Beiträge von wampy

    Und dann die große Schlacht gegen die Mauren, bei der er sich auch noch beweisen kann und zum Ritter geschlagen wird

    Robin hatte ja die Befürchtung Fulke nicht schützen zu könne, weil er dauernd anderweitig eingespannt war. Aber so hat er dann ja eine gute Lösung gefunden, auch wenn Marian sicher nicht begeistert sein wird, dass Fulke ganz vorne mitreiten durfte.


    Ein Glück, dass der Kalif so ein Angsthase war. Mit Saladin hätte das nicht geklappt, da wäre die Lage deutlich vertrackter gewesen.

    Dies ist ein Sieg der Barbaren gegen die Hochkultur der Mauren. Da hat sich Gewalt gegen Verstand durchgesetzt. Die maurische Kultur war damals so etwas wie eine Multi-Kulti-Gesellschaft mit einem weitgehend friedlichem Zusammenleben von Mauren, Christen und Juden.

    Gleich zum Einstand gibt es eine üble Szene, John, das Mega-Monster . Schier unerträglich, seine menschenverachtenden Handlungsweisen. Tötet mögliche oder vermeintliche Thronrivalen, vergewaltigt Kinder - und frisst wie ein Schwein.

    Da ist er aber nicht der einzige zu der Zeit. Und seine Mutter sieht auch lieber ihn an der Macht, als einen aus einem anderen Geschlecht. Sie trägt auch eine erhebliche Schuld an seinen Taten. Auch Richard hatte in den vorhergehenden Büchern so seine Monsterszenen.

    Natürlich war John ein Monster, aber gerade die Tötung von möglichen Thronrivalen war nicht so ungewöhnlich. Böse gesagt: Bring sie um, bevor sie erstarken und dich umbringen. Und ihr Umfeld hat sie meist unterstützt, da sie ja vom Tod der Rivalen profitiert haben.

    Buchmeinung zu Mick Finlay – Arrowood – In den Gassen von London


    „Arrowood – In den Gassen von London“ ist ein Historischer Kriminalroman von Mick Finlay, der 2018 bei HarperCollins in der Übersetzung von Kerstin Fricke erschienen ist. Der Titel der englischen Originalausgabe lautet „Arrowood“ und ist 2017 erschienen.


    Zum Autor:

    Mick Finlay wurde in Glasgow geboren und verbrachte seine Kindheit in Kanada und England. Er arbeitete als Marktverkäufer in der Portobello Road, in einem Wanderzirkus, als Schlachtergehilfe, als Portier und in verschiedenen Positionen im Gesundheits- und Sozialdienst. Mittlerweile lehrt er an einer Psychologischen Fakultät und lebt mit seiner Familie in Brighton.

    Klappentext:

    Privatdetektiv William Arrowood ist ein Mann vieler Talente – und einiger Laster. Die Tagelöhner und Straßenmädchen im armen South London können sich keinen besseren Detektiv leisten und kommen daher mit allen Anliegen zu ihm. Voller Verachtung und Neid blickt er über die Themse auf seinen bekannten Kollegen Sherlock Holmes und dessen betuchte Klientel.

    Auch Arrowoods neuester Fall scheint nicht geeignet zu sein, ihn berühmt zu machen: Eine junge Französin bittet darum, ihren verschwundenen Bruder aufzuspüren. Doch hinter dem simplen Auftrag verbergen sich weit mehr Geheimnisse und Leichen, als Arrowood für möglich hielt. Und so führen ihn seine Ermittlungen von den Tiefen der Londoner Unterwelt bis in höchste Regierungskreise …


    Meine Meinung:

    Dieses Buch besticht durch die ungewohnt „schmutzigen“ Figuren, selbst die Ermittler sind nur etwas heller als die Verbrecher. Die Geschichte spielt in weiten Teilen in den ärmeren Gegenden Londons und die Schilderung der Verhältnisse kennt keine Zurückhaltung. So liegt eine trübe Atmosphäre in der Luft und man spürt, wie schwer es vielen Menschen fällt, nicht jede Hoffnung zu verlieren. Dazu kommt, dass eigentlich jeder nicht die Wahrheit sagt. Auch Gewalt ist allgegenwärtig und spielt öfters eine Rolle. Arrowood ist ein Ermittler der Armen und bekommt regelrecht Unwohlsein, wenn er von den Erfolgen eines gewissen Sherlock Holmes hört. Es bereitet ihm Genugtuung, wenn es ihm gelingt, diese Erfolge als Aneinanderreihung glücklicher Zufälle darzustellen. Eine wesentliche Rolle bei den Ermittlungen spielt Barnett, der Assistent Arrowoods. Er agiert im Stil eines Archie Goodwins und ist für die Laufarbeiten zuständig. Weitere Unterstützung erfährt Arrowood durch seine Schwester Ettie und den Strassenjungen Neddy. Arrowood überzeugt nicht durch seine Genialität, wohl aber durch seine Hartnäckigkeit und Ausdauer. Er lässt sich nicht einschüchtern und gibt sein Bestes. So legt er sich auch mit dem SIB, einer Polizeieinheit gegen irische Terroristen, an. Die Polizei spielt keine besonders glückliche Rolle und es bedarf glücklicher Umstände für die ermittelnden Figuren. Gerade wegen ihrer Unvollkommenheit fiebert man mit den Figuren mit und hofft, dass sie zumindest überleben, wenn sie schon nicht zu strahlenden Helden werden.

    Die politischen Verhältnisse der damaligen Zeit spielen eine Rolle und das Fehlen eines Glossars fiel mir unangenehm auf. Die Geschichte der Ferniers war mir vollkommen unbekannt. Auch die Gewaltanwendung war sehr intensiv und hat bei den Figuren Spuren hinterlassen. Doch insgesamt überwiegen die positiven Aspekte. Die Geschichte war spannend, enthielt etliche humorvolle Stellen und die Figuren mit ihren vielen Grautönen sind gut gelungen. Auch die Atmosphäre war dunkel, aber glaubhaft.


    Fazit:

    Ein Historischer Roman mit einigen Schwächen, der aber vor allem mit der Atmosphäre und der sehr gelungenen Figurenzeichnung punktet. Von mir gibt es deshalb vier von fünf Sternen (80 von 100 Punkten) und eine klare Leseempfehlung für alle, die es etwas härter mögen.

    Ein bisschen was über Beziehungen von Pulaski, Evelyn und Flo. Jasmin und Freundin brauch ich nicht unbedingt. Die beiden sind dann alt genug, um ihr eigenes Leben zu bewältigen. Es sollte ein Ende sein, das zur Serie passt. Mir hat damals der Abschluss der Shaft-Reihe von Ernest Tidyman sehr zugesagt. Shaft überlebt die Auseinandersetzungen mit den großen Kriminellen und dann ist da der Junkie vor seinem Haus.

    Ich habe zwar noch keinen Buchvertrag dafür, aber eine Idee in der Schublade liegen.

    Drückt mir die Daumen, dass ich einen Vertrag dafür erhalte, denn dann würde ich den "Rachefrühling" gern schreiben, mit einem Finalen Fall für Pulaski & Meyers.


    Danke, es freut mich sehr, dass dir das Buch gefallen hat.

    Auch wenn es der letzte Fall sein sollte gefällt mir die Idee. Ich finde es besser. wenn ein Serie rechtzeitig beendet wird, als wenn niemand den Gnadentod gewähren will.

    Zu "Herzgrab" habe ich tatsächlich eine Idee für eine Fortsetzung.

    Aber zunächst möchte ich mal den Verlag fragen, was die zu einem 3. Fall von Peter Hogart halten, nach "Die schwarze Dame" und "Die Engelsmühle".

    Naja, Ideen sind genug da, ich muss nur überlegen, in welcher Reihenfolge ich das schreiben möchte/kann/darf.

    Die Hogart-Reihe interessiert mich, wenn sie etwas ruhiger ist. Bei Maarten bin ich außen vor, der ist nicht mein Ding.

    Fast ein amerikanischer Showdown und Rettung in letzter Sekunde. Die Auflösung hat mir gefallen und es wahr ungemein spannend, aber auch recht brutal. Und der Epilog um Dröger sorgt dafür, dass es nicht zu positiv wird für die gezeichneten Helden. Gut fand ich, dass es keine zweite Lösung gab - ein Trend, der mir überhaupt nicht gefällt. Nun können unsere Helden ihre Wunden lecken und ausgeruht in den nächsten Fall starten.

    Lumos schrieb:

    Ich hab mich ein bisschen gewundert, dass und wie die Mädels so leicht in dieses Gut einbrechen können. Es ist zwar kein ständig genutzter "Hauptsitz" der Kottens, aber trotzdem hätte ich mehr Sicherung erwartet.


    Fand ich auch seltsam. Da hätte ich moderne Technik zum Schutz des Gutes erwartet. Ich meine, dass Wehrmann auch so etwas in diese Richtung angedeutet hat.

    Für mich ist die Mutter das Monster, nicht der Vater. Ich denke schon, dass er seine Kinder geliebt hat.

    Die Mädels sind einfach voll bescheuert. Nina wird im Gut der Kottens erwischt. Man verzeiht den jungen Damen ja einiges, aber was soll das Rasiermesser? Bei der Familie von Kotten gab es eine tragische Serie von Unglücken und ich kann verstehen, dass sie versucht haben, alles unter den Teppich zu kehren. Frau von Kotten hat sich wie ein Monster verhalten und ihr Sohn ist ein würdiger Nachfolger. Was macht man mit solchen Menschen? Mir fällt außer Wegschließen (Sicherheitsverwahrung) auch nichts ein.

    Die ganzen Toten tun mir eigentlich nicht leid. Die haben alle kräftig Dreck am Stecken. Gehört halt zu einem Krimi. Aber die arme Schwester Brigitte, der hätte ich einen ruhigen Lebensabend gegönnt.

    Hab ich nicht so empfunden. Hab noch nicht entdeckt, warum sie alle umgebracht werden. Vielleicht ist es eine Altlast.

    Nun finden die beiden Ermittler zueinander. Ein paar weitere Tote, leider auch Brigitte. Das Tempo zieht an. Jetzt will auch der Oberstaatsanwalt aufgeben, aber Evelyn macht weiter. Geht ja auch nicht anders, wenn sie im Geschäft bleiben will. Pulaski macht sich im Swingerclub mal wieder unbeliebt, aber er bleibt konsequent. Was werden die von Kottens nun unternehmen?

    An beiden Orten geht es voran, aber in Wien scheint man weiter zu sein. Flo und Evelyn harmonieren ganz gut und ein Stellvertreter scheint gefunden. Ostrovsky ist auch auf Rache aus, verständlich, aber kein guter Ratgeber. Er weist aber auf die gefährlichen Mitglieder des Sicherheitsteams hin.

    In Leipzig haben die Mädchen fast so viel oder sogar noch mehr herausgefunden wie die Polizei. Pulaski in der Sauna hat mir gefallen, ebenso wie die Reaktion des Staatsanwalts. Ich bin mir nicht sicher, ob alle Morde etwas miteinander zu tun haben. Wien sieht nach Eifersucht aus, Leipzig nach etwas, was mit dem Glücksspielkonzern zu tun hat.

    Natürlich machen die Mädchen in Leipzig weiter und haben wirklich keine Ahnung, welche Risiken sie eingehen. Da muss Pulaski schon kräftig aus der Haut fahren und es erwischt die Falschen. Aber immerhin war Herr Hinze mit einer Dame zusammen, die Christine sein könnte.

    Bei Christines nächstem Opfer wird klar, dass es nicht persönlich gegen die Opfer geht sondern um etwas Anderes.

    Evelyn und Flo kommen in Wien auch nur schwer voran, aber vielleicht kann man mit der Software und den verfügbaren Daten doch noch etwas finden. Als Mensch, der mit sensiblen Personaldaten zu tun hat, finde ich es befremdlich, wie leicht Flo auf diese Daten zugreifen kann. Ist der Datenschutz in Österreich kein so großes Thema wie in Deutschland, Stichwort Datenschutzgrundverordnung.

    Der Kotten-Clan hat ja erstaunliche Mitglieder, u. a. eine Chirurgin und einen Nervenarzt. Gerade das braucht doch der Michael, den ich auch für den Täter in Wien halte. Weiterhin glaube ich, dass die Casinofraktion nichts mit den Morden zu tun, denn sie sind einfach geschäftsschädigend. Es dürfte eher jemand sein, der einen Hass auf diese Sippe hat.

    Interessant fand ich, dass Flo seine Wohnung kostenlos untervermietet und sogar Klamotten mit seinem Mitbewohner teilt. Aber Wien ist mietenmäßig auch deutlich erschwinglicher als deutsche Hochschulstädte.

    Bei der Parkplatzsituation scheint es aber ähnliche Engpässe zu geben. Wenn ich die Woche über in einer Stadt bin, lasse ich mein Auto auch am Hotel stehen und nutze nur öffentliche Verkehrsmittel. Macht einfach weniger Stress.

    Es geht spannend und unterhaltsam weiter. In beiden Startfällen glauben sich die verantwortlichen Ermittler am Ziel, aber Meyers und Pulaski sehen das anders. Kaum einer sagt die Wahrheit und auch sonst ist vieles verwirrend. Bei Evelyns Mandanten sehe ich keinen großen Unterschied zu seinem Vater. Sie machen beide das, was ihnen gerade in den Kram passt. Wie Kotten senior Frau Meyers schon erklärt hat, ist für ihn eine schnelle Verurteilung seines Sohnes das Beste. Das vermittelt Evelyn ja auch dem Oberstaatsanwalt. Der Messi-Professor hat viel zu erzählen, aber ich bin mir nicht sicher, ob ich ihn richtig zu interpretieren weiß. Kotten senior ist meiner Meinung nach nicht der Auftraggeber für die Morde, denn das hätte negative Auswirkungen auf seine Geschäfte. Kotten junior ist wohl nicht der Mörder gewesen, aber woher weiß er von der Tatwaffe und vom Tathergang. Nun stehen Evelyn und Flo wieder am Anfang. Außer ihnen scheint niemand weiter ermitteln zu wollen. Dann noch dieser Cliffhanger.

    In Leipzig versucht Pulaski seine Tochter und ihre Freundin von eigenen Ermittlungen abzuhalten., aber ohne Erfolg. Das Ninas Mutter die Pulaskis aus dem Haus verweist, kann ich nachvollziehen. Sie erhofft vom Ende der Ermittlungen sicher die notwendige Ruhe, um mit dem Tod ihres Mannes klar zu kommen. Das Jasmin wichtige Indizien zurückhält finde ich seltsam, denn sie weiß doch, was ihr Vater leisten kann.

    Pulaski wird schon deshalb weiter ermitteln müssen, um seine Tochter zu bändigen.

    Positiv finde ich, dass die meisten Charaktere Grautöne en masse haben.

    Zu den Morden am Ende der Leseabschnitte habe ich noch keine Meinung, da ich keinen Zusammenhang sehe. Vielleicht war es ja diese Christine, die Herrn Hinz umgebracht hat. Andererseits hat sie die beschriebenen Taten bei erster Gelegenheit begangen.

    Nun habe ich auch den ersten Abschnitt durch und ... ich bin gefesselt. Leider habe ich es nicht mehr geschafft, den zweiten Band zu lesen, aber ein paar Informationen gab es auf indirekte Art, weil mir jemand fehlt. Zurück zum aktuellen Buch. Es geht wieder heftig zur Sache und die ersten Toten sind schon wieder da. Mich hat die negative Darstellung der einfachen Polizisten betroffen gemacht, scheint irgendwie im Trend zu liegen. Auch Pulaskis Verhalten ist nicht astrein, aber ich mag ihn trotzdem oder auch gerade deshalb. Er ist engagiert und der Tote ein Bekannter. Aber auch er spielt mit Menschen, sogar mit seiner Tochter. Die Familie Hinze scheint auch nicht mehr intakt gewesen zu sein. Jeder Beteiligte scheint seine eigenen Ermittlungen durchführen zu wollen, selbst Nina und Jasmin. Und Pulaskis Versuch der Abschreckung scheint völlig wirkungslos geblieben zu sein. Wie üblich lockern lustige Elemente die harte Handlung auf, so wie die Szenen um den Motelmanager.

    In Wien läuft es ähnlich turbulent. Frau Meyers mit ihrem Assistenten Flo betreibt auch eigene Ermittlungen und sammelt die Sympathiepunkte ein. Die Familie ihres Klienten ist unterirdisch und der Oberstaatsanwalt will den Mord nur als Aufhänger in seinem Kampf gegen diese Familie einsetzen. Evelyn, ganz die furchtlose Heldin, lässt sich vom Oberstaatsanwalt nicht einschüchtern und will kämpfen. Ihr Mandant scheint mir ganz im Stil seines Vaters ein unangenehmer Zeitgenosse zu sein. Bisher scheint nichts an seiner Aussage wahr zu sein und das ist ziemlich dumm. Ein Zusammenhang ist noch nicht zu erkennen, oder war Evelyns Mandant zeitweilig der Fahrer vom Leipziger Mordopfer.

    Der permanente Wechsel zwischen Wien und Leipzig schürt die Spannung. Es überwiegt eine bedrohliche Stimmung und die doch detaillierten Beschreibungen der Taten und Tatorte unterstützen diese trübe und dunkle Atmosphäre. Auch Frau Meyers wirkt ein wenig gezeichnet, sie selbst nennt es härter geworden.