Anthony Horowitz - Susan Ryeland 3: Tod zur Teestunde

    • Herausgeber ‏ : ‎ Insel Verlag
    • Erscheinungstermin ‏ : ‎ 17. November 2025
    • Auflage ‏ : ‎ Deutsche Erstausgabe
    • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
    • Seitenzahl der Print-Ausgabe ‏ : ‎ 572 Seiten
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3458645152
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3458645153
    • Originaltitel ‏ : ‎ Marble Hall Murders
    • Abmessungen ‏ : ‎ 14.2 x 3.8 x 22 cm
    • Buch 3 von 3 ‏ : ‎ Susan Ryeland ermittelt

    ASIN/ISBN: 3458645152


    Über den Autor:

    Anthony Horowitz, geboren 1956 in Stanmore, gehört zu den erfolgreichsten Autoren der englischsprachigen Welt, in Deutschland ist er vor allem durch seine Jugendbuchreihe um Alex Rider bekannt. Neben zahlreichen Büchern hat Anthony Horowitz Theaterstücke und Drehbücher zu verschiedenen Filmen und Fernsehserien (unter anderem Inspector Barnaby) verfasst. Seit seiner Jugend ist er Sherlock-Holmes-Fan. Im Insel Verlag erschien zuletzt Mord stand nicht im Drehbuch (2024). Anthony Horowitz lebt mit seiner Familie in London.



    Inhaltsangabe:

    Susan Ryeland, Lektorin außer Dienst ist nach London zurückgekehrt. Sie arbeitet jetzt für einen kleinen Verlag, und auf ihrem Tisch ist das Manuskript eines jungen Autors namens Eliot Crace gelandet: Atticus Pünds letzter Fall. Die Geschichte handelt vom überraschenden Tod der schwerreichen Lady Chalfont, die anscheinend von einem Familienmitglied vergiftet wurde.

    Zu Susans Überraschung stellt sich heraus, dass Eliot Crace der Enkel der weltberühmten Kinderbuchautorin Miriam Crace ist, die 15 Jahre zuvor verstarb – ermordet, vergiftet, wie Eliot behauptet. Je weiter Susan in die Story eintaucht, desto klarer wird ihr, dass Eliot in Atticus Pünds letzter Fall die Geschichte seiner eigenen Familie und des Todes seiner Großmutter erzählt. Zugleich verhält er sich immer merkwürdiger, wird zunehmend aggressiv – und dann wird er bei einem Unfall mit Fahrerflucht getötet. War es Mord? Plötzlich ist Susan die Hauptverdächtige, und erschrocken wird ihr klar, dass sie das selber aufklären muss, um nicht das nächste Opfer zu werden …



    Meine Kritik:

    Nach einer gescheiterten Beziehung kehrt Susan Ryeland nach London zurück und nimmt ihren alten Job als Lektorin wieder auf. Gleich ihr erster Auftrag hat es in sich: Sie soll einen neuen Krimi über den Meisterdetektiv Atticus Pünd betreuen, diesmal allerdings nicht geschrieben vom leider verstorbenen Alan Conway, sondern einem jungen Autoren namens Eliot Crace. Doch auch mit ihm ist es nicht ganz einfach, denn Eliot hat eine unschöne Kindheit hinter sich, die er heimlich in seinem neusten Roman verarbeiten möchte. Sogar ein vertuschter Mord gehört angeblich dazu. Selbstredend, dass es da nicht lange dauert, bis sowohl Autor als auch Lektorin in Gefahr geraten.

    Nachdem es in der Handlung um einen gerade in Arbeit befindlichen Krimi geht, bekommt man beim „Tod zur Teestunde“ eigentlich sogar zwei Romane zum Preis von einem. Auch „Atticus Pünds letzter Fall“ ist zum Nachlesen enthalten und wird Stück für Stück in die Geschichte eingebaut. Gemeinsam mit Lektorin Susan Ryeland kann man somit gleich doppelt nach versteckten Hinweisen suchen. Dadurch ist Anthony Horowitz erneut eine angenehm verzwickte und dennoch gut lesbare Geschichte mit mehreren überraschenden Wendungen gelungen. Da die Story allerdings mehrmals Bezug auf die beiden vorherigen Ryeland-Bände nimmt, ist es von Vorteil, diese vorab zu lesen.

    Übrigens gibt es auch eine ungekürzte Hörbuchfassung (mit einer Dauer von 11h37min), die von Katja Danowski und Samuel Weiss gelesen wird.

  • Lektorin Susan Ryeland ist aus Kreta, wohin sie nach dem dramatischen Aus ihres früheren Verlags gezogen war, nach London zurückgekehrt, um wieder ihrem Beruf nachzugehen. Sie bekommt das Angebot, einen Krimi zu lektorieren, nämlich den nächsten Band der Reihe um den Detektiv Atticus Pünd. Erst zögert sie, den Auftrag anzunehmen, denn mit den Vorgängerbänden hat sie einige kriminelle Abenteuer in der Realität erlebt, auf die sie gut hätte verzichten können. Mit Blick auf ihren Kontostand sagt sie schließlich zu, doch ihre Vorahnung hat sie nicht getrogen ...


    "Tod zur Teestunde" ist der dritte Band der Reihe um Susan Ryeland. Die vorherigen Bücher muss man zum Verständnis nicht gelesen habe. Ich empfehle dennoch, die Reihenfolge einzuhalten, weil es immer wieder Anspielungen und Spoiler zu den Vorgängerbänden gibt.


    Das Besondere an der Reihe ist, dass jedes Buch zwei Geschichten enthält, die abschnittsweise erzählt werden: Die Krimihandlung in der Gegenwart mit Susan Ryeland und die Geschichte, die sie gerade lektoriert. Letztere spielt in den Fünfzigerjahren und erinnert an die klassischen Detektivgeschichten, z.B. von Agatha Christie. Atticus Pünd kann man sich sehr leicht als Hercule Poirot vorstellen. Susan liest das Buch, rätselt mit und entdeckt immer mehr Parallelen zur Realität, wodurch sie in einen Kriminalfall verwickelt wird. Dieses einzigartige Konzept gefällt mir sehr. Durch den Wechsel zwischen den beiden Handlungsebenen ist die Lektüre kurzweilig.


    Fazit: Eine klare Leseempfehlung für Krimifans, besonders für Liebhaber klassischer Detektivgeschichten in einem modernen Gewand, zehn Eulenpunkte.

  • Krimispaß vom Feinsten


    Buchmeinung zu Anthony Horowitz – »Tod zur Teestunde«


    »Tod zur Teestunde« ist ein Kriminalroman von Anthony Horowitz , der 2025 im Insel Verlag in der Übersetzung von Lutz-W. Wolff erschienen ist. Der Titel der englischen Originalausgabe lautet »Marble Hall Murders« und ist 2025 erschienen.


    Zum Autor:

    Anthony Horowitz, geboren 1956 in Stanmore, gehört zu den erfolgreichsten Autoren der englischsprachigen Welt, in Deutschland ist er vor allem durch seine Jugendbuchreihe um Alex Rider bekannt. Neben zahlreichen Büchern hat Anthony Horowitz Theaterstücke und Drehbücher zu verschiedenen Filmen und Fernsehserien (unter anderem Inspector Barnaby) verfasst. Seit seiner Jugend ist er Sherlock-Holmes-Fan. Im Insel Verlag erschien zuletzt Mord stand nicht im Drehbuch (2024). Anthony Horowitz lebt mit seiner Familie in London.


    Zum Inhalt:

    Eliot Grace, Enkel einer überaus erfolgreichen Kinderbuchautorin, soll die Serie um den Privatdetektiv Atticus Pünd fortsetzen. Lektorin Susan Ryeland soll ihn dabei unterstützen und gerät in Gefahr, als sie Informationen zum vermeintlichen Mord an seiner Großmutter einholt, den Eliot im Buch thematisieren will.


    Meine Meinung:

    Die Idee dieses Buches ist faszinierend. Ein Autor will in seinem Buch Hinweise auf einen realen Mord verstecken und den Täter aufzeigen. Die Protagonistin Susan Ryeland hatte eine längere Auszeit genommen, weil der ursprüngliche Autor der Serie einen Mord begangen hatte und auch Susan umbringen wollte. Ein wesentlicher Bestandteil der Geschichte ist der Teil des Manuskripts, den Susan lektorieren soll. Als sie die Absicht des Autors erkennt, einen realen Mord im Buch zu thematisieren, stellt sie eigene Nachforschungen an und gerät mit der Familie Grace in Konflikt.

    Schließlich gerät sie in Verdacht, Eliot nach einem Streit mit ihrem Auto überfahren zu haben. Der ermittelnde Kommissar ist Fan der Reihe um Atticus Pünd und führt intensive Gespräche mit Susan, auch über die vorhandenen Teile des Manuskripts.So sind nun drei Haupterzählstränge zu erkennen, der Mord im Buch, der Tod der Kinderbuchautorin und die Verwicklung von Susan Ryeland am Tod von Eliot Grace. Jeder dieser Stränge hat seinen Reiz und ich war mehrmals auf der Suche nach Hinweisen im Manuskript zum Tod der Kinderbuchautorin. Der Autor beleuchtet auch die Situation der Buchverlage und das Ausschlachten besonders erfolgreicher Werke inklusive Sightseeing, Film- und Fernsehrechte. Viele der Figuren im Manuskript als auch in der realen Welt hatten Ecken und Kanten und boten Platz für Überraschungen. Susan Ryeland überzeugte mich mit ihrer Hartnäckigkeit und dem Willen, den Dingen auf den Grund zu gehen. Der ermittelnde Kommissar war der Sympathieträger schlechthin. Weniger gelungen fand ich den Showdown um Susan Ryeland, in dem sie sich massiv ihrer Haut erwehren musste. Die Auflösungen aller drei Stränge haben mich überzeugt und Lust auf eine Fortsetzung gemacht.


    Fazit:

    Eine Krimi in Krimi Geschichte, die mich prächtig unterhalten und Lust auf mehr gemacht hat. Deshalb bewerte ich den Titel mit fünf von fünf Sternen (100 von 100 Punkten) und spreche eine Leseempfehlung für die Freunde eher ruhig angelegter Krimis aus.


    ASIN/ISBN: 3458645152

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