Beiträge von Novemberkind

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    Original von Idgie
    Interessant fand ich das Bild, das in dieser Sendung von Sisi gezeichnet wurde, nicht unbedingt die filmische Umsetzung. Da stand auf einmal eine Frau, die sich zu ihrer Zeit einerseits ziemlich gut inszeniert hat, sehr auf ihre äußere Erscheinung geachtet hat, sich zumindest zeitweilig für Politik interessiert hat und in späteren Jahren nicht mehr öffentlich aufgetreten ist, aus Angst dass man ihr ihr Alter ansieht. Hätte es damals schon Schönheits-OPs gegeben, dann wäre sie mit ihrem Schönheitsideal sicher eine Kandidatin dafür gewesen. Dass sie in Ludwig II eine Art Seelenverwandten sah und nach seinem Tod irgendwie verloren war, hatte ich schon gelesen.


    Mal sehen, vielleicht schaue ich doch noch mal ins Buch. Es scheint sich ja zu lohnen.


    So jetzt kommt in mir mal der große Sisi Fan raus (immerhin war sie Thema meiner Abschlussarbeit:


    Elisabeths Chrakater kann man nicht nur auf diese Seiten beschränken. Denn da ist viel viel mehr.
    Elisabeth war eine sehr unkonventionelle Persönlichkeit. Ihr Trend war "Natürlichkeit" und so wollte sie wirken, was ihre Schönheit betraf, leider hat sie sich selbst so malträtiert das sie später Hungerödeme bekam. Sie hat den Trend der "schlanken Schönheit" in Europa gesetzt (und der grassiert ja immer noch in den Köpfen). Aber sie war eine sehr frigide Frau, aus Männern machte sie sich nicht viel, was man ja merkt, wenn man so ihrer Beziehung zu Franz Joseph betrachtet.
    Das sie sich operiert hätte kann ich mir nicht vorstellen, denn sie wollte natürlich wirken.
    ABer sie war eine Hochintelliegente und gebildete Frau, sie hat am Ende 6 sprachen fließend gesprochen. SIe war politisch immer informiert und sie war eine Leistungssportlerin ihrer Zeit. Sie hat sich bereits mit 30 nicht mehr fotografieren lassen. Wenn sie das mit Mitte vierzig nicht mehr gemacht hätte wäre es ja noch verständlich, aber so? Außerdem hatte sie nicht nur eine tiefe Bindung zu Ludwig, in der selben Zeitspanne starb einer ihrer engsten Freund Guyla Andrassy und ihr Sohn Rudolf nahm sich das Leben.
    Zudem kam sie aus einer Familie die viel Inzest betrieben hatte, und da ht glaub ich fast jeder Wittelbacher einen gewaltigen Dachschaden abbekommen hat, mal mehr mal weniger. Sie sah sich ja irgendwann als "Titania" als Fee, die über den DIngen schwebt. Ich rate dir deswegen mal ein wenig im POetischne Tagebuch von Elisabeth zu stöbern, da findet man viel über sie heraus. Und das sie hochgradig depressiv war ist klar.

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    Original von Beatrix


    Ich hab jetzt mit Absicht den spoiler hier rausgenommen, denn da ist wirklich nichts gespoilert. Ich wuesste jetzt nicht welche Stelle du meinst, da ich nicht so bibelfest bin. Aber da sind viele Autoren ganz anders. Wenn man bei jedem Buch meckern wuerde, das sich an eine Bibelstelle anlehnt, kaeme man zu nichts anderem mehr. Das ist doch seeeeehr weit verbreitet und laesst sich kaum vermeiden, wenn man bedenkt welchen Einfluss die Bibel auf unsere westliche Gesellschaft hat.


    Also, ich wollte damit sagen, das ja immer vor dem Prolog etwas zitiert wird und wenn du das liest, dann kennst du das Thema des gesamten Buches. Oder ein spezielles Buch wird in der ganzen Handlung immer wieder verwendet und auch die Charaktere nehmen die Rollen der Personen ein. Wie in Band drei, da ist es am Stärksten. Lies daneben einmal"Sturmhöhe" von Emily Jane Bronte. Und die findest einfach zu viele Ähnlichkeiten. Und in allen anderen Büchern wird es dir ebenso ergehen. :wave

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    Original von Batcat
    Eine Frage an die Tagebuchschreiber:


    Habt ihr Euch eigentlich schon mal Gedanken darüber gemacht, was mit Euren Tagebüchern passieren sollt, wenn ihr mal nicht mehr seid?


    Mir würde es nicht gefallen, wenn jemand anderes in meinen gesammelten Gedanken stöbern würde.


    Natürlich macht man sich darüber Gedanken Batcat.
    Aber das kann man differenziert betrachten, immerhin heißt keiner von uns "Thomas Mann" oder "Franz Kafka". Deren Tagebücher wurden für die Welt interessant. Viele Verwandte besagter Personen oder anderer Schriftsteller haben vieles Vernichtet, damit die Leichenfledderer oder Sensationsgeile nicht auch noch an diese Quellen kamen.


    Aber wenn interessieren denn bitte unsere Tagebücher? Sie haben weder hochliterarischen Wert noch sind die für irgendwelche Forscher interessant. Noch nicht mal für die nächsten Verwandten.
    Wenn du allerdings nicht willst, das deine intimsten Gedanken von irgendwem gelesen werden, musst du sie entweder noch früh genug vernichten oder du musst damit leben das irgendwer dann mal die Nase hineinsteckt und drin liest.

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    Original von veronika
    Mir geht es genau so wie Novemberkind, denn auch ich habe vor acht Jahren erst (leider) damit angefangen alles auf zu schreiben, denn ich habe auch Mobbing der feinsten Art erlebt. Bei mir fing eigentlich danach erst die grausame Zeit an.
    Es sind Zeitdokumente die man immer wieder hervor holt und liest, wie es damals war. Man hat irgendwann ein eigenes Archiv, denn auch die Tagebücher mehren sich und man vergisst zu schnell. Deswegen lesen ich auch gerne Tagebücher von Schriftsteller oder Augenzeugenberichte der deutschen Geschichte.
    :unverstanden


    Endlich jemand der mich versteht!


    Heute kann ich sagen das das Tagebuch schreiben eigentlich die beste art der Selbsttherapie, Selbsterforschung und Errinnerung ist. Ich meine es gibt ja verschiedene Formen des Tagebuchs. Und außerdem sind Tagebuch unerschöpfliche Quellen über div. Epochen, Menschen, Lebensumstände.

    Idgie


    Die Dokumentation war eher so auf Spielfilm fand ich.Zumal viele der Zitate historisch nicht korrekt gezeigt wurden. Es war mehr so grob alles zusammen gerafft um die 45 Minuten voll zu kriegen. Das einzig interessante was sonst nicht erwähnt wird, ist das sie ihrer Rochter den Mohren "Rustimo" schenkte


    Interessant ist dann noch das Interview auf der Internetseite des ZDF mit Brigitte Hamann.

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    Original von Juli
    Liebes Tagebuch


    Ich fands ne Zeitlang lustig ein tagebuch wie eine Brieffreundin zu behandeln. Zumal wir von Anne Frank ja das Tagebuch "Kitty" kennen. Die IDee fand ich z.B sehr gut einer Person (und sei sie auch nur Fiktiv) zu schreiben.


    Mittlerweile aber datiere ich nur und schreibe einfach los

    Auch mal zum Thema Tagebuch:


    Ich schreibe seit knapp 8 Jahren Tagebuch. Bei mir fing es an, als ich dem "Mobbing" zum Opfer fiel. Ich habe die Zeit eben dokumentiert. Und ich erachte das als die Beste Idee die mir damals gekommen ist. Ich musste meinen ganzen seelischen Müll ja irgendwie verarbeiten wenn ich heute diese Bände lese, muss ich sagen, es war die grausamste Zeit meines bisherigen Lebens. gelesen hat es nie jemand und soll auch niemand- Und durch das schreiben ist mir der Gang zum Pychater erspart geblieben. In diesem Sinne sind Tagebücher schön was sinnvolles und ich habe nie unter irgendwelchen Beschwerden wie Schlafstörungen oder ähnlichem Quark gelitten.


    Zudem gibt es ja ein Tagebucharchiv das Tagebücher sammelt ich habe die Site mal besucht und dieses Archiev ist sehr interessant. Man vergisst oft das Tagebücher auch Zeitdokumente sind, die Entwicklungsprozeße eines Individuums aufzeichnen.
    Also einige Bücher würde ich bisweilen gerne mal lesen, einfach um das Gefühl einer anderen Zeit zu erfahren. Einige auzüge kann man da auch einsehen, und die sind echt interessant und lehrreich.


    Aber für den einen ist es wichtig alles aufzuschreiben für den anderen halt nicht. Das muss man immer brücksichtigen.

    Frau Hamann hat sich ja gestern ABend in einer Dokumentation zu Leisabeth gäußert. Ich fand das ganz shcön schlecht gemacht. Das Buch war um ein vielfaches interessanter. Aber die einblicke in ihrer Gedichtbände waren interessant.

    Bei mir ist eher so der Gedanke: dieses Buch lehnt sich an viele Bücher einfach an



    Bella ist in vielen Szenen mir zu unverständlich ich habe manchmal das Gefühl das sie eigentlich nie einen eigenen SInn im Leben gehabt hat. Sie kümmert sich erst um ihre Mutter und macht bei Charlie da weiter, wo sie bei ihrer Mom aufgehört hat (die hat ja Phil) und dann eben Edward. Und bei all der Selbstaufopferung geht irgendwie ihr eigenes Selbst total in den Hintergrund.
    Als ich die Bücher gelesen habe gefielen sie mir, sie waren sehr sehr angenehm zu lesen, ohne das man sich jetzt großartig gedanken machen musste. So ein wenig war das eben diese heile Lovestory, die man gerne manchmal hätte.
    Mir war Edward zu Perfekt und ein wenig anitquarisch. Aber Bella gefällt eben dieses Gentlemanlike (etwas, was laut Statistiken jede Frau mag /dann haben sie mich nicht berücksichtigt :lache).
    Im Nachhinein muss ich sagen das die Übersetzung auch immer schlechter wurde und die Charas immer flüchtiger skizziert wurden und auch gar keine vielschichtigkeit mehr zeigten. Böse Vampire Gute Vampire, die bösen werdne besiegt und alles wird gut... *lovedovy-und-in-Schönheit-sterben*

    Wertvoll für mich ist eine Ausgabe von Daphne Du Maueriers "Mary Anne". EIne Auflage aus den fünfziger Jahren, die ich durch puren zufall entdeckt habe. Manche Leute wissen gar nicht wie schön diese alten Bände sind... ein Spottpreis war das Teil zu erwerben 50 Cent! Das muss man sich mal vorstellen!


    An sonsten sind meine Bücher alle Wertvoll...

    Rebecca hat bald Deniére. Am 30.12 geht manderley vorerst zum letzten mal in Flammen auf. 2010 geht es an den Broadway. Die zweite deutschsprachige Produktion die das bisher erst geschafft hat :anbet

    Die Hitchcock verfilmung ist meiner Auffassung nach auch immer noch die beste Umsetzung.Ich finde den Cast auch sehr sehr ansprechend, so sehen die Figuren aus, wie man sie sich vorstellt obwohl ich bein der zweiten Mrs. De Winter immer noch manchmal hadere. Mir fehlt an Joan Fontaine noch so ein wenig dieses mädchenhafte.


    Aber die beiden anderen waren wesentlich schlechter

    Ich liebe Rebecca abgöttich.
    Obwohl ich finde das auch Mrs. Danvers einen sehr starken eindruckhinterläasst. Diese unendliche, tiefe Liebe zu Rebecca für die sie alles opfert und wofür sie zu allem bereit ist, finde ich unglaublich intensiv beschrieben.