Beiträge von Tina85

    Also ich fand das Buch und seine beiden Hauptpersonen schlicht umwerfend. Den besonderen Reiz macht die besondere Idee dahinter aus. Endlich mal nicht ein Liebesroman nach dem Motto "Sie wird sitzen gelassen, geht aufs Land/ in eine neue Stadt/ einen neuen Job und verliebt sich dort in den zunächst als arrogant empfundenen Nachbarn/ Chef/ Landarzt. Das Rosie Projekt ist erfrischend anders, schön geschrieben und war für mich eine echte Entdeckung. Eine klare Leseempfehlung. Den Nachfolger habe ich schon auf meinem Nachtschränkchen liegen. Ich freu' mich drauf.

    Für den reinrassigen Krimifan ist Leberkäsjunkie sicher nicht das passende Buch. Der Fall ist eine nette Randerscheinung, ansonsten suhlt man sich förmlich in der Ansammlung vertrauter und vor allem skurriler Figuren, die herrlich überzeichnet durch die Geschichte tollen. Wenn dann noch die Mieterin der Mooshammerin zu Tode kommt, dann ist das ein Schmankerl am Rande. Ich hab es einmal mehr genossen. Wie ein Abend mit alten Freunden, nicht vorrangig spannend oder anspruchsvoll, sondern einfach schön.

    Ich habe ja schon den ersten Band der Reihe gelesen und er hatte mir gut gefallen, deshalb habe ich jetzt sofort auch beim nächsten Buch zugegriffen und ich wurde nicht enttäuscht. Im Gegenteil: Das Buch ist absolut klasse!


    Klappentext:
    Sommer in Meran. In einem Sanatorium wird der Chefingenieur eines italienischen Kreuzfahrtschiffes ermordet. Der Mann war verantwortlich für eine Beinahe-Havarie und seelisch am Ende. Als herauskommt, dass der Tote unter falschem Namen gelebt hat, geraten Commissario Pavarotti und Lissie in ein Verwirrspiel um seine wahre Identität. Bis sie schließlich den Keim des Bösen in der gemeinsamen Vergangenheit Italiens und Deutschlands entdecken ...


    Inhalt:
    Der füllige Commissario und die zickige Deutsche ermittelen also wieder. Darauf habe ich mich gefreut. Zum Inhalt etwas vertiefendes zu sagen ist nicht ganz einfach, denn es gibt mehrere Handlungs- und Zeitstränge, die sehr clever miteinander verwoben sind. Lissie, die immer noch keinen Job hat und langsam in jeder Hinsicht auf dem Zahnfleich geht, wird von Pavarotti nach Meran gelockt (anders kann man das kaum nennen), weil er mit dem Mordfall in der Psychiatrie nicht weiter kommt. Das ist nicht seine Welt, wird aber von der Autorin sehr gruselig und edrückend erzählt. Lissie begibt sich in der Psycho-Villa selbst in Behandlung und das ist ein richtig gefährliches Unterfangen. Gleichzeitig werden in Rückblenden in Form von psychiatrischen Gesprächsprotokollen die Hintergründe des Mordes erzählt, ohne dass ich die geringste Ahnung hatte, wer der/die Täter(in) ist. Das ist wirklich toll erzählt. Das Buch ist etwas weniger komisch als der Vorgänger (für diverse Kícherer hat es aber gereicht), dafür noch fesselnder. Und man erfährt viel über Lissie und Pavarotti, deren Beziehung sich so gar nicht gradlinig entwickelt. Das Ende des Buchs hat mich dann echt umgehauen. Aber mehr kann ich dazu hier nicht sagen, sonst ist die Spannung weg.


    Meinung:
    Das Buch ist umwerfend. Eine tolle Mischung aus etwas Südtirol Flair, Beziehungskiste und Humor und vor allem unglaublich viel Spannung. Ich hatte zum Teil Herzrasen, so bedrückend sind die Szenen in der psychiatrischen Klinik. Und ich habe spätestens nach diesem Buch einen Ultra-Horror vor solchen Einrichtungen. Die Handlung ist sehr clever entwickelt und die Figuren sind bis hin zur Schwester von Pavarotti und dem Sargent Emmenegger sehr realistisch.

    Mir hat der neue Klufti auch gefallen. Schade nur, dass Dr. Langhammer eine etwas geringere Rolle spielte als in einigen Vorgängerbüchern. Die Szene mit den Glückskeksen ist allerdings wieder super. Ich habe mich durch das Buch gut unterhalten gefühlt. Allerdings rückt die Kriminalhandlung doch arg in den Hintergrund und ist auch nicht besonders überraschend. Das Buch punktet vor allem durch Komik, die nicht zu übertrieben ist und durch die sehr sympathischen Verwicklungen auf dem Kommissariat (ich sage nur Schießtraining) und in der Familie Kluftinger. Das ist schön gemacht, echte Krimifans mögen aber etwas kurz kommen. Dennoch: ich fand's klasse.

    Ich war begeistert von dem Buch. Bruno ist mir ans Herz gewachsen und ich möchte am liebsten sofort losfahren ins Perigord. Die Gegend und das Dorf Saint Denis werden zauberhaft geschildert. Dabei kommt eine gute Krimihandlung aber nicht zu kurz. Und Walker zeigt, dass es weder Schockelemente noch Action braucht, um die Leserin in den Bann zu ziehen und Lust auf mehr zu machen. Und die habe ich definitiv bekommen und werde mir nun Teil 1 der Reihe zu Gemüte führen. Das muss sein!

    Logisch, dass ich auch Harry Potter gelesen habe und zwar alle Bände. Deshalb war ich skeptisch, wie es denn nun aus dieser Feder mit einem Krimi würde. Ich lese viel Krimis, so dass meine Anspruchshaltung durchaus hoch ist. Und ich muss sagen, sie wurde in keine Weise enttäuscht. Man findet eine Handlung, die gut erdacht und schön umgesetzt ist, Figuren, die lebensnah und charaktervoll sind und wo es zwischen Detektiv und Assistentin durchaus atmosphärisch wird. Das Buch verzichtet auf übertriebene Grausamkeiten und Thriller Schnickschnack, sondern hat mich mit einer Anmutung überzeugt, die etwas an Agatha Christie oder P.D. James erinnert. Sehr gelungen. Und den Nachfolger, wenn er bald auch auf deutsch erscheint, werde ich auf jeden Fall lesen.

    Ich habe mir das Buch sozusagen aus Versehen gekauft, ich wusste nicht, dass es ein Jugendbuch ist, sondern dachte, es wäre ein lustiger, neuer Dora Heldt. Aus der Zielgruppe falle ich vom Alter her eigentlich merklich raus, meinen Fehler habe ich dann nach sieben oder acht Seiten bemerkt. Trotzdem habe ich zu Ende gelesen und muss sagen, dass der Siebenmeter für die Liebe eigentlich ein sehr nettes Buch ist. Nicht sonderlich verzwickt von der Handlung, aber die Nöte eines heranwachsenden Mädchens, das noch dazu in eine neue Umgebung kommt, werden nett und leichtgängig erzählt. Natürlich gibt es auch ein Happy End. Letztlich habe ich den Kauf also nicht bereut. Wäre es kein ebook gewesen, hätte ich noch dazu ein nettes Mitbringsel für meine Nichte gehabt.

    Zur Handlung muss an dieser Stelle ja nicht mehr viel gesagt werden. Deshalb gleich meine Einschätzung. Ich habe die Krimis von Nele Neuhaus bisher gerne gelesen, fand auch den Schreibstil gut. Umso frustrierter war ich jetzt bei dem Sommer der Wahrheit. Wenn nicht so penetrant darauf hingewiesen worden wär, dass es sich um die gleiche Autorin handelt, hätte ich es nicht geglaubt. Der Schreibstil ist flach und auf Groschenheftroman, das gilt noch mehr für die Story. Man hätte aus den vielen Verwicklungen und auch aus dem Familiengeheimnis sicher ein schönes Buch machen können. So wurde aber eine unglaubwürdige und platte Geschichte daraus, die vor allem von den schnell wechselnden Liebschaften der jungen Sheridan mit älteren Männern bestimmt wird. Zu einem Erotikbuch fehlte dann aber doch der Mut und für einen guten Familienroman langte es auf keinen Fall. Ich bin sooo enttäuscht und hoffe, dass der nächsten Krimi im Oktober wieder gewohnte Qualität hat.

    Hallo ihr Lieben, ich möchte nicht versäumen, mich hier ganz kurz vorzustellen. Alter und Geschlecht lassen sich ja an meinem Nick ganz gut ableiten. Ich wohne im Ländle und gehe wieder zur Schule. Was das beruflich heißt, kann sich die eine oder andere von euch wahrscheinlich ausmalen :zwinker Was Bücher angeht bin ich auf kein Genre festgelegt. Ich habe Dora Held ebenso gelesen wie Tom Sharpe, Michael Ende oder Sara Gran. Da ich hier seit einiger Zeit Passiv-Leserin bin, dachte ich mir jetzt, dass es an der Zeit ist, nicht nur im Forum zu konsumieren (was ich natürlich fleißig weiter tun werde), sondern auch etwas beizusteuern. Das mache ich hiermit und freue mich auf einen regen Austausch. Liebe Grüße von Tina

    Stephen King hatte ja lange Zeit so ein leichtes Schmuddel Image, er war gefühlt irgendwie so eine Art amerikanischer Heinz G. Konsalik. Ich gebe zu, dass mich das in der Vergangenheit abgehalten hat, seine Bücher zu lesen, ich hatte Angst meine Zeit zu verschwenden. Vor 3 Jahren ist mir dann im Urlaub in der Hotelbilbliothek "Shining" in die Hände gefallen. Ich fand das Buch schon Klasse und habe deshalb natürlich auch den Nachfolger gekauft, gelesen und, ja, genossen. Ein spannendes Buch, dass den Charakter von Danny/ Dan prima beschreibt und entwickelt. Die Spannung ist nicht brachial vordergründig, Dr. Sleep ist kein Reißer, der mit dem blanken Grauen punktet, vielmehr wird hier Spannung toll aufgebaut und das hat mich wieder gefesselt. Klare Empfehlung deshalb von mir, ein wirklich gelungenes Buch!

    Habe das Buch zu Weihnachten bekommen, weil ich im Frühling mit meinem Schatz nach Südtirol will. Ich kannte Buch und Autorin vorher nicht und war angenehm überrascht. Dieser Effekt hat meine insgesamt sehr positive Einschätzung des Krimis natürlich noch verstärkt. Der dicke Pavarotti ist mir schnell ans Herz gewachsen und die deutsche Urlauberin Lissie ist zwar kratzbürstig, aber man merkt, wie sie mit ihren Problemen zu kämpfen hat und dies eben zum Teil mit einer spitzen Zunge kompensiert. So habe ich einen schön spannenden Krimi gelesen, der mit einer gut konstruierten und vielschichtigen Handlung daher kommt. Mit der Auflösung, wer einen Teil der Morde begangen hat, zieht die Autorin am Ende nochmal die Spannung nach oben. Humorig war's trotzdem und so bin ich rundum zufrieden und auf unseren Trip in den Süden noch gespannter als vorher. Ein Nachfolgeband würde sich tatsächlich anbieten, ich möchte schließlich wissen, wie es in der (Nicht-) Beziehung zwischen Lissie und Pavarotti weiter geht.

    Ich bin eigentlich begeisterte Fantasy Leserin, aber der Auftaktband dieser Saga hat mir nicht wirklich gefallen. Eine Stimmung wie im Mittelalter, das ist ja zunächst mal ganz spannend. Die ersten rund 100 Seiten habe ich deshalb auch verschlungen. Als sich die Handlung aber teilweise immer mehr an den Königshof verlagert, wird das Intrigenspiel nach meiner Empfindung für den Autor langsam zum Selbstzweck. Auch mag ich keine Bücher, die mitten in der Geschichte enden. Das ist hier der Fall. Sicher, das ist oft bei mehrbändigen Werken so (Tolkien hat es ja nicht anders gemacht), aber da ist dann ein Ende in Sicht. Den zweiten Band "Das Erbe...) habe ich dann noch angefangen, aber irgendwann kam ich mir dann vor wie in einer Mischung aus Dallas und Denver Clan im Mittelalter. Ich hatte das Gefühl in einer Endlos-Reihe zu sein, so etwas mag ich nicht. Deshalb habe ich Buch 2 nach etwa 70% aus der Hand gelegt und mich anderem Lesestoff zugewendet. Dies ist natürlich nur eine sehr subjektive Sicht, ich weiß, dass Martin eine begeisterte Fangemeinde hat. Ich habe mir Die Herren von Winterfell aber eher zufällig vor einer längeren Bahnfahrt gekauft und aus meiner Sicht etwas danaben gegriffen.

    Ich habe das Buch mit gemischten Gefühlen gelesen. Das lag aber wahrscheinlich auch an meiner Erwartungshaltung. Ich habe vorher diverse Bände aus der Dalziel & Pascoe Reihe von Hill auf deutsch und englisch gelesen und bei "Rache verjährt nicht" hatte ich auf einmal eine ganz andere Art von Buch in den Händen. Es geht nicht darum, wer ein bestimmtes Verbrechen begangen hat, sondern vielmehr ist die Frage, wie die genauen Zusammenhänge waren und wie das "Opfer" mit der Situation zurecht kommt und sich auch rächt. Eigentlich werden ja in unterschiedlicher Länge drei Leben des Protagonisten beschrieben, deren ganze Verknüpfung erst Scheibchen weise ans Licht kommt. Ich bin der Meinung, das Hill ein großer Kriminalschriftsteller war. Andere Bücher von ihm haben mir jedoch besser gefallen. Mit dem Woodcutter versuchte er sich an einem Genrezweig, der ihm aus meiner Sicht nicht so gelegen hat. Insgesamt finde ich die Figuren etwas sehr nach Schablone gezeichnet. Den feinsinnigen Humor, den Hill sonst in seine Bücher einbaut, habe ich komplett vermisst und die Verknüpfung der verschiedenen losen Fäden der Handlung finde ich am Ende nicht sehr originell. Aber, dass was ich hier betreibe ist kritteln auf hohem Niveau. Andere Autoren würden wahrscheinlich einen Finger dafür hergeben, wenn sie so ein Buch schrieben könnten. Bei Hill bin ich nur der Meinung, es kann es noch besser. Deshalb würde ich für dieses Buch 7 bis 8 Punkte vergeben. Das Lesen lohnt sich absolut, aber danach würde ich wirklich mal als Kontrast einen Blick auf den dicken Dalziel und Kollegen Pascoe werfen.