergeht. Sie hat bei mir eindeutig einen Nerv getroffen, da sie alltägliche Probleme der heutigen Zeit beschreibt, ohne dass diese banal wirken.



    Fazit: Ein Porträt unserer heutigen Gesellschaft, dass sich sehr angenehm hat lesen lassen. Nur zu gern spreche ich eine Leseempfehlung aus. Klasse und zu Recht ein preigekröntes Debüt.



    Bewertung: 10/ 10 Eulenpunkten

    Taschenbuch: 224 Seiten

    Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (1. April 2015)

    Sprache: Deutsch

    ISBN-10: 3423348577

    ISBN-13: 978-3423348577



    Inhaltsangabe:



    Theodor Michaels Vater kam vor dem Ersten Weltkrieg aus Kamerun, damals deutsches "Schutz gebiet", nach Deutschland und wurde wie andere Kolonialmigranten freundlich aufgenommen. Er heiratete eine Deutsche und gründete eine Familie. Doch schon während der Weimarer Republik fand man, Farbige sollten den Deutschen keine Arbeitsplätze mehr wegnehmen. Bald konnten sie nur noch in den sehr beliebten "Völkerschauen" unterkommen. In der Nazizeit wurden ihnen die deutschen Pässe entzogen. Nur als stumme Komparsen in den zahlreichen Kolonialfilmen waren sie noch gefragt.



    Autoreninfo:



    Theodor Michael kommt 1925 in Berlin als viertes und jüngstes Kind des Kolonialmigranten Theophilus Wonja Michael aus Kamerun und seiner deutschen Frau Martha zur Welt. Ein Jahr nach seiner Geburt stirbt die Mutter. Die Halbwaisen wachsen, teils unter erbärmlichen Umständen, bei Pflegeeltern auf. Als 1934 auch der Vater stirbt, werden die Geschwister getrennt. Michael darf nach der Volksschule aufgrund seiner Hautfarbe keine weitere Ausbildung machen und schlägt sich als Page, Portier und Komparse durch, bis er 1943 in einem Arbeitslager interniert wird, wo er auch die Befreiung erlebt. Nach dem Krieg gründete er eine Familie mit einer jungen Schlesierin, war als Dolmetscher und Schauspieler tätig, studierte auf dem zweiten Bildungsweg Volkswirtschaft und entwickelte sich zu einem anerkannten Afrika-Spezialisten. Als solcher wurde er schließlich vom BND angeworben. Nach seiner Pensionierung trat er wieder als Schauspieler auf und engagierte sich in der afro-deutschen Community.Er lebt heute mit seiner zweiten Frau in Köln.



    Meine Meinung:



    Titel: Die Lebenserinnerungen eines Afro- Deutschen...



    Dieses Buch wollte ich unbedingt lesen, weil es etwas schildert, dass Seltenheitswert besitzt, denn den Nationalsozialismus als Farbiger zu überleben, ist schon etwas Besonderes. Das Buch war dann jedoch anders als erwartet.



    Bei dem vorliegenden Sachbuch handelt es sich um die Autobiografie von Theodor Michael, der zur Zeit der Weimarer Republik als Farbiger in Deutschland geboren wird und die Zeit des Nationalsozialismus miterlebt hat.



    Die erste Hälfte des Buches dreht sich um die Kindheit und Jugend des Autors, die sich immens spannend las. Man fiebert jedes Mal mit, dass Theodor auch wirklich entkommt. Zudem berührt einen zutiefst, was der Junge alles miterleben musste, gerade den Weg durch Pflegefamilien und Heime gehen zu müssen, stelle ich mir nicht sonderlich schön vor.



    Das Buch sorgt dafür, dass ein Teil deutscher Geschichte beleuchtet wird, der sonst eher ein Schattendasein lebt, denn von verfolgten Juden und ähnlichem hat jeder schon einmal gehört, aber dass es auch Farbige während des zweiten Weltkrieges in Deutschland gab, das wird kaum thematisiert.



    Ab der zweiten Hälfte verliert das Buch leider seinen Charm. Mir ist natürlich klar, dass dies echte, reale Lebensereignisse waren und sind, aber hier kam Herr Michael sehr egoistisch rüber, tut er doch viel für sein persönliches Vorankommen, aber wenig für seine Familie. Hier haben mir seine Frau und die vier Kinder unheimlich Leid getan. Das Leben der Familie wird wenig bis gar nicht beleuchtet, dafür aber umso mehr der berufliche Werdegang Theodors, der mich dann doch des Öfteren gelangweilt hat.



    Positiv anmerken möchte ich noch die Bilder in der Mitte des Buches, die dafür sorgen, dass man sich die darin geschilderten Menschen noch besser vorstellen kann.



    Für mich ganz klar ein wichtiges Buch und durchaus interessant, allerdings konnte es nicht mit den Büchern von Hans J. Massaquoi ("Neger, Neger, Schornsteinfeger" und "Hänschen klein, ging allein...") mithalten, die doch um einiges fesselnder geschrieben sind.



    Fazit: Bedingt spreche ich eine Leseempfehlung aus, da hier Zeitgeschichte vermittelt wird, die Seltenheitswert hat.



    Bewertung: 6/ 10 Eulenpunkten

    Meine Meinung zum Buch:



    Titel: Das Leben so beschwerlich und ungütig...



    Dieses Buch kam jetzt genau richtig, denn wo ich derzeit mit gebrochenem Sprunggelenk und Bänderriss an meine Wohnung im vierten Stock gefesselt bin, kann ich die Protagonistin im Roman nur umso besser verstehen.



    In der Geschichte geht es um Christina, die an einer ungewöhnlichen Erkrankung leidet. Ihre Arme und Beine verändern sich über die Jahre und schränken sie immer mehr ein. Die Farm ihrer Eltern ist ihr einziger Halt. Hat das Leben nicht noch mehr zu bieten?



    Christina, die Hauptfigur, schildert uns als Ich- Erzählerin ihr Leben von 1896 bis 1948. Wir bekommen ihre Situation hautnah zu spüren, da wir ihre Gedanken und Gefühle aufgrund der Erzählperspektive aus erster Hand erhalten.



    Das Leben der Hauptakteurin ist so unendlich entbehrlich und hart und dennoch scheint Christina fast immer ihr Schicksal akzeptiert zu haben. Zu sehr hätte ich ihr das Leben als Lehrerin gewünscht, welches ihr ihre Eltern verwehrt haben. An Christina habe ich vor allem ihre enorme Willensstärke bewundert, denn auch wenn sie irgendwann nicht mehr laufen kann, nimmt sie keinen Rollstuhl oder ähnliche Hilfsmittel in Anspruch.



    Der Roman verdeutlicht wie sehr Eltern damals noch einen Einfluss auf das Leben ihrer Kinder hatten. Da wurde mal eben verboten, dass man diesen oder jenen Herren heiratet und dann war das eben Gesetz. Zum Glück sehen die Zeiten heute anders aus.



    Auch wenn das Buch sehr traurig und teilweise düster ist, so versprühte es für mich dennoch auch so etwas wie Hoffnung, denn es wird sehr deutlich wie eine Familie zusammenhält und sich braucht.



    Die Darstellung des Farmlebens ist der Autorin sehr realitätsnah gelungen. Man kann sich als Leser gerade das beschwerliche Leben mit all der Arbeit sehr gut vorstellen.



    Fazit: Ich habe mich gut unterhalten gefühlt und spreche daher gern eine Leseempfehlung aus.



    Bewertung: 8/ 10 Eulenpunkten

    Meine Meinung zum Buch:



    Titel: Der Alltag einer Psychotherapeutin



    Psychische Erkrankungen und der Gang zu jemanden, der einem hilft, gelten ja nach wie vor noch als Tabuthema. Dieses Buch betreibt Aufklärung, was mir gut gefiel und daher begann ich es zu lesen.



    Im vorliegenden Sachbuch schildert uns die Autorin, die selbst Psychotherapeutin ist zunächst einmal, was es alles für Berufe rund um die Psyche gibt, da Psychiater und Psychotherapeut nicht ein und dasselbe sind.



    Zudem erfährt man, ob es für einen selbst ratsam wäre eine Therapie zu machen und wie die Abläufe dabei sind.



    Das Buch räumt mit Klischees und Irrglauben rund um die Helfer für Kopf und Seele auf.



    Mir hat gut gefallen, dass das Buch mit jeder Menge Humor gespickt ist. Frau Jolaner gelingt es also sehr gut dem Leser die Angst vor einer vielleicht anstehenden Therapie zu nehmen.



    Besonders interessant fand ich, dass es unterschiedliche Ausprägungen gibt wie denn nun therapiert wird. Davon hatte ich zuvor noch nichts gehört.



    Auch spannend fand ich, dass Träume wohl eine größere Rolle im Leben eines Menschen spielen.



    Fazit: Für alle, die schon immer mal wissen wollten wie eine Therapie abläuft. Hier wird man gut informiert und Ängste minimiert. Gute Unterhaltung außerdem!



    Bewertung: 8/ 10 Eulenpunkten

    Gebundene Ausgabe: 384 Seiten

    Verlag: Blanvalet Verlag; Auflage: Deutsche Erstausgabe (25. Juni 2018)

    Sprache: Deutsch

    ISBN-10: 9783764506407

    ISBN-13: 978-3764506407

    ASIN: 3764506407

    Originaltitel: The Things We Keep



    Inhaltsangabe:



    Anna Forster ist erst achtunddreißig, als sie die erschütternde Diagnose Alzheimer erhält. Sie weiß, dass ihr Zwillingsbruder Jack nur ihr Bestes will, und dennoch tut es weh, als er ihr vorschlägt, in ein betreutes Wohnheim zu ziehen. Sie weiß außerdem, dass in der Einrichtung nur eine weitere Person in ihrem Alter lebt – Luke, mit dem sie so viel mehr verbindet als mit allen anderen Menschen, die sie kennt. Anna und Luke verlieben sich ineinander, doch nach einem tragischen Vorfall setzen ihre Familien alles daran, die beiden zu trennen. Nur eine Person kann dem Liebespaar helfen: die Köchin Eve, die selbst einen schweren Schicksalsschlag verkraften musste. Doch ist sie bereit, alles für Anna und Luke aufs Spiel zu setzen?



    Autoreninfo:



    Sally Hepworth ist gebürtige Australierin, verbrachte jedoch viel Zeit damit, um die Welt zu reisen. Sie lebte in Singapur, Großbritannien und Kanada, wo sie als Eventmanagerin und im Personalwesen arbeitete. 2009 kehrte sie zurück nach Australien und wandte sich ganz ihrer großen Leidenschaft, dem Schreiben, zu. Sally Hepworth lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in Melbourne.



    Meine Meinung:



    Titel: Manchmal bleibt nur Liebe...



    Ich lese eigentlich nicht so gern Liebesromane, aber bei diesem hier klang der Klappentext so spannend, dass ich mehr wissen wollte. Und ich wurde völlig überwältigt.



    In der Geschichte geht es um Anna, die wie ihre Mutter sehr früh an Alzheimer erkrankt. Sie beschließt in ein Heim zu ziehen, da sie immer mehr vergisst. Dort lernt sie Luke kennen, ein junger Mann, der ihr Schicksal teilt. Doch darf so eine Liebe wirklich sein?



    Die Handlung wird uns über drei Ich- Erzähler nahe gebracht. Die Kapitel sind jeweils mit dem entsprechenden Namen überschrieben. Die drei Erzähler sind die Erkrankte Anna, die Köchin des Heims Eve und ihre kleine Tochter Clementine. Man ist dadurch sehr nah an den Figuren dran, erlebt ihre Gedanken- und Gefühlswelt hautnah.



    Alle im Buch aufgeführten Charaktere sind sehr liebevoll beschrieben. Jede Figur hat sein Päckchen zu tragen, was den Leser für sie einnimmt. Ich habe hier ehrlich gesagt keine Lieblingsfigur, da ich mich nicht entscheiden könnte, weil ich alle echt gern mochte.



    Clementine mit ihren sieben Jahren ist wirklich enorm tapfer. Kein Kind sollte so etwas erleben wie sie es tut. Der Autorin ist sehr gut gelungen zu zeigen, dass Kinder vieles anders wahrnehmen als Erwachsene und man deswegen besonders auf sie eingehen muss.



    An Eve hat mir vor allem die Einstellung: durch dick und dünn gefallen. Sicherlich hätte sie die Schuld für ihr verkorkstes Leben auf ihren Mann schieben können, aber das tut sie nicht. Ich fand schön wie sie an den postiven Erlebnissen mit ihm festhält. Richtig toll fand ich wie sie sich für Anna und Luke einsetzt.



    Anna ihren Verfall miterleben zu müssen, das hat beim Lesen oft Gänsehaut hervorgerufen. Nie habe ich mir Gedanken darum gemacht, dass erkrankte Menschen vielleicht trotz allem die Hoffnung auf Liebe nicht aufgegeben haben.



    Frau Hepworth ist es sehr gut gelungen darzustellen wie Alzheimer sein kann und was die Patienten, die das haben, durchleben müssen. Für mich hat sich das alles sehr real angefühlt.



    Sicher ist die Thematik sehr ernsthaft, aber man liest mit einem unbeschwerten Gefühl, weil die Autorin hier einfach ein Gespür dafür hat, dass man emotional nicht abrutscht, schlichtweg weil ihre Figuren das Beste aus ihrer Situation machen.



    Fazit: Ein sehr gefühlvoller Roman, der mich sehr bewegt hat. Gern spreche ich eine Leseempfehlung aus. Klasse!



    Bewertung: 10/ 10 Eulenpunkten

    Meine Meinung zum Buch:



    Titel: Einfach nur der ganz normale Wahnsinn...



    Ich lese aktuell auch Bücher, die schon ewig ungelesen bei mir im Regal stehen und so eines ist das vorliegende Buch. Es ist wirklich sehr schade, dass ich so lange dafür gebraucht habe, denn der Roman ist einfach nur klasse.



    In der Geschichte geht es um Milena, die in eine psychosomatische Klinik eingewiesen wird. Sie kann einfach nicht mehr. Alles ist ihr zu viel. Aber ist sie wirklich so krank, dass sie zu all den Verrückten muss?



    Die Handlung wird uns über Milena, kurz Mila, als Ich- Erzählerin nahe gebracht. So ist man ganz nah bei ihren Gedanken und Gefühlen, was ich bei der Thematik Depressionen, Burn- out und ähnliches sehr wichtig finde.



    Die Darstellung der Klinik und des Alltags dort, habe ich als sehr realistisch empfunden. Genauso würde ich es mir dort auch vorstellen.



    Richtig gut gefallen hat mir, dass Frau Lohmann nicht nur Mila und ihre Krankheit beleuchtet, sondern auch das Schicksal von Mitpatienten thematisiert wird. Auch wird gezeigt wie die jeweilige Familie auf die Erkrankung des Patienten reagiert.



    Mich hat dieser Roman sehr nachdenklich gestimmt. Er hat sehr viele gute Ansätze, wo man als Leser selbst mal schauen könnte sein eigenes Leben etwas mehr Wert zu schätzen und mehr man selbst zu sein, statt das zu sein was andere von einem erwarten.



    Ich war wirklich betrübt als der Roman zu Ende war, denn auch wenn er so traurig war, so sprüht er dennoch voller Humor und Hoffnung.



    Solltet ihr Gelegenheit haben das Buch aus der Bibliothek oder als ein gebrauchtes Exemplar zu bekommen, dann lasst euch diese Chance nicht entgehen.



    Fazit: Trotz der schweren Thematik unterhaltsam und gleichzeitig augenöffnend. Gern spreche ich eine Leseempfehlung aus.



    Bewertung: 10/ 10 Eulenpunkten

    Meine Meinung zum Buch:



    Titel: Was geschah wirklich unten am Fluss?



    Die Autorin konnte mich mit "Das Versprechen der Wüste" so sehr fesseln, dass ich einen weiteren Roman von ihr lesen wollte.



    In der Geschichte geht es um Irene, die nach einem Skandal in London einen Mann heiratet, den sie nicht liebt. Als dieser plötzlich grausam ermordet wird, bricht ihre Welt beinahe zusammen. Wird sie den wahren Mörder ihres Mannes finden?



    Zunächst einmal muss ich gestehen, dass mir der Einstieg in die Handlung recht schwer fiel. Es werden diverse Figuren eingeführt, die man nicht gleich alle miteinander in Einklang bringen kann, was mich zu Beginn etwas überfordert hat. Zudem beschrieb mir Frau Webb vieles zu detailverliebt, so dass man gar nicht das Gefühl hatte in der Geschichte voran zu kommen.



    Meine Lieblingsfigur ist ganz klar Pudding, auch wenn ich ihren Spitznamen fürchterlich finde. Ihr Einsatz für ihren Bruder und der unbändige Wille Gerechtigkeit zu bekommen, hat mich sehr für sie eingenommen. Zudem hilft sie Irene in der für sie gänzlich neuen Welt zurechtzukommen.



    Am Anfang fand ich Irene recht komisch, aber je mehr man sie kennenlernt, desto besser versteht man auch warum sie so agiert. Ich fand es schön zu sehen wie sie sich immer mehr an Slaughterford und die Menschen dort gewöhnt.



    Eine besondere Figur war für mich zudem Puddings Bruder Donny. Es war grausam zu lesen was der Krieg aus ihm gemacht hat. Und dennoch ist er einer der wenigen, der überlebt hat und der versucht dennoch das Beste aus der Situation zu machen.



    Ab der Mitte des Buches geht es dann auch endlich ans Ermitteln und es wird richtig spannend.



    Die Auflösung des Falls hat mich anfangs verwirrt, bis mir klar wurde, dass die Autorin den Leser während der gesamten Handlung ein wenig hinters Licht geführt hat. Es endet dann aber alles sehr schlüssig und nachvollziehbar. Keine Frage bleibt offen und man ist doch recht geschockt von der Entwicklung.



    Fazit: Wer die ersten zweihundert Seiten durchhält, wird danach mit einem spannenden Fall belohnt. Ich kann aber nur bedingt eine Leseempfehlung aussprechen, da es mir persönlich etwas zu lang gedauert hat, eh die Handlung richtig Fahrt aufnimmt.



    Bewertung: 6/ 10 Eulenpunkten

    Taschenbuch: 272 Seiten

    Verlag: Knaur TB (1. Oktober 2015)

    Sprache: Deutsch

    ISBN-10: 3426518112

    ISBN-13: 978-3426518113



    Inhaltsangabe:



    Als Katie auf der Highschool den mysteriösen Bad Boy Dillen kennenlernt, zieht er sie an wie ein Magnet. Dabei war ihre Welt bisher alles andere als rosarot, denn seit dem plötzlichen Tod ihres Vaters lebt sie bei ihrer lieblosen Mutter in der Kleinstadt Oceanside. Dillen weckt in Katie eine nie gekannte Leidenschaft, und bald ist sie ihm mit Haut und Haaren verfallen. Obwohl Dillen sich zunächst kühl und abweisend gibt, verlieren sich die beiden in einem Strudel aus wilden Träumen und heißem Verlangen. Doch dann holt die Realität sie ein …



    Autoreninfo:



    Anne Freytag alias Ally Taylor, geboren 1982, studierte International Management und lebt in München. Sie schreibt als Anne Freytag, Anne Sonntag und Ally Taylor: Die Autorin hat bereits sehr erfolgreich mehrere E-Books in den Bereichen New Adult und Frauenunterhaltung verkauft. Als Anne Sonntag hat sie im Herbst 2014 den Roman "Eigentlich Liebe" veröffentlicht.



    Meine Meinung:



    Titel: Eher was für Teenager...



    Ich bin derzeit dabei auch mal alte, ungelesene Schätze aus meinem Regal zu befreien und so ein Buch ist das vorliegende. Jetzt weiß ich auch, warum ich so lange drum herum gegriffen habe.



    In der Geschichte geht es um Katie, die nach dem Tod ihres Vaters zu ihrer Mutter muss, zu der sie jahrelang keinen Kontakt hatte. An der neuen Schule findet sie schwer Freunde als die Neue und dann begegnet sie plötzlich Dillen und nichts ist mehr wie es war. Kann sie als unscheinbares Mädel sein Herz gewinnen?



    Gleich vorweg: Ich habe mich köstlich amüsiert bei der Lektüre, aber nicht weil sie so gut ist, sondern so enorm an den Haaren herbeigezogen und unrealistisch ist.



    Der Tod des Vaters wird kaum thematisiert, denn im Buch geht es ausschließlich darum wie Kate davon träumt endlich mit Dillen zusammen zu sein.



    Kate mochte ich leider nicht sonderlich, da sie bei jeder Gelegenheit weint und massiv übertreibt, was mich ehrlich gesagt genervt hat. Zudem macht sie sich dauernd selbst schlecht aufgrund ihrer kleinen Brüste und was ihr sonst an ihr nicht passt und das obwohl andere sie toll finden. Hier habe ich leider zu keiner Zeit die Selbstzweifel abgekauft.



    Ansonsten schildert die Autorin enorm übertrieben alle Empfindungen und wiederholt sich dauernd. Immerzu wird geweint, hart geschluckt, irgendwo raschelt was und Kate schwitzt natürlich so dermaßen, dass selbst 12 Deodosen ihren Schweiß nicht bändigen können. Kaum zu glauben, dass sich hinter diesem Pseudonym die Autorin Anne Freytag verbirgt, die ich echt gerne lese.



    Natürlich geht am Ende alles gut aus, wer wollte sich da wundern.



    Sehr seichte und leichte Kost, die sich zwar immens schnell hat lesen lassen (ja ich kann es immer noch nicht glauben, dass ich bis zum Ende durchgehalten habe), aber für mich nahezu inhaltslos.



    In meinen Augen ausschließlich für Teenager bis 15 Jahre geeignet.



    Fazit: Ich kann hier leider keine Leseempfehlung aussprechen. Zu weit weg von der Realität und fast ein wenig frauenfeindlich.



    Bewertung: 2/ 10 Eulenpunkten

    Meine Meinung zum Buch:



    Titel: Eine Frau, die zu viel will...


    Auf Empfehlung habe ich diesen Roman gelesen und ich wusste nach der Lektüre gar nicht so richtig was ich empfinden soll. Die optische Aufmachung finde ich sehr gelungen, da man in der rauchenden Frau die Hauptakteurin wiedererkennt.



    In der Geschichte geht es um die verheiratete Adèle, die alles im Leben hat und dennoch nicht glücklich ist. Immer wieder bricht sie aus dem Ehealltag aus und vernachlässigt ihre Pflichten. Wird ihr das bald zum Verhängnis werden?



    Adèle als Charakter war keine Person, die ich sonderlich mochte. Sie wirkte auf mich sehr arrogant und ichbezogen. Ihre sexuellen Eskapaden lasen sich für mich zwar äußerst interessant, aber viele ihrer Stelldicheins fand ich eher abstoßend und ich konnte nicht ganz nachvollziehen warum sie dies tut. Erst als man ihre Mutter kennenlernt, ahnt der Leser warum sie so geworden ist.



    Richard als gehörnter Ehemann hat mir persönlich recht gut gefallen, weil er sehr viel für seine Familie tut. Allerdings haben seine Abwesenheit durch zu viel arbeiten und seine Beziehung zum Thema Sex sicher dazu beigetragen, dass Adèle so agiert.



    Der kleine Lucien, der Sohn des Ehepaares, hat mir unheimlich Leid getan. Man spürte wie sehr er seine Mutter braucht, die ihn aber immer wieder irgendwo abgibt und schlichtweg vernachlässigt.



    Der Autorin ist es sehr gut gelungen aufzuzeigen was in einer Gesellschaft passiert, in der die Menschen alles haben und dennoch nicht glücklich sind.



    Auch wenn ich den Roman nicht mit großem Genuss gelesen habe, so hat er doch bei mir einen Punkt getroffen, da mich das Ganze letztendlich doch irgendwo berührt hat.



    Fazit: Interessante Lektüre, die mich sehr nachdenklich gestimmt. Gern spreche ich eine Empfehlung aus.


    Bewertung: 8/ 10 Eulenpunkten

    Meine Meinung zum Buch:



    Titel: Das Geheimnis von Astbury Hall...



    Seitdem ich "Das Orchideenhaus" von der Autorin gelesen habe, bin ich Fan von ihr. Gespannt begann ich mit dieser überwältigenden Familiengeschichte.



    In der Geschichte geht es um die Schauspielerin Rebecca und den indischen Geschäftsmann Ari Malik. Während sie einen Film auf dem Anwesen Astbury Hall dreht, sucht der Inder nach der Vergangenheit seiner Großmutter. Was wird Ari herausfinden? Und warum sieht Rebecca einer ehemaligen Hausherrin so ähnlich?



    Der Autorin ist es unglaublich gut gelungen, die Gegenwart mit der Vergangenheit zu verknüpfen. Als Leser wandeln wir mittels Tagebucheinträgen, Briefen und anderen Aufzeichnungen in der Vergangenheit.



    In der Geschichte gibt es zahlreiche Figuren, die jede für sich beeindruckt. Besonders hervorheben möchte ich vor allem Anahita, die einiges durchmachen musste im Leben und dennoch hundert geworden ist. Besonders gern habe ich die Abschnitte ihrer Kindheit und die in Indien spielenden gelesen. An ihr hat mir gut gefallen, dass sie immer Rücksicht auf andere nimmt, selbst wenn sie damit ihr eigenes Leben negativ beeinflusst. Donald Astbury konnte man nur bedingt böse sein über seine Entscheidungen, waren doch viele Entwicklungen einfach nur Missverständnisse.



    In der Gegenwart hat mich am meisten Ari Malik fasziniert. Zum Glück erkennt er bald, was wirklich zählt im Leben. Er hat sich wirklich angenehm um Rebecca und auch andere gekümmert. Klar wollte er das Geheimnis des Anwesens lüften, aber dies tut er nie indem er andere bedrängt, sondern immer stets sehr verständnis- und rücksichtsvoll. Bei Rebecca fand ich am interessantesten ihr Leben als Schauspielerin und wie die Medien mit ihr umgehen. Auch sie achtet sehr auf ihre Mitmenschen.



    Mir hat gut gefallen, dass nahezu alle Geheimnisse gelüftet werden und dies sehr schlüssig und nachvollziehbar. Dass sich Rebeccas Herkunft nicht ganz aufklärt, hat mich nicht gestört, denn so bleibt am Roman immer noch etwas Geheimnisvolles, über dass man sich selbst seine Gedanken als Leser machen kann.



    Die Autorin hat zahlreiche Cliffhanger im Buch eingebaut, so dass man den Roman regelrecht durchsuchtet. Kaum wird es spannend, wird wieder in die andere Zeit gewechselt und man muss sich gedulden, eh man wieder mehr darüber erfährt. Selbst kleine Thrillerelemente findet man.



    Fazit: Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und kann nur eine Leseempfehlung aussprechen. Ein toller Schmöker, klasse!



    Bewertung: 8/ 10 Eulenpunkten

    Taschenbuch: 208 Seiten

    Verlag: Ullstein Taschenbuch; Auflage: 5. (12. Oktober 2018)

    Sprache: Deutsch

    ISBN-10: 9783548291956

    ISBN-13: 978-3548291956



    Inhaltsangabe:



    Sensation, Sensation: Archäologen haben in einem Geheimfach in Marc-Uwes Schreibtisch neue Geschichten vom Känguru und seinem Kleinkünstler gefunden! Dies ist nicht die Fortsetzung der Fortsetzung der Fortsetzung der Känguru-Chroniken. Triologie bleibt Triologie. Aber ein anständiger Kleinkünstler hat natürlich eine Zugabe vorbereitet.



    Autoreninfo:



    Marc-Uwe Kling (*1982) singt nicht nur Lieder, er erzählt auch Geschichten, beides besonders gern im Radio, auf Lesebühnen oder anderen bedeutungsvollen Brettern. Grundsätzlich sind ja Lieder und Geschichten schon einmal eine gute Kombination. Doch Marc-Uwe Kling lebt darüber hinaus noch mit einem Känguru zusammen: einem kommunistischen Känguru, einem süchtigen Känguru – süchtig nach Schnapspralinen. Einem etwas rückständigen Känguru also, das zu allem Überfluss auch noch Nirvana hört. Eine durchaus schwierige Partnerschaft, die sich in absurd tiefschürfenden Debatten äußert – wie etwa in „Die Känguru Chroniken: Ansichten eines vorlauten Beuteltiers“.



    Meine Meinung:



    Titel: Endlich wieder was vom lustigsten Beuteltier der Welt...



    Ich kenne alles vom Känguru und seinem Mitbewohner bisher ausschließlich vom Hörbuch. Beim vorliegenden Buch habe ich mir sowohl das Hörbuch als auch die Printausgabe gekauft und ich muss sagen, dass das selber Lesen genauso viel Spaß macht.



    Auch im vorliegenden Buch geht es um den Alltag vom Kleinkünstler Marc- Uwe und seinem kommunistischen Känguru.



    Die Geschichten sind allesamt so kurz, dass man sie immer mal zwischendurch lesen kann, mal in der Bahn oder auch gern mal im Wartezimmer beim Arzt. Als Klolektüre habe ich das Buch nicht missbraucht, würde sich aber auch ideal dafür eignen.



    Das herrliche bei der Lektüre war, dass ich oft laut gelesen habe (natürlich nur wenn ich allein war) und die Stimme des Beuteltiers nachgemacht habe, was auch seinen Reiz hatte.



    In meinen Augen kann man das Buch auch lesen, wenn man die anderen Bände noch nicht kennt, aber das wäre dumm, denn dann würde man sich zahlreiche Lacher und Schmunzler entgehen lassen.



    Lustige Unterhaltung, die besonders hilft, wenn man krank oder gerade mal nicht so gut drauf ist.



    Fazit: Gern spreche ich eine Leseempfehlung aus. Für Fans und alljene, die es noch werden wollen.



    Bewertung: 10/ 10 Eulenpunkten

    Gebundene Ausgabe: 240 Seiten

    Verlag: S. FISCHER; Auflage: 5. (13. März 2019)

    Sprache: Deutsch

    ISBN-10: 3103974248

    ISBN-13: 978-3103974249



    Inhaltsangabe:



    Lena hat mit ihrem Freund Kurt ein Haus gekauft. Es scheint, als wäre ihre größte Herausforderung, sich an die neuen Familienverhältnisse zu gewöhnen, daran, dass Brandenburg nun Zuhause sein soll. Doch als der kleine Kurt bei einem Sturz stirbt, bleiben drei Erwachsene zurück, deren Zentrum in Trauer implodiert.



    Autoreninfo:



    Sarah Kuttner wurde 1979 in Berlin geboren und arbeitet als Moderatorin. Sie wurde mit ihren Sendungen "Sarah Kuttner – Die Show" (VIVA) und "Kuttner" (MTV) bekannt und arbeitete mehrfach für die ARD. Bei zdf.neo hat sie das Großstadtmagazin "Bambule"und die Talkshow "Kuttner plus Zwei" moderiert. Seit 2016 produziert und moderiert sie die monatliche Veranstaltungsreihe "Kuttners schöne Nerdnacht" und seit 2017 moderiert sie gemeinsam mit Stefan Niggemeier den Podcast "Das kleine Fernsehballett" auf Deezer. Ihre Kolumnen für die Süddeutsche Zeitung und den Musikexpress wurden im Fischer Taschenbuch Verlag veröffentlicht. Ihr erster Roman "Mängelexemplar" erschien 2009 und stand wochenlang auf der Bestsellerliste. Danach erschienen die Romane "Wachstumsschmerz" (2011) und "180 Grad Meer" (2015). Sarah Kuttner lebt in Berlin.



    Meine Meinung:



    Titel: Bewegende Geschichte, die mitten ins Herz trifft...



    Ich habe bisher alle Bücher der Autorin gelesen und war stets sehr begeistert. Auf das Erscheinen von "Kurt" habe ich mich sehr lange gefreut und wurde dann von einer Geschichte überwältigt, die mein Herz im Sturm erobert hat.



    Im vorliegenden Buch geht es um Lena, die für ihre zwei Kurts nach Brandenburg zieht. Als der kleine Kurt bei einem Unfall stirbt, ist nichts mehr wie es vorher war. Wird die Beziehung diese Zerreißprobe bestehen?



    Eins ist mal klar: Frau Kuttner trifft mit ihrer nüchternen Erzählweise nicht nur den Zahn der Zeit, sondern auch mitten ins Epizentrum der Emotionen. Auch wenn die Thematik sehr traurig ist und ich beim Lesen auch teils Tränen in den Augen hatte, so gibt es dennoch zahlreihe heitere Ereignisse, die einen als Leser amüsieren.



    Lena als Figur hat mir richtig gut gefallen, da ich mich voll und ganz mit ihr identifizieren und mich in sie hineinversetzen konnte. Alles was sie beschäftigt, hätte mich genauso mitgenommen, denn es lässt sich eben wirklich nicht leicht beantworten, ob man um ein Kind trauern darf, welches nicht das eigene ist. Sie kümmert sich wirklich großartig um ihren großen Kurt und vergisst dabei leider ein bisschen sich selbst.



    Der kleine Kurt war einfach nur liebenswert beschrieben. Mir hat gut gefallen, dass wir ihn die ersten 70 Seiten kennenlernen dürfen, bevor der Unfall passiert. Gerade deswegen kann man als Leser die Trauer der Eltern noch viel besser nachvollziehen.



    Auch dem großen Kurt kann man keine Vorwürfe für sein Verhalten machen, denn das was er durchmachen muss, ist das Härteste was jemanden passieren kann. In meinen Augen gibt es nichts Schlimmeres.



    Besonders gut gefallen haben mir die Paarmomente zwischen Lena und Kurt, sowohl vor als auch nach dem Unfall, einfach weil sie so unaufgeregt und dem echten Leben entnommen wirken.



    Ebenfalls positiv fand ich wie die Autorin das Sterben von Kurt beschreibt. Kein Blut, keine Unfallverursacher oder ähnliches, sondern einfach nur ein Unglück, was leider passiert ist.



    Fazit: Ich habe schon lange kein so berührendes Buch mehr gelesen. Ganz große Klasse, das sollte man sich nicht entgehen lassen. Ein Must- Read!



    Bewertung: 10/ 10 Eulenpunkten

    Meine Meinung zum Buch:



    Titel: Wer hat den Tate auf dem Gewissen?



    Ich mochte Maxim Biller beim "Literarischen Quartett" immer sehr, weshalb ich jetzt mal ein Buch von ihm lesen wollte. Zusätzlicher Anreiz war natürlich, dass der Roman auf der Shortlist des "Deutschen Buchpreises" stand.



    Bei dem Buch handelt es sich um eine Autofiktion, in der uns der Autor an seiner Familiengeschichte teilhaben lässt. Wer aus der Familie hat den Großvater verraten, so dass dieser hingerichtet wurde?



    Der Frage nach dem Verrat wird eher nebensächlich nachgegangen. Im Fokus steht nahezu nur Alltägliches.



    Ich wollte den Roman wirklich mögen, aber zum Schluss war ich einfach nur froh, dass er zu Ende war.



    Mir waren leider alle Figuren zu eindimensional. Mit niemanden wurde ich so recht warm oder hatte Verständnis für dessen Handeln.



    Die Emigration der Familie wird auch nur am Rande erwähnt. Gründe erfährt man keine dafür, aber ich gehe davon aus, dass sie politischer Natur waren.



    Der Schreibstil und die Wortwahl von Biller waren alles andere als schlecht, aber die Handlung hat mich leider schlichtweg gelangweilt.



    Leider hat mir auch die fehlende Offenbarung nicht gefallen, denn wir erfahren nichts darüber, wer denn nun der Verräter war, sondern können lediglich Vermutungen anstellen.



    Fazit: Sicherlich nur etwas für Biller- Fans. Ich kann leider keine Leseempfehlung aussprechen.



    Bewertung: 4/10 Eulenpunkten

    Gebundene Ausgabe: 304 Seiten

    Verlag: Kiepenheuer&Witsch (14. Februar 2019)

    Sprache: Deutsch

    ISBN-10: 3462051547

    ISBN-13: 978-3462051544



    Inhaltsangabe:



    Die erste Liebe hat lebenslange Konsequenzen, aber davon hat Paul im Alter von neunzehn keine Ahnung. Mit neunzehn ist er stolz, dass seine Liebe zur verheirateten, fast 30 Jahre älteren Susan den gesellschaftlichen Konventionen ins Gesicht spuckt. Er ist ganz sicher, in Susan die Frau fürs Leben gefunden zu haben, alles andere ist nebensächlich. Erst mit zunehmendem Alter wird Paul klar, dass die Anforderungen, die diese Liebe an ihn stellt, größer sind, als er es jemals für möglich gehalten hätte.



    Autoreninfo:



    Julian Barnes, geboren 1946 in Leicester, England, ist einer der wichtigsten zeitgenössischen britischen Autoren. Er wuchs in London und Northwood auf. Bis 1968 studierte er am Magdalen College in Oxford Moderne Sprachen und schloss das Studium mit Auszeichnung ab. Drei Jahre lang arbeitete er als Lexikograph für das "Oxford English Dictionary supplement", trat dann eine Stelle als Redakteur bei der "New Review" und dem "New Statesman" an, bevor er von 1979 bis 1986 erst als Fernsehkritiker für den "New Statesman" und den "Observer" tätig war. 1979 heiratete Barnes seine Agentin Patricia Olive Kavanagh, die 2008 den Folgen eines Gehirntumors erlag. Julian Barnes setzt sich mit dem plötzlichen Tod seiner Frau in seinem Buch "Lebensstufen" auseinander. Er widmet ihr den Großteil seiner Werke. Julian Barnes lebt und arbeitet in London.



    Meine Meinung:



    Titel: Wenn Liebe wehtut...



    Mich hat die Vorstellung gereizt, dass ein junger Mann eine deutlich ältere Frau vergöttert, weshalb ich ganz gespannt mit der Lektüre begann.



    In der Geschichte geht es um den 19- jährigen Paul, der sich im Tennisclub in die 48- jährige Susan verguckt. Zunächst verbringen sie nur gemeinsam viel Zeit, aber schnell merkt er, dass sich da Gefühle entwickeln. Wird dies seine große Liebe sein, auch wenn Susan verheiratet ist? Und werden die beiden einen Skandal auslösen?



    Der Roman ist in drei Teile untergliedert. Während mich die ersten beiden unheimlich gefesselt haben, weil es sich so anfühlte als würde Paul dem Leser die Liebesgeschichte live schildern, hat der letzte Teil diese Faszination wieder zunichte gemacht, da hier vieles nochmal wiederholt wird, was bereits im Buch geschildert wurde.



    Paul als Charakter war einfach nur liebenswürdig. Ich habe seine Unbeschwerheit, wie man sie wohl nur in so jungen Jahren hat, sehr bewundert. Er hat nie Zweifel an dem was er tut und macht sich nichts aus dem was Freunde und Familie denken. Das hat mir gut gefallen. Zudem hat mich sein Durchhaltevermögen erschüttert. Auch wenn die Liebe ihm schon längst nicht mehr guttut, hält er noch zu Susan.



    Susan hingegen habe ich während der ganzen Handlung nie so recht verstanden. Nie habe ich gespürt, ob es ihr bei Paul wirklich um Liebe geht oder eben nur um den Ausbruch aus ihrer Ehe. Ihr Verfall zum Ende hin hat mich dann aber sehr mitgenommen.



    Julian Barnes ist erstklassig gelungen zu zeigen was Liebe aus einem machen kann und dass sie einem nicht immer guttut, auch wenn man sich das noch so sehr einreden möchte.



    Gut fand ich zudem wie der Autor die Alkoholsucht beleuchtet und wie sich so etwas in eine Beziehung einschleicht.



    Fazit: Wäre der letzte Part nicht gewesen, dann wäre ich vollends überzeugt gewesen. So war es dann aber nur ein gutes Buch, welches ich aber empfehle.



    Bewertung: 8/ 10 Eulenpunkten

    Taschenbuch: 143 Seiten

    Verlag: Insel Verlag; Auflage: Textgrundlage: Gekürzte Sonderausgabe der OA (16. September 2013)

    Sprache: Deutsch

    ISBN-10: 3458359583

    ISBN-13: 978-3458359586



    Inhaltsangabe:



    Frauen, die lesen, galten lange Zeit als gefährlich – denn lesend konnten sie sich Wissen aneignen, das nicht für sie bestimmt war, und die enge Welt des Heims, der Kindererziehung und der Hausarbeit mit der unbegrenzten Welt der Gedanken und der Phantasie eintauschen. Doch während es Jahrhunderte dauerte, bis es Frauen tatsächlich erlaubt war zu lesen, was sie mochten, waren Künstler von jeher fasziniert von ihnen. Frauen, die ein Buch in Händen halten und tief in die Lektüre versunken sind, begegnen uns in meisterhaften und weltberühmten Werken aus allen Epochen.



    Autoreninfo:



    Stefan Bollmann, geboren 1958, studierte Germanistik, Theaterwissenschaften, Geschichte und Philosophie und promovierte mit einer Arbeit über Thomas Mann. Er arbeitet als Lektor, Autor und Herausgeber in München. 2005 und 2006 erschienen seine Bestseller "Frauen, die lesen, sind gefährlich" und "Frauen, die schreiben, leben gefährlich", 2012 "Frauen, die denken, sind gefährlich" im Elisabeth Sandmann Verlag.



    Meine Meinung:



    Titel: Kleinod für alle Buchliebhaber...



    Dieses süße Buch habe ich als Frau mal geschenkt bekommen und ich kann nur sagen, dass es sich wirklich ideal als Geschenk macht für jeden Bücherfreund, egal ob männlich oder weiblich.



    Anhand von Gemälden und Fotografien bekannter Künstler wird der Werdegang des Lesens, im Speziellen bei Frauen, beleuchtet.



    Das Buch ist somit nicht nur ein Lesegenuss, sondern auch zum Verweilen und Betrachten der toll ausgewählten Bilder gedacht.



    Für mich war die Lektüre sogar augenöffnend, ist es für mich selbstverständlich in meiner Freizeit zu lesen. Dass jedoch vor etwas mehr als hundert Jahren noch nicht jeder lesen konnte, geschweige denn sich das Lesen leisten konnte, das war mir gar nicht so bewusst. Auch dass es in anderen Ländern nach wie vor noch Analphabeten gibt, die gar nicht in den Genuss des Lesens kommen können, hatte ich nicht vor Augen.



    Man kann dieses Kleinod in eins weglesen oder aber immer mal wieder rein schauen, auch querlesen geht prima.



    Fazit: Das perfekte Geschenk für eine Leseratte, wenn ihr nicht nur Buchgutscheine verschenken möchtet. Gern spreche ich eine Kaufempfehlung aus!



    Bewertung: 10/ 10 Eulenpunkten

    Meine Meinung zum Buch:



    Titel: Feuerwerk der Emotionen...



    Die Leseprobe hatte mir so gut gefallen, dass ich das Buch unbedingt lesen wollte und ich bekam so viel mehr als nur eine tolle Geschichte...



    In der Erzählung geht es um zwei Frauen, die in unterschiedlichen Jahrhunderten groß geworden sind, aber die dennoch eins eint: ein Geheimnis, dass ihr Leben belastet. Als die Frauen sich durch einen Zufall begegnen, ändert dies einiges. Wird ihrer beider Leben eine Wende erfahren?



    Zunächst einmal muss ich den tollen Schreibstil der Autorin loben, bei dem man sich sofort zu Hause und geborgen fühlt. Frau Scott hat eine sehr eindringliche Art, die Dinge zu beschreiben. Beim Lesen jagte eine Emotion die nächste, denn ich hatte sowohl Gänsehaut als auch Tränen in den Augen. Und schmunzeln musste ich an einigen Stellen auch. Ihr merkt schon, dass ich absolut ins Schwärmen abdrifte, aber zu Recht, denn der Roman hat mich wirklich von der ersten bis zur letzten Seite gepackt, weshalb ich ihn regelrecht inhaliert habe.



    Maddy mochte ich auf Anhieb gern. Ich konnte ihr besonderes Verhältnis zu ihrer großen Schwester voll und ganz verstehen, habe ich schließlich selbst jahrelang zu meiner großen Schwester aufgeschaut. Das Erlebnis, was Maddy in jungen Jahren mitmachen musste, konnte einfach nur prägend für ihr weiteres Leben sein. Ich hatte absolutes Verständnis dafür, dass sie sowohl an Summerhill hing als auch dass sie sich so zurückgezogen hat. Die Enthüllung ihres Geheimnisses hat mir den Atem geraubt.



    Mit Chloe konnte ich mich auf Anhieb identifizieren und es tat mir in der Seele weh zu lesen was sie in ihrer Ehe erleben musste, ging es mir mit meinem Mann schließlich ganz ähnlich. Ihre Selbstzweifel haben mich sehr nachdenklich gestimmt. Es ist schon erstaunlich wieviel Macht eine einzelne Person auf einen ausüben kann.



    Der Autorin ist es unglaublich gut gelungen zu zeigen wie Liebe sein kann, denn es gibt nicht nur die erfüllende Liebe zwischen einem Paar, sondern so viele unterschiedliche Facetten davon. Die einen förderlich für ein glückliches Leben, die anderen jedoch zerstören das Glück.



    Mit diesem Buch ist es Nikola Scott gelungen mich als Fan ihrer Bücher zu gewinnen, denn dieser Roman hat Potential Lieblingsbuch zu werden.



    Fazit: Eine emotional aufwühlende Geschichte, die ich jedem nur zu gern ans Herz lege. Ganz großes Kino, muss man auf jeden Fall gelesen haben. Klasse!



    Bewertung: 10/ 10 Punkten

    Taschenbuch: 240 Seiten

    Verlag: Rowohlt Taschenbuch; Auflage: 2. (24. April 2018)

    Sprache: Deutsch

    ISBN-10: 3499633426

    ISBN-13: 978-3499633423



    Inhaltsangabe:



    Schönheit ist keine Frage der Kleidergröße – die Philosophie der beliebten Modeexperten Miyabi Kawai und Manuel Cortez hat viele Fans gefunden. Vor allem werden sie aber für ihre sympathischen, klugen und sensiblen Moderatschläge geliebt. Ihr Styleguide ist ein Buch mit vielen Anleitungen und Tipps, aber ohne Verbote oder "No-Go’s". Es geht darum, sich selbst in seiner Kleidung lieben zu lernen, sich nicht bloß darin zu verstecken und mutig damit zu zeigen, wer man ist. Kleidung ist nicht zum Kaschieren da – sondern kann uns helfen, uns selbst auszudrücken.



    Autoreninfo:



    Miyabi Kawai, geboren 1974 in Berlin, ist Modedesignerin, Kostümbildnerin und Stylistin mit deutsch-japanischen Wurzeln. Als Kreativteam für TV-Shows wie "X-Factor" und "Got to Dance" startete sie ihre Zusammenarbeit mit Manuel Cortez im Kostüm- und Stylingbereich. Ab 2014 standen sie für drei erfolgreiche Staffeln ihrer gemeinsamen Stylingshow "Schrankalarm" auf Vox vor der Kamera.

    Manuel Cortez, geboren 1979 in Freiburg im Breisgau, ist Schauspieler, Stylist, künstlerischer Leiter und Videoregisseur. Als Kreativteam für TV-Shows wie "X-Factor" und "Got to Dance" startete er seine Zusammenarbeit mit Miyabi Kawai im Kostüm- und Stylingbereich. Ab 2014 standen sie für drei erfolgreiche Staffeln ihrer gemeinsamen Stylingshow "Schrankalarm" auf Vox vor der Kamera.



    Meine Meinung:



    Titel: Dein Stilberater für die Tasche...



    Ich habe die TV- Sendung "Schrankalarm" mit dem Autorenduo gern geschaut und mich gefreut, dass sie zum Thema Style ein Buch herausgebracht haben.



    Das Buch ist ein toller Berater für jede Frau, denn die Kernaussage ist stets: sei du selbst, egal welche Figur du hast, denn es gibt keine Problemfigur.



    Die Autoren klären auf wie man seinen Kleiderschrank entrümpelt, Kleidung richtig pflegt und aufbewahrt, wie man mit kleinen Handgriffen umschneidern kann und was Kleidung für einzelne Körpertypen und - formen tun kann.



    Positiv an dem Buch ist vor allem, dass es unglaublich unterhaltsam und freundlich geschrieben ist. Nie gibt es den erhobenen Zeigefinger, sondern Tipps wie man es besser machen könnte, aber nicht muss.



    Am besten hat mir der Part mit den Bodytypes gefallen und was welchen Typ unterstreicht. Hier habe ich noch einiges dazugelernt. Zudem wurde ich durch die Lektüre animiert endlich mal meinen Kleiderschrank auszumisten und Ungetragenes endlich los zu werden.



    Die 10 goldenen Stylingregeln fand ich enorm interessant. Gerade zum Thema Basics habe ich neue Ideen gewinnen können.



    Mir hat besonders gefallen, dass die Autoren wert darauf legen, dass man sich nicht verkleidet. Man soll sich wohlfühlen und mögen und erst dann kommen andere und deren Meinungen.



    Fazit: Ich kann nur eine klare Kaufempfehlung aussprechen, da hier Body Positivity groß geschrieben wird. Klasse!



    Bewertung: 10/ 10 Eulenpunkten