• Zitat

    Original von Iris
    Gelegentlich kam mir nachträglich der Gedanke, ich hätte mir vielleicht doch ein männlich klingendes Pseudonym zulegen sollen. Irgendwie scheint von einer Autorin eines historischen Romans erwartet zu werden, dass das dann bittschön auch ein Liebesroman sein müsse ... :pille
    Ansonsten wüsste ich nicht wieso ich unter Pseudonym veröffentlichen sollte - eigentlich bin ich ja stolz auf das, was ich da fabriziert habe, dann darf auch jeder wissen, wie ich heiße. :chen
    Etymonyme Grüße :grin


    Iris


    Ja, Vorurteile gibt es :gruebel



    Ich wollte schon immer unter Pseudonym schreiben. Die Erklärung steht in meiner Signatur.



    JASS :keks

  • Zitat

    Original von JASS


    Ja, Vorurteile gibt es :gruebel


    Sind denn Vorurteile so gewichtigend, dass man sich ein Pseudonym zulegen müsste, nur damit das eigene Buch erfolg haben kann? :wow

  • Zitat

    Original von Merlin


    Sind denn Vorurteile so gewichtigend, dass man sich ein Pseudonym zulegen müsste, nur damit das eigene Buch erfolg haben kann? :wow


    Ich glaube, es geht um Erwartungshaltungen.


    Überspitzt:


    Frauen kaufen das Buch und sind dann enttäuscht "Wo ist denn die Liebesgeschichte???"


    Männer kaufen das Buch nicht "Von einer Frau? Na, da ist ja dann nur irgendeine Sülze drin"


    Das war jetzt sehr mit Geschlechterrollen gespielt ;-)



    JASS :keks

    Es zählt nicht das ICH dahinter sondern das geschriebene Wort vor Augen :write

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  • Als eine Lokalzeitung hier einen überaus ausführlichen Bericht über die Macher von "Ich prangere an, die deutsche Frau" brachte und dabei genüsslich meinen richtigen Namen zelebrierte, war es für gewisse sehr herrische Damen nicht schwer, meine Telefonnummer und Adresse heraus zu bekommen.
    Zahlreiche Droh-, Schmäh- und Hassbriefe waren das Ergebnis und dass ich tagelang nicht mehr ans Telefon ging, dafür sehr interessante Botschaften auf meinem Anrufbeantworter abhören durfte.
    Tätlich wurde ja niemand, aber, wie ich bereits in einem anderen Thread schrieb, die Folge waren Ausladungen zu einigen Lesungen und damit auch ein "Verdienstausfall".
    Also, in meinem und diesem speziellen Fall, lieber ein Pseudonym. :-)

    Schon der weise Adifuzius sagte: Und hätte der Teufel den Satz mir geschenkt, ich musste ihn schreiben, egal was ihr denkt!:chen

  • Zitat

    Original von JASS
    Frauen kaufen das Buch und sind dann enttäuscht "Wo ist denn die Liebesgeschichte???"


    Männer kaufen das Buch nicht "Von einer Frau? Na, da ist ja dann nur irgendeine Sülze drin"


    Die Erfahrung wirst du mit Lesern seltener machen, als man denkt. Ich hab mir das ja auch anhören dürfen -- und was ist? Meine Bücher kommen bei Männern ziemlich gut an, Männer als Buchkäufer achten nämlich offenbar doch nicht so sehr aufs Geschlecht des Autors, und nicht alle Frauen wollen nur Schwurbelschwampf für unter der Bettdecke. :lache

  • Zitat

    Irgendwie scheint von einer Autorin eines historischen Romans erwartet zu werden, dass das dann bittschön auch ein Liebesroman sein müsse ...


    Und ich dachte, du hast einen geschrieben.


    Zitat

    Ansonsten wüsste ich nicht wieso ich unter Pseudonym veröffentlichen sollte - eigentlich bin ich ja stolz auf das, was ich da fabriziert habe, dann darf auch jeder wissen, wie ich heiße.


    Kannste de auch sein.


    Zitat

    Meine Bücher kommen bei Männern ziemlich gut an, Männer als Buchkäufer achten nämlich offenbar doch nicht so sehr aufs Geschlecht des Autors


    Ja ich habe es ja auch gelesen. :grin



    Micha !!!

    Auf dem Dachboden lebten wir vier, Christopher, Carrie, Cory und ich.
    Nur drei gehen wieder fort von hier.


    V.C. Andrews

  • Zitat

    Original von Fdlmich
    Und ich dachte, du hast einen geschrieben.


    Kommt auch vor, aber so, wie man sich die ideale Fassung vorstellte ... spätestens auf S. 20 wird geküßt, auf S. 50 wir gepoppt -- das fortan so etwa alle 50 Seiten -- Ines nennt das "Lendenglühen" :rolleyes), und "sie" hätte dann die treibende Kraft gemacht, die "ihn" immer wieder aufrichtet. Och nöö! Da bin ich zeterig geworden.

    Zitat

    Ja ich habe es ja auch gelesen. :grin


    Ich weiß. Es kommt auch wieder was nach, darauf kannste ... einen lassen! :lache

  • hm... mal gesetzt den Fall ich würde irgendwann dann doch in ferner Zukunft ganz eventuell irgendwas veröffentlichen, dann fände ich es glaub ich schrecklich, wenn da nicht irgenwo mein Name auftaucht.
    Dazu bin ich viel zu ... wie nennt man das? extrovertiert? Ja ich glaub, das Wort meine ich.
    Soll jeder sehen, daß ich es geschafft hab :-]

  • Was Iris nur aller 50 Seiten, ist das nicht ein bischen weit auseinander.
    20, oder noch besser 5 wären besser.


    Da haste genau ne halbe Seite Zeit für Erklärungen, den Rest brauchst du dann nur kopieren.


    Micha !!!


    Ich denke gerade daran, wie das aussieht, Iris vor dem Kopierer.

    Auf dem Dachboden lebten wir vier, Christopher, Carrie, Cory und ich.
    Nur drei gehen wieder fort von hier.


    V.C. Andrews

  • Zitat

    Original von Babyjane
    Dazu bin ich viel zu ... wie nennt man das? extrovertiert? Ja ich glaub, das Wort meine ich.
    Soll jeder sehen, daß ich es geschafft hab :-]


    Und recht haste dann auch!


    Erstens ist es hübsch Arbeit, so 200 - 300 Seiten vollzuschreiben. Zweitens ist es mindestens soviel Arbeit, einen Verlag aufzutreiben. Und drittens erfordert es Geduld, Sturheit und ein Quentchen Kompromißbereitschatf, damit am Ende alle an der Produktion Beteiligten mit dem Ergebnis zufrieden sind.


    Das quittiert man gerne mit seinem guten Namen!

  • Obwohl, wenn ich meine Polizeigeschichtchen schreib, dann wahrscheinlich besser unter nem Decknamen.... sonst ist meine Karriere da vermutlich im Eimer :lache

  • Wenn das brave Muttersöhnchen versaute Witze veröffnetlicht, dann mag ein Pseudonym tatsächlich etwas mit "sich schämen" zu tun haben. Ansonsten dürften jedoch ganz andere Überlegungen eine Rolle spielen.


    Die Eitelkeit würde ja eher dazu drängen, den ureigenen Namen auf dem Buchumschlag prangen zu sehen.


    Doch sowohl vermarktungstechnische Gründe können eine Rolle spielen, als auch der Wunsch, verschiedene Bereiche seines Lebens zu trennen.


    Aus gegebenem Anlass beschäftige ich mich derzeit auch mit diesem Thema und sollte es tatsächlich eines Tages einen Roman von mir zu lesen geben, dann bereite ich euch schon heute darauf vor, dass er nicht unter dem Namen Rabarat erscheinen wird. :grin

  • Zitat

    Original von Rabarat
    Aus gegebenem Anlass beschäftige ich mich derzeit auch mit diesem Thema und sollte es tatsächlich eines Tages einen Roman von mir zu lesen geben, dann bereite ich euch schon heute darauf vor, dass er nicht unter dem Namen Rabarat erscheinen wird. :grin


    Eijeijei!
    Aber wenn nciht "Rabarat" ... wie finden wir das gute Stück denn dann? :wow
    Du teilst uns schon mit, wie du dann heißen wirst, gell?

  • oh ich seh gerade das ich das ja noch gar nicht geschieben habe!



    Also, ich schreibe in zwei genres. naja, im groben gesehen. unter fantasie / historie werde ich mit meinem namen schreiben was ein halbes pseudo jedoch ist. mary ist ja nicht mein richtiger name..
    und für krimie / Thriller habe ich mir ein pseudonym ausgedacht was nichts zu dem geschlecht des autors verrät. ich werde dieses pseudonym auch nicht verraten da ich es erst mal geheimhalten möchte. weiß nicht warum aber ich möchte dies erstmal so handhaben.
    aber zu aller erst sollte ich meine kleine krimi serie die ich in planung habe weiter entwickeln und weiter schreiben. doch mit der prüfung momentan bleibt mir so gut wie keine zeit dafür.

  • Zitat

    Original von Iris
    Die Erfahrung wirst du mit Lesern seltener machen, als man denkt. Ich hab mir das ja auch anhören dürfen -- und was ist? Meine Bücher kommen bei Männern ziemlich gut an, Männer als Buchkäufer achten nämlich offenbar doch nicht so sehr aufs Geschlecht des Autors, und nicht alle Frauen wollen nur Schwurbelschwampf für unter der Bettdecke. :lache


    Ich wollte doch nur überdramatisch erklären, was du gemeint hast :cry :cry :cry


    Das beste Gegenbeispiel ist dafür Terry Goodkind mit das Schwert der Wahrheit. Sehr schöne Gefühlsszenen vorhanden. :-)


    Kuss Seite 20... Beischlaf Seite 50. Iris, du schreibst Groschenromane? :lache


    (Jetzt möge doch bitte niemand behaupten, meine Beiträge wären zusammenhangslos aufgebaut :grin)



    JASS :keks

    Es zählt nicht das ICH dahinter sondern das geschriebene Wort vor Augen :write

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  • Also, ich habe in meinem ersten Buch, an dem ich mitgeschrieben habe ("Liebe, Küsse, Herzgeschichten", Thienemann Verlag) auch einen Pseudonxm benutzt, weil es ein "Mädchenbuch" war und ich erst 13 bin. Ich habe es auch nur zwei Kumpels von mir erzählt, und ich werde auch weiterhin noch unter einem Pseudonym schreiben.

  • :wave


    Wenn mir ein sinnvolles Pseudonym eingefallen wäre hätte ich vielleicht eines verwendet. Jetzt schreibe ich halt unter meinem eigenen Namen.


    Ich würde allerdings ein Pseudonym wählen wenn ich tatsächlich mal ein Kinderbruch schreiben sollte, allerdings dann eher um einen Unterschied zu den "Erwachsenen-Büchern" klarzumachen.


    :lache