Beiträge von Bücherdrache

    Hallo ihr Lieben :wave


    Ihr habt mich tatsächlich zum Bücherkaufen angestiftet - es geht also wieder aufwärts, yippie :)

    Samstag früh wollte ich nur schnell zum Drogeriemarkt huschen, aber genau gegenüber vom Eingang, vielleicht 10 Meter entfernt, ist der Eingang zur Buchhandlung. Irgendwie habe ich dann da so einen unerklärlichen Richtungsdrall gekriegt, gegen den ich mich leider nicht wehren konnte, und die falsche Tür erwischt, und was soll ich sagen - Das neunte Haus hat mich angefallen und wollte unbedingt mit. Irri ist schuld ^^


    Lesen werde ich es aber noch nicht gleich. Momentan habe ich nicht den Nerv, wirklich längere Zeit am Stück zu lesen, und bei dem Buch ist das wohl notwendig, um es zu verstehen, wie Irri sagt. Zum Warmlaufen habe ich erstmal zwei Jugendbücher herausgekramt, Beastly und Der Detektiv von Paris, da ist es vermutlich nicht so schlimm, wenn man öfters unterbricht.

    Bücherdrache Ich schaue die Reihe mit meiner Großen wenn wir Zeit haben. Allerdings nur, wenn die Kleine nicht auch etwas mit uns schauen will.

    Deine jüngere Tochter, hat die nur kein Interesse an der Serie oder ist das für ihr Alter einfach noch zu brutal?

    Stellenweise sind die Folgen ja schon recht heftig und blutig, und die Monster finde ich auch ziemlich gruselig :wow


    Hallo zusammen,

    Bücherdrache

    Ich habe die Hexer-Reihe Weihnachten gesehen, alle Folgen hinter einander weg. Habe aber nichts verstanden. jetzt nach der ersten Vorgeschichte, weiß ich auch warum: es sind Kurzgeschichten. Aber die haben mich total verwirrt. Würde sie gerne noch mal schauen, aber ich habe kein Netflix und hoffe auf DVD´s...irgendwann. Die 2. Vorgeschichte habe ich jetzt auch beendet und war kein Wirrwarr.

    Der Hexer ist schon ein Leckerchen. :love: habe beim Lesen immer ihn im Kopf.

    Ich habe jetzt auch schon öfter gehört/gelesen, dass es recht verwirrend sein soll und man die Zusammenhänge zuerst gar nicht richtig versteht. Aber so weit bin ich mit den Folgen noch nicht, um das beurteilen zu können. Die erste Folge habe ich allerdings auch zweimal angeschaut, einfach weil ich diese Schwertkämpfe so toll fand. Wenn Geralt und Renfre gegeneinander kämpfen, sieht das aus, als würden sie tanzen, das fand ich echt beeindruckend :thumbup:

    Danke nochmal für euren lieben Worte :knuddel1


    breumel

    Da hast du recht, bei blauem Himmel kommen einem die eigenen Sorgen oft gar nicht mehr so schlimm vor. Ich bin bestimmt kein Sonnenanbeter, aber bei diesem wochenlangen düsteren Wetter bekomme selbst ich sowas wie einen Winterblues.

    Aber das kann ja jetzt nicht mehr lange dauern ... heute war ich auf dem Friedhof zur Urnenbeisetzung, da blüht schon ein Meer von Krokus und Schneeglöckchen, und die Eichchörnchen flitzen herum. Bis zum Terrassen- und Balkonwetter ist es hoffentlich nicht mehr so weit :strahl


    Irri

    Ja, die Familie meines Mannes habe ich jetzt nach vielen Jahren öfters wieder gesehen, und Trauer verbindet einen tatsächlich. Heute nach der Beisetzung waren wir noch einen Kaffee trinken, das war wirklich schön und jeder hat seine nettesten und lustigsten Erinnerungen an ihn hervorgekramt. Das war eine ganz merkwürdige Stimmung, irgendwo zwischen Lachen und Weinen, aber es tat gut. Und ich weiß, sie werden ihn genauso vermissen.


    Ihr habt euch hier letztens über die Hexer-Reihe von Andrzej Sapkowski unterhalten, die will ich demnächst auch mal in Angriff nehmen, zumindest ist das der Plan. Die ersten beiden Bücher, die mit den Kurzgeschichten, die habe ich schon länger zu Hause, und letztes Jahr habe ich mir so nach und nach die ganzen restlichen Bände zugelegt, wann immer mal einer günstig gebraucht zu kriegen war. Leider habe ich erst danach gesehen, dass die ganze Reihe jetzt in so einer wunderschönen Neuauflage herauskommt.

    Bei Netflix habe ich inzwischen die ersten zwei Folgen der TV-Reihe gesehen, die mich schwer begeistert haben. Henry Cavill als Geralt ist aber auch ein echter Augenschmaus :love:

    Hat jemand von euch die Serie schon gesehen?

    Danke für all euren lieben Worte, die bringen mich gerade ein bisschen zum weinen :knuddel

    Bestimmt geht es irgendwann wieder aufwärts. Gesundheitlich habe ich ja schon Fortschritte gemacht und da ist das Schlimmste inzwischen sicher ausgestanden. Und Trauer dauert einfach ihre Zeit, vor allem wenn es um jemanden geht, dessen Verlust ein so tiefes Loch reißt.


    Was es so bitter und so traurig macht, ist, dass sein Tod nicht zwingend gewesen wäre und dass er ihn mehr oder weniger selbst herbeigeführt hat. Ihm ging es schon lange sehr schlecht, körperlich wie psychisch, aber er wollte keine Hilfe annehmen, weder von Ärzten, noch von Familie oder Freunden. Ich denke, er wollte einfach nicht mehr leben. Es war seine eigene Entscheidung, aber hilflos zusehen zu müssen, wie ein lieber Freund stirbt und dabei zu wissen, dass man ihm hätte helfen können, wenn er es denn nur zugelassen hätte, das ist mehr, als man ertragen kann


    Zu den Minijobs: das sind nur Nebenjobs mit geringfügiger Beschäftigung, zwei Tage die Woche jeweils ein paar Stunden. Ich bin auch nicht in einer Firma angestellt, sondern im Privathaushalt. Die Jobs sind alle angemeldet, und meine Arbeitgeber führen auch kleine Beträge an Steuern/Sozialabgaben/Versicherungsbeiträgen für mich ab, aber das ist lange nicht so kompliziert wie in einem festen Arbeitsverhältnis. Absprachen treffen wir mündlich, Lohn gibt's bar auf die Hand und auch sonst wird das alles recht locker gehandhabt. Kündigungsfrist sind üblicherweise vier Wochen, und die werden auch eingehalten. Ende Februar habe ich noch einen Arbeitstag dort, und da gibt es dann auch hoffentlich endlich Lohnfortzahlung für die Gipsarm-Krankentage. Ich werde mir einfach etwas Neues suchen - der Bücherkonsum (der sich bestimmt irgendwann wieder normalisieren wird) will ja irgendwie finanziert werden :whistling:


    Auf jeden Fall habe ich mir vorgenommen, wieder öfters im Forum herumzugeistern, auch wenn ich buchtechnisch derzeit wenig zu berichten habe. Hier wieder mal reinzuschauen und euch liebe Eulen zu lesen, hat mir heute richtig wohlgetan :freundschaft

    Hallo ihr lieben Eulen,


    heute morgen habe ich nach längerer Zeit einmal wieder ins Forum geguckt und will mich auch für die netten Worte bedanken, die ich ein paar Seiten vorher hier im Thread entdeckt habe. Ihr seid ja so lieb, dass ihr noch an mich denkt, nachdem ich mich in den letzten Monaten so rar gemacht habe. Ich hoffe, ihr seid alle wohlauf und auch gut ins neue Jahr gestartet - und wem's nicht so gut geht, dem schicke ich liebe Wünsche und drücke euch einfach alle mal ganz fest :knuddel


    Meine Leseflaute hält leider immer noch an - warum auch immer, es ist mir ein Rätsel. Ich habe einfach absolut keine Lust zum lesen und derzeit auch nicht genügend Sitzfleisch, um mich lange mit einem Buch aufzuhalten. Das geht mittlerweile schon seit Monaten so. Zwischendrin habe ich es immer mal wieder versucht, aber alle Bücher, die ich angefangen habe, habe ich auch gleich wieder abgebrochen, weil ich sie als langweilig oder nervig empfunden habe. Dabei habe ich so viele tolle neue Schmöker und Reihenfortsetzungen noch aus dem letzten Jahr hier, auf die ich ewig gewartet und hingefiebert habe - die wage ich gerade nicht einmal aufzuschlagen, weil ich Angst habe, dass auch die mir nicht gefallen könnten. Im Moment mag ich ja noch nicht einmal Bücher kaufen 8|


    Alle Versuche, die Leselust wieder hervorzulocken sind leider gescheitert, also werde ich das wohl einfach so hinnehmen und abwarten müssen, bis sie sich von selbst wieder einstellt, denn erzwingen kann man das ja irgendwie nicht. Gestern abend habe ich noch einen alten Miss Marple Krimi angefangen, von dem habe ich immerhin schon drei Kapitel ohne Abbrechen geschafft - das stimmt mich hoffnungsfroh.


    Auch sonst habe ich gerade keine allzu gute Zeit und zu viele gesundheitliche Baustellen, die mich ausbremsen. Die Woche vor Weihnachten habe ich wegen einer Magen-OP im Krankenhaus verbracht, und Mitte November habe ich mir bei einem Arbeitsunfall das Handgelenk gebrochen. Sieben Wochen lang hatte ich einen schicken Gips, und als er dann letztens abgenommen wurde, wurde beim abschließenden Röntgen festgestellt, dass die Bruchstelle schief zusammengewachsen ist. Jetzt habe ich eine Zacke am unteren Ende des Speichenknochens und das Gelenk wird wohl nie mehr so beweglich werden, wie es vor dem Bruch war. Wegen des wochenlanges Ausfalls habe ich dann auch noch einen meiner beiden Minijobs verloren, weil meine Chefin nicht so lange warten wollte, bis ich wieder fit bin. Witzigerweise ist das genau die Arbeitsstelle, bei der der Unfall passiert ist, an dem just diese Chefin auch nicht ganz unschuldig ist.


    Das war jetzt zwar alles nervig und auch unangenehm, aber es war zum Glück nichts, was sich nicht wieder in Ordnung bringen ließe. Viel schlimmer hat mich getroffen, dass vor zwei Wochen mein geschiedener Mann gestorben ist und dass er einen wirklich elenden Tod ertragen musste. Wir kennen uns seit fast vierzig Jahren, zwanzig davon waren wir verheiratet, und auch nach unserer Trennung vor vielen Jahren sind wir enge Freunde und uns herzlich zugetan geblieben. Und jetzt ist er tot und ich kann es kaum ertragen. Es wird wohl noch lange dauern, bis das verarbeitet ist.


    Ich weiß, das klingt jetzt alles bestimmt sehr jammerig und wehleidig, aber in meinem Leben passiert derzeit nicht ein bisschen Gutes. Deswegen bin ich auch so selten hier, ich hätte ja gar nichts beizutragen, weder neue Bücher noch sonst irgendetwas Nettes oder Unterhaltsames. Aber ich hoffe, dass dieses Tief irgendwann durchgestanden ist und es auch mal wieder ein wenig Licht am Horizont gibt. Jetzt werde ich erstmal noch ein bisschen im Forum herumstöbern und versuchen, mich wieder auf einen halbwegs aktuellen Stand zu bringen.


    Ich wünsche euch einstweilen eine schöne Zeit und alles nur erdenklich Gute, ihr Lieben :knuddel1:wave

    Ich husche mal kurz hier durch und werfe ein Lebenszeichen in die Runde. In letzter Zeit habe ich mich recht rar gemacht, das tut mir auch sehr leid - es war leider zwangsläufig, weil Zeit, Nerven und Gesundheit im Moment nicht so recht mitspielen. Zur Zeit mag ich nicht mal lesen, ich glaube, im August und September habe ich zusammen kaum drei Bücher geschafft :wow

    Aber ich hoffe, dass die Durststrecke irgendwann auch wieder überwunden sein wird.


    Ich hoffe, es geht euch so weit gut, ihr seid alle wohlauf und habt eine schöne Zeit. Fühlt euch gedrückt und geknuddelt :knuddel1:knuddel


    Sidonie und Lily_Bart

    Ihr zwei Lieben, die noch ausstehenden Peter Grant Bücher kann ich wohl nicht mitlesen bzw mich an der LR aktiv beteiligen, das schaffe ich derzeit einfach nicht. Ich hoffe, ihr seid mir nicht böse :knuddel1

    Di Morrissey; Das Dornenhaus; 1,8

    Gemma Malley; Der Pakt; 2,0

    Gemma Malley; Widerstand; 2,0

    Felix Anschütz, Nico Degenkolb; Entschuldigung, wo gibt's hier passionierte Tomaten?; 2,0

    Charlotte MacLeod; Eine Eule kommt selten allein; 2,5

    Philip Reeve; Krieg der Städte - Mortal Engines 1; 1,5

    Philip Reeve; Jagd durchs Eis - Mortal Engines 2; 1,3

    Philip Reeve; Der grüne Sturm - Mortal Engines 3; 1,3

    Philip Reeve; Die verlorene Stadt - Mortal Engines 4; 2,2

    Ihr Lieben, ich kann leider doch nicht an der LR teilnehmen. Das macht mich echt traurig, weil ich sehr gerne mitgelesen hätte, aber ich schaffe das zeitlich beim besten Willen nicht.


    Ich hatte mich ja ohnehin nur unter Vorbehalt angemeldet, weil ich schon wusste, dass im August einiges auf mich zukommt, und natürlich ist jetzt auch der worst case eingetreten und ich habe ausgerechnet die ersten drei Augustwochen pickepackevoll mit Arbeit und Terminen. Da wird ohnehin kaum Zeit zum lesen bleiben, und ich kann mir nicht vorstellen, dass ich nach acht oder zehn Stunden streichen und tapezieren und Möbelschleppen abends noch den Nerv für ein so dickes, anspruchsvolles Leserundenbuch haben würde.


    Tut mir sehr leid, ich hätte mich gern beteiligt, aber es lässt sich in den nächsten paar Wochen einfach nicht bewerkstelligen. Ich hoffe, es klappt ein andermal mit einem der schönen, interessanten Bücher, die ihr immer aussucht :wave

    Guten Morgen/Mittag :wave

    Da ich bei allen ausrangierten Sachen immer noch überlege, ob und wie ich sie weiterverwenden könnte, hier noch ein kleiner Tipp:

    Seifensäckchen kann man auch wunderbar selbst aus ausgedienten Duschschwämmen machen - dann kosten die nicht einmal etwas und man verwertet noch die alten Schwämme weiter.


    Ich meine solche hier aus Nylontüll, die gibt es u. a. in Supermärkten oder Drogeriemärkten für ca. 1 Euro. Die habe ich öfters in der Dusche hängen. Ab und zu stopfe ich sie in ein Wäschenetz und sie wandern in die Waschmaschine. Die halten theoretisch ewig, aber bei häufigem Gebrauch dröseln die sich allmählich auf und werden so fledderig.

    Man muss die aber nicht wegwerfen, denn wenn man das Bändchen durchschneidet, das sie in der Mitte zusammenhält, bekommt man einen etwa 20cm breiten und 2 m langen Schlauch aus Nylontüll. Aus dem lassen sich im Nu kleine Seifensäckchen nähen. Geht auch von Hand, man braucht nicht unbedingt eine Nähmaschine. Wenn man den Tüll doppelt nimmt, werden die Beutel auch etwas stabiler. Oben eine Kordel durch die Gittermaschen ziehen, fertig

    Hester Shaw ist vor allem eine Figur, zu der man über alle Bände hinweg ein ambivalentes Verhältnis hat. Sie leidet unter ihrer Verunstaltung, was ihren Charakter extrem beeinflusst, sich auf ihr Selbstwertgefühl auswirkt und authentisch macht. Ich mochte sie als Figur sehr, auch oder gerade, weil ich viele ihrer Worte und Taten schrecklich fand, die aus ihrer Sicht aber verständlich und konsequent sind. Das ist eine interessant Figur, zu der das Filmgesicht überhaupt nicht passt. Die Buchreihe ist voll solcher spannenden Charaktere.

    Das ist wahr, neben der Welt mit den fahrenden Städten finde ich die Figuren auch das Bemerkenswerteste an der Reihe. Die Bücher sind voll von originellen Charakteren, selbst die Nebenfiguren sind immer irgendwie besonders und unverwechselbar. Einer meiner besonderen Lieblinge ist ja Pennyroyal :lache

    Überhaupt liebe ich vor allem diese verrückten Namen, die die Personen haben, die sind einfach herrlich.


    Und Hester ist wirklich ein ganz spezieller Charakter. Als Leser macht man mit ihr einiges mit und ich habe bei ihr ein breites Spektrum von Emotionen durchlaufen, Mitleid mit ihr, Verständnis für ihre Handlungen, und dann wieder fassungsloses Kopfschütteln oder Wut über ihr oft so extremes Verhalten. Man weiß immer gar nicht, ob man sie knuddeln oder lieber gegen die Wand schlagen möchte. Und genauso zerrissen wie die Figur selbst ist auch der Leser bei ihr.


    Gerade dass sie unter ihrem entstellten Gesicht so leidet und deswegen auch immer an ihrem Wert zweifelt, dass sie überhaupt so eine zwiespältige, unberechenbare Figur ist, das kam alles im Film überhaupt nicht rüber. Mir macht es normalerweise nicht so viel aus, wenn die Verfilmung nicht hundertprozentig identisch ist mit der Buchvorlage, aber das hier war selbst mir zu arg.


    Zum Beispiel (Achtung, krasser Spoiler!! Wer sich die Überraschung nicht verderben will, bitte weggucken!):



    Die Handlung ist auch stellenweise so wirr und hektisch, dass man kaum kapiert, um was es da überhaupt geht. Ich bin mir nicht sicher, ob ich sie verstanden hätte, wenn ich nicht zuvor das Buch gelesen hätte, so sehr der Film dann letztendlich auch davon abweicht.

    Also falls es sich jemand überlegt: lieber die Bücher lesen!


    Bücherdrache , ich habe nur den Film gesehen und fand ihn wie alle Actionfilme, nur mit einem anderen Setting - nix besonderes.

    Daraufhin hatte ich keine Lust mehr, das Buch zu lesen. Aber jetzt vielleicht doch noch.

    Da haben sie sich wohl nicht getraut, Hester so rüberzubringen wie im Buch, das wäre viel besser gewesen.

    Hester ist schon speziell, nicht nur vom Aussehen her. Sie ist ganz sicher kein Charakter zum Knuddeln und Liebhaben und hollywood-geeignet ist sie auch nicht, zumindest nicht für so eine Blockbuster-Produktion nach gewohntem Schema. Da wollte man wohl die typische taffe Fantasy-Abenteuer-Heldin, mit der sich die Zuschauer(innen) auch identifizieren können. Ich glaube auch, dass sie sich das nicht getraut haben, sie vorlagengetreu umzusetzen.


    Aber die Bücher sind defintiv viel viel besser als der Film! Da haben die Figuren Tiefe und vor allem hat die Handlung Sinn und Stringenz. Und den Film hast du beim Lesen im Kopf, so gut kann der Autor beschreiben. Bei mir lief das tatsächlich wie ein Film vor meinem inneren Auge, manchmal war das so extrem, dass ich das Gefühl hatte, ich wäre bei manchen Szenen dabei gewesen oder hätte früher einmal genau so etwas erlebt, ich kann es nicht besser erklären. Ich weiß jetzt natürlich nicht, ob dieser Effekt bei jedem Leser auftritt, aber bei mir war es so.


    Ich glaube schon, dass die Bücher etwas für dich wären. Gerade der erste Band hat ein sehr hohes Tempo und es passiert extrem viel, es gibt kaum Zeit zum Luftholen, und das sollte deinem Lesegeschmack ja eigentlich ganz gut entsprechen. Und das Setting und die Welt sind wirklich ungewöhnlich. Die Bücher werden manchmal ja als Jugendbücher ausgewiesen, aber so jugendlich finde ich sie gar nicht. Der Autor beschreibt zB öfters die Zustände in Sklavenquartieren oder diverse Kämpfe, es gibt auch genug Leichen, und das ist alles nicht sehr zimperlich geschrieben, manchmal brutal oder etwas eklig. Für Jugendbücher wäre das schon ziemlich heftig.


    Versuche es doch mal mit dem ersten Buch, das funktioniert auch gut als Stand-alone, ohne die Nachfolgebände unbedingt auch noch lesen zu müssen :)

    Inzwischen bin ich beim vierten und letzten Band der Mortal Engines angekommen, die Reihe gefällt mir immer noch sehr gut und ist wirklich toll geschrieben. Bei mir gibt das, wann immer ich ein paar Zeilen lese, sofort feinstes Kopfkino in Technicolor und Breitwandformat. So ausgeprägte und farbige Bilder habe ich selten bei einem Buch erlebt - anschaulich erzählen kann der Autor zweifellos.



    Philip Reeve - Die verlorene Stadt


    »Mortal Engines – Die verlorene Stadt« ist der vierte Band in Philip Reeves monumentaler Fantasysaga voller Luftschiffe und Piraten, Kopfgeldjäger und fahrender Städte.

    Ein neues Zeitalter des Friedens und des Wohlstands ist zum Greifen nah. General Naga, der Anführer des Grünen Sturms, ist fest entschlossen, den Krieg gegen die fahrenden Städte zu beenden und die Welt zur Ruhe kommen zu lassen. Doch als auf seine Frau bei einem Staatsbesuch in Zagwa ein Attentat verübt wird, flammt der alte Hass wieder auf, und die Welt läuft einmal mehr Gefahr, in einen alles vernichtenden Schlagabtausch zu geraten …

    Mortal Engines – Die verlorene Stadt ist der furiose Abschlussband des »Mortal Engines«-Quartetts, in dem die Geschichten von Tom, Hester, Wren, Theo Ngoni, Anna Fang und Shrike zu Ende erzählt werden. Das spektakuläre Finale einer großen Fantasy-Saga.



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    Die Verfilmung des ersten Bandes Krieg der Städte habe ich mittlerweile auch gesehen, da sind die Eindrücke aber sehr zwiegespalten. Einerseits ein rasanter Steampunk-Actionfilm mit grandiosen Bildern und Effekten, allein diese fahrenden Städte: wow! Die Optik ist wirklich fantastisch. Anfangs war ich recht angetan davon, aber die Handlung wird immer wirrer und hektischer, und die zweite Hälfte des Films hat nur noch wenig mit dem Buch zu tun. Selbst essenzielle Elemente werden da komplett verdreht oder geändert, die Figuren bleiben völlig flach, und Charaktere, die im Buch sterben, überleben auf gar wundersame Weise. Am schlimmsten fand ich, was Hollywood aus Hester Shaw, der Hauptfigur, gemacht hat. Im Buch ist sie unfassbar hässlich, das Gesicht entstellt und vernarbt, ein Auge und die halbe Nase fehlen. Im Film ist sie dagegen unfassbar hübsch und die Narbe stört kein bisschen. Und ihr zerrissener, verbitterter Charakter ist da so weichgespült, dass man sie kaum wiedererkennt.


    Ich schätze, der Film wirkt besser, wenn man die Buchvorlage nicht kennt - oder wenigstens muss man sich nicht so ärgern :rolleyes