Die Immobilienentwicklerin Charlotte Wretlind träumt seit
Jahren davon in Storlien wieder ein exklusives Hotel für Premium Gäste
errichten zu lassen. Sie möchte damit auch das Erbe ihres Vaters ehren. Endlich
hat sie den noch benötigten, entscheidenden Investor gefunden. Zur Zeit steht
dort am Platz noch das frühere, verlassene und heruntergekommenes Hotelgebäude.
Für ihre Pläne wird Charlotte noch Land dazu kaufen müssen. Die Pläne der
56-jährigen gefallen nicht allen am Ort, schnell hat sie auch erste anonymen
Drohungen erhalten.
Wie schon oft, übernachtet sie bei ihren Aufenthalten in der
Gegend in der Copperhill Mountain Lodge. Der Ansturm der Reisenden zu Ostern
hat schon begonnen. Für den nächsten Tag hat sie eine Pressekonferenz zu den
Bauplänen für das neue Hotel geplant. Auch der Investor und ihr Sohn mit
Freundin sollen anreisen. Doch dann kommt es zu einem blutigen Verbrechen. Der
Einsatz der aus dem ersten Buch bekannten Ermittler Hanna Ahlander und Daniel Lindskog
beginnt. Hanna hat inzwischen eine feste Stele bei der Polizei und sie hat sich
ein kleines Haus in Solbringen kaufen können. Daniel macht im Geheimen eine
Therapie.
Geschickt führt die Autorin alle neuen und bekannten Figuren
und die Hintergründe zügig ein. Man ist schon mit der ersten Tat gefesselt von
der Erzählung. Diese wird von eingeschobenen Kapiteln ergänzt, die im Dezember
1973 zur Blütezeit im damaligen Berghotel Storlien spielen. Die 17-jährige
Monica bereitet sich auf ihre erste Schicht an der neuen Arbeitsstelle dort
vor. Sie träumt seit Jahren davon, welche Möglichkeiten ihr dieses Hotel und
seine berühmten und reichen Gäste ihr bieten werden.
Zu Beginn der Ermittlungen gibt es schon einige mögliche
Verdächtige, aber es werden weitere neue Personen eingeführt. Anders als hier
kommt in Storlien zu Ostern noch nicht der Frühling auf. Der Autorin gelingt es
auch in diesem Buch wieder, die gewohnte und geschätzte winterliche Atmosphäre
zu beleben. In bekannter Art spielen auch die menschlichen Beziehungen und
Hintergründe der Ermittler eine wichtige Rolle. Auch das interessante Ambiente
der Luxushotels reichert die Stimmung an. Die eingeschobenen historischen
Kapitel bleiben rätselhaft.
Dass sich am Ort wahrscheinlich ein Mörder herumtreibt,
macht die Menschen nervös und erzeugt leicht gruselige Stimmung. Dazu tragen
auch die Berichte über Geistererscheinungen in der alten Hotelanlage bei. Man
fühlt sich, als wäre man mit den Ermittlern unterwegs bei ihrer Arbeit. Man
empfindet, wie die grausamen Morde auch die Polizisten mitnehmen.
Hanna und Daniel kommen einem noch näher und auch die
weitern Figuren sind spannende und nachvollziehbare Charaktere.
Nachdem die vielfältigen Ermittlungen, durch die Ostertage
behindert, lange nicht vorankommen, bringen neue Taten im letzten Viertel des
Buches große Spannung und Dringlichkeit in die Erzählung. Man möchte in einem
Rutsch weiterlesen. Es kommt für alle zu einer nervenzerreisenden
Ausnahmesituation. Die Entwicklung hält einige Überraschungen bereit.
Nach dem großen Finale wird der Roman gut durch persönliche
Blicke auf das Danach ergänzt.
Ein gelungener dritter Teil! Ich freue mich schon auf
weitere Bände. Mit diesem Buch konnte die Autorin sogar die sehr guten
Vorgänger noch übertreffen, besonders im Finale.