"Der Weihnachtssee" von Angelika Schwarzhuber

  • Über die Autorin

    Angelika Schwarzhuber lebt mit ihrer Familie in einer kleinen Stadt an der Donau. Sie arbeitet auch als erfolgreiche Drehbuchautorin für Kino und TV, unter anderem für das mehrfach mit renommierten Preisen ausgezeichnete Drama »Eine unerhörte Frau«. Zum Schreiben lebt sie gern auf dem Land, träumt aber davon, irgendwann einmal die ganze Welt zu bereisen.


    Kurzbeschreibung

    Schneesturm im Bayerischen Wald! Kurz vor den Feiertagen bleibt Jana nach dem Besuch bei ihrer Familie mit dem Auto stecken. Hilfe findet sie in einem abgelegenen Haus bei ihrem altem Schulfreund Toni und dessen Neffen Finn, der kürzlich seine Mama verloren hat. Später am Tag stranden wegen der Witterung noch vier weitere Leute bei Toni. Einer ist Janas Ex-Verlobter Stephan. Die unfreiwillig zusammengewürfelte Gruppe ist eingeschneit und muss Heiligabend miteinander verbringen. Doch das Haus am See birgt ein Geheimnis – und nicht nur Jana wird ein ganz besonderes Weihnachten erleben …


    Meine Rezension

    Nachdem ihre Schwester die gemeinsamen Eltern kurzfristig mit einer Reise nach Ägypten überrascht hat, kehrt Jana wohl oder übel über Weihnachten in ihr Zuhause nach München zurück. Doch weit kommt sie nicht – im Schneesturm kommt sie von der Strasse ab und sucht Zuflucht in einem naheliegenden Haus. Wie es der Zufall will, wohnt dort ihr alter Schulfreund Toni zusammen mit seinem Neffen Finn. Toni bereitet gerade die Auflösung des Haushalts vor. Nach dem Tod seiner Schwester Margit möchte er den kleinen Finn zu sich nach Hamburg holen.


    Doch sie bleiben nicht alleine – innerhalb kurzer Zeit „schneien“ noch weitere Gäste herein, die ebenfalls im Schnee stecken geblieben sind. Leider befindet sich darunter auch Janas Exverlobter Stephan, mit dem sie scheinbar noch nicht ganz abgeschlossen hat.


    Da anzunehmen ist, dass die Gruppe das Weihnachtsfest zusammen verbringen muss, beschliessen sie, das Beste aus der Situation zu machen...


    Mir hat dieses nette Weihnachtsbuch sehr gut gefallen. Es läßt sich richtig fluffig wegschmökern und hat mir großen Spaß bereitet. Natürlich ist es zuckersüß. Selbstverständlich gibt es ein Happy End und freilich ist es von vorne bis hinten absehbar, wie es endet. Und klar, es ist wirklich sehr leichte Lektüre. Aber ich gebe gerne zu: bei einem Weihnachtsbuch stört mich all das nicht weiter. Da möchte ich einfach gemütlich auf der Couch bei Kaffee und Keksen schmökern und mich heimelig fühlen. Und genau das gelingt ganz wunderbar mit diesem Buch. Ich habe mich mit anspruchsvolleren Büchern schon weitaus schlechter unterhalten als mit diesem cosy Weihnachtsroman.


    ASIN/ISBN: 3734113776

    Lieben Gruß,


    Batcat batsmile.gif


    Ein Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche trägt (aus Arabien)

  • Zum Inhalt hat Batcat ja bereits alles geschrieben.


    Der Weihnachtssee - ja wo ist er denn? Ich gebe zu, als ich mit dem Buch anfing, war ich doch etwas skeptisch, kam mir die Grundidee des Plots mit der überraschenden Reise als Geschenk, ohne dass die Schwester etwas davon weiß und plötzlich Weihnachten alleine verbringen muss, arg konstruiert vor. Und es kamen dann noch einige Punkte dazu, der genau passend einsetzende Schneefall, damit die Familie noch wegfliegen kann, sie aber einschneit zum Beispiel. Alles was beschrieben wird kann natürlich passieren, aber das es genau so zusammen kommt, nun gut.


    Aber, es ist ein Weihnachtsbuch, ich hatte viel Zeit, eine gemütliche Leseecke und heißen Tee. Dementsprechend konnte ich mich schnell darauf einlassen und habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen. Es ist von der Handlung her sehr vorhersehbar, aber das macht gar nichts. Denn Angelika Schwarzhuber erstellt Charaktere die aufeinandertreffen, das macht Spaß. Kleine Gruppe, eingeschneit, das macht einfach Spaß zu lesen, welche Problem(chen) auftauchen und wie sie gelöst werden. Einzig Stephan hat mir dabei nicht so gut gefallen, er wurde klar als Antagonist in der Gruppe aufgebaut. Aber wie er handelt und beschrieben wird zusammen mit der Auflösung, das passt für mich nicht genau zusammen.


    Insgesamt ein toller Wohlfühlroman, der mich nicht ganz überzeugt, aber mich sehr gut unterhalten hat.

  • Batcat und auch baro haben das für mich Wesentliche schon sehr gut beschrieben: ein nettes Weihnachtsbuch, das zwar vorhersehbar und mit viel Zuckerguss ist, aber schöne Lesestunden beschert. Dazu können sympathische Charakter. Für mich war es stellenweise (gerade am Anfang) zu detailliert erzählt und auch zu "leichte" Lektüre. Ein bisschen Anspruch hätte ich auch bei einem Weihnachtsbuch gern. Aber egal - am Ende hat es mich auch zufrieden die letzte Seite zuklappen lassen.


    Fazit: Nettes Weihnachtsbuch, das genau das erfüllt, was es soll: wohlig-warme Weihnachtsstimmung verbreiten. :weihnachtsbaum7 passable Eulenpunkte (von 10) von mir.

    „Wer nur Menschen um sich herum haben will, die einem in allen gleichen, lebt bald schon in einer verdammt kleinen Welt.“ Nicole Wellemin, Das Echo der Moore, Piper 2025

  • Janas Weihnachten hätte nicht blöder beginnen können. Da ihre Schwester den Eltern zu Weihnachten eine Reise zu Ägypten geschenkt hat, zeihen diese das Weihnachtsfest nach vorne. Für Jana heißt das aber die Weihnachtfeiertage alleine verbringen zu müssen. Auf dem Rückweg nach München gerät sie in einen Schneesturm und strandet im Haus von Toni, einem alten Schulkameraden von ihr. Er und sein Neffe sind eigentlich auch nicht darauf vorbereitet Weihnachten in diesem Haus zu verbringen, da Finn zu Toni nach Hamburg ziehen soll.


    Dann stranden noch andere bei Toni, unter anderem auch Janas Ex-Freund Stephan. Da es immer weiter schneit, muss die Gruppe wohl oder übel das beste aus der Situation machen. Und dabei stellt sich raus, dass solche Begegnungen oft das Leben der Beteiligten ganz schön durcheinander würfeln können.


    Dies war mein erstes Buch von Angelika Schwarzhuber. Mir hat es sehr gut gefallen, die Atmosphäre war wirklich schön und die Geschichte hatte eine schöne Tiefe. Die einzelnen Geschichten der Charaktere waren sehr unterschiedlich, aber bei niemanden unrealistisch. Natürlich kann man argumentieren, dass die Ausgangssituation unwahrscheinlich ist, aber irgendwie muss man ja den Rahmen für diese locked-in Situation schaffen.


    Alles in allem habe ich das Buch richtig gerne gelesen. Dass es am Ende ein vorhersehbares Happy End gibt, gehört bei dieser Art von Büchern einfach dazu und ich habe mich auf dem Weg dahin wirklich wohlgefühlt.


    9 von 10 Punkte