Beiträge von Joan

    Das ist der Grabstein von der Werefkin.



    Das kleine Namensschildchen vergrössert:



    Und hier ----->KLICK habe ich Dir noch einen Link zu einer Seite von ticinARTE, wo Du ein Foto von der Werefkin sehen kannst und einiges über ihr Leben erfahren kannst....
    Ganz zuunterst beim Text findest zu einen Link wo die neue Biografie über die Werefkin besprochen wird.

    Guten Abend Herr Palomar


    ich habe hier noch eine Seite, wo man den Erich Mühsam nackt bewundern kann. Er sitzt am Wasserfall neben einer alten Mühle, die sich in der Nähe von Ascona befindet.
    Man kann auch einiges Nachlesen über die Geschichte der MULINO DEL BRUMO. In ihren alten Gemäuern haben eine ganz Reihe bekannter Leute mal gewohnt, über längere oder kürzere Zeit. Vor allem war sie Unterschlupf für Menschen mit wenig Geld, weil sie etwas baufällig und daher sehr günstig zu mieten war.
    In den 70er-Jahren hat der Heiner Hesse, Sohn Hermann Hesses, die Mühle gekauft und bis zu seinem Tod dort gewohnt.


    ------------>KLICK :wave

    Ich wollte mal wieder ein Buch bestellen bei booklooker:


    1 - Sabina Spielrein(9783442735983L02212) - 9,16(EUR)
    Zusätzlich fallen Versandkosten in Höhe von 28,00 EUR an.


    :pille

    Momentaufnahmen europäischer Literaturgeschichte....festgehalten von Zuckmayer in seinem Erinnerungsbuch: die Beerdigung seines Freundes Ödön von Horváth, der auf groteske Weise in Paris sein Leben verlor - durch einen herabstürzenden Ast erschlagen....
    Zuckmayer war, nebst Mehring und Werfel einer der Grabredner.


    Ich zitiere:
    Es war nur noch ein Grabplatz am äussersten Ende des Friedhofs frei gewesen, und so bewegte sich nach dem Verlassen der Taxis die ganze Trauergesellschaft durch den weitläufigen Gottesacker, bis dahin, wo er kahl und baumlos wurde. Hinter dem Sarg schritten die Eltern, ein ernstes, würdiges Paar, der Vater und Ödöns einziger Bruder, den er sehr geliebt hatte, stützten die fast zusammengebrochene Mutter. Dann kam, neben dem französischen Priester, ein ungarischer Kaplan, mit der Familie befreundet, der aus Budapest hergeflogen war. Dahinter zwei junge Frauen, die sich um den Rang als Ödöns letzte Geliebte stritten. Und dann kamen wir - eine jammervolle Schar zerzauster Vögel, auch soweit wir noch gute Kleidung und ungeflickte Halbschuhe trugen. Da hinkte Rudolf Leonhardt, ein heute ziemlich vergessener Autor des frühen Expressionismus, an einem Stock, da gingen viele mit jenen undefinierbaren verschabten Schals um den Hals, wie sie den Beginn der Verelendung kennzeichnen, da wankte Josef Roth, der verehrte Dichter, total betrunken, wie gewöhnlich zu dieser Zeit, mit bekleckertem Anzug, auf zwei jugendliche Bewunderer gestützt. Und auf alles das troff unablässig der Pariser Regen, den man so gern als silbrig bezeichnet. Doch war er nur nass und schmutziggrau.

    Zitat

    Original von ottifanta
    Ist eines der Lieblingsbücher meiner Mutter. Sie hat ihr Exemplar neulich ersetzt, weil das andere so zerlesen war.


    Ottifanta....einen herzlichen, zuckmayermässig-urigwarmen Gruss an Deine Mamma, die mir mit mit paar wenigen Worten Deinerseits sehr sympathisch rüberkommt... :wave

    ....und ich lese es zum 3. eher zum 4. Mal, dieses Erinnerungsbuch, diese Hommage Zuckmayers an sein Leben, auf das Leben überhaupt... und auch an seine Freunde.


    Und bin einmal mehr einfach nur BEGEISTERT von seiner exzellenten Erzählkraft, von seiner in unnachahmlicher Weise urig-kreativen Wortgewalt, die auf mich nahezu hypnotisch wirkt....


    Dieses Erinnerungsbuch war vor vielen vielen Jahren wohl das erste Buch aus Zuck's Feder, das ich gelesen habe....sehr gut möglich, dass ich bis dorthin schon einige seiner Werke gesehen habe im TV... entweder in theatralischer :grin oder filmischer Form....
    Mit Sicherheit habe ich im Alter von plus/minus 17 Jahren via TV die KATHARINA KNIE mitbekommen habe, keine Ahnung mehr in welcher Form...


    Was genau aber letztlich der ultimativ-zündende Funke war, noch viel mehr über diesen Zuckmayer; über sein Leben, seine Persönlichkeit in Erfahrung zu bringen, das weiss ich nicht mehr, kann ich nicht mehr zurückverfolgen. Ob es sein Erinnerungsbuch im Allgemeinen war, oder eines jener zwei Gedichte, die in diesem Buch abgedruckt sind, und die mich immer noch, nach aberdutzenden Malen des Durchlesens erneut durchschauern und durchschütteln?....ABSCHIED UND WIEDERKEHR oder KLEINE STROPHEN VON DER UNSTERBLICHKEIT.....


    Wie dem auch sei...mich hat sie wieder einmal mehr gepackt, diese Zuck-mania!!! :rolleyes :grin

    Gern geschehen, Clio :wave


    Dieser Briefwechsel ist übrigens auch eine prima Ergänzung zu Zuckmayers grossartigen, enorm eindrücklichen Erinnerungsbuch ALS WÄRS EIN STÜCK VON MIR, das ich momentan grad wieder einmal lese...zum 3. oder gar 4. Mal.


    Grad unmittelbar nach dem Briefwechsel habe ich aber (sicher auch zum 3. Mal) Albrecht Josephs Portrait über Zuckmayer gelesen...
    Dieses Portrait hat Joseph Anfangs 60er-Jahre niedergeschrieben, es wurde in seinem Nachlass gefunden und posthum 1993 veröffentlicht.


    Ob er es absichtlich nicht zu Lebzeiten Zuckmayers oder seinen eigenen veröffentlichen wollte?
    Dieses Portrait beinhaltet schon einige Aussagen die auf Verbitterung und Enttäuschung schliessen lassen nicht nur gegenüber dem Zuckmayer auch gegenüber anderer seiner Zeitgenossen....auf für den E. M. Remarque findet er fast nur hämische Worte :schlaeger...ganz gegenteilig seine Beobachtungen/Einschätzungen von all den sonstigen Aesserungen anderer, die Remarque auch gekannt haben ....

    Kurzbeschreibung
    Ein Dokument der deutschen Emigration, das an Brisanz, Brillanz und Witz Zuckmayers legendärem »Geheimreport« in nichts nachsteht.
    Wenn es ein Buch gibt, das man Zuckmayers Autobiographie »Als wär`s ein Stück von mir« an die Seite stellen kann, dann ist es der Briefwechsel mit seinem Freund und zeitweiligen Mitarbeiter Albrecht Joseph (1901-1991): Was er dort aus der rückblickenden Distanz schilderte, berichtet er hier aus der unmittelbaren Perspektive des Zeitgenossen. Zuckmayers Briefe enthalten Schilderungen von umwerfender Komik, zum Beispiel von Besuchen bei Emil Jannings. Sie handeln überraschend häufig von Fragen des politischen Tagesgeschehens und bergen in der Zeit des amerikanischen Exils sogar äußerst brisante Nachrichten, die Zuckmayer kurz vor Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg aus Kreisen des deutschen Widerstands erreichten. Detailliert und lebendig schildert er immer neue Pläne zu Theaterstücken und Romanen, die dann schließlich doch nicht realisiert wurden, und er berichtet von Verhandlungen und Begegnungen mit bekannten Schauspielern, Regisseuren und Filmproduzenten, deren Namen man in seiner Autobiographie vergeblich sucht.


    Carl Zuckmayer wurde am 27. Dezember 1896 in Nackenheim am Rhein geboren. Nach dem Abitur in Mainz meldete er sich als Kriegsfreiwilliger. 1918 begann er ein kurzes Studium der Geistes- und Naturwissenschaften in Frankfurt a.M. und Heidelberg. 1920 ging er nach Berlin. Erste Stücke blieben ohne Erfolg, erst 'Der fröhliche Weinberg' brachte ihm 1925 den Durchbruch und den Kleist-Preis. 1933 verhängten die Nationalsozialisten ein Aufführungsverbot über ihn. Er zog in sein Haus nach Salzburg. 1938 floh er in die Schweiz, ein Jahr später emigrierte er in die USA, wo er als Farmer lebte. Von 1947 bis 1957 hielt er sich abwechselnd in der Schweiz und in den USA auf. 1958 kehrte er endgültig in die Schweiz zurück. Am 18. Januar 1977 ist er als einer der über Jahrzehnte erfolgreichsten deutschsprachigen Autoren in Visp (Wallis) gestorben.


    Albrecht Joseph wurde 1901 geboren. Er war Literarhistoriker und Theaterregisseur, Schriftsteller und Sekretär bei Franz Werfel. Er starb 1991. Weitere Informationen über ihn sind hier zu finden --->KLICK


    Gunther Nickel war von Februar 1984 bis April 2002 Wissenschaftlicher Angestellter in der Handschriftenabteilung des Deutschen Literaturarchivs Marbach. Seit Mai 2002 ist er Lektor des Deutschen Literaturfonds in Darmstadt.
    Erwin Rotermund, ist Professor (em.) für Neuere Deutsche Literaturgeschichte an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz.



    Eigene Meinung
    Dieses Buch hat mir wieder einmal mehr aufgezeigt, dass solche Briefwechsel für weiterführende biografische "Studien" :-) ganz prima geeignet sind. Briefe gewähren einen unverfälschteren Blick auf die beteiligten Personen, als es eine Autobiografie/Biografie bieten kann. Sie zeigen – so man sich vertiefter einlassen mag – auf eine lebendige Art die diversen Schwächen, Stärken, Be- und Empfindlichkeiten, die Widersprüchlichkeiten, die Macken, und, und und, der Briefeschreiber auf….


    Carl Zuckmayer und Albrecht Joseph haben sich in jungen Jahren kennengelernt, beide waren sie am Theater in Kiel angestellt, schnell entwickelte sich ein Gefühl des tiefen Verständnisses zwischen den beiden, das über Jahrzehnte anhielt. Vor allem in den Anfangsjahren dieser Freundschaft wirkte sie sich auch literarisch-kulturell sehr produktiv aus, da sich ihre unterschiedlichen Begabungen gut ergänzten. Der Zuckmayer sprudelte über von Einfällen für Theaterstücke, der Joseph war der Handwerker, der sein theatertechnisches Wissen um die dramaturgische Machbarkeit einbrachte.
    So entstand – was heute wohl kaum mehr jemand weiss – der HAUPTMANN VON KÖPENICK in zuckmayer- joseph’scher Co-Produktion.
    Einigemale spricht Zuckmayer in seinen Briefen an, dass ohne Josephs Mitarbeit der HAUPTMANN VON KÖPENICK gar nicht zustande gekommen wäre, oder dass dieser riesige Erfolg ohne ihn nicht möglich geworden wäre.


    Doch genau diese gemeinsame Arbeit hat dann Jahrzehnte später, als sich beide bereits längere Zeit in der Emigration in Amerika aufhielten – der Zuckmayer in Vermont, der Joseph in Hollywood – erste tiefgreifende Entfremdungen in diese Freundschaft gebracht, als es um irgendwelche Rechte und um finanzielle Beteiligungen ging an einer amerikanischen Filmfassung......beide fühlten sich vom anderen auf irgendeine Weise hintergangen. Worum genau es ging, das konnte ich nicht wirklich nachvollziehen. Ein unentwirrbares rechtliches Durcheinander, in dem sich glaubs die Beiden selber nicht mehr wirklich so ganz zurechtfanden. :rolleyes


    Doch man schrieb sich trotzdem noch weiterhin Briefe….aber man spürt, dass das frühere gegenseitige Vertrauen sehr gelitten hat. Hat man sich über Jahrzehnte vertrauensvoll augetauscht über neue Pojekte, über die politische Lage, über aussereheliche erotische Abenteuer, respektlos über gemeinsame Freunde getratscht, so werden die Briefinhalte zunehmend vor allem zu Beschwörungen alter Zeiten….zu einem Bedauern darüber, dass man es einfach nicht schafft, sich mal wieder zu treffen….zu einer Art Abgesang auf eine einst wirklich sehr tiefe, bereichernde, vertrauensvolle, über weite Strecken auch verzeihende und tragende Freundschaft….


    Leider klaffen in diesem Briefwechsel grosse Lücken. Die Briefe Josephs aus den Anfangsjahren sind bei der Flucht Zuckmayers aus Oesterreich, in seinem Haus Wiesmühl in Henndorf liegengeblieben und wurden nicht mehr gefunden. Einen Teil der späteren Briefe Josephs hat die Alice Herdan-Zuckmayer vernichtet, warum sie das tat, das konnte ich nirgends erfahren und ist mir rätselhaft. Einen Teil der Briefe Zuckmayers hat irgendeine der vielen Ex-Frauen/Ex-Geliebten Josephs vernichtet, weil sie angeblich seinen intellektuellen Freundeskreis nicht mochte….


    Albrecht Joseph hat später – vermutlich im Wissen um den Wert der zuckmayer'schen Briefe und wohl auch im Hinblick auf eine mögliche spätere Veröffentlichung - dem Zuckmayer seine eigenen Briefe packenweise als Geschenk zu irgendwelchen runden Geburtstagen retourgeschickt.


    Trotz der grossen Lücken im Briefwechsel ist dieses Buch ein einmaliges Dokument nicht nur einer bereichernden und kreativen Freundschaft, sondern darüber hinaus auch über die Zeitgeschichte und die Geschichte der damaligen Theater- und Filmwelt Europas und Amerikas...


    Ein Link zu einer Seite, die einiges an weiteren interessanten Informationen über diesen Briefwechsel und die literarische Zusammenarbeit der beiden Männer beinhaltet --->KLICK


    Edit: Fehler korrigiert und Text minimal ergänzt.

    dyke
    ja, Du hast mich richtig verstanden....
    Und mich treibt dieses Thema schon hie und da mal um, nicht andauernd, aber wenn ich vermehrt darüber höre und lese, wie das in letzter Zeit der Fall war....und dann unweigerlich die Fragen in mir aufkommen, WARUM diese sexuellen Uebergriffe auf Kinder so oft vorkommen.
    Ich selber bin von sexuellem Missbrauch nicht persönlich betroffen, in keinster Weise, habe aber im Laufe meines Lebens einige Frauen kennengelernt, paar davon in früheren Zeiten, die davon betroffen waren. 3 davon in den letzten Jahren: eine wurde vom eigenen Vater missbraucht, eine vom Stiefvater und eine von ihrem Onkel ......alle drei haben ganz schwere psychische Probleme, teilweise schon über einige Jahrzehnte: Suizidversuche und immer wieder Aufenthalte in der psych. Klinik....



    Gestern Abend habe ich nochmals den ganzen Thread aufmerksam durchgelesen, auf der Suche nach einer Aussage meinerseits, die zu Missverständnissen hätte führen können. Ich habe nichts dergleichen gefunden.


    Aber ich habe festgestellt, dass die Draperdoyle in ein paar wenigen prägnaten Sätzen genau das, wohin auch meine Ueberlegungen zu dieser Problematik mich hinführen....nur fehlt mir oft das Können, meine Gedanken in paar kurze Sätze zu packen.


    Zitat

    Original von DraperDoyle
    Es sicher eine große Errungenschaften der Moderne, dass Kinder nicht mehr als Eigentum der Erwachsenen betrachtet werden und ein Recht auf physische und psychische Unversehrtheit haben. Das ist aber eine kulturelle, keine biologische Leistung.



    Zitat

    Original von DraperDoyle
    Meiner Ansicht nach wäre es falsch gewesen, den Artikel nicht zu veröffentlichen, schließlich fabuliert hier kein Reformpädagoge von der Sexualität des Kindes, sondern ein Betroffener schildert seine Erfahrungen. Wenn er das auf eine Art und Weise tut, die nicht den allgemeinen Vorstellungen dieser Tat "sexueller Missbrauch" entspricht, mag das eine Grenzüberschreitung sein. Wenn eine solche Meinung aber tabuisiert wird, ist keinem einzigen Kind geholfen, da den betroffenen Männern jede Aussicht auf Hilfe verwehrt wird.


    :wave


    Nachtrag: hab noch was vergessen: ich selber bin zwar sehr skeptisch, ob man pädophile Neigungen wegtherapieren könnte....trotzdem ist es unbedingt notwendig, dass solche Menschen, die durch diese ihre Neigungen unter starkem Druck stehen, unbedingt sich in therapeutische Behandlung begeben müssen, damit sie das ansprechen/aussprechen können, und Rat und begleitende Hilfe bekommen, das sie lernen können, wie sie am besten damit umgehen können, damit es nie zu irgendwelchen strafbaren Handlungen kommt....



    So warme, tröstliche Gedanken schickst Du mir zu, bleeding, und ich entdecke sie erst jetzt....ganz herzliches Dankeschön, und meine besten Wünsche für Dich :knuddel1

    Schuladendenken bei Büchern.....gibts denn jetzt auch im Schuhladen Bücher zu kaufen, Kevin? :grin Schuhladen schreibt sich übrigens mit H


    Bitte nicht ernst nehmen, gäll......in Deinem Thread-Titel fehlt noch ein B


    :wave

    Zitat

    Original von Babyjane
    Joan
    Dann nenn mir eine pädophile Handlung, die keinen Straftatbestand erfüllt.
    *wartet gespannt*


    Wo bitte habe ich denn sowas geschrieben?....dass eine pädophile Handlung keinen Straftatbestand erfüllt. :rolleyes


    Jedoch: pädophil zu sein, ohne danach zu handeln, das ist kein Straftatbestand......


    Sei doch so gut BJ, und versuche nicht, mich auf Biegen und Brechen falsch zu interpretieren....

    Nochmals hier gelandet :rolleyes.....aufgrund meiner weitergehenden Ueberlegungen.


    Wenn ein erwachsener Mann ein minderjähiges Mädchen zum Sexualverkehr verführt oder gar vergewaltigt, dann ist diese Tat ein Straftatbestand, nicht seine Heterosexualität.


    Wenn ein erwachsener Mann einen minderjährigen Knaben zum Sexualverkehr verführt oder gar vergewaltigt, dann ist diese Tat ein Straftatbestand, nicht seine Homosexualität.


    Und der Vollständigkeithalber: wenn eine erwachsene Frau ein minderjähriges Mädchen zum Sexualverkehr verführt oder vergewaltigt, dann ist diese Tat ein Straftatbestand, und nicht ihre Homosexualität.


    Wenn ein erwachsener Mann oder eine erwachsene Frau ein Kind für sexuelle Handlungen missbraucht, dann ist diese Tat ein Straftatbestand, und nicht seine/ihre Pädophilie....


    Und wenn ein Vorgesetzter seine Untergebenen für sexuelle Dienste missbraucht, dann ist diese Tat ein Straftatbestand, und nicht, weil er Vorgesetzter ist.....sondern weil er die Position des "Stärkeren" ausgenützt hat.

    Manchesmal - gerade dann, wenn ich mich mit der "Menschheit" auseinandersetze, dann überkommt mich ein Gefühl von "Ich-habe-einfach-die-Schnauze-endgültig-voll"!! :-(.....und dass ich dazugehöre, zu dieser "Menschheit".....

    Zwischenzeitlich - während Du Dein Posting geschrieben hat - habe ich im meinem Posting noch einen Nachtrag geschrieben....


    Tom...auch ich bin der Meinung, dass Kinder, die von Erwachsenen für sexuelle ( auch für andere Zwecke) missbraucht werden, unermesslich geschädigt werden....unermesslich für diejenigen, die sowas nicht erleben/erleiden müssen.
    Sowas ist eigentlich schlimmer als ein Mord, denn tot ist tot....doch diese Kinder müssen weiterleben.... :-(


    Und was eben ganz schlimm ist - und enorm behindernd für die Gerichte/die "Rechtssprechung", dass sie so oft "missbraucht" werden: von Frauen, die aus Enttäuschung über eine gescheiterte Partnerschaft ihre Ehemänner anschwärzen wollen (passiert viel öfters, als wir uns das vorstellen können) ......oder eben auch, dass man endlich mal bisschen Aufmerksamkeit "gewinnt" mit einem Auftritt in irgendwelchen Medien, indem sich Menschen als "Opfer" irgendwelchen Missbrauchs in Szene setzen....

    Tom.....und um weitere Opfer zu vermeiden müssen wir, muss die menschliche Gesellschaft hinausfinden aus diesem "Schweinehund-Stigma", mit dem wir sämtliche Pädophile belegen und in eine einsame, aussichtslose Ecke drängen, ob sie nun straffällig geworden sind oder nicht....


    Die wirklich Straffälligen, so das nachgewiesen ist, die können von mir aus hinter Gittern verschwinden....meinen höchst persönlichen Forderungen nach im 3-fachen oder 4-fachen dessen, was unsere Rechtssprechung beinhaltet....

    Achso....aha, jetzt ist mir ein Knopf aufgegangen.


    Tom...Du willst wohl meine Gedankengänge - dahingehend was die Aussage meines Bruders betrifft - in Bahnen lenken, die ich niemals so gemeint habe.....
    Mir ging es dabei lediglich darum, dass die "menschliche Gesellschaft" jedwelchen "andersgearteten" Mitgliedern mit ihren Aussagen zum Vorneherein die Möglichkeit nimmt, zu sich und ihrem problematischen Sein zu stehen, und sich dafür entsprechende Hilfe/Beistand/Verständnis zu suchen....


    Und ich gehe in all meinen Aussagen nicht davon aus, dass ich "Verständnis" anfordere für Straftaten....ganz im Gegenteil!!!