Beiträge von Idefix

    Es geht weiter auf der Alm im Weberdorf Laichingen. Petra Durst Benning schafft es auch im Folgeband der Fotografinnen Saga „ Die Fotografin- Zeit der Entscheidung“ den Leser mit der Geschichte um Mimi Reventlow zu fesseln.


    Ein halbes Jahr mussten sich die Fans der Erfolgsautorin gedulden, um zu erfahren, wie das Leben im Dorf Laichingen weitergeht. Band 1“Die Fotografin- Am Anfang des Weges“ erschien im September 2018 im Blanvalet Verlag und seit April 2019 gibt es nun den Nachfolgeband. Weitere Bände sind laut Autorin in Planung und das ist auch gut so. Schließlich ist die Geschichte um die Fotografin Mimi Reventlow noch lange nicht zu Ende.


    Im zweiten Band kümmert sich Mimi auch weiterhin um ihren schwerkranken Onkel Josef und verdient neben der Pflege ihres Onkels im Fotoatelier Geld, um das Leben für sich und ihn finanzieren zu können.


    Doch es geht in diesem Buch nicht nur um die Geschichte von Mimi, der jungen Fotografin, sondern auch um die einiger Laichinger Dorfbewohner, die man auch schon im ersten Band intensiver miterleben durfte. Mimi hat mit ihrem Auftauchen im Weberdorf für einigen Trubel und Umdenken gesorgt, vor allem bei der Jugend im Dorf. So ermöglicht sie mit ihren Kontakten, dass sich so manch junger Laichinger seinen Traum vom Leben erfüllen kann und eben nicht traditionell in der Weberei eine Ausbildung beginnt – sehr zum Missfallen des Webereibesitzers Gehringer. Der versucht nun auf seine Weise, Mimi in ihrem Tun und Handeln zu kontrollieren, was ihm aber nur bedingt gelingt.

    Auch Johann, der am Ende des ersten Bandes ins Dorf zurück gekehrt ist, arbeitet nun für Gehringer in der Weberei. Aber ist er wirklich wegen Mimi nach Hause zurück gekehrt oder gab es da noch andere Gründe?


    Beim Lesen des Buches bekommt man erneut einen guten Einblick, wie hart das Leben der Weber zu damaliger Zeit war. Die Männer schuften bis zu 12 Stunden in der Weberei. Arbeitsschutz und Arbeitszeitgesetze gab es damals noch nicht und so waren die Bedingungen, unter denen die Arbeiter in der Weberei an den Webstühlen saßen, eigentlich unzumutbar. Die Frauen der Weber hatten sich von früh bis spät um den Haushalt, die Kinder und die Felder zu kümmern und abends saßen sie noch an Näharbeiten für die Weberei und bestickten Kissen und Decken. Zum Leben reichte das Geld jedoch trotzdem kaum. Mimi ist da mit ihrem Beruf als Fotografin sehr privilegiert und bekommt, als sie Eveline einmal bei der Feldarbeit begleitet, einen bleibenden Eindruck, was die Weberfrauen tagtäglich leisten müssen.


    Petra Durst Benning ist es auch mit diesem Band wieder gelungen, den Leser in eine berührende Geschichte eintauchen zu lassen und auch hier fiel es mir schwer, das Buch aus der Hand zu legen.

    Von der ersten bis zur letzten Seite schafft es die Autorin, Spannungselemente in die Geschichte einzubauen und so dafür zu sorgen, dass man das Buch einfach nur immer weiter lesen möchte.


    Ihrem Schreibstil blieb sie auch in diesem Band treu, das Buch ist flüssig zu lesen und die Seiten fliegen nur so dahin, was ich als sehr angenehm empfunden habe.


    Die Protagonisten, die man ja schon aus Band 1 kannte, entwickelten sich fast alle weiter und waren authentisch dargestellt.


    Mir hat der zweite Band wie schon der erste sehr gefallen und ich freue mich auf eine Fortsetzung der Geschichte von Mimi Reventlow.

    Das Buch „Das Hospital“ ist der Folgeband um die Journalistin Christine Lenéve. Ich habe den ersten Band „Federspiel“ nicht gelesen, hatte aber auch nicht das Gefühl, in diesem Buch etwas Entscheidendes verpasst zu haben.
    Geschrieben wurden die Bücher von Oliver Ménard, einem Journalisten, der in Berlin geboren wurde und auch lebt. Bestimmt zeigen sich schon hier Parallelen zu seiner Hauptprotagonistin Christin Lenéve sowie zum Setting des Buches, welches auch in Berlin spielt.


    Christine ist eine junge Journalistin, die gerade von einem Auslandseinsatz zurückkommt. Ihr Freund Albert holt sie vom Flughafen ab und erfährt zufällig, dass eine alte Bekanntschaft Opfer eines grausamen Verbrechens geworden ist und tot in der Spree gefunden wurde. Dies weckt natürlich sofort die journalistische Neugier von Christine und sie will näheres über den Tod der Bekannten ihres Freundes herausfinden. Dabei erfährt sie brisante Details und auch, dass die Tote aus der Spree nicht das erste Opfer eines eiskalten Mörders war, der sich „der Eismann“ nennt. Dieser inszeniert gegen eine hohe Summe Geld für Unbekannte Morde, einfach so zum Vergnügen. Christine kommt dem Eismann bei ihren Recherchen gefährlich nahe und schnell wird es ein persönliches Katz – und Mausspiel zwischen den beiden – und der Eismann hat einen Plan……..


    Zu Beginn des Buches muss ich sagen, fand ich die Handlung ein wenig langatmig, Spannung wurde nur sehr seicht aufgebaut und man hatte eher das Gefühl, man liest einen Kriminalroman und keinen Thriller. Auch, was der Titel des Buches mit der Handlung zu tun hat, erfährt man relativ spät. Sodass ich mich sogar ein wenig irritiert fühlte, was der Titel des Buches mir hier sagen wollte. Eine Aufklärung dessen gibt es aber im Buch. Erst ab der Buchmitte fand ich die Handlung so spannend, wie ich es von einem Thriller erwarte und ab da fiel es mir auch schwer, das Buch wieder aus der Hand zu legen. Das Buch wird aus unterschiedlichen Perspektiven geschrieben, was ich sehr gut fand, zumal es hier auch eine Perspektive aus Sicht der Opfer gab. Da fiebert man schon mal ganz anders mit und lässt das Spannungslevel auch in die Höhe steigen, bevor es in einem gut inszenierten Showdown endet.
    Auch die Darstellung der Misshandlungen der Opfer und wie sie schl
    ussendlich ums Leben gekommen sind, waren sehr bildhaft beschrieben und sorgten für die Extraportion Gänsehaut. Das machte für mich die kleine Spannungsflaute zu Beginn des Buches wieder wett.


    Die Hauptprotagonistin Christine ist eine Figur, die man wohl entweder mag oder unsympathisch findet – ein Zwischending gibt es bei ihr eher nicht. Mir hat sie gut gefallen, weil sie so geradlinig war und sich durch nichts und niemanden von ihrem Vorhaben abhalten lassen hat. Sehr zum Missfallen ihres Freundes Albert, der die ganzen Ermittlungen wohl eher der Polizei überlassen wollte, um seine Freundin nicht in Gefahr zu bringen, aber auch aus anderen Gründen, wie sich später im Laufe der Handlung herausstellte. Außerdem ist Albert eher das ganze Gegenteil von Christine, so dass hier das Sprichwort „Gegensätze ziehen sich an“ mehr als zutrifft. Das macht die Beziehung der beiden aber umso interessanter.


    Das Ende des Buches lässt den Leser mit ein paar offenen Fragen zurück. Ich hoffe ja hier auf einen 3. Band, den ich auf alle Fälle auch lesen werde.


    Leider kann ich dem Buch keine volle Anzahl an Eulen geben, trotzdem hat es mir bis auf die angebrachten Kritikpunkte gut gefallen und ich ziehe 2 Eulen ab – 8 Eulen also für „Das Hospital“.

    Kennst du die Person, mit der du dein Bett teilst?


    Grace ist eine junge Frau, die mit beiden Beinen fest im Leben steht. Schon früh kümmerte sie sich um ihre jüngere Schwester, die von den gemeinsamen Eltern eher geduldet als geliebt ist, da sie am Down Syndrom leidet. Sie hat einen guten Job und ein geregeltes Leben – nur der Traumprinz fehlt noch zum perfekten Glück. Diesen findet Grace eines Tages im Park, als sie den erfolgreichen Anwalt Jack kennenlernt, der sich darauf spezialisiert hat, in der Ehe misshandelte Frauen zu verteidigen. Jack entpuppt sich als perfekter Mann, er ist höflich, zuvorkommend, reich und auch gegen Milli, Grace´s Schwester hat er nichts. Schon nach wenigen Wochen macht er Grace einen Heiratsantrag, die ihn natürlich überglücklich annimmt. Der Tag der Hochzeit rückt näher und als es endlich soweit ist, passiert leider ein Unglück mit der Schwester von Grace, die auch die Brautjungfer sein sollte. Doch Grace muss schnell feststellen, dass dieses Unglück wohl der Auftakt eines absoluten Alptraumes ist, aus dem es kein Entkommen gibt……..denn der perfekte Jack entpuppt sich schon in der Hochzeitsnacht als Psychopath.


    „Saving Grace – bis der Tod und scheidet“ ist der Debütroman der britischen Autorin B.A. Paris, die mit ihrer Familie in Frankreich lebt. Das Buch ist dem Genre Psychothriller zu zuordnen und ich kann sagen, selten hat mich ein Psychothriller so gefesselt. Von der ersten bis zur letzten Seite fieberte ich mit Grace mit, zitterte, tobte und ängstigte ich mich mit der Hauptprotagonistin. Grace ist unwahrscheinlich authentisch dargestellt, ihr Verzweiflung war in jedem Wort spürbar und oft stellte ich mir beim Lesen die Frage: „Wie hätte ich an ihrer Stelle reagiert“? Nicht anders als Grace es getan hat musste ich feststellen. Wie entkommt man der Hölle, wenn man nichts mehr besitzt außer das eigene Leben? Dieses aber zu jeder Sekunde von einer anderen Person kontrolliert wird und man nach außen hin das perfekte Ehepaar spielen muss, weil man weiß, tut man es nicht, folgt die Strafe auf dem Fuß? Und dann ist da auch noch Milli, für die Grace die Verantwortung trägt und um die sie sich kümmern muss.


    Der Titel des Buches passt hier wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge und sagt eigentlich alles Wesentliche über den Inhalt des Buches aus.
    Schon beim Lesen der ersten Seiten spürt man diese nicht greifbare Spannung zwischen dem Ehepaar und man wartet förmlich auf die Explosionen, die dann auch auf dem Fuße folgen.


    Die Kapitel sind übersichtlich eingeteilt auf 350 Seiten. Die Handlung ist aus Sicht der Hauptprotagonistin Grace geschrieben und es gibt 2 Zeitebenen im Buch. Die erste Zeitebene spielt in der Vergangenheit und erzählt den Beginn der Beziehung zwischen Grace und Jack. Die andere Zeitebene spielt in der Gegenwart und erzählt uns, wie Grace versucht, dem Alptraum zu entkommen.
    Die Spannung ist von Beginn an auf einem hohen Level, man kann gar nicht aufhören mit Lesen. Gegen Ende bekommt der Leser dann einen Showdown geboten, der einem die Haare zu Berge stehen lässt. Es bleiben keine Fragen offen und ich war auch selten mit dem Ende eines Psychothrillers so zufrieden wie es hier der Fall war. Wer sich einmal auf dieses Genre einlassen möchte, dem kann ich dieses Buch nur wärmstens empfehlen.


    Die Charaktere sind allesamt sehr gut beschrieben, auch die am Down Syndrom erkrankte Milli war authentisch dargestellt in ihrem Handeln. race merkte man ihre Verzweiflung und Ausweglosigkeit spürbar an, ihre Handlungen waren absolut realistisch nachvollziehbar und selbst Jack als Charakter fand ich sehr gut ausgearbeitet, wenn er auch keine Sympathiepunkte hatte bei mir. Aber einen "Bösewicht" muss es ja schließlich geben im Buch.


    Der Schreibstil ist sehr flüssig und gut zu lesen, es gibt keine großartigen Verschachtelungen in den Sätzen, so dass man hier ein echtes Lesevergnügen hat.


    Mir hat dieser Debütroman der Autorin sehr gefallen und das Buch bekommt von mir verdiente 10 Punkte sowie eine Leseempfehlung für alle Fans des Psychothrillers und jene, die es werden wollen. Ich freue mich schon auf weitere Werke von B.A. Paris.

    Eine junge Psychologin wird nach einem Kongress, auf dem sie eine Rede hält, in ihrem Hotelzimmer vergewaltigt. Seit diesem Tag ist Emma tief traumatisiert und verlässt kaum noch das Haus. Der Vergewaltiger ist ein Serienmörder, den alle nur den „Friseur“ nenne, weil er seinen Opfern die Haare abrasiert.
    Doch bei den Ermittlungen stößt die Polizei schnell auf Ungereimtheiten, welche aufdecken, dass Emma wohl nicht die Wahrheit sagt und es anscheinend auch keine Vergewaltigung gegeben haben kann. Keiner glaubt Emma, selbst ihr Ehemann, ein Polizist, ist von der Tat nicht überzeugt, zu viel spricht dagegen. Emma zweifelt bald selbst an ihrem Verstand. Eines Tages klingelt es an der Tür und der freundliche Postbote Salim bittet Emma, ein Paket für den Nachbarn entgegen zu nehmen……..und Emma wird gezwungen, das Haus zu verlassen.


    Ich habe schon einige Werke von Sebastian Fitzek gelesen und war bis jetzt immer sehr begeistert von seinen Büchern. Auch „Das Paket“ konnte mich wieder begeistern, wenn ich auch ein paar kleine Schwächen das Buch betreffend fand. Aber ich beginne mal mit dem Cover. Hier hat man sich ja etwas Besonderes einfallen lassen und ich finde das Cover einen richtigen „Eyecatcher“, das Buch als Paket darzustellen ist eine sehr gute Idee und wurde auch gekonnt umgesetzt. Der Titel ist kurz und knackig, allerdings muss ich hier schon etwas Kritik üben, denn er ist schlichtweg irreführend. Man geht einfach aufgrund des Buchtitels aus, dass sich die Handlung eben um ein Paket dreht, aber das ist nicht der Fall.


    Der Prolog ist schon sehr spannend geschrieben und lässt die Erwartungen in die Höhe schrauben. Die Spannung kann Fitzek meiner Meinung nach halten bzw. im Verlaufe der Handlung sogar steigern, wenn es auch zwischendurch mal ein paar kleinere ruhige Abschnitte gibt. Nach einer großen Wende gegen Ende des Buches gibt es einen Showdown, der den Leser einfach nur an jeden einzelnen Buchstaben fesselt. Nie und nimmer hätte ich mit dieser Auflösung gerechnet. Allerdings finde ich einige Erklärungen am Ende des Buches, die mit dem Prolog zusammenhängen, einfach sehr unglaubwürdig. Leider kann ich an dieser Stelle nicht mehr dazu schreiben ohne zu spoilern.


    Emma als Hauptprotagonistin ist eine Person, die man nicht auf den ersten Blick mag und ich hatte generell meine Schwierigkeiten, sie sympathisch zu finden. Sie agiert teilweise sehr widersprüchlich und nicht nachvollziehbar in ihren Handlungen. Die anderen Figuren sind leider etwas blass dargestellt, allen voran der Ehemann. Hier hätte ich mir mehr Tief in den Charakteren gewünscht.


    Die Kapitel sind sehr kurz gehalten. Das Buch ist in 2 Zeitebenen geschrieben, einmal in der Gegenwart und die 2. Zeitebene handelt 3 Wochen vor der Gegenwart. Im Laufe der Handlung fließen diese beiden zu einer Zeitebene zusammen. Die Kapitel enden meist mit einem Cliffhanger, was die Spannung im Buch natürlich noch einmal zusätzlich steigert.


    Insgesamt muss ich sagen, dass Fitzek schon bessere Bücher geschrieben hat. Hier hat man doch das Gefühl, dass die Handlung manchmal etwas an den Haaren herbeigezogen ist und er auf Krampf Zusammenhänge konstruiert. Trotzdem habe ich mich gut unterhalten gefühlt und das Buch war für einen Psychothriller sehr spannend geschrieben. Deshalb vergebe ich 9 Punkte für Fitzeks neuestes Werk „Das Paket“.

    Jona ist ein siebzehnjähriger hochintelligenter Junge, der ein Stipendium an einer Eliteuniversität in Rothenheim bekommen hat. Mit im Gepäck ist Elanus, seine selbst gebaute Drohne. Diese ist durch eine von ihm entwickelte Software in der Lage, mit Hilfe der Handynummer von Personen, sich an deren Fersen zu heften. Diese Art der Beobachtung macht Jona großen Spaß, denn mit sozialen Kontakten hat er es typischerweise aufgrund seiner Intelligenz nicht so und eckt dabei öfters vor allem bei älteren Kommilitonen an. Aus Spaß steckt er 3 Personen, darunter auch Linda, in die er sich verliebt hat, heimlich Zettel in die Taschen, auf denen steht, dass er deren Geheimnis kenne. Am nächsten Morgen gibt es an der Uni einen Toten und auch Jona scheint plötzlich in Lebensgefahr zu schweben…..


    „Elanus“ ist der neue Jugendthriller von Ursula Poznanski. Es ist mein erstes Buch der Autorin und wird wohl nicht mein letztes sein. Als Leser findet man sehr schnell in die Geschichte hinein, eigentlich ist man es schon auf der ersten Seite. Obwohl das Buch über 400 Seiten hat, hätte ich es am liebsten nicht mehr aus der Hand gelegt. Unter einem Thriller stelle ich mir zwar dennoch etwas anderes vor, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass ich das Buch und die Handlung absolut spannend gefunden habe.


    Mit Jona, dem Hauptprotagonisten, bin ich anfangs nicht wirklich warm geworden. Seine überhebliche und arrogante Art anderen Menschen gegenüber fand ich überhaupt nicht schön, er ist aber wahrscheinlich trotzdem aufgrund seiner Hochbegabung realistischer dargestellt als man es als Leser glauben möchte. Im Laufe der Handlung lernt er jedoch seine Verhaltensweisen ein wenig positiv zu verändern und kann sich sogar mit dem Nachbarsjungen Pascal sowie der Kommilitonin Marlene anfreunden. Trotz seiner Hochbegabung und Intelligenz fand ich so manche Handlungsweisen von ihm einfach nur kindisch, unbedacht und sogar für ihn lebensgefährlich. Hier merkte man stark, dass er immer noch erst 17 Jahre alt ist und sich biologisch mitten in der Pubertät befindet.


    Die Handlung war von der ersten Seite an spannend. Ein kleine Flaute an Spannung gab es dafür im Mittelteil, wogegen das Ende wieder eher explosiv und rasant war. Es blieben keine Fragen offen, was ich sehr gut fand. Manch einer wird mit der Auflösung des Buches nicht so zufrieden gewesen sein, man hätte etwas Spektakuläreres erwarten können, aber da die Handlung rund war, wurde ich für meinen Teil als Leser durchweg zufriedengestellt.


    Der Schreibstil der Autorin ist locker und leicht zu lesen, wie ein Jugendbuch eben sein sollte. Begriffe und fachliche Belange, was die Drohne Elanus angeht, wurden gut und auch für Laien nachvollziehbar erklärt und gekonnt von der Autorin in die Handlung eingeflochten. Nebenbei bekommt man als Leser hier auch noch ein interessantes und aktuelles Thema präsentiert. Spannung gibt es von Beginn an und mit so mancher Wendung habe ich nicht gerechnet. Die Auflösung ließ sich zwar gegen Ende des Buches erahnen, dennoch schaffte es Ursula Poznanski, hier noch einmal die Spannung zu steigern.


    Für mich war „Elanus“ ein gelungenes Jugendbuch, ich wünschte, zu meinen Zeiten hätte es so spannende Jugendliteratur schon gegeben.
    Das Buch bekommt von mir 8 Punkte.

    Wer schon mal ein Buch von Martin Krist gelesen hat, dem dürfte klar sein, dass er anspruchsvolle Lektüre erwarten kann. So war es dann auch hier der Fall beim neuen Thriller „Märchenwald“. Schon der Titel lässt den Leser, geht man mal vom Genre Thriller aus, hier weniger an ein romantisches Märchen mit Happy End denken. Gut gewählt ist der Titel jedenfalls und der Leser bekommt auch im Laufe der Handlung den Bezug dazu, was diesen betrifft. Ebenso schafft es Martin Krist wieder, ein brisantes aktuelles Thema in einen sehr guten Plot einzubauen.


    Es gibt wie auch in den anderen Büchern des Autors, die ich schon lesen durfte, wieder mehrere Handlungsstränge, die auf dem ersten Blick nicht wirklich etwas gemeinsam haben und den Leser ein wenig ratlos und mit Fragezeichen im Kopf Seite für Seite umschlagen lassen.


    Da wären die kleinen Kinder Max und Elli, die sich auf die Suche nach dem Opa begeben, weil ihre Mutter verschwunden ist. Ein Abenteuer, welches beide bestimmt nicht so schnell vergessen werden.


    Der nächste Handlungsstrang handelt von einer jungen Frau, die anscheinend ihr Gedächtnis verloren hat und nun auf der Suche nach sich selbst ist. Nur leider sind auch andere Personen hinter der Frau her und die wollen sie am liebsten tot sehen.


    Der dritte Handlungsstrang handelt von einem älteren Herrn, der tot in seiner Küche gefunden wurde. Nur blöd, wenn man außer ihm noch andere Dinge in dessen Wohnung findet, die ein grausames Geheimnis ans Licht bringen.


    Ja und dann ist da noch Kommissar Paul Kalkbrenner, der zusammen mit seiner Kollegin Sera Muth, in Berlin im Morddezernat arbeitet. Er hat gerade privat so seine Probleme mit Ex-Frau, Mutter und der schwangeren Tochter.


    Diese vielen Handlungsstränge haben mich zu Beginn ein wenig irritiert, weil ich die verschiedenen Protagonisten und Handlungssorte einfach nicht sofort zuordnen konnte. Im Laufe des Buches bekam ich aber auch hier mehr und mehr Aufklärung. Kapitelweise wechseln die Handlungsstränge, was zur Folge hat, dass man stets einen Cliffhanger vorgesetzt bekommt am Kapitelende. Das ist natürlich äußerst vorteilhaft für einen stetig wachsenden Spannungsbogen. Die Kapitel sind zum Glück relativ kurz gehalten, man muss also auf die Fortsetzung der einzelnen Handlungsstränge nicht allzu lange warten. Zumal Martin Krist diese dann wirklich zusammenlaufen lässt und man als Leser ein rundes Bild vor sich hat. Ein paar Fragen lässt Martin Krist leider offen, hier hoffe ich ja auf eine Fortsetzung der Bände um Paul Kalkbrenner.


    Es handelt sich bei „Märchenwald“ übrigens um den 5. Band des Ermittlers. Man kann die Bände unabhängig voneinander lesen, bekommt dann aber die Privatgeschichten um Kalkbrenner nicht chronologisch mit. Also wäre das Einhalten der Reihenfolge durchaus angebracht.


    Die Charaktere der Protagonisten sind unterschiedlich dargestellt wie ich finde. Mit manchen bin ich gar nicht warm geworden, sie waren mir einfach zu blass. Andere wiederum, wie Kalkbrenner selbst und auch die Kinder Elli und Max fand ich sehr gelungen beschrieben.


    Das Buch endet in einem gekonnt inszenierten Showdown, der mir persönlich jedoch zu schnell von statten ging. Hier hätten es ruhig noch ein paar Seiten mehr sein dürfen. Insgesamt fesselt das Buch den Leser sehr und man kann sich auf einen rasanten Thriller freuen, in dem man manchmal den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht.


    Ich vergebe daher 5 Sterne für diesen Thriller.

    Dschungelcamp war gestern…..


    Jetzt gibt es ein neues Format an Realitiy TV….eine Survival Show für kurz vor der Insolvenz stehende Unternehmen, bei der ein fetter Gewinn winkt. Und die Werbeagentur „Alsterblick“ ist so ein Unternehmen. Also brechen 6 Kollegen der Fima nach Norwegen auf, um dort in einem Camp umgeben von Kameras diverse Aufgaben zu erledigen. Die Kollegen könnten unterschiedlicher nicht sein und jeder Einzelne von ihnen hat nebst Survival- Rucksack auch noch sein ganz persönliches Päckchen zu tragen. Schweißt die Truppe diese Erfahrung zusammen? Bestimmt nicht, denn dann wäre der neue Roman von Thomas Finn ja kein Horrorthriller. Den Leser erwartet ein Überleben der anderen Art und die Reality Show gerät ganz schnell in den Hintergrund des Geschehens, denn plötzlich geht es nur noch ums nackte Überleben……sie sind dir auf den Fersen. Aber wer?


    Thomas Finn kann einem mit diesem Horrorthriller Angst einjagen. Erst recht, nachdem ich erfahren hatte, auf welcher Tatsache diese Idee basiert. Aber das verrate ich euch an dieser Stelle lieber nicht, damit auch ihr euch gruseln könnt beim Umblättern der Seiten. Dem Autor ist es gelungen, mich auf über 400 Seiten zu fesseln. Dabei fand ich nicht nur den Plot an sich mega spannend. Auch die Protagonisten, also die 6 Kollegen der Werbeagentur, ihre Entwicklung im Camp, ihre Geheimnisse und ihr Agieren innerhalb der Gruppe brachten Spannung in das Buch. Die Charaktere der Protagonisten waren sehr unterschiedlich, teilweise gegensätzlich, aber absolut authentisch beschrieben und ich konnte von mir behaupten, dass nicht jeder der 6 Mitarbeiter der Werbeagentur meine Sympathiepunkte hatte. Im Laufe der Handlung zeigten einige dann auch ihr wahres Gesicht, was zusätzliche Spannung brachte.


    Von Beginn an gab es einen konstanten Spannungsaufbau, der es mir schwer machte, dieses Buch auch mal aus der Hand zu legen. Die Handlung endet in einem Showdown, der mich verblüfft zurückließ. Fragen blieben hier keine offen, Thomas Finn hat das Ende rund und in sich abgeschlossen gestaltet.
    Es ist ein kein Horrorbuch, wie man es vermuten könnte und man kann das Buch auch gern abends unter der Bettdecke lesen. Gruseln wird man sich trotzdem ein wenig, die Elemente des Horror sind geschickt in die Handlung eingearbeitet und man denkt sich an einigen Stellen schon, dass das jetzt einfach nicht wahr sein kann.


    Das Buch ist in relativ kurze Kapitel eingeteilt und lässt sich flüssig lesen, nicht zuletzt auch aufgrund der wechselnden Erzählperspektiven. Nur noch ein Kapitel habe ich oft gedacht und darüber dann die Zeit vergessen, weil es so spannend war.


    Als Fazit kann ich hier nur eine Leseempfehlung aussprechen, Thomas Finn ist mit dem Buch „Dark Wood“ ein sehr guter Horrorthriller gelungen, der dem Leser Spannung von der ersten bis zur letzten Seite bietet.
    Das Buch bekommt von mir 5 Sterne.

    Ich habe das neueste Werk von A. Gruber auch gelesen und möchte euch meine Meinung dazu nicht vorenthalten:


    Andreas Gruber ist, seit ich „Todesfrist“ gelesen habe, einer meiner Lieblingsautoren und so freute es mich besonders, als endlich sein neuester Thriller „Todesmärchen“ in den Handel kam. Es handelt sich hier um Band 3 einer Reihe um den niederländischen Profiler Maarten S. Sneijder und die beim BKA arbeitende Sabine Nemetz. Die vorherigen Bände muss man nicht gelesen haben, ich empfehle es aber dennoch aus 2 Gründen. Erstens sind die Bände nicht weniger spannend wie dieser und zweitens kann man so die Entwicklung der Hauptprotagonisten Sneijder und Nemez besser verfolgen. Mal davon abgesehen, verpasst man 2 absolut spannende Thriller.


    Im 3. Band wird der Leser wieder durch 2 verschiedene Zeitebenen geführt, die sich am Ende des Buches zusammenschließen und so eine komplexe Handlung ergeben. Die erste Zeitebene spielt vor 5 Jahren, als Sneijder endlich den Serienmörder Piet van Loon hinter Schloss und Riegel bringt und dieser in einem Hochsicherheitsgefängnis für abnorme Straftäter landet, wo er den Rest seines Lebens verbringen darf. Die zweite Zeitebene spielt in der Gegenwart und ca. 2 Jahre nach dem letzten Band „Todesurteil“. Sabine Nemez arbeitet erfolgreich beim Bundeskriminalamt, als sie kurz vor ihrem Urlaub von ihrem Vorgesetzten D. Hess zu einem Fall nach Bern gerufen wird. Dort trifft sie auf Maarten S. Sneijder, den sie aus 2 früheren Fällen kennt. Dieser wurde von Kommissar Horowitz angefordert, der damals zusammen mit Sneijder Piet van Loon gefasst hat. In Bern wurde die an den Haaren aufgehängte Leiche einer Frau gefunden, der ein Zeichen in die Haut geritzt wurde. Bei diesem einen Mord bleibt es aber nicht und Sneijder und Nemez ermitteln im Team wieder einmal quer durch Europa. Die Handschrift des Mörders lässt auf Piet van Loon schließen, doch dieser befindet sich ja im Gefängnis. Wer also ahmt den Serienkiller nach? Die Ermittlungen führen Sneijder an seine Grenzen, sowohl physisch wie psychisch, denn er scheint mit allen Opfern in einer Beziehung zu stehen. Will ihm jemand die Morde in die Schuhe schieben?......


    Mehr verrate ich mal an dieser Stelle nicht, nur so viel, es ist Sneijders persönlichster Fall.
    Wie schon in den Vorgängerbänden kann der Leser hier prima mit rätseln und wird sich über einige Wendungen, die Andreas Gruber in die Handlung eingeflochten hat, mehr als wundern. Zudem hat man nicht nur 2 Zeitebenen, sondern auch 2 Handlungsebenen in der Gegenwart, die jedoch um einige Tage versetzt sind. Aber keine Angst, wer jetzt denkt „was für ein Durcheinander“ , dem kann ich sagen, dass man der Handlung mühelos folgen wird. Ein Kompliment an Gruber dafür, das ist hohe Kunst der Schriftstellerei.


    Die Hauptprotagonisten Nemez und Sneijder haben sich im Laufe der Bände weiter entwickelt. Nemez ist an ihren Fällen gewachsen lässt sich auch von den fiesen Sprüchen Sneijders nicht mehr aus der Ruhe bringen. Im Gegenteil, er muss so manche Konter einstecken. Auch wenn es von außen nicht so scheint und Sneijder vom Charakter her teamunfähig ist, ergänzen sich die beiden ermittlungstechnisch sehr gut und ja, man kann fast von einem Team sprechen. Sneijder verrät in diesem Band doch einiges an Privatleben und er wurde mir dabei fast ein wenig zu „weich“. Wer seine Sprüche und seine Art aus den vorherigen Bänden kennt, weiß, was ich meine. Trotzdem mag ich seinen Charakter, er hat ( fast ) immer einen gemeinen Spruch auf Lager und glänzt durch seine Antipathie anderen Menschen gegenüber. Aber genau das macht ihn aus und ihn mir als Leser so sympathisch. Ich muss ja nicht mit ihm zusammen arbeiten…..grins.


    Die Handlung besticht, wie ich es gehofft hatte, durch Spannung ohne Ende. Die über 500 Seiten waren daher schnell gelesen, zu schnell wie ich finde. Andreas Gruber fesselt seine Leser durch Cliffhanger, unerwartete Wendungen und einen enormen Spannungsaufbau, der in einem explosiven Showdown endet. Dieser war zwar vorhersehbar, aber sehr gut inszeniert und beschrieben. Kurze Kapitel wechseln sich in den 2 Zeitebenen ab und auch noch einmal durch die 2 Handlungsebenen im Gegenwartsstrang. So macht das Lesen noch einmal mehr Spaß, denn man möchte ja unbedingt wissen, wie es weiter geht und wie alle Handlungsstränge zusammen gehören. Am Ende bleibt eigentlich nur eine Frage offen: Wann kommt die Fortsetzung?


    Für mich ist dieses Buch auf alle Fälle ein Lesehighlite 2016 und ein absoluter Pageturner. Es bekommt daher 5 Sterne von mir……weil es mehr leider nicht gibt…..und eine klare Leseempfehlung für alle Thrillerfans und solche, die es werden wollen.

    „Die Zeitagentin: Ein Fall für Peri Reed“ ist ein Roman, der von Kim Harrison geschrieben und im Heyne-Verlag im April 2016 veröffentlicht wurde. Der Roman umfasst 640 Seiten.


    Es geht um die Zeitagentin Peri Reed, die für die Firma Opti arbeitet und die Gabe besitzt, 40 Sekunden zurück in die Vergangenheit zu springen und damit den Verlauf der Zukunft zu verändern, in dem sie eine zweite, alternative Zeitlinie aufstellt. Opti ist eine Geheimorganisation, die Jagd auf gefährliche Kriminelle macht. An ihrer Seite steht Jack, ihr Anker, der Peri hilft, die beiden Zeitlinien ( Original und Alternativlinie) nun für sich wieder im Gedächtnis zu ordnen. Doch Jack und Peri verbindet mehr, sie sind ein Liebespaar. Bei Peris letztem Auftrag läuft dann leider einiges schief und Peri muss sich plötzlich mit dem Vorwurf der Korruption auseinander setzen, der nicht nur aus der eigenen Firma kommt, sondern auch von der Allianz, einer Organisation, welche die Arbeit der Opti stark verurteilt und die Firma vernichten möchte. Eh Peri weiß, wie ihr geschieht, wird sie nun plötzlich vom Jäger zur Gejagten…….und hat keine Ahnung, wem sie noch trauen kann.


    Mit seinen über 600 Seiten ist der Roman ein Buch, wo ich mir genau überlegt habe, ob ich es im Rahmen einer Leserunde lese oder nicht. Der Klappentext hat es entschieden, denn der Plot klang spannend. Leider konnte das Buch aber meine Erwartungen so nicht erfüllen, was ich sehr schade fand. Die Autorin zieht die Handlung mit immer wiederkehrenden gleichen Situationen derart in die Länge, dass dem Buch locker 200 Seiten weniger gereicht hätten, es dafür aber echt spannender gewesen wäre. Zu Beginn war ich schon ein wenig verwirrt über die Zeitsprünge und Zeitlinien, ich wusste teilweise weder, wo ich in der Handlung war, noch in welcher Zeit Peri Reed gerade agierte. Da brauchte es einige Seiten, bis ich das System dahinter verstanden habe.
    Der Plot ist komplex und man muss sich doch arg konzentrieren, um überhaupt folgen zu können. Ein Buch mal eben für zwischendurch ist es also absolut nicht. Dem Leser werden ständig neue Fährten präsentiert, was die korrupten Gegner, bzw. auch korrupten Personen aus den eigenen Reihen angeht. Mir schwirrte der Kopf und ich hatte nicht immer einen Plan, wer aus Peri Reeds Umfeld nun korrupt ist oder nicht. Etwas weniger Verwirrung und mehr klare Struktur wäre hier von Vorteil und fürs Lesen wesentlich entspannender gewesen.


    Die Charaktere haben mir gut gefallen. Peri ist eine junge, dynamische Frau, die weiß, was sie will, notfalls mit Einsatz verschiedener Kampftechniken. Dafür wurde sie aber auch von klein auf ausgebildet. Neben ihrer Coolness ist sie aber auch eine Frau mit Gefühlen und an denen hält sie auch fest, bis sie erkennen muss, dass sie selbst ihrem Liebsten nicht trauen kann. Die Verzweiflung, die auf dieser Erkenntnis folgte, war spürbar und machte Peri auch irgendwie verletzlich. Man sah sie nicht nur mehr als „Kampfmaschine“.
    Die anderen Protagonisten waren ebenfalls gut dargestellt, auch wenn mir vom Handeln her natürlich nicht jeder Charakter sympathisch war. Aber es kann ja auch nicht nur „die Guten“ geben.


    Der Schreibstil der Autorin war für mich ein wenig wechselhaft. Immer wieder gab es sehr spannende Szenen, auf denen dann leider gähnende Langeweile folgte. Bei 640 Seiten Buch kann das ganz schön an die Substanz gehen und störte meinen Lesefluss ungemein. Ich war daher ehrlich gesagt froh, als ich das Buch zuklappen konnte.


    Die Fortsetzung dieses Romans werde ich wohl daher eher nicht lesen. Schade, dass die Autorin die Handlung so in die Länge gezogen hat, hier wäre weniger mehr gewesen.


    Ich gebe dem Buch trotzdem 3 Sterne, weil der Plot sehr interessant war und es einfach an der Umsetzung haperte.

    Was haben sterbende Bienen mit einem entführten Bus voller Schönheitsköniginnen , einem gesprengten Rathausturm in Leipzig und einem zerstörten Da Vinci Gemälde in Mailand miteinander zu tun?
    Auf dem ersten Blick nicht wirklich viel, aber man muss das große Ganze betrachten und dann gibt es auch irgendwann einen Sinn.


    All diese Ereignisse versucht der FBI Agent Greg Millner zusammen mit der Neuroästhetikerin Helen Morgan, deren Tochter entführt wurde, zu klären.
    Dabei decken sie einen Plan auf, der raffiniert, skrupellos, ja eigentlich komplett wahnsinnig ist. Vor was soll die Menschheit gewarnt werden? Und warum ist Morgans Tochter entführt worden, was hat sie mit dem Ganzen zu tun? Und welche Rolle spielt das Gemälde „Mona Lisa“ von Da Vinci dabei?
    Fragen über Fragen, die einem Wettlauf gegen die Zeit beantwortet werden müssen, um die Schönheitsköniginnen und die Tochter von Helen Morgan wieder zu finden bevor es zu spät ist.


    Der Autor Tibor Rode schrieb diesen komplexen Thriller – „Das Mona Lisa Virus“. Er umfasst 464 Seiten und ist im Bastei Lübbe Verlag erschienen.
    Zu Beginn habe ich mich sehr schwer getan, in das Buch und die Handlung hinein zu finden. Zu viele verschiedene Handlungsstränge gab es und mir war schleierhaft, wie diese alle miteinander zusammen hingen. Nach und nach lichtete es sich aber und ich fand einen roten Faden im Buch.


    Heraus kristallisierten sich 2 Hauptprotagonisten. Zum einen Helen Morgan, eine Neuroästhetikerin, deren Tochter aus einer psychiatrischen Klinik verschwunden ist und Greg Millner, ein FBI Agent, der aber gerade auf Zwangsurlaub geschickt wurde, weil sein letzter Fall wohl nicht von Erfolg gekrönt war. Beide Protagonisten sind gut dargestellt, wenngleich auch Millner auf der einen Seite teilweise unüberlegt handelte, andererseits aber der Einzige war, der Zusammenhänge fand. Helen Morgan hat auf den ersten Blick nicht viel mit den Ereignissen zu tun, die auf der ganzen Welt für Aufregung sorgen. Als Neuroästhetikerin untersucht sie aber nicht nur Gehirne von Menschen, sie untersucht genauso, wie Gemälde entstanden sind und was sie dem Betrachter sagen möchten. Und hier kommt sie als Person dann doch ins Spiel bei dem wahnsinnigen Plan, den ein Genie versucht, in die Tat um zu setzen.


    Beide fand ich durchaus sympathisch, agierten sie doch allein ohne Hilfe von außen und doch zusammen in einem Team.


    Kursiv geschrieben sind im Buch noch Ereignisse um das 15. Jahrhundert, die mit Da Vinci und der Entstehung des Gemäldes „Mona Lisa“ zu tun haben. Ganz ehrlich? Dieser Handlungsstrang war für mich und meinem Leseverständnis für das Buch einfach überflüssig. Ich weiß nicht, was mir Tibor Rode damit näher bringen wollte.


    Davon abgesehen ist der Schreibstil aber dennoch flüssig und der Spannungsaufbau nach den ersten Seiten, mit denen ich nicht wirklich zurecht kam, rasant. Tibor Rode versteht es, seine Leser zu fesseln. Nachdem bei mir der rote Faden im Buch vorhanden war, fiel es mir dann auch schwer, das Buch wieder aus der Hand zu legen.


    Begeistert haben mich die wissenschaftlichen Erklärungen bezüglich der Gemälde und des Goldenen Schnittes, der mehrfach im Buch erwähnt wird und den ich dann auch gleich recherchieren musste. Ich mag es, wenn ich mein Wissen durch ein gutes Buch erweitern kann, auf dem nicht Enzyklopädie oder ähnliches steht.


    Trotz der kleinen Kritikpunkte ist Tibor Rode hier ein spannender und vor allem komplexer Thriller gelungen, der 4 Sterne verdient hat.

    Wie weit geht man, wenn einem Unrecht widerfahren ist? Wo fängt Rache und Genugtuung an, ab wann macht man sich selbst strafbar?


    In einem Waldstück bei Stuttgart wurde eine Leiche in einem blauen Sack eingewickelt gefunden. Von Händen und der Zunge des Opfers fehlt jede Spur und auch sonst weist das unbekannte Opfer zahlreiche Verletzungen auf, die auf massive Gewalteinwirkung schließen lassen.


    Die Oberkommissarin Anna Benz wird zusammen mit ihrem Kollegen Markus Hauer mit der Klärung des Mordes beauftragt. Nach der Obduktion durch Annas beste Freundin und Rechtsmedizinerin Bea steht auf alle Fälle fest, dass es sich hier wohl nicht nur um einen Täter gehandelt haben kann. Das Motiv liegt im Dunkeln und die Zeugen am Tatort sind nicht wirklich hilfreich mit ihren Aussagen. Für Anna und Markus ein Fall, der zunächst mehr Fragen als Antworten liefert…..


    „Die Fliege“ von Silvia Stolzenburg ist der 2. Band mit den Ermittlern Anna Benz und Markus Hauer. Die Zusammenarbeit der beiden ist in diesem Fall um einiges harmonischer als in Band 1 „Tödliche Jagd“. Anna und Markus finden sich mehr und mehr zu einem guten Team zusammen, was sie auch in ihrem aktuellen Fall voranbringt.


    Anna, die in Band 1 ziemliche Probleme mit ihrem Freund Jens hatte und bei der auch sonst privat wenig reibungslos lief, kann hier einiges für sich klären. Mit Jens hat sie sich ausgesprochen und dadurch nun einen starken und zuverlässigen Partner an ihrer Seite. Ihre privaten Probleme aus der Vergangenheit beginnt sie ebenfalls zaghaft zu bewältigen, hier werden wir als Leser bestimmt im 3. Band noch einiges mehr erfahren. Auf jeden Fall war sie für mich auch in diesem Buch wieder eine sehr sympathische und authentische dargestellte Hauptprotagonistin.


    Markus Hauer entwickelte sich als Protagonist ebenfalls positiv, wurde ihm doch von Silvia Stolzenburg mehr Charakter und Tiefe in seiner Person verliehen. Bei ihm bin ich gespannt, wie sich sein Privatleben entwickelt.


    Man muss den ersten Band „ Tödliche Jagd“ nicht unbedingt vorher gelesen haben, für die Entwicklung der Hauptprotagonisten Anna und Markus ist es allerdings ratsam, ansonsten ist der Fall in sich aber abgeschlossen.


    Silvia Stolzenburg hat wie auch schon im Vorgängerband eine hervorragende Recherchearbeit geleistet, was die polizeilichen Ermittlungen betrifft. Man lernt so viel Interessantes beim Lesen dazu, ohne dass es wissenschaftlich oder langweilig wird. Die Informationen sind gekonnt in die Handlung des Buches eingeflochten.


    Obwohl man von Beginn an die Täter kennt, ist Spannung von der ersten bis zur letzten Seite vorhanden, denn das Motiv zur Tat bleibt sehr lange ein Geheimnis und die spätere Auflösung dessen lässt einen dann doch nachdenklich zurück.


    Der Schreibstil ist flüssig geschrieben, die Kapitel werden nachvollziehbar aus verschiedenen Sichtweisen erzählt und es fällt schwer, das Buch aus der Hand zu legen.


    Einige Fragen bleiben am Ende offen, was ich einerseits bedauerte, auf der anderen Seite aber natürlich mein Interesse für den 3. Band, der Ende des Jahres erscheint, weckt.


    Als Fazit ist Silvia Stolzenburg hier ein weiterer spannender Kriminalroman gelungen, der fesselnde Lesestunden verspricht und nebenbei einen guten und realistischen Einblick in die Polizeiarbeit gewährt.


    Das Buch bekommt von mir 5 Sterne.

    Mich konnte das Buch als Krimi nicht überzeugen



    „Die Schattenbucht“ ist ein Kriminalroman von Eric Berg, der am 22.02.2016 im Limes Verlag erschienen ist und 416 Seiten umfasst.


    Der Inhalt:
    Marlene Adamski ist eine Frau mittleren Alters und nach einem Suizidversuch in psychologischer Behandlung bei Ina Rudolph. Ina kommt jedoch mit der Therapie und Aufarbeitung des Geschehens nicht wirklich voran, denn Marlene schweigt beharrlich und ihr Ehemann Gerd ist noch viel unkooperativer. Irgendwie scheinen beide etwas zu verbergen. Ina ist aber noch mit einem anderen Fall betraut, hier geht es um einen jungen Patienten, Christopher, dessen Mutter verschwunden ist. Ina hat allerdings auch genug eigene private Sorgen. Ihre Tochter taucht plötzlich wieder bei ihr auf und ihr Freund Bobby verhält sich irgendwie seltsam. Bei Inas Recherchen, um der Ursache für den Suizidversuch auf den Grund zu gehen, muss sie feststellen, dass es eine Verbindung zwischen Marlenes und Christophers Fall gibt und sogar ihr eigenes Umfeld mit involviert ist.


    Der Schreibstil:
    Das Buch ist in 17 Kapitel eingeteilt. Erzählt wird in der 3. Person in 2 unterschiedlichen Zeitsträngen. Zum einen der Gegenwartsstrang, der nach Marlenes Suizidversuch beginnt. Und zum anderen der Erzählstrang 14 Monate vorher.
    Man kennt eigentlich von Anfang an Täter und Opfer, nur das Motiv bleibt einige Zeit im Dunkeln. Spannung war mir für einen Kriminalroman zu wenig vorhanden, erst im letzten Drittel des Buches wurde diese aufgebaut, das Buch hatte mich aber auch dann nicht fesseln können. Dennoch war der Schreibstil allein angenehm und flüssig zu lesen mit einigen unerwarteten Wendungen und Cliffhangern am Ende der Kapitel.


    Die Charaktere:
    Diese sind zwar gut dargestellt, allerdings agieren sie für mein Empfinden völlig überzogen und teilweise unglaubwürdig. Als ich das Motiv der Täter endlich gekannt habe, stand für mich ihr Tun und Handeln in keiner Relation zum Motiv. Sympathie konnte ich für keinen der Charaktere empfinden.


    Meine Meinung:
    Für einen Kriminalroman konnte mich das Buch leider nicht überzeugen. Es muss nicht mal auf jeder 10. Seite eine Leiche auftauchen, aber wenigstens ein sich steigernder Spannungsbogen mit einem guten Showdown sollte vorhanden sein. Hier war für mich noch viel Luft nach oben.
    Das Buch bekommt daher 3 von 5 Sterne von mir.

    Halli, hallo!


    Mein Name ist Yvonne und ich bin lesesüchtig..... :lesend
    Wenn ich mal nicht ein Buch in der Hand habe, sitze ich noch mal auf der Schulbank oder kümmere mich um Mann, Kind und Haus oder schmuse mit meinen 2 Hunden.
    Gelesen hab ich schon immer, muss ich wohl vererbt haben von meiner lieben Oma.
    Meine bevorzugten Genre sind Thriller und Krimi, aber was leichtes zwischendurch darf es auch gern mal sein.


    Seit März habe ich auch einen eigenen Buchblog, weil ich es schade finde, meine Rezensionen im Wirrwar des PC´s verstauben zu lassen.


    Ich rezensiere sehr gern und nehme unheimlich gern an Leserunden und Testleseaktionen teil. Aber auch an Thalia und Co. komme ich nie vorbei......grins...


    So....nun wünsche ich mir hier unterhaltsame Stunden.