ZitatOriginal von sapperlotWeil Peter Prange immerhin rund 2,5 Millionen Bücher verkauft hat und er im Gegensatz zu den meisten anderen Verfassern/-innen historischer Romane thematisch über Deutschland, Frankreich, Italien hinausgekommen ist. Weil ich keine Stimmen gehört habe, dass er seichte Romane à la Iny Lorentz schreibt und nicht zuletzt weil ich ihn aus dem Nichts heraus und ohne näher begründen zu können einfach so eingeschätzt dass er niveaumässig auf einem höheren Level schreibt als die Durchschnittsmasse der Historischen-Romane-Autoren/-innen.
Danke für deine Rückmeldung.
Als ich nach dem "Bernstein-Amulett" (auf das ich durch die Verfilmung aufmerksam wurde, einer der seltenen Fälle, wo ich die Verfilmung eindeutig besser als den Roman fand) auf den "Maximlian-Roman" aufmerksam gemacht wurde und ihn dann gelesen habe, war ich mir noch keineswegs des Umstandes bewusst, dass Prange offensichtlich als deutscher Star-Autor des historischen / Historischen Romans gehandelt wird, und sogar international reüssiert hat.
ZitatOriginal von Hedwig50Mir hat der Roman von Peter Prange eigentlich gut gefallen, wenn ich das Leben dieser historischen Persönlichkeit aus dem Schulunterricht doch ein wenig anders in Erinnerung hatte und auch von diesem Autor schlummert ein weiteres Buch in einem meiner Regale
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Ich fand Maximilian bei Prange als Charakter eigentlich recht langweilig. Mir fehlt hier das Individuelle, was einer Romanfigur eine gewisse Einmaligkeit gibt (selbst wenn sie mit ihrem historischen Vorbild nicht viel gemeinsam hat); und mir fehlen markante Eigenschaften, die der historische Maximilian tatsächlich gehabt haben dürfte, sodass ich das Gefühl habe, so könnte er tatsächlich gewesen sein.
Die innere Zerrissenheit, die der Klappentext verspricht, wird (mein Eindruck) nur behauptet, ist aber in der Handlung nicht wirklich umgesetzt.
Pranges Maximilian entspricht offensichtlich den zurzeit üblichen gängigen Vorstellung eines Helden. Wenn Prange den Roman als Geschichte über einen fiktiven Herrscher in einem Phantasiestaat publiziert hätte, hätte er für mich anmerken müssen, dass Kaiser Maximilian I. das Vorbild war, denn von selbst wäre ich da wirklich nicht draufgekommen.
Allerdings habe ich diesen Kritikpunkt in Bezug auf die männliche Hauptfigur Maximilian bisher in meinen Kritiken nicht erwähnt, weil ich mir nicht sicher bin, ob es nicht ein subjektiver Kritikpunkt ist, und ich mich bei meinen Kritiken gewöhnlich auf Aspekte beschränke, die "objektiv" belegbar sind.
Ich gehöre halt noch zu jener Generation, die Kaiser Maximilian im Unterrichtsstoff hatte, und der Maximilian aus meinem Geschichtsbuch war eindeutig eine viel interessantere und vielschichtigere Persönlichkeit als Pranges Held.
Für die meisten Leser/innen des Romans dürfte der historische Maximilian dagegen ein Unbekannter sein, und für die wird daher die Romanfigur so ganz gelungen sein.
Zitat[i]Maximilian ruht in Wr. Neustadt in der ehemaligen Burgkapelle, heute ist es die Kaserne, kaum jemand pilgert dorthin, eigentlich ist es nicht einmal besonders bekannt, dass diese historische Persönlichkeit dort bestattet ist, eigentlich schade
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Ich glaube, es ist auch gar nicht möglich, so einfach dorthin zu kommen.
Abgesehen davon, wenn sich jemand das Grab von Maximilian ansehen will, wird er oder sie wohl eher nach Innsbruck in die Hofkirche ("Schwarzmander-Kirche") pilgern, wo sich sein Grabmonument befindet, das zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt gehört. (Das Grabmonument, das erst nach Maximilians Tod fertig gestellt wurde, wurde in Innsbruck aufgestellt, da in der Burgkapelle in Wiener Neustadt der Platz dafür nicht ausgereicht hätte.)