Beiträge von Ralf Dorweiler

    Hallo, Ihr Lieben!

    Ich möchte einfach noch einmal die Gelegenheit nutzen, Euch allen Dankeschön zu sagen. Ich fand es sehr lehrreich, Eure Leseerfahrungen teilen zu dürfen. Vielen Dank auch für Eure Rezensionen.


    Wenn "Das Geheimnis des Glasbläsers" Euch gefallen hat, dürfte auch "Der Pakt der Flößer" etwas für Euch sein. In eine andere Richtung gehen meine sieben Krimis, die in Südbaden spielen: Die haben neben ernsthaften Kriminalfällen einen deutlichen Schwerpunkt im humorigen Bereich, wenn es um das Privatleben meines Protagonisten und seines Bassets geht. Vielleicht lesen wir uns aber auch erst bei meinem nächsten historischen Roman wieder, an dem ich gerade (wieder für Bastei-Lübbe) arbeite.

    Ich habe den Eindruck, dass die Leserunde nun durch ist. Ich werde darum nur nur noch in größeren Abständen reinschauen, auch um mich mehr auf das neue Buch konzentrieren zu können. Falls Ihr noch Fragen oder Anregungen habt, könnt Ihr die auch gerne direkt an mich richten über die E-Mail-Adresse ralf@dorweiler.de .

    Es war mir eine Freude mit Euch!

    Herzliche Grüße, Ralf

    hollyhollunder

    Es freut mich, dass es Dir gefallen hat, liebe Hollhollunder.

    Ja, Ulf war wirklich ein besonderer Charakter, der vielen Lesern gleich ans Herz wächst. Ich habe auch beim Schreiben weinen müssen, als die Szene mit Ulf dran war... Man liebt seine Charaktere halt nach so vielen Seiten und Abenteuern, die man mit ihnen gemeinsam erleben konnte...

    Herzliche Grüße, Ralf

    Hallo Ihr Lieben,

    so ist das eben, dem einen gefällt das eine, dem anderen das andere. Daher kommt ja auch, dass man über Geschmack nicht streiten kann. Nur ein Austausch darüber ist möglich, und ich finde es toll, wie das hier stattfindet. Zu den Schlachten haben mich schon alle möglichen Meinungen erreicht, von "zu blutig und zu viel" bis zu "nicht blutig genug, zu wenig und zu spät". Aber vielen gefällt es auch einfach so, wie es ist.

    Ich als Autor war fasziniert von der zeitlichen Nähe der Erfindung des Cristallo und der Eroberung Konstantinopels. Es war für mich gleich klar, dass ich gerne beides zusammenbringen wollte. Wenn man die Eroberung der Stadt aber in ein Buch aufnimmt, kommt man nicht um Schlachten herum. Dabei habe ich mit Simon als Hauptfigur ja jemanden, der direkt am umkämpftesten Abschnitt der Mauer Dienst tut, aber keinen Überblick über die sonstigen Geschehnisse hat. So konnte ich trotzdem einen Schwerpunkt auf Simon und Ulf legen, ohne taktische und strategische Geschehnisse aufgreifen zu müssen (und davon hätte es eine ganze Menge gegeben...). Den großen Überblick über die Belagerung und Eroberung bekommt man gar nicht mit, weil ich eben nicht wollte, dass es zu viel wird.

    Herzliche Grüße, Ralf

    Hallo Chroi,

    nein, dafür dab es tatsächlich kein Vorbild, allerdings habe ich mich bei meinem Glasmacher versichert, dass die Fertigung so möglich ist, wie ich sie beschrieben habe. Simon sollte ja ein besonderes Geschenk machen, da wollte er dem Feldherrn schmeicheln. Auf der anderen Seite wollte ich auch darstellen, dass eben die Macht, die auf die Kraft des Schwertes gestützt ist, brüchig sein kann.

    Herzliche Grüße,

    Ralf

    Hallo Ihr Lieben, ich war auf Lesereise und komme erst heute Abend dazu, alles zu lesen.

    Ganz kurz zum Säbel: Ich habe (fast) immer drei Kapitel aus der Sicht von Simon und eines aus Serenas Sicht. Mir war es wichtiger, die Haremsszene zu beschreiben und Mariettas Weg darzustellen, als noch eine Glasmacherbeschreibung. Da sowieso Serena dran war, passte das. Jetzt muss ich sehen, dass ich vielleicht einfach in einem Satz hätte erwähnen sollen, dass es rund um Konstantinopel viele Glasmacher gab. Es gibt sogar Quellen, die behaupten, dass ein Teil des Glasgeheimnisses von Angelo Barovier aus Konstantinopel und den Umland kam. Simon hat den Säbel natürlich nicht einfach hergezaubert, sondern wurde zu einer der Glashütten gebracht, wo er arbeiten konnte. Manchmal ist es so, dass eine Szene dem Autor sehr logisch erscheint, aber nicht jedem Leser. Ja, es hätte wahrscheinlich nicht gestört, wenn Simon nach der Befreiung aller kurz gefragt worden wäre, wo er den Säbel erarbeitet hat. Ich fand die Beschreibung der hinter den Osmanen liegenden Werkstätten eigentlich ausreichend, aber jetzt merke ich an Euren Reaktionen, dass eine winzige Zusatzerklärung gut gewesen wäre...

    Vorher konnte ich nicht erklären, worum es ging, weil ich natürlich nicht die dramaturgische Spannung nehmen wollte, was Simon dem Sultan fertigt.

    Herzliche Grüße, Ralf

    Beim Piratenüberfall habe ich ganz schön gezittert, aber der ist ja gut ausgegangen, aber was ich mit den Schiffen der Osmanen, die doch die Stadt belagern? Bis jetzt ist die ganze Reise etwas zu einfach.

    Liebe Taubenschlag,

    den Piratenüberfall sehe ich ein bisschen als Pendant zum Überfall der Räuber in den Alpen. Nur sind wir nicht mehr abseits von Handelsrouten, auf denen die Räuber kleine Gruppen Reisende überfallen, sondern auf einer Schiffroute, wo man wirkliche Werte erbeuten konnte. Tatasächlich war die Piraterie hier lange Zeit ein großes Problem.

    Ich wollte noch etwas zur weiteren Reise sagen: Unsere Gruppe steigt ja in der Ägäis auf ein anderes Schiff um. Die genuesischen Karacken - samt dem Handelsschiff aus Konstantinopel sind historisch belegt. Es waren offenbar die letzten Schiffe, die vor dem Fall der Stadt die Reihen der osmanischen Galeeren durchbrechen konnten. Dabei sprechen die Quellen davon, dass die Genuesen kurz vor dem Goldenen Horn von einer Flaute heimgesucht wurden. Die bereits überwunden geglaubete Seemacht der Osmanen holte wieder auf. Auch beim weiteren Geschehen, ist tatsächlich eine Menge Glück im Spiel, aber auch da wollte ich mich an die historischen Überlieferungen halten. Die Karacken wurden in der Flaute auf ein gegnerisches Ufer zugetrieben, wo der Sultan sein Pferd tief ins Wasser trieb vor Wut, dass seine Übermacht die Karacken nicht einnehmen konnte. Erst ganz kurz bevor die Karacken auf Land liefen, soll der Wind wieder aufgekommen sein, so dass sich die Genuesen (in diesem Fall mit unserer Gruppe) wieder aufs offene Wasser und schließlich in die Sicherheit des Goldenen Horns retten konnten. Bis dahin haben die Seeleute schon mehr als einen halben Tag durchgängig gekämpft...

    Gott sei Dank, dass wir in friedlicheren Zeiten leben!

    Viel Spaß weiterhin wünsche ich Dir!

    Herzliche Grüße,

    Ralf

    Richie

    Tatsächlich kann ich zum neuen Roman noch nichts sagen. Außer, dass es sich erneut um einen außergewöhnlichen historischen Roman handeln wird... Ich bin jedenfalls schon ganz gefesselt davon!

    Wenn Du Aktuelles wissen möchtest, schau doch mal auf http://www.dorweiler.de rein oder - falls Du bei Facebook bist - abonniere da meine Autorenseite, da gibt es regelmäßige Infos.

    Ansonsten herzliche Grüße an Deinen Mann. Ich hoffe, dass ihm der Glasbläser gefallen wird!!!

    Herzliche Grüße, Ralf

    Hallo Richie,

    schön, dass Du wieder dabei warst. Ich freue mich sehr, dass ich Dir auch dieses Mal wieder "über die Schulter lesen" durfte. Besonders freue ich mich, dass Du Dich "bestens unterhalten" fühltest. Das möchte ich gerne mit meinen Geschichten... Mal sehen, vielleicht wird mir das ja auch mit dem nächsten Roman wieder gelingen?!?

    Herzliche Grüße, Ralf

    Interessant fand ich hier ja auch die Beschreibung der Kannonen. Die wurden ja laut Wikipedia von einem Christen für die Osmanen hergestellt. Schon erstaunlich, aber scheinbar wollte Konstantin seine Dienste nicht haben... Weisst Du da mehr drüber?


    Bezeichnend ist, dass ja die Osmanen , wie auch die Araber Neuerungen viel aufgeschlossener waren, als die Christen.

    Man weiß nicht genau, was für ein Landsman Urban war. Er könnte Ungar gewesen sein, es gibt auch Quellen, die ihn als Deutschen bezeichnen. Ja, es heißt, dass er zuerst Konstantin seine Dienste anbot, er aber abgewiesen wurde. Ohne seine Kanonen hätte Konstantinopel dem Ansturm der Osmanen trotz einer gewaltigen Übermacht wohl standhalten können. Wahrscheinlich hätte Mehmed seine Truppen nicht mehr sehr lange beisammenhalten können, wenn man nicht immer wieder Zeichen gehabt hätte, dass die Stadt einnehmbar sein könnte.
    Auf der anderen Seite waren die ständigen Einschläge natürlich auch für die Verteidiger nervenaufreibend. Man muss das ja auch aus der damaligen Sicht sehen: Es handelte sich um die neuste Technik! Die Kanonen sind laut, stinken und schleudern Steingeschosse (und es soll auch ein paar extra für die großen Geschütze gegossene Eisenkugeln gegeben haben) über unglaubliche Entfernungen mit einer Wucht, die Mauern zum Erbeben bringt. Da kann man den Mut schonmal verlieren...

    Mehmed war Neuem gegenüber sehr aufgeschlossen. Zudem galt er als sehr kunstsinnig.

    Herzliche Grüße, Ralf

    Liebe Richi,

    ja, ich denke, das ist natürlich Geschmackssache. Die großen Schlachten sind sicher nicht jedermanns Sache. Dabei sind die Seeschlacht am Ankunftstag und der große Ansturm historisch verbürgt.


    Bei der Seeschlacht, als die Gruppe nach Konstantinopel kam, soll wirklich der Wind kurz vor dem Ziel abgeflaut haben. Die Karacken wurden ohne Wind gegen das falsche Ufer getrieben, wo der Sultan sein Pferd ins Wasser trieb, wütend, dass seine überlegene Seestreitmacht die Handelsschiffe nicht einnehmen konnte. Kurz bevor die Schiffe auf Land liefen, kam wieder Wind auf, wodurch sich die Karacken ins Goldene Horn retten konnten... Manchmal hat das Schicksal eben die Hand im Spiel. Als ich von dieser Episode erfuhr, habe ich meine Geschichte so angelegt, dass Simon, Ulf, Serena und Raffaele genau auf diesen Schiffen waren (die übrigens auch die letzten waren, die noch nach Konstantinopel kamen).


    Kurz zur Mauer: Man sagte wirklich, dass Truppen von Belagerern weggelaufen seien, wenn sie die theodosianische Mauer nur erblickten. Auch heute kann man sie noch in Istanbul bewundern (teilweise sehr skurril ins Leben der Leute eingebunden). Beim Ausbessern der Mauer ging es längst nicht mehr darum, die Steine neu einzufügen. Man hat einfach Erde genommen und da wieder Steine reingedrückt. Es war eher ein notdürftiges Flicken. An anderen Stellen wurde wahrscheinlich genauer gearbeitet. Immerhin ist die Mauer rund 5 Kilometer lang. Aber an der Stelle, wo Ulf und Simon postiert sind, wurde das Feuer mehrmals konzentriert.


    Die Flucht durch die Stinkebrühe im Dunkeln hat mir auch beim Schreiben ein Schaudern eingebracht. Ich könnte mir richtig gut vorstellen, wie das in einer Verfilmung aussehen könnte...


    Herzliche Grüße,

    Ralf

    Danke für die Info!! Ich finde, es wirklich unglaublich, wie die Leute es damals geschafft, haben, diese beschwerlichen Routen zu überwinden! Zumal sie ja was die Kleidung angeht nichts hatten, was sie gegen diese harten Witterungsverhältnisse hätte schützen können!

    Liebe Luckynils,


    ja, das muss unglaublich beschwerlich gewesen sein. Wobei ich glaube, dass die damalige Kleidung gar nicht soooo ungeeignet war. Simon und Ulf sind etwas "underdressed", aber ich denke, dass die Menschen vor Ort schon Naturmaterialien so bearbeiten konnten, dass sie ihren Ansprüchen gerecht wurden. Ansonsten hat konnte man wahrscheinlich auch einfach ein bisschen mehr aushalten, als wir das heute gewohnt sind.


    Der Bischof Dietrich von Cuba schrieb in seinem Rechnungsbuch am 16. März 1473 über die Überquerung des Gotthard: „.. ueber den Gothart schentlichen bosen wegk, als ich en alle myn leptage (nicht) gewandelt byn.“ Was für ihn sehr grausam gewesen sein muss, dürfte für die Säumer tägliche Routine gewesen sein...


    Herzliche Grüße, Ralf


    Mir hat das Buch richtig gut gefallen, doe Flößer werde ich dann wohl auch noch lesen müssen.

    Ich habe richtig viel gelernt dabei, die Eroberung Konstantinopels war noch eine Lücke in meinem wissen. Und auch zur Glasherstellung war einiges neues dabei. Auch wen ich schon mal Glasbläser live in Bodenmais erleben durfte.

    Liebe Streifi, wow, Du warst aber schnell... Ich freue mich, dass mein Glasbläser Dir gefallen hat!

    Die Tränen kann ich sehr gut nachvollziehen. Die sind bei mir auch geflossen, als ich die Szene geschrieben habe.

    Die Flößer sind bestimmt auch was für Dich!

    Herzliche Grüße, Ralf

    Schön, dass die Sprachbarriere hier ein Thema ist. In manchen Histos frage ich mich immer, wie die Leutchen sich länderübergreifend so einfach unterhalten haben. Selbst wenn ALLE Latein gekonnt hätten, kann das doch nicht immer so einfach gewesen sein. Gefällt mir, dass Simon Worte verwechselt und schlecht im Vokabeln lernen ist. :frech

    Vor allem finde ich auch, dass es zu Ulf passt, dass er GUT ist im Vokabeln lernen. Wenn er einmal etwas im Kopf hat, kann er das auch speichern. Aber er braucht halt seine Zeit, die ganzen Einzelteile zusammenzusetzen. Vielleicht ist Euch ja am Anfang seine Hütte aufgefallen. Die symbolisiert eigentlich Ulfs ganzes Wesen ...

    Ich denke mal, das war sicher wirklich so. Ich frage mich nur, wie Simon und Ulf - und eventl. noch eine gewisse junge Dame - das lösen wollen. Vor allem wäre der Vater ja dann dicht auf den Fersen und würde sie jagen. Da muss eine andere - friedlichere Lösung her. Also ungefähr so:

    Simon sichert sich die Dankbarkeit des Vaters, der Verlobte segnet das Zeitliche, Simon bekommt das Mädel wird Schwiegersohn und behält das Glasgeheimnis für sich, weil er ja jetzt zur Familie gehört. Auf der Insel ist er auch vor seinem alten Herrn sicher. (So mein Plan, mal schauen, wie Rolf das macht. :grin)

    Mal schauen, ob Dein Plan aufgeht... :write

    Herzliche Grüße, Ralf