• LIPPE-KRIMIS


    Die richtige Reihenfolge der Reitemeier/Tewes-Bücher ist erstmal:


    Fürstliches Alibi
    Der Berber
    Stürmerfoul
    Purer Neid
    Blechschaden


    Da mich hier ja bereits einige Lipper bzw. Nichtlipper mit lippischen Bekannten um Rezis gebeten haben, hier mal das Ergebnis:


    Was mir persönlich an den Lippe-Krimis so gefällt, ist natürlich erstmal die Tatsache, dass meine Heimat eine Hauptrolle spielt. Außerdem zeigen Reitemeier und Tewes herrlich die typisch lippischen „Macken“ auf, dass ich immer wieder schmunzeln musste.
    Klasse ist auch, dass jedes Buch einen anderen örtlichen Schwerpunkt hat, mal ist es Detmold, mal Blomberg, mal Bad Salzuflen – so dass ganz Lippe bekannter wird. Und Lippe hat eine ganze Menge zu bieten, das Hermannsdenkmal in Detmold, das Hexenbürgermeisterhaus in Lemgo, die wunderschöne Künstlerstadt Schwalenberg, die mystischen Externsteine in Horn-Bad Meinberg und so weiter und so fort...auch für nicht Lipper sind die Krimis spannend geschrieben und auch ein Kurt Wallander ermittelt in seinen heimischen Gefilden, so ists auch ein Regionalkrimi :-)
    Wenn ich in Nordhessen ein wenig Heimweh habe, schnapp ich mir einen Lippekrimi, träume vom lippischen Pickert, Detmolder Landbier und und und – schon geht’s mir wieder besser.


    Viel Spaß beim Schmökern wünscht eure lippsche Bibi



    P.S.: Es gibt noch drei weitere Lippe-Krimis von Maria Piechulek, die noch auf meinem SUB liegen, aber nach Lesen natürlich hier ebenfalls vorgestellt werden!

  • FÜRSTLICHES ALIBI


    Ein Toter im Park und jede Menge geklauter Autos. Viel zu tun für die Kollegen der Detmolder Polizei. Auf verschlungenen Pfaden geht es quer durch Ostwestfalen-Lippe. Mit dem liebenswert chaotischen Polizistentrio aus dem Lipperland ist dem Autorenteam ein großer Wurf gelungen. Ein Regional-Krimi mit Pep. Hoffentlich hören wir noch mehr von Schulten Jupp, Maren Köster und Axel Braunert.


    Eigene Meinung:
    Mein zweiter Lippekrimi, der chronologisch aber erste der Reitemeier/Tewes-Reihe. Hier lernt man erstmal die Protagonisten mit ihren wundervollen, typisch lippischen „Macken“ kennen und nebenbei klären sie ihre Fälle. Macht auf jeden Fall neugierig auf die weiteren Bücher der zwei lippschen Männers.

  • DER BERBER


    Schulten Jupp, Maren Köster und Axel Braunert sind wieder da. Die drei von der Detmolder Kripo müssen sich nicht nur mit einem neuen Chef herumschlagen, sondern auch noch mit einem verwahrlosten Hund. Aber was hat der mit dem Fall des ermordeten Berbers zu tun? Wer ist die Frau, die tot an den Externsteinen gefunden wird? Und welche Rolle spielt der eitle Museumsdirektor?
    Nach „Fürstliches Alibi“ haben Jürgen Reitemeier und Wolfram Tewes erneut einen packenden Lippe-Krimi geschrieben. Detailgenau, spannend, liebenswürdig. Wer ihn gelesen hat, wird in der Langen Straße in Detmold nach Schulten Jupp Ausschau halten.


    Eigene Meinung:
    Das zweite gemeinsame Buch der lippischen Autoren, in denen man das sympathische Polizistentrio wiedersieht, ein wenig Einblick in die Welt der Berber bekommt und man vor allem wieder viel von Lippe mitbekommt.

  • STÜRMERFOUL:



    Schulten Jupp in der Bredouille. Dabei wollte er doch eigentlich nur seinem Freund Rodehutskors helfen, einen verschollenen Kollegen zu suchen. Und nun ist dem Detmolder Kommissar die belgische Polizei auf den Fersen. Gut, dass Maren Köster aufpasst. Jürgen Reitemeier und Wolfram Tewes lassen die Detmolder Kripo in ihrem dritten Lippe-Krimi in einem besonders komplexen Fall ermitteln. Es geht um Schutzgelderpressung, um einen Hormonskandal und um Wirtschaftskriminalität – bis es schließlich zum Showdown in der Lipperlandhalle kommt: Ausgerechnet beim entscheidenden TBV-Spiel gegen den Rivalen aus Minden. Stürmerfoul – spannend und ein wenig unfair, voller Lokalkolorit und skurriler Typen. Reitemeier/Tewes besser denn je!


    Eigene Meinung:
    Mein erster Lippekrimi, der mich gleich total in seinen Bann zog. Dem Klappentext ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen, es ist ein von der ersten bis zur letzten Seite extrem spannender Krimi, der in Lippe und auch in Belgien spielt. Klasse auch der Bezug zum Handball, als Lemgoerin, die nahe der Halle wohnte, natürlich ein ganz ganz wichtiges Thema :-)

  • Purer Neid


    Ein Toter im Kurpark Hiddessen, ein weiterer in Paderborn. Bald deutet alles auf Geschäfte in Zeitz, zur Zeit des Aufbaus der neuen Länder. Geschäfte, die nicht ganz sauber waren? Schultes kriminalistischer Instinkt vermutet den Grund für beide Morde in der Vergangenheit. Leider sind zu Hause noch mehr Fälle zu lösen. Rodehutskors erhält eine Briefbombe und entgeht nur knapp dem Tode. Dabei glaubt der alte Journalist, die verordnete Fastenkur sei genug Anschlag auf sein Leben. Weit gefehlt! Bauer Fritzmeier träumt derweil von der Schlacht am Fritzmeierschen Hof, Jupp Schulte hingegen eher von der schönen Ausgrabungsleiterin. Also Mord, Schreie und Tränen in Lippe? Dabei kann das Leben doch so schön sein, wenn man die Fußballeuropameisterschaft mit Grillwurst, Bier und guten Freunden genießt... Jupp lässt sich zwar hin und wieder die Ruhe nehmen, aber niemals die lippisch-gemütliche Lebensart!


    Eigene Meinung
    Für mich persönlich der BESTE Lippe-Krimi, ich konnte ihn gar nicht mehr aus der Hand legen, man merkt aber auch, dass Reitemeier und Tewes mit jedem Buch besser und professioneller werden!

  • BLECHSCHADEN


    Das Autorenteam Reitemeier/Tewes besticht in seinem neuen Roman wiederum durch herzerwärmendes Lokalkolorit, es greift jüngste regionale Ereignisse auf wie das Treffen von Schröder und Chirac in Blomberg und den Abtransport der Kunstdrachen aus dem art-kite-museum in Detmold, vor allem aber knistert das Buch vor Spannung. Vorsicht! Wer erst einmal zu lesen angefangen hat, kann kaum mehr innehalten. Die vorangehenden Lippe-Krimis sind alle süffig lesbar und empfehlenswert, dieser fünfte ist der beste.


    Eigene Meinung:
    Superspannender, flüssig geschriebener Lippe-Krimi, in dem es um den anstehenden Besuch von Gerhard Schröder (der aus Lippe stammt!) und Chirac geht, es geht aber auch um Recherchen zur Hermannsschlacht, es geht um Kunst und Künstler, das leider geschlossene art-kite-museum und sogar mein Lieblingsrestaurant in Lemgo findet Erwähnung :-)
    Bielefeld findet auch mehr Anerkennung, auch wenn Bielefeld ja eigentlich gar nicht existiert
    Gelungen ist wieder mal die Darstellung von Anton Fritzmeier, der Urlipper mit seinem wundervollem lippischen Dialekt, der seinen 80. Geburtstag feiert.

  • Bibi, erst einmal vielen Dank für die Mühe! Ich glaube, Du hast mich überzeugt :-)


    Ich kann mich nur noch nicht entscheiden, welches ich zuerst kaufen soll...
    Entweder Blechschaden (naja - wenn Bielefeld schon erwähnt wird ;-)) oder Purer Neid?? (oder muss man die Bücher in chronologischer Reihenfolge lesen?)

  • Ich lese gerade den ersten Band, "Fürstliches Alibi", bin aber leider gar nicht begeistert. :-( Ich fand es schwer, in die Geschichte hineinzukommen, es ist viel "Staub" drin, also Unnötiges, das die Geschichte nicht voranbringt und auch nicht wesentlich Farbe reinbringt, manchmal in Form von kleinen Szenen/Dialogen, die ich einfach überflüssig finde, und sprachlich ist es stellenweise reichlich hölzern. Die Kommissare sind recht sympathisch. Aber das reicht mir nicht - ich glaube nicht, dass die beiden Autoren eine zweite Chance kriegen werden.


    Wer gerne "Regionalkrimis" liest, dem empfehle ich dringend Leenders/Bay/Leenders vom Niederrhein.

    Surround yourself with human beings, my dear James. They are easier to fight for than principles. (Ian Fleming, Casino Royale)

  • MaryRead
    Das erste Buch denen ist wirklich nicht der Brüller, die werden von Buch zu Buch besser! Ich denke, wer die Lipper nicht kennt und mag, kommt auch mit den Dialogen nicht ganz gut klar.
    Aber Geschmäcker sind ja auch verschieden :-) ich mochte z.B. die vom Niederrhein gar net, aber ich mag auch die Rheinländer net so :grin

  • Zitat

    Original von bibihexe76
    ich mag auch die Rheinländer net so :grin


    Psst, ich auch nicht, aber das sagen wir keinem, ja? :grin


    Ich finde die Niederrhein-Krimis von Leenders/Bay/Leenders einfach "technisch" besser, sprachlich und vom Spannungsbogen her vor allem - aber klar, ist immer auch Geschmackssache.


    Bei den Lippern scheine ich den falschen Band erwischt zu haben, schade, aber ich lese Reihen am liebsten in chronologischer Reihenfolge, deswegen habe ich extra vorne angefangen, in der Hoffnung, dass es mich packen würde... naja, macht nix, jedenfalls weiss ich's jetzt. ;-)

    Surround yourself with human beings, my dear James. They are easier to fight for than principles. (Ian Fleming, Casino Royale)

  • Ui Schatzkiste danke für den Hinweis, das wäre ja wirklich klasse. Dann muss ich meinem Paps morgen gleich sagen, dass er mir sofort Bescheid geben muss, wenn das da ist!


    Mary  
    Stümmt, das verraten wir keinem :grin Aber du hast recht, sprachlich sind die Niederrheinkrimis besser als "Fürstliches Alibi" oder auch noch "Der Berber" - aber man sieht von Band zu Band eine Steigerung!

  • ich habe den neuen Lippe-Krimi schon in Detmolder Buchhandlungen gesehen - der Titel: Strandgut


    Neues Spiel für Schulten Jupp – und diesmal eins mit ganz neuen Karten: Der Detmolder Kommissar ist nämlich nach Bielefeld versetzt worden, wo er die Leitung einer frisch geschaffenen Zentralkommission zur Aufklärung von Gewaltverbrechen übernommen hat. Sein erster Fall: Auf der ostfriesischen Insel Norderney wird die Leiche eines lippischen Kreistagsabgeordneten gefunden. Warum musste der Politiker sterben? Und was für eine Rolle spielt die geheime Gesellschaft, die hinter den Kulissen jede Menge Fäden zieht, und deren Wurzeln in das Lemgo von vor 350 Jahren zurückreichen? Neben den gewohnt schrulligen, lebendig gezeichneten Charakteren und viel Lokalkolorit bietet der mittlerweile sechste Lippe-Krimi wieder einen spannenden, intelligent angelegten und gut ausgetüftelten Fall für Schulten Jupp. (Barbara Luetgebrune)

  • Nach den Meinungsäußerungen hier konnte ich nicht anders und habe mir "Fürstliches Alibi" dann mal bestellt. Da ich mich in "Lippeland" (benannt nach Jürgen von der Lippe ???) nicht auskenne, vielleicht ja auch ganz lehrreich.


    Regionalkrimis haben eigentlich immer einen ganzen besonderen Reiz.

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst. (Evelyn Beatrice Hall)


    Allenfalls bin ich höflich - freundlich bin ich nicht.


    Eigentlich mag ich gar keine Menschen.