Beiträge von Lorenz Stassen

    Die Polizei vernimmt ihn ja nur als Zeugen. Ist es da normal, dass er gleich observiert wird? Wenn alle Zeugen oberserviert werden würden, dann hätte die Polizei viel zu tun. Aber so einen richtig konkreten Verdacht gibt es doch gar nicht, außer dass sie sich geschrieben haben.

    Da muss ich widersprechen. Sie befragen ihn als Zeugen, aber Toms Aussagen stimmen nicht mit den Ermittlungsergebnissen überein. Somit wird er zum Verdächtigen.


    Die Polizei braucht keine Beweise, um zu ermitteln/observieren. Es wird ermittelt, um Beweise zu finden. Oder Indizien. Ganz nebenbei: ich spreche meine Ideen immer mit echten Kommissaren ab. Bei einem Mordfall herrscht ein sehr hoher Ermittlungsdruck, weshalb eine Observation über ein zwei Tage leicht zu rechtfertigen ist.

    Diesen Verlust der Impulskontrolle als Jugendlicher finde ich jetzt nicht soooo ungewöhnlich. Da würde ich jetzt nicht gleich drauf schließen, dass er jemanden umgebracht hat.

    Die Polizei hat ja bisher kaum was in der Hand und denkt nur wegen dem Eintrag im Terminkalender an Tom. Oder?

    Ein Neurologe sagte mir, dass manche Menschen die Veranlagung für psychische Erkrankungen bereits in sich tragen und die dann durch eine Hirnstimulation zutage treten könnte. So gesehen ist der Kontrollverlust als Jugendlicher vielleicht schon ein Indiz. Zumindest glaubt Tom das.


    Die Polizei hat zu Beginn noch nicht viel in der Hand, außer dass Tom anscheinend gelogen hat und sich seltsam verhält. Hätten sie mehr gegen ihn gehabt, hätten sie ihn gleich festgenommen. So aber entscheiden sie sich für eine Observation auf Sichtkontakt, um zu sehen, was er als nächstes macht.

    Ich habe zwar auch nicht alles hunderprozentig verstanden zu dem Thema, aber es geht ja um den Sinn. Mal so nebenbei gefragt, gibt es diese Methoden tatsächlich? Mir als Laien kann man alles verkaufen. Ich finde es echt interessant.

    Es ist nicht wichtig, alles zu verstehen. Mir geht es darum, dem Leser und den Leserinnen ein Gefühl zu vermitteln, dass hinter der Methode eine wissenschaftliche These steht und da nicht nur den Patienten etwas vorgemacht wird.


    Nein, die Methode gibt es nicht, die habe ich mir erdacht. Auch ist es im Moment noch nicht so leicht, einen selbstständigen Avatar zu erzeugen. Aber ich habe einen Neurologen befragt und dem hat die Idee gefallen. Das reicht mir dann als Recherche, um es in einem Roman niederzuschreiben.

    Uuups. Den Arzt hatte ich nicht im Visier und auch ich bin überrascht, trotz Erklärung, wie Zabel darauf gekommen ist. Irgendwie ging dann doch am Ende alles ziemlich schnell mit der Auflösung. Da hätte ich mir auch etwas mehr Zeit gewünscht. Absolut interessant auch hier wieder die „Gerichtsmedizin“ in der damaligen Zeit. Was für ein Hass doch in dem Arzt steckte und dann noch der Versuch Cecile langsam zu vergiften. Man gut, dass Zabel reagiert hat. Das war ein guter Schachzug und hat dann letztendlich den Täter überführt.

    Es ist Geschmackssache. Ich persönlich mag keine langen Erklärungen am Ende eines Krimis. Und dass ihr den Arzt nicht im Visier hattet, ist doch gut. Ein Krimi soll doch überraschen, oder?


    Zur Auflösung. Zabel findet zwei Dinge heraus:

    1. Der Mörder muss eine wie auch immer geartete Verbindung zum Domkapitel haben. Denn der Einbrecher/Mörder hatte einen Schlüssel.

    2. Der Mörder wurde vom Mordopfer erpresst. Womit, das weiß Zabel nicht.


    Das Wartburgfest wurde vorher thematisiert und auch dessen Auswirkungen auf diejenigen, die daran teilgenommen haben. Schier musste sogar Deutschland verlassen.


    In dem Moment, als Zabel von dem gesalzenen Brot erfährt, stellt er die Verbindung zwischen dem Professor und dem Patienten Fonk/Domkapitel her. Nun ist es reine Recherche, die ich ins OFF verlegt habe. (Fonk wird Zabel bestätigen, dass der Professor ihn behandelt hat und die Möglichkeit gehabt hätte, an einen Schlüssel zu gelangen.)

    Letztlich überführt Zabel den Mörder durch einen Trick, in dem er Chriatian Schier behaupten lässt, den Professor auf dem Wartburgfest gesehen zu haben.


    Ich mag den einfachen logischen Schluss: Zwei Prämissen führen zu einer Conclusio.

    Es gab damals eine richtig harte Zensur. Und kennen wir das nicht in Deutschland, dass wenn jemand eine andere Meinung hat, er mit Repressalien zu rechnen hat? Nicht zuletzt hat einer der Teilnehmer des Wartburgfestes später ein Attentat verübt und wurde 1820 deshalb hingerichtet. Seitdem herrschte bei der Obrigkeit die Sorge, dass es zu einem Aufruhr oder zu einer Revolution nach französischem Vorbild kommen könnte, was dann ja auch 1848 geschah.

    Eva verliert hier bei mir ziemlich Sympathiepunkte, dass sie möchte, dass Zabel aufhört nach dem wahren Mörder zu suchen, weil das im Freundeskreis Staub aufwirbeln könnte, geht ja mal gar nicht. Aber Zabel wird sich wohl weder von seiner Frau noch von Struensee oder sonst wem davon abbringen lassen weiter zu ermitteln, vor allem nicht nachdem was mit Cecile passiert ist.

    Für Eva steht die gesellschaftliche Anerkennung auf dem Spiel. Sie müsste aus Köln wegziehen. Bitte versetzt euch mal in ihre Lage. Deshalb verstehe ich nicht, wieso sie an Sympathiepunkten verliert.

    Das freut mich, dass dir die kölsche Sprache gefällt, weil sich schon einige Leute daran stören. Schade eigentlich, denn ich habe Bartmann absichtlich ein sehr verständliches Kölsch sprechen lassen.

    Und wenn einer so richtig loslegt, dann sind die Sätze nicht wichtig.


    Der Diebstahl des Vortragekreuzes war in den 1970ern und der Zuhälter damals hatte den Spitznamen Schäfers Naas.

    Es gab aber auch 1820 wirklich einen Einbruch in den Dom, von einem Deserteur, der sich an dem Reliquienschrein vergangen hat und hart bestraft wurde.

    Gestern abend nach diesem Abschnitt war ich soweit und wollte die Leserunde abbrechen. Ich komme absolut nicht klar mit diesem „Kölsch“, ich habe das Gefühl, dass es immer mehr wird und es macht mich echt inzwischen aggressiv. Ich kenne es aus vielen Büchern, dass einfach mal etwas Mundart eingefügt wird, aber hier wird es für mich immer schlimmer. Ich habe es einige Male versucht zu lesen und zu VERSTEHEN. Aber oftmals weiß ich einfach nicht, was die da erzählen. Das ist das schlimmste und nicht jedes Mal, werde ich aus Zabels Wiederholungen dazu in Hochdeutsch schlau daraus.

    Das Kölsch, das die wichtigen Figuren wie Bartmann sprechen, ist sogenanntes Imi-Kölsch, für Imigranten. Wen eine Figur richtiges Kölsch spricht, dann hat sie nicht viel zu sagen. Darauf habe ich geachtet.


    Natürlich ist es so, dass man es nicht jeden Leser recht machen kann. Viele mögen den Dialekt, weil er der Geschichte mehr Authentizität verleiht. Schade, wenn dann jemand daran scheitert.

    Du soltest nicht jeden Satz auf die Goldwaage legen. Die Geschichte funktioniert auch ohne die kölschen Sätze.

    Das ganze spielt ja bevor das Wort Rechtsmedizin überhaupt erfunden wurde. Da ist eine Obduktion her nicht mehr mit Lebensgefahr verbunden, aber auch noch nicht Routine.


    Ich glaube Zabel denkt nicht zu Ende. Warum ist das Kreuz noch in der Matratze? Wenn Schmoor der Täter war, warum wusste er nicht wo das Kreuz ist? Kann dieser Mord nicht andere Motive haben? Ist das nicht einfach zu kurz gedacht?

    Zabel denkt weiter ... aber noch nicht an dieser Stelle.

    Wir haben lange überlegt, ob wir Figuren Kölsch reden lassen und uns dann dafür entschieden. Wegen der Authentizität.

    Aber die wichtigen Stellen sind auf hochdeutsch.

    wow!!! Auf die Idee, sich in Boscos Zwinger zu verstecken, darauf bin ich nicht gekommen. Danke. Beim nächsten Buch.

    siehe oben: Kommentar zu breumel

    Treppe ohne Geländer wäre auch nichts für mich...


    Falls jemand die Uhr findet, wüsste die Polizei zumindest in welche Richtung der LKW gefahren ist von der Brücke aus. Und kurz nach der Aktion mit der Uhr hatte sich doch das Fahrgeräusch geändert, oder? Da ist der LKW vermutlich auf die Baustelle gefahren. Also ist diese nicht weit vom Fundort der Uhr entfernt.

    Die Uhr rauszuschmeißen ist kein Garant, dass man gefunden wird. Keine Frage, aber das Gebiet, in dem sich die Entführten befinden, wird eingegrenzt. - Meines Wissens stammt die Geschichte mit den seltenen Büchern aus dem Entführungsfall Reemtma. Der hat seine Entführer gebeten, bestimmte Bücher zu kaufen (nicht Fitzek, Tsokos oder Meller). Im Nachhinein wurde die Buchhandlung ermittelt und der Käufer (Entführer) ermittelt.

    Ich find's gut - so habe ich viele der Schauplätze direkt vor Augen :grin Und in Köln gibt's nicht nur viel unterirdisches Bauwerk, man kann viele der unterirdischen Anlagen auch ohne größere Probleme besichtigen, beispielsweise in der langen Nacht der Technik und der langen Nacht der Museen.

    Ich nehme an du warst mal "da unten"?

    Nein, ich konnte die Kanalisation nicht besichtigen wegen Corona. Aber ich hatte einen Berater bei der Kölner Stadtentwässerung (siehe Danksagung).