Carsten Sebastian Henn – Der Gin des Lebens

  • Buchmeinung zu Carsten Sebastian Henn – Der Gin des Lebens


    „Der Gin des Lebens“ ist ein Kriminalroman von Carsten Sebastian Henn, der 2020 im DuMont Buchverlag erschienen ist.


    Zum Autor:

    Carsten Sebastian Henn wurde 1973 in Köln geboren und lebt heute noch im Rheinland - mit zwei Kindern, drei Katzen und 12 Rebstöcken. Der WDR erklärte den mehrfach ausgezeichneten Autor zu "Deutschlands König des kulinarischen Krimis". In vielen seiner Romane geht es um Mord, Wein und gutes Essen.

    Aber nicht nur durch seine literarischen Werke, sondern auch durch seine Sachbücher zum Thema Wein hat Carsten Sebastian Henn sich deutschlandweit einen Namen gemacht. Er ist zudem ständiger Mitarbeiter des internationalen Weinmagazins „Vinum“ und Redaktionsmitglied des „Gault Millau WeinGuide Deutschland“. 2009 gründete Carsten Sebastian Henn, der in Australien während seines Studiums auch Weinbauseminare belegte, die „Deutsche Wein-Entdeckungs-Gesellschaft“ und keltert seitdem gemeinsam mit den besten Winzern Deutschlands streng limitierte Spitzenweine.


    Klappentext:

    Eines schönen Morgens findet Cathy Callaghan, Betreiberin eines kleinen Bed & Breakfast in Plymouth/Südengland, eine Leiche in ihrem Garten. Bald stellt sich heraus: Es handelt sich um einen stadtbekannten Obdachlosen, der mehr gesehen hat, als ihm guttat. Auch für Bene Lerchenfeld kommt’s knüppeldick: Seine langjährige Freundin Annika verlässt ihn, als er ihr gerade einen Heiratsantrag machen will. Und dann landet er mit seinem geliebten Oldtimer dank Navi auch noch im Rhein.

    Bene ist am Tiefpunkt. Da kommt die Flasche selbstgebrannten Gins, die ihm sein toter Vater vermacht hat, gerade richtig. Jahrelang hat er sie sich aufgespart, doch jetzt ist sowieso schon alles egal, also: Prost! Der Gin schmeckt besser als alles, was Bene je getrunken hat. Er beschließt, die verlorene Rezeptur dieses ganz besonderen Tropfens ausfindig zu machen. Eine Suche auf den Spuren seines Vaters, die ihn nach Plymouth führen wird – wo Cathy und der tote Obdachlose auf ihn warten …


    Meine Meinung:

    Dieses Buch punktet vor allem mit den Themen um die Kriminalgeschichte herum. Es gibt viel Wissenwertes um Geschichte und Herstellung des Gins, einige Sprüche bekannter Alkoholtrinker zu ihrem Konsum und liebenswert gezeichnete Figuren. Manche sind mehr oder weniger schrullig, aber doch bleiben sie sympathisch. Tiefgreifende Charakterisierungen sucht man aber vergebens. Das Erzähltempo ist gemächlich und die beiden Hauptfiguren treffen erst spät aufeinander. Persönliche Probleme behindern beide, wie sie auch beide viel gemeinsam haben. Früh verstorbener Vater, Beziehungsprobleme, finanzielle Schwierigkeiten und der Versuch durch Ginherstellung wieder auf die Füße zu kommen. Gerade Bene stellt sich manchmal selbst ein Bein, aber es passt zur Figur. Ein trockener Humor ließ mich mehrmals schmunzeln. Plymouth wird atmosphärisch stark als ein Ort mit viel Geschichte und etlichen Sehenswürdigkeiten geschildert. Die Entwicklungen zum Ende des Buches wirkten auf mich doch überzogen und trübten den guten Gesamteindruck doch ein wenig.


    Fazit:

    Ein Krimi, der eher durch die Nebenhandlungen und liebenswerte Figuren punktet. Ein atmosphärisches Plymouth kommt dazu. So vergebe ich vier von fünf Sternen (75 von 100 Punkten) und spreche eine Leseempfehlung für die Freunde ruhiger Krimis aus.


    ASIN/ISBN: 3832183973

    :Hörbuch P. D. James - Drei Fälle für Adam Dalgliesh

    :Hörbuch Graham Norton - Ein irischer Dorfpolizist

    :lesend Christine Ambrosius - Durch die Flammen

    :lesend Deon Meyer - Beute

  • Gin, Mord und Liebe


    "Der Gin des Lebens" von Carsten Sebastian Henn hat bei mir gleich mit seinem wirklich gelungenen Cover gepunktet.
    Dann noch England und Gin..........ich habe mich wirklich auf das Buch gefreut.
    Und es hat mir auch richtig gut gefallen.
    Bene gelangt über Umwege nach England - auf der Suche nach seinem Vater, seiner Bestimmung und einem Gin-Rezept.
    Dieses ultimative Rezept hat sein Vater entwickelt und Bene möchte nun dessen ( und auch seinen eigenen ) Traum verwirklichen.
    Bis zu diesem Ziel liegen aber viele Hindernisse vor ihm.
    Es gibt Verwirrungen, Missverständnisse, kriminelle Handlungen und auch Tote. Und Liebe.
    Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, besonders auch der Humor, der oft darin versteckt ist.
    Die Story selbst erschien mir manchmal etwas an den Haaren herbei gezogen, aber sie ist unterhaltsam aufgebaut.
    Es gibt viele liebenswerte und ungewöhnliche Charaktere sowie einen Corgie zum Knutschen.
    Und man erfährt vieles über Gin.
    Das ist sehr gut mit eingebaut und über die Rezepte am Ende des Buches habe ich mich auch gefreut.

    Insgesamt wurde ich gut und kurzweilig unterhalten.