Beiträge von SamtpfoteXL

    Ich bin gestern auch durch den ersten Abschnitt "gerast" - obwohl ich mich zugegebenermaßen auf den ersten Seiten ein wenig schwer getan habe. Aber wahrscheinlich war der Kontrast zwischen Nachkriegsdeutschland und griechischer Mythologie (mein Vorgängerbuch "Ich bin Circe") einfach zu groß.


    Glücklicherweise hat sich das schnell erledigt und mittlerweile gefällt mir die Atmosphäre sehr gut. Man merkt, vieles läuft noch nicht wieder so, wie es soll, es muss viel improvisiert werden. Und die Kriegsjahre sind den Menschen noch allzu gut in Erinnerung.


    Phil Gerber gefällt mir als Figur sehr gut - ich mag diesen trockenen Humor.


    Er soll den Mord an seinem Vorgänger aufklären und entgeht gleich selbst nur knapp einem Anschlag - ich spekuliere jetzt mal, dass nicht Eva Herden das eigentliche Ziel war, oder ihr Fotograf. Dann frage ich mich, welche Absicht verfolgt der "Jäger", richtet sich sein Anschlag gegen den Menschen Gerber oder gegen ihn in als Inhaber einer höheren Position beim BKA? Ich vermute da eher politische Absichten, vielleicht von kommunistischer Seite?

    Über Adenauer weiß ich zu meiner Schande auch nicht so viel - schon allein deshalb war die erste Szene für mich interessant. Schon allein auch die Infos in Bezug auf sein Aussehen.

    Und er war 1945 schon über 70..........das ist ja etwas, was ich immer wieder bewundere - dass in der Politik so viele auch noch im recht hohen Alter aktiv sind.

    Den Prolog fand ich auch sehr interessant, zumal auch ich gestehen muss, dass ich über die Nachkriegszeit und die politische Situation zu der Zeit nicht viel weiß.


    Ich bin sehr gespannt auf's Weiterlesen.

    Sehr gut beschrieben fand ich, wie bei näherer Betrachtung die Heldentaten Odysseus allen Glanz verlieren und der strahlende Held zum egoistischen Ar*** wird.

    Das hat mir auch gut gefallen.


    Die Szene mit Trigon fand ich sehr faszinierend und gut geschrieben.

    Insgesamt kam mir dieser Abschnitt etwas langatmig vor, da es in weiten Teilen darum ging, wie sich die vier in ihrer unfreiwilligen WG zusammenraufen (um es mal salopp zu umschreiben).

    Bei mir sind in dieser Woche zwei Karten im Briefkasten gelandet.

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    Die obere ist von chiclana - Ja, das Hochwasser hat uns zum Glück verschont, aber zwei Nachbarstädte, Stolberg und Eschweiler, hat es ziemlich erwischt.


    Die untere Karte ist von Rouge - ja, das Problem mit den Urlaubsvertretungen kenne ich gut. Bei uns ist es zum Glück im Sommer ruhiger, dann macht die Urlaubsvertretung nicht so einen Stress. Dafür wird es zum Jahresende hin richtig stressig.

    Ich denke schon, dass sie sich bewusst ist, dass ihr Sohn sterblich ist - deshalb versucht sie so verzweifelt, ihn vor Athene zu schützen. Denn diese kann ihm nicht nur schaden, sie kann ihn töten. Aber ich bin mir noch nicht im Klaren über den Grund, warum sie ihn töten möchte. Dafür ist mir die Geschichte des Odysseus wohl nicht mehr präsent genug.


    Telegonos möchte sich aber aus dem Schutz seiner Mutter befreien, er fühlt sich eingeengt und sieht nicht, dass er sich in Gefahr bringt. Circe wird ihn letztendlich wohl ziehen lassen müssen. Mal sehen, welches Schicksal ihm dann blüht und ob wir das überhaupt erfahren werden. Denn im Mittelpunkt der Geschichte steht ja immer noch Circe. Allerdings bin ich auch gespannt, wie sie damit umgehen wird, ihren Sohn zu verlieren nachdem sie jahrelang so viel Energie darauf verwendet hat, ihn zu schützen.

    Es gibt wieder große Veränderungen in Circes Leben: Während es zunächst so schien, als fühle sie sich in der ihr auferlegten Einsamkeit ganz wohl, führt ihr Medea vor Augen, dass sie sich da wohl selbst etwas vorgemacht hat. In der Folge wird ihr die Einsamkeit mehr und mehr bewusst, und sie beginnt darunter zu leiden.


    Das fand ich eine interessante Entwicklung und ich habe mich gefragt, inwieweit man sich selbst täuschen kann. Ich denke, dass das sehr weit geht, insbesondere, weil man ja keine andere Wahl hat als sich mit der Situation zu arrangieren. Das ist wohl sehr menschlich (auch wenn unsere Protagonistin hier eine Göttin ist).


    Medea fand ich sehr unsympathisch und berechnend, ich hoffe, sie hat keine weitere Rolle mehr in der Geschichte.

    Die Geschichten mit Daidalos, Ikaros, Adriane und Minotaurus wurde erstaunlich schnell zu Ende gebracht. Aber es sind halt nicht Circes Geschichten und nachdem sie keine Rolle mehr darin spielt passt dieses abrupte Ende wahrscheinlich ganz gut.

    Das war wahrscheinlich einfach notwendig, denn es würde den Rahmen sprengen und uns als Leser unnötig verwirren, wenn man zu ausführlich auf das Schicksal der Nebenfiguren einginge.


    Herzlos finde ich sie in keinster Weise, schließlich nutzt sie ihre Fähigkeiten nur zur Verteidigung - wie schon angesprochen lässt sie die Seeleute, die nichts Böses im Sinn haben ja gestärkt ihrer Wege ziehen.

    Sie verteidigt sich, wenn es notwendig ist, und unterscheidet genau, wer sich tatsächlich nur stärken will und wer die Tatsache ausnutzt, dass sie als Frau allein auf der Insel lebt. (OK, die Gesellschaft der Nymphen zähle ich mal nicht, denn offensichtlich waren die ihr ja keine Hilfe)


    Ich bin auch gespannt, wie ihre Liaison mit Odysseus weitergeht. Nach Liebe sieht das bisher nicht aus.

    Mir gefällt das Buch immer besser.

    Circe macht hier eine interessante Entwicklung durch - spannenderweise bekommt sie die Chance dazu erst durch das, was eigentlich ihre Bestrafung sein soll, nämlich durch die Verbannung auf diese einsame Insel.


    Interessant fand ich, dass sie dort erst erlernen musste, ihre Kräfte bzw. die Magie der Pflanzen zu nutzen. Bei den Göttern, mit denen sie bisher zusammen gelebt hat, hatte man den Eindruck, dass diese von Geburt an gewisse Kräfte hatten, die ihnen angeboren waren und die sie nicht erst erlernen mussten.


    Überhaupt finde ich, dass Circe einige Verhaltensweisen zeigt, die sie eher menschlich als göttlich wirken lassen, wie beispielsweise ihr Schuldbewusstsein, weil durch Scylla, die sie ja in ein Monster verwandelt hat, Menschen sterben.


    Gut gefallen hat mir auch ihre Beziehung zu Daidalos, der mir wesentlich sympathischer ist als Hermes - ich denke, die Beziehung zu ihm ist mehr eine Zweckgemeinschaft, immerhin versorgt er sie in ihrer Abgeschiedenheit mit Informationen.


    Ihre Schwester finde ich dagegen fürchterlich - da würde ich mich auch auf die einsame Insel zurücksehnen, wenn ich so jemanden um mich hätte 8|.


    Circe findet einen Weg den Minotaurus in Schach zu halten und entdeckt dabei, dass sie seherische Fähigkeiten hat - mal sehen, wie sie diese noch einsetzen wird.

    Andererseits ist es ja gerade spannend, was jede(r) aus dieser Gabe macht. Und da gehen die vier Geschwister ja ganz eigene, sehr unterschiedliche Wege.

    Das stimmt wohl. Allerdings sind die Geschwister ja auch ganz anders als Circe, daher hat es mich nicht überrascht, dass sie ihre Gabe so verschieden einsetzen.


    Übrigens hatte ich gar kein Bild von Circe im Kopf, obwohl mich die griechischen Sagen früher immer sehr fasziniert haben. Aber vermutlich ist es zu lange her, dass ich mich damit beschäftigt habe.

    Anne Perry - Das Gesicht des Fremden

    Wieder ein Buch, welches schon viel zu lange auf dem Alt-SuB herumlungerte. ;) Monk hat mir sehr gut gefallen, ebenfalls Hester. Beide sind sehr unterschiedliche und doch irgendwie ähnliche Charaktere.

    ASIN/ISBN: B00GTLGJSG

    Ja, das hatte ich ja auch auf meiner Alt-SuB-Liste und habe es vor kurzem gelesen. Mir hat es gut gefallen und ich freue mich auf die nächsten Bücher aus der Serie. Und frage mich, warum die eigentlich immer noch ungelesen im Regal stehen...:gruebel

    Ich muss zugeben, mit dem ersten Kapitel habe ich mich etwas schwer getan, aber inzwischen gefällt mir die Geschichte ganz gut.


    Circe hat es wirklich nicht leicht - mir fällt dazu immer wieder der Satz "Familie kann man sich nicht aussuchen." ein.


    Die Götter finde ich etwas überzeichnet dargestellt - sie haben ja wirklich nur negative Eigentschaften, keine positiven. Oder sollte ich da etwas überlesen haben?

    Kein Wunder, dass in Circe ein Groll auf die Götter und auf die Regeln wächst. Und gleichzeitig findet sie zufällig heraus, dass sie wie ihre Geschwister eine Gabe hat.

    Traurig ist auch, dass der erste Mensch, in den sie sich verliebt, sofort alle Empathie verliert, nachdem sie ihn zum Gott gemacht hat. Eine weitere tiefe Enttäuschung.

    Dieser Mensch war wirklich eine Enttäuschung. So als hätte er mit seiner Verwandlung in einen Gott gleich auch alle ihre schlechten Eigenschaften mit auf den Weg bekommen. Ich habe öfter gedacht, dass es besser gewesen wäre, wenn er ein Mensch geblieben wäre.


    Ich fand es ein wenig schade, dass Circe nicht die einzige ist, die diese Gabe hat. Denn es hilft ihr ja auch nicht wirklich, dass nun erwiesen ist, dass sie sich das nicht bloß ausgedacht hat. Da wiegt stärker, dass sie es gewagt hat, ihrem Vater öffentlich zu widersprechen.


    Nachdem ich durch den ersten Abschnitt durch bin, gefällt mir die Geschichte ganz gut, und ich bin gespannt, wie es mit Circe weitergeht.

    Mariion Weiß ich noch nicht so genau. Gestern habe ich nur abgepumpt bis kurz vor Mitternacht. Ich war schon froh dass ich eine Pumpe habe...

    Oh je, ich hoffe, der Schaden ist nicht allzu groß.


    Ich bin hier glimpflich davon gekommen, aber was ich so von Freunden und Kollegen höre, ist echt furchtbar.

    wenn ich so darüber nachdenke, war es mir tatsächlich auch ein klein bisschen "zu wenig Josephine" in diesem zweiten Band. Ich finde sie ist so eine tolle Persönlichkeit und ich hätte gerne ein paar mehr Szenen mit ihr gelesen.

    Ich hoffe einfach mal, dass sie im nächsten Band wieder mehr im Vordergrund steht.:)

    Ja, das stimmt. Allerdings stimme ich LeseBär zu - wenn es um eine historische Figur geht, sind den Möglichkeiten, die Figur in die Geschichte einzubinden, doch Grenzen gesetzt.


    Helene hat diese Lücke aber gut gefüllt, finde ich, sie ist im Laufe dieses zweiten Bands wirklich (über sich hinaus) gewachsen.

    Was steht denn als nächstes bei dir an?

    Die Querbeet-LR "Ich bin Circe".

    Naja, vielleicht ist es so wie mit dem Appetit, der beim Essen kommt. Ich hoffe mal darauf.


    Hier regnet es heute fast ohne Unterbrechung und man hört ständig Feuerwehr-Sirenen. Ich habe das Glück, oben an einem Hang zu wohnen, daher bleibt mir ein vollgelaufener Keller erspart, aber es gibt hier in der Gegend wohl einige Schäden.

    (Klar, die Natur braucht den Regen, aber so viel auf einmal? =O)