Meine Meinung
Meg und Carson verlieben sich in ihrer Jugend ineinander und für beide ist eigentlich klar, dass sie ihre Zukunft miteinander verbringen wollen.
Doch dann macht Brian ihr ein unmoralisches Angebot: wenn sie ihn heiratet, erlässt er seinen Eltern den Kredit bei der Bank seines Vaters, damit diese ihr Haus mit der Pferdezucht halten können.
Meg fühlt sich nicht nur für ihre Eltern, sondern auch für ihre Schwestern verantwortlich und willigt schweren Herzens ein. Carson weiß allerdings nichts von diesem Deal, als sie ihn in jener Nacht verlässt und erzählt, dass sie einen Anderen heiraten wird.
Jahre später, nachdem Meg sich mit Brian arrangiert hat, ein sorgenfreies und erfolgreiches Leben führt, kreuzen sich die Wege der beiden unerwartet. Carson, der kurz vor seiner eigenen Hochzeit steht, merkt, dass er Meg in all den Jahren nicht nur nicht vergessen konnte, sondern auch nie aufgehört hat, sie zu lieben.
Als Meg dann auch noch krank wird, beginnt sie ihre Vergangenheit aufzuarbeiten, ihrem Vater zu verzeihen und hofft auf eine zweite Chance ...
Dieses Buch hat mich vom ersten Satz in seinen Bann gezogen; alle Charaktere - so unterschiedlich sie auch sind - haben mich begeistert, gefesselt und gezeigt, wie schnell im Leben eine Chance vergehen kann, dass man manche Regeln im Leben brechen sollte und wirklich jeden Tag genießen muss, weil es manchmal schneller vorbei sein kann, als einem vorher bewusst war.
Ich bin in den letzten Wochen mehrfach gefragt worden, welches für mich DAS Buch des Jahres gewesen ist - schwierige Frage, wenn man das ein oder andere gute Buch gelesen hat - ich habe mich dann vor wenigen Tagen für ein ganz anderes Buch ("Ich war Kind C" von Christopher Spry) entschieden, aber als ich eben "Der Engel auf meiner Schulter" ausgelesen habe, musste ich meine Entscheidung kippen und nun gibt es für mich ein neues Buch des Jahres.
Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie toll, berührend und nah mir dieses Buch gegangen ist. Es ist zwar ergreifend und stellenweise traurig, aber weit entfernt von aufgesetzter Rührseeligkeit und Schmalz.
Die Geschichte ist für mich sehr echt, denn wie oft kommt es im Leben vor, dass man eine falsche Entscheidung trifft und diese noch nach Jahren bereut? Oft bekommt man dann allerdings keine zweite Chance ...
Therese Fowler hat mich absolut berührt und mir viel mitgegeben. Für mich DAS Buch des Jahres 2009.
Leider kann ich nur 10 Punkte vergeben - das Buch hätte deutlich mehr verdient!!