Beiträge von endorfinchen

    Meine Meinung :write
    Meg und Carson verlieben sich in ihrer Jugend ineinander und für beide ist eigentlich klar, dass sie ihre Zukunft miteinander verbringen wollen.
    Doch dann macht Brian ihr ein unmoralisches Angebot: wenn sie ihn heiratet, erlässt er seinen Eltern den Kredit bei der Bank seines Vaters, damit diese ihr Haus mit der Pferdezucht halten können.
    Meg fühlt sich nicht nur für ihre Eltern, sondern auch für ihre Schwestern verantwortlich und willigt schweren Herzens ein. Carson weiß allerdings nichts von diesem Deal, als sie ihn in jener Nacht verlässt und erzählt, dass sie einen Anderen heiraten wird.


    Jahre später, nachdem Meg sich mit Brian arrangiert hat, ein sorgenfreies und erfolgreiches Leben führt, kreuzen sich die Wege der beiden unerwartet. Carson, der kurz vor seiner eigenen Hochzeit steht, merkt, dass er Meg in all den Jahren nicht nur nicht vergessen konnte, sondern auch nie aufgehört hat, sie zu lieben.


    Als Meg dann auch noch krank wird, beginnt sie ihre Vergangenheit aufzuarbeiten, ihrem Vater zu verzeihen und hofft auf eine zweite Chance ...



    Dieses Buch hat mich vom ersten Satz in seinen Bann gezogen; alle Charaktere - so unterschiedlich sie auch sind - haben mich begeistert, gefesselt und gezeigt, wie schnell im Leben eine Chance vergehen kann, dass man manche Regeln im Leben brechen sollte und wirklich jeden Tag genießen muss, weil es manchmal schneller vorbei sein kann, als einem vorher bewusst war.


    Ich bin in den letzten Wochen mehrfach gefragt worden, welches für mich DAS Buch des Jahres gewesen ist - schwierige Frage, wenn man das ein oder andere gute Buch gelesen hat - ich habe mich dann vor wenigen Tagen für ein ganz anderes Buch ("Ich war Kind C" von Christopher Spry) entschieden, aber als ich eben "Der Engel auf meiner Schulter" ausgelesen habe, musste ich meine Entscheidung kippen und nun gibt es für mich ein neues Buch des Jahres.


    Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie toll, berührend und nah mir dieses Buch gegangen ist. Es ist zwar ergreifend und stellenweise traurig, aber weit entfernt von aufgesetzter Rührseeligkeit und Schmalz.
    Die Geschichte ist für mich sehr echt, denn wie oft kommt es im Leben vor, dass man eine falsche Entscheidung trifft und diese noch nach Jahren bereut? Oft bekommt man dann allerdings keine zweite Chance ...


    Therese Fowler hat mich absolut berührt und mir viel mitgegeben. Für mich DAS Buch des Jahres 2009.


    Leider kann ich nur 10 Punkte vergeben - das Buch hätte deutlich mehr verdient!!

    Die Meinung von Bell zeigt, wie verschieden die Geschmäcker doch sein können.


    Normalerweise ist ein Buch wie "Magie der Weihnacht" gar nicht so richtig mein Genre, aber es hat mir wirklich gut gefallen, weil Richard Paul Evans eine tolle Art des Schreibens hat - und für mich, war das komischerweise überhaupt nicht kitschig.


    Aber davon muss sich jeder sein eigenes Bild machen!

    Meine Meinung :write
    Tessa ist 16 und hat Leukämie.
    Doch sie will sich dieser Krankheit nicht komplett ausliefern, sie bricht die Chemotherapie ab und erstellt eine Liste.


    Eine Liste, mit all den Dingen, die sie noch in ihrem Leben erleben will. Unter anderem will sie Sex, Drogen nehmen, was Verbotenes tun, einen ganzen Tag nur "Ja" sagen ...


    Und dann lernt sie Adam kennen, mit ihm hakt sie nicht nur den Punkt "Sex" ab, sondern verliebt sich auch in ihn. Aber darf sie das? Darf sie so egoistisch sein und ihn am Ende übrig lassen?




    Tessa ist eine absolute Kämpferin und macht den Menschen um sie herum, die sie lieben, das Leben nicht gerade einfacher damit.


    Durch ihre Liste will sie viele Dinge noch erleben, die vielleicht nicht gerade gut für sie sind. Ihr Vater, der in den letzten vier Jahren ununterbrochen an ihrer Seite war - während ihre Mutter sich aus dem Staub gemacht hat - will sie beschützen, will das Beste für sie und hofft bis zum Schluss, dass sie den Kampf gegen diese Krankheit gewinnen wird ...


    Das Buch ist aus der Sicht von Tessa geschrieben, teilweise sehr wirr, denn der Leser kann quasi in ihren Kopf gucken, an all ihren Gefühlen und Gedanken teilhaben. Viele Dinge, die sie macht, wie sie handelt oder manchmal reagiert, kann man nicht wirklich nachvollziehen, aber das mag vielleicht daran liegen, weil wir nicht krank sind und ihre Situation nicht wirklich nachempfinden können.


    Ab der Mitte des Buches wird die Story sehr bewegend und gefühlvoll. Tessa verliebt sich und ihre Krankheit schreitet immer weiter fort.


    Ihre Mutter kommt zurück, fühlt sich mit der Situation, mit Tessa überfordert, denn sie hat die letzten Jahre nicht an ihrem Krankenbett gesessen und jeden Rückschlag mit ihr durchgestanden.


    Auch für ihren kleinen Bruder Cal ist es nicht einfach. Man kann seine große Schwester doch nicht beim Sterben begleiten. Sie sollte doch für ihn da sein und ihm alles zeigen ...


    Am Ende des Buches hat die Autorin alles gegeben und das ganze wurde so intensiv, dass ich das Gefühl hatte, dass ich mit der restlichen Familie an Tessa´s Bett sitzen würde und mich ebenfalls von ihr verabschieden würde.


    Sie hinterlässt für ihre Familie, ihre beste Freundin und auch für Adam Abschiedsbriefe, die so bewegend und gefühlvoll geschrieben sind, dass ich zwischendurch eine Pause einlegen musste, weil die Buchstaben vor meinen Augen nur so dahinschwammen.


    Ein absolut berührendes, echtes und intensives Buch. Von mir gibts dafür 10 Punkte!!

    Meine Meinung :write
    Zum Inhalt sag ich ausnahmsweise mal gar nichts, denn der wird in der Kurzbeschreibung gut beschrieben und mehr will bzw. darf man auch gar nicht verraten.


    Obwohl es ein Kinderbuch ist, liebe ich es!
    Bislang habe ich in der Weihnachtszeit immer das Hörbuch gehört, allerdings musste dieses Jahr auch das niedergeschriebene Exemplar nach Hause. Und es ist einfach toll. Die Geschichte von Julia und Olli und dem wundersamen Adventskalender ist so liebevoll und phantastisch von Cornelia Funke niedergeschrieben, dass es auch ein tolles Buch für Erwachsene ist.
    Auch die Illustrationen innerhalb der Geschichte fand ich super schön, so konnte man sich die Bewohner des Kalenders noch besser vorstellen.


    "Hinter verzauberten Fenstern" muss man mindestens einmal in der Weihnachtszeit gelesen habe. Daher vergebe ich 10 Punkte!!

    Meine Meinung :write
    Mark hat in einer verschneiten Winternacht eine Autopanne und läuft zu einem nahegelegenen Café und trifft dort auf seinen ganz persönlichen Weihnachtsengel: Macy. Er ist an einem Punkt angekommen, wo sein komplettes Leben über ihm zusammengebrochen ist, er keine Zukunftsperspektiven und auch keinen Grund zum Glücklich sein hat.


    Er und Macy freunden sich an und kommen sich mit der Zeit immer näher.


    Mark begleitet sie dabei, ihre eigene Geschichte zu erzählen und zurück in die Vergangenheit zu gehen auf der Suche nach ihrer Schwester.
    Macy und Noel sind als Kinder getrennt und von unterschiedlichen Familien adoptiert worden. Seitdem haben sie sich aus den Augen verloren. Doch Macy macht sich auf die Suche nach ihrer besseren Hälfte - ihrem Gegenstück.


    Und auch Mark wird mit seiner Vergangenheit konfrontiert. Er arbeitet den plötzlichen Tod seiner Mutter auf und auch das gestörte Verhältnis zu seinem Vater ändert sich plötzlich und unverhofft ...



    "Magie der Weihnacht" ist für mich DAS Weihnachtsbuch.
    Richard Paul Evans hat die Geschichte von Mark und Macy so wundervoll beschrieben, dass ich das Gefühl hatte, ich würde die beiden ein Stück weit begleiten auf dem Weg zu sich selbst und zueinander.


    Die Charaktere sind ganz besonders; Macy, die eine schreckliche Kindheit und schwierige Jugend hatte, ist trotz allem so offen und herzlich.
    Auch Mark, der es nicht immer leicht hatte, Verluste einstecken musste, geht offen und mit unendlicher Liebe zu Macy durch die Welt.


    Das Buch hat mich zum Nachdenken, Schmunzeln und zum Weinen gebracht.
    Ein Roman der in keinem Bücherregal und zu keiner Weihnachtszeit fehlen darf.


    Von mir gibts 10 Punkte!!

    Kurzbeschreibung :write
    Als der erfolgreiche Anwalt John O'Rourke die Verteidigung eines überführten Mädchenmörders übernimmt, wird das Leben für ihn und seine beiden Kinder von Tag zu Tag schwerer. Doch dann tritt Kate in sein Leben, die sofort das Herz der Halbwaisen erobert. Auch John ist fasziniert vom Charme der jungen Frau und ahnt nicht, was Kate wirklich zu ihm geführt hat: Ihre Schwester Willa wird vermisst, und Kate glaubt, dass sie ein Opfer von Johns Mandanten geworden sein könnte. In John beginnen Prinzipientreue und aufkeimende Liebe miteinander zu kämpfen, doch dann zwingt ihn ein schreckliches Ereignis zu einer Entscheidung ...



    Über den Autor :write
    Luanne Rice hat in den USA zahlreiche Romane veröffentlicht und gilt dort als Bestsellerautorin. In Deutschland erschienen von ihr "Wo das Meer den Himmel umarmt", "Wo die Sterne zu Hause sind", "Wo Träume im Wind verwehen", "Was allein das Herz erkennt", "Schilf im Sommerwind", "Sternstunde der Liebe" etc. Sie stammt aus Connecticut und lebt heute mit ihrem Mann in New York City.



    Meine Meinung :write
    John O´Rourke vertritt einen Mann, der mehrere junge Mädchen brutal ermordet hat. Obwohl die ganze Stadt sich gegen ihn stellt - Niemand kann verstehen, wie man sich für so einen Mann vor Gericht einsetzen kann - vergisst er seine Berufung nicht und steht hinter seinem Mandanten.


    Bis eines Tages eine junge Frau vor seiner Türe steht und auf der Suche nach ihrer vermissten Schwester ist. Willa würde in das Muster der bereits getöteten Mädchen passen und ist nun schon seit 6 Monaten verschwunden. Ihre letzten Spuren führen Kate in die Nähe von John und sie hofft, dass dieser seinen Mandanten fragen kann, ob auch Willa eines seiner Opfer war.


    Die zwei nähern sich mit der Zeit an und kämpfen am Ende beide um diesselbe Sache ...



    Mal ein ganz anderer Roman von Luanne Rice. Normalerweise ist sie immer ein wenig rührseelig veranlagt und schreibt gerne richtige Herzschmerz-Schmöker. Aber diesmal hat sie unglaublich gut recherchiert und neben einer sich entwickelnden Beziehung zwischen John und Kate, auch noch jede Menge Spannung mit reingebracht.


    "Die geheime Stunde" hat mir sehr gut gefallen. Der Anfang war so, wie ich es liebe, denn es passierte direkt etwas, der Leser ist schnell in der Geschichte drin, muss sich allerdings in der Mitte des Buches auf ein kleines Tief gefasst machen, denn da holt die Autorin sehr aus und beleuchtet ein wenig die Vergangenheit. Aber das Ende reißt dieses kleine Loch in der Mitte auf jeden Fall wieder raus.


    Von mir gibts daher 8 Punkte!!

    Meine Meinung :write
    Claire und ihre Mutter leben alleine und sehen sich nur sehr unregelmäßig, daher hinterlassen sie sich immer Zettel an der Kühlschranktür.


    Manche Zettel sind total einfach und banal, enthalten vielleicht nur die Einkaufsliste oder die Frage, wie es der anderen gerade geht.
    Doch nach und nach entwickelt sich ein gewisser Bericht über den Alltag der jeweils Anderen.


    Claire ist fünfzehn und hat die Dinge im Kopf, die einen in dem Alter beschäftigen: Schule und Jungs. Sie lernt viel, trifft sich mit ihren Freundinnen und verliebt sich das erste Mal.
    Ihre Mutter hingegen entdeckt einen Knoten in der Brust und bekommt wenig später die Diagnose: Krebs.


    Die Zettel sind für beide mit der Zeit eine Art Kommunikation über die Dinge, die sie sonst vielleicht niemals besprochen hätten. Gefühle, Begegnungen und Gedanken werden hier Tag für Tag an den Kühlschrank gepinnt.



    Anfangs war ich skeptisch und dachte, dass die Story ja nicht sehr aussagekräftig oder gar tiefgründig sein kann, wenn Mutter und Tochter während des ganzen Buches nur über Zettel, die an die Kühlschranktür gepinnt werden, kommunizieren.
    Aber weit gefehlt. Natürlich sind manche Nachrichten banal und weniger wichtig, aber sie zeigen den Alltag der kleinen Familie.
    Als Claire´s Mutter allerdings die Diagnose Krebs bekommt, nähern sich beide nochmal ein Stückchen weiter an. Claire wird erwachsener und ihre Mutter lernt sie loszulassen und "bereitet sie auf das Leben noch ein Stückchen besser vor".


    Das Buch hat Tiefgang und konnte mich wirklich zu Tränen rühren. Von mir gibts für dieses Meisterwerk - dass ich jedem ans Herz legen würde - 10 Punkte!!

    Und dieses habe ich und werde ich wohl nicht vergessen:


    Kurzbeschreibung :write
    Aufgewachsen bei einer sadistischen Pflegemutter. Eine wahre Geschichte - so erschütternd wie Dave Pelzer, Sie nannten mich Es. Mit dem Gesicht zur Wand stand ich da und kniff die Augen zusammen. Ich hörte das teuflische Sirren des Rohrstocks und wusste, was nun kommen würde. Ich stand in dem düsteren Wohnzimmer und empfing meine Strafe. Ein Fensterladen war offen. Der Boden war mit Müll übersät: Plastiktüten voller Kleider, die auf den Teppich quollen, vergilbte Schachteln mit nicht mehr gebrauchtem,Spielzeug, alte Decken, ausrangierte Küchengeräte, die nur noch für den Müll taugten ... Wer sein Kind nie schlägt, der liebt es nicht!", schrie Eunice. Wer sein Kind liebt, der bestraft es beizeiten." Sie sagte, sie müsse den Teufel in mir austreiben, um mich für die Apokalypse vorzubereiten, und zitierte Bibelstellen. Eunice war meine Mutter, und ich nannte sie bis zur Gerichtsverhandlung auch so: Mutter.



    Erhältlich bei Bertelsmann.

    Mir haben folgende zwei Bücher sehr gut gefallen. Habe sie vor einigen Wochen/ Monaten gelesenn und sie sind mir immer noch im Kopf:


    Kurzbeschreibung :write
    Ein Mord im sadomasochistischen Milieu führt die er mit telnde Staatsanwältin Claudia Dombrowsky auf die Spur des jungen Sportlers Oliver Niesch. Kurz vor seiner Verhaftung verunglückt der Skispringer tödlich. Als Dombrowsky beweisen kann, dass hinter Nieschs Tod mehr steckt als zunächst erwartet, wird der Fall immer mysteriöser. Durch persönliche Verstrickung verliert Claudia Dombrowsky ihre professionelle Objektivität und befindet sich am Ende selbst in einer lebensbedrohlichen Situation.



    Die Fortsetzung wird laut Aussage des Verlages schon geschrieben!!

    Kurzbeschreibung :write
    Die Journalistin Jane Alcott ist klein und ausgesprochen zierlich, ihr Outfit lässt sich allenfalls als praktisch oder dezent beschreiben, zudem ist sie mit mehr als nur einer Prise Schlagfertigkeit und Sturheit gesegnet. - Also genau der Typ Frau, den der gefeierte Eiskockeystar Luc Martineau normalerweise keines zweiten Blickes würdigt. Nun bekommt aber ausgerechnet Jane den Auftrag, eine Saison lang exklusiv über Lucs Team zu berichten. Und bald muss Luc erkennen, wie trügerisch der erste Eindruck sein kann ...



    Meine Meinung :write
    Jane Alcott hat eine Klatschkolumne bei der Zeitung und bekommt nun überraschend die Chance einen erkrankten Sportreporter zu vertreten und mit dem Hockeyteam zu reisen um von den Spielen zu schreiben.
    Jane ist eine Frau, nicht gerade hübsch und soll nun in der Männerdomäne des Eishockeysports Fuß fassen. Hinzukommt, dass das Team es ihr nicht gerade leicht macht. Anfangs vertraut ihr niemand und zudem ist sie noch eine Frau.


    Nach anfänglichen Schwierigkeiten integriert sie sich allerdings gut im Team.
    Sogar Luc, dem Torwart und Eisblock des Teams kommt sie langsam näher. Und als die beiden sich so nahe kommen, dass sich Gefühle entwickeln, macht Jane einen Fehler, der sie alles kosten könnte...


    Rachel Gibson hat einen absolut phantastischen Schreibstil: locker, leicht und fesselnd.
    Mich hat die Story rund um Jane und Luc absolut süchtig gemacht. Die Charaktere waren sympathisch und vor allem echt. Natürlich war der Verlauf der Story und vor allem das Ende absehbar - was wirklich Neues gab es hier nicht - aber das "drumherum" gefiel mir sehr gut.


    Von mir gibts 10 Punkte!!

    Meine Meinung
    Der Journalist Mikael Blomkvist soll den Fall der seit Jahrzehnten vermissten Harriet Vanger lösen. Harriet ist damals als 16-jähriges Mädchen spurlos von der Insel verschwunden und seitdem fehlt jede Spur von ihr oder ihrer Leiche.
    Ihr Großvater, Henrik Vanger, hat diese vergebliche Suche niemals losgelassen und er möchte nun, bevor er stirbt, das Rätsel um Harriet gelöst haben.


    Mikael sichtet alle vorhanden Unterlagen, Protokolle und Fotos und langsam, nach anfänglicher Skepsis, fügt sich das Puzzle des Verschwindens zusammen. Als dann die Recherchearbeiten zu aufwendig zu werden, braucht er Verstärkung, auf Empfehlung wird ihm Lisbeth Salander zur Seite gestellt. Eine 25-järhige Hackerin die nicht nur ein fotografisches Gedächtnis, die besten Computerkenntnisse ganz Schwedens aufweisen und ihm auch jegliche Information besorgen kann, die er für den Fall Harriet benötigt.


    Mikael und Lisbeth sind ein ungleiches Team, finden allerdings schnell zusammen und schaffen es auch, die letzten Puzzleteilchen an die richtigen Stellen zu setzen.



    Die ersten 120 Seiten waren wirklich ein Graus. Absolut zäh, uninteressant und für meinen Geschmack viel zu politisch. Als dann auch noch Henrik Vanger Mikael seine verworrenen Familienverhältnisse erklärt, war mir bei fast Schicht angesagt. Wenn ich nicht aus verlässlichen Quellen wüsste, dass die Story wirklich noch spannend wird, hätte ich wahrscheinlich aufgegeben.


    Nach diesem schweren Start wurde ich aber wirklich belohnt.
    Man liest immer parallel was Mikael und Lisbeth gerade machen und woran sie arbeiten, bis sie aufeinandertreffen und dann nimmt die Story auch enorm an Spannung und Tempo zu.


    Der Schreibstil hat mir ausgeprochen gut gefallen, Stieg Larsson hat sich - nach den anfänglichen Schwierigkeiten - nicht mehr mit Unwichtigkeiten aufgehalten. Alles was danach an Informationen folge war wichtig und vor allem interessant.


    Nun bin ich neugierig auf die Fortsetzung und vergebe hierfür - aufgrund des zähen Anfangs: 8 Punkte!!

    Ich habe Schlecker immer schon gemieden und werde es auch in Zukunft tun, was allerdings nicht nur mit den aktuellen "Skandalen" zu tun hat.
    Mir gefällt der Laden an sich nicht und auch die Angestellten sind alles andere als freundlich da. Ist nicht mein Laden.

    Kurzbeschreibung :write
    Was soll schon schiefgehen?
    Was gibt es Schöneres für eine Frau als ihren 35. Geburtstag? Richtig. So ziemlich alles! Auch Jessica steht unter Druck, denn wenn sie schon so unfassbar alt wird, dann will sie dabei wenigstens gut aussehen! Als sich auch noch ihr heißgeliebter Ex-Freund zur großen Geburtstagsparty ankündigt, ringt sich Jessica zu einer Botox-Behandlung durch. Millionen Frauen lassen so was machen, was soll schon schiefgehen? Richtig. So ziemlich alles. Nach einem Behandlungsfehler verlässt Jessica die Arztpraxis mit einem hässlichen Matschauge, und anstatt wie ein zwanzigjähriges Topmodel sieht sie aus wie ein Mensch gewordener Auffahrunfall. Ihre Welt, in der sich bisher fast alles um Äußerlichkeiten drehte, bricht vollkommen zusammen. Niemand kann ihr helfen, bis Jessica endlich anfängt, sich selbst zu helfen: Sie beginnt einen unerbittlichen Kampf gegen tussige Frauen, dummdreiste Männer und nicht zuletzt gegen sich selbst.



    Über den Autor :write
    Nina Schmidt, Jahrgang 1971, römisch-katholisch. 1,74m, Schuhgröße 37/38, lebt und arbeitet sehr gern in Köln.



    Meine Meinung :write
    Jessica´s 35. Geburtstag steht bevor und in ihr macht sich die blanke Panik breit. Sie hat Angst nun zum alten Eisen zu gehören und entschließt sich kurzer Hand zu einer kleinen Botox-Behandlung.


    Gesagt, getan.
    Nachdem sie beim Arzt die Einverständniserklärung ungelesen unterschrieben hat, soll nun diese kleine lästige Falte zwischen den Augen weggespritzt werden. Inklusive sind danach ein Matschauge, ein hässlicher Ausschlag mit Pusteln im Gesicht und eine Schlauchbootlippe.


    Jessica ist nach dieser Behandlung von ihrem bisherigen Schönheitsideal meilenweit entfernt und taucht unter. Sie lässt sich krankschreiben und verkriecht sich in ihrer inzwischen unmöblierten Wohnung – das Geld hat sie für Klamotten, Kosmetik und den üblichen Schick ausgegeben – und leidet.


    Durch Zufall lernt sie allerdings Christian kennen, der leider kein Brad Pitt ist, denn er hat ein Feuermal im Gesicht, zwei unterschiedlich lange Beine und zwei unterschiedlich große Füße. Wie kann Christian trotzdem glücklich und Aufrecht durchs Leben gehen? Diese Frage lässt Jessica nicht los und als sie ihren Exfreund Jens nach 4 Jahren wiedertrifft, merkt sie, dass innere Schönheit viel wichtiger und wertvoller ist, als ein faltenfreies Gesicht.


    Trotzdem rückt DER Geburtstag näher und damit der Druck ihrer Schicki-Micki-Freundinnen ...



    Vorab: „Abgebrezelt“ ist kein übliches Chick-Lit-Buch. Es ist weit davon entfernt gewollt lustig und oberflächlich zu sein – im Gegenteil.
    Nina Schmidt hat einen wunderbaren, trockenen Humor und hat es geschafft, dass ich mich mit diesem Buch nicht in der Öffentlichkeit sehen lassen konnte. Man merkt, dass sie nicht zwanghaft ein lustiges Buch schreiben wollte, sondern dass es einfach so passiert ist ...
    Aber neben dem Humor hat es absoluten Tiefgang und regt ein wenig zum Nachdenken an, lässt einen unbewusst an die eigene Nase fassen und hat kein kitschiges Happy End.


    Jessica war mir vom ersten Satz an super sympathisch und auch ihre „Ängste“ vor dem Älterwerden waren nachvollziehbar. Welche Frau stellt sich nicht vor dem Spiegel, quetscht an sich rum und möchte gern dies und das besser machen? Aber dass das Ergebnis evtl. noch schlimmer werden könnte, will man wahrscheinlich vorher gar nicht sehen.


    Alles in allem war es eine super Unterhaltung, wenn auch leider sehr kurz. Und ich sehe nun entspannt meinem 35. Geburtstag – in einigen Jahren – entgegen!!


    Ich vergebe begeisterte 10 Punkte!!


    P.S.: "Abgebrezelt" ist vom (Schreib-)Stil ganz anders als "Bis einer heult". Die Autorin hat sich da wirklich weiterentwickelt.