'Morgen werden wir glücklich sein' - Seiten 258 - 347

  • Liebe Chiclana,

    Geneviève wird "Chen(e)viEve" ausgesprochen. Hilft das so?

    Und Adoption - es ging ihr darum, das Kind nicht in sich wachsen zu spüren - und wenn sie es zur Adoption freigegegeben hätte, hätte Maciej es adoptiert und sie dann doch wieder gehabt. Auch die Freundinnnen hätten das nie zugelassen, sie hätten das Kind selbst genommen. Sie hatte also keine Möglichkeit, es wirklich "loszuwerden".

    Und ich freue mich, dass dir das Buch so gut gefällt! Vielen Dank!<3

    Herzliche Grüße

    Lea

  • Danke für die Aussprache-Hilfe!!


    Und auch für die Infos zur Adoption. Ich tue mich dennoch schwer mit dieser Einstellung Hauptsache neues Leben, egal wie es dazu kam. Da fühl ich wohl (ausnahmweise:lache) mehr mit Marie.

  • Diesen Abschnitt habe ich als sehr düster empfunden, es gab mehrere Szenen, die mich sehr erschüttert haben.


    Besonders schlimm fand ich die Szenen in dem Lager - ja, es ist toll, dass es gelungen ist, die Kinder zu retten, aber die Gedanken, die den Eltern (und auch den Kindern) durch den Kopf gegangen sind, dass man sich vermutlich nicht wiedersehen wird - einfach nur furchtbar.

    Aber weshalb kommt sie nicht auf den Gedanken, daß es eventuell Geneviève mit ihren Kontakten gewesen sein könnte, die mitgeholfen hat, wenn sie so plötzlich freigelassen wurde?

    Gerade weil es so unerwartet kam, muß doch irgendwo im Hintergrund jemand die Fäden gezogen haben und die einzige, die das hätte können, ist nun mal ihre Freundin.

    Die Brutalität, mit der Gefangene behandelt wurden, ist einfach nur furchtbar. Der Krieg scheint in vielen Menschen die schlechte Seite hervorzubringen, das findet sich ja auch in aktuellen Berichten aus der Ukraine wieder. Dass Marie nicht auf den Gedanken kommt, dass Geneviève ihr geholfen haben könnte, fand ich auch merkwürdig, aber vielleicht war es einfach auch so, dass sie nicht darüber nachdenken wollte, wie es zu ihrer plötzlichen Freilassung gekommen ist, einfach alles verdrängt hat.


    Dass sie das Kind ihres Peinigers loswerden wollte, kann ich gut verstehen, und ein wenig habe ich mich darüber gewundert, dass Amiel und Maciej so vehement dagegen waren - sie müssen doch gesehen haben, dass Marie unter der Schwangerschaft litt. Klar, Amiel als Ärztin hat den hippokratischen Eid geschworen, damit fühlt sie sich verpflichtet, Leben zu retten und nicht zu vernichten.


    Dass Marie schließlich selbst versucht, eine Abtreibung vorzunehmen ist schrecklich. Gut, dass sie gefunden wurde, bevor sie verblutet ist.


    Meine auch von ihm ging so viel Wärme aus, für mich ein Fels in der Brandung…..

    Ja, ich finde, das trifft Maciej sehr gut - er strahlt viel Gelassenheit und Sicherheit aus, lässt sich kaum mal aus der Ruhe bringen - erstaunlich und beeindruckend in diesen Zeiten.