'Die an den Tod nicht glauben' - Seiten 064 - 135

  • Oh... es gibt so einige (unempathische) Ärzte, über die ich mir schon dachte "Du solltest auch besser in der Pathologie arbeiten als am lebenden Mensch". :lache

    Oh ja, die kenne ich auch ...


    Mein Mann, der in einem gentrifizierten einstigen Problembezirk unterrichtet, sagt das auch immer: Seit sich die Bevölkerungsstruktur hier verändert hat, brauchen wir fuer jeden, der minimal aus der Masse herausragt, eine Diagnose. Und die Eltern werden dann immer gleich mit diagnostiziert. Bitte nicht falsch verstehen: Ich bin sehr froh darueber, dass heute diagnostiziert wird, was Kinder oder auch Erwachsene daran hindert, ihr Potential zu entfalten. Auf der anderen Seite finde ich es aber durchaus problematisch, dass mehr und mehr Anderssein als 'krankhaft' erklärt wird.

  • Da beim Hörbuch die Kapitel nicht genannt werden, habe ich fröhlich über den Abschnitt hinaus gehört. :zwinker Aber zugegebenermaßen hätte das auch mit Kapitelangaben passieren können, da mir das Hörbuch außerordentlich gut gefällt.

    Mir gefällt Isolde und vor allem ihr Berliner Akzent.

    Gerade diese Abschnitte liest Heike Warmuth richtig toll. :love:


    Perdita mag ich ehrlich gesagt auch immer mehr. Ja, ich verstehe auch eure Vorbehalte ihr gegenüber. Aber mir liegt einfach ihre Denkweise und wie sie mit den Verstorbenen umgeht und ihr das Schicksal - auch von Fremden - nicht einfach egal ist. Klar, sie hat auch ihre Ecken und Kanten. Aber das mag ich an Protagonisten auch immer, wenn sie nicht perfekt sind. :-]


    Czerny bleibt weiterhin mysteriös. Ich werde hier aber besser nicht weiter über ihn schreiben, da ich ja im Buch schon weiter bin und nicht mehr sicher bin, welches Detail, wann bekannt wird. :schuechtern

    Rätseln kann ich jetzt noch gar nicht, sondern einfach nur lesen und in die dunkle Welt des alten Berlins abtauchen.

    So geht es mir auch. :)

  • Ich freu mich, dass du dich für Perdi erwärmst. Sie hat's nicht leicht mit sich und macht es anderen nicht leichter. Aber ich habe sie sehr ins Herz geschlossen, sie macht mir Spass beim Schreiben, und ich mag ihren Kampf um das, was sie will, selbst wenn sie nicht immer weiss, was das ist.

  • Da beim Hörbuch die Kapitel nicht genannt werden, habe ich fröhlich über den Abschnitt hinaus gehört. :zwinker Aber zugegebenermaßen hätte das auch mit Kapitelangaben passieren können

    Kann auch passieren - und ist mir sogar passiert. ^^ Das E-Book hat zwar Kapitelangaben, aber ich war der Ansicht, dass der Abschnitt erst nach Kapitel 9 zuende ist, wie dann ja auch der ganze Teil 1 . Also hab ich schon einen kleinen "Wissensvorsprung". Aber die Geschehnisse im schwarzen Ferkel blende ich jetzt einfach mal aus.


    Mir gefällt das Buch zunehmend gut. Mit Perdita habe ich allerdings noch so meine kleinen Schwierigkeiten, sie ist mir teils einfach zu ungestüm und ich hab ein wenig Angst, dass sie Dieter Schultz mit ihrer Art noch sehr in Schwierigkeiten bringen könnte. Andererseits nutzt ihr forsches Vorgehen natürlich auch, da sie so schon einiges in Erfahrung bringen konnten. Ich bin mir sicher, dass ich mich mit Perditas Art im weiteren Verlauf der Geschichte noch werde anfreunden können. Ihr hat scheinbar nie jemand richtig Einhalt geboten. Der Vater hat ihr viele Freiheiten gelassen und ein wenig fehlte die Mutterstrenge. Und ärgerlich ist auch, dass sie in Meyer zu Köcker einen Förderer hat(te), diese Förderung aber nicht genutzt hat.


    Dieter Schultz ist ein herzensguter Mann, der allerdings sehr schüchtern/ruhig ist und sich gegenüber den anderen Anwärtern (durchweg Schnösel) wohl nicht durchzusetzen weiß. Er hat es echt verdient, dass seine Eigeninitiative Früchte trägt und er die ersehnte Förderung erhält. Allerdings fand ich es seltsam, dass Averdunk die Akte von Frauke Walther holen kam, obwohl dieser Fall doch offiziell abgeschlossen ist. Irgendwas ist da im Argen.


    Schön fand ich die Herleitung von Schultz, dass eine alleinstehende Mutter niemals den Freitod wählen und ihr Kind zurücklassen würde. Er hat ein gutes Gespür für die Menschen. Ich hatte allerdings schon Befürchtungen, dass er sich nicht trauen wird, weitere Nachforschungen anzustellen - zum Glück ist ihm Perdita in die Arme gelaufen. Ganz sicher werden beide den Fall aufklären. Ich bin sehr gespannt, welche Abenteuer sie dabei noch zu meistern haben werden...

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  • Ich habe so die Vermutung, dass er hinter seinem Spezl dem Tedeú quasi aufräumt. Der bringt die Frauen, die ihm lästig werden, um die Ecke und er beseitigt die Spuren.

    So eine Vermutung habe ich auch. Bei Tadeú würde es mich aber nicht wundern, wenn er die Frauen einfach aus Lust am Töten umbringt, nicht, weil sie ihm lästig werden.


    Was die Morde anbelangt, so glaube ich immer noch, dass einer aus dem Institut die Finger mit im Spiel hat, sowie jemand von der Polizei... Einer der Zugriff auf Susettes Akte hatte und der auch bei der Polizei schalten und walten kann wie er will.

    Ja, da scheint es irgendwen zu geben, der Czernys "Machenschaften" deckt. Czerny selbst kann man schließlich nichts nachweisen, er verhält sich ja selbst auch immer einwandfrei.


    Wer bezahlt diese Beerdigung?

    Wenn Czerny auch im eigenen Interesse handelt, braucht ihn niemand für seine Tätigkeit zu bezahlen. So, wie er seinen Vater ja auch - seiner üblichen Arbeit nachgehend - aufgebahrt hat. Insofern muss es nicht zwingend einen vermögenden Geldgeber geben.

  • Er gewinnt an Selbstbewusstsein und wird es künftig auch schaffen, sich Perdita gegenüber mal durchzusetzen.

    Das kann ich mir bei ihm auch gut vorstellen. Ich glaube, das muss bei ihm auch einfach mal gefördert werden, dass er aus sich rauskommt. Perdita ist da ein guter Gegenpol zum immer ruhigen Dieter. (So gesehen, könnte man "Perdita" auch mit "Für Dieter" übersetzen. :chen)

  • Das kann ich mir bei ihm auch gut vorstellen. Ich glaube, das muss bei ihm auch einfach mal gefördert werden, dass er aus sich rauskommt. Perdita ist da ein guter Gegenpol zum immer ruhigen Dieter. (So gesehen, könnte man "Perdita" auch mit "Für Dieter" übersetzen. :chen)

    Wie cool! 8) :chen