Beiträge von little sparrow
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Ich hoffe, ich denke dran. Auf jeden Fall kann ich jetzt schon mal sagen, dass Christian Berkel das genial liest. Aber ich bin noch ganz am Anfang. Ich bin auch sehr gespannt auf ihren ersten "Erwachsenen"-Roman.
Das hört sich doch schon super an. Ich bin sehr gespannt.
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Heute angefangen:
J. K. Rowling - Ein plötzlicher Todesfall
Sprecher: Christian Berkel
Als Barry Fairbrother mit Anfang vierzig plötzlich stirbt, sind die Einwohner von Pagford geschockt. Denn auf den ersten Blick ist die englische Kleinstadt mit ihrem hübschen Marktplatz und der alten Kirche ein verträumtes und friedliches Idyll, dem Aufregung fremd ist. Doch der Schein trügt. Hinter der malerischen Fassade liegt die Stadt im Krieg. Krieg zwischen arm und reich, zwischen Kindern und ihren Eltern, zwischen Frauen und ihren Ehemännern, zwischen Lehrern und Schülern. Und dass Barrys Sitz im Gemeinderat nun frei wird, schafft den Nährboden für den größten Krieg, den die Stadt je erlebt hat. Wer wird als Sieger aus der Wahl hervorgehen – einer Wahl, die voller Leidenschaft, Doppelzüngigkeit und unerwarteter Offenbarungen steckt?
Das hört sich ja klasse an. Und dann auch noch von Christian Berkel gelesen! Erzähl mir unbedingt anschließend, wie es Dir gefallen hat.
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Ich nehme mit meinem eigenen Exemplar an der Leserunde teil.

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Der Kinderflüsterer
Roman
Blanvalet Verlag
Autor: Alex North
ISBN 978-3-7645-0710-7
444 Seiten
Inhalt und Personen
Als Rebecca plötzlich stirbt müssen ihr hinterbliebener Mann Tom und ihr kleiner Sohn Jake nicht nur den Verlust überwinden, sondern auch zueinander finden. Vater und Sohn sind sehr empfindsam und so fällt es beiden eher schwer, sich auf den anderen völlig einzulassen.
Mit einem Umzug in ein neues Zuhause wollen sie sich die Zukunft neu gestalten. Ein altes Haus in dem kleinen Ort Featherbank weckt Jakes Interesse und da es bezahlbar ist und es Jake gefällt, lässt Tom sich darauf ein.
Beide ahnen nicht, dass 20 Jahre zuvor in diesem Ort schon einmal kleine Jungs entführt und getötet wurden. Von einem fehlt bis heute jede Spur. Obwohl der Täter seinerzeit überführt wurde und noch einsitzt, ist jetzt wieder ein Junge verschwunden. Die Ermittlungen schließen auf einen Komplizen, denn die Umstände ähneln sehr den Taten von vor 20 Jahren.
Einem Ermittler ist bis heute daran gelegen den fünften Jungen von damals zu finden: DI Pete Willis.
Meine Meinung
Alex North ist mit Der Kinderflüsterer ein ganz besonderer Roman gelungen. Der Kinderflüsterer ist spannend und tiefgründig. Als Leser werde ich langsam an das Geschehen herangeführt. Featherbank - der Name des Ortes, in dem das Grauen vor 20 Jahren einzog - weckt einen eigentümlichen Nachhall. Ich fühle mich beim Lesen wie auf einem schmalen Grat in einer Geschichte von Stephen King.
Jake ist nicht der Erzähler, der in der Ich-Person agiert, für mich allerdings der Hauptcharakter. Ein ganz normaler Junge. Und doch verfügt er über eine scheinbar übernatürliche Gabe. Immer wieder unterhält er sich mit seiner imaginären Freundin. Einem Mädchen in seinem Alter, das ihm zur Seite steht. In Featherbank angekommen, ist die Stimme des Mädchens jedoch nicht mehr die einzige, die er hört. Vor seinem Fenster hört er ein Flüstern.
Die Vater-Sohn Beziehung hingegen ist von eher gewöhnlichen Problemen geprägt. So empfindet der Vater seine Bemühungen im Hinblick auf seinen Sohn als unzulänglich. Stets denkt er daran, wie einfach es für Rebecca als Mutter war, mit Jake zusammen zu sein. Und dann wieder wird ihm gegenwärtig, wie schwer es für ihn ist, seinen eigenen Sohn zu verstehen. Vor allem dann, wenn Jake schweigt.
Mit viel Feingefühl wird in Der Kinderflüsterer Spannung aufgebaut, die mich die Luft anhalten lässt. Entspannungsphasen zum Durchatmen erhalte ich durch die Perspektivwechsel der kurz getakteten Kapitel. Das eröffnet mir die Möglichkeit, das Geschehen von allen Seiten zu verfolgen.
In der Ich-Person erzählt Jakes Vater, Tom Kennedy, sehr eindrücklich von seinem Bestreben, Jake näher sein zu wollen. Ich erlebe den Verlust seiner Frau Rebecca und durch Rückblenden seine Kindheit. Das lässt Tom Kennedy zu einem vielschichtigen Charakter werden.
Über den Erzähler erfahre ich in den weiteren Kapiteln mehr über Jake, DI Pete, das Ermittlerteam und begleite den Täter. Zum Ende hin spitzen sich in allen Erzählsträngen die Ereignisse immer mehr zu und ich mag das Buch nicht mehr zur Seite legen. Beeindruckend und menschlich nachvollziehbar wird die Geschichte von allen Seiten erzählt, so dass sich die Handlungen echt anfühlen und noch Tage später präsent ist.
Der Erzählstil ist eingängig, daneben oft geprägt von Erklärungen und Aufzählungen, um das Geschehen zu verdeutlichen. Tatsächlich habe ich immer ein sehr genaues Bild vor Augen und dennoch genügend Raum für eigene Interpretationen. Das macht es mir sehr leicht, der Geschichte zu folgen.
Nervenaufreibend und nahezu unblutig erzählt Alex North die Geschichte vom Kinderflüsterer.
Fazit
Ein spannungsgeladener Roman, der mit viel Feingefühl für blankes Entsetzen sorgt.
ASIN/ISBN: 3764507101
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Apfelträume am Meer
Kurzroman
MIRA Taschenbuch
Harper Collins Verlag
Autorin: Anne Barns
eBook
ISBN 978-3-745750148
56 Seiten
Inhalt und Personen
Merle ist von München auf die Insel Juist gezogen und leitet dort gemeinsam mit ihrer Freundin Conny ein Café. Unterstützt wird Merle von ihrer Oma Enna und ihrer Freundin Agata, die sich um die neben dem Café befindliche Pension kümmert.
"Was meinst du, Merle? Ob er vielleicht Probleme hat? Du weißt schon mit was." Sie sieht zu meiner Oma. "Entschuldigung, Frau Tamena … Enna." Oma grinst breit. "Das scheint ein interessanter Abend zu werden." - Seite 20
Merles Herz hingegen gehört Jannes, der nach einem kurzen Streit plötzlich von der Bildfläche verschwindet. Nicht einmal die letzte Nachricht von Merle hat er auf seinem Handy aufgerufen - geschweige denn darauf geantwortet. Und dann reist ihm auch noch sein Bruder Ole hinterher und Agatas Freund sagt seine Verabredung mit Agata ab.
Meine Meinung
Eine bezaubernde Urlaubskulisse, vielschichtige Charaktere und aus dem Leben gegriffene Herausforderungen machen diesen Kurzroman zu einem idealen Begleiter, um jetzt im Sommer einmal dem eigenen Alltag zu entfliehen. Der Schreibstil ist leicht und beschwingt und trägt mich mit Witz und Humor durch das Geschehen. Dabei kommt es zwischen den Charakteren auch zu spannenden Momenten, in denen ich Daumen drücke und überlege, was denn nun passiert sein könnte. Doch lange werde ich bei diesem fröhlichen Kurzroman nicht auf die Folter gespannt.
Als Bonus befinden sich am Ende des Kurzromans dann auch noch die Rezepte zu den in der Geschichte erwähnten Köstlichkeiten: Oma Ennas Johannisbeer-Sirup und Oma Ennas bestes Waffelrezept.
Zur Autorin
Unter dem Pseudonym Anne Barns schickt Andrea Russo ihre Charaktere und damit auch den Leser auf die Insel und verwöhnt daneben mit kulinarischen Köstlichkeiten. Zum Abschluss eines jeden Romans darf sich der Leser dann noch auf die Rezepte freuen, die am Ende des Buches mit abgedruckt sind.
Andrea Russo verknüpft damit ihre Leidenschaft für leckere Gaumenfreuden, Reisen ans Meer und für uns zu Schreiben.
Ihr neuer Roman heißt Bratapfel am Meer und wird im Herbst 2019 erscheinen.
Fazit
Genau das richtige Buch um bei einer kleinen Pause entspannt den Sommer zu genießen und sich ans Meer zu träumen.
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Eva Meckbach hat eine tolle Lesestimme für diesen Roman. Die Protagonistin und das Geschehen nehme ich ihr zu 100 % ab. Toll gemacht!
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Happy Birthday!
Alles Liebe zum Geburtstag wünsche ich Dir.

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Ich wäre auch sehr gern bei dieser Leserunde dabei und würde mich für ein Print-Exemplar bewerben.
Joan, das ist ja ganz bezaubernd von Dir. Geburtstage feiern mag ich genauso gern wie Lesen.


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Der Schatten
Thriller
btb Verlag
der Random House Gruppe
Autorin: Melanie Raabe
erschienen am 23. Juli 2018
ISBN 978-3-442-75752-7
416 Seiten
Inhalt und Personen
Norah, 35 Jahre alt, Journalistin, verlässt nach einer Katastrophe, wie sie es selbst nennt, ihren Lebensgefährten Alex und bricht in Berlin so ziemlich alle Kontakte ab um in München neu durchzustarten. Doch so richtig angekommen fühlt sie sich zunächst nicht. Zu den neuen Kollegen hält sie Abstand und ihre alten Freunde haben auch nicht ständig Zeit für sie. So kniet sie sich in die Arbeit und verfolgt ein Projekt, dass sie schon in Berlin gern vorangetrieben hätte: sie erarbeitet eine Reportage über die Menschen, die auf der Straße leben.
Noch bevor Norah dieses Vorhaben in die Tat umsetzt, wird sie von einer alten Frau, einer Bettlerin, angesprochen.
"Du bringst den Tod", sagte die Frau - Seite 21
Und die Bettlerin konkretisiert daraufhin sogar, was sich in naher Zukunft abspielen wird.
"Am 11. Februar wirst du am Prater einen Mann namens Arthur Grimm töten. Aus freien Stücken. Und mit gutem Grund." - Seite 22
Arthur Grimm. Diesen Namen, da ist Norah sich sicher, hat sie nie zuvor gehört. Warum sollte sie einen wildfremden Menschen töten? Ist sie dazu überhaupt in der Lage?
Meine Meinung
"Das Gute - dieser Satz steht fest - ist stets das Böse, was man läßt." - Wilhelm Busch, Die fromme Helene
Dieses Zitat aus Wilhelm Busch begleitete mich beim Lesen von Der Schatten. So eindringlich war die Voraussage der alten Frau, der Bettlerin, dass ich kaum zu hoffen wagte, dass sich das prophezeite Schicksal der Journalistin Norah nicht befürworten wird.
Mit einem steten Gefühl der Unsicherheit begleite ich Norah auf rund 400 Seiten und lasse mich auf Fährten führen, die logisch nachvollziehbar vor mir liegen. Immer wieder treibt Norah Ermittlungen voran, um ihr vermeintliches Opfer besser kennenzulernen und die Begründung für einen Mord, den sie selbst begehen soll, zu erforschen. Allein in ihrer neuen Münchener Wohnung bleibt ihr für solche Gedanken und Recherchen auch reichlich Zeit.
Auch mein Interesse ist geweckt und so verfolge ich mit unverhohlener Neugier die weiteren Schritte.
Der Schreibstil ist jung, frisch und genauso dynamisch wie die Protagonistin. Der Sprachgebrauch passt zu den Charakteren wie zum Geschehen und der Zeit, in der die Geschichte spielt. Und ich bin immer wieder fasziniert, wie einfach die Psychologie eines Menschen sein kann.
Der Schatten unterhält und fesselt mich gleichermaßen und ich bin froh, dass am Ende auch die kleinsten Details aufgeklärt werden.
Fazit
Wer einen gut ausgeklügelten, unblutigen und raffinierten Thriller mag, wird mit Der Schatten bestens unterhalten.
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Tote brauchen einen Namen
Unbarmherzig
Kriminalroman
Ullstein Verlag
Autor: Inge Löhnig
Erscheinungsdatum: 31. Mai 2019
ISBN 978-3-548-29097-3
Seiten 381
Inhalt und Personen
Gina Angelucci bearbeitet bei der Münchener Kripo Kriminalfälle, die lange Zeit nicht aufgelöst wurden - sogenannte Cold Cases. Dabei spielen ihr für ihren neuen interessanten Fall die Tatsache der bevorstehenden Wahlen und die Presse in die Hände. In einem nahegelegenen Dorf namens Altbruck findet Ella Loibl Teile zweier menschlicher Skelette. Mehr als 70 Jahre scheinen diese alt zu sein. Gina Angelucci will diesen alten Knochen ihre Identität zurückgeben und möglichen Hinterbliebenen Gewissheit verschaffen. Dabei hat sie nicht nur Befürworter für die Ermittlungen.
Unterstützt wird Gina Angelucci privat durch ihren Mann Tino, der sich gerade in Elternzeit befindet und sich um die gemeinsame Tochter Chiara kümmert und bei den Ermittlungen durch ihren Kollegen Holger Morell.
Die Ermittlungen führen Gina in das Jahr 1944, in die Geschichte des Deutschen Reichs und der Zwangsarbeit. Mit Hilfe der Menschen in Altbruck versucht sie die Geschichte der Toten aufzuarbeiten - doch auch da stößt Gina nicht überall auf Mithilfe.
Meine Meinung
Unbarmherzig ist bereits der zweite Teil der Reihe um die Ermittlerin Gina Angelucci - doch das merkt man der Geschichte nicht an. Mit Beginn der ersten Zeilen bin ich bereits mitten im Geschehen und folge den verschiedenen Charakteren. Mal schickt Inge Löhnig mich in das Jahr 1944, dann wieder bin ich in der Gegenwart und begleite Gina Angelucci bei ihren Ermittlungen und nach und nach lerne ich auch die Menschen in Altbruck kennen.
Das Buch ist dabei übersichtlich in kurze, leicht zu lesende und verständliche Kapitel unterteilt, die es mir ermöglichen stets einen Überblick über das Geschehen zu behalten und manchmal auch ein kleines Stückchen weiter in der Geschichte vorzudringen, als die Ermittlerin gerade gelangt ist. Dabei erwische ich mich auch immer mal wieder beim Miträtseln und Daumendrücken.
Vor allem hat mich der Teil der Geschichte gefesselt, der im Jahre 1944 spielte und in dem es um die Mordopfer ging.
"Die Männer hatten das Sagen. Sie bestimmten, ob ihre Frauen arbeiten durften, ob sie ein eigenes Konto eröffnen konnten, und wenn es ihnen nicht mehr passte, besaßen sie die Macht, die Anstellung ihrer Gattinnen wieder zu kündigen, die sie vorher großmütig gestattet hatten." - Seite 267
Fazit
Ein Krimi, der mich durch die Hintergründe und den Zeitablauf auf Abstand hält mich aber gleichermaßen durch seine Charaktere und deren Geschichte gefangen nimmt. Ich freue mich schon auf den nächsten Fall mit Gina Angelucci.
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Lady Annes Geheimnis
Historischer Roman
Bastei Lübbe
erschienen am 31. Mai 2019
Martha Sophie MarcusGleich zu Anfang der Geschichte wird klar, mit welchem Geheimnis Lady Anne Baynes tagtäglich umgehen muss. Ein Geheimnis, das ihr durch verschiedene Umstände vor allem aber Dank ihrer eigenen Familie aufgebürdet wird. Anne Baynes wird unverheiratet schwanger von einem Jakobiten, einem schottischen Anhänger des im Exil lebenden Jakob III, Ian Drummond.
Einst stand Annes Familie in den Diensten seines Vaters, Jakob II. Nach der Geburt ihres Sohnes Johnny wurde Anne Baynes von ihrem Kind getrennt und über Umwege schließlich an den Hof des Kurfürsten Georg Ludwig nach Hannover als Zofe verbannt. Einen solchen Makel, dass die Tochter von Sir Baynes von Madlock County, unehelich ein Kind empfing, konnte ihr Vater nicht hinnehmen. Und der hatte zu dieser Zeit das Sagen!
In Hannover empfängt Anne später die Nachricht, dass ihr geliebter Ian tot sei. Einzig die Hoffnung, ihren gemeinsamen Sohn wiederzusehen, hält Anne aufrecht und sie ist bemüht, alles in ihrer Macht stehende zu tun, um wieder nach London zu gelangen, wo sich ihr Sohn in der Obhut fremder Menschen aufhalten soll. Als die Queen stirbt und der Kurfürst als King George den Thron Großbritanniens in Anspruch nehmen soll, beginnt sie die Suche nach ihrem Sohn. Gleichzeitig wird die Last des Geheimnisses immer größer und gefährlicher für Anne, denn der Vater ihres Kindes, Ian Drummond, steht als Jakobit nicht auf der Seite ihres Königs, dem sie - um mit nach London zu gelangen - die Treue geschworen hatte.Meine Meinung
Eine spannend geschriebene Geschichte um eine fiktive und zudem ganz bezaubernde und liebenswerte Hauptfigur: Anne Baynes. Eingeflochten in die historischen Geschehnisse des Jahres 1714, als der Kurfürst von Hannover nach London reisen muss, um dort die Krone in Empfang zu nehmen.
In einer ruhigen Tonart, mit einfühlsamen Sätzen und zusätzlich einer überschaubaren Reihe an Worten, die der damaligen Zeit und der Gegend des Geschehens entliehen sind, wird der Leser auf die Reise von Hannover nach England und zurück ins 18. Jahrhundert mitgenommen. Die außergewöhnlichen Begriffe sind am Buchende in einem Glossar zusammengefasst und erleichtern das Verständnis beim Lesen. Ebenfalls am Ende des Buches befindet sich ein Namensregister, aus dem auch ersichtlich ist, ob es sich um reale oder fiktive Charaktere handelt. Beim Lesen der Geschichte wirken alle Charaktere sehr real, so dass auch hier ein Blick hilfreich, zugleich aber nicht notwendig ist. Zu gern hätte ich den einen oder anderen Charakter persönlich kennengelernt. Beim Lesen konnte ich eine Nähe vor allem zu Anne deutlich spüren. Anne macht es einem leicht, sie ins Herz zu schließen. Sie geht mit ihrem Herz und mit ihrem Verstand an die Lösung heran. Auch wenn mit ihr manchmal ihr Temperament durchgeht, dass sie oftmals gut im Zaum halten muss.
Verdeutlicht vor Augen geführt wird mir stellenweise auch die jeweilige Handlungsfreiheit der Charaktere. So gibt es Charaktere, die nach ihrem eigenen Ermessen handeln dürfen und welche, die agieren, wie man es von ihnen erwartet. Und doch tritt am Ende die Person selbst hervor, so dass Eigenheiten, die zuvor nicht schlüssig erschienen, dann wieder Sinn machen.
Eine Geschichte, die ich gern in eins durchgelesen hätte, für die ich mir dann doch Zeit gelassen habe, um das Geschehen angemessen zu verfolgen.Fazit
Ein facettenreicher Roman mit historischem Hintergrund, der mir beim Lesen zum Teil der Atem verschlug, mal eine Träne abluchste und mich auch zum Lachen bringen konnte. -
In diesem 64 Seiten umfassenden Ratgeber gibt Pat Langdon verschiedene Impulse im Umgang mit dem Betroffenen und im Umgang mit sich selbst als Angehöriger des Betroffenen.
Als Begleiter in dieser schweren Zeit, wenn man sich um den geliebten Mensch kümmern möchte, kann es zu Missverständnissen kommen. Nicht immer findet man die richtigen Worte - oder überhaupt Worte - um sich selbst mitzuteilen oder findet gar den Mut.Mit diesem Ratgeber zur palliativen Begleitung kommt der Mensch schnell mit sanften Worten zu einem für ihn und seiner Situation passenden Anlehnung an sein eigenes Verhalten. Hier holt er sich Kraft, Stärke und Zuspruch.
"So wie jeder Sonnenuntergang einzigartig ist, so ist es auch der Mensch, mit all seinen Eigenheiten, Erinnerungen und Gedanken." - Seite 14
Der Ratgeber ist im handlichen DIN-A 5 Format und mit einem augenfreundlich großen Schriftbild gestaltet. Die kurzen übersichtlichen und angenehm bebilderten Kapitel lassen sich schnell und leicht verständlich lesen. Immer wieder befindet sich im Ratgeber Platz für Notizen, so dass man eigene Gedanken im Anschluss an das zuvor gelesene festhalten kann.
Dabei sind es oft ganz einfache Dinge, die dem Menschen Erleichterung und Entlastung verschaffen. Die Welt muss dafür nicht aus den Angeln gehoben werden, auch wenn man das angesichts des bevorstehenden Verlustes sicher gern für den Betroffenen tun würde.
Fazit:
Ich würde mir wünschen, dass dieser Ratgeber in Arztpraxen und auf Krankenstationen ausliegt, bei deren Behandlung eine palliative Begleitung voraussichtlich notwendig werden könnte.
Ein gut vorbereiteter Mensch - sei es als Betroffener oder als Angehöriger - kann ganz anders agieren und sich ohne Scheu mitteilen. Dieser Ratgeber eröffnet mit seinen einfühlsamen Worten die Möglichkeit für ein angstfreies Miteinander auf den letzten Schritten. -
Leider kann ich nun am 2. November 2019 nicht dabei sein.
Ich wünsche Euch viel Spaß und freue mich auf Euch dann wieder im Frühjahr.
Habt eine tolle Zeit bis dahin! ❤
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Blutacker
Thriller
Heyne Verlag
erschienen am 12. November 2018
Autor: Lorenz Stassen
ISBN 978-3-453-43944-3
352 Seiten
Entstehung
Die Idee zu der Geschichte hatte Lorenz Stassen, Autor dieser Geschichte, bereits im September 2016. Ein Zeitungsartikel berichtete über die Versteigerung eines Ackers, dessen Erlös beinahe das Fünffache des eigentlichen Wertes betrug. Dabei handelte es sich nachweislich um ein Überschwemmungsgebiet im Schatten einer Raffinerie und nicht um Bauland. - Und damit um Stoff für eigene Ideen.Handlung und Personen
Blutacker ist bereits der zweite Band einer Trilogie um den jungen Anwalt Nicholas Meller.
Nicholas Meller hat sich durch einen spektakulären Fall als Anwalt und Strafverteidiger einen Namen gemacht und konnte - bedingt durch seinen neuen Bekanntheitsgrad und steigender Umsätze - seine Kanzlei in die Kölner Innenstadt verlegen. Die Anfänge dieser steilen Karriere und wie es zu der Wandlung seiner Lebensumstände kam, sind in Angstmörder, dem ersten Band, zu finden.
Unterstützt wird Nicholas Meller von seiner Referendarin und mittlerweile Lebensgefährtin Nina Vonhoegen. Nina Vonhoegen leidet von Geburt an unter Dismelie, einer Fehlbildung, und seit dem letzten Fall auch unter Albträumen.
Für den neuesten Fall kommt Nicholas Meller sein russischer Hintergrund zugute: sein Auftraggeber entstammt dem deutschen Adel und möchte einen Freund aus dem russischen Gefängnis zurück nach Deutschland holen. Zur gleichen Zeit wird ein Paketbote ermordet und ein Paket entwendet. Ein Paket, adressiert an Nicholas Meller.Meine Meinung
Der Schreibstil ist atemberaubend spannend und umgangssprachlich gehalten. In den feinen Kreisen, wie in den gewöhnlichen, herrscht ein normaler Ton.
Der Spannungsbogen wird durchweg gehalten und immer mal wieder durch außergewöhnliche, dabei menschlich nachvollziehbare, Begebenheiten gelockert."Das war das Problem mit diesen Typen in ihren teuren Anzügen. Zivilisten." - Seite 201
Dabei sind die Charaktere - Protagonisten wie Nebenfiguren - so vielschichtig und natürlich, dass es mich nicht wundern würde, dem einen oder anderen im wirklichen Leben zu begegnen.
Was die Geschichte für mich besonders macht, ist die Kunst, diese so zu erzählen, dass ich beim Lesen das Gefühl habe, am Geschehen teilzunehmen. Dieser sogenannte "Wirklichkeitseffekt" hat mich nachhaltig beeindruckt."Dass Justitia blind war, sah man an grünbraunen Bodenfliesen, die sich mit braunrotem Teppichboden abwechselten." - Seite 250
Ebenso beeindruckt hat mich die Geschichte von Nina Vonhoegen. Eine junge, bildhübsche, gescheite Frau mit einer Behinderung. Von Geburt an fehlt ihr der rechte Arm. Wie sie damit zurecht kommt und ihr Leben meistert, wird in dem Buch ganz natürlich, wie nebenbei, erwähnt.
Dabei ist die Geschichte fiktiv - auch die Personen darin.Fazit
Wer, wie ich, ein Faible für spannungsgeladene Thriller hat, dem kann ich Blutacker ans Herz legen.
Ich freue mich bereits heute auf Opferfluss, dem dritten Band der Trilogie. Dieser erscheint voraussichtlich am 10. Februar 2020 und wird 400 Seiten umfassen. -
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Was du nicht willst das man dir tu
Thriller
Autor: C. Rimmeck
ISBN 978-3-9820304-0-1
427 Seiten
C. Rimmeck - Was du nicht willst das man dir tu
Was du nicht willst das man dir tu
Ich war sehr gespannt, wie sich der Titel des Buches zum Inhalt verhält.
Schließlich sollte dieser Satz - hier Halbsatz - ja dafür stehen, freundlich anderen Menschen gegenüber zu sein.
Was du nicht willst das man dir tu ist der Auftakt einer Reihe, in der es um die beiden Protagonisten, dem Kommissar Martin Holz und seiner Kollegin Corinna Weidlich geht.
Martin Holz ist der Star unter den ermittelnden Beamten - bis zu dem Tag, an dem er beinahe seine ganze Familie verlor. Nun lebt er allein mit seiner Tochter Isabel. Seine Frau und seine anderen beiden Töchter sind ums Leben gekommen. Martin Holz versucht sein Gehirn mit Alkohol zu betäuben um möglichst zu vergessen. Darüber vergisst er auch, sich um seine überlebende Tochter Isabel zu kümmern und vernachlässigt seinen Dienst.
Corinna Weidlich ist neu in der Stadt und wird Martin Holz zugeteilt. Corinna Weidlich fügt sich in die Situation, lässt sich aber von Martin Holz weder ausbooten noch in ihrer Arbeit behindern. Dass sie sich von anderen nicht beeindrucken lässt, sondern ihren eigenen Vorgaben folgt, hat sie auf ihrer letzten Dienststelle unter Beweis gestellt: dort hat sie ihren Partner an die Interne "verpfiffen".
Dieses ungleich wirkende, junge Ermittlerteam wird daraufhin losgeschickt, um die Daten und Fakten einer vermeintlichen Selbsttötung zu sichern und zu dokumentieren.
Der Anfang der Geschichte lässt sich bereits leicht lesen. Die Charaktere lerne ich kennen, ohne dass sie gleich all ihre Besonderheiten preisgeben. Die charakterlichen Eigenschaften sind klar zu erkennen und die Personen grenzen sich gut gegeneinander ab.
Und mir gefällt der Schreibstil. Diese schockierende Offenheit, die Möglichkeiten, sich selbst die Begebenheiten gedanklich zu gestalten, indem einiges auch offengelassen wird und diese frappierenden Schilderungen, die mich immer wieder auflachen lassen."Der Stuhl, in dem Port saß, knarrte böse wie ein Hund im Halbschlaf." - Seite 44
Ich habe viel Spaß beim Lesen und bin dabei stets sehr gespannt, wie die Geschichte weiter geht. Vor allem zwischen Martin Holz und Corinna Weidlich. Sie bringt da ja schon eine Saite in ihm zum Klingen. Sehr amüsant.
Zudem ist es knifflig, und die Geschichte regt zum Mitermitteln an. Habe ich gerade noch jemanden in Verdacht, der Täter zu sein, wird mit dem nächsten Satz schon meine Idee erschüttert und mir kommen Zweifel.
Die Spannung wird jedenfalls durchweg gehalten und ich verfolge mit großem Interesse das Geschehen.
Der Spannungsaufbau ist dabei zum Teil so enorm, dass selbst ich mir beim Lesen nicht sicher war, ob ich die nachfolgend beschriebenen Geschehnisse aushalte. Die Neugier war jedoch stärker und nun kann ich diesen außergewöhnlichen Thriller weiterempfehlen.
Und nun bin ich sehr gespannt, wie es mit dem Ermittlerteam weiter geht. -
Was du nicht willst das man dir tu
Thriller
Autor: C. Rimmeck
ISBN 978-3-9820304-0-1
427 Seiten
C. Rimmeck - Was du nicht willst das man dir tu
Was du nicht willst das man dir tu
Ich war sehr gespannt, wie sich der Titel des Buches zum Inhalt verhält.
Schließlich sollte dieser Satz - hier Halbsatz - ja dafür stehen, freundlich anderen Menschen gegenüber zu sein.Was du nicht willst das man dir tu ist der Auftakt einer Reihe, in der es um die beiden Protagonisten, dem Kommissar Martin Holz und seiner Kollegin Corinna Weidlich geht.
Martin Holz ist der Star unter den ermittelnden Beamten - bis zu dem Tag, an dem er beinahe seine ganze Familie verlor. Nun lebt er allein mit seiner Tochter Isabel. Seine Frau und seine anderen beiden Töchter sind ums Leben gekommen. Martin Holz versucht sein Gehirn mit Alkohol zu betäuben um möglichst zu vergessen. Darüber vergisst er auch, sich um seine überlebende Tochter Isabel zu kümmern und vernachlässigt seinen Dienst.
Corinna Weidlich ist neu in der Stadt und wird Martin Holz zugeteilt. Corinna Weidlich fügt sich in die Situation, lässt sich aber von Martin Holz weder ausbooten noch in ihrer Arbeit behindern. Dass sie sich von anderen nicht beeindrucken lässt, sondern ihren eigenen Vorgaben folgt, hat sie auf ihrer letzten Dienststelle unter Beweis gestellt: dort hat sie ihren Partner an die Interne "verpfiffen".
Dieses ungleich wirkende, junge Ermittlerteam wird daraufhin losgeschickt, um die Daten und Fakten einer vermeintlichen Selbsttötung zu sichern und zu dokumentieren.
Der Anfang der Geschichte lässt sich bereits leicht lesen. Die Charaktere lerne ich kennen, ohne dass sie gleich all ihre Besonderheiten preisgeben. Die charakterlichen Eigenschaften sind klar zu erkennen und die Personen grenzen sich gut gegeneinander ab.
Und mir gefällt der Schreibstil. Diese schockierende Offenheit, die Möglichkeiten, sich selbst die Begebenheiten gedanklich zu gestalten, indem einiges auch offengelassen wird und diese frappierenden Schilderungen, die mich immer wieder auflachen lassen."Der Stuhl, in dem Port saß, knarrte böse wie ein Hund im Halbschlaf." - Seite 44
Ich habe viel Spaß beim Lesen und bin dabei stets sehr gespannt, wie die Geschichte weiter geht. Vor allem zwischen Martin Holz und Corinna Weidlich. Sie bringt da ja schon eine Saite in ihm zum Klingen. Sehr amüsant.
Zudem ist es knifflig, und die Geschichte regt zum Mitermitteln an. Habe ich gerade noch jemanden in Verdacht, der Täter zu sein, wird mit dem nächsten Satz schon meine Idee erschüttert und mir kommen Zweifel.
Die Spannung wird jedenfalls durchweg gehalten und ich verfolge mit großem Interesse das Geschehen.
Der Spannungsaufbau ist dabei zum Teil so enorm, dass selbst ich mir beim Lesen nicht sicher war, ob ich die nachfolgend beschriebenen Geschehnisse aushalte. Die Neugier war jedoch stärker und nun kann ich diesen außergewöhnlichen Thriller weiterempfehlen.
Und nun bin ich sehr gespannt, wie es mit dem Ermittlerteam weiter geht. -
Alte Sorten
Roman
DuMont Buchverlag
Erscheinungstag: 18. März 2019
Autor: Ewald Arenz
ISBN 978-3-8321-8448-3
256 Seiten
Alte Sorten - wenn es nach dem Autoren gegangen wäre, so hätte das Buch Oktoberland heißen sollen. - Vermutlich, weil sich im Oktober die Stärke dieser beiden Frauen, um die es in dieser Geschichte geht, vollends entfalten und auf die jeweils andere übertragen kann. Beide sind mit einer Kraft ausgestattet, die man sonst in der Natur findet - wunderschön und von innen heraus.
Zeitlich spielt das Geschehen in diesem Roman im September und Oktober und umfasst einen Zeitraum von anderthalb Monaten. Einige Rückblenden auf das vorherige Leben werden eingewoben und ermöglichen auf diese Weise, die Protagonisten besser kennenzulernen.
Die beiden Frauen sind zwar unterschiedlicher Herkunft und unterschiedlichen Alters, doch ihre Sehnsucht nach Freiheit, dem Bedürfnis der eigenen Wünsche und der Liebe - vor allem der mangelnden - das haben sie gemein.
Sally ist 17 Jahre alt und bricht aus. Sie bricht aus, aus einem Leben, das sie nicht mehr aushält. Einem Leben nach einem Muster, das nicht zu ihr passt. Eines, das ihre Eltern ihr aussuchen. Doch das ist nicht Sally. So entflieht sie ihrem Elternhaus und trifft auf Liss.
Liss wollte einst fliehen. Strukturen, die nicht zu ihr passen, aufgezwungen durch ihr Elternhaus - und doch ist sie noch da. Da, wo sie als Kind einst lebte. Dort bewirtschaftet sie ihren Hof, Felder - scheinbar allein. Doch auch, wenn sie ziemlich verschlossen und wortkarg wirkt, braucht sie doch manchmal Hilfe. Und so spricht sie Sally an, als diese am Wegesrand auf sie trifft.
Da ist ein Erkennen, ein sich-vorsichtig-aus-dem-Weg-gehen und auch ein Verständnis zwischen den beiden Frauen - ohne Fragen mit Antworten, die einfach akzeptiert werden. Ohne große Worte.
Die Schlichtheit im Schreibstil, die klaren Worte in den schnörkellosen Sätzen - manchmal sind diese Sätze lediglich ein Wort kurz - machen den Reiz der Geschichte nur größer.
Alte Sorten ist ein Buch, dass man genießen kann. Es verwöhnt mit dieser ruhigen Stimmung, die heimelig wirkt und einen Willkommen heißt. Die Darstellung der Arbeitsabläufe bei der Ernte, die Beschreibung des Handwerkzeugs und die Schilderung der Beschaffenheit von dem Obst und der Natur rundherum wirken sehr eindrücklich auf mich. Ewald Arenz beschreibt beispielsweise die Früchte an den unterschiedlichen Birnenbäumen so nachhaltig, dass ich die Bilder wie aus der eigenen Erinnerung abrufen kann.
Ein ruhiges Buch, eine Geschichte um zwei starke Frauen, über Strukturen, die das Leben nicht braucht, weil es das Leben einschränkt. Ein Buch, dass ich sehr gern weiterempfehle. Eine Geschichte, die darstellt, dass trotz bitterer Wut und Verwundungen, die einem das Leben zufügt, das Leben auch Glück sein kann. -
Der Duft von Rosmarin und Schokolade
Roman
von Tania Schlie
erschienen als MIRA Taschenbuch
12. März 2018
ISBN 978-3-95649-781-0
316 Seiten
Inhalt und Personen
Maylis Klinger ist Anfang 40 und lebt zurückgezogen, ganz als hätte sie ihr Leben hinter sich. Vor einem Jahr hat ihr Mann Max sie von einem Tag auf den anderen verlassen und mit ihm ihre beste Freundin Elena. Sie hat den Job gewechselt und ihre Freunde vernachlässigt, bis niemand mehr zu ihr kam. Nun arbeitet sie in einem alteingesessenen Feinkostladen in Hamburg, den Weg zur Arbeit bewältigt sie mit dem Fahrrad und Abends kontrolliert sie gern, ob einer der Kunden etwas im Laden verloren hat. Dabei unterstellt sie den dagelassenen Gegenständen gern ein gutes Omen.
Maylis ist Angestellte und gleichzeitig die gute Seele in dem Feinkostladen. Mit all den wunderschönen Leckereien kennt sie sich hervorragend aus. Selbst passende Weine kann sie zu den verschiedensten Anlässen empfehlen. Dabei reagiert sie bei dem einen oder anderen Kunden entsprechend menschlich, wenn diese Kunden den respektvollen Umgang mangeln lassen.
Meine Meinung
Behutsam lerne ich die Geschichte von Maylis Klinger und all den wunderbaren Nebencharakteren kennen. Alle Charaktere haben ihre Ecken und Kanten: mal ganz sanfte, mal ganz hervorstechende. All diese Menschen werden in der Geschichte um Maylis bildhaft miteinander verwoben.
"Annette war die nette der beiden Verkäuferinnen. Die andere war Frau Burfeind, doppelt so alt, doppelt so dick und mit halb so viel Humor." - Seite 24
Die Autorin Tania Schlie schreibt in einer Zartheit von Maylis Gefühlen zu ihrer Umwelt und den Menschen darin sowie zu kulinarischen Köstlichkeiten, dass ich mich gern mit auf diese Reise nehmen lasse. Eine Geschichte, wie eine Umarmung. Sanft und voller Versprechen. Und dennoch lässt mich die Protagonistin auch zwischendurch immer mal herzlich lachen. So sanft wie sie scheint, genauso faustdick kann sie es scheinbar auch hinter den Ohren haben.
"Er fasste sich an den Kopf. "Und ich bin ein Idiot …" "Ungewöhnlicher Name." - Seite 96
Fazit
Ein herrlicher Wohlfühlroman mit dem ich wunderbar abschalten und entspannen kann.