Beiträge von Edelfeder

    Zitat

    Original von Booklooker
    Ich werde wohl erst sehr viel später lesen. Irgendwie komme ich zu nix. Nicht böse sein, Mulle... Ist keine Absicht. Hinke jetzt drei Leserunden hinterher... Wenn ich es lese, werde ich auf jeden Fall in der LR posten.


    Werde dir Gesellschaft leisten. Mir kam auch eine fiese Erkältung mit ordentlich malträtierten Augen (= leseunfähig) dazwischen und nun habe ich gleich mehrere Reziabgabetermine an der Backe und weiß nicht mehr wo oben und unten ist und was ich zuerst lesen soll ... :help:bonk

    Cover von Teil 2 ein Kracher? Noch krachiger geht doch gar nicht.. Menno, will auch seeeeehn !!! :fetch


    Also ich bin ja schlichtweg begeistert von Nicholas als Figur. Ein richtig schön bööööser Junge und chic anzusehen noch dazu ... Nach der Kirchenszene hatte er schon einen Stein im Brett bei mir (oder auch gleich mehrere) und auch die bereits erwähnte Szene mit Ben nach dem Kartfahren finde ich sehr passend (wenn auch nicht sehr nett) - unterstreicht nochmal sein Wesen.
    Von den drei Dämonen scheint er mir bis dato oberflächlich gesehen der Erträglichste im Reigen. Aber warten wir´s ab ...


    Sehr positiv finde ich die Perspektiven-/Szenenwechsel und auch die Überraschungsmomente, die dann und wann ein 'oi' in mein Hirn zauberten, sind toll platziert. (ZB Tante Agnes, bei der ich mich anfangs noch fragte, was die Gute wohl auf dem Kerbholz haben mag, da sie extra erwähnt wird ...)


    Super sind auch die Beschreibungen der verschiedenen Dämonen und der Emotionen.
    Dass die Handlung vorwiegend (bisher) in Deutschland spielt, werte ich ebenso positiv.


    Der Schreibstil ist top, vor allem die hier und da gestreuten Wortspielereien, die mich immer wieder schmunzeln lassen, teils oben auch schon erwähnt.


    Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie es mit dem vermeintlichen Sohn Luzifers weitergeht...
    :lesend

    Ohjeh, hier wird ja schon fleißig gepostet ... ich ignorier das aber vorerst, habe nämlich gerade mal ein paar Seiten hinter mir.
    Die haben mir aber schonmal sehr gut gefallen!


    Äußerlich ist das Buch eh ein Hit - Mark Freier :anbet


    Und nun geht´s gleich weiter ... :lesend

    Klappentext:


    Sie sind blond, sie sind schön - und seit Hannah ihnen in der neuen Schule erstmals begegnet ist, will sie unbedingt dazugehören: zu der Clique um die hübsche Maggie. Die Warnungen ihres Mitschülers Lukas, die Mädchen seien höchst gefährlich, schlägt Hannah in den Wind. Sie ahnt nicht, wie bitter sie das bereuen wird...


    Rezension: Idee, Umsetzung, Meinung


    Zombies – neben den Engeln die Ablösung der allseits beliebten Vampire? Zumindest stellen Brian James´ blonde Mädels im Einheitslook eine ernstzunehmende Alternative auf dem aktuellen Buchmarkt dar.
    Nachdem bereits die Veröffentlichung diverser Kinderbücher des Autors mit Erfolg gekrönt war, versucht ZOMBIE BLOND nun auch die etwas ältere Klientel für sich zu begeistern.


    Hannah Sanders ist Zeit ihres Lebens, genauer gesagt seit sie zehn Jahre alt war, auf der Flucht. Ihr Vater bestimmt wann und wohin. Abtauchen heißt die Devise – eine Reise ohne Perspektive.
    Für die inzwischen fünfzehnjährige bedeutet dies nicht nur eine neue Stadt und ein neues Heim, so überhaupt die Rede davon sein kann. Sie ist damit auch gezwungen, ständig eine neue Schule zu besuchen. Hannah ist quasi immerzu die Neue, die Außenstehende. Doch im Laufe der Zeit hat sie ihre Hausaufgaben gemacht – sie weiß genau, worauf es ankommt, erkennt wo die Prioritäten in der Schulgemeinschaft liegen, wer zu den beliebtesten Schülern zählt und wer die Opfer von Hänseleien und dergleichen sind, um die man als Neuankömmling einen weiten Bogen machen sollte, will man nicht ebenfalls auf der Abschussliste landen.
    Hannah hat mehr als die Nase voll von dem aufregenden Abenteuer, wie ihr Vater den neuerlichen Aufbruch umschreibt. Sie ist seine wiederholten Versprechen leid, dass es das letzte Mal sein wird. Der Abschied von ihren Freunden fällt ihr schwer. Nichtsdestotrotz beginnt in Maplecrest ein weiterer neuer Lebensabschnitt für Hannah! In einer Geisterstadt mitten im Nirgendwo…
    Die Art der Highschool, Marke Cheerleader und Footballspieler, und die gesellschaftliche Elite unter den Schülern hat sie im Nu identifiziert. Jetzt bloß keinen Fehler machen!
    Schlank, blond, blaue Augen und Schmollmund. Das ist Maggie Turner, das It-Girl der Schule, umringt von ihrer Gefolgschaft ähnlichen Aussehens. Allesamt Cheerleader. Während Hannah dieser imposanten Erscheinung noch ihre volle Aufmerksamkeit zuteil werden lässt, gesellt sich Lukas zu ihr, um ihr die Gepflogenheiten der Institution und ihrer Besucher zu erklären und eine Warnung vor eben jener Clique und ihres Zombiekults auszusprechen.
    Zunächst scheint für das Mädchen die Rolle der Außenseiterin wie gewohnt gewiss. Maggie und ihre Gruppe lassen sie dies deutlich spüren. Dennoch wird sie einer Musterung unterzogen und Meredith schlägt ihr eine Bewerbung beim Cheerleader-Team vor. Dies macht sie wiederum interessant für die Möchtegerns wie Diana, die auf jede nur erdenkliche Weise versucht, den Look Maggies nachzuahmen und trotzdem nie dazugehören wird. Auch wenn der Hintergrund dieses Kennenlernens wenig rühmlich ist, ist Hannah für jede potenzielle Freundschaft dankbar.
    Die Tage vergehen, während Lukas sie über seine vermeintlich hanebüchenen Theorien in Kenntnis setzt, die Maplecrest und seine Bewohner betrifft. Verrückte Ideen, die sich wie wahre Horrorszenarien aneinanderreihen. Das Geheimnis dieser Stadt: Zombies! Hannah hält Lukas für einen durchgeknallten Spinner, auch wenn sie ihn ganz süß findet. Was nebenbei erwähnt durchaus auf Gegenseitigkeit beruht.
    Beim Heimspiel der Todesschwadron, der hiesigen Footballmannschaft, dem die gesamte Stadt beiwohnt, macht auch Hannah merkwürdige Beobachtungen. Oder bildet sie sich das auf Grund Lukas´ Verschwörungsgeschichten nur ein?
    Hannah wäre so gern einmal im Leben beliebt, würde so gern Mitglied einer Gruppe sein, einfach dazugehören, nicht wie üblich die Ausgeschlossene sein…
    Trotz eines heftigen Streits mit Lukas zu ihrem Vorhaben, bewirbt sie sich schließlich bei Mrs Donner als Cheerleaderin. Doch das Probetraining endet dank der Gehässigkeit der Blonden im schmerzhaften Desaster und wenig später erhält Hannah die Absage.
    Als Diana unter widrigen Umständen verschwindet, bekommt Hannah Angst. Die hypnotischen blauen Augen der mysteriösen Einwohner der Kleinstadt beunruhigen sie immer mehr. Abgesehen davon sind die Menschen einfach zu perfekt, zu schön. Das ist jenseits der Normalität. Zu guter Letzt wird ihr Vater für ein paar Tage außer Haus sein und ein nächtlicher Besucher streift ums Haus…
    Das Blatt scheint sich zum Guten zu wenden, als Maggie Turner ihr unerwartet mitteilt, doch im Cheerleader-Team aufgenommen zu sein. Für Hannah geht die Sonne auf. Für jedes Rätsel der vergangenen Tage scheint es eine logische Erklärung zu geben. Einem Neuanfang steht nichts mehr im Wege. Hannah ist nicht mehr das seltsame Mädchen, über das wilde Gerüchte im Umlauf sind. Nun ist sie eine von ihnen, der Elite, samt allen Privilegien. Und der passende Junge, Greg aus der Football-Mannschaft, findet sich ebenfalls in null Komma nichts, um den perfekten Traum wahr werden zu lassen.
    Hannah passt sich an, ändert ihren Kleidungsstil, ihre Ernährung, ihren Umgang und selbst ihre schulischen Leistungen haben sich verbessert.
    Als sie sich schließlich einen der drei Namen Montana, Mackenzie oder Madison aussuchen soll, wird dem Mädchen bewusst, dass sie sich bei aller bemühten Anpassung fast vollends verändert hat. Ihr wahres Ich scheint nahezu ausgelöscht.
    Nachdem auch die Haare uniform gebleicht werden sollen, bedarf es nur noch einer einzigen weiteren Kleinigkeit zum perfekten Ergebnis: Stärker – hübscher – besser. Als Hannah erkennt, worauf es hinaus läuft, ist es schon fast zu spät…


    In erster Person Singular aus Sicht der Hauptfigur beschreibt Brian James größtenteils im Präsens das Leben der Hannah Sanders, deren Vater vor diversen Schuldeneintreibern untertaucht und sie auf diese Weise regelmäßig dazu zwingt, sich in einer neuen Umgebung, einer neuen Schule, inmitten anfänglich fremder Menschen zurechtzufinden. Der Fokus liegt auf den Gedanken, Empfindungen und Sehnsüchten des jungen Mädchens, ergänzt um die eine oder andere Erinnerung an Erlebnisse aus ihrer Kindheit und verschiedenen Albträumen.
    Auch wenn sie nach außen einen relativ gefestigten, zum Teil abgeklärten Eindruck macht, ist sie innerlich geplagt von Selbstzweifeln und tendenzieller Hoffnungslosigkeit. Sie hat ganz einfach zu viele leere Versprechungen gehört, zu oft dieselbe unangenehme Situation durchlebt. Wie alle jungen Leute ihres Alters legt auch Hannah viel Wert auf Gruppenzugehörigkeit und Anerkennung. Vielleicht auch gerade, weil ihr diese Gunst auf Grund ihres rastlosen Lebens oftmals verwehrt blieb.
    Brian James schickt den Leser nach einer vorangestellten Einleitung zusammen mit der Hauptfigur in siebzehn Kapiteln durch die seltsame Kleinstadt Maplecrest. Wir sehen und hören nur das, was Hannah erlebt und denkt. So tappen auch wir lange Zeit im Dunkeln. Die anfänglich noch latente Spannung spitzt sich konstant zu, um schließlich zur offenen Gefahr zu werden und im großen Showdown zu explodieren.
    Das Ende gestaltet der Autor betont offen. Es obliegt dem Leser, sich seine Version von Hannahs Zukunft zurechtzulegen.
    James´ Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig zu lesen, seine Sprache wirkt klar und modern.
    ZOMBIE BLOND erscheint als Deutsche Erstausgabe im praktischen Taschenbuchformat im cbt Verlag. Das auffällige Hochglanz-Cover wird vom Gesicht eines blonden Mädchens mit großen, grünen Kulleraugen dominiert. Einzig die Augenfarbe stimmt nicht mit dem Romaninhalt überein, ist hier doch die Rede von blauen Augen.
    An Preis, Papierqualität, Satz und Druck gibt es nichts auszusetzen.


    Fazit:


    Ein gelungenes Jugendbuch ab 12 Jahren, das mit unterhaltsamer, spannender Handlung und interessanten Charakteren überzeugt, und auch jung gebliebene Erwachsene in seinen Bann zu ziehen vermag.

    Inhalt lt. Klappentext:


    Ist Ihnen im Bus oder Flugzeug langweilig?
    Sitzen Sie in der Mittagspause lustlos herum?
    Wollen Sie zwischendurch einmal schmunzeln?
    Oder sich kurz und knackig unterhalten lassen?
    Dann – „Let’s talk“!


    Humorvolle, spritzige Shorties über ein Trio, das munter um die Wette "klatscht"- über Männer, Liebe und sonstige Dinge des Lebens.


    Rezension: Idee, Umsetzung, Meinung


    Mit LET'S TALK legt Herausgeberin Alisha Bionda den zweiten Band der peppig-bunten Reihe SEVEN FANCY vor, den sie zudem als Autorin selbst verfasst hat.
    LET'S TALK führt, wie der Titel bereits vermuten lässt, in die Welt von Klatsch und Tratsch.
    Menschen gibt es wie Sand am Meer. Die Welt ist voll davon - klein, groß, dick, dünn, hell, dunkel, männlich, weiblich - aber eines ist ihnen (fast) allen gemein: Sie beobachten, belauschen, belächeln und bereden einander.
    Da geht es uns ganz genauso. Und auch Alisha Bionda macht hier keine Ausnahme. Im Gegenteil, sie genießt diese Disziplin und teilt ihr Erlebnis umso lieber mit ihr vertrauten Personen. So stehen wahre Freunde und die Autorin höchstselbst Pate für die Hauptprotagonisten dieser munteren Stories.
    Wir Leser dürfen uns an einem spritzigen Potpourri aus echtem Leben und kreativer Phantasie erfreuen und uns ein ums andere Mal wiedererkennen.


    45 vielfältige Plots, die nach Belieben sowohl am Stück als auch je nach Gelegenheit einzeln gelesen werden können, bieten amüsante Unterhaltung.


    Nach persönlichen Worten der Autorin, einem übersichtlichen Inhaltsverzeichnis, Widmung und Dank geben zunächst Tanya Carpenter und Melanie Stone einige Informationen zum Inhalt in ihrem gemeinsamen Vorwort preis.
    Und dann geht es auch schon los - LET'S TALK ...


    Rund um den AMTSSCHIMMEL lernen wir Kollegin Susan und den frechen Punk Jojo kennen. Herr Müller, ob in String-Tanga oder Boxer-Shorts, kann getrost ignoriert werden. Susan ist quasi das genaue Gegenteil der Ich-Erzählerin. Doch wie heißt es schön: Gegensätze ziehen sich an. Eine sehr gute Freundschaft entsteht.
    Die beweist sich auch in zahlreichen Tipps, wie zum Beispiel ,Cellulite den Kampf angesagt!' Doch die erste Trainingsstunde als GLITZERKLÖSSCHEN im Fitness-Studio endet im Desaster. Egal! Trotz Eieruhrfigur schmeckt die Kalorienbombe immer wieder gut, und WIE GUT ... Was nützt es schließlich, auf die Figur zu achten, wenn sich der anvisierte MACHO ohnehin nur als uninteressanter, durchschnittlicher Jammerlappen entpuppt?!
    Susan schlägt einen Besuch im Tierheim vor. Ein Kater gegen Einsamkeit im Single-Dasein. Gesagt, getan. Fragt sich nur, wer hier wen erwählt. Nichtsdestotrotz hat zu Hause nun SHANDRA die Hosen an. Vielleicht klappt es im Tierreich besser mit der Männerwahl ...
    Männerprobleme haben allerdings auch andere. Selbst wenn sie es nicht wissen oder nicht wahr haben wollen. Für Freundin Angie jedenfalls heißt es nun JUST MARRIED.
    Es ist aber auch wie verhext mit dem vermeintlich starken Geschlecht. Selbst Wolfgang, der Mann aus vergangenen Tagen, schafft es auch heute noch, das mutige Löwenherz in ein schwaches HASENHERZ zu verwandeln.
    Linda, das Maß aller Dinge ist ebenso ein Gegensatz wie Susan. Dabei wird es aber auch bleiben, denn die SCHICKERIA ist eben eine Welt für sich.
    Gut, dass hingegen auf Susan Verlass ist. Wenn man sich unglücklich in den FROSCHKÖNIG verliebt, sollte man besser auf ihre Worte hören. Sonst verliert das Märchen im Alltag seinen Zauber.
    Während Susan mit ihrer besseren Hälfte kuschelt und Jojo seine aktuelle Eroberung genießt, gestalten sich die Single-Abende trotz Kater besonders einsam. Eine Affäre muss her! SAFER SEX versteht sich. Noch sicherer ist natürlich gar kein Sex ...
    Wenn schon kein Mann, dann wenigstens ein JAGUAR-E-TYPE-CABRIO. Doch wenn DAS TRAUMAUTO nicht dem Traummann gehört, ist auch hier kein Land in Sicht.
    Wenigstens der Kater demonstriert an seinem MORDTAG, wer der Herr im Hause ist.
    Vielleicht wäre ein FACELIFTING der Garant gegen das Älterwerden und für den Erfolg beim männlichen Geschlecht?
    Auch Michael entpuppt sich lediglich als GELIEBTER SCHUFT, der die Goldene Gans zum Schröpfen sucht. Schade, wieder nichts!
    Doch bevor sämtliche Hoffnungen auf immer und ewig dahinschwinden kommt Ben, der LADYKILLER schlechthin. Ein Macho wie er im Buche steht. Männlich, attraktiv, das Ziel genau vor den Augen. Leider heißt das Ziel Jojo ...
    Zurück zum Schwarzgelockten aus der Lieblingssoap. Sichtlich EINGESEIFT lässt sich dieses Verhältnis wenigstens ohne Reue genießen.
    Abwechslung bietet ein Abend bei Medium Doreen. Doch die SÉANCE erweist sich als Hokuspokus mit Weihrauch. Dennoch fühlt man sich plötzlich nicht mehr allein ...?
    Möglicherweise hilft ein Wechsel der Haarfarbe. Ob man als blondierter MÄNNERTRAUM bessere Chancen hat?
    Probleme gibt es auch an anderer Stelle. Selbst mit Mann im Haus kann einem eine ausgefeilte ALLERGIE gehörig die Suppe verhageln.
    Manch Frau hat gar keinen Mann, andere hingegen gleich zwei. Überraschend, dass selbst die überaus korrekte Susan es mit der TREUE nicht so genau nimmt.
    Nichtsdestotrotz steht nun ein Konzert an. Den Spaß wird nicht einmal Verena, eine jener ZEIT-DIEBE, mit ihren Möchtegern-Problemen vereiteln. Freundschaft ist gut, Campino ist besser!
    Angie entwickelt sich zu einer spezielle Freundin. Sie führt ein gänzlich anderes Dasein. Man lebt sich auseinander. Vorbei ist's mit der HERZENSFREUNDIN.
    Eine Tür schließt sich, eine andere wird geöffnet ... Biggi, ein ähnliches Exemplar wie Linda. Die Elite der Gesellschaft - oder in anderen Worten: SNOBS UND ANDERE ÄRGERNISSE.
    Dann doch lieber einen fröhlich-bunten ÖKO-GARTEN mit allerhand Getier und ein Schwätzchen mit der SPIEGELFRAU. Oder aber mit Susan, über die PUBERTÄT und die Geheimnisse des Lebens ...
    Ob NACHTAKTIV oder tags beim Training, ein neuer Schwarm ist nötig. Ville Valo von HIM ist ein geeigneter Kandidat.
    Und auch zu Zeiten, in denen weit und breit kein Liebster in Sicht ist, schadet es nicht, ein LIEBESREZEPT in der Schublade zu haben.
    Zeit für einen weiteren Vierbeiner, der die einsamen Spaziergänge bereichert. Nach kurzer Unentschlossenheit fällt die Wahl auf JAMILA, die schöne Windhündin. Mit ihren rehbraunen Augen bestimmt sie fortan den Tagesablauf.
    Andere Kontakte sind ebenso wichtig für das Seelenheil. Dank Internet so leicht wie nie. Selbst der schlimmste Tag ist gerettet, wenn es wieder heißt MAIL VON ...
    Es existieren natürlich noch weitere Optionen, den Tag zu gestalten. Zum Beispiel im KAUFRAUSCH. Geeignet für Un-Tage und Hoch-Tage. Nutznießer finden sich immer. Nur TROLLS UND ANDERE UN-MENSCHEN gehören sicher nicht dazu.
    Vom CATWALK zur COUCH-POTATOE ist der Weg nicht weit, allerdings ist nicht jeder gleichermaßen hierzu geeignet.
    Oftmals ist ein Tapetenwechsel sinnvoll, um den Weg zur inneren Ruhe zu beschreiten. BOXENSTOPP MALLORCA - Die Sonne geht auf!
    Neues Heim in weiter Ferne schützt jedoch vor HORRORBESUCH nicht. Schon gar nicht, wenn Frau ihn selbst ins Haus holt. Beatrix, Be, hat leider wenig Anteilnahme an der Freude anderer, und so wird das Haus am Meer schnell zum Graus' am Meer. Schlimmer sind nicht einmal die HONIGSÜSSEN.
    Gut, wenn sich eine neue Bekanntschaft ergibt. Besser noch gleich zwei, wie im Falle der TWINS Tina und Isa.
    Aber auch die neue Existenz entbehrt der zweiten Hälfte an der Seite. Da wirkt DIE SAHNESTIMME eines netten Freundes wie Balsam auf der Seele.
    Ansonsten hält das INSELLEBEN alles bereit, was das Herz begehrt. Das Normalo-Leben im Normalo-Haus bietet weit mehr, als jede erdenkliche PARTYTIME in Dekadenz.
    DER ERRÖTENDE sorgt schüchtern für das Sahnehäubchen. Ganz unverbindlich für eine gewisse Zeit ...
    Ob Traumjob oder TSUNAMI, auf die INNERE HEIMKEHR kommt es schlussendlich an. Und die ermöglicht nur der Richtige, der Einzige, den zu finden es gilt.
    Wohl derjenigen, der dieses Glück zuteil wird!


    Alisha Bionda gibt ihre Geschichten in erster Person Singular wieder und schafft damit eine unmittelbare Nähe zum Leser. Obwohl nicht jede Erzählung autobiografischer Natur ist, ist eine gewisse Realitätsnähe nicht von der Hand zu weisen. Die Thematik der unterschiedlichen Beiträge spiegelt das Zeitgeschehen optimal wider. Von Figurproblemen, über Männer, bis zum Wahrheitsgehalt von Freundschaften und den kleinen Sorgen des Alltags ist alles vertreten, was die typische Frau von heute beschäftigt.
    In lockerem Stil und moderner Sprache schreibt die Autorin frei von der Leber weg.
    Facettenreich und auf den Punkt gebracht erlebt der Leser amüsante Unterhaltung zwischen Ernsthaftigkeit und Augenzwinkern.
    Optisch sorgt einmal mehr Gaby Hylla für Highlights. Neben der Covergrafik setzt sie Vorwort und 28 Episoden dreidimensional um. Das größere Format der Broschur kommt dem Augenschmaus hierbei zweifelsohne zugute.
    Kleine florale Elemente dienen als hübsche Szenentrenner.
    Für das kontinuierliche Reihenlayout zeichnet das Atelier Bonzai verantwortlich. Papier und Druck sind tadellos.


    Im Anhang folgen Nachwort und Hintergründe zu Alisha Bionda und Gaby Hylla.


    Fazit:


    Der Ernst des Lebens in fröhlich-frecher Verpackung!
    Alisha Bionda schreibt vom Leben wie ihr der Schnabel gewachsen ist und trifft dabei so manchen Nagel unfehlbar auf den Kopf.
    LET'S TALK - Kurzweiliger Lesespaß für jede Gelegenheit!

    Inhalt lt. Klappentext:


    Verena Seiler kann die Gesundheit von Menschen in deren Aura lesen. Doch der Leiche, die sie nachts im Park findet, hilft ihre Gabe nicht mehr.


    Der Fund setzt eine unheilvolle Kette von Ereignissen in Gang.


    Als Verena zur Pflege einer alten Dame auf das einsame Herrenhaus Weißenbach gerufen wird, ahnt sie nicht, dass sie sich dort in einen besonderen Mann verliebt. Bald weiß sie nicht mehr, wo sie hingehört, denn ihre Gefühle und ihre Gabe sprechen eine unterschiedliche Sprache. Schließlich kommt sie einem düsteren Geheimnis auf die Spur


    Rezension: Idee, Umsetzung, Meinung


    Linda Budinger machte sich bereits mit Romanen zum Rollenspiel DAS SCHWARZE AUGE (DER GEISTERWOLF, GOLDENER WOLF, EISWOLF), und nicht zuletzt dem Auftakt ihrer All-Age-Trilogie um DIE GREIFENRITTER VON ALNORIS (DIE NEBELBURG) einen Namen. UNTER DEM VOLLMOND beschert uns die Autorin nun den fünften Band der exquisit gestalteten Sammleredition ARS LITTERAE, die im Jahre 2009 das Licht der Welt erblickte und seither die geneigte Leserschaft regelmäßig mit einem Verbund von Text und Kunst verwöhnt.


    Noch 1989 ist Verena Seiler ein ganz normaler Teenager im Alter von dreizehn Jahren. Bis zu jenem einschneidenden, alles verändernden Unfall, bei dem Vater, Mutter und die kleine Schwester im grünen Lichtschimmer diese Welt verlassen.
    Vierzehn Jahre später kommt ihr diese plötzlich erwachte Gabe, den Gesundheitszustand eines Menschen zu erkennen, als Pflegekraft zugute. Es ist niemals leicht, die Aura eines sterbenden Menschen verblassen zu sehen. Nach vollendetem Studium wäre sie als Ärztin vielleicht in der Lage, rechtzeitig entgegen zu wirken.
    Auf ihrem Heimweg um den Blankenrainer Park holt sie ihre Fähigkeit erneut ein, als sie zwischen der Bepflanzung eine olivgrüne Aura ausmacht, die typisch für leblose Körper ist. Und der Mörder scheint sich noch in unmittelbarer Nähe zu befinden. Ein Wettlauf gegen die Zeit und ihren Verfolger...
    Verena kann nach dem Schreck erst einmal bei ihrer Freundin Martina Renser, kurz Tina, unterkommen. Eine Schutzverwahrung lehnt sie ab.
    In den nächsten Tagen beherrschen Meldungen über den neuen ‚Lumpensammler-Mord’ die Medien. Selbst Verenas Foto macht die Runde. Doch diese ungewollte Berühmtheit kostet sie den Job. Nicht nur das. Beim Verlassen des Klinikgeländes scheint ihr erneut ein Verfolger dicht auf den Fersen.
    Ein Segen, wartet bereits ein neues Arbeitsangebot in der angesammelten Post auf sie. Wolf von Hagendorf benötigt für den Zeitraum von sechs Wochen eine Pflegerin für seine körperlich leidende Mutter, Sidonie von Hagendorf. Ein guter Anlass, dem Presserummel und dem großen Unbekannten zu entfliehen, der laut Aussage ihrer Nachbarin bereits vor ihrer Wohnungstür herumlungerte. Für ihre Pläne bezüglich des Studiums kommt ihr ein wenig Ruhe in der Lüneburger Heide, weitab vom Schuss, ebenfalls gelegen.
    Nach ihrer Ankunft in Weißenbach wird sie zunächst von Hagendorf herumgeführt. Ein Gebäude mit Geschichte und ungewöhnlichem Grundriss erwartet sie. Es beinhaltet den alten, historischen Kern, umgeben von neuen Mauern und zusätzlichen Seitenflügeln für Garage, Werkstätten und Wirtschaftsräume. Das Interieur stammt aus verschiedenen Stilepochen, ergibt dennoch ein gefälliges Gesamtbild. Wolf und Sidonie von Hagendorf wirken wie Relikte einer vergangenen Zeit.
    Der Gesundheitszustand Sidonies gibt Verena Anlass zur Sorge, geht er doch deutlich über die Möglichkeiten häuslicher Pflege hinaus. Sie befürchtet, die zerbrechliche, alte Dame wird ihre Kur im französischen Heilbad Valedom gegebenenfalls nicht mehr antreten können.
    Nichtsdestotrotz spielt sich mit den Tagen ein regelmäßiger Rhythmus ein. Nach der morgendlichen Grundversorgung hat Verena ein paar Stunden zur freien Verfügung, in denen sie sich die mitgebrachten Lehrbücher und Unterlagen der Uni vorknöpft. Schließlich das Mittagessen, gelegentliche Aufgaben am Nachmittag, Abendessen und Vorbereitungen zur Nacht. Dazwischen bleibt der jungen Frau ausreichend Zeit, sich in Weißenbach umzuschauen und sich einen groben Plan zu machen.
    Ihre Briefe an ihre Freundin bleiben unbeantwortet. Es gibt keine Verbindung zur Außenwelt.
    Die labyrinthischen Gänge und Treppen, geheime Türen, die dunklen Ölgemälde und die allseits herrschende Finsternis schlagen ihr nach geraumer Zeit aufs Gemüt. Nicht allein der Staub der Jahrhunderte lastet auf dem alten Herrschaftssitz. Auch die Patientin bleibt der Pflegekraft fremd und verhält sich wenig zugänglich.
    Da von den Hagendorfs wahrlich nichts über die Familie oder sonst irgend etwas zu erfahren ist, macht sich Verena auf eigene Faust auf die Suche nach Fakten und durchstöbert die alten Schreibtische der verlassenen Zimmer nach Unterlagen zur Geschichte des Hauses und seiner Bewohner.
    Anstatt Abstand von den schrecklichen Ereignissen in Blankenrain zu gewinnen und zur Ruhe zu kommen, fühlt sie sich zunehmend unwohl. Von unheimlichen Empfindungen und dem starken Gefühl, beobachtet zu werden, heimgesucht, plagen sie innere Unruhe und wenig erholsamer Schlaf mit mystischen Träumen.
    Ob dies allein an der fremden Umgebung liegen kann?
    Wispernde Stimmen und Phantome im Spiegel wähnen sie kurz vor einem seelischen Zusammenbruch.
    Als Verena schließlich eine Warnung vom Gärtnergehilfen erhält, fasst sie einen Entschluss. Zeit, dem unheimlichen Anwesen den Rücken zu kehren. Doch wie weit wird sie schlussendlich kommen?


    In sechzehn Kapiteln, Pro- und Epilog gewährt uns Linda Budinger in dritter Person Singular Einblick in einige turbulente Wochen der alleinstehenden Studentin und Krankenpflegerin Verena Seiler.
    Der Prolog offenbart anhand eines tragischen Unfalls Verenas drittes Auge, das im Leben der jungen Frau sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich führt.
    Im Folgenden bedient sich die Autorin einer grausamen Mordserie, gefährlicher Verfolgungsjagden, eines imposanten, wenn auch finsteren Herrensitzes fernab der Zivilisation, einer Familie gehobener Gesellschaft mit einer Jahrhunderte zurückreichenden Geschichte und forschungswütigen Wissenschaftlern, um das Fundament für einen atmosphärischen Roman zu erschaffen, der Gegenwart und Vergangenheit vereint.
    Die Handlung wird von einer Handvoll Charaktere getragen. Insbesondere Verena Seiler wirkt auf Grund der realitätsnahen Darstellung ihrer Gedanken und Emotionen glaubhaft und nachvollziehbar. Der Leser erlebt mit ihr die geheimnisvolle Stimmung im Gemäuer, entdeckt mit ihr düstere, verwinkelte Gänge, Geheimtüren sowie alte Dokumente und Bilder mit verblüffender Ähnlichkeit zu lebenden Personen. Auch Träume und Visionen, Stimmen, Geräusche und Gerüche sollen nicht im Verborgenen bleiben. Sie ist alles in allem eine Heldin mit Gebrechen und Ängsten.
    Ebenso sind Sidonie und Wolf von Hagendorf, eingeführt als Mutter und Sohn, ein entzückendes Gespann mit allerhand Potenzial.
    Matthias Fechner, dem vermeintlichen Gehilfen von Gartenbau Engerlich, kommt eine finale Schlüsselrolle zu. Die Ausarbeitung seiner Person ist allerdings relativ flach. Der Grund für sein Engagement im Verlauf der Handlung wirkt etwas schwach. Hier hätte Linda Budinger deutlich mehr herausholen können.
    Vor dem alles klärenden Showdown sorgen überraschende Höhepunkte ebenso wie beiläufig erwähnte Details für angemessene Gänsehaut. Architektonische Finessen, Ansätze der Alchimie und der Blue Moon, jener sagenumwobene zweite Vollmond innerhalb eines Kalendermonats, halten das Gedankenkarussell in Gang.


    Nach einem ausführlichen Glossar verwendeter Begriffe und Titel aus Literatur, Film und Theater folgen Informationen zur Autorin am Ende des Romans.


    ARS LITTERAE hebt sich durch ansprechende Ausstattung handlicher Paperbacks hervor. So bietet auch UNTER DEM VOLLMOND mittels Cover- und Innengrafiken von Andrä Martyna sowie dem obligatorischen Umschlaglayout aus dem Atelier Bonzai Künstlerisches fürs Auge.


    Fazit:


    Spannend, geheimnisvoll und romantisch!
    Linda Budinger fesselt mit abwechslungsreicher Unterhaltung im Stil des klassischen Schauerromans. Nicht nur für Sammler der ARS LITTERAE empfehlenswert.

    Inhalt lt. Klappentext:


    Jahrhunderte voller Emotionen und Sinnlichkeit.
    Eine Reise über die Kontinente.
    Liebende, wie sie unterschiedlicher nicht sein können.


    Nichts vermag Alexandra Romanow vor der Einsamkeit zu bewahren, die sie in ihrem Herzen trägt, seit der Ruf des Blutes sie in die Finsternis lockte.
    Bis sie eines Tages dem Engländer Dylan Montgomery begegnet, der die Schatten der Erinnerung vertreibt und eine Seite in ihr berührt, die sie im Verborgenen wähnte.


    Vor der Kulisse der schottischen Highlands begibt er sich in den Bannkreis der schönen Russin, ohne zu ahnen, wie nah er dem Abgrund aus Blut und Schmerz gekommen ist.
    Doch dann holt ihn Alexandras Vergangenheit ein, und er wird zur Schachfigur in einem Spiel, das keine Regeln kennt.


    Erotikroman über das Leben und Lieben einer Vampirin.


    Rezension: Idee, Umsetzung, Meinung


    Die Österreicherin Linda Koeberl stellt nach diversen Kurzgeschichten in Anthologien wie DAS HERZ DER DUNKELHEIT, SCHATTENVERSUCHUNGEN und HÖLLISCHE WEIHNACHTEN mit BLUTFESSELN, dem vierten Band der düster-phantastischen Reihe ARS AMORIS unter Herausgabe von Alisha Bionda, ihren ersten Roman der Öffentlichkeit vor.
    Die Geschichte über das Leben, Lieben und Leiden der Vampirin Alexandra Romanow spickt Dark Romance mit Erotikelementen.


    Was bedeutet die Ewigkeit?
    Zeit - für die Menschen vergänglich, für die Unsterblichen ohne Bedeutung.
    Liebe - ein sterbliches Begehren, in der Unendlichkeit erfüllt mit Leid.


    Dylan Montgomery, frischgebackener Manager, befindet sich auf der Suche nach einem geeigneten Objekt, um sein erstes eigenes Hotel zu eröffnen, als ihm das Schicksal einen kleinen West Highland Terrier sendet und ihn, inmitten der Abgeschiedenheit der Highlands, zu einer Vollbremsung zwingt. Dem Himmel sei Dank! Sonst wäre ihm wohl das imposante Gebäude aus Back- und Sandstein entgangen, das, umrundet von einer großzügigen Parkanlage, geradezu wie geschaffen für sein Vorhaben scheint. Als ihm trotz wiederholten Klopfens niemand öffnet, wagt er das Risiko und durchschreitet den Eingang zwischen zwei hoch aufragenden Erkertürmen und folgt dem lieblichen Klang des Klavierspiels.
    Sascha Sorokin alias Alexandra Romanow erfüllt den Raum mit ihrer Aura. Dylan erliegt ihrer natürlichen Anmut, ist fasziniert und verunsichert zugleich. Während des vertrauten Gesprächs bei Tee auf der Terrasse verlagert er insgeheim seine Priorität. Er muss Sascha näher kennen lernen! Und plötzlich ist alles ganz einfach. Dylan schlägt ihr eine stille Teilhaberschaft bei dreißig Prozent und einem, eigens für sie zur Verfügung stehenden, Wohnbereich vor und Sascha willigt unumwunden ein.
    In rasanter Geschwindigkeit war es Dylan Montgomery gelungen, Sascha Sorokins Resignation zu brechen. Diese Begegnung purer Magie veranlasst sie, ihr Tagebuch aus der Tiefe der Schublade zu bergen und sich längst vergangene Zeiten in Erinnerung zu rufen...


    1647 beginnend, erfährt Alexandra Romanow wie nahe Freud und Leid beieinander liegen.
    Der Verlust ihres ungeborenen Kindes, der Unfalltod ihrer Eltern, das Dahinscheiden ihres geliebten Mannes und die eigene Krankheit im Angesicht des Todes lassen sie eine folgenschwere Entscheidung treffen: Sergej Petrovsky, ein tageslichttauglicher Vampir, soll sie zu seinesgleichen machen. Da sie keine andere Wahl hat, gewährt er ihr, wenn auch widerstrebend, diesen letzten Wunsch. Die junge Frau begleitet Sergej nach Frankreich. Als seine Mätresse steht ihr jeder nur erdenkliche Luxus zur Verfügung, dennoch beherrschen Blut, Tod und Selbsthass viele Jahre ihr Dasein. Alexandra hat große Schwierigkeiten, sich als Vampir von den Menschen zu ernähren. An die grandiosen Errungenschaften moderner Medizin, wie beispielsweise Blutkonserven, war zu damaliger Zeit nicht einmal zu denken.
    Die Verbindung der Daywalker war nicht von Dauer. Als Alexandra nach einem heftigen Streit durch die Gassen Paris´ irrt, gerät sie in ernste Gefahr. Christos Kaligaris, ein Nightstalker aus Griechenland, erweist sich als Retter in der Not. Ihre Schwächen sind seine Stärken und umgekehrt. Sie ergänzen sich auf wundersame Weise. Und obwohl sich die beiden Spezies in der Regel mit Misstrauen und Ablehnung begegnen, beschreiten Alexandra Romanow und Christos Kaligaris voller Hoffnung und Optimismus zusammen neue Wege. Sie genießen als Freunde die Leidenschaft der Jagd und die Wonnen der Lust. Niemals miteinander... bis Christos sie schließlich, von Eifersucht geplagt, mit dem Blutkuss an sich binden will. Doch ist Alexandra bereit, eine Verbindung für die Ewigkeit mit ihm einzugehen?
    Amerika, Land der Freiheit - Calypso, ein Handelsschiff im Hafen von Calais, die Eintrittskarte. Lediglich Sophie Colbert soll um die wahre Identität des 'jungen Matrosen' wissen.
    Vampire empfinden Lust nicht geschlechtsgebunden. So vereint Alexandra und Sophie schließlich tiefe Leidenschaft, bis sich ihre Wege im Hafen von New Orleans trennen.
    Das Treiben der Stadt, der Rhythmus der Menschen, der Ruf des Blutes führen Alexandra Romanow in den Club Noir, wo ihr die Besitzerin, Baccara, eine Anstellung als Sängerin anbietet. Einsamkeit wird durch Blutgier kompensiert. Als ihr Richard Anderson, ein charmanter Plantagenbesitzer, den Hof macht, keimt der Glaube an ein neues Glück auf. Geschenke und Einladungen bescheren ihr den Neid der anderen. Er behandelt sie respektvoll und ebenbürtig. Sie teilen nicht nur die Trauer über den Verlust eines geliebten Menschen. Ist dies die Chance auf eine neue Liebe, auf etwas Normalität in ihrer Existenz?
    Auch dieses Mal scheint ihr das Glück nicht hold. Die Schottischen Highlands sind nun ihr auserkorenes Ziel. Isolation zum Zwecke der Selbstfindung. Ruhe, um das Seelenheil genesen zu lassen. Die Vampirin hat sich für ein Leben ohne Liebe entschieden!
    Dieser Plan steht auf wackeligen Beinen, als ihr in Daniel die Liebe auf den ersten Blick begegnet. Wahre Gefühle, pures Vertrauen, tiefes Verlangen.
    Doch einmal mehr vereitelt Christos Kaligaris die glückliche Fügung. Schmerz und Verdammnis - wird es jemals enden?


    Zurück in der Gegenwart nehmen die Umbaumaßnahmen am Gebäude Gestalt an. Dylan Montgomery ist sich seines Erfolges gewiss. Dennoch findet er einen geschäftlichen Grund - oder vielmehr eine Ausrede? - Sascha Sorokin in Dingwall aufzusuchen. Das anfängliche Knistern formt sich zur leidenschaftlichen Explosion.
    Findet Alexandra Romanow in diesem Jahrhundert ihre wahre Liebe?
    Oder holt sie ihre Vergangenheit ein?


    In fünf Kapiteln mit vorangestelltem Prolog fasst Linda Koeberl die unsterbliche Existenz der Alexandra Romanow im Zeitraffer zusammen.
    Ausgehend von der Gegenwart, die wechselnd aus der Sicht Dylan Montgomerys in dritter Person Singular und aus der Perspektive Sascha Sorokins, in vergangenen Zeiten jene Alexandra Romanow, in erster Person Singular dargestellt wird, lebt der Roman von den Rückblicken der Vampirin auf ihr rund dreihundertfünfzigjähriges Dasein, ebenfalls in erster Person Singular.
    Im siebzehnten Jahrhundert nimmt das Schicksal seinen Lauf. Personen kommen und gehen. Liebe wird zu Leid. Zurück bleibt die Einsamkeit.
    Alexandra Romanow hat die Kontinente gewechselt, ihre Erfahrungen gemacht und bleibt dennoch über alle Zeiten eine hoffnungslose Romantikerin. Jahrhunderte können nichts gegen ihre Zerrissenheit bewirken und so schwelgt sie in grenzenloser Melancholie.
    Die Autorin erfasst nachhaltig die Atmosphäre der einzelnen Meilensteine und vermittelt nachvollziehbar Verzweiflung und Hilflosigkeit ihrer Hauptfigur.
    Die verschiedenen Lebensabschnitte ergeben en gros ein gelungenes, homogenes Gesamtbild. Lediglich dem vierten Kapitel, der Erzählung um Daniel MacKenzie, hätte weniger Dramaturgie besser gestanden. Dies macht Linda Koeberl jedoch wett, indem sie dem Abschluss des Romans im fünften Kapitel eine Überraschung gönnt, die der von Alexandra Romanow empfundenen Ausweglosigkeit die nötige Glaubwürdigkeit verleiht. All ihre Bitterkeit und der über lange Zeit entstandene Schmerz erfahren noch einmal ihre Berechtigung.
    BLUTFESSELN ist eine solide Mischung aus Vampirmythos und Liebesroman. Erotische Einschübe sind überlegt platziert und fügen sich angenehm ins Geschehen. Experimentierfreudigkeit der Autorin zeigt sich jedoch lediglich in der Erwähnung gleichgeschlechtlicher Intermezzi zwischen männlichen sowie weiblichen Akteuren.
    Einen interessanten Ansatz bietet Linda Koeberl mit der Differenzierung ihrer Vampire in Daywalker und Nightstalker, die sich bereits in der Vorgehensweise ihrer Wandlung unterscheiden.
    Der Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit ist der Autorin sehr gut gelungen. Der flüssige Schreibstil ermöglicht einen gleichmäßigen Lesefluss. Sprachlich gibt es kaum etwas auszusetzen. Hier und da haben sich im Bereich vergangener Zeiten einige moderne Ausdrücke eingeschlichen, insgesamt klingt die Geschichte um Alexandra Romanow dennoch rund.


    Optisch überzeugt der vierte Band der ARS AMORIS auf ganzer Linie.
    Papier und Druck sowie Umschlagsgestaltung des Atelier Bonzai und effektvolle Cover- und Innengrafiken von Crossvalley Smith zeugen von hoher Qualität.


    Fazit:


    Mit BLUTFESSELN erwartet den Leser eine emotionale Darstellung einer Jahrhunderte andauernden Existenz.
    Die Autorin bewegt sich zwischen Vampirmythos, Liebesroman und erotischen Passagen.
    Klassisch und stimmungsvoll, zudem wunderbar illustriert!

    Inhalt lt. Amazon:


    Der junge Anwalt Sebastian Schneider bekommt eines Tages einen seltsamen Brief: die erste Strophe des Liedes »Hänschen klein« und das innige Versprechen einer Frau, dass sie und ihr Hans bald wieder vereint sein werden. Sebastian glaubt an einen Irrtum. Er ahnt nicht, dass er einen Liebesbrief in den Händen hält, der sein Leben zerstören wird: den Brief einer Mutter, die – totgeschwiegen, totgeglaubt, dem Wahnsinn verfallen – auf der Jagd nach ihrem Sohn ist. Und bereit, für ihr Hänschen klein über mehr als eine Leiche zu gehen …


    Rezension: Idee, Umsetzung, Meinung


    Für Andreas Winkelmann ist das Schreiben nicht nur Leidenschaft, sondern Berufung. Seine Faszination gilt dem abgrundtief Bösen. Dass er davon so einiges versteht, zeigt der Thriller TIEF IM WALD UND UNTER DER ERDE, der die Bestsellerlisten im Nu eroberte. Mit seinem neuen Werk HÄNSCHEN KLEIN hofft er, an diesen Erfolg anzuknüpfen.


    Der Prolog lenkt den Blick des Lesers auf ein Ereignis in der Vergangenheit.
    Ellies Schwangerschaft ist willkommene Entschuldigung für ihre Reizbarkeit, die Stimmungsschwankungen, eine unkontrollierte Fresssucht und...
    Kann dies wirklich alles erklären? Peter Brock hegt Zweifel. Er hat Angst. Zu Recht, fällt auch er dieser Frau schließlich zum Opfer.
    Einsamkeit, Stille, Dunkelheit, Tod - aus der Spieluhr erklingt eine alte Kinderweise.
    Szenenwechsel, drei Jahre später: Der kleine Junge kann sich nicht erklären, was vor sich geht. Panik, Tumult und ein Versprechen seiner Mama. Niemand nimmt ihn ihr weg, sie wird ihn finden, überall!


    Hänschen klein ging allein in die weite Welt hinein.
    Stock und Hut stehn ihm gut, ist ganz wohlgemut.
    Aber Mutter weinet sehr, hat ja nun kein Hänschen mehr...


    Gegenwart: Sebastian, aufgewachsen auf dem außerhalb gelegenen Hof bei Edgar und Anna Schneider, die eine Hannoveranerzucht betreiben, hat gerade sein Studium beendet und seine Karriere bei Oltmanns, Steyer und Riedelsberger, der renommiertesten Kanzlei der Stadt in Gang gebracht. Spezialisiert auf Arbeits- und Vertragsrecht, muss er sich jedoch Oltmanns´ Willen fügen und bearbeitet mit wenig Vergnügen seinen ersten Mordprozess. Nach einem anstrengenden Tag kehrt er des Abends auf den Hof zurück und findet einen an ihn adressierten, violetten Briefumschlag ohne Absender vor. Im Inneren die erste Strophe des Liedes Hänschen klein und eine an Hans gerichtete Nachricht, die eine Handlung aus Liebe beteuert. Da Sebastian sich nicht angesprochen fühlt, misst er dem Brief keine Bedeutung bei und entsorgt ihn unversehens.
    Als er am nächsten Morgen nach einem kurzen Ausritt auf Wallach Falco in die Kanzlei fährt, gibt es einen großen Knall. Während der fünfundvierzigminütigen Fahrt durch den Berufsverkehr grübelt er über seinen aktuellen Fall. Den heranbrausenden Wagen bemerkt er zu spät. Dennoch erweist sich der Unfall als Glück im Unglück. Sebastian hat keine schwerwiegenden Verletzungen davongetragen und auch die Unfallverursacherin kommt mit zwei angebrochenen Rippen, einer Gehirnerschütterung und einer genähten Wunde davon.
    Saskia Eschenbach. Sebastian entscheidet, die Verletzte im Krankenhaus zu besuchen. Sie verstehen sich auf Anhieb ausnehmend gut. Seine Gedanken kreisen immerzu um ihre schwarzen Haare und ihre dunklen, lebendigen, tiefgründigen Augen. Die Sympathie beruht auf Gegenseitigkeit. Der Beginn einer harmonischen Zeit in Zweisamkeit - doch es kommt anders als gedacht. Das Grauen zieht immer engere Kreise um den Schneiderhof, um Sebastian und seine Lieben...


    Andreas Winkelmann erfindet mit HÄNSCHEN KLEIN das Rad zwar nicht neu, bietet mit einer aufeinander abgestimmten Mischung aus Thriller, Mystery und hier und da gestreuten Horrorelementen solide Unterhaltung im flüssig-fesselnden Schreibstil.


    Pro- und Epilog sowie der zweigeteilte Hauptpart der Geschichte werden durchweg in dritter Person Singular aus unterschiedlichen Blickwinkeln wiedergegeben. Die einzelnen Kapitel sind in der Gegenwart mit entsprechenden Wochentagen des chronologischen Ablaufs überschrieben. Innerhalb der Erzählung wechselt der Autor dann und wann die Schauplätze des Geschehens. Somit erhält der Leser Einblick in mehrerlei Situationen und vermag die unterschiedlichen Handlungsstränge wie ein Puzzle zu einem großen Ganzen zusammenzusetzen. Trotzdem recht früh abzusehen ist, wie Personen und Vorkommnisse zusammenhängen, tut dies der Spannung keinen Abbruch.
    HÄNSCHEN KLEIN lebt von der düsteren Atmosphäre, den detailreichen Beschreibungen und der Gänsehaut, die gerade zwischen den Zeilen entsteht.
    Winkelmanns Naturverbundenheit und Offenheit gegenüber mystisch-spirituellen Einflüssen geben dem Setting den gefälligen Feinschliff. Inspiration bieten ihm beispielsweise die Rituale der Naturvölker und die Vorstellung, dass der Geist des Menschen auch körperlos fließen kann. Seine Leidenschaft für Gruselgeschichten ist ebenso unverkennbar.


    Im Fokus des Romans steht zweifelsohne der aufstrebende Junganwalt Sebastian Schneider. Teil einer regelrechten Familienidylle, die abgeschieden in Ruhe und Frieden eine eigene Welt bildet, werden ihm düstere Familiengeheimnisse, längst verdrängt doch niemals vergessen, schlussendlich zum Verhängnis. Edgar und Anna Schneider werden als bodenständiges, verlässliches Ehepaar dargestellt. Saskia ist die hübsche, selbständige Innenarchitektin, in der Sebastian seine große Liebe findet.
    Die Weichen für eine glückliche, erfolgreiche Zukunft scheinen gestellt... Wäre da nicht die große Unbekannte, die dem allen schließlich ein Ende setzt.
    Der Bösewicht ist in HÄNSCHEN KLEIN von massiger Gestalt und noch dazu dem Wahnsinn verfallen. Die ermittelnden Beamten, allen voran Oberwachtmeister Uwe Hötzner und Kriminalhauptkommissar Derwitz, spielen eine untergeordnete Rolle, was die Handlung jedoch keinesfalls negativ beeinflusst.
    Andreas Winkelmanns Figuren erfüllen tendenziell das eine oder andere Klischee, bieten dennoch genug Eigenpotenzial, um interessant zu wirken.


    Gedanken, Emotionen und Interaktionen halten den Leser bei Laune. Es fehlt nicht an Dramaturgie.
    Mit dem Epilog und dem Satz zum Ausklang des Thrillers "Noch lange nicht zu Ende..." sorgt der Autor für einen kräftigen Widerhall seiner Geschichte in den Gedanken der Leserschaft.


    HÄNSCHEN KLEIN erscheint als praktisches Taschenbuch zum günstigen Preis.
    Optisch ähnelt die Aufmachung dem Vorgänger TIEF IM WALD UND UNTER DER ERDE. Im Hintergrund ein zum Inhalt passendes Tor aus Holz, vorn bis etwa zur Mitte des Covers glänzende, rote Farbe im Sinne einer Blutlache.


    Fazit:


    Mystisch, spannend, grauenhaft!
    Andreas Winkelmann spielt mit der Psyche des Menschen. Eine bemerkenswerte Gratwanderung zwischen bedingungsloser Liebe, unkontrollierter Raserei und abgrundtiefem Hass.

    Bin gerade darüber gestolpert, dass Rachel Caines Haus der Vampire im Juli mit Ball der Versuchung fortgesetzt wird.


    Per Suche konnte ich es nicht finden und diesen Thread habe ich komplett durchgeblättert, ob es schon gelistet ist - den alten Thread lasse ich aber lieber ruhen, wird zu teuer... :yikes


    (Übrigens ist mir dabei aufgefallen, dass hier arg viele Wiederholungsposts drin stecken und ganz oft das Themenfeld nicht genutzt wird.
    Soll kein Gemecker sein, nur ein Hinweis auf Confiances Eingangspost. :wave)

    Nach geraumer Axolotl-Abstinenz habe ich dann doch wieder die Herausforderung angenommen ...


    Einige Passagen bzw Phrasen hatten in der Tat was für sich, überwiegend jedoch empfinde ich es als einfach nicht runde Sache, was die gute Frau da zusammengetragen hat.


    Von besagter Sprachgewalt oder Wortgewandtheit oder wie es hieß leider wenig Spuren ... Oder ist das eine Definitionssache?


    Aber ich gebe noch nicht auf, ganz durch bin ich ja noch nicht.

    Band 1 aus der Reihe SEVEN FANCY von Alisha Bionda (Hrsg.)


    Klappentext:


    Bettina Müller – jung, modern und sexy – ist auf der Suche nach dem Mann fürs Leben.

    Eben eine Frau wie du und ich.


    Doch wenn das Tier in ihr erwacht, geht es den Schurken an den Kragen, denn sie wird zur Superheldin.


    Zur Werwölfin.


    Frisch, frech, fetzig, fröhlich, flott, fantastisch, fabulös - das ist SEVEN FANCY.



    Idee und Umsetzung


    SEVEN FANCY, die jüngste Reihe des Sieben Verlags unter Herausgabe von Alisha Bionda erscheint zweimal jährlich im Juni und November in Form einer Kurzgeschichtensammlung oder eines Romans.
    SEVEN FANCY trifft den Nagel auf den Kopf, verbindet dabei Fantasy mit Humor und zwar kurz und bündig, auf den Punkt gebracht.
    Den Auftakt macht hierbei Mark Staats mit seinem frechen Episodenroman
    BETTINA MÜLLER – WERWÖLFIN MIT SEXAPPEAL.


    Bettina Müller, einigen Lesern schon durch das gleichnamige Online-Special auf Literra bekannt, ist eine neunundzwanzigjährige, quirlige Person von gerade mal 1, 62 m Größe, die aus einer idyllischen Neubausiedlung eines kleinen Kuhkaffs in Norddeutschland stammt. Ein einfaches Mädchen vom Lande. Langweilig? Nicht im Geringsten! Bettina hat einiges auf dem Kasten. Und nicht zuletzt: Sie ist ein Werwolf!
    Wie es vor drei Jahren dazu kam, erfahren wir in einer Rückblende im PROLOG.
    Ein gemeinsamer Urlaub soll der angeknacksten Beziehung von Bettina und ihrer besseren Hälfte Stefan neuen Schwung geben. Frohen Mutes stapfen die beiden durch Irlands Flora und Fauna. Über Wiesen, durch Wälder… Zivilisation – Fehlanzeige. Schafe, Kühe, Grün so weit das Auge blickt. Ruhe und Erholung in wilder Natur.
    Als sie urplötzlich von einem Mann überfallen werden, haut es Stefan zunächst aus den Socken. Glücklicherweise kommt Roger, ein Arzt aus Dublin zu Hilfe. Doch nicht nur das. Er meint, Bettina sei die Richtige, die geborene Heldin, und bietet ihr die Verwandlung zum Werwolf an. Wer würde da nein sagen? Bettina jedenfalls nicht!
    Im Folgenden spiegeln zwölf Episoden rund ein Jahr aus dem Leben der Bettina Müller wider. Und das ist, insbesondere als Werwolf, gar nicht so einfach zu handhaben. Über Mangel an Alltagsproblemen und Abenteuern kann sich das rothaarige Rasseweib ganz sicher nicht beklagen. Lediglich das vermeintlich starke Geschlecht ist heillos überfordert.
    Aber ein Werwolfdasein ist schon cool! All die verbesserten Sinne, die Kraft und Schnelligkeit. Man kann der Menschheit jede Menge Gutes tun…
    Doch was, wenn man unter einer TIERHAARALLERGIE leidet? Und noch dazu die Flöhe! Taschentücher und Flohhalsband werden zum ständigen Begleiter. Das ist dann nicht das Nonplusultra, stylish schon gleich gar nicht. Die unschönen Krallen lassen sich mit grünem Nagellack behandeln – das passt…
    Bettinas Büroalltag bei der Zappel Landmaschinen GmbH ist relativ entspannt. Wenn der Juniorchef, Typ Dressman mit Zahnpastalächeln, nicht gerade auf die letzte Minute Präsentationen und Jahresrahmenverhandlungen benötigt, bleibt ausreichend Zeit für Modemagazine und Kaffee. Nach Feierabend wartet dann Rocky, der Schäferhund von nebenan, am Zaun. Sprichwörtlich spitz wie Nachbars Lumpi. Ganz nebenbei vereitelt Bettina ein paar Drogengeschäfte.
    Da Werwölfe auch unter dem PMS leiden, sind die Tage vor den Tagen kein Zuckerschlecken für Bösewichte. Chaos in der Gefühlswelt und Kräfte unter Kontrollverlust. Alkohol und Werwolf verträgt sich übrigens auch nicht. Für den einen oder anderen Wilderer endet eine Konfrontation unter diesen Voraussetzungen schon mal tödlich.
    Ist das prämenstruelle Syndrom erstmal passé, macht es die anschließende Monatsblutung für einen Werwolf auch nicht leichter. Es ist schon äußerst ungünstig, wenn sich auf einer MESSE, inmitten des Kampfes gegen Industriespionage plötzlich eine spontane Rückverwandlung vom Wolf zum Mensch vollzieht.
    Zeit für Abwechslung und ein wenig SATURDAY NIGHT FEELING. Ein Abend zusammen mit der besten Freundin Andrea in der Disco Jungs Aufreißen. Toll! Doch was soll Frau anziehen, wenn sämtliche Kleider die Zerreißprobe bei der Verwandlung nicht bestehen? Außerdem ist es verdammt schwer für einen Werwolf, den richtigen Partner zu finden. Doch eins geht immer: LERNEN FÜR´S LEBEN. Das gilt nicht nur für jugendliche Vandalen an Bettinas alter Grundschule, sondern auch für sie selbst. Zum Beispiel, dass die WAHRHEIT gar nicht so schlimm ist. Jedenfalls, wenn man sie der besten Freundin beichtet. Andrea reagiert positiv auf Bettinas anderes Ich. Denn hey, als Freundin einer Superheldin ist man doch mindestens Mitheldin, oder? OK, zugegeben, sie wirkt etwas übereifrig in dieser Angelegenheit…
    Dass in Bettina Müller tatsächlich eine Art Superman oder Catwoman steckt, kann sie ROGER UND JOHN beweisen, quasi im Kampf Gut gegen Böse. Und Andrea macht sich dabei auch ganz gut. Zeit für eine Belohnung. Was? Ganz klar: SHOPPING! Die beste Freundin zahlt. Doch was will sie bloß in ‚Rudis Lack- und Lederwelt’?
    EIN GEMÜTLICHER SONNTAG folgt. So hätte es sein sollen, wäre nicht das flammende Inferno gewesen. Inmitten des Feuers ein todgeweihtes Baby. Bettina und Rocky zeigen echte Teamarbeit. Das Kleine ist gerettet.
    Weihnachten naht und damit das altbekannte WICHTELN. Bettina hat ausgerechnet ihren Chef gezogen – was schenkt man ihm bloß? Kleiner Erkundungsausflug gefällig… Auf den Einblick in sein Privatleben hätte Bettina im Nachhinein gerne verzichtet!
    Für JÄGER UND GEJAGTE kommt es schließlich in der letzten Episode zum Showdown. Kurz vor Bettinas Umzug in die große Stadt wird es noch mal hitzig. Doch Bettina wäre nicht Werwolf, hätte sie nicht im Nu alles wieder im Griff.


    Meinung


    „Frisch, frech, fetzig, fröhlich, flott, fantastisch, fabulös - das ist SEVEN FANCY“
    Und das Beste: Dieser Slogan verspricht nicht zuviel!
    Mark Staats trifft genau den richtigen Ton, um den tristen Arbeitsalltag mit Farbe zu beleben. Bettina ist im Grunde eine Frau von nebenan. Mit den ganz normalen Problemen des Lebens. Sie ist keck, schlagfertig und weiß sich trotz ihrer geringen Körpergröße zu behaupten. Und auch als Werwolf macht sie eine gute Figur. Sie nimmt sich selbst nicht so ernst, bleibt ihrer selbst treu und ist immer offen und direkt. Wohl sehr zum Ärger der männlichen Bevölkerung, denn die kommt dabei weniger gut weg.
    Das Romandebüt des ambitionierten Autors sprüht vor Energie und guter Laune. Ob in einem Rutsch gelesen oder hier und da eine einzelne Episode herausgepickt, mit viel Esprit vertreibt Mark Staats garantiert in jeder Situation die Langeweile.


    Ergänzt werden die humorvollen Missionen der feschen Werwölfin durch niedliche Szenentrenner in Form kleiner Pfötchen und insbesondere den edlen Schwarz-Weiß-Grafiken von Gaby Hylla, die ihr Können bereits in den Anthologien DARK LADIES 1 und 2, sowie SAD ROSES unter Beweis stellte, geben dem Ganzen den letzte Pfiff.
    Das Cover passt ebenfalls hervorragend zum Buchinhalt. Spritzig-frische Grüntöne heben eine zweigeteilte Bettina Müller hervor, die sowohl ihr menschliches Äußeres als auch das der Werwölfin zur Schau stellt. Treffender hätte die Künstlerin das Motiv nicht wählen können.


    In Vorwort Alisha Biondas und Danksagung Mark Staats erfährt der Leser Wissenswertes zur Entstehung des Romans und erhält weiterhin im Anhang Informationen zum Autor und der Künstlerin.


    An Satz und Layout gibt es genauso wenig auszusetzen, wie an Papier- und Druckqualität.
    Optik und Inhalt sind wahrlich ihr Geld wert.


    Fazit:


    Eine sympathische Heldin mit Ecken und Kanten erlebt allerhand Skurriles. Mit lebendigen Episoden sorgt Mark Staats für kurzweiligen Lesespaß und Pepp im Alltag.
    BETTINA MÜLLER – WERWÖLFIN MIT SEXAPPEAL, das ist Training für die Bauchmuskulatur und Augenschmaus gleichermaßen.


    Volle Punktzahl!

    Zitat

    Original von Rosenstolz
    ...
    Haha...........das wundert mich auch nicht mehr. :lache Was ist eigentlich von ihr??


    Der Autorenname auf dem Cover?! :lache
    Wobei sie den ja in der Tat auch von ihren Eltern bekam, hrrhrr...


    Also ich glaube, ich weiß worin mein Problem mit vorliegendem Text besteht...


    Weder habe ich eine Abneigung gegen wild aneinandergereihte Phrasen, noch stören mich irgendwelche Wortentgleisungen, wenn es im Zusammenhang Sinn macht.


    Aber was mir wohl fehlt ist der mangelnde Bezug / die eigene Erfahrung Helenes zu dem, was sie schreibt.
    Wie ihr schon geäußert habt, wirkt es sehr bemüht. Es fluppt nicht automatisch. Und das merkt eben auch der Leser (zumindest ich), bilde ich mir ein. Einer Aneinanderreihung von 'Zitaten' oder sinngemäßen Passagen aus dem Leben oder Schreiben anderer fehlt zumindest im Bereich dieses Buches das nötige Herzblut des Autors, es ist einfach nicht aus einem Guss. Versteht ihr worauf ich hinaus will? ?(
    Klar könnte man theoretisch ein Buch über Drogen und wer weiß was schreiben, ohne selbst abhängig zu sein, wenn man denn seine eigenen Vorstellungen und Recherchen dazu verwendet - aber - man kann es, oder man kann es nicht ... Bisher kann es Helene für mich definitiv nicht.
    Aber ich lasse mich gern während des restlichen Buches noch eines Besseren belehren ...

    Mich hat das Buch heute in der Straßenbahn begleitet...


    Erster Gedanke:
    Hübsches Outfit (also das Buch, nicht die Helene - die hätte sich für das Foto ruhig etwas einfallen lassen können, abgesehen vom Blick, der bei mir nun so gar nicht wirkt.. ;-) )


    Zweiter Gedanke:
    Nein, bitte fall jetzt nicht auseinander!!! (Mich bringt das Knirschen zwar nicht auf die Palme - noch nicht - aber ich habe ständig Angst, das Buch aufzuklappen... :wow)


    Dann beim Lesen eine ganze Gedankenflut:
    UFF :yikes - HÄH? - Wie war das? (gefolgt vom nochmaligen Lesen) - Ahja! - Äh, wer spricht jetzt gerade? - Ach, das war noch gar nicht das Vorwort? - So nun geht´s richtig los... - Öhm - Ist sicher eine Sache der Gewöhnung ... :gruebel


    Also ich muss zugeben, noch bin ich etwas verwirrt...
    Es ist definitiv mal was anderes, aber ich muss mich wohl noch einlesen.


    Wie nennt man wohl das Geplänkel vor dem Vorwort?
    Gibt es dafür eine offizielle Bezeichnung?

    Wurde dieses Buch schon erwähnt? (Meine 'Suche' endet mal wieder im Fatal error :bonk )


    Kurzbeschreibung
    Eine Nacht verändert alles im Leben der jungen Lena. Sie wird von Louise gebissen, der Anführerin eines weiblichen Vampir-Trios, und gibt sich von nun an hemmungslos den Verlockungen der Unsterblichkeit hin. Als sie sich aber in den jungen Polizisten Tom verliebt und der Vampir-Clique den Rücken kehren will, kennt Louises Zorn auf die Verräterin keine Grenzen. Lena muss sich zwischen der Liebe und dem ewigen Leben entscheiden.


    Keine Falten, kein Älterwerden, kein Montagmorgen! Die drei Vampire Louise, Nora und Charlotte treiben in Berlin ihr nächtliches Unwesen. In einer Edeldisco trifft Louise eines Nachts auf Lena, die sich auf Diebestour in der Stadt herumtreibt, und beißt sie auf der Damentoilette. Lenas Körper verändert sich, und sie muss akzeptieren, dass sie zum Vampir wird. Erst genießt sie den Luxus, die Partys, die grenzenlose Freiheit, doch dann machen ihr die Mordlust und der Blutdurst ihrer Gefährtinnen immer mehr zu schaffen. Gleichzeitig sind Lenas Schwarm Tom und die Polizei den Vampirfrauen auf den Fersen. Lena offenbart sich Tom, dessen Liebe stärker als die Pflicht ist – was Louise eifersüchtig beobachtet ...