Beiträge von Sonnenschein12

    Robert braucht auf jeden Fall jetzt den Freund Leo an seiner Seite. Ich hoffe, dass fällt ihm früh genug ein oder Clara schickt ihn rechtzeitig zu Robert, bevor diese Freundschaft kaputt geht

    Ich bin mir da nicht mehr so sicher, ob Leos stärkere Fürsorge die Strafversetzung hätte verhindern können, Robert ist ja wirklich stark durch den Wind, aber vielleicht hätte es geholfen, wenn Leo ihn "privat" (ohne Publikum) mal auf den Topf gesetzt hätte. Dienstlich hat er es ja mehrmals versucht...

    Vielleicht ein Agent?

    Nöö, glaube ich nicht...

    Eine Verbindung zu dem Labor gibt es also anscheinend auch. Dort könnte das Chloroform hergestellt worden sein. Der Dr. meinte ja, man bräuchte nur wenige Zutaten.

    Stimmt, an das Chloroform hatte ich noch nicht gedacht...

    Bestimmt hat die Tat mit etwas Politischem zu tun.

    Hm, das überzeugt mich bisher nicht, wir werden sehen...

    Also zum Fall ist mir aufgefallen, dass Marie in der Schule ein Bonbon geschenkt bekommt, das genauso eingepackt war, wie das Bonbonpapier, das im Hinterhof gefunden wurde - aber das habe Ihr wahrscheinlich auch schon alle gemerkt?

    Roberts Verhalten kann ich zwar etwas nachvollziehen und es ist bestimmt auch tragisch, wenn die ganzen Lebensträume derart über den Haufen geworfen werden, aber er suhlt sich ja förmlich in Selbstmitleid und gibt allen anderen die Schuld (Leo, Neufeld)... Ich habe zwar auch etwas die Augenbrauen gerunzelt, als ich hörte, dass Neufeld von der "Politischen" das Team unterstützen würde - aber bisher macht er doch alles ganz gut... und auch das Gespräch zwischen Sonnenschein und ihm gefiel mir gut. Ach, ich mag den Sonnenschein einfach gern, irgendwie denke ich bei ihm immer an die politische Situation 1928... da wird mir immer ganz schummrig, wenn ich an sein mögliches Schicksal denke - ich hoffe, da fällt unserer Autorin eine gute Lösung ein...

    Ich glaube nicht, dass Hans der Täter ist und eigentlich schließe ich auch Oleg aus... Lotte hat ja offensichtlich mit einem Erich zusammengelebt, den kennen wir doch noch nicht? Vor ihm scheint sie ja auch geflüchtet zu sein (und sich wohl im Ballsaal versteckt?) Vielleicht hat ja Erich Lotte mit Adele verwechselt?

    Aber irgendwie spielt die Schule, die Marie besichtigt hat, auch wahrscheinlich noch eine Rolle - das Bonbonpapier als Köder war ja sehr offensichtlich - oder vielleicht gerade das Gegenteil: eine falsche Spur???

    Diese Schule gab es auf jeden Fall, ich habe sie bei Wikipedia gefunden und auch etwas über die Leiterin, mit der ja Marie spricht...

    https://de.wikipedia.org/wiki/Margot_Schumann

    Ich glaube, die Vergewaltigungen in Frankfurt und Berlin hängen zusammen, aber einen Zusammenhang zum Mord an Adele sehe ich (im Augenblick) noch nicht...

    Etwas schade finde ich es, dass wir bisher noch nicht so viel von Leos Familienleben mitbekommen haben, eben nur kurz etwas von Marie... Und wo ist Georg?

    Das war mal wieder typisch Leo! Er hätte seinen Freund ruhig richtig unterstützen können!

    Fand ich auch!

    Im Prolog begegnet uns ja auch schon ein Mörder. Ob es die selbe Person ist, die sich im Gebüsch versteckt am Ende des Abschnitts?

    Da denke ich auch darüber nach...

    Jetzt bin ich gespannt, ob wir erfahren, wie es mit Georg weitergeht.

    Stimmt ja, da sollte noch eine Aufklärung kommen...

    Ich hatte die letzten Tage wenig Zeit zum Lesen, deshalb habe ich den Leseabschnitt jetzt erst gerade beendet.


    Sehr schön fand ich das Polizeifest im Luna-Park geschildert- ja, ich habe mich auch über Leo gewundert, ich hätte nicht gedacht, dass er sich so amüsieren könne. Es war sehr schade, dass er wegen des Mordfalls frühzeitig wegmusste...

    Und Clärchens Ballhaus: natürlich habe ich sofort gegoogelt - wenn ich das nächste Mal nach Berlin komme, muss ich unbedingt dorthin!

    Ansonsten war ich sofort "drin" in Leos Welt, habe keinen Moment gefremdelt. Zum Mordfall selbst habe ich nur ein paar kleine Gedanken: ich glaube, das Kleid von Adele ist ein wichtiger Hinweis... Sie hat es offensichtlich von Lotte bekommen (geliehen?), die sich auch im Ballhaus aufhält (als Gast?), dort einen Koffer voller Geld stehen lässt (der aber noch nicht aufgetaucht ist) und über den Hinterhof / Krankenhaus die Flucht ergreift... Ist Adele wegen des Kleides mit ihr verwechselt worden, denn offensichtlich hat Lotte Angst vor irgendjemanden...

    Ich will ja nicht sagen: ich habe es schon immer gewusst - aber ich hatte schon so meine Befürchtungen über die Beziehung von Robert zu Jenny, so unter dem Motto: wenn das mal gutgeht... Sie hat sich jetzt für ihre Karriere entschieden und Robert ist am Boden zerstört. Aber Leo hat sich auch etwas "stoffelig" verhalten, etwas mehr Mitgefühl, etwas mehr Fürsorge wäre schon angebracht gewesen... Aber es ist eben Leo, wie er leibt und lebt...

    Ob der Mann im Park der Mörder ist? Keine Ahnung... aber er verhält sich verdächtig....

    ASIN/ISBN: 1803145919


    Von Amazon übernommen:


    Berlin, 1941: Margarete Rosenbaum arbeitet als Hausmädchen für einen hochrangigen Nazi. Als die Villa ausgebombt wird, ist sie die einzige Überlebende und wird fälschlicherweise für die Tochter des Hauses gehalten. Sie ergreift die unerwartete Chance auf Freiheit. Mit falschen Papieren flüchtet sie in ein anderes Leben, ständig in Angst, entdeckt zu werden. Als der Sohn ihres ehemaligen Arbeitgebers, SS-Oberscharführer Wilhelm Huber, sie in Paris aufspürt, fürchtet sie das Schlimmste. Doch seltsamerweise gibt er ihre wahre Identität nicht preis und hält stattdessen seine schützende Hand über sie. Aber kann sie dem vermeintlichen Feind das Letzte, was ihr noch geblieben ist, anvertrauen: ihre Sicherheit, ihr Leben, und ihre Würde? Oder wird Wilhelm sie am Ende doch verraten?


    Die Geister, die ich rief...


    „Ein Licht der Hoffnung“ von Marion Kummerow war mein erster Roman dieser Autorin (wobei mir eine Freundin schon „Eine Stadt der Hoffnung“ sehr empfohlen hatte) – aber bestimmt nicht mein letzter!

    Zum Inhalt: Margarete Rosenbaum arbeitet 1941 als Hausmädchen bei Familie Huber. Das Problem: Herr Huber ist ein hochrangiger Nationalsozialist, quasi mit Adolf Hitler auf Du und Du, seine beiden Söhne sind aktive SS-Angehörige – und Margarete ist Jüdin und Herr Huber hat ihr bereits die Deportation angedroht...

    Bei einem Bombenangriff auf Berlin wird die Villa vollkommen zerstört, das Ehepaar Huber und ihre Tochter Annegret tödlich getroffen (die Söhne sind nicht anwesend). Margarete überlebt und im Bruchteil von Sekunden trifft sie eine Entscheidung: sie tauscht ihre Strickjacke mit dem gelben Stern mit Annegrets Jacke und nimmt deren Kennkarte an sich. Aber die überlebenden Söhne stellen eine Gefahr dar, deshalb flüchtet Margarete (als Annegret) zu ihrer Tante Heidi nach Leipzig. Dort wird sie zwar von Wilhelm – dem jüngeren Huber-Sohn – gefunden, aber er gibt ihren Identitätsraub nicht weiter... Trotzdem entschließt sich Margarete, zu einer Freundin ihrer Tante in das „freie Frankreich“, nach Toulouse zu fliehen. Sie „strandet“ jedoch leider in Paris – so mehr sei aber an dieser Stelle nicht verraten...

    Die Autorin hat eine fesselnden, bildhaften Schreibstil, der mich sehr gut in die Geschichte eintauchen ließ, so konnte ich wiederholt gemeinsam mit Margarete durch Paris flanieren. Es finden immer wieder überraschende Wendungen statt, mit denen ich nicht gerechnet hatte – kurzum: es blieb stets spannend! Öfter habe ich mir Sorgen gemacht, dass Margarete „auffliegen“ könne und habe gemeinsam mit ihr gezittert...

    Die historischen Ereignisse sind gründlich recherchiert, so dass wir uns z.B. auf der Romanebene mit den Ergebnissen der Wannsee-Konferenz auseinandersetzen (müssen), weil Marion Kummerow die nationalsozialistische Terminologie benutzt oder die Huber-Söhnen ihr nationalsozialistisches Gedankengut darstellen lässt – für unsere heutigen Augen / Ohren sehr abschreckend und ekelhaft, aber gerade deshalb immer wieder erwähnenswert (gegen das Vergessen!).

    Aber Margarete wird auch vor schwierige Entscheidungsfragen gestellt: „Hatte der Mensch das Recht, sich selbst zum Richter über Leben und Tod zu erheben? Wer war sie, dass sie gegen das Gebot „Du sollst nicht töten“ verstieß? Stellte sie sich damit nicht auf die gleiche Stufe wie die Nazis?“ (S.249)

    Diese Frage nimmt die Autorin in ihrem Nachwort (für mich bisher außergewöhnlich: als Brief an die Leser*innen formuliert) noch einmal auf: „Eines der moralischen Dilemmas, mit denen sich Margarete auseinandersetzen muss, ist die Frage, ob man Menschenleben gegeneinander aufwiegen kann. Da sie diejenige ist, die unterdrückt wird, glaubt sie natürlich, dass ihr Leben genauso wertvoll ist wie das von Annegret. Aber was ist, wenn sie entscheiden darf, wer stirbt und wer lebt? Kann ein Mensch dieses Recht überhaupt haben?“ (S. 274)

    Ich schätze es sehr, wenn ich in Büchern – außer der Geschichte an sich, die mich gut unterhalten hat – Fragen finde, die mich zum Nachdenken anregen – und über die Zeit des Nationalsozialismus können wir ja eigentlich nie genug nachdenken... Deshalb gibt es von mir eine klare Leseempfehlung für dieses Buch!

    Kleine Anmerkung zum Schluss: und ja, ich denke, dass Margarete wohl noch weiterhin mit den Geistern leben muss, die sie gerufen hat, ...

    ich würde gern noch mal einen Roman über die Lebensgeschichte von Fräulein Wermut schreiben.

    Oh, das wäre wirklich wunderbar (schönen Gruß an den Verlag!), Fräulein Wermut ist sooo ein spannender Charakter!

    Darüber kann ich dann in der nächsten Leserunde erzählen, weil es sich ein wenig aus dem nächsten Band ergeben.

    Auch das hört sich sehr spannend an! Ich bin schon ganz neugierig...

    Die Familie brauchte Friederike nicht. Die hat es auch so geschafft.

    Es ist ja tatsächlich so: manche Menschen fallen immer wieder auf die Füße... Da hätte ich wirklich gedacht, dass sie Friederikes Unterstützung brauchen...

    Und in Mohlenberg 4 gibt es dann auch ein Wiedersehen mit Fredi, der ja für viele die Lieblingsfigur aus Hafenschwester 3 war.

    Darauf freue ich mich besonders...

    Aber wer in Vierteln lebte, wo die kleinen Leute unter sich waren und unter Hyperinflation und Wirtschaftskrise litten, ebenso wie unter den Krawallen auf den Straßen in der Weimarer Republik, die sehnten sich danach, dass jemand für Ruhe und Ordnung sorgte

    Dazu fällt mir wieder nur eine Episode aus der "Hafenschwester" ein: eine Frau sagt, dass sie es gut findet, dass ihr Sohn bei der SA sei, er sorge jedenfalls dafür, dass wieder Ruhe und Ordnung herrsche - und außerdem habe er Arbeit (mir prägen sich solche "persönlichen Begebenheiten" immer besser ein).