Beiträge von jusch

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    Original von Schwarzes Schaf
    Danke für den Hinweis zu Ralphs Herkunft, das hatte ich so auch nicht mehr auf dem Schirm.





    Es macht mir immerhin noch ein wenig Mut, dass Maurice versucht, Isabel zu besänftigen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er seine geliebte Nichte einfach so einem grausamen Mann überlassen würde.



    ging mir auch so mit Ralphs Herkunft.



    Maurice sollte bestimmt wissen, wie der Sheriff tickt, hatte mit ihm bestimmt schon des öfteren mit ihm zu tun. Wer hat diese Verbindung eigentlich ausgehandelt?

    Ralph und Isabel, wie es sich weiter entwickelt kann man sich schon denken, auch Dank des Klappentextes.
    Ich sehe beide nicht als "Kinder", sondern eher wie junge Erwachsene, allein schon anhand der sehr vernünftigen Gespräche, die beide führen.
    Der jugendliche Übermut kommt ab und zu zum Vorschein.
    Sehr gut gelungen die Beschreibung von Tenby mit der Burg im Wasser und der Höhle. Diese Szene hatte was.
    Das sich der Sheriff so gibt war vorauszusehen. Die Szene mit der schwangeren Magd - das übliche, hätte es nicht unbedingt gebraucht. Erinnerrte mich an den ersten Band , hier gab es ja ähnliche Vorkommnisse.


    Harris Reaktion - hängt wahrscheinlich mit seiner Abstammung zusammen?

    Isabel hat fast das gleiche Schicksal wie ihre Großmutter. Die Mutter ist sehr speziell. Auf dem Weg zu ihrer Verlobung trifft sie gleich auf die zwei Männer, die ihren Lebensweg begleiten.
    Isabel und Ralph verhelfen Cadell zur Flucht. Die beiden müssen sehr stark gewesen sein um ihn auf das Pony zu heben.


    Der Stammbaum muss noch manchmal herhalten, wer ist wer.


    Die Landschaft auf den Innenklappen sind toll. Sind die Aufnahmen von dir, Sabrina?

    Zusätzlich sollte man bedenken,, daß dieser Roman vor fast 60 Jahren erschien und dem damaligen amerikanischen Weltbild entsprach. Vereinzelt gab es ja auch eine Zusammenarbeit.
    Heute gibt es mehr Bemühungen um eine friedliche Existenz zu schaffen von beiden Seiten,, aber es sind wenige.


    Neutrale Geschriebene Romane habe ich bis jetzt auch noch nicht entdeckt.

    Zitat

    Original von Findus
    .
    Warum Follett das KH allerdings in die Persische Straße legt, denn die heißt eigentlich Iranische Straße, ist mir ein Rätsel. Bei soviel Recherche sollte man doch darauf achten, auch Ortsnamen korrekt wiederzugeben. Persische Straße hieß sie nur bis 1934. Eigentlich auch nur knapp ein Jahr lang. Vorher hieß sie Exerzierstraße.



    :write



    Ich schleiche mich mal hier rein! Findus da bin ich auch stutzig geworden.





    Schönen Restsonntag!

    Über uns die Nacht
    Deutsche Übersetzung gefördert durch Mittel der israelischen Botschaft in Berlin
    Originaltitel: Im Eshkabekb (hebräisch) 2010
    If I forget thee (englisch)


    Autor: Anat Talshir
    Verlag: Diana Verlag
    01/2015
    TB, 519 Seiten, Euro: 9,99
    ISBN: 978-3-453-35777- 8



    Autor:
    Anat Talshir wuchs in Jerusalem auf und lebt heute in Tel Aviv. Sie ist eine angesehene Investigativjournalistin in Israel und wurde für ihre Arbeit u.a. mit dem renommierten Sokolov Preis ausgezeichnet. Neben ihrer journalistischen Tätigkeit ist sie als Moderatorin tätig und unterrichtet Creative Writing. „Über uns die Nacht “ ist ihr erster Roman.


    Inhalt:
    Die Jüdin Lila begegnet dem arabischen Teehändler Elias zum ersten Mal Im Jahre 1947 in Jerusalem . Es ist der Beginn einer tiefen Liebe, die geheim bleiben muss. Als Krieg ausbricht und die Stadt durch eine Mauer geteilt wird, dauert es 19 Jahre bis sie sich wieder sehen können.




    Der Roman beginnt 2006 und gibt Rückblicke zu den verschiedenen Jahreszahlen, die für Lila und Elias von großer Bedeutung sind.
    Vor dem Hintergrund der politischen Situation in Israel wird eine emotionale Liebesgeschichte erzählt.
    Diese Beziehung zwischen einer Jüdin und einem Araber wird abwechselnd aus Lilas und Elias Sicht geschildert . Ihre geheimen Treffen,ihre Gefühle zueinander, ihre jahrzehntelange Trennung, Hoffnung auf ein Wiedersehen erlebt der Leser in einem Wechselbad der Emotionen.

    Die nicht kitschige Sprache der Autorin, die Gefühle von Lila und Elias auszudrücken, ist ihr ausgezeichnet gelungen.
    Man kann sich sehr gut in die beiden Protagonisten hinein versetzen ,sieht sie bildlich vor sich und fiebert mit ihnen mit. Auch die Nebenfiguren sind graugezeichnet und man erfährt ihren Lebensweg.
    Die Autorin hat eine neutrale Sicht auf beide Kulturen, die in vielen Szenen beschrieben wird.
    Ein Roman, der einem viel über das Leben in Israel und welche Auswirkungen es auf die einzelnen Personen hat, vermittelt.
    Ein Nachwort über den historischen Hintergrund des Romans runden das Buch ab. Eine Karte von Jerusalem wäre hilfreich gewesen, um einzelne Schauplätze nachvollziehen zu können.


    Eine klare Leseempfehlung für dieses Buch.


    10 von 10 Eulenpunkten
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    Zitat

    Original von Findus
    es geht um die Pogrome und dass die Araber nie so viele Juden getötet haben wie die Christen. Es gab hin und wieder Tote und Übergriffe aber nie in dem Maß, das die Pogrome und Morde in den christlichen Ländern annahmen. Von den Kreuzzügen angefangen. In der früheren arabischen Welt, als es zur Hochkultur zählte also unter Saladin oder zu Zeiten der Alhambra, waren Juden sogar in hohen Positionen und gern gesehen.




    :write

    Zitat

    Original von Karthause
    Wen die palästinensische Sicht interessiert, dem seien die Romane von Susan Abulhawa empfohlen.


    "Während die Welt schlief" und als die Sonne im Meer versank"



    Habe ich letztes Jahr gelesen, bin rein zufällig darauf gestoßen.

    Zitat

    Original von maikaefer
    Was die getrennten Busse betrifft, empfehle ich die verlinkte Lektüre, aus der Beweggründe (Angst vor palästinensischen Anschlägen) sowie "Einfrierung" dieser Regelung hervorgehen.
    :wave




    Diesen Artikel habe ich auch gelesen.


    Es wurde doch schon die Mauer errichtet aus genau diesen Grund, macht einen auch nachdenklich, wenn man das mit eigenen Augen sieht.. Die Anschläge wurden weniger.

    Maikäfer, du hast recht mit dem Beispiel Abu Yescha und Gan Dafna und noch heute werden Menschen von selbsternannten Führern manipuliert.



    Ich lese gerade unten verlinktes Buch. Interessanter Weise wurde die deutsche Übersetzung durch die israelische Botschaft gefördert.



    Man merkt deutlich den unterschiedliche Perspektive zwischen 1958 und heute.

    Zitat

    Original von krokus
    ich kopiere meine frage aus dem eröffnungsthread mal hier her:


    und, @ all: was mich brennend interessieren würde: hat sich nach der lektüre dieses buches deine vorher vielleicht eher negative einstellung israel gegenüber (s. beris thread in weltgeschehen) verändert?


    Als ich den Roman zum ersten mal gelesen habe war meine Einstellung positiv. Zwischenzeitlich eher negativ, hat mit der politischen Situation zu tun. Vorschläge, wie getrennte Busse oder Entziehung der Staatsbürgerschaft etc.


    Hef hat es sehr gut beschrieben und so geht es mir auch.


    Habe auch erlebt, dass es liberale Israelis gibt.

    Die Flucht von Ari und seinen Bruder war sehr abenteuerlich. Da würde mich interessieren, ob es Tatsachenberichte von Flüchtlingen gibt oder fiktiv ist.