Ich habe das Buch auch im Rahmen der Leserunde gelesen.
Es ist ein Buch das man verschlingen möchte, so fremdartig spannend ist es, dennoch zwingt man sich dazu es langsam zu lesen, weil man es geniessen will, weil man sonst so viele kleine sprachliche und gedankliche Kleinode überliest.
Bronzezeit, in einem Wald Germaniens. 15 Tote Krieger liegen vor dem Dorf Haysos. Wo kommen sie her? Warum hat man ihnen die Augen genommen? Logische Fragen? Anscheinend nicht: denn nur Hayso, der Nichtsnutz stellt sie sich. Und schneller als er versteht was mit ihm geschieht, befindet er sich auch schon auf einem Weg ins Ungewisse: um den Tod des Fuchszauberers, den er gefunden hat, zu klären, um den Grund für den Tod der Krieger zu erfahren und vor allem auf der Flucht vor dem Groll seines Dorfes. Mit der Hilfe von Weggefährten und ganz neuen Erlebnissen verwandelt sich Hayso vom unscheinbaren, dicklichen Jungen zu einem mutigen jungen Mann.
Aber ist er stark genug um das Geheimnis des Himmels zu finden und in Sicherheit zu bringen?
Viola Alvarez hat es geschafft eine uns gänzlich fremde, unverständliche Welt auf originelle Art und Weise nahe zu bringen. Obwohl uns Mythen, Werte und Lebensweise der Bronzezeit (wie sie hätte sein können) fast gänzlich fremd sind, schafft die Autorin es, diese so darzustellen, dass sie dem Leser glaubhaft und nachvollziehbar sind.
Zudem schreibt Frau Alvarez mit einem ihr ganz eigenen Stil, der sowohl poetisch (man denke an Wortkreationen wie "Fuchszauberer", "Dunkelwand" etc.), wie auch mitreissend ist.
Fazit: für mich sicherlich eines meiner Jahreshighlights, ein originelles, schönes, brutales Buch, das so viele Überraschungen und Wendungen enthält, dass selbst extrem-Vielleser auf ihre Kosten kommen. Definitiv "something else". Ich erwarte sehr gespannt die Fortsetzung!