Melisa Schwermer - Düsterhof

  • Felix Hertzlich, ein nicht sehr erfolgreicher Privatdetektiv, fährt seine autistische Schwester Natalie zur Reittherapie, Dort spricht ihn eine junge Frau an, da ihr Pferd verletzt wurde und sie glaubt, dass es der Pferderipper war, der schon einige Tiere verletzt und getötet hat. Er nimmt den Auftrag an. Kurz darauf wird diese brutal ermordet aufgefunden; verhaftet wird ihr eifersüchtiger Ex-Freund Robin Thaler, der Reittherapeut von Natalie. Die Pflichtverteidigung übernimmt Anna Hart. Natalie drängt Felix Robin zu helfen, da sie nicht an seine Schuld glaubt. Und so meldet sich Felix bei Anna und die beiden beginnen zu ermitteln. Als Anna Robins vorübergehende Freilassung erwirken kann, wird die nächste Frau ermordet - und auch hier hat Robin ein Motiv.

    Das Cover des Buches erinnert etwas an Skandinavien-Krimis und ist ausgezeichnet gemacht.

    Der Schreibstil der Autorin ist wundervoll; Orte und Charaktere werden bildhaft dargestellt.

    Die Spannung ist von Beginn an sehr hoch gesetzt; auch mit den Hauptprotagonisten Anna und Felix ist der Autorin ein großer Wurf gelungen. Dabei darf man natürlich auch Natalie nicht vergessen, die ein Computergenie und eine Hackerin trotz ihres Autismus ist. Und dann gibt es ja auch noch den Ex-Freund von Anna, der sie stalkt, aber letztendlich doch auch seine guten Seiten zeigt.

    Zwar ist ab der Hälfte des Buches dem Leser/der Leserin klar, wer der Täter ist, trotzdem ist die Spannung auch danach noch vorhanden, selbst als auch Anna und Felix den wahren Täter identifizieren können.

    Das Ende deutet an, dass dies nicht der einzige Fall für das ungleiche Ermittlerduo/-trio sein wird, was mich sehr freuen würde.

    Mich konnte das Buch auf jeden Fall überzeugen.

    Fazit: Spannender Thriller mit interessanten Hauptcharakteren. 4,5 von 5 Sternen, da der Täter doch schon früh klar war.


    ASIN/ISBN: 3949221220

  • Ermittlungen auf dem Reiterhof


    Zum Inhalt:

    In Reitställen werden immer wieder Pferde angegriffen. Nachdem das Pferd einer jungen Frau verletzt wird, beauftragt diese den Detektiv Felix Hertzlich, hier für Aufklärung zu folgen. Bald darauf wird sie jedoch ermordet aufgefunden. Verdächtigt wird ihr Ex, Robin Thaler. Seine Anwältin Anabelle Hart glaubt jedoch nicht an seine Schuld. Durch Felix Schwester, die auch nicht denkt, dass ihr Reitpädagoge die Frau umgebracht hat, beginnen die beiden gemeinsam zu ermitteln.


    Meine Meinung:

    Die Geschichte geht rasant los, man ist sofort mitten drinnen. Trotzdem habe ich einige Zeit gebraucht, um mit den unterschiedlichen Charakteren warm zu werden. Felix war mir auf den ersten Blick nicht besonders sympathisch. Seine Laschheit, die mich gerade zu Beginn gestört hat, legt sich im Laufe des Buches jedoch. Annabelle stellt seinen Gegenpart dar - eine toughe Anwältin, die jedoch auch mit persönlichen Problemen zu kämpfen hat. Je besser ich sie kennengelernt habe, desto besser konnte ich mich in die beiden hineinversetzen. Sie haben authentisch gehandelt, aber ganz warm wurde ich dennoch nicht mit ihnen. Auch Felix Schwester blieb irgendwie blass.

    Auch fand ich es merkwürdig, dass man von den polizeilichen Ermittlungen nichts mitbekommen hat. Es schien, als hätten die gar nicht ermittelt, da es zu keinen Überschneidungen gekommen ist.

    Die Lösung des Falles war mir schon relativ früh klar, das Ende war trotzdem spannend. Alles in allem ein solider, teils doch recht brutaler Krimi.


    Das Cover ist nicht unbedingt originell, wirkt aber trotzdem ansprechend und passt gut zum Genre.