Beiträge von endorfinchen

    Meine Meinung :write
    Die Geschichte rund um Lchen, Dick und Curd geht in die nächste Runde. In die nächste chaotische, wirre und scheinbar völlig überflüssige Runde.


    Lchen will Dick nun um jeden Preis, obwohl sie erfährt, dass er verheiratet ist.


    7 Monate hat er sie nun angelogen. Ihr die große, ehrliche, unendliche Liebe vorgespielt und sie hat das alles geglaubt - weil sie es glauben wollte. Und als er dann mit seiner großen Beichte von seiner Ehefrau kommt, will Lchen ihn trotzdem und wahrscheinlich gerade deshalb noch mehr.


    Zwischen Dick und Lchen ist es weiterhin kompliziert und ein ständiges auf und ab, aber um viele Umwege gibt es dann doch noch ein Happy End ...



    Ich habe das Buch vor wenigen Minuten zugeschlagen und nun heißt es: meinen Leseeindruck niederschreiben. Wirklich positiv ist mein Eindruck von dem Buch nicht wirklich.


    Band 1 "Anleitung zum Entlieben" war schon nicht so wirklich meins, aber ich hatte die Hoffnung, dass die Autorin sich im zweiten Band vielleicht "warm geschrieben" hätte - Fehlanzeige.


    Alles war mir zu wirr, zu chaotisch, gepaart mit viel zu wenig Handlung, dafür gespickt mit zuvielen Gefühlen, die ich nicht wirklich nachvollziehen konnte.


    Lchen muss über die Trennung von 119 hinwegkommen und das fällt am einfachsten mit einem Übergangsmann und genau so einer ist Dick. Er ist da, wenn sie ihn braucht und fährt wieder, wenn sie es will.


    Für mich persönlich hat die Autorin beim Schreiben zuviele Handlungs- und Gedankensprünge gemacht, sodass es für mich keine flüssige Story wurde, sondern eher ein dicker Haufen wirres Gefühlschaos.


    Mich hat keine der Charaktere gefesselt oder gar neugierig gemacht. Selbst Curd ging mir stellenweise ein wenig auf die Nerven.


    Aber wie so oft, sind "gehypte Bücher" scheinbar nicht unbedingt mein Geschmack.


    Daher gibts von mir nur 4 Punkte!!

    Kurzbeschreibung :write
    Nur zwei Jahre hat Jakob Zeit, unbeschwert zu leben. Dann kommt die Diagnose: Neuroblastom, eine Krebsart, die vor allem bei Kindern auftritt. Was nun beginnt, ist ein verzweifelter Kampf gegen die Krankheit. 600 Tage hat Michael Schophaus seinen Sohn bis zu dessen Tod betreut. Aus seinem Buch sprechen Trauer, Wut und Fassungslosigkeit, aber auch seine große Liebe zu Jakob und das Glück, das sie zusammen erlebt haben.



    Meine Meinung :write
    Als Jakob zwei Jahre alt ist, bekommt er die erschreckende Diagnose: Neuroblastom (Wikipedia sagt: Das Neuroblastom ist mit sieben bis acht Prozent aller Krebserkrankungen im Kindesalter die dritthäufigste bösartige Neubildung bei Kindern. Vom autonomen Nervengewebe – der embryonalen Neuralleiste – ausgehend handelt es sich um einen Tumor, dessen Zellen (sogenannte Neuroblasten) in einem unreifen Stadium verblieben sind. Er ist vor allem in den Nebennieren, entlang der Wirbelsäule, im Kopf-, Hals- und Nackenbereich sowie im Brust-, Bauch- und Beckenraum entlang des zervikalen, thorakalen und abdominalen Grenzstranges sowie in den ParaganglienRetroperitonealraumMediastinum.)


    Es beginnt ein Kampf voller Untersuchungen, Medikamenten, Schmerzen und Ausweglosigkeit.


    Jakob ist - obwohl er noch so jung ist - eine starke Persönlichkeit, der sich seinem Schicksal nicht einfach beugt, sondern vom ersten Moment an kämpft.


    Schnell findet er sich mit seinem neunen Krankenhausalltag ab, jammert nicht wenn er Schmerzen hat und freut sich wirklich an den kleinen Dingen des Lebens.


    Er liebt Bäume über alles und irgendwann kommt für ihn der Moment, wo er zu den Bäumen im Himmel möchte ...




    Michael Schophaus beschreibt den Leidensweg seines Sohnes so emotional, ungeblümt und erschreckend echt, dass ich immer wieder unterbrechen musste, weil mir die Buchstaben vor den Augen nur so wegschwammen.


    Wie schlimm muss es für eine Familie sein, wenn man sein vierjähriges Kind, nach einem zweijährigen Kampf, "plötzlich" gehen lassen muss? Und genau das beschreibt Michael Schophaus.


    Für mich ein absolut bewegendes, tiefsinniges und nicht nur trauriges Buch, dass wirklich JEDER lesen sollte. Ich sehe durch Jakob nun wieder die kleinen Dinge des Lebens deutlich vor mir und kann mich an ihnen freuen. Das alltägliche ist oft so besonders und kann viel zu schnell vorbeisein - genießt es also!


    Ganz klar gibts dafür 10 Punkte!!

    Kurzbeschreibung :write
    Eine skalpierte Frau in der U-Bahn, ein totes Kind im Müll, zerstückelte Leichenteile im Plastiksack ... Wer sich täglich mit Mord und Totschlag auseinandersetzt, der darf nicht zart besaitet sein. Gefragt sind Menschenkenntnis, Einfühlungsvermögen und breitgestreute Kenntnisse von Juristik bis Krisenintervention. Was im Kino meist als schneller Thriller abläuft, erfordert in der Realität Durchsetzungsvermögen und harte Arbeit. Oft sind tage-, wochen-, ja sogar jahrelange Ermittlungen notwendig, bis ein Täter überführt werden kann. In den vorgestellten Fällen geht es um Kaltblütigkeit – wenn jemand zwischen theoretischer und praktischer Führerscheinprüfung mal eben einen Doppelmord begeht – und falsch verstandene Vaterliebe, um verräterische Internetrecherchen nach passenden Tötungsmethoden und falsche Alibis. Richard Thiess gibt Einblick in die schwierige Arbeit von Mordermittlern, er bezieht aber auch psychologische Aspekte ein: Wie fühlt sich ein Ermittler, wenn er den Täter endlich überführt hat, wie bringt man Eltern bei, dass ihre Tochter bestialisch getötet worden ist? Mordkommission: Die Wirklichkeit stellt jeden Krimi in den Schatten.



    Meine Meinung :write
    Richard Thiess - erster Kriminalhauptkommissar - berichtet über wahre Fälle in (s)einer Mordkommission:


    <Wenn man sich für eine Tätigkeit bei der Mordkommission entscheidet, denkt man nicht daran, später einmal stundenlang versuchen zu müssen, einer Mutter ihren toten Säugling wegzunehmen, einer Mutter, die den Gedanken nicht verkraften kann, dass ihr Baby bei der Obduktion zerschnitten werden soll. Es gibt auch keine Anleitung dafür, wie man ein siebenjähriges Mädchen, das sich mit verzweifelter Kraft am Hals seiner Mutter festklammert, die der Vater vor ihren Augen erstochen hat, dazu bewegen kann, die Leiche freizugeben. Und niemand hilft ihnen zu entscheiden, was sie sagen sollen, wenn es darum geht, Angehörigen von Unfall- oder Mordopfern die Todesnachricht zu überbringen. Solche Momente haben nichts, aber auch gar nichts mit Glamour, Heldentum, Ruhm oder gar Erfüllung und Traumberuf zu tun.>


    Diese Zeilen sprechen (hoffentlich) für sich.


    Richard Thiess hat den Leser nicht nur mit an den Schauplatz diverser Verbrechen geführt, sondern uns auch bei den Ermittlungen über die Schulter gucken lassen, dass es oft nur Bruder Zufall ist, der einen Fall lösbar macht. Meist fügen sich die kleinen Mosaikteilchen nur langsam und mühsam zusammen, bis man den (wahren) Täter kennt.
    Er hat aufgezeigt, dass die Ermittler aus dem Fernsehen wahrhaft fiktiv sind und fernab von realem Mordkommissionsalltag sind.
    Und das die wahren Helden des Alltags nicht auf unserem Plasma-Bildschirm sind, sondern bei der Mordkommission ermitteln. Menschen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Verbrechen aufzudecken und dabei - entgegen jeder Vermutung oder bereits gemachter Illusionen - dabei Hand in Hand mit ihren Kollegen und der Staatsanwaltschaft zusammenarbeiten.



    Der Schreibstil gefiel mir sehr gut, da der Autor kein Sachbuch - wie man evtl. annehmen könnte - geschrieben hat, sondern eher eine Ansammlung von wahren und erschreckenden Kurzgeschichten. Wenn man bedenkt, dass man selbst jederzeit selbst ein Opfer sein kann ...


    Er hat nicht nur echte Fälle niedergeschrieben, sondern auch die dazugehörigen Reaktionen und Emotionen von sich und seinen Kollegen.


    Ich fand das Buch lehrreich, interessant und aufschlussreich und natürlich war es schon irgendwie ein Krimi.


    Von mir gibts 10 Punkte!!

    Meine Meinung :write
    Peter Bruhns - ein bekannter Musikproduzent - wird mit seiner viel zu jungen Geliebten tot aufgefunden. Die Szene, die sich den Ermittlern bietet ist krotesk und im ersten Moment nicht nachvollziehbar, denn es soll so aussehen, als wenn Bruhns erst seine Geliebte und dann sich erschossen hat. Aber der Rechtsmediziner findet schnell heraus, dass es sich hier um einen ganz grausamen Mord handelt.


    Und Bruhns ist nur der erste in der Reihe.


    Der Täter - ein seit über 25 Jahren gesuchter Serienkiller - hinterlässt zudem an all seinen Tatorten seine Visitenkarte: DNA. Allerdings nicht seine, sondern die einer Frau.


    Damit die Polizei und auch seine Auftraggeber seine Handschrift, auch wenn jeder Mord "individuell" ausgeführt ist, wiedererkennen.



    Sören Hennig und Lisa Santos ermitteln in einem Mordfall und merken schnell, dass sie erneut in das organisierte Verbrechen hineinschnuppern und immer tiefer in einen Sumpf von Geld und Macht rutschen.


    Nach und nach merken sie, dass nicht nur einige ihrer Kollegen korrupt sind, sondern auch Richter und Staatsanwälte, sogar der Verfassungsschutz ganz tief in der Sache drin steckt um sich gegenseitig den Rücken frei zu halten.


    Das Buch hat zwei Erzählstränge: wir begleiten die Ermittler des K1 - und es gibt sogar einen kurzen Abstecher bei den Frankfurter Kollegen - bei ihren Ermittlungen und zeitgleich sehen wir alles durch die Augen von Hans Schmidt, dem Mann, der für all die Leichen verantwortlich ist.


    Die Ermittlungsarbeit ist wie immer spannend beschrieben und kommt klar auf den Punkt. Die Wege und Gedanken von Lisa und Sören sind nachvollziehbar, eingespielt und fesselnd.


    Aber auch die Sicht des Mörders ist "toll", irgendwie hat man Verständnis für seine Taten und am Ende gehört er dann auch noch irgendwie zu den Guten.


    "Eisige Nähe" ist wieder die Creme de la Creme von Andreas Franz. Er hat toll recherchiert, den Plot absolut auf den Punkt gebracht und dabei grausame Beschreibungen innerhalb des organisierten Verbrechens nicht ausgelassen.


    Schlechte Qualität hat Andreas Franz noch nie abgeliefert, aber diesmal ist es anders, weil es innerhalb der Story so viele Wendungen gibt, womit der Leser nicht rechnet, man allerdings mit dem Ende total zufrieden sein wird.


    Von mir gibts 10 Punkte!!

    Meine Meinung :write
    Sören Hennig und Lisa Santos werden zum Tatort ihres Kollegen Gerd Wegner gerufen. Auf den ersten Blick sieht es wie Selbstmord aus, doch warum liegen auf dem Beifahrersitz zwei leere Wodkaflaschen, wo Gerd doch nie getrunken hat. Und wo kommt plötzlich der neue und viel zu teure BMW in der Garage her? Wie konnte Gerd sich diesen und anderen Luxus von seinem kleinen "Bullen-Gehalt" leisten?



    Sören und Lisa stellen sich immer mehr Fragen im Mordfall ihres Kollegen und bekommen immer weniger Antworten auf diese.



    Mitten in den Ermittlungen meldet sich dann plötzlich noch eine junge Frau bei den Beiden und erzählt diesen, dass sie in den letzten Monaten eine Beziehung zu Gerd hatte und ihn geliebt habe. Die Ehe zu seiner Frau wäre nur noch Schein gewesen - was allerdings für Sören und Lisa völlig anders aussah.



    Nach und nach merken Sören und Lisa wo sie da mit ihren Ermittlungen hereingeraten sind: nämlich in organisierten Menschen- und Organhandel.


    Sie machen mit Hilfe von Gerds Geliebten eine Klinik aus, die Kinder und junge Erwachsene aus dem Osten einschleusen - unter falschem Vorwand - um diese regelrecht auszuschlachten und ihre gesunden Organe zu entnehmen. Reiche Patienten können sich dann ein neues Herz oder Niere in der illegalen Klinik zu utopischen Preisen kaufen und verpflanzen lassen.


    Unter diesen Reichen sind natürlich auch Polizisten, Staatsanwälte, Politiker ... was die Ermittlungen nicht erleichtert.




    Mit diesem Buch hat Andreas Franz ein absolutes Meisterwerk niedergeschrieben!!



    Sören und Lisa wachsen nicht nur privat immer weiter zusammen, auch beruflich läuft es langsam "rund". Die beiden verstehen sich nicht nur, sondern sind inzwischen auch erkennbar ein richtiges Team geworden.


    Endlich bekommt auch Sören ein Gesicht und vor allem Charakter; mit Hilfe von Lisa und seiner Arbeit ist er langsam wieder im Leben angekommen und ist nicht länger bereit sich von seiner Exfrau das Leben schwer zu machen.



    Das Thema Menschen- und Organhandel ist natürlich heikel, allerdings perfekt umgesetzt. Es war grausam, anschaulich und trotzdem, oder gerade deshalb so spannend.


    An einigen Stellen war es wirklich sehr anschaulich beschrieben und man konnte sich ein genaues Bild von reichen Russen machen und was man mit Geld und der dazugehörigen Macht alles erreichen kann.



    Andreas Franz hat damit wieder einmal bewiesen, dass die wirklich großen und guten Pageturner auch aus den deutschen Reihen kommen können.


    Ich war von der ersten Seite - wie immer bei ihm - gefesselt, einfach nur neugierig auf das was da noch kommt. An manchen Stellen konnte ich gar nicht schnell genug die Seite umblättern und war immer wieder aufs Neue überrascht, wie es ihm immer wieder gelingt, den Leser in die Irre zu führen und plötzlich einen Haken in die völlig andere Richtung zu schlagen.



    Das Ende war das i-Tüpfelchen: Der Autor hat mich bis zum Schluss nochmal geschickt an der Nase herumgeführt, mich in die Irre getrieben um mich dann sprachlos zu machen, als am Ende alles aufgeklärt wurde - denn damit habe ich absolut gar nicht gerechnet.


    Absolutes Highlight und sollte in keinem (Krimi-)Buchregal fehlen!!


    Leider kann ich nur 10 Punkte vergeben - das Buch hätte auch mehr verdient!!

    Habt ihr alle schon den aktuellen Katalog?! :gruebel


    Jasmin : Versuchen würd ich es auch, allerdings habe ich bislang beim Club die wildesten Sachen erlebt und wirklich logisch oder nachvollziehbar ist das Verhalten der Mitarbeiter dort oft nicht.
    Aber die Prämie würde ich auch mitnehmen und dann kündigen. Dann lassen sie deine Mum eh nicht so leicht raus ... ;-) Kannst dann immer noch fragen, ob man die Mitgliedschaft überschreiben kann!

    Meine Meinung :write
    So plötzlich wie Mila vor drei Monaten einfach verschwindet, so plötzlich wird sie auf einer Parkbank wieder gefunden.
    Für die Eltern ist es unfassbar, dass Mila wieder da ist, und dann noch lebend. Allerdings leidet sie an einem Gedächtnisverlust. Alles was vor ihrem Verschwinden passiert ist, weiß sie noch, aber wo sie in der letzten Zeit gewesen ist und was ihr passiert ist, kann sie weder erzählen, noch sich erinnern.


    Wie geht man mit seinem Kind um, dass scheinbar entführt wurde und relativ unversehrt wieder auftaucht. Mila lässt ihre Eltern kaum an sich heran, schottet sich von allen ab und auch mit Stan, ihrer großen Liebe, macht sie einfach Schluss.


    Als für Helen, Mila´s Mutter, langsam der Alltag zurückkehrt und sie froh ist, ihre Tochter wiederzuhaben, verschwindet Mila erneut.
    Diesmal hinterlässt sie allerdings einen Abschiedsbrief, dass sie mit jemandem weggegangen ist und sich in einem halben Jahr, wenn sie volljährig ist, anrufen wird.
    Wer ist dieser Unbekannte, der Mila dazu gebracht hat, alle Mauern hinter sich abzureissen und erneut zu verschwinden?!



    "Vertrau mir blind" war von der ersten Seite fesselnd und machte mich wahnsinnig neugierig .
    Helen, alleinerziehende Mutter und Ärztin hat in der Vergangenheit sicherlich Fehler gemacht, die sie sich nun nach und nach selbst eingesteht. Sie war Mila gegenüber zu großzügig und hat ihrer Tochter zuviele Freiheiten eingeräumt.
    Aber sie liebt ihre Tochter und kämpft wie eine Löwin, während ihr Exmann die Situation sehr gelassen sieht und tatsächlich warten will, bis sich ihre Tochter meldet.
    Auch die Polizei schiebt Helen in die Schublade "hysterische Mutter".


    Der Schreibstil war einfach, jedoch fesselnd und süchtig machend.
    Allerdings hätte man die erste Annäherung zwischen Mila und ihren Eltern mehr ausarbeiten können. Das war mir einfach ein wenig zu kurz und knapp.
    Auch die Ängste und die Suche nach Mila´s zweiten Verschwinden hätten noch ein Schüppchen Spannung und Intensität gebraucht.
    Aber der Schluss hat all das wieder rausgerissen und das Ende klingt verdächtig nach einer Fortsetzung, über die ich mich natürlich freuen würde.


    Ich war absolut gefesselt und auch wenn der Psychothrill nicht im ganzen Buch anhält - er war da und er war gut!


    Ich vergebe 10 Punkte!!

    Meine Meinung :write
    LPunkt und 119 verbindet eine "Freundschaft plus", so nennt er das jedenfalls was nunmehr schon seit zwei Jahren zwischen ihnen läuft. Eigentlich sind sie wie gute Freunde und haben zusätzlich noch Sex zusammen. Ach ja, und LPunkt liebt ihn. Allerdings kann 119 diese Liebe nicht erwidern und sagt ihr das auch ganz klar.
    Als sie dann nach zwei Jahren unerwiderter Liebe diese "Freundschaft plus" beendet, kann er das nicht so ganz nachvollziehen, denn es war doch gut so wie es war, oder?!


    Aber LPunkt will mehr. Sie will ihn mit auf den Geburtstagskaffee ihrer Oma nehmen, in der Öffentlichkeit Händchen halten und knutschen, Abends neben ihm einschlafen und auch morgens an derselben Stelle wieder aufwachen.
    Sie will nicht mehr dieses Bruder-Schwester-Verhältnis inklusive Sex. Sie will endlich "ich liebe dich" hören und einen Herzluftballon!


    Also trennt sie sich.
    Ihre Wohnung wird eine 119-freie-Zone und alles was sie an ihn erinnert kommt in eine Erinnerungskiste.
    Sie packt inzwischen schon die vierte Kiste und alle vier gehören 119. Das einzige was nicht in diese Kiste kommt ist Curd Rock. Quasi der Zwilling von 119 und LPunkts Wegbegleiter ...


    Die Trennung ist klassisch, sie weint, stellt sich die "warum"-Fragen, ruft ihn an und isst Unmengen Käsekuchen (okay, das ist nicht ganz so klassisch).
    Stellenweise überlegt sie, ob diese Trennung wirklich so sinnvoll ist und vor allem nötig, vielleicht verliebt er sich doch noch? Und kann es jetzt nicht mehr, weil sie getrennt sind ...



    "Anleitung zum Entlieben" ist ja ein richtig gehyptes Buch, im Vorfeld hat Conni Lubek diese Trennungs-Zeremonie auf ihrem Blog veröffentlicht und dann wurde es ein Buch. Ein Buch das scheinbar jeder gelesen und auch toll gefunden hat.
    Ich tue mich mit dieser Art von Büchern - die wirklich jeder mag oder mögen muss, weil sie diesen speziellen Bekanntheitsgrad erreicht haben - sehr schwer. Und so war es auch hier.


    Die ersten 150 Seiten erreichten meine Schmerzgrenze relativ zügig und ich war immer wieder versucht das Buch zur Seite zu legen. Einzig die Tatsache, dass Band 2 ebenfalls schon bei mir subbt, hielt mich davon ab und so las ich tapfer bis zum Ende.
    Ich muss gestehen, nach 150 chaotischen, sehr sprunghaften und wenig sinnvollen Seiten wurde es besser. Nicht so viel besser, dass ich sagen würde, dieses Buch muss jeder lesen, aber es war okay.


    Eine wirkliche Anleitung zum Entlieben gibt es nicht - das war mir natürlich schon vor Beginn des Buches bewusst - aber Conni Lubek hat das nochmal ganz deutlich aufgezeigt.
    Der Eine liebt und der Andere eben nicht. Das "warum" kann niemand beantworten und bleibt daher ein Leben lang unbeantwortet im Raum stehen.
    Wer voll und ganz liebt, trennt sich auch von ganzem Herzen, mit allem was dazugehört. Es ist normal, dass allen Nachfolgern die Schablone des eigentlichen Prinzen aufgedrückt wird. Dabei wird man immer feststellen, dass es hier und da noch nicht ganz passt und schon kommt der Nächste ...


    Alles in allem war das Buch okay, es hat mich nicht herausragend unterhalten, allerdings gab es die ein oder andere Stelle, bei der ich schon schmunzeln musste.
    Curd Rock find ich zwar ganz cool - optisch - allerdings hätte er mich in diesem Buch nicht begleiten müssen. Die Bilder und dieses verwechseln (oder was auch immer) von "n" und "m" ging mir ehrlich gesagt eher auf die Nerven.


    Von mir gibts 6 Punkte!!

    Ich lese seit gestern "Anleitung zum Entlieben" und irgendwie habe ich es schon geahnt, dass es wohl nicht so ganz meins ist.
    Ich find den Stil nicht besonders fesselnd oder unterhaltsam. Dann sind mir die Gedanken- und Erzählsprünge der Autorin ein wenig zu hektisch. Und ich frage mich, wie sie von der großen Liebe sprechen kann, wo sie und "112" ja mal überhaupt gar nicht zusammenpassen ...


    Ich weiß, dass das scheinbar ein Kultbuch ist und es irgendwie schon jeder gelesen hat, nur mir gefällt es irgendwie nicht so ... :rolleyes


    Könnt ihr mich vielleicht motivieren?! Wird das Buch irgendwann besser oder bleibt es so chaotisch wie es bislang ist (bin auf Seite 63; die zwei haben sich grad getrennt)?!


    :help

    Meine Meinung :write
    Der pensionierte Kinderarzt Wolfram Heckeroth wird von seinem Sohn in seinem Wochenendhaus tot aufgefunden. Tot durch verdursten, nachdem er tagelang an die Heizung im Band gefesselt war.


    Verhört werden unter anderem seine drei Kinder.
    Für alle ist eigentlich Bertram - der älteste Sohn des Opfers - der perfekte Täter. Er ist hoch verschuldet und sein Haus steht kurz vor der Zwangsversteigerung, da würde das recht üppige Erbe seines Vaters gerade recht kommen.
    Außerdem hat er in all den Jahren immer im Schatten seines Bruders gestanden, der immer der Liebling seines Vaters war.


    Kommissar Dühnfort und sein Team ermitteln in der Sache und decken nach und nach eine schreckliche Familientragödie auf.



    Inge Löhnig hat bei diesem zweiten Teil nicht nur ein Schüppchen drauf gelegt, sondern eine ganze Schubkarre.
    Die Story war super. Nach außen konnte dem Glanz der Familie Heckeroth nichts anhaben, aber nachdem Dühnfort ordentlich an der Oberfläche gekratzt hat, brach die Familie schnell auseinander.


    Die einzelenen Personen waren toll charakterisiert und ein Motiv hätten im Grunde alle drei Kinder gehabt. Und bis zum Schluss hätte ich es auch beiden Söhnen zugetraut, weil jeder nachvollziehbare Gründe hatte.


    Auch die kleinen "Nebensächlichkeiten" innerhalb des Teams fand ich toll, abwechslungsreich und dies brachte einem die Ermittler ein Stückchen näher.
    Was Dühnforts Privatleben angeht, hätte ich mir natürlich eine andere Wendung gewünscht, wäre aber vielleicht zu glatt für einen ordentlichen Krimi geworden.


    Wenn ich nicht wüsste, dass die Autorin inzwischen am dritten Band schreibt, hätte ich bei dem Ende sonst wahrscheinlich in das Buch gebissen ... aber es geht Gott sei Dank weiter.


    Band 2 war eine riesen Steigerung und ich bin gespannt, ob die Messlatte beim dritten Buch wieder ein Stückchen erhöht werden kann.


    Von mir gibts ganz klare 10 Punkte!!

    Meine Meinung :write
    Als der 5-jährige Jakob vermisst wird, sucht das ganze Dorf Mariaseeon nach dem Jungen. Kurze Zeit später wird Kommissar Dühnfort der Fall übertragen und er und sein Team machen sich an die Arbeit.
    Sie finden im Wald Teile einer Ziege - aufgehangen im Baum. Schnell ist dem Team klar, dass es hier um religiöse oder gar satanistische Hintergründe gehen muss.


    Agnes Gaudera zieht nach einem schlimmen Schicksalsschlag nach Mariaseeon und wird kurz nachdem sie in ihr neues Haus gezogen ist, mit der Suchaktion um Jakob konfrontiert.
    Als sie Abends dann ihre tägliche Joggingrunde läuft, findet sie durch Zufall den Jungen im Wald.
    Er ist nackt auf einem Scheiterhaufen festgebunden und stammelt zusammenhangloses Zeug vom schwarzen Mann.
    Ihr gelingt die Befreiung und Flucht mit dem Jungen. Als Agnes Jakob den Eltern übergibt, denkt das Dorf, dass nun wieder Ruhe und Frieden einkehrt, aber mit der Entführung von Jakob fing alles erst an ...



    Bis zur Mitte des Buches ging der Plot ein wenig schwach und langsam voran. Die Ermittlungen liefen zwar, aber sie wurden für den Leser zu wenig beschrieben, sodass - jedefalls für mich - kaum Spannung aufkam.
    Aber gut nach der Hälfte zog die Spannung und vor allem auch das Tempo an. Die Ereignisse überschlugen sich, man kam dem Täter näher, wusste aber erst sehr spät, wer es denn nun wirklich war.


    Die einzelnen Charaktere waren super: Agnes hat ihren Mann und ihre Tochter durch einen Hausbrand verloren. Sie war in der Nacht nicht zu Hause und hat diesen schrecklichen Unfall daher überlebt. Bis heute macht sie sich Vorwürfe und meint, sie hätte dieses Unglück verhindern können.
    Durch ihre Selbstzweifel hat sie sich in den Sport gestürzt, diesen betreibt sie fast schon besessen, um, wenn der Erschöpfungszustand endlich eintritt, sich nicht mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen zu müssen.


    Auch Konstantin Dühnfort hat Ecken und Kanten, die ihn aber sehr symphatisch machen und er sich damit von anderen Ermittlern abhebt. Er sieht (scheinbar) gut aus, gehört in die Kategorie "netter Kerl" und kann sogar kochen. Er hat keine "Leichen im Keller" und sogar das angekratzte Verhältnis zu seinem Vater bessert sich im Laufe der Zeit.


    Das Team um Dühnfort herum ist noch ein wenig schwach dargestellt und spielt eher eine Nebenrolle, vielleicht wird das in Zukunft anders sein.


    Die Autorin hat jedenfalls einen tollen Start für eine neue Krimiserie hingelegt, die Personen interessant beleuchtet, hat jedoch noch genügend Entwicklungsspielraum gelassen.


    Absolutes Lesevergnügen. Ich vergebe trotz einem schwachen Start - das Ende hat schließlich alles wieder rausgezogen: 10 Punkte!!

    Kurzbeschreibung :write
    Ein Stern zum Greifen nah!
    Was würdest du tun, wenn dein Chef der heißeste Rockstar der Welt wäre?
    Könntest du Job und Privatleben trennen?
    Meg kann es nicht fassen - sie soll die neue persönliche Assistentin, von Rockstar Johnny Jefferson werden! Und zwar sofort.
    Und bevor Mag auch nur begreifen kann, was da gerade mit ihr passiert, sitzt sie auch schon im Flugzeug nach Los Angeles und taucht ein in eine Welt voller Glamour und Promisternchen.
    Mag versucht ihren Job so professionell wie möglich zu machen, aber Johnny macht ihr die Sache nicht wirklich leicht. Er ist einfach viel zu sexy und seine Augen viel zu unverschämt schön!
    Zum Glück ist da noch Johnnys Freund Christian, der Meg mit seiner ruhigen Art dabei hilft, einen kühlen Kopf zu bewahren. Allerdings - wie lange noch?



    Über die Autorin :write
    Paige Toon wurde 1975 geboren. Als Tochter eines Rennfahrers wuchs sie in Australien, England und Amerika auf. Sie arbeitet heute als Redakteurin beim Magazin Heat und lebt in London zusammen mit ihrem Mann Greg.



    Meine Meinung :write
    Durch Zufall wird Meg die neue persönliche Assistentin von Rockstar Johnny Jefferson. Während ihre Freundinnen und die restliche Welt sich die Finger nach diesem Job lecken würde, kennt Meg ihn nichtmal. Sie weiß nicht, was in der Zukunft auf sie zukommen wird, wie berühmt er tatsächlich ist.
    Nach und nach wächst sie allerdings in diese Aufgabe rein, weiß mit Johnny umzugehen und fängt nicht nur ihren Job an zu lieben.


    Auf Johnny´s großer Comeback-Tour wird er allerdings nicht nur bei den zahlreichen Groupies schwach, sondern auch Alkohol und Drogen gegenüber ist er nicht abgeneigt.
    Kurz bevor er völlig abstürzt, brennt Meg mit ihm durch, macht einen kalten Entzug mit ihm und dabei kommen sie sich näher.
    Doch eine schillernde Beziehung, wie Meg sie sich vorstellt, gibt es mit Johnny nicht. Für ihn war sie nur eine von vielen und dieses Gefühl gibt er ihr auch recht bald.


    Bevor Johnny ihr allerdings endgültig das Herz brechen kann, holt Christian - sein bester Freund - Meg zu sich nach England, die beiden werden ein Paar, doch das Herzklopfen hat Meg nicht nur bei ihm ...



    "Du bist mein Stern" passt in die typische Chick-Lit-Schublade und war für mich DAS Lesevergnügen der letzten Monate.
    Das Buch startet mit Meg´s Abschiedsparty, nach der sie sich kurze Zeit später in L.A. in der Glanz-und-Glamour-Welt wiederfindet. Sie zieht in Johnny´s gigantisches Haus und durchlebt da auch nach kurzer Zeit die Schattenseiten seiner Popularität.


    Der Schreibstil hatte mich nach dem ersten Satz schon überzeugt und diese Begeisterung hielt die ganzen 460 Seiten an.
    Der Roman hatte eine gesunde Mischung von Witz, sehr guter Story, Tiefgang und das alles in einem rasanten Tempo, dass sich immer wieder abwechselte.


    So wie Johnny in diesem Buch dargestellt wurde, stelle ich mir den typischen Rocksktar vor: Was kostet die Welt? Ein wenig arrogant, überheblich und selbstverliebt. Für ihn gehören Parties, Drogen und jede Menge Alkohol zum täglichen Leben wie die zahlreichen Groupies die in seinem Schlafzimmer ein- und ausgingen.


    Die einzelnen Charaktere waren authentisch und passten wunderpar zur Story.
    Meg, war am Anfang noch das kleine unbedarfte, naive Mädchen, dass an die große Liebe mit Johnny glaubte. Aber der Job hat sie aufgeweckt und sie den Geschmack des wahren Lebens schmecken lassen.
    Johnny, der von seinem Ruhm angesteckt immer höher hinaus wollte und dabei die wirklich wichtigen Dinge im Leben, wie seine Freunde vergessen hat.


    Der Epilog hat dem Buch nochmal ein kleines Sahnehäubchen aufgesetzt und war der perfekte, runde Abschluss.


    Sehr gute, abwechslungsreiche und frische Unterhaltung, die ich absolut weiterempfehlen kann.


    Von mir gibts 10 Punkte!!

    Meine Meinung :write
    Als Esma 19 Jahre jung ist, sucht ihr Vater ihr einen für sie fremden Mann aus, den sie kurze Zeit später heiraten wird. Als dieser sie mit nach Deutschland nimmt, wird ihr auf der Fahrt nach Hamburg schon bewusst, was die nächsten Jahre auf sie zukommen wird.
    Ihr Mann ist eiskalt, jähzornig und hält sehr an alten, arabischen Traditionen fest.


    In Deutschland darf Esma die Wohnung nicht verlassen, sie bekommt keinen Schlüssel, darf nicht alleine einkaufen gehen und kennt Hamburg nur durch ihre Fensterscheiben. Von dort sieht sie das erste Mal Schnee, sieht wie die deutschen Frauen sich kleiden und recht selbstständig durchs Leben gehen.


    Nach relativ kurzer Zeit wird sie das erste Mal schwanger - Gott sei Dank ein Sohn. Esma hat neun Monate dafür gebetet, dass das Kind, was in ihr heranwächst ein Junge wird. Sie hofft, dass ihr Mann dadurch stolz auf sie sein könnte, netter zu ihr wird und ihr Leben sich dadurch bessert.
    Als die Wehen einsetzen wird sie von ihrem Mann im Krankenhaus abgesetzt und er taucht erst wieder auf, als sein Sohn das Licht der Welt erblickt hat.
    Sie ist alleine im Krankenhaus, weiß nicht im geringsten was da auf sie zukommen wird und zualledem versteht oder spricht sie die Sprache nicht.


    Ihr Mann verändert sich auch nicht, durch die Geburt des zweiten Sohnes. Er ist nach wie vor jähzornig und abweisend zu ihr. Immer wieder macht er ihr klar, dass er sie nur der Tradition wegen geheiratet habe, sie ihm Kinder schenken soll und sich um diese zu kümmern habe.


    Nachdem das zweite Kind geboren wurde besorgt sich Esma heimlich die Pille, sie will nicht wieder schwanger werden, denn ihr fällt es schon mit zwei Kindern schwer genug.
    Sie steht zwar morgens auf, kümmert sich darum, dass die Kinder sauber und ordentlich das Haus verlassen, aber ein richtiges Verhältnis entwickelt sich zwischen ihr und den Kindern nicht. Sie kann ihnen nicht bei den Hausaufgaben helfen, sie nicht fragen, wie es in der Schule war - weil sie die Sprache nicht beherrscht.
    Auch ihr Mann will nicht, dass sie einen Deutschkurs besucht. Also fügt sich Esma.


    15 Jahre hat sie sich gefügt, sich schlagen, Vergewaltigen und demütigen lassen. Nicht fähig sich gegen ihren Mann zu stellen, ihn zu verlassen. Weil sie es nicht gelernt hat. Esma wurde traditionell erzogen und Entscheidungen zu treffen gehört sich nicht für eine Frau. Damals hat dies ihr Vater für sie übernommen und heute ist es die Aufgabe ihres Mannes.


    Als er ihr allerdings die Kinder wegnimmt wird Esma plötzlich wach. Sie bietet ihm die Stirn und kämpft für ihre Kinder. Nach zwei Jahren Sorgerechtsstreit werden ihr endlich die Kinder zugesprochen. In der Zwischenzeit hat Esma sich ein Leben, eine Existenz in Deutschland aufgebaut und endlich kommt der Tag, an dem sie ihre Kinder wiedersieht.



    "Löwenmutter" hat mich von ersten Seite an gefesselt und schockiert zugleich.
    Man lernt Esma als junges Mädchen kennen, wie sie naiv und unselbstständig die Befehle ihres Vaters entgegennimmt und ausführt. Als eines Tages ihr zukünftiger Ehemann bei ihrem Vater um ihre Hand anhält, beglückwünschen alle anderen sie, er wäre ein guter Mann, er lebe schließlich in Deutschland, habe ein schnelles Auto und Geld.


    Als sie dann nach Deutschland kommt beginnt für sie der Kampf um alles. Ein fremdes Land, eine fremde Sprache und sie ist vom ersten Moment auf sich alleine gestellt. Ihr Mann geht arbeiten, ist selten zu Hause und wenn, dann macht er ihr Vorwürfe wegen Nichtigkeiten, schlägt und vergewaltigt sie.
    Sie wird insgesamt viermal schwanger, das vierte Kind lässt sie mit Hilfe ihrer Mutter abtreiben und danach beginnt der Kampf um ihre drei Kinder, die bei dem Onkel des Kindsvaters in Tunesien leben.


    Esma hatte nie eine liebevolle Kindheit und hat auch alltägliche, normale Gesten wie sich z. B. in den Arm zu nehmen nie kennengelert. Aus ihrem Elternhaus kannte sie nur Schläge und diese "Tradition" hat ihr Ehemann auch weitergeführt.


    Für Esma war es schwer eine liebevolle Beziehung und Bindung zu ihren Kindern aufzunehmen. Immer wieder kam sie an ihre Grenzen, musste gegen deutsche und tunesische Gesetze kämpfen und nebenher Erwachsen und selbstständig werden.


    Ich ziehe vor Esma meinen Hut, sie ist nach jedem Fall immer wieder aufgestanden und jeder Niederschlag hat sie stärker gemacht.
    Sie hat mich beeindruckt und natürlich auch traurig und nachdenklich gemacht.
    Es hat mich sprachlos gemacht, die unterschiedlichen Kulturen nebeneinander zu sehen, aufgezeigt zu bekommen, dass Tradition und Ehre in manchen Ländern mehr wert sind als die Gerechtigkeit.


    Ein Buch das mich schwer beeindruckt und mir durchweg Gänsehaut bereitet hat. An Esma und ihre Geschichte werde ich mit Sicherheit noch lange denken müssen ...


    Von mir gibts 10 Punkte!!