Beiträge von Dazzled

    Meh. Die Post und ich, das ist hier ein Dauerbrenner. Ich hatte es jetzt schon zwei mal in Folge, dass ein Paket in der Filiale gelandet ist, weil hier keiner war. Leider hatte ich in beiden Fällen keine Abholkarte im Briefkasten. Dafür hat sich der Briefträger mit zwei Büchersendungen echt Mühe gegeben, die noch in den Kadten zu quetschen: das erste hatte einen gebrochenen Rücken, das andere „nur“ angestoßene Ecken. Und ein Brief von der Innenstadt bis in unser Stadteil hat mal ganze 14 Tage gebraucht!

    Hatte ich auch schon. Oder die Post ist einem Nachbarn zugestellt worden, der sie dann netterweise nach ein paar Tagen vorbeigebracht hat und sich wunderte, dass ich die nicht selbst abgeholt habe und deshalb schon leicht genervt war. Als ich ihm dann erklärte, dass ich keine Benachrichtigung/Abholkarte über die Zustellung bei einem Nachbarn erhalten habe, hat sich das leicht aufgeklärt. X/


    An die "Cube"-Filme habe ich mich auch erinnert gefühlt. :gruebel Gerade, wenn man immer nicht so genau weiß, ob der nächste Raum auch wieder eine Falle birgt oder nicht.


    Super spannend ist das ganze und dazu noch der tolle Schreibstil. Mal ehrlich, ich bin total begeistert.

    Zitat

    Original von Suzann


    Ich fand merkwürdik, dass Anouk den Tabletten misstraut, sie aber dennoch schluckt und wegläuft. Warum spuckt sie sie nicht gleich wieder aus, während sie flieht?


    Das fand ich auch ein bisschen merkwürdig. Entweder bin ich so misstrauisch, dass ich das Zeug nicht mal in den Mund nehmen würde, aber erstmal so tun, als würde man sie einnehmen, um dann wegzurennen - war vielleicht einfach dramatischer, als stur auf einem "Nein." zu beharren.

    Spannend bis zum Schluss


    Als ich erfahren habe, dass mit „Palast der Finsternis“ ein neuer Roman von Stefan Bachmann erscheinen würde, habe ich mich riesig gefreut. Da ich ein bekennender Fan seiner ersten beiden Romane („Die Seltsamen“ und „Die Wedernoch“) bin, hatte ich entsprechende positive Erwartungen an „Palast der Finsternis“, die voll und ganz erfüllt wurden.


    Zur Handlung
    Im Mittelpunkt der Handlung steht eine Gruppe Jugendlicher, die an einer Expedition zu Untersuchung eines unter der Erde erbauten und lange Zeit verschütteten Palast aus der Zeit der französischen Revolution teilnehmen sollen. Dabei erwartet die Jugendlichen ein weitaus größeres Abenteuer als sie erwartet hätten.


    Meine Meinung
    Stefan Bachmann hat meiner Meinung nach einen absolut wundervollen Schreibstil, der wie auch schon in den ersten beiden Romanen des Autors dazu beiträgt, dass die Geschichte sich sehr flüssig liest und man so richtig in die Handlung eintauchen kann. Davon abgesehen versteht er es, Spannungsbögen aufzubauen, die es einem schwermachen, das Buch beim Lesen wieder aus der Hand zu legen. Sobald die Handlung einmal an Fahrt aufgenommen hatte, wollte ich unbedingt weiterlesen und erfahren, wie es mit Anouk, Will, Lilly, Jules und Hayden weitergeht.
    Die Geheimnisse und Schrecken des unterirdischen Palastes werden nach und nach aufgedeckt – zum einen durch die Gruppe Jugendlicher im Hier und Jetzt und zum anderen durch die älteste Tochter der Familie du Bessancourt, Aurélie, die in den Revolutionswirren mit ihrer Familie Zuflucht in dem unterirdischen Palast sucht. Die Informationen aus der Vergangenheit tragen meiner Meinung nach eindeutig dazu bei, den Schrecken und die Spannung im Gegenwartshandlungsstrang extrem hoch zu halten.
    Von mir erhält „Palast der Finsternis“ daher zehn von zehn Eulenpunkten.

    Nicht so spannend wie erwartet


    Mit einem roten Sticker wird auf der Ausgabe meines Buches mit folgendem Zitat von Karin Slaughter geworben: „Großartig! Ich bekam beim Lesen Gänsehaut!“
    Ganz so euphorisch fällt meine Beurteilung von „Die Moortochter“ von Karen Dionne zwar nicht aus, aber vorweg sei gesagt: In einer Gesamtbewertung vergebe ich 4 von 10 möglichen Eulenpunkten.
    Zur Handlung
    Helena wächst mit Vater und Mutter gemeinsam in einer Hütte fernab der Zivilisation auf. Dabei ahnt sie bis zu einem gewissen Punkt nicht, dass ihr Vater ihre Mutter entführt hat, als diese selbst ein Teenager war.
    Dabei wird die Geschichte mehr oder weniger abwechselnd auf zwei verschiedenen Zeitebenen erzählt. Auf der einen Seite wird rückblickend Helenas Leben im Moor beleuchtet, wie sich ihre Beziehung zu Vater und Mutter gestaltet hat und wie Helena schließlich den Weg (zurück) in die Zivilisation geschafft hat. Die andere Handlungsebene spielt sich Jahre später ab. Helena ist inzwischen selbst Mutter von zwei Töchtern, als sie erfährt, dass ihr Vater aus dem Gefängnis ausgebrochen ist. Es beginnt ein potenziell tödliches Katz-und-Maus-Spiel zwischen Vater und Tochter.
    Meine Meinung
    Als ich mit dem Thriller begonnen habe, hatte ich nicht erwartet, dass ungefähr die Hälfte der Handlung sich tatsächlich mit Helenas Gegenwart beschäftigt. Dabei ist das Verhältnis der beiden Handlungsebenen aber ausgewogen. Stück für Stück erfährt man, wie sich Helenas Leben vor der Erkenntnis, was ihr Vater ihrer Mutter angetan hat, gestaltet hat. Viele Gepflogenheiten im zwischenmenschlichen Umgang mit anderen sind ihr nach so langer Zeit der Isolation fremd. Die Handlung fokussiert sich definitiv auf Helena, aus deren Perspektive beide Erzählstränge geschildert werden. Über die Mutter, die ebenfalls ein Opfer von Helenas Vater ist, erfährt man dabei relativ wenig. Zum Ende hin kommt noch einmal richtig Action in die Handlung, die aber, nach der eher von Charakterbetrachtung getriebenen restlichen Handlung ein wenig fehl am Platz und leicht übertrieben wirkt.
    In einer Gesamtbewertung komme ich daher auf die bereits genannten vier von 10 Eulenpunkte.


    Man kann irgendwie nur hoffen, dass Stephen die Mädchen trotzdem bei seinen Eltern abgesetzt hat, bevor er zurück nach Hause gefahren ist. Dass Helena immer noch nicht versteht oder nicht verstehen kann, dass für ihren Vater die Regeln ihres "Spiels", das sie früher im Moor gespielt haben, nicht mehr gelten bzw. er diese Regeln immer so abwandelt, dass sie ihm passen, kann ich nicht nachvollziehen.


    Er scheint ja kein Problem damit zu haben, auf die eigene Tochter zu schießen.


    Meine Hoffnung ist jetzt, dass der Hund tatsächlich nach Hause gelaufen ist und Stephen die Polizei alarmiert hat...

    Zitat

    Original von Schneehase
    Ich finde das Buch immer noch gut! :keks


    Das einzige, das ich bemängeln muss, ist die Bezeichnung Psychothriller. Das ist es definitiv nicht.
    Aber ich langweile mich nicht, finde auch Helena nicht unsympathisch.
    Und ob die Familie ihr Gelee mit oder ohne Gelierzucker gekocht hat, ist mir eigentlich egal. ;-)


    Mir gefällt es eigentlich auch ganz gut. Kein typischer Thriller, aber langweilig finde ich die Handlung jetzt auch nicht unbedingt. Ich hatte allerdings nicht unbedingt erwartet, dass die Vergangenheit einen so großen Teil der Handlung einnimmt, aber dadurch erfährt man auch viel über Helena, ihr Aufwachsen und die Hintergründe zu ihrer doch sehr gespaltenen Beziehung zu ihrem Vater. Auf der einen Seite scheint sie doch irgendwie an ihm zu hänge, auf der anderen Seite hasst sie ihn dafür, was er ihrer Mutter angetan hat.