Beiträge von baro

    Danke Hati für die tolle Organisation und die aufwändige Aufbereitung!

    Hallo Irri,


    Pells Stern war mir auch als erstes eingefallen, als ich über die Liste nachgedacht habe! ich hoffe sehr, dass es dir gut gefällt.


    Den Murakami hatte ich mal aus ner Remittenden-Kiste gezogen. Sonst hätte ich mich vermutlich auch nicht daran getraut, aber das war einer der besten Blindkäufe.


    Hier mal noch für alle meine Texte, die ich der PN beigelegt habe:


    Downbelow Station / Pells Stern von C. J. Cherryh

    Für mich war es das Buch, was mich richtig zur Science Fiction gebracht hat. Obwohl das Buch über 30 Jahre auf dem Buckel hat sehr aktuell bei den politischen Themen, fesselnde, faszinierende Charaktere, kein klares Gut und Böse, toll ausgestaltete Welt. Das Buch ist komplett eigenständig, sollte man das Universum toll finden lässt sich aber genügend Lesestoff finden.


    Rumo von Walter Moers

    Meiner Meinung nach der beste Moers, hier stimmen die Charaktere, die Welt, der Wortwitz, aber auch das dunkle, bizarre perfekt aufeinander.


    1Q84 von Haruki Murakami

    Mein erster Kontakt mit Murakami und japanischen Autoren. Eigentlich eine Trilogie, wobei die ersten beiden Bände nur in einem Buch zusammen veröffentlicht wurden. Auch wenn es manchmal verwirrend, komplex oder unverständlich war, wahnsinnig flüssig zu lesen und hat mich richtig in einen Bann gezogen.


    Und nun zu Mooney :


    Danke für deine Tipps, da bin ich gespannt. Mit den Marisaner steht direkt ein Buch auf der Liste, über das ich schonmal nachgedacht habe, sowohl als Buch, als auch als Hörbuch. Habe es als Anlass genommen, direkt mal zu bestellen, bei Ebay gibt es da ja auch mittlerweile fast geschenkt. Da freue ich mich sehr drauf. Nichts weniger als ein Wunder und auch Jetzt ist alles was wir haben spricht mich von der Beschreibung her leider gar nicht an, aber andererseits soll dieses Event ja auch dazu beitragen in anderen Genres zu lesen, und bei den Querbeeteulen habe ich damit ja auch gute Erfahrungen mit gemacht. Also mal sehen, wie es im Laufe des Jahres damit aussieht.


    Die Gesamtliste werde ich mir im Urlaub vermutlich auch nochmal genauer anschauen, auch wenn ich momentan eigentlich sehr gut versorgt bin mit ungelesenen Büchern.

    Gut, dass du nochmal geschrieben hast! Die ganze Woche will ich schreiben ... und dann bleibt es wieder. :(


    Aber jetzt ist meine PN raus.


    Noch eine Anregung: Vielleicht könnte ja jeder, der mag, in den nächsten Tagen ein, zwei Sätze zu seinen vorgeschlagenen Lieblingsbüchern hier schreiben. Dann kann man doch mehr damit anfangen, als nur mit Titel und Genre.

    Da ich das auch schön fände habe ich das gleich in der PN gemacht und gehofft, meine Liste hat sowas auch :)

    Weder noch :)


    Aber, auch wenn die Frage jetzt naiv klingt, worauf sollte man das Wasser untersuchen lassen? Olga Witt weist in ihrem "Ein Leben ohne Müll"-Buch mehrfach darauf hin, dass Leitungswasser zu den bestuntersuchten/-kontrollierten Lebensmitteln gehört (und deshalb gegenüber Flaschen die müllfreie Variante ist).

    Mein Wasser kommt aus Harzer Talsperren und ist von Natur aus weich, da sehe ich auch im Filtern keinen echten Sinn...


    Trinkwasser gehört genau wie Mineralwasser zu den Lebensmitteln, bei denen gesetzlich eine sehr hohe Hürde vorgeschrieben ist. Demzufolge kann in Deutschland beides problemlos getrunken werden. Die Art der vorgeschriebenen Analytik ist jedoch unterschiedlich, aber vergleichbar. Was bei der Trinkwasserversorgung aber beachtet werden muss ist aber definitiv der Probenahmeort. Meist wird direkt beim Wasserversorger direkt untersucht und in festen Intervallen noch bei verschiedenen Abgabestellen, in der Regel öffentlich zugänglich,da es dadurch auch einfacher zugänglich ist. Was natürlich im Wassernetz, das ein wahnsinnig verzweigten und langes Rohrsystem bedeutet, passiert, und dann auch im Leitungssystem eines Hauses, ist die zweite Frage. Faustregel ist, je länger das Wasser stagniert, desto schlechter.

    In aller Regel treten da natürlich keine Probleme auf, die Wasserversorgung in Deutschland ist sicher. Aber den Spruch mit dem eines der am besten kontrollierten Lebensmittel finde ich immer etwas schwierig, wenn man es zu der schmieren Menge an Wasser setzt, die in Deutschland stündlich durch die Wassernetze gehen.


    Mineralwasser ist das einzige Lebensmittel, das in Deutschland eine amtliche Anerkennung benötigt. Ein Unternehmen kann also nicht irgendwo einen Brunnen bohren und Abfüllen, sondern muss sowohl die mikrobiologische Sicherheit, als auch die Konstanz der Mineralisation, als auch die Stabilität des Grundwassers und der geologischen Gegebenheiten sicherstellen. Diese Anerkennung ist sehr aufwändig und dauert auch seine Zeit, unter einem Jahr ist es allein durch die Langzeitpumpversuche nicht möglich. Diese Unbedenklichkeit muss auch regelmäßig nachgewiesen werden, und zwar nicht durch die Betriebe selber, sondern durch unabhängige Labore.


    Was das ganze angeht, sind Mineralwasser und Trinkwasser einigermaßen vergleichbar. Ein sehr großer Unterschied ist aber,was mit dem Wasser vor dem Inverkehrbringen passiert. Die Behandlungsmethoden bei Mineralwasser sind sehr eingeschränkt, bei Trinkwasser ist sehr viel möglich. Was ein Versorger letztlich aber machen muss, hängt natürlich davon ab wo das Wasser herkommt.


    Für mich persönlich habe ich daher entschieden, Mineralwasser zu trinken. Zum einen habe ich da die Wahl welches Wasser mir schmeckt und welche Mineralisierung ich haben möchte. Zum anderen kann ich sicher sein, dass es kaum Behandlungsstufen gab, sondern das Wasser durch die natürlichen Gesteins- und Bodenschichten gefiltert wurde.

    Grisel , kannst du bitte noch den Originaltitel in den Betreff eingeben, wie bei deinen anderen Rezensionen auch. Ich hätte diesen Thread fast nicht gefunden.


    Finity's End. Neihart. Namen, die direkt von Downbelow Station zeugen. Auch wenn mir die Größe und die Bedeutung dieses Schiffes in Downbelow Station noch unklar waren. Umso schöner, dass als Klammer direkt auch liebgewonnene Charaktere aus Downbelow Station bei Finity's End mitmachen.


    Finity's End ist ein bisschen eine Mischung aus Downbelow Station und Tripoint. Die charakterbezogenheit mit den Konflikten, Interaktionen, Charakterwandlungen, und was alles dazugehört, und eine gehörige Portion Politik und Intrige kommt noch dazu. Diese Mischung macht Finity's End zu einem sehr umfassenden, durchgehend fesselnden Werk.


    Das Buch lebt durch Fletcher, Jeremy und JR. Da kommt insbesondere der oben schon erwähnte Unterschied zwischen Sapce- und Station-Alter durch - Fletcher ist einfach reifer und lebenserfahrener, auch wenn beide im gleichen Jahr geboren sind. Diese Dynamik Jeremy - Fletcher belebt das Buch ungemein, in allen Stufen. Und JR muss als zuständiger Offizier sehen, wo er Fletcher unterbekommt, der ja nicht nur in Bezug zu Jeremy, sondern in Bezug zu allen jüngeren auf der Finity ein anderes Verhältnis zwischen körperlichem und geistigem Alter hat. Grandios war die Szene beim Schiffsarzt, bei dem Fletcher als 17jähriger im Körper eines 17jährigen einem körperlich 17jährigem Finity-Crewmitglied entgegengesetzt wird.

    Auch Tripoint konnte ich in Lesegemeinschaft mit Grisel kennen und lieben lernen. Und mit ihrer Rezension und ihrem Nachtrag ist eigentlich schon alles gesagt. Absolute Empfehlung dieses Buch.


    Tripoint ist wahnsinnig packend geschrieben, Charaktere zum anfassen und hineinversetzen. Von der Story und den Charakteren her hätte es natürlich in jedes Setting gepasst, aber in diese Post Company War Atmosphäre war es perfekt eingebettet.

    Aber ich finde auch nach dem Reread, daß gerade die chronologisch ersten drei recht schwere Kost sind, vor allem für Neueinsteiger. Ich würde daher als Erstkontakt, um zu sehen, ob man mit ihr und dieser Welt kann, eines der einfacheren empfehlen, "Merchanter's Luck" oder "Rimrunners" zB. oder, um das Herzstück, die Familienschiffe, so richtig schön kennenzulernen, "Finity's end".

    Aber ist ja immer subjektiv und selbst die, die ich liebend als schwerfällig betrachte, mögen andere sofort ansprechen. Oder auch nicht.


    Nachdem ich ja jetzt von der Alliance-Seite + Heavy Time/Hellburner alle gelesen habe und nur die drei von der Union-Seite noch fehlen, würde ich deiner Empfehlung etwas widersprechen, vor allem da es sich nicht um re-reads (außer Downbelow Station) handelt. Downbelow Station war mein Erstkontakt letztes Jahr, und auch dieses Jahr ist mir durch dieses Buch am meisten in der Welt klar geworden. Mit Downbelow Station hat sie das Universum entwickelt und erklärt, auf vieles was dort erläutert wird wird später verwiesen. Vor allem wird der Leser in fast jedem Buch mitten rein geworfen und es wird viel vorausgesetzt, bei Downbelow Station wird der Leser finde ich viel mehr abgeholt. Daher ist Downbelow Station aus meiner Sicht der beste Einstieg.

    Rimrunners, eingebettet in das Allicance-Union-Universum, ist, wie eigentlich jedes Buch von ihr, stark Charakterlastig. Sie schafft es durch die Interaktion in jedem Buch, dass gar keine actionlastige Handlung vermisst wird, und wenn die Action dann doch kommt, umso besser. Im Gegensatz zu den anderen von ihr gelesenen Büchern hat es Cherryh hier allerdings leider nicht geschafft, mich ganz in ihren Bann zu ziehen.


    Es ist zweifellos ein gutes Buch, die Loki ist ein faszinierendes Schiff und eine andere Seite als bisher. Aber eine klare Seitenteilung in gut und böse gibt es bei Cherryh eh nicht. Die gesamte Stimmung im Buch ist relativ düster, was mich normalerweise nicht stört, aber hier kommt gar keine Entspannung zwischendurch auf. Das fängt mit der Trostlosigkeit auf Thule an und wird auf der Loki nur weitergeführt.

    Vielleicht ist es auch dieser Umstand, aber mit Bet Yeager konnte ich mich das gesamte Buch über nicht richtig anfreunden, und auch NG fand ich sehr schwierig. Und wenn die beiden Hauptcharaktere nicht fesseln, wird das Gesamtleseergebnis schwieriger. Cherryh arbeitet auch viel mit Sex als Interaktion zwischen den Crewmitgliedern, was eine neue Herangehensweise ist. Wobei sie dabei aber dankenswerterweise nicht in zweitklassige Schmierentheater abrutscht. Im letzten Drittel hatte ich mich vielleicht an die Charaktere gewöhnt, da wurde es besser, vielleicht liegt es aber auch daran das der rasante Höhepunkt aufgebaut wurde.


    Was ich aber sehr gut gelungen finde an Rimrunners ist die Tatsache, dass fast durchgehend nur der Wissensstand der Crew vorliegt, da die Entscheider so gut wie gar nicht vorkommen, sondern fast ausschließlich aus Crew-Sicht geschrieben wird. Dadurch bleibt vieles diffus und überraschend, das ist hervorragend. Und eine schöne Abwechslung zu den anderen Büchern aus dem Universum.


    Insgesamt gesehen ist Rimrunners für Cherryh-Liebhaber also auf jeden Fall ein gutes Buch, viele tolle Szenen, liebgewonnene Nebencharaktere (z.B. Bernstein, Ely, Nan), wie immer überzeugende Interaktion der Charaktere untereinander. Von den bisher gelesenen ist es aus meiner Sicht zwar das schwächste, Merchanter's Luck oder Tripoint würde ich auf jeden Fall vorziehen, da auch bei diesen intensiv das Untereinander auf den Schiffen wichtig ist, ohne das es um zuviel Politik geht. Wer die schon kennt, soll ruhig mit Rimrunners weitermachen :)

    Für Fletcher ist es schon ne schwierige Situation. Jeremy baut Mist auf Kosten von Fletcher, aus guten Motiven, wird tiefer in den Mist geritten durch den Diebstahl und muss dann Jeremy wieder moralisch aufbauen. Aber da kommt auch wieder der Unterschied zwischen Sapce- und Station-Alter durch - Fletcher ist einfach reifer und lebenserfahrener, auch wenn beide im gleichen Jahr geboren sind. Da ist die Theorie, die den Kindern in den Sprüngen durch das Tape gelehrt wird, eben doch nur graue Theorie. Diese Dynamik Jeremy - Fletcher belebt das Buch ungemein, in allen Stufen.


    Wenn ich es richtig im Kopf habe, schreitet die Altersschwäche aber schnell voran, JR erwähnt da etwas bzw sind es seine Gedanken, dass es wohl schnell geht. Daher hat er auch die große Sorge, das James Robert lebend auf Mariner ankommt. In meinem Leseverständnis wird er kurz nach dem Buch sterben. Dies kann er aber zufrieden, da er sein Lebenswerk vollbracht hat, der Friede durch die neue Handelsbilanz gefestigt scheint, und JR direkt sehr kompetent einsteigt. Insbesondere gefallen haben mir da zwei Szenen, die von dir angesprochene Arroganz der Polizei gegenüber, aber auch sein Gespräch am Anfang der Diplomatiesitzung auf Mariner kurz bevor James Robert ankommt, wo er sich als James Robert vorstellt und nebenbei erwähnt, dass sie auch einen Fletcher haben. Grandios!



    Mit hat dieser Cherryh - Marathon sehr viel Spaß gemacht. Natürlich die Bücher an sich, aber insbesondere auch das quatschen darüber mit dir. Das wertet die Bücher nochmals stärker auf, insbesondere bei Verständnisfragen, wenn ich an Heavy Time zurückdenke ;-)


    Jetzt brauche ich auch eine kleine Cherryh-Pause. Cyteen und Regenesis sind aber schon bestellt, 40.000 in Gehenna habe ich ja schon im Doppelband mit Merchanter's Luck. Die drei würde ich dann gerne wieder am Stück mit dir lesen in ein paar Monaten. Von Foreigner habe ich Band 4 - 11 und 13 aus dem tollen Paket, welches ich mit Finity's End gefunden habe. Da ich davon ausgehe, dass mir das Foreigner-Universum auch gefallen wird, werden da irgendwann die Bände 1-4 noch angeschafft und ich wäre erstmal wieder versorgt. Das ist vielleicht was für 2020 :grin

    Gestern Abend habe ich Finity's End dann beendet, in einer schönen entspannten Leaesession mit Früchtetee und Kastanienhonigmet. So muss ein Samstag Abend sein. :)


    Das Jeremy den Stick genommen hat, damit hätte ich nie gerechnet. Einer dieser Momente für die ich lese, absolut unerwartet. Genauso wie Jeremys Suche auf Marine nach dem Stock, das habe ich so ziemlich identisch zu Fletcher kapiert. Einfach toll. Das Fletcher dann die Reife hat zu erkennen, dass der Stock doch nichts so besonderes ist, fand ich aber fast ein bisschen zu viel Wandlung. Klar sollten damit die Unterschiede zwischen Menschen und Hisa gezeigt werden, aber naja. Das fand ich zu viel. Jeremys Alleingang in der Nacht war dann aber wieder typisch für Jeremy. Das es dann solche Ausmaße annimmt auf der Station war wieder unerwartet, aber es scheint ja die Verhandlungen vom Old Man zu vereinfachen.


    Jeremy Robert ist ja wirklich der Old Man gegen Ende. Das passt aber auch sehr gut in die Erzählung. JR übernimmt dann ja den neuen Posten. Auch da finde ich es nachvollziehbar, wie gut er den Posten direkt ausfüllen kann. Er wirkte ja durchgehend sehr reif und fähig, auch wenn ihn seine Juniors auf Trab halten. JR ist glaube ich auch mein Liebling von der Finity.


    Fletchers Entwicklung ist enorm, aber sicher auch dadurch beschleunigt, dass er für andere Menschen da ist, wichtig ist und er Verantwortung übernehmen kann. Auf Pell war er ja immer eher unwillkommen, außer bei der letzten Familie. Ein Einzelgänger war er aber trotzdem. Ich denke der zweite wichtige Schritt war dann die Erkenntnis,das er den Hisa doch nicht immer gut getan hat, er eh nicht zurück könnte und auch, daß Satin ihn auf die Finity geschickt hat.

    Ist ja nichts passiert, du hast ja spoilerfrei geschrieben. So blöd fand ich die davonlaufen Aktion nicht, denn er hatte ja nicht erwartet das die Finity wartet. Was er dann allerdings danach machen wollte, darüber hat er nicht nachgedacht sondern aus dem Affekt gehandelt. Auf der Finity ist ihm ja dann recht klar, dass er wohl wenig Chancen auf eine Rückkehr zu Downbelow hat, selbst wenn sich Elene für ihn einsetzen sollte.


    Weiterhin sollte er ruhig im Hinterkopf behalten, daß er Melody und Patch so gesehen geschadet hat. Wer weiß was seine anderen Kontakte noch für Auswirkungen haben könnten, wenn er länger im Programm gewesen wäre. Er war ja doch sehr von sich überzeugt genauer über die Hisa bescheid zu wissen als alle anderen. Da hat er sich aber klar falsch eingeschätzt in seiner Jugendlichen Arroganz.

    So weit bin ich noch nicht. Aber das sich Cherryh eine gute Lösung für so einen zentralen Punkt überlegt hat dachte ich mir :)


    Die Passagen zurück zu Downbelow haben mir gut gefallen, aber stimmt, irgendwie gar nicht erwähnt. Die Erklärung, dass Patch und Melody Fletcher als Sohn angenommen haben und daher in der Zeit keinen eigenen Nachwuchs bekommen konnten hat mich sehr verblüfft. Und auch Ben hat es ja scheinbar ziemlich lange wieder verdrängt. Denn danach will er ja doch nicht wieder zurück und doch seinen Platz auf der Finity finden.

    Wobei hier auch James Roberts Gedanke interessant ist, dass Mazian da, wo er jetzt ist, irgendwo, eigentlich nützlich ist, als Drohung gegen Union. Der muss allerdings auch schon steinalt sein.

    Genau da bin ich jetzt. Das war alles hoch interessant vom James Robert, erst über seinen Tod in voller Runde zu sinnieren, um direkt die Zusicherung zu bekommen er wäre benötigt, um dann ein paar Stunden seine Crew mit der Aussage zu schocken. Entweder will er ihnen mal wieder beweisen was für ein kälter Stratege er ist, aber vielleicht will er sich auch etwas in alten Ideen gefangen zeigen, um den Übergang zu vereinfachen. Der Friede durch Handel, wirklich ein sehr faszinierendes Projekt, soll ja sein letztes Projekt sein.


    Momentan ist ja ziemliche Unruhe auf der Finity durch den Diebstahl durch den Hisa-Stab. Ich glaube nicht das es Chad war, das wäre zu nah. Und Chad schätze ich auch nicht so hinterhältig ein, er würde glaube ich offener vorgehen. Interessant finde ich da aber auch wie Cherryh Fletchers Emotionen, verändert durch die Sprünge, schildert.


    JR hat jedenfalls zu tun. Einen Einzelgänger unterzubringen, was ihm ja doch recht gut gelungen ist. Die drei haben ihn ja viel besser angenommen als ich gedacht hätte. Als sie ihm Kakao bringen wollten, herzliche Szene. Der erste Diebstahl an Board. Fletcher über die Schulter schauen. Und mit James Roberts Verhandlungen mithalten. Der schläft sicher gut.

    Wobei sich Fletcher dem Old Man ja auch nicht verschließen kann, als er bei ihm zum ersten Mal im Büro ist überzeugt er Fletcher ja doch, insbesondere durch sein Wissen über Satin. Das war insgesamt eine sehr schöne Szene in dem Büro. Ich hätte zu gern das Gesicht von Vince gesehen, als Fletcher wieder zurück kommt und ihm auf die Frage, ob er vom Schiff fliegt anwortet, dass er jetzt für die drei verantwortlich ist. :lache


    Ich mag die drei Hauptcharaktere auch sehr, insbesondere Jeremy. Bei ihm kommt der Unterschied zwischen biologischem und geistigem Alter (wobei es das ja auch nicht trifft). Das Konzept finde ich nach wie vor etwas konstruiert, auch wenn die Passage mit dem Arzt da sehr interessant war.


    Die politischen Teile finde ich gerade interessant, dadurch kommt es neher an den Downbelow Station Flair ran, das hat mir doch bei allen gelesenen am meisten gefallen. Auch wenn ich wirklich nichts gegen eine tolle, charaktergetriebene Space Opera habe, die komplexe Welt mit den Verwicklungen und einem größeren Cast finde ich da etwas faszinierender. Wobei hier bei Finity's End es echt eine gute Mischung ist.