Oh... es gibt so einige (unempathische) Ärzte, über die ich mir schon dachte "Du solltest auch besser in der Pathologie arbeiten als am lebenden Mensch".
Oh ja, die kenne ich auch ...
Mein Mann, der in einem gentrifizierten einstigen Problembezirk unterrichtet, sagt das auch immer: Seit sich die Bevölkerungsstruktur hier verändert hat, brauchen wir fuer jeden, der minimal aus der Masse herausragt, eine Diagnose. Und die Eltern werden dann immer gleich mit diagnostiziert. Bitte nicht falsch verstehen: Ich bin sehr froh darueber, dass heute diagnostiziert wird, was Kinder oder auch Erwachsene daran hindert, ihr Potential zu entfalten. Auf der anderen Seite finde ich es aber durchaus problematisch, dass mehr und mehr Anderssein als 'krankhaft' erklärt wird.