Beiträge von SamtpfoteXL

    Es tut mir leid, ich hinke fürchterlich hinterher - eigentlich bin ich (leider) schon länger mit dem Buch fertig, aber ich bin einfach nicht zum Schreiben gekommen.


    Ich habe das Buch mit einem lachenden und einem weinenden Auge beendet. Ich fand es prima, dass sich so vieles im letzten Abschnitt noch geklärt hat, und ich fand den Schluss für mich "rund", aber ein Stückchen hätte ich Olivia gern noch auf ihrem Weg begleitet.


    Olivia hat in diesem Abschnitt wieder einmal bewiesen, dass sie eine starke Frau ist, die sich nicht von ihrem Weg abbringen lässt. Toll fand ich, wie sie sich Mr. Robinson entgegen gestellt und ihm die Meinung gesagt hat - er hat ihr wirklich übel mitgespielt, seinen eigenen Vorteil gesucht und keinen Gedanken daran verschwendet, welche Konsequenzen das für Olivia haben könnte. Dass die Newberrys seiner Behauptung, Olivia habe ihn um Aufträge angebettelt, zunächst Glauben schenken, hat mich doch ziemlich entsetzt.


    Und dann war da noch Allie - dass seine Frau gestorben ist, hat mir furchtbar leid getan. Und es hat mir gefallen, dass Olivia ihm beigestanden hat, ihm aber auch klar gemacht hat, dass sie als Freundin für ihn da ist, er sich aber nicht mehr erhoffen solle.


    Mit Miss Cranston hat sie sich auch ausgesprochen und darf wieder bei der Gestaltung des neuen Teesalons mitarbeiten.


    Auch mit Gabriel gab es ein gutes Ende. In diesem letzten Abschnitt gab es fast schon ein bisschen zu viel "Drama". Aber eben nur fast ;) Immerhin sind jetzt alle offenen Fragen geklärt und alle "losen Enden" verknüpft. Insgesamt ein schönes Lese-Erlebnis - danke, liebe Susanne Goga für unterhaltsame Lesestunden. :)

    Gabriel und Olivia kommen sich näher - einerseits finde ich das sehr schön, andererseits mache ich mir ein bisschen Sorgen um Olivia. Wird Gabriel ehrlich zu ihr sein und Olivia erzählen, dass er auch Männer liebt? Und wie wird Olivia damit klar kommen.

    Aber Gabriels Umgang mit Olivia mag ich, er ist zugewandt und wertschätzend und die Idee des "Geschenks des besonderen Ausblicks" hat mein kleines romantisches Herz höher schlagen lassen... Da bin ich wirklich sehr neugierig, wie sich die Beziehung zwischen den beiden weiterentwickeln wird... Und überhaupt auf das Ende...

    Darauf bin ich auch sehr gespannt - die beiden sind ja eindeutig auf einer Wellenlänge, also habe ich die leise Hoffnung, dass sie ihren Weg finden. Aber es wird sicher nicht einfach werden.


    Interessant in diesem Abschnitt immer wieder die Gedanken, dass man Frauenkleidung neu erfinden müsse und dass jeder Gegenstand doch schön gestaltet werden könne. Da wird einem erst bewusst, dass hier erst mal ein Umdenken in der Gesellschaft stattfinden musste und dass die Künstler ihren Teil dazu beigetragen haben.

    Das fand ich auch sehr interessant. Ich habe mir früher nie Gedanken darüber gemacht, wie sehr Kunst auch im Alltag eine Rolle spielt, Kunst ist eben nicht nur ein Bild, das man sich an die Wand hängt, sondern spielt auch eine ganz praktische Rolle. Und Frauenbekleidung ist dafür ein schönes Beispiel, ebenso wie die Gestaltung der Speisekarte, die Olivia als Auftrag übernommen hat, oder die Tischdecken, die sie für Allies Restaurant anfertigt.


    Olivias Entwicklung in diesem Abschnitt gefällt mir sehr - sie fühlt sich an der School of Arts immer wohler, integriert sich, schließt Freundschaften. Und es gelingt ihr, sich von ihrer Mutter abzunabeln, ohne dass das Verhältnis zu ihr darunter leidet. Ganz ehrlich, Respekt! Ich finde es bewundernswert, wie sie ihren Weg geht und dass sie sich nicht davon abbringen lässt.


    Mr. Robinson und seine "Aufträge" sind mir aber immer noch suspekt - sehr sonderbar, dass er so ein Geheimnis um seinen Auftraggeber macht. Und ich fürchte, da kommt ein Problem auf Olivia zu, wenn die Tischwäsche etc., die sie entworfen hat, in einem Teesalon benutzt wird, der quasi Konkurrenz zum Teesalon ihrer Gönnerin Miss Cranston ist. Hoffentlich hat sie sich damit nicht unwissentlich selbst geschadet.


    Wie schade, dass der kommende Abschnitt schon der letzte ist - aber natürlich will ich unbedingt wissen, wie die Geschichte weitergeht.

    Ihr Lieben, ich wünsche Euch allen ein tolles neues Jahr, und ich möchte mich noch ganz herzlich bedanken - ich habe so viele schöne Karten zu Weihnachten bekommen, darüber habe ich mich riesig gefreut. Ich selbst habe nur ein paar Karten geschrieben (Weihnachten kommt halt immer so plötzlich :schaem) und umso mehr habe ich mich gefreut, dass so viele an mich gedacht haben. Für das neue Jahr habe ich mir fest vorgenommen, mehr zu schreiben.


    Erst einmal möchte ich mich aber noch für Weihnachtspost bedanken bei

    chiclana

    Knoermel

    geli73

    mazian

    LeseBär

    Johanna

    Tilia Salix

    buntfisch

    Ich fürchte, ich hinke mal wieder hinterher - trotz Urlaubs ist die Lesezeit knapp bemessen, und komme nur vor dem Schlafengehen zum Lesen, dabei würde ich mich so gern richtig in dieses Buch vertiefen, es gefällt mir nämlich sehr, sehr gut.


    Es freut mich, dass Olivia sich an der School of Arts wohlfühlt und auch so langsam Freundschaften schließt - zum Glück haben ihre Mitstudentinnen keinerlei vorbehalte, weil sie aus einer anderen Gesellschaftsschicht stammt, das Künstlerische ist einfach der gemeinsame Nenner. Das gefällt mir sehr gut.


    Olivia kann sogar ein paar kleinere Aufträge ausführen, das hat mich wirklich gefreut - Mr. Robinson ist mir aber auch ein bisschen suspekt, warum tut er so geheimnisvoll und will nicht sagen, wer der Auftraggeber ist? Ich hoffe nicht, dass er Olivias Entwürfe als seine eigenen verkauft.


    Mit Allie hat sich Olivia wieder versöhnt, und damit auch ihre Mutter wieder etwas gnädiger gestimmt. Es freut mich sehr für Allie, dass er eine Frau gefunden hat, mit der er gemeinsam seinen Traum vom Restaurant verfolgen kann.


    Und Olivia? Sie hat sich offensichtlich in Gabriel verliebt - bei dieser Stadtführung durch Glasgow sah es ja auch danach aus, als hätten die beiden dieselbe Wellenlänge und ich habe mir wirklich gedacht, dass aus beiden etwas werden könnte. Aber es scheint so, als sei Gabriel bereits in einer Beziehung. Das wird wohl eine große Enttäuschung für Olivia werden.


    Danke streifi für den Link zum Wikipedia-Eintrag zu Miss Cranston - sie scheint eine faszinierende Frau gewesen zu sein. Ihre Teesalons hätte ich mir gern einmal angeschaut.

    Ich mache dieses Jahr auch gern wieder mit - und hoffentlich etwas erfolgreicher als im letzten Jahr.


    Die Reste aus 2022 habe ich einfach in meine neue Liste übernommen, die nicht mehr als 12 Bücher haben soll - wenn ich die schaffe, ist das schon ein echter Erfolg!


    Hier also meine Liste:

    1. Martin Cruz - Smith Gorki Park
    2. Elizabeth George - Am Ende war die Tat
    3. Ken Follet - Die Tore der Welt
    4. Christian Jacq - Ramses - Die Herrin von Abu Simbel
    5. Astrid Rosenfeld - Adams Erbe
    6. Karin Slaughter - Vergiss mein nicht
    7. Miriam Grace Monfredo Das Erbe von Seneca Falls
    8. Patricia Cornwell - Scarpetta Factor
    9. Ulla Hahn - Das verborgene Wort
    10. Stefan Zweig - Ungeduld des Herzens
    11. Marina Lewycka - Kurze Geschichte des Traktors auf Ukrainisch
    12. Anne Perry - Eine Spur von Verrat

    Auch die zögerliche Haltung der Mutter zu Olivias Plänen kann ich sehr gut nachvollziehen. Sie möchte ihre Tochter gut versorgt wissen und das ist sie an Allies Seite. Vor allem ist es ja sowieso ein gewaltiger Aufstieg von der unteren Arbeiterklasse zur Geschäftsfrau - kein Wunder, dass sie diesen Weg ihrer Tochter wünscht.

    Das kann ich auch absolut nachvollziehen - ich denke auch, dass es ihr schwer gefallen ist, sich vorzustellen, wie man mit einem Studium an einer Kunstschule seinen Lebensunterhalt finanzieren soll - ein Restaurant ist da schon etwas "Handfesteres", auch wenn ein italienisches Restaurant zu dieser Zeit noch sehr exotisch war.


    Die Szene, als Olivia mit Allie in dem Restaurant war, fand ich übrigens sehr schön - für uns ist ein italienisches Restaurant heute so selbstverständlich, dass man sick kaum vorstellen kann, wie jemand über Pizza und Pasta staunt.

    Ich habe sowohl mit Allie als auch mit Olivia mitgelitten - mit Allie, weil er eine ziemliche Enttäuschung erlebt und seine Vorstellung von der Zukunft auf einen Schlag zerplatzt. Aber er hätte es natürlich ahnen können, Olivia hatte ihm ja schon früher gesagt, dass sie nicht im Restaurant arbeiten will.


    Und Olivia - ihre Träume, ihre große Neuigkeit werden fast vollständig ignoriert, keiner weiß zu würdigen, was für eine große Chance sich ihr bietet.


    Aber ich halte sie für willensstark genug, dass sie an diesem Traum festhält, auch wenn es für sie sicher nicht einfach wird - sie muss noch viel lernen und noch dazu nebenher arbeiten, ich bin gespannt, wie sie das unter einen Hut bringt.


    Miss Cranston finde ich großartig - sie ist sicher eine sehr anspruchsvolle Chefin, aber sie weiß auch, gute Leistungen ihrer Angestellten anzuerkennen.

    Ich bin noch nicht ganz durch mit dem ersten Abschnitt, daher habe ich Eure Kommentare noch nicht gelesen - aber ich bin jetzt schon begeistert von diesem Buch.


    Mit den ersten Seiten bin ich in die Geschichte abgetaucht. Die Künstlerszene ist mir recht fremd, aber diese Gegensätze zwischen Olivias häuslicher Umgebung und der mondänen Umgebung des Tea-Rooms, in dem sie arbeitet, fand ich faszinierend. Und wie mutig von Olivia, zu der Kunstausstellung zu gehen und sich in dem Tea-Room vorzustellen. Das hat mich echt beeindruckt.


    Ich hoffe, ich kann den Abschnitt heute Abend beenden :lesend

    Bisher hatte ich den Eindruck, dass Zabel und Eva eine harmonische Ehe führen, aber jetzt gerät das doch arg ins Wanken. Die beiden müssten wohl einfach mehr miteinander reden. Ich verstehe schon, dass Eva verärgert ist, dass ein Mitglied ihrer Familie in den Kreis der Verdächtigen gerät. Aber dass sie von Zabel verlangt, dass er die Ermittlungen auf sich beruhen lässt, ist etwas viel verlangt, denke ich.

    Klar ist ihre Reaktion nachvollziehbar, trotzdem, wer es jemand in Kauf nimmt, dass ein brutaler Mörder ungestraft davon kommt und ein anderer für das Verbrechen bestraft wird, verliert er oder sie Sympathiepunkte bei mir.

    So sehe ich das auch.


    Der Angriff auf Cécile lässt darauf schließen, dass sie mehr weiß, als sie bisher erzählt hat - ich hoffe ja sehr, dass sie ihre Verletzungen überlebt, sie war mir nämlich sympathisch.


    Schier kann ich mir als Mörder überhaupt nicht vorstellen - allein schon, weil er nicht die Kraft hat, die es braucht, um jemanden mit bloßen Händen zu erwürgen.

    Die Szene mit dem Schmied in der Domschatzkammer hat mir auch sehr gut gefallen, und ich bin gespannt, inwiefern die Aktion Zabel bei seinen Ermittlungen weiterhilft.


    Ich denke auch, hinter den Abkürzungen, die der ermordete Jean in seinem Notizbüchlein verwendet hat, verbergen sich höher gestellte Persönlichkeiten. Und eine davon wollte nicht, dass das, womit Jean sie erpresst hat, ans Licht kommt.


    Cécile Travail (dieser Name amüsiert mich ja sehr ;)) weiß vermutlich auch mehr, als sie bisher Preis gegeben hat.


    Bisher gefällt mir die Geschichte sehr gut - ich habe immer noch keinen Schimmer, wer der Mörder war und rätsele fleißig weiter.

    Das ganze spielt ja bevor das Wort Rechtsmedizin überhaupt erfunden wurde. Da ist eine Obduktion her nicht mehr mit Lebensgefahr verbunden, aber auch noch nicht Routine.

    Das fand ich auch sehr interessant - auch das Identifizieren der Leiche. Damals konnte man das schließlich nicht anhand von Fingerabdrücken und Röntgenaufnahmen des Gebisses machen - da ist es fast schon erstaunlich, dass man doch so schnell herausgefunden hat, wer der Tote war.

    Ich glaube Zabel denkt nicht zu Ende. Warum ist das Kreuz noch in der Matratze? Wenn Schmoor der Täter war, warum wusste er nicht wo das Kreuz ist? Kann dieser Mord nicht andere Motive haben? Ist das nicht einfach zu kurz gedacht?

    Dass das Kreuz noch unter der Matratze lag, hat mich auch gewundert - so als wollte jemand, dass es dort gefunden wird. Sei es, um Schmoor als Täter abzustempeln (das wäre mir zu einfach), sei es, um das wirkliche Motiv für den Mord zu verschleiern.


    Die Sitzung des Festkommitees fand ich auch sehr interessant - und Zabel als Preuße mittendrin :grin Aber ob die Herrschaften ihre Pläne wirklich so umsetzen können? Ich kann mir vorstellen, dass das unter preußischer Verwaltung nicht so einfach wird.

    Sehr schmunzeln musste ich, als Zabel das gute kölsche Wasser lobt :rofl (Bläck Fööss lassen grüßen). Sind da im Buch womöglich noch mehr Karnevalstitel versteckt?

    Ich habe nicht nur geschmunzelt, ich hatte dann auch noch einen Ohrwurm :lache


    Eva gefällt mir als Figur auch sehr gut - sie macht einen selbstbewussten Eindruck und es wirkt so, als seien Zabel und sie gleichberechtigte Partner, was damals vermutlich nicht selbstverständlich war.

    Und ja teilweise auch im Sprechen übersetzt, da Zabel ja auch was damit fremdelt. :D

    Das finde ich übrigens ganz geschickt gemacht, dass da ein Preuße mit dem kölschen Dialekt konfrontiert ist und dann natürlich gelegentlich Übersetzungshilfe benötigt. Das hilft dann auch Lesern, die mit dem Dialekt vertraut sind. ;)


    Mir gefällt die kölsche Sproch dabei übrigens sehr gut, das macht es authentisch - damals haben die Leute, denke ich, noch viel mehr Dialekt gesprochen als heute. Ich komme ja aus Aachen, das Kölsche ist dem Öcher Platt sehr ähnlich, aber es zu lesen finde ich auch schwerer als es zu hören (Da mache ich es tatsächlich manchmal auch so wie beowulf und lese es laut)


    Zabel finde ich ganz sympathisch. Ich glaube, dass er es als Preuße in Köln nicht so ganz leicht hat.


    Der eigentliche Kriminalfall, der Diebstahl aus der Domschatzkammer, rückt im Moment noch ein bisschen in den Hintergrund, so ist zumindest mein Eindruck.


    Ich werde den Sonntagnachmittag nutzen und noch ein wenig weiterlesen, mal sehen, wie sich alles weiter entwickelt.