Beiträge von Bücherwurm1973

    Arib muss im Alter von 10 Jahren mit ansehen wie ihre gesamte Familie niedergemetzelt wird. Mit Theodora, eine Sklavin ihres Vater, kann sie flüchten. Auf der Flucht lernt sie Wolfgang von Aue kennen. Ihre erste grosse Liebe, die sie niemals loslässt. Irgendwann werden Theodora und Arib aufgegriffen und Arib wird dem Kalifen übergeben. Der vergewaltigt sie brutal und schenkt sie seiner Ehefrau. Dank einem Deal mit der Ehefrau kann Arib eine Ausbildung als Singsklavin machen. Mit den Privilegien einer Singsklavin und ihrer Intelligenz gewinnt Arib viel Macht und sinnt auf Rache.


    Das Buch ist sehr gut geschrieben. Ich konnte mich gut in Arib versetzen. Ausserdem hat man Einblick in die damalige Zeit. Die Autorin erklärt die Gegebenheiten der damaligen Zeit sehr gut.

    David Gilmour, kanadischer Filmkritiker und Autor, erzählt in diesem Buch von seiner aussergewöhnliche Beziehung zu seinem Sohn. Dazu muss ich sagen, dass David Gilmour in der Erziehung seines Sohnes im Teenageralter auch einen aussergewöhnlichen Weg ging. Als er merkt, dass es keinen Sinn hat seinen Sohn weiterhin zur Schule zu schicken, macht er ihm einen Vorschlag: Er kann Tun und Lassen, was er will. Unter der Bedinung, dass er dreimal in der Woche mit ihm ein Film anschaut und keine Drogen. In dieser Zeit entsteht ein ganz intimes Verhältnis zwischen Vater und Sohn. Man spürt in diesem Buch die Vaterliebe und die Ängste beim Loslassen vom Kind.
    Mich hat das Buch sehr berührt. Eben weil man sich ganz gut in die Situation vom Vater versetzen kann. Wie schon geschrieben, man spürt die Liebe und Ängste, die alle Eltern haben oder durchmachen

    Die chilenische Schriftstellerin Isabel Allende wacht am Bett ihrer kranken Tochter Paula. Sie hat eine Stoffwechselkrankheit. Während sie am Bett ihrer Tochter sitzt, beginnt sie ihre Lebensgeschichte aufzuschreiben. Im Glauben ihre Tochter möchte wissen, woher sie stammt, wenn sie aus dem Koma erwacht. Sie beginnt mit der Geschichte ihrer Grosseltern und Eltern. Dann erzählt sie ziemlich ausführlich über ihre Kindheit, wie sie die Umwelt wahrnahm und ihre Grosseltern erlebte. Der Leser begleitet sie später zu ihren Tätigkeiten beim Fernsehen und als Journalistin. Sie beschreibt ihre Ehe und wie ihre Kinder Paula und Nicolàs auf wuchsen. Natürlich schreibt sie auch darüber, wie sie den Militärpunsch erlebte und ins Exil nach Venezuela ging. Dazwischen erzählt sie Paula immer wieder, wer sie besucht, wie rührend sich ihr Mann um sie kümmert und welche Tests die Ärzte mit ihr machen. Als die Ärzte sie aufgeben, nimmt sie Paula mit nach Hause.
    Obwohl es Isabel Allende nicht immer einfach hatte, schreibt sie mit soviel Wärme, Liebe, Zuversicht und auch Lebenswille. Sie will immer das Maximum rausholen und gibt niemals auf. Ich bin völlig in die Welt der Isabel Allende eingetaucht und bin total berührt von Ihrer Lebensgeschichte und was sie daraus gemacht hat. Eine aussergewöhnliche Frau.

    Das Siegel der Tage geht genau dort weiter, wo „Paula“ aufgehört hat. Die Familie von Isabel Allende verstreut die Asche von Paula in einen Bachlauf in einem Wald in der Nähe ihres Hauses. Sie kann der Tod ihrer geliebten Tochter nicht verkraften. So beschliesst sie weiterhin Briefe an ihre Tochter zu schreiben. Sie erzählt ihr das Scheitern der Ehe ihres Bruders, wie sie sieht ihre Enkel aufwachsen, über das Schicksal ihrer Stieftochter Jennifer und derer Tochter und wie sie verzweifelt versucht ihre Familie vor Rückschlägen und Schicksalsschläge zu verschonen. Sie schreibt Paula, wie sie ihr Witwer und ihr Bruder verkuppelt und viele andere Kleinigkeiten, die einem das Leben schwerer machen als sie sollten.


    Wie in „Paula“ schreibt Isabel Allende mit viel Zuneigung, Wärme und zwischendurch mit etwas Ironie. Ich hoffe, sie wird nochmals ein Buch über ihre Familie und Freunde schreiben. Denn diese herrlich chaotische Familie ist mir ans Herz gewachsen.

    Mir hat die Geschichte gut gefallen. Gut, sie zwischendurch langatmig. Aber ich denke, das kommt daher, weil die Autorin die Geschichte von jedem Familienmitglied erzählt hat.
    Mir hat die Familiensaga gut gefallen. Ich mag solche Familienchroniken. Die Familiengeschichten war so gut beschrieben, dass man sich gut in die Personen hereinversetzen konnte.

    2010 gelesen


    Das grüne Seidentuch - Marcella Maier
    Paula - Isabelle Allende
    Das Siegel der Tage - Isabelle Allende
    Die falsche Spur - Karin Wahlberg
    Verdacht auf Mord - Karin Wahlberg
    Tödliche Blumen - Karin Wahlberg
    Der plötzliche Tod - Karin Wahlberg
    Der Tröster - Karin Wahlberg
    Döner für one -Jens Lindner
    Im Dienst des Dalai Lama - Tenzin Choedrack
    Das Haus in den Wolken - Judith Lennox
    Achtung Baby! - Michael Mittermeier
    Romano Criminale - Giancarlo di Cataldo
    und ewig grüsst das Moppel-ich - Susanne Fröhlich
    40 Tage im Kloster des Dalai Lama - Stephan Kulle
    Der Feind im Schatten - Henning Mankell
    Lebenslänglich - Liza Marklund
    Kalter Süden - Liza Marklund