Beiträge von little sparrow

    Mein erster Gedanke, als Louis den Wunsch äußert mitzukommen: Prima! Dann hat Pierre Begleitung und das Manövrieren und Anlegen wird ein Kinderspiel. Tatsächlich sieht es dann aber doch anders aus.

    Dass Louis ein Zeuge bei DEM Mordfall sein könnte, spielt Pierre richtig gut zu.

    Dass es aber so gut wird, dass er seinen Job zurückerhält, wow! Toll gemacht, Sophie!


    Maurice Marechal muss kochen vor Wut. Gut, dass er dieses Nichtbeförderungsdingens mit eingebaut hat. Dann hat er zumindest noch ein kleines Gefühl der Macht.

    Dass er den Brief mit der Einladung zur Anhörung gemopst hat, liegt für mich auf der Hand.

    Schade, dass Pierre erst so spät von dem Zuspruch von allen aus dem Ort erfahren hat. Aber immerhin besser spät als nie. Ich kann mir gut vorstellen, dass er daran ordentlich zu knapsen hatte.


    Umso lebendiger werden jetzt gerade die Ermittlungen, an denen er mitwirken "darf". Das ist sicherlich kein Geschenk, für mich als Leser aber total spannend und bunt. Mal sehen, wie sich Imbert und Bartissol noch schlagen.


    Vater und Sohn. Da hat Pierre ja was angerichtet. Der arme Louis fühlt sich so wohl und sicher bei Pierre. Das wird ne harte Nummer, wenn er erfährt, wer Pierre wirklich ist. Und Pierre wird sich auch sicherlich nicht gut dabei fühlen.


    Bei dem zarten und klugen Jugendlichen geht sein Herz auf. Gut für ihn. Und gut für Charlotte. Ein Mann mit Beschützerinstinkt baut dann auch eher ein Familiennest. Ich bin gespannt und drück die Däumchen. Mit Charlotte wird er sich bestimmt schnell wieder versöhnen.

    Sein "Ausflug" war ja nun wirklich eher spontan und nicht tagelang vorher geplant.

    Ich habe keine Ahnung, warum man aus Neger, das Schwarzer, bedeutet hatte, ein Schimpfwort generiert. Wenn so ein Mensch, der Neger als Schimpfwort nutzt, Schwarzer sagen würde, so wäre es in seinen Augen sicherlich auch ein Schimpfwort.

    Jedenfalls bin ich in dem guten Glauben aufgewachsen, dass Negerbrot etwas leckeres ist, was es ja auch ist. Und ein Negerkuss war für mich auch etwas mit lieblichem Geschmack.


    Das Wort "abnegern" finde ich vom Wort her auch nicht so toll. Ich merke es mir, damit ich es einordnen kann. Dieser dritte Band von Brigitte Riebe von hoffentlich nicht das letzte Buch sein, dass sich um Kunst handelt. Eines meiner nächsten Bücher wird "Die Galerie am Potsdamer Platz" von Alexandra Cedrino sein. Ich bin gespannt, was ich in dem Buch alles entdecke.


    Ein entstelltes Gesicht kann für den Betrachter wunderschön sein. Ich bin mir sicher, dass ich ein entstelltes Gesicht bei mir nicht schön finden würde. Bei meinem Gegenüber würde ich als Betrachter die Schönheit darin sicher entdecken. Flori ist für mich eine ganz außergewöhnliche junge Dame mit ausgezeichneter Beobachtungsgabe. Auch wenn sie die Schule leider nicht beendet, so hat sie doch viel gelernt und mehr Vertrauen in sich selbst gefunden.

    Personenverzeichnisse sind zwar schön, können manchmal aber auch den Nachteil haben, zu viel von der Handlung vorwegzunehmen.

    Ja, deshalb schaue ich auch nie in die Personenverzeichnisse. - Obwohl, bei einem Thriller musste ich das schon mal machen. Da kam ich mit den vielen Personen überhaupt nicht zurecht.

    Ausnahmen bestätigen die Regel.

    Ich schreibe die Namen der Personen eh meist beim Lesen mit. Das Who is Who.

    Wer glaubt an diesen Unsinn? Da gibt es genug Leute. Ich erinnnere mich an ähnliche Briefe, die das Schneeballsystem zugrunde hatten, auf die jede Menge Leute hereingefallen sind und viel Geld verloren haben. Bis auf den Initiator. Aber es gab auch andere Kettenbriefe, die Warnungen enthielten oder einfach nur Gutes versprachen wenn man sie mit so und so viele Leuten teilt. Gibt es im übrigen immer noch so ähnlich auf FB.

    Leider gibt es diese Kettenbriefe und die leichtgläubigen Menschen immer noch.

    Herrlich, wie Pierre sich gleich zu Beginn zu den Ziegen rettet.

    Doch seine Charlotte findet ihn natürlich. Ich mag die Beiden. Charlotte reagiert sehr klug, dass sie Pierre immer wieder auf die Füße tritt und mehrere Möglichkeiten aufzeigt, wie es weiter gehen könnte.

    Was für ein schöner runder Ausklang.

    Kitty und Carl endlich wieder vereint und Flori und Benka endlich ein Paar.

    Den "Auftritt" von Shawn Lindberg fand ich richtig richtig gut. Und auch, dass den alten Lindberg ein Kollege in die Schranken verwiesen hat. Herrlich!

    Vielen Dank für diese tolle Geschichte. Flori und Benka haben ihren Weg mit viel Fleiß und trotz Querelen auf der Schule und fehlendem Abschluss gemeistert. Rosenrot und Schwarz. ❤

    Die Rezension folgt demnächst.

    In diesem Leseabschnitt passiert so viel.

    Der Aufbau der Mauer und die Zurückhaltung dabei, dagegen etwas zu tun. In Ost und West der Einzug von Panzern. Der Versuch, das Modehaus Thalheim mit einer Modenschau wieder "nach vorn" zu bringen. Der Auftrag von Benka und Flori Aufnahmen für Die Zeit und den Otto Versand zu machen. Die Hochzeit von Isi und Theo. Carls folgenschwerer Unfall. Gregor, der ein Familienleben in Lüge lebt, das er nicht will und ein Hotte, der stumm darunter leidet. Amelie, die auf den wirklich letzten Drücker der geschlossenen Ostzone entkommt - schwanger mit einem Kind von Tobias.

    Ich habe Angst um Kitty. Was, wenn sie die Flucht in den Westen nicht überlebt? Das würde auch Carl nicht überleben. Und Franzi wäre ihre Eltern mit einem Schlag wieder los.

    Ich weiß nicht, was Benke in Hamburg "getrieben" hat. Flori drücke ich die Däumchen, dass Benka sein Herz für sie freigibt. Das wäre so schade für die beiden, wenn er es nicht täte.

    Maman ist so unsagbar stolz auf ihre Kleine. Flori hat trotz Abbruch der Schule und des Studiums ganz schön was erreicht. Talent und harte Arbeit zählen eben doch.

    Brigitte, Du schreibst so eindrücklich, als wäre ich beim Aufbau der Mauer dabei. Ich hätte gern eine Ausgabe der Zeitschrift mit Floris Fotos. 🙏


    Bei dem Slogan "Hau auf die Pauke, Willy!" habe ich innerlich ein Fest gefeiert und mit den anderen Laut gegeben. - Ich würde mich nicht wundern, wenn ich morgen heiser bin. ;)


    Die Thalheims zeigen: je größer und vielfältiger eine Familie ist, desto größer ist ihr Wirkungskreis. Kontakte zum Radio, das Kaufhaus, die Buchhandlung. Jetzt wäre es noch schön, wenn Carl als Anwalt einen Prozess gegen die Abschaffung des leidlichen Paragraphen führen würde, der Gregor und Hotte soviel Schmerz bereitet.


    Benka wäre jedenfalls ein starkes zusätzliches Familienmitglied. Der Auftritt von Karens Mutter muss ihn hart getroffen haben. Von Karen hätte ich mir mehr Rückgrat gewünscht. Isi und Theo zeigen, wie es geht.


    "Und jetzt komm, du himmlischer Stern meines irdischen Daseins - tanzen!" - Seite 330

    "Abnegern" sagt man sogar noch heute in der Fotografie ...

    Abnegern

    In der Lichtregie von Photographie und Film sprach man traditionellerweise vom Abnegern, wenn man dunkle Stellflächen oder Schirme zur Reduzierung von Fremd- und Seitenlicht einsetzte. Dazu können nicht nur schwarze, nicht-reflektierende Materialoberflächen (meist schwarzer Karton oder Schaumstoff, gelegentlich auch Stoffbahnen), sondern auch andere Farbflächen verwendet werden – gesetzt, dass sie lichtundurchlässig sind (und die darüber hinaus ihrerseits wieder auf die gesamte Licht- und Farbcharakteristik Einfluss haben können).

    Was Du alles weißt! Klar gehört zu den Lichtverhältnissen bei der Fotografie auch das Abdunkeln, aber dass es einen eigenen Ausdruck dafür gibt! - Werde ich mir merken.

    Wow! Flori ist wirklich eine sehr starke Frau. Sich so gegenüber Rufus zu behaupten. Gut, dass Benka und Bonin ihr helfen.


    Da hat mich mein Instinkt ja nicht getäuscht mit Gregor und Luisa. Luisa ist wirklich sehr fordernd. Und das sogar über ihre Liebesbeziehungen hinaus. Einen Anspruch haben und als Thalheim behandelt werden - sehr direkt und anmaßend.


    Ich bin jedenfalls froh, dass Flori nicht mehr mit Rufus zusammen ist. Schade, dass sie Benka zwischendurch selbst als Freund verloren hatte. Ob Benka für Flori immer noch romantische Gefühle hegt? Bei Karen habe ich das Gefühl, dass ihm nur wichtig ist, dass sie in ihm nicht das Biest sieht. Karen ist irgendwie glatt, nichtssagend und trotzdem eifersüchtig. Und Flori scheint noch gar nicht bemerkt zu haben, wie sehr sie Benka wirklich mag.


    Brigitte, sag mal, ob der Ausdrucksweise war ich ja erschrocken. Sagte man das wirklich damals? "abnegern"? - Seite 257 unten

    danke dir! Freue mich so sehr, dass du Flori in dein Herz gelassen hast ...

    das mit der Aufnahme OHNE Abi hab ih mir übrigens nicht aus den Fingern gesogen, es gab ein paar historische Beispiele, wo das auch so gkllappt hat ...

    Das ist ja cool. - Aufnahme ohne Abi, ich dachte, das wäre so ein "neumoderner Kram". :)

    Ich mag Flori sehr. Und ich bin total gespannt, wie es jetzt weiter geht.

    schön, dass du eingestiegen bist - Gregor hat eigentlich seine "Braut" längst gefunden ... nur die prüde Gesellschaft meint, er sei nicht die richtige ... :nono

    Dankeschön.

    Leider gestalten sich meine Zahnbehandlungen als sehr schmerzhaft, so dass ich wenig zum Lesen und Rezensieren kam. So langsam pendelt es sich zum Glück wieder ein. Daran hatte ich jedenfalls ganz schön zu kauen - im übertragenen Sinne.


    Ja, Gregor hat auch mein tiefstes Mitgefühl. Die Beiden leiden sicher sehr.

    Was für ein grandioser Auftakt in den nächsten Leseabschnitt.

    Franzi ist zurück und meldet sich als Familienmitglied der Thalbachs während der Hochzeitsfeier. Ich freue mich total doll. Das ist eine ganz neue Zugehörigkeit zwischen Franzi und Flori. Ich bin gespannt, wie es Franzi mit ihren Eltern ergeht. Da ist mein Leserherz gleich in Aufruhr.


    Das muss ein berauschendes Gefühl sein, wie Flori malt, wenn sie die Farben hört. Eine schöne Gabe. Eine Gabe, die niemanden stören sollte. Ausgerechnet Lindberg erfährt von ihr das Geheimnis und hatte es zuvor gar nicht bemerkt. Da habe ich einen Moment lang gestutzt. Wie blind man ist, wenn man auf sich selbst bezogen ist.


    Gibt es den Biergarten eigentlich noch? Hab mir zum Recherchieren mal ein Klebchen dran gemacht.


    Ich glaube, Gregor ist auf Brautschau. Der Arme. - Was liegt näher, als es mit Luisa zu versuchen. Sie will ja auf Biegen und Brechen seine Nähe. Aber, ob das so gut ist? Ob Luisa auf Gregor verzichten kann, wenn sie heiratet? Was mag wohl Hotte davon halten? - Der damalige Straftatbestand macht es natürlich schwerer.


    Und da wären wir wieder beim Thema Freiheit. Wie recht doch Friedrich hat.

    Brigitte, Du hast so einen tollen Schreibstil.

    Dank Deiner anfänglichen Ausführungen zu den Personen bin ich ruckzuck im Geschehen gewesen.

    Die Geheimniskrämerei in der Familie ist schon besonders. Dabei ist es sicherlich von beiden Seiten - sprich von Rike und Silvies Seite und auch von Floris Seite aus - besonders. Denn Flori will ja ihrer Familie auch nicht alles gleich mitteilen, sondern erst einmal still zurückkommen und an der Schule angenommen werden.

    Das fand ich richtig stark. Wie viel Durchhaltevermögen sie an den Tag gelegt hat. Und, dass Prof. Otto sich dann auf ein Treffen eingelassen hat und mit den anderen bereits in Vorbesprechungen war, fand ich beeindruckend.


    Mein Herz ging regelrecht auf bei dem Treffen von Flori und den Jungs Benka und Bonin. Und wie schön Du, Brigitte, die Schöne und das Biest umschrieben hast. Und dann toppst Du das Ganze noch mit

    "Du schaffst das schon. Mit dir ist alles Magie …" - Seite 45

    Flori ist eine starke Persönlichkeit. Mit ihrem Herz hat sie meins schon erreicht.

    Belladonna


    Harper Collins bei Lübbe Audio


    Autorin: Karin Slaughter


    ISBN 978-3-96108-109-7


    gelesen von Nina Petri


    ungekürzt auf 2 MP3-CDs


    763 Minuten - 160 Tracks





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    Mit Belladonna gelang Karin Slaughter vor fast zwanzig Jahren der Durchbruch als Autorin im Thriller-Genre. Es ist der erste Roman, der von ihr veröffentlicht wurde.


    Nun gibt es eine Neuauflage des Thrillers. Das Original erschien 2001 unter dem Titel Blindsighted und wurde 2003 in Deutschland unter dem Titel Belladonna herausgegeben.



    Neu eingelesen wurde das Buch im Hörbuchformat von Nina Petri. Mir gefiel besonders an diesem Hörbuch, dass Nina Petri das Buch tatsächlich vorgelesen hat und nicht einem Hörspiel gleich inszeniert hat. Belladonna kommt ganz ohne fremde Interpretation aus und ist von Karin Slaughter mit einer unvergleichlichen Spannung geschrieben.






    Unvergleichlich ist auch die Brutalität und die Klarheit, mit der die Szenen beschrieben werden. Die Angst der Menschen, die Emotionen der Charaktere und deren überlagertes Handeln, das manches Mal im krassen Gegensatz zu den Gefühlen steht. Dennoch bleiben die Charaktere authentisch und haben einen hohen Wiedererkennungswert.



    Karin Slaughter nutzt die Worte in ihrem klaren Schreibstil gnadenlos und brutal. Selbst bei den Szenen während der Autopsie hatte ich das Gefühl, neben der Protagonistin zu stehen und zu sehen, was sie sieht



    "Die Gedärme lagen schlaff in ihren Händen, wie nasse Nudeln, als sie sie aus der Bauchhöhle hob." - Kapitel 17, Track 104


    oder wie es sich für sie anfühlen mag



    "Eine Leiche zu öffnen war wie ein Buch aufzuschlagen." - Kapitel 17, Track 101


    Und auch bezüglich der Tat, der Vergewaltigung, des Gewaltaktes, nimmt Karin Slaughter kein Blatt vor den Mund. Manches Mal habe ich die Augen geschlossen, während die Worte auf mich einwirkten. Doch auch das konnte das Geschehen nicht vor mir verborgen halten. Nina Petri las weiter und ich erfuhr, was dem Opfer widerfahren sein musste.



    Die Spannung erfährt einige Lockerungen während ich die Charaktere besser kennenlerne, zieht kurz darauf aber gleich wieder an und steigert sich zum Schluss immens, als ich dem Täter auf die Spur komme. Mit einem überraschenden und nachvollziehbaren Ende lässt mich Karin Slaughter nachdenklich und ob der Brutalität fassungslos zurück.




    Dabei fing die Geschichte recht beschaulich an.



    Ich lerne anfangs die Schwestern Sara und Tessa kennen. Tessa ist Klempnerin und geht ihrem Vater zur Hand. Auf dem Lieferwagen steht Linton & Töchter. Doch Sara hatte andere Pläne. Sie hat Medizin studiert und arbeitet als Kinderärztin und Gerichtsmedizinerin. Als Coroner trifft sie auch immer wieder auf ihren Exmann Jeffrey Tolliver, den Polizeichef in dem beschaulichen Ort Heartsdale.



    Es klingt zunächst für mich, als könne es gar nichts Schlimmeres in dem Örtchen geben, als nicht in die Fußstapfen des Vaters zu treten und geschieden zu sein.



    Bei dem Treffen der Schwestern im Diner findet Sara die Collegeprofessorin Sibyl Adams schwer verletzt auf der Damentoilette. Sie versucht alles um ihr Leben zu retten, scheitert letztendlich aber. Mit den Worten "Ich brauche Dich" ruft sie ihren Exmann Jeffrey zum Tatort.






    Fazit


    Dieser Thriller ist für alle, die mit einem unbeschönigten und sehr bildlich beschriebenen Tathergang und dessen Folgen umgehen können. Ein Thriller, den ich nicht aus der Hand legen konnte und der mich auch Tage später noch beschäftigt.


    ASIN/ISBN:
    ISBN 978-3-961081097
    ASIN/ISBN: