Beiträge von vev

    Nun mal wieder ein Versuch mit Fantasy.


    51N-ccH-ZjL._SX327_BO1,204,203,200_.jpgAmazon


    Ausgezeichnet mit dem World Fantasy Award als »Bester Roman des Jahres«.

    Alif, ein junger Hacker in einem arabischen Emirat, sieht es als seine Berufung an, seinen Klienten Anonymität und Schutz vor staatlicher Überwachung zu bieten, ganz gleich welcher politischen Gruppierung sie angehören. Doch als er selbst ins Fadenkreuz der Regierung gerät und sein Rechner gehackt wird, muss Alif sein bisheriges Leben hinter sich lassen und untertauchen.

    Dass ihm zudem ein uraltes Buch mit dem Titel »Tausendundein Tag« in die Hände gespielt wird, verkompliziert die Sache enorm. Denn sein Inhalt enthüllt die reale Existenz der Dschinn und scheint obendrein der Schlüssel zu einer neuen Informationstechnologie zu sein ...

    »Alif der Unsichtbare« widersetzt sich allen Genrekategorien: Dieser wundervolle Debütroman ist gleichermaßen Fantasy-Roman und dystopischer Techno-Thriller. Vor dem Hintergrund einer nicht näher bestimmten arabischen Großstadt erzählt er, was geschieht, wenn der Schleier zwischen sichtbarer und unsichtbarer Welt durchlässig wird.


    Meinrad Braun: Die abenteuerliche Reise des Pieter Van Ackeren in die neue Welt


    In diesem Buch geht es tierisch ab, lärmende Ochsenfrösche, fiepende Baumfrösche, Tukane, die wie Hunde bellen, knurrende Großkatzen, Brüllaffen und schmatzende Hornhechte, es kreucht und fleucht nur so.


    Seite 134:

    Er hörte das Bellen der Alligatoren, den Todesschrei eines Nabelschweins, das von der großen Wasserschlange erbeutet wurde, das Klatschen, wo die weißen Flussdelphine im dunklen Wasser miteinander spielten, und das plötzlich losbrechende Brüllen der Affen, die sich um ihre Schlafplätze stritten.

    Gerade habe ich meinen zweiten Abenteuerroman in diesem Monat beendet. Vom kalten Alaska ins tropische Suriname. Sehr realistische Darstellungen der "christlichen" Seefahrt. Größtenteils interessanter Lesestoff, zum Ende allerdings wurden mir die glücklichen Zufälle und nebensächliche Details etwas zu viel.


    614Abm%2BfTlL._SX309_BO1,204,203,200_.jpgAmazon


    Ein packender historischer Roman.

    Amsterdam 1701: Um einer Anklage wegen Ketzerei zu entgehen, macht sich der junge Pietist Pieter van Ackeren auf den beschwerlichen Weg in die niederländische Kolonie Suriname. Auf seiner Reise begegnet er Seemännern und Sklavenhändlern, Indianern und Wissenschaftlern, der Malerin Maria Sibylla Merian – und seiner großen Liebe, die ihm sein Glaube jedoch verbietet. Zwischen unbändiger Natur, roher Gewalt und christlichen Missionaren sucht Pieter nach seiner ganz eigenen Wahrheit.


    Ich habe die "Frauen von Savannah" jetzt zu zwei Dritteln angehört und glaube immer mehr an einen echten Zufall. Das Buch ist ein netter Unterhaltungsroman, plätschert weitgehend harmlos vor sich hin, es passiert nicht viel von Substanz. (Zumindest im leider gekürzten Hörbuch - wer weiß, welch brisante Szenen mir in Wirklichkeit entgehen! )

    Zufällig hatte ich das auf meiner Liste, wenn dein Urteil so bleibt, streiche ich das.

    Da warte ich dann lieber auf Deb Spera, irgendwann hat das auch meine Bücherei.

    (starke Frauen, Setting Südstaaten)

    Hast du schon Mrs Roosevelt und das Wunder von Earl's Diner gelesen?

    Matt Ruff - Fool on the Hill


    Obwohl hier Katzen und Hunde eine nicht unbedeutende Rolle spielen, bleibt es doch ziemlich ruhig, die Tiere unterhalten sich telepathisch. Meine Lieblingsfigur, der kluge Manxkater Blackjack, muss die nicht ganz so klugen Hunde natürlich manchmal anfauchen. Ob er telepathisch faucht, wird nicht klar.

    Die Hunde bellen aber trotzdem, hier mal in der Nähe.


    S. 322:

    Irgendwo in der Nähe bellte ein schwarzweißer Mischling in heller Verzückung.

    Lied der Weite


    Victoria, siebzehn und schwanger, wird von ihrer Mutter vor die Tür gesetzt. Da überredet ihre Lehrerin Maggie die Brüder McPheron, zwei alte Viehzüchter, das Mädchen bei sich aufzunehmen. Ein erst widerwilliger Akt der Güte, der das Leben von sieben Menschen in der Kleinstadt Holt in Colorado umkrempelt und verwandelt. Vom Autor des Bestsellers ›Unsere Seelen bei Nacht‹.


    41SgoLY-QVL._SX314_BO1,204,203,200_.jpg


    Und:

    Auf Mariana Leky freue ich mich dann auch schon mal.:)

    Auch wenn ich hier den Alleinunterhalter gebe, ist es Zeit für ein Septembergedicht.

    Der Verlag Zweitausendeins legt seinen Newsletters gerne ein Gedicht bei, dieser Tage war es das hier:

    Die kleine Passion

    Der sonnige Duft, Semptemberluft,

    sie wehten ein Mücklein mir aufs Buch.

    Das suchte sich die Ruhegruft

    und fern vom Wald sein Leichentuch.

    Vier Flügelein von Seiden fein

    trug's auf dem Rücken zart,

    drin man im Regenbogenschein

    spielendes Licht gewahrt!

    Hellgrün das schlanke Leibchen war,

    hellgrün der Füßchen dreifach Paar,

    und auf dem Köpfchen wundersam

    saß ein Federbüschchen stramm;

    die Äuglein wie ein goldnes Erz

    glänzten mir in das tiefste Herz.

    Dies zierliche und manierliche Wesen

    hatt' sich zu Gruft und Leichentuch

    das glänzende Papier erlesen,

    darin ich las, ein dichterliches Buch;

    so ließ den Band ich aufgeschlagen

    und sah erstaunt dem Sterben zu,

    wie langsam, langsam ohne Klagen

    das Tierlein kam zu seiner Ruh.

    Drei Tage ging es müd und matt

    umher auf dem Papiere;

    die Flügelein von Seide fein,

    sie glänzten alle viere.

    Am vierten Tage stand es still

    gerade auf dem Wörtlein "will"!

    Gar tapfer stand's auf selbem Raum,

    hob je ein Füßchen wie im Traum;

    am fünften Tage legt' es sich,

    doch noch am sechsten regt' es sich;

    am siebten endlich siegt' der Tod,

    da war zu Ende seine Not.

    Nun ruht im Buch sein leicht Gebein,

    mög' uns sein Frieden eigen sein!


    Gottfried Keller (1819-1890)

    Gestern begonnen - und es fällt mir schon wieder sehr schwer Pausen zu machen.

    Wenn Das Schneemädchen von ihr auch so gut ist, muss ich das doch mal lesen.


    Das Leuchten am Rand der Welt


    Ein Roman über eine abenteuerliche historische Expedition, eine tiefe Liebe zwischen zwei Forschernaturen und die Geheimnisse einer ungezähmten, spektakulären Natur, mit einer Prise Magie: der neue Roman der preisgekrönten Autorin von "Das Schneemädchen". Aufwändig gestaltet mit vielen Illustrationen, Originalfotos und -dokumenten.

    Winter, 1885. Lieutenant Allen Forrester erhält den Auftrag seines Lebens: er soll im Namen der U.S. Armee den Wolverine River in Alaska erforschen. Seine Expedition verspricht endlich Erkenntnisse über diesen geheimnisvollen, unerforschten Landstrich, doch niemand vermag vorauszusehen, was Allen und seine Männer dort erwartet.

    Seine junge Frau Sophie lässt Allen in Vancouver zurück – sie ist schwanger. Leidenschaftich gern hätte die Naturkundlerin ihren Mann in die Wildnis begleitet. Was sie jedoch nicht ahnt: Die Zeit der Trennung wird ihr ebenso viel Mut abfordern wie ihrem Ehemann.


    51fJ4MGyplL._SX304_BO1,204,203,200_.jpg


    Zwar habe ich noch nicht ganz die Hälfte des Buches, aber der August hat ja noch ein paar Tage. Fool On The Hill ist jedenfalls mein Reread für August.

    Und ja, es macht wieder Spaß.


    April 2018: John Steinbeck - Das Tal des Himmels

    Mai 2018: Heinrich Böll - Irisches Tagebuch

    Juni 2018: Tom Robbins - Pan Aroma Jitterbug Perfume

    Juli 2018: Oliver La Farge - Indianische Liebesgeschichte

    August 2018: Matt Ruff - Fool On The Hill

    Ich möchte mich bei euch entschuldigen, es war mir leider nicht möglich, zeitnah an dieser Leserunde und der interessanten Diskussion teilzunehmen.

    Das Buch habe ich gelesen. Vielleicht hätte ich vorher keine biografischen Sachen zu Kästner lesen sollen, das hat leider etwas am Lack gekratzt.

    stärksten Aussagen eher zwischen den Zeilen und in der Interpretation

    Ja, das fand ich auch.

    Die eindeutigste Aussage war für mich "Lernt schwimmen!".

    Die Moral des Moralisten empfand ich doch oft als Doppelmoral.

    Eine gute Beschreibung eines Verlorenen, der sich nicht mehr zurecht findet im Leben, das hatte für mich weniger mit den politischen Verhältnissen zu tun.

    Fabian hat mich aber auch über mich nachdenken lassen, es ist doch oft viel bequemer, über all den Schlechtigkeiten der Menschheit zu resignieren, als etwas dagegen zu tun.


    Macht aber jetzt für mich auch keinen rechten Sinn mehr, näher auf die Einzelheiten einzugehen. Vielleicht klappt es bei einer anderen Leserunde wieder besser mit mir.

    Kürzlich habe ich endlich Altes Land von Dörte Hansen gelesen.

    Was für ein tolles Buch!

    Mir wurde es ja schon vor längerer Zeit empfohlen, weiß auch nicht, warum ich es erst jetzt gelesen habe.

    Auf jeden Fall mein Lesehighlight für August und der Platz auf einer Liste von Lieblingsbüchern ist verdient.

    Warmherzig, aber mit kritischem Blick legt es den Finger in alte und neue Wunden, ganz ohne Vorurteile und Verurteilungen.

    Aber schreiende Katzen tauchen nicht auch noch auf...?

    Nein, leider keine Katzen. Wundert mich auch nicht bei dem ganzen Gekläffe. :lache


    Der Spruch in meinem Katzenkalender für diese Woche ist recht passend:

    "Die Katze ist ein leises Tier, doch welch Getöse in der Liebe!"

    Manfred Hinrich