Beiträge von jusch

    Zitat

    Original von PmelittaM
    Rebecca Gable schreibt aus einer Zeit, aus der nicht alles überliefert ist und über Menschen, die sie nicht kennt. Das ist hier anders. Wenn jemand die Lebensgeschichte seines Großvaters schreibt, erwartet man schon, dass zumindest dessen Lebensumstände so authentisch wie möglich sind. Warum sollte man da eine Liebesgeschichte erfinden? Ich denke, dass man Lil auch anders hätte unterbringen können.


    Das kann ich nur :write


    Besser hätte ich es gefunden, wenn beide Personen fiktiv gewesen wären. So ist es nur eine Vermutung der Autorin.

    Christian Nielsen träumt seit frühester Kindheit einmal mit einem Zeppelin zu fliegen. Christians Lebensweg führt von Sylt aus rund um die Welt.
    Lil aus Hawaii hat auch einen Traum, denn sie möchte Journalistin werden. Sie geht nach New Yorck, um ihren Wunsch näher zu kommen.
    Christian und Lil verfolgen konsequent ihre beruflichen Ziele.
    Vor dem Hintergrund des politischen und wirtschaftlichen Weltgeschehens der zwanziger und dreißiger Jahre geht man mit Christian auf Reisen. besucht mehrere Schauplätze und trifft auf die eine oder andere Persönlichkeit. Diese Reiseerlebnisse werden so eindrucksvoll und lebendig beschrieben, dass man meint ein Passagier oder Besatzungsmitglied zu sein. Gleichzeitig erfährt man jede Menge Details aus der See- und der Luftschifffahrt.


    Unterhaltsam und interessant hat die Autorin mit einer Mischung aus Fiktion und Realität die Lebensgeschichte ihres Großvaters aufgeschrieben.



    8 von 10 Eulenpunkten

    Mir ging es auch so ähnlich mit dem offenen Ende und der fiktiven Lil. :gruebel
    Habe erst immer gelesen "wahre Liebesgeschichte" statt "Lebensgeschichte". :-)


    Zumal die Mutter die offizielle Todesnachricht erhalten hat. :gruebel



    Im Nachwort wird erwähnt, dass die Familie spät von den Scheidungsabsichten erfahren hat.


    Die Beschreibung der Lebensumstände, sowie die Abenteuerreisen waren interessant zu lesen.

    Der einsame Spaziergänger am Strand ist wohl Stefan Zweig.
    Immer wieder tauchen bekannte Gesichter auf.


    Die Zeppeline hatten ganz schön mit den Wetterverhältnissen zu kämpfen. Bei dem Unwetter auf der Überfahrt nach Rio dachte ich an die Air France Maschine vor einigen Jahren.


    Zu dieser Zeit gab es Passagierflugzeuge für die Kurzstrecken und die Lufthansa wurde gegründet.


    kann ich nur :write


    Amy wollte raus aus den beengten Wohnverhältnissen in NY und ihre einzige Chance war Rod.

    Der Börsencrash und welche Auswirkungen er auf die normale Bevölkerung hat konnte man sich gut vorstellen.


    Amy und Lil müssen aus der "Kakerlakenwohnung" raus und besser wird es nicht. Beide können wenigstens auf einen ereignisreichen Sommer zurück blicken auch wenn manchmal der Hunger groß war.


    Eigentlich hatte ich erwartet, dass sich Lil und Christian in NY treffen und nicht nur Blickkontakt haben. ?(
    Den Gewinn habe ich Christian gegönnt, hatte schon die schlimmsten Befürchtungen.


    Die Idee Zeppeline an Wolkenkratzern anzudocken war ja sehr utopisch.


    Ich grüble immer noch, wer der Junge an Bord des Zeppelins ist. Wahrscheinlich ein zukünftiger Kandidat für den Friedensnobelpreis.


    Der Besitz von Hearst in der Nähe von LA ist wirklich beeindruckend. Wir waren in den achtziger Jahren da. Die einzigen Deutschen unter lauter Amerikanern. Diese staunten über die Sammlungen und immer wieder hörte man "Oh,very old". :grin

    In diesen ersten Abschnitt kann man fast schon eine Weltreise machen : von Sylt nach Kap Horn, Hawaii und New York.
    Die Mischung der verschiedenen Schauplätze einschließlich der Protagonisten gefällt mir sehr gut.


    Es gab ja schon einige Dokumentationen über Zeppeline, trotzdem ist es interessant zu lesen wie luxuriös so eine Fahrt war.
    Ab und zu schwebt ja ein Luftschiff mit "Goodyear" Aufschrift über uns. :grin

    Mein aktuelles Buch passt in mehrere Kategorien:


    4.2 ..... mehrere Geschwister
    4.9 ..... jemand eine Brille trägt
    4.29.....das 2015 in D erschienen ist
    4.32.... namentliches Zitat
    4.35.... indem jemand eulenartig aussieht, hier eine "eulenartige Brille" trägt


    vielleicht finde ich noch mehr im Verlauf des Romans :grin

    Eine ältere Frau versinkt in Erinnerungen beim Anblick eines Überseekoffers. Diesen Einstieg hat man in den letzten Jahren schon vielfach gelesen.
    Danach verfolgt man das Leben von Isabelle und Vianne . Die beiden Schwestern erleben die Besetzung Frankreichs durch die Nazis in einer Kleinstadt in Frankreich. Schon von Kindheit an verläuft ihre Entwicklung sehr unterschiedlich. Vianne heiratet früh und wird Mutter, Isabelle dagegen widersetzt sich oft.
    Genauso verschieden ist ihr Verhalten gegenüber den Besatzern. Vianne versucht nicht aufzufallen und ist um die Sicherheit ihrer Tochter bemüht. Isabelle schließt sich der Résistance an.
    Welchen Entscheidungen die beiden Schwestern treffen und wie sie damit umgehen werden manchmal viel zu sehr emotional beschrieben.
    Der Autorin ist es gelungen atmosphärisch die Situation der Bevölkerung Frankreichs und welchen Repressalien diese ausgesetzt waren zu schildern. Sehr gut kann man sich vorstellen wie das Netzwerk der Résistance funktionierte und wie es ist mit der Angst der Entdeckung zu leben.
    In diesen Roman wurden viele Schicksale der damaligen Zeit verarbeitet, die den Leser aufwühlen. Der Autorin hat erreicht, dass man sich mit diesen interessanten Kapitel der französischen Geschichte intensiver befasst.
    Ein typischer sehr gefühlsbetonter Roman der Autorin mit dramatischen und realistischen Szenen , der schon in den USA ein Bestseller ist.


    Vielen Dank an den Verlag für das Bereitstellen des Leseexemplars.


    7 von 10 Eulenpunkten.

    Zitat

    Original von Lumos
    Sind ja auch nicht direkt Fehler ;-).
    Für mich setzt sie einfach den Schwerpunkt zu sehr auf die aufwühlenden emotional aufgeladenen Szenen - ich fühle mich da gern ein bisschen manipuliert und richte meine Aufmerksamkeit dann vermehrt auf das "drumherum".



    Die Autorin ist bekannt für ihren emotionalen Schreibstil. Habe es eigentlich noch schlimmer befürchtet :grin
    Es ist ein Unterhaltungsroman und die Zielgruppe war der amerikanische Leser.


    Ich finde das Drumherum hat sie sehr gut beschrieben und prompt habe ich mir heute ein Sachbuch bestellt.