Beiträge von Jeanette

    Pierre Martin; Madame le Commissaire und der tote Liebhaber; 2,0

    Agatha Christie; Mord in Mesopotamien; 2,0

    Agatha Christie; Kurz vor Mitternacht; 2,0; E-Book

    Agatha Christie; Elefanten vergessen nicht; 2,0

    Beate Boeker; Mord al Mare; 2,0; E-Book

    Agustín Martínez; Das Dorf der toten Herzen; 3,0

    Agatha Christie; Die vergessliche Mörderin; 1,5; Monatshighlight

    Agatha Christie; Der Todeswirbel; 1,5

    Agatha Christie; Blausäure; 2,0; E-Book

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    Klappentext:


    Die Familie Mantoni fährt zum alljährlichen Familienurlaub in das malerische Forte dei Marmi am Ligurischen Meer. Auch Carlina und Commissario Stefano Garini sind mit von der Partie. Doch kaum sind sie im Hotel angekommen, wird der unsympathische Hotelmanager erschossen aufgefunden. Der lokale Commissario übernimmt den Fall und verdächtigt sofort Carlinas Cousin Ernesto. Das kann der Mantoni-Clan natürlich nicht hinnehmen und bestürmt Stefano, die Untersuchung zu übernehmen. Dieser hatte sich seinen ersten gemeinsamen Urlaub mit Carlina wahrlich anders vorgestellt, willigt aber ein, Ernesto zu helfen. Auch die Mantonis mischen kräftig mit, halten jedoch brisante Informationen zurück. Schon bald weiß Stefano nicht mehr, wem er noch glauben kann … und das schließt Carlina mit ein.


    Meine Meinung:


    "Mord al Mare" ist der fünfte Band der Reihe "Florentinische Morde". Man muss die Vorgängerbande nicht zwingend gelesen haben, da die einzelnen Fälle in sich abgeschlossen sind. Es ist jedoch sehr schön, die Entwicklungen in der Großfamilie Mantoni von Buch zu Buch mitzuverfolgen.


    Es handelt sich um einen Cosy Crime mit südländischem Flair, der sich wunderbar für entspannte Lesestunden eignet. Es macht Spaß, all die „alten Bekannten“ wiederzutreffen und durch ihre Ermittlungen im Ferienort Forte dei Marmi zu begleiten. Die Auflösung ist schlüssig, auch wenn sie recht plötzlich kommt.


    Fazit:


    Ein sommerlicher Cosy Crime mit der chaotischen Großfamilie Mantoni, 8 Eulenpunkte.

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    Klappentext:


    Ein hitzeverbranntes Dorf mit zersetzenden Geheimnissen. Eine düstere Mordnacht in einem heruntergekommenen Landhaus. Und die verstörende Frage: Hat die 14-jährige Miriam den Mord an ihren Eltern in Auftrag gegeben?


    Staubig und unwirtlich ist es in Portocarrero, dem Dorf in der südspanischen Wüstengegend. Spröde und verschlagen sind seine Bewohner. Doch Jacobo und Irene müssen mit ihrer vierzehnjährigen Tochter Miriam hierherziehen, als Jacobo seinen Job verliert. Da geschieht in einer stockdunklen Nacht der Überfall: Zwei Männer dringen in ihr abgelegenes Landhaus ein und töten Irene. Als Jacobo im Krankenhaus aus dem Koma erwacht, fragt er verzweifelt nach seiner Tochter. Aber man lässt sie nicht zu ihm – und ein furchtbarer Verdacht keimt auf: Hat Miriam den Mord an ihren Eltern in Auftrag gegeben? Und was verbergen die Bewohner von Portocarrero?


    Meine Meinung:


    Durch das gesamte Buch zieht sich eine hoffnungslose Grundstimmung, die mir leider überhaupt nicht gefallen hat. Das Dorf Portocarrero und die umliegende Wüste werden als trostlose Einöde beschrieben, aus der die Menschen keinen Ausweg finden können. Die Personen haben allesamt Probleme und/oder Dreck am Stecken. Niemand (mit der Anwältin Nora als kleine Ausnahme) ist wirklich sympathisch.

    Die Geschichte hat viel Potenzial und entwickelt sich recht verzwickt. Die zahlreichen Rückblenden und Perspektivwechsel haben mich jedoch immer wieder hinausgeworfen. Zwischendurch hatte ich die Hoffnung, dass das Buch mit einem furiosen Finale punkten könnte, doch leider war das Ende sehr enttäuschend und flach.

    Fazit:


    Ein spanischer Thriller mit sehr hoffnungsloser Grundstimmung und einer Geschichte, die zwar großes Potenzial hat, jedoch durch viele Rückblenden an Tempo verliert und flach endet, sechs Eulenpunkte.

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    Das Buch spielt in der Bundesrepublik Europa im Jahre 2057. In der sog. "Optimalwohlökonomie" sollen, rein theoretisch, alle Menschen und Roboter glücklich und friedlich zusammen leben. Doch nicht alle glauben an das System. Die Hauptperson Lila ist nach einem Angriff auf Herrscher Samson Freitag für fünf Jahre in der Verwahrung, einer Art Zwangsschlaf, gelandet. Nun soll sie den Rest ihres Lebens im Internat verbringen. Diese neue Art von Gefängnis ist mit allen denkbaren Annehmlichkeiten ausgestattet. Doch Lila weiß: Sie muss fliehen, um ihren Kampf gegen das System und Samson Freitag, der sich inzwischen zu einem Gott hochstilisiert hat, wiederaufzunehmen.


    "Die Unvollkommenen" ist die Fortsetzung von "Die Optimierer". Man kann das Buch jedoch auch unabhängig vom ersten lesen, weil alles Wichtige im Laufe der Geschichte erklärt wird.


    Der Anfang und Mittelteil des Buches haben mir sehr gut gefallen. Gegenüber dem ersten Band hat sich die Technik und damit die Lebenswelt der Menschen nochmals sehr weiterentwickelt. Ich fand es interesant, von all diesen, teils erschreckenden, Veränderungen zu erfahren. Lilas Fluchtversuche aus dem Internat sind sehr spannend und mitreißend erzählt. Außerdem gibt die Handlung so einige Rätsel auf.


    Den Schluss des Buches fand ich jedoch enttäuschend, weil er viel zu knapp ausgefallen ist. Erst überschlagen sich die Ereignisse und von einem Moment auf den anderen ist plötzlich alles vorbei und das Buch zu Ende. Es bleiben allerdings viele Fragen offen, z.B. wie es weitergehen soll mit der Bundesrepublik Europa.


    Fazit:


    Ein Buch, das auf interessante und spannende Weise eine nur scheinbar optimale Zukunftswelt entwirft und den Kampf der Hauptperson Lila gegen den gottgleichen Herrscher Samson schildert, jedoch leider recht abrupt endet, acht Eulenpunkte.

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    Klappentext:


    Eigentlich will Hamish nur seinen Schnupfen auskurieren, als er die Einladung in ein Wellnesshotel auf der schottischen Insel Eileencraig annimmt. Seine Gastgeberin Jane dagegen bangt um ihr Leben und hofft, dass Hamish sie vor allem Arg beschützen kann. Kaum ist er da, gibt es tatsächlich eine Leiche. Allerdings musste nicht Jane ihr Leben lassen, sondern die schrecklich arrogante Heather. Verdächtige für die Tat gibt's unter der exklusiven Gästeschar genug - denn auch in der High Society tun sich erschreckende Abgründe auf. Einziges Problem für den schottischen Dorfpolizisten: Alle haben ein wasserdichtes Alibi ...


    Meine Meinung:


    "Hamish Macbeth ist reif für die Insel" ist der sechste Band der Reihe um den schottischen Dorfpolizisten. Die Vorgängerbände muss man nicht zwingend gelesen haben, weil die Fälle in sich abgeschlossen sind. Es ist jedoch schön, die Entwicklung der Figuren mitzuverfolgen.


    Der Krimi plätschert gemütlich vor sich hin und ist nicht übertrieben blutig oder brutal. Zwischendurch gibt es einige lustige Momente, zum Beispiel als Hamish mit einer Erkältung und voller Selbstmitleid im Bett liegt und Priscilla sich um ihn kümmert. Insgesamt fand ich das Buch recht kurz. Der Kriminalfall ist deshalb rasch aufgeklärt. Hamish kommt schnell auf die entscheidende Spur, die zum Täter führt und es bleibt zu wenig Platz für überraschende Wendungen.


    Fazit:


    Ein Cosy Crime mit dem schottischen Dorfpolizisten Hamish Macbeth, der den Fall recht schnell aufgeklärt hat, sieben Eulenpunkte.

    Während des Zweiten Weltkriegs suchen Tommy und Tuppence Beresford, ein Ehepaar mittleren Alters, nach einem Job, um sich für Großbritannien nützlich zu machen. Endlich bekommt Tommy eine Stelle angeboten. Vordergründig soll er in Schottland langweilige Büroarbeit verrichten. Doch tatsächlich soll er unter falschem Namen in einer Pension an der Südküste Spione überführen, die für die Nazis arbeiten. Als Tommy dort ankommt, erwartet ihn seine Frau Tuppence. Sie hat sich nicht täuschen lassen. Das ungewöhnliche Ehepaar macht sich als Mr. Meadows und Mrs. Blankensop unter den Gästen der scheinbar harmlosen Pension auf die Suche nach den Verrätern.


    Ich habe schon viele Bücher von Agatha Christie gelesen, v.a. mit Hercule Poirot und Miss Marple. Dieses war mein erstes mit Tommy und Tuppence. Viele Elemente sind typisch Christie, z.B. die scheinbar harmlosen Vorfälle, die erst ganz am Ende einen Sinn ergeben. Da in diesem Buch jedoch kein Mörder, sondern ein Spion gejagt wird, wird weniger geredet und mehr gehandelt und die Protagonisten geraten in brenzlige Situationen.


    An einigen Stellen musste ich schmunzeln, z.B. darüber wie Tommy und Tuppence ihre Rollen auslegen und was sie unternehmen, um den anderen Gästen Fallen zu stellen. Die Auflösung war für mich überraschend und schlüssig.


    Fazit:


    Ein kurzweiliger Krimi, in dem ein Ehepaar während des Zweiten Weltkriegs Spione aufspürt, 9 Eulenpunkte.

    "Provenzalischer Rosenkrieg" ist der sechste Fall für Pierre Durand. Die Fälle sind in sich abgeschlossen, sodass man sie nicht zwingend in der richtigen Reihenfolge lesen muss, auch wenn man dann die Entwicklung der Figuren nicht mitverfolgen kann.


    Pierres Freundin Charlotte bekommt überraschend Besuch von ihrer Freundin Anouk aus der Parfümstadt Grasse. Während die drei zusammen beim Essen sitzen, bekommt Anouk einen Anruf: Ihr Nachbar wurde ermordet. Die zuständigen Ermittler halten Anouk für die Täterin. Auf Charlottes Drängen hin beginnt Dorfpolizist Pierre, nach dem wahren Täter zu suchen. Dabei taucht er tief in die Welt der Parfümherstellung ein, denn nahezu alle in den Fall verwickelten Personen arbeiten in diesem Umfeld.


    Der Fall ist für mich bis kurz vor Schluss rätselhaft geblieben. Auf dem Weg zur schlüssigen Aufklärung bedient sich der findige Pierre der ein oder anderen List. Beispielsweise, wenn er den unsympathischen neuen Bürgermeister seines Heimatortes Sainte-Valérie austrickst, der ihn von seinen Ermittlungsreisen nach Grasse abhalten möchten. Diese und andere Szenen laden immer wieder zum Schmunzeln ein. In Pierres Umfeld taucht noch eine weitere neue Person auf: Die sympathische und fleißige Penelope, die ihm und seinem Assistenten Luc helfen soll, der Papierstapel im Büro Herr zu werden. Ansonsten sind die aus den Vorgängerbänden bekannten Dorfbewohner wieder mit von der Partie, auch wenn sie wegen dem weit entfernten Ermittlungsort Grasse diesmal eine weniger große Rolle spielen.


    Da Pierre im Umfeld der Parfümherstellung und der damit verbundenen Rosenzucht ermittelt, erfahren er und der Leser von den am Fall beteiligten Personen eine Menge über diese Bereiche. Die interessanten Informationen sind dabei geschickt in die Ermittlungsgespräche eingeflochten, sodass sie für meinen Geschmack nicht zu dominant werden. Außerdem spielt wie in den Vorgängerbänden gutes Essen eine wichtige Rolle. Beim Lesen der entsprechenden Stellen ist mir oft das Wasser im Mund zusammengelaufen. Im Anhang gibt es drei Rezepte zu Gerichten, die im Buch vorkommen. Das Kartoffel-Ziegenkäse-Gratin habe ich nachgekocht und fand es sehr lecker.


    Fazit: Ein gelungener Provence-Krimi mit vielen interessanten Informationen zur Parfümherstellung, 8 Eulenpunkte.

    Agatha Christie; Das Haus an der Düne; 1,5; E-Book

    Natalie Tielcke; Mordsmäuschenstill; 3,5; E-Book

    Pierre Lagrange; Schatten der Provence; 2,0; Leserunde

    Remy Eyssen; Mörderisches Lavandou; 2,0

    Agatha Christie; Der Tod auf dem Nil; 1,5; E-Book

    Gisa Pauly; Sturmflut; 1,5; Monatshighlight

    Sophie Bonnet; Provenzalischer Rosenkrieg; 2,0; Leserunde

    Agatha Christie; Das krumme Haus; 1,5; E-Book

    Agatha Christie; Das Eulenhaus; 2,0

    Carole Aubert hatte ich gar nicht auf dem Schirm.


    Anouks Parfüm, das an Pierre haftet, zieht sich durch das ganze Buch. Zum Glück war Anouk noch im Gefängnis, als Charlotte ihren Duft an Pierre gerochen hat, sonst hätte sie noch falsche Schlüsse gezogen und ihm richtig Ärger gemacht.


    Auch im letzten Abschnitt gibt es noch interessante Infos über Düfte. Überrascht war ich darüber, dass sie unter Wasser ihren Duft ändern und manchmal nach über 100 Jahren besser riechen als vorher :wow


    Zum Abschluss kriegt Pierre noch richtig Ärger mit Marechal. Vielleicht wird Pierre im nächsten Band zum Privatdetektiv? Oder Luc und Penelope schaffen ihm Marechal vom Hals, indem Sie die Korruptionsanzeige öffentlich machen.