Beiträge von fictionmaster

    Analyst Jack Ryan wird zum neuen stellvertretenden Direktor der CIA ernannt und wird in seiner ersten Amtshandlung in den Kampf gegen ein kolumbianisches Drogenkartell verstrickt. Die Ereignisse dazu werden aus mehreren verschiedenen Perspektiven erzählt, unter anderem aus der geheimen Spezialeinheiten, die vor Ort einen Schattenkrieg gegen das Kartell führen. Aber genau wie Jack Ryan in Washington, erfahren auch sie nur Bruchstücke der Wahrheit und müssen sich den Rest selbst zusammenreimen. Dabei findet Jack heraus, dass sehr viel hinter den Kulissen passiert, von dem er trotz seiner Position gar nichts soll. Zusammen mit John Clark, den er in diesem Roman zum ersten Mal persönlich trifft, denkt er aber gar nicht daran, sich rauszuhalten.

    Der vierte Jack-Ryan-Band ist deutlich spannender und vielseitiger als die drei Bände davor. Endlich hat Jack mal richtig was zu tun. Außerdem ist auch die Handlung sehr viel komplexer, als während der „Roter Oktober“ und „Patrioten“-Zeit. Vergessen sind die alten Ereignisse trotzdem nicht. An mehreren Stellen werden sie erwähnt und spielen eine Rolle.

    Die 48h41min lange Hörbuchfassung wird wie üblich tadellos von Frank Arnold gelesen.

    Analyst Jack Ryan wird zum neuen stellvertretenden Direktor der CIA ernannt und wird in seiner ersten Amtshandlung in den Kampf gegen ein kolumbianisches Drogenkartell verstrickt. Die Ereignisse dazu werden aus mehreren verschiedenen Perspektiven erzählt, unter anderem aus der geheimen Spezialeinheiten, die vor Ort einen Schattenkrieg gegen das Kartell führen. Aber genau wie Jack Ryan in Washington, erfahren auch sie nur Bruchstücke der Wahrheit und müssen sich den Rest selbst zusammenreimen. Dabei findet Jack heraus, dass sehr viel hinter den Kulissen passiert, von dem er trotz seiner Position gar nichts soll. Zusammen mit John Clark, den er in diesem Roman zum ersten Mal persönlich trifft, denkt er aber gar nicht daran, sich rauszuhalten.

    Der vierte Jack-Ryan-Band ist deutlich spannender und vielseitiger als die drei Bände davor. Endlich hat Jack mal richtig was zu tun. Außerdem ist auch die Handlung sehr viel komplexer, als während der „Roter Oktober“ und „Patrioten“-Zeit. Vergessen sind die alten Ereignisse trotzdem nicht. An mehreren Stellen werden sie erwähnt und spielen eine Rolle.

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    • Taschenbuch: 336 Seiten
    • Verlag: Festa; Auflage: 1 (14. November 2012)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 386552186X
    • ISBN-13: 978-3865521866
    • Originaltitel: HARDCASE



    Über den Autor:

    Dan Simmons wurde 1948 in Illinois geboren. Nach dem Studium arbeitete er einige Jahre als Englischlehrer, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Simmons ist heute einer der erfolgreichsten amerikanischen Schriftsteller der Gegenwart. Seine Romane »Terror«, »Die Hyperion-Gesänge« und »Endymion« wurden zu internationalen Bestsellern, die Verfilmung von »Terror« ist eine der erfolgreichsten TV-Serien unserer Zeit. Der Autor lebt mit seiner Familie in Colorado.



    Inhaltsangabe:
    Ungerührt wirft Privatdetektiv Joe Kurtz den Mann, der seine Partnerin bestialisch ermordet hat, aus dem Fenster eines Hochhauses, direkt auf das Dach eines Polizeiautos. Diese Rache ist ihm eine Ewigkeit im Knast wert ...

    Zwölf Jahre später wird Joe entlassen. Im Keller eines Porno-Shops eröffnet er sein Detektivbüro. Den ersten Auftrag erhält er von einem Mafiaboss: Er soll den Mord an dem Buchhalter der »Familie« aufklären. Aber Joe findet viel zu viel heraus. Bald ist er auf der Flucht vor einer Meute aus sadistischen Drogenhändlern, wahnsinnigen Auftragskillern und korrupten Bullen - und in kürzester Zeit stapeln sich in Buffalos Hinterhöfen die Leichen.

    Brutal und schnörkellos geschrieben. Joe Kurtz ist eiskalt.

    Die Fortsetzungen BITTERKALT und KALT WIE STAHL sind im Festa Verlag erschienen.



    Meine Kritik:

    Frisch aus der Haft entlassen, überredet Privatdetektiv Joe Kurtz den Mafiaboss Don Farino dazu, für ihn einige heikle Ermittlungen anstellen zu dürfen. Dazu mietet Joe sich ein kleines Büro über einem Pornoladen an und stellt eine alte Freundin als Sekretärin ein. Danach geht es Schlag auf Schlag: Joe gerät ständig in neue, meist blutige Schlamassel, aus denen er sich meist recht gut herauswinden kann. Die Sprache dieses Ganoven-Krimis ist schlicht und schnörkellos. Trocknen Humor und Hardboiled-Feeling sucht man vergebens. Mit den alten Noir-Geschichten von Chandler und Hammett hat das Ganze dadurch leider nicht viel zu tun. Hinzu kommt, dass die Figur des Joe Kurtz die ganze Zeit über relativ farblos bleibt. Man erfährt nicht viel über ihn, seine Vergangenheit oder seine Beweggründe. Dadurch ist es schwierig, eine emotionale Beziehung zu ihm aufzubauen. Wäre er am Ende der Geschichte gestorben, es hätte mich kalt gelassen.

    Das Einzige, was man „Eiskalt erwischt“ zugutehalten kann, ist, dass es sich "ganz nett" und leicht liest, sodass ich mir nach Abschluss von Band 1 auch noch die zwei Nachfolge-Bände vornehmen werde. Meine Erwartungen dazu sind allerdings nicht besonders hoch.

    Schrödinger und Horst ermitteln wieder

    Ab sofort sind Schrödinger und Horst mit ihrem dritten Fall zurück. Diesmal gibt es MORD MIT DONAUWELLEN.


    Nur überall dort, wo es Weltbild gibt.


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    Der dritte Fall für Herrchen Schrödinger und Boxer Horst


    Schrödinger ist umgezogen, um seiner Marion näher zu sein. Gar nicht so einfach, dieser Sprung von Hannover nach Tuttlingen an der schönen blauen Donau. Und das Leben als Bonuspapa hat auch so seine Tücken: Um sich bei den Kindern beliebt zu machen, baut er einen Kaninchenstall und will ihnen den passenden Bewohner kaufen. Auf der Ausstellung des Kaninchenzuchtvereins passiert dann das Unvermeidliche: Horst findet wieder mal eine Leiche. Um undercover im Zuchtverein zu ermitteln, wird Schrödinger selbst Mitglied und stellt schnell fest, dass das Vereinsleben so seine Tücken hat. Und dann geschieht ein zweiter Mord …


    Autoren: Silke Porath , Sören Prescher

    2020, 416 Seiten, Maße: 12,5 x 18,7 cm, Flex. Einband

    Verlag: Weltbild Deutschland

    ISBN-10: 3963774746

    ISBN-13: 9783963774744

    Erscheinungsdatum: 07.05.2020


    Bei Weltbild bestellen

    Ganz überraschend ist gestern ein Paket vom Amrun-Verlag bei mir eingetroffen. Inhalt: Mein neues Buch MOMENTAUFNAHME. Ganz untypisch diesmal ein Liebesroman aus meiner Feder. Auf der Verlagshomepage wird das Buch im Laufe der Woche gelistet sein, ebenso das eBook im Handel. Aktuell steht das Buch bei einer Lieferzeit von 6 Tagen, was für Amazon aktuell der Normalfall ist. Das Buch kann über KNV und Amazon bereits problemlos bezogen werden.


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    Inhaltsangabe:

    Die siebzehnjährige Jenny verbringt den Sommerurlaub in der US-Kleinstadt Milton und hält den Ort für den langweiligsten auf der Welt. Ein wenig Abwechslung bringt ihr die Strandclique um die gleichaltrige Sheryl, doch erst als sie den achtzehnjährigen Tom kennen lernt, blüht sie auf. Tom ist so herrlich anders als alle anderen. Da ihn die Strandclique nicht mag, verheimlicht sie ihn allerdings vor ihnen. Doch schnell verliebt sich Jenny in den Außenseiter und verbringt jede freie Minute mit ihm.


    Amrun Verlag

    Broschiert, 160 Seiten
    eBook-Preis: 1,99 EUR / Taschenbuch-Preis: 9,90 EUR

    ISBN 978-3958693906


    Ab sofort in jedem guten Buchhandel und im Internet (z.B. im Verlagsshop und bei Amazon) erhältlich. Bei Amazon habt ihr zudem die Möglichkeit, ins Buch hineinzulesen..

    Die Handlung des dritten Romans spielt etwa ein Jahr nach "Jagd auf Roter Oktober". Auch Kapitän Marko Ramius hat einige Gastauftritte. Hauptsächlich geht es allerdings um Jack Ryans Reise nach Russland, um in Sachen eines lasergestützten Raketenabwehrsystems zu vermitteln. Parallel dazu versuchen er und weitere CIA-Leute, den KGB-Chef zum Überlaufen zu überreden. Doch auch die Russen sind nicht untätig und starten derweil eine Undercover-Aktion im amerikanischen Inland. Als wäre das nicht genug, begleiten wir einen Terroristen, der nur als „der Bogenschütze“ bekannt ist, bei seinem blutigen Kampf gegen die russischen Besetzer in Afghanistan.

    Es gibt also deutlich mehr Handlung als in den Romanen davor. Dazu kommen einige interessante geopolitische und militärische Erklärungen vor. Dennoch ließ mich die Geschichte ziemlich kalt und konnte mich eigentlich zu keiner Zeit richtig packen. Ich hatte auch nie das Gefühl, mitfiebern zu müssen. Es war mir relativ egal, was zum Beispiel "der Bogenschütze" in Afghanistan trieb oder wie es den russischen Spionen in den USA erging. Ein Highlight war vermutlich schon der erste Auftritt von John Clarke, auch wenn das erste Aufeinandertreffen mit Jack Ryan noch auf sich warten ließ. Deshalb bin ich mal gespannt, ob mich der ellenlange "Schattenkrieg" als Nachfolgeband mehr überzeugen kann oder ob Clancy vielleicht generell nichts (mehr) für mich ist.

    Noch vor der Jagd auf den Roten Oktober reist der amerikanische Dozent Jack Ryan mit seiner schwangeren Frau Cathy und seiner Tochter Sally nach London und wird dort Zeuge eines Attentats irischer Separatisten auf die königliche Familie. Durch sein Eingreifen wird zwar das Schlimmste verhindert, dafür aber geraten Jack und seine Familie auf die Abschussliste der Terroristen. Deshalb dauerte es nicht lang, bis die Fieslinge ein Attentat auf die inzwischen in die USA zurückgekehrte Familie Ryan versuchen. Im Grunde genommen war es das schon fast mit der Handlung. Die Story ist wie Clancys Debüt recht übersichtlich, wird aber durch viel Drumherum recht aufgeblasen. Diese vielen Details sind zwar nie langweilig, zur Spannung tragen sie jedoch auch nicht bei. Deshalb war ich von dem technisch gesehen ersten Jack-Ryan-Roman nicht so begeistert. Mal schauen, wie der dritte Roman „Der Kardinal im Kreml“ ausfällt.


    • Gebundene Ausgabe: 880 Seiten
    • Verlag: Rütten & Loening; Auflage: 1. (13. April 2018)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3352009074
    • ISBN-13: 978-3352009075
    • Originaltitel: Mississippi Blood


    ASIN/ISBN: 3352009074



    Über den Autor:

    Greg Iles wurde in Deutschland geboren, da sein Vater damals die medizinische Abteilung der Amerikanischen Botschaft leitete. Er verbrachte seine Jugend in Natchez, Mississippi. 1983 beendete er sein Studium an der University of Mississippi. Danach trat Greg Iles zunächst als Profi-Musiker auf, bevor er sich der Schriftstellerei widmete. Seine Bücher erscheinen inzwischen in 25 Ländern. Der überaus produktive Autor pflegt außerdem eine Leidenschaft für Filme. Zu seinem Roman "24 Stunden" schrieb er selbst das Drehbuch.Der Autor lebt mit Frau und zwei Kindern in Natchez, Mississippi.



    Inhaltsangabe:

    Das große Finale. Der große Abschluss der Natchez-Trilogie. Spannend, voller Atmosphäre – ein Meisterwerk.
    Penn Cage, der Bürgermeister von Natchez, sieht sein Leben in Trümmern. Die Frau, die er liebte, ist tot – ermordet von Mitgliedern der Doppeladler, jener Organisation von rassistischen Weißen, die seit den sechziger Jahren in Natchez ihr Unwesen treibt. Nun steht auch noch sein Vater, der Arzt Tom Cage, vor Gericht, weil er Viola Turner, eine Schwarze, mit der er eine Affäre hatte, getötet haben soll. Snake Forrest, das Oberhaupt der Doppeladler, tut alles, um Penn und seinen Vater einzuschüchtern. Er lässt auf eine Journalistin, die über den Prozess schreiben will, ein Giftattentat verüben und bedroht Penns Tochter. Penn weiß, dass in seiner Stadt erst Frieden einziehen wird, wenn auch Snake aus dem Weg geräumt worden ist



    Meine Kritik:

    Auch nach den vielen dramatischen und blutigen Ereignissen der zwei vorherigen Bände kommt die Stadt Natchez nicht zur Ruhe. Der Prozess gegen Penns Vater Tom Cage steht an und der Bürgermeister versucht alles in seiner Macht stehende, um vielleicht doch noch Beweise oder Zeugen für die Unschuld des Doktors zu finden. Doch weiterhin halten die Doppeladler die Fäden in ihren Händen und sabotieren ihn praktisch überall. Auf eine junge Zeitungsreporterin wird ein Giftanschlag verübt, auch das Leben von Penn und seiner Familie schwebt in Gefahr. Auch nach Prozessbeginn entspannt sich die Lage nicht, sondern wird im Gegenteil noch viel komplizierter. Vor allem da Tom Cages Verteidiger offenbar keinen Finger rührt, um seinem Mandanten die drohende Gefängnisstrafe zu ersparen. Außerdem befindet sich auch der brutale Mörder Snake Forrest noch immer auf der Flucht und niemand weiß genau, wann und wo er das nächste Mal zuschlagen könnte.

    „Die Sünden von Natchez“ ist der krönende Abschluss der Natchez-Trilogie. Wieder einmal tauch Autor Greg Iles tief in die dunkelsten Geheimnisse der Stadt ein und lässt uns praktisch minutiös daran teilhaben. Obwohl die Handlung des letzten Bandes nur wenige Tage umfasst, braucht Iles dennoch beinahe 900 Seiten für sein großes Finale. Viele offene Fragen werden dabei geklärt. Manche Dinge verändert sich unwiderruflich. Manche Menschen sterben. Und obwohl die sechs Penn-Cage-Romane insgesamt ein langer Ritt waren, für den man einiges an Geduld braucht, so war er doch immer interessant und abwechslungsreich. Deshalb würde ich bedenkenlos sofort zu jedem weiteren Natchez-Band von Iles greifen.

    Die Jack-Ryan-Filme und die Staffeln der Prime-Serie kenne ich alle, aber der Umfang von Tom Clancys Romanverlagen hatte mich bisher immer etwas vom Lesen der Bücher abgeschreckt. Schließlich habe ich mich aber doch daran gewagt.

    Im ersten Clancy-Roman „Jagd auf Roter Oktober“ ist Jack Ryan noch ein junger CIA-Analytiker, der aufgrund seiner Analysen der russischen Militärflotte zum Treffen mit hochdekorierten Generälen gebeten wird. Grund dafür ist das russische Atom-U-Boot Roter Oktober, das in westlicher Richtung unterwegs ist. Ryan vermutet, dass die Mannschaft überlaufen möchte. Bevor er sich versieht, befindet er sich auf den Weg zu einem britischen Flugzeugträger, um zusammen mit den amerikanischen und britischen Militärs Kontakt zu dem Unterseeboot herzustellen.

    Die Geschichte wird aus zahlreichen Perspektiven erzählt, unter anderem aus der von Jack Ryan und des russischen Kapitäns Marko Ramius. Eigentlich ist die Handlung gar nicht so umfangreich. Schließlich geht es bloß um ein U-Boot, das auf dem Weg von Ost nach West ist. Aber durch das Einwirken zahlreicher russischer und amerikanischer Politiker und Generäle gibt es natürlich trotzdem eine Menge zu berichten. Hinzu kommen die vielen technischen Details. Keine Frage, im Roman hatte ich stets das Gefühl, dass Tom Clancy mächtig Ahnung von der Materie hatte. Dennoch hätte ich mir stellenweise nicht ganz so viel Theorie und militärisches Drumherum gewünscht. Durch das blieb die Spannung stellenweise nämlich auf der Strecke. Nun bin ich neugierig auf den nächsten Band „Die Stunde der Patrioten“, in dem es zumindest um eine konkrete Bedrohung gehen wird (wenn ich das aus der Verfilmung richtig in Erinnerung habe).


    • Taschenbuch: 288 Seiten
    • Verlag: Piper Taschenbuch (1. März 2017)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3492310028
    • ISBN-13: 978-3492310024


    ASIN/ISBN: 3492310028



    Über den Autor:

    Mike Krüger ist in Ulm zur Welt gekommen und in Hamburg aufgewachsen. Die Idee zu seinem ersten Hit „Mein Gott, Walther" kam ihm mit fünfzehn am Baggersee – den riesigen Erfolg des Songs verpasste er fast beim Fischen in Norwegen. Seitdem hat er sich für sein Publikum mehrfach neu erfunden, Fernsehgeschichte geschrieben und auf fast jeder Bühne zwischen Nordsee und Wörthersee gespielt.



    Inhaltsangabe:

    Mike Krüger ist die Kultfigur im deutschen Fernsehen. In den 70ern vertonte er mit "Mein Gott, Walther" das Lebensgefühl der Mittelschicht, in den 80ern erfand er mit Thomas Gottschalk die deutsche Kino-Komödie neu und zur Jahrtausendwende zog er mit "7 Tage, 7 Köpfe" in jedes deutsche Wohnzimmer ein. Doch mühelos verlief sein Leben vor der Ausnahmekarriere keineswegs.
    Anlässlich seines 40. Bühnenjubiläums wirft er einen Blick zurück und erzählt, warum eine einsame Kindheit auch humorbildend sein kann und wie er aus Versehen zu einem der beliebtesten Entertainer der Republik wurde.



    Meine Kritik:

    Seit den 1970er Jahren tingelt und tangelt Komiker Mike Krüger durch unsere Republik und hat dabei jede Menge erlebt. Warum das nicht in den Memoiren niederschreiben, hat er sich irgendwann gedacht und dieses Buch hier zusammen mit Till Hoheneder verfasst. Was dabei herausgekommen ist, finde ich sehr bemerkenswert. „Mein Gott, Walther - Das Leben ist oft Plan B“ ist kein stures Herunterrasseln von Erlebnissen und markanten Ereignissen aus seiner umfangreichen Vita, sondern deutlich mehr als das. Es gibt haufenweise lustige Anekdoten aus dem Leben des Komikers, über Streiche mit Karl Dall oder Thomas Gottschalk, über Saufgelage mit Ron Wood, die erste Begegnung mit Rudi Carrell oder das Treffen mit manchem skurrilen Zeitgenossen. Das alles wird warmherzig und stets im bewährten Krüger-Humor und jeder Menge flapsiger Sprüche vorgetragen. Zudem gibt es den einen oder anderen kritischen Seitenhieb. Genauso stelle ich mir nicht nur eine Komiker-Biografie war. Klar wird diese Bio vorrangig Krüger-Fans ansprechen, aber auch wer Interesse an der deutschen Kulturlandschaft der vergangenen vierzig Jahre hat, wird hier mehr als belohnt.

    • Audio CD
    • Verlag: der Hörverlag (23. Oktober 2019)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3844536310
    • ISBN-13: 978-3844536317


    ASIN/ISBN: 3844536310



    Über den Autor:

    Christopher Isherwood, geboren 1904 in der englischen Grafschaft Cheshire, war ein berühmter anglo-amerikanischer Schriftsteller und Drehbuchautor. Nach einem erfolglosen Studium der Geschichte und Medizin in Großbritannien ging er 1929 nach Berlin. Dort schrieb er u. a. seine bekannten »Berlin Stories«, zu denen auch »Leb wohl, Berlin« zählt und die er motivisch in einigen Musicals und Filmen verarbeitete. Isherwood galt außerdem als einer der ersten Literaten der Lesben- und Schwulenbewegung, da er nach einer prägenden Sinneskrise in Amerika seine eigene Homosexualität mittels drastischer Darstellungen in seinen Werken verarbeitete. Der Autor starb 1986 im kalifornischen Santa Monica.


    Inhaltsangabe:

    CABARET meets BABYLON BERLIN
    Die letzten Tage der Weimarer Republik in Berlin. Die Menschen verschließen die Augen vor der drohenden Katastrophe und feiern sich um den Verstand: zwei junge Männer, die in fataler Weise voneinander abhängen, eine vermögende jüdische Familie, die das nahende Unglück nicht wahrhaben will sowie zahlreiche Mitglieder der Halbwelt. Mitten unter ihnen träumt die hinreißend leichtsinnige Nachtclubsängerin Sally Bowles von der großen Karriere. Im Hintergrund der Szenerie marschieren bereits die Nazis auf ...
    Das Hörspiel aus der Feder von Heinz Sommer und unter der Regie von Leonhard Koppelmann ist ebenso fulminant wie das Berlin in Isherwoods weltberühmten Roman.
    Produktion: Hessischer Rundfunk/Der Hörverlag 2019 (4 CDs, Laufzeit: 4h 47)



    Meine Kritik:

    Anfang der 1930er Jahre befindet sich Berlin im Umbruch. Die Weimarer Republik befindet sich in der Auflösung, auf den Straßen herrscht Krieg zwischen den Kommunisten und den Nazis. Alle streben nach der Macht und zögern nicht, diese mit extremen Maßnahmen zu erreichen. Das Hörspiel begleitet eine Nachtclubsängerin und einen antriebslosen Schriftsteller bei ihren Leben und Erlebnissen in der Stadt. Unabhängig voneinander werden Sie Zeugen verschiedener historischer Ereignisse und spüren, wie sich die Situation in der deutschen Hauptstadt immer weiter zuspitzt.

    Die Hörbuchumsetzung des Hörbuchverlags war handwerklich wirklich gut gemacht und besaß viel authentische Atmosphäre. Dafür aber leider nur einen dünnen roten Handlungsfaden. Keine der zwei Hauptpersonen hatte mit großen Konflikten zu kämpfen und musste daher auch nichts dergleichen bewältigen. Stattdessen leben sie einfach ihr Leben und kriegen hier und da mal was mit. Selbstredend, dass die Geschichte dadurch leider nur wenig spannend ist.

    Eine kleine Mogelpackung ist zudem die Info, dass das Hörspiel vier CDs mit einer Gesamtlaufzeit von 4h47min umfasst. In Wahrheit befindet sich die Geschichte bloß auf drei CDs. Die vierte Disc enthält noch einmal den kompletten Soundtrack, gespielt von der HR-Bigband. Die liefert zugegebenermaßen herausragende Arbeit ab. Dennoch hätte ich stattdessen lieber mehr Hörspielhandlung gehabt.

    • Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
    • Verlag: Heyne Verlag (2. März 2020)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3453272218
    • ISBN-13: 978-3453272217
    • Originaltitel: The Guardians


    ASIN/ISBN: 3453272218



    Über den Autor:

    John Grisham hat 32 Romane, ein Sachbuch, einen Erzählband und sieben Jugendbücher veröffentlicht. Seine Bücher wurden in mehr als 40 Sprachen übersetzt. Er lebt in Virginia.



    Inhaltsangabe:

    In Seabrook, Florida wird der junge Anwalt Keith Russo erschossen. Der Mörder hinterlässt keine Spuren. Es gibt keine Zeugen, keine Verdächtigen, kein Motiv. Trotzdem wird Quincy Miller verhaftet, ein junger Afroamerikaner, der früher zu den Klienten des Anwalts zählte. Miller wird zum Tode verurteilt und sitzt 22 Jahre im Gefängnis. Dann schreibt er einen Brief an die Guardian Ministries, einen Zusammenschluss von Anwälten, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, unschuldig Verurteilte zu rehabilitieren. Cullen Post übernimmt seinen Fall. Er ahnt nicht, dass er sich damit in Lebensgefahr begibt.


    Meine Kritik:

    Nach einem Nervenzusammenbruch entscheidet sich Cullen Post, nicht mehr als Anwalt zu arbeiten, und lässt sich zum Priester umschulen. Bei einem Besuch im Todestrakt trifft er allerdings auf einen unschuldig Inhaftierten und findet seine wahre Berufung. Er schließt sich der gemeinnützigen Organisation "Guardian Ministries" an und setzt sich von da an für zu Unrecht verurteilte Häftlinge ein. Wie üblich ist er mit mehreren Fällen gleichzeitig beschäftigt. Der Roman begleitet ihn unter anderem zu den Recherchen zu dem jungen Afroamerikaner Quincy Miller, der angeblich einen Anwalt ermordet hat. Trotz äußerst dürftiger Beweislage wurde er trotzdem zum Tode verurteilt.

    Obwohl die Geschichte ruhig und nicht effekthascherisch erzählt wird, ist dennoch zu keiner Zeit langweilig. Grisham weiß genau, wie er alle notwendigen Zutaten miteinander vermischt und sympathische Charaktere kreiert. Das Schöne an „Die Wächter“ ist, dass die Geschichte praktisch endlos weitergehen könnte, da Cullen ständig neue Fälle auf dem Tisch bekommt. Es geschieht eben einfach zu viel Unrecht auf der Welt und wir können froh sein über jeden, der sich wie die "Guardian Ministries" für die Menschen einsetzt.


    • Gebundene Ausgabe: 1008 Seiten
    • Verlag: Rütten & Loening; Auflage: 1. (18. April 2016)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3352006652
    • ISBN-13: 978-3352006654
    • Originaltitel: The Bone Tree

    ASIN/ISBN: 3352006652


    Über den Autor:

    Greg Iles wurde in Deutschland geboren, da sein Vater damals die medizinische Abteilung der Amerikanischen Botschaft leitete. Er verbrachte seine Jugend in Natchez, Mississippi. 1983 beendete er sein Studium an der University of Mississippi. Danach trat Greg Iles zunächst als Profi-Musiker auf, bevor er sich der Schriftstellerei widmete. Seine Bücher erscheinen inzwischen in 25 Ländern. Der überaus produktive Autor pflegt außerdem eine Leidenschaft für Filme. Zu seinem Roman "24 Stunden" schrieb er selbst das Drehbuch.Der Autor lebt mit Frau und zwei Kindern in Natchez, Mississippi.


    Inhaltsangabe:

    »Voller unerwarteter Wendungen … Dieser grandiose Roman zeigt, dass Kriminalliteratur jeden Aspekt des menschlichen Lebens beleuchten kann.« Washington Post
    Penn Cage, der Bürgermeister von Natchez, Mississippi, und seine Verlobte, die Chefredakteurin Caitlin Masters, sind einem Anschlag entkommen, hinter dem die Doppeladler stecken, eine rassistische Organisation, die seit den sechziger Jahren ihr Unwesen treibt. Aber die Gefahr ist keineswegs beseitigt. Forrest Knox, ausgerechnet der Chef der State Police, ist der wahre Kopf der Doppeladler. Er will verhindern, dass Penn Beweise vorbringt, welche Morde die Doppeladler begangen haben. Doch Penn hat eine Spur, um die Toten zu finden. Sie führt in die Sümpfe des Mississippi River, zu einem geheimnisvollen Ort, an dem ein ganz besonderer Baum steht.
    Ein Thriller, der alles mit sich bringt: Hochspannung, großartige Charaktere und tiefe Einblickte in die Abgründe unserer Gesellschaft



    Meine Kritik:

    Nach dem dramatischen Finale vom vorherigen Band „Natchez Burning“ versuchen Bürgermeister Penn Cage und seine Verlobte, die Chefredakteurin Caitlin Masters, weiterhin mehr über die Hintergründe der Rassenmorde herauszufinden und so die Unschuld von Penns Vater zu beweisen. Unterstützt werden sie dabei vom FBI-Agenten John Kaiser und einer Handvoll anderer Wagemutiger. Während ihrer Recherchen kristallisiert sich heraus, dass die Verbindungen der „Doppeladler“ nicht nur in alle möglichen Bereiche des täglichen Lebens reichen, sondern dass manche der skrupellosen Killer in den 1960ern vielleicht sogar in die Anschläge auf John F. Kennedy und Martin Luther King verwickelt gewesen sein könnten. Das ist auch für den Leser ein ziemlich starker Tobak ist, aber so plausibel, detailliert und authentisch, wie Greg Iles alles erzählt, glaubt man ihm sogar die waghalsigsten Theorien.

    Die vielen Details erweisen sich stellenweise allerdings auch als Bumerang. Obwohl die Handlung nur wenige Tage umfasst, braucht der Autor erneut satte 1000 Seiten, um seine Geschichte zu erzählen. An manchen Stellen ließ er sich für meinen Geschmack etwas zu viel Zeit, um die Handlung voranzutreiben. Dafür überschlugen sich im letzten Drittel auf einmal die Ereignisse und ließen mich zum Schluss mit viel Appetit nach mehr zurück. Zum Glück ist der Abschlussband „Die Sünden von Natchez“ bereits erhältlich. Einmal mehr bin ich gespannt, wie es weiter- und vor allem letztendlich ausgeht.

    Die schon aus „Hologrammatica” bekannte UNO-Agentin Fran Bittner erhält einen neuen Fall. Sie soll den Mordanschlag auf den Investigativjournalisten Calvary Doyle untersuchen, der angeblich kurz davor stand, brisante KI-Informationen aufzudecken. Calvary Doyle selbst hatte einige Wochen zuvor eine Datensicherung seines Gehirns vornehmen lassen, sodass sein Bewusstsein in einen neuen Körper transferiert werden kann. Allerdings fehlen ihm praktisch sämtliche Erinnerungen an seine jüngsten Recherchen. Notgedrungen beginnt er ebenfalls Nachforschungen anzustellen.

    Die Geschichte von „Qube“ wird aus mehreren Perspektiven erzählt. Neben Fran sind wir zusammen mit Calvary Doyle und einer vom Burn-Out geplagten Gamerin unterwegs. Anfangs irritieren die unterschiedlichen Handlungsplots etwas. Insbesondere die über die Ausflüge in die virtuelle Welt, in der es um Hohepriester, Elfen und Fantasy-Labyrinthe geht. Stellenweise hatte ich das Gefühl, dass zu viele Kapitel in der virtuellen Welt spielen. Diese waren meist nicht halb so spannend, wie die "realen" Ereignisse.

    Gefreut habe ich mich über die Anspielungen auf den ersten "Hologrammatic"-Band und darüber, mehr über Frans früheren Liebhaber Gallahad Singh zu erfahren, der Gerüchten zufolge vor zwei Jahren ins All gereist ist und seither als verschollen gibt. In einem hoffentlich bald folgenden dritten Band wird wir vielleicht mehr über sein Schicksal aufgedeckt.

    Als sich 1951 die weltweite Lage zuspitzt und China und Russland zusammen eine Vorherrschaft in Asien anstreben, wird Agent Nikolai Hel undercover nach Peking geschickt, um den dortigen sowjetischen Botschafter auszuschalten. Nikolai sagt zu, sieht vor Ort aber rasch ein, dass er niemandem vertrauen kann. Nicht einmal seinen eigenen Leuten.

    Trotz dieses abwechslungsreichen Szenarios gestaltete sich der Anfang von „Satori“ leider ziemlich schleppend. Später nimmt die Geschichte zwar etwas mehr Fahrt auf, aber wirklich spannend wird es trotzdem nicht. Der Roman ist gut recherchiert und strotzt vor Fachwissen, doch das macht den Thriller nicht automatisch interessanter. Die vielen coolen Dialoge und Sprüche, die ich aus anderen Winslow-Romanen kenne, fehlten hier weitestgehend.


    • Gebundene Ausgabe: 496 Seiten
    • Verlag: Loewe Verlag GmbH; Auflage: 1 (13. November 2019)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3743206722
    • ISBN-13: 978-3743206724
    • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre


    ASIN/ISBN: 3743206722



    Über den Autor und weitere Mitwirkende

    STAN LEE ist der Erfinder zahlreicher Superhelden aus dem Kosmos der Marvel Comics, angefangen von Spiderman bis zu den Avengers. Millionen von Fans kennen ihn von seinen Cameo-Auftritten in den Verfilmungen seiner Comics. A Trick of Light ist sein Vermächtnis. Stan Lee starb am 18. November 2018 im Alter von 96 Jahren.

    Kat Rosenfield ist freie Journalistin und arbeitete unter anderem für MTV News, US Weekly und den Playboy. Ihr Roman Toter Sommer wurde für den renommierten Edgar Award nominiert.



    Inhaltsangabe:

    Cameron, ein nur mäßig erfolgreicher YouTuber (16 Abonnenten), wird während eines Livestreams auf dem Eriesee plötzlich vom Blitz getroffen. Das Video geht viral und Cameron ist endlich so berühmt, wie er immer sein wollte. Allerdings liegt er mit einem brummenden Schädel im Krankenhaus. Erst zu Hause stellt Cameron fest, dass der Krawall in seinem Kopf von den elektronischen Gegenständen in seiner Umgebung stammt. Er kann sich mental mit ihnen verbinden und sie manipulieren: sein Smartphone, seinen Laptop, das Fitnessarmband seiner Mutter und sogar den Kühlschrank. Diese Superskills wird Cameron auch brauchen, denn eine dunkle Macht bedroht den Planeten, deren Zerstörungskraft all unsere Vorstellungen sprengen wird.

    „Typisch Stan Lee, dass er sich das Beste für den Schluss aufgehoben hat. Was das für ein Film werden wird …“ James Patterson

    Stan Lee, popkulturelle Legende und Mastermind hinter Marvel´s Avengers™, Black Panther™, X-Men™ und Spider-Man™, wollte schon immer einen Roman schreiben. Im Alter von 95 Jahren hat er sich diesen Wunsch erfüllt und seine Fans mit einem letzten halsbrecherischen Abenteuer überrascht. Stan Lees Jugendroman ist bis oben hin voll mit so aufregender Technologie, dass man die Zukunft kaum abwarten kann – eine um KIs erweiterte Lebenswelt, die manchmal nur eine Illusion ist: a trick of light.


    Meine Kritik:

    Als Marvel-Fan war ich sofort neugierig, als ich von dieser Geschichte erfuhr, die da auf einer Idee von Stan „The Man“ Lee verfasst wurde. Und auch obwohl es um ein komplett anderes Thema geht und kein einziger Superheld auftaucht, bewegt sich die Geschichte nicht sooo weit von Stans üblichen Betätigungsfeldern entfernt. Es geht um den Teenager Cameron Ackerson, der bei einem Bootsausflug vom Blitz getroffen wird und danach die Fähigkeit hat, mit Computern und Maschinen zu kommunizieren. Übers Internet lernt er die talentierte Hackerin Nia kennen und wird mit ihr in eine kosmische Verschwörungsgeschichte verwickelt, die gravierende Auswirkungen auf das irdische Leben haben könnte.

    Stellenweise erinnert die Handlung an einen Comic, aber auch die typischen Coming-of-Age-Elemente sind enthalten. Und da es auf einer Idee von Stan Lee basiert, dürften selbstverständlich einige Anspielungen auf das Marvel-Superhelden-Universum nicht fehlen. Die Geschichte beginnt interessant und vielversprechend, ab dem letzten Drittel ist allerdings irgendwie die Luft raus, weil letzten Endes doch alles in die übliche Richtung geht. Zum Schluss wird die Tür für eine Fortsetzung offen gelassen. Mal schauen, ob da was kommt.

    Als Chirurg Marc Seidman aus dem Koma erwacht, erfährt er, dass seine Frau tot und seine sechs Monate alte Tochter Tara verschwunden ist. Kaum hat er den ersten Schock überwunden, erhält er eine Lösegeldforderung für Tara. Doch die Übergabe geht schief und 18 Monate hört er nichts von seiner Tochter. Dann melden sich die Entführer erneut und wollen abermals Geld. Marc setzt alles daran, dass diesmal nichts schiefgeht. Als die zweite Übergabe ebenfalls scheitert, weiß sich Marc keinen anderen Rat, als auf eigene Faust zu ermitteln. So schlittert er von einer waghalsigen Situation in die nächste, gerät unter Mordverdacht und wird von den Entführern selbst gejagt. Zusammen mit dem Leser deckt Marc immer mehr Puzzleteile auf, doch viele davon machen die Situation nur noch verwirrender ...

    „Keine zweite Chance“ ist ein spannender Thriller mit zahlreichen Wendungen. Lange Zeit weiß man nicht, was gespielt wird, weil eine eigene Vermutung bald darauf widerlegt wird. In der Hinsicht erleben wir Harlan Coben in Bestform. Dazu gibt es trotz einiger drastischer Szenen immer wieder Humor und herzliche Momente. Ebenfalls toll: das Ende wirkt realistisch und nicht so konstruiert, wie es in späteren Romanen stellenweise der Fall ist. Jeder, der gute Thriller mag, kann hier bedenkenlos zugreifen.

    • Gebundene Ausgabe: 750 Seiten
    • Verlag: Amrun Verlag; Auflage: 1 (31. Oktober 2017)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3958692575
    • ISBN-13: 978-3958692572


    ASIN/ISBN: 3958692575



    Über den Autor:

    Michael Marrak wurde am 5. November 1965 im tauberfränkischen Weikersheim geboren. Er studierte Grafik-Design, Desktop-Publishing und Multimedia in Stuttgart und trat zwischen 1989 und 1996 als Autor, Illustrator, Herausgeber und Anthologist in Erscheinung. Nach mehreren Jahren als freier Illustrator widmet er sich seit 1997 vornehmlich dem Schreiben und wurde mehrfach mit dem European Science Fiction Award, dem Deutschen Phantastik Preis, dem Kurd Lasswitz Preis und dem Deutschen Science Fiction Preis ausgezeichnet. Übersetzungen seiner Texte erschienen in Frankreich, Griechenland, Russland, China, Ungarn und den USA.
    Seine Romane, Erzählungen und Grafiken umfassen ein breites Spektrum aus Phantastik, Horror, Thriller, Science Fiction und Magischem Realismus. Nach drei Phantastik-Buchveröffentlichungen im Lübbe-Verlag folgte 2008 im Ravensburger Buchverlag der Jugendroman "Das Aion - Kinder der Sonne". Von Mitte 2006 bis Anfang 2012 war Michael Marrak im Hannoveraner Entwicklerstudio Reakktor Media verantwortlich für das Story-Development und Game-Design des im Frühjahr 2011 erschienenen SF-MMOs "Black Prophecy", dessen Hintergrundgeschichte er seit 2005 entwarf. Mitte 2011 erschien mit "Gambit" auch ein erster Roman zum Spiel. Die beiden geplanten Folgebände fielen der Einstellung des Spiels Ende 2012 zum Opfer. Für die Horror Factory von Bastei Entertainment verfasste Michael Marrak 2013 das Staffelfinale "Epitaph" sowie den Jahresabschlussband "Ammonit". Obwohl er hauptberuflich als Schriftsteller tätig ist, finden gelegentlich auch neue Illustrationen und Covermotive ihren Weg in die Öffentlichkeit.



    Inhaltsangabe:

    In einer fernen Zukunft wird die Erde nur noch von wenigen Menschen bevölkert. Sie führen in ihren jugendlichen Körpern ein Leben, das viele Jahrhunderte währt, und manche von ihnen besitzen eine Gabe: Einzig durch ihren Wunsch und eine flüchtige Berührung sind sie fähig, Materie zu beseelen.
    In dieser wundersamen, von einer bizarren Mechafauna dominierten Welt lebt Ninive, die auf der Suche nach uralten Relikten das Hochland durchstreift, um längst vergessenen Dingen Leben einzuhauchen und sich ihre Geschichten anzuhören.
    Das alles beherrschende Bauwerk ist eine vier Kilometer hohe Mauer, von der niemand weiß, wozu sie einst errichtet wurde und wovor sie die Menschen und Maschinen seit Jahrtausenden schützt – bis ein Gesandter aus der letzten Stadt im Hochland auftaucht, der den Auftrag hat, die Bannmauer zu bezwingen. Und er ist der nicht der Einzige, der die verlorene Passage in die Welt dahinter sucht …
    DER KANON MECHANISCHER SEELEN ist eine Hommage an Stanislaw Lems „Kyberiade“ und seine Robotermärchen, an Miyazaki-Trickfilme wie „Chihiros Reise ins Zauberland“ und „Das wandelnde Schloss“, an Michael Moorcocks „Am Ende der Zeit“, garniert mit einem Schuss „Alice hinter den Spiegeln“.
    Gewinner des SERAPH und des Kurd-Laßwitz Preis als "Bester Roman"


    Meine Kritik:

    In einer fernen Zukunft gibt es zwar nur noch wenige Menschen, dafür aber eine gewaltige Mechafauna: beseelte Gegenstände und Maschinen mit eigenem Bewusstsein. Mit deren Hilfe soll die junge Ninive zu einer kilometerhohen Mauer im Hochland zu reisen, von der niemand mehr weiß, wozu sie einst errichtet wurde. Schon auf dem Weg dahin erlebt sie viele ungewöhnliche Dinge, doch das nichts zu dem Abenteuer, das sie dort erwartet, wo ihre Reise eigentlich enden sollte. Ein Leiden namens Zeitbrand bedroht die Welt und nur Ninive kann das Schlimmste verhindern. Selbstredend, dass sie nicht lang zögert und sich sofort auf den Weg zu der verlorenen Passage in die Welt dahinter begibt.

    Michael Marraks „Kanon mechanischer Seelen“ ist ein ungewöhliches und dadurch sehr gewöhnungsbedürftiges Science-Fiction-Fantasy-Abenteuer. Statt Halblingen und Orks trifft die Heldin auf beseelte Gegenstände, die nicht nur denken und sprechen können, sondern sich dabei mit Brennkammerkoliken, Rußthrombosen, und dergleichen herumzuplagen müssen. Entsprechend missgelaunt sind manche dieser mechanischen Zeitgenossen. Wem das noch nicht abgedreht genug ist, darf sich unter anderem mit Druckwellensittichkanonen und der Definition eines Taschenuniversum beschäftigen.

    Das Ganze klingt nicht nur leicht bizarr, sondern entpuppt sich als absurder, bunter, lebhafter und verrückter Trip, der sehr an einen psychodelischen Drogenrausch erinnert. Trotzdem oder gerade deswegen war es eine höchst interessante Reise, auch wenn ich die Hälfte der Zeit nicht genau wusste, was überhaupt gemeint war.