Die Bücherdiebin (The Book Thief) von Markus Zusak

  • Ich weiß nicht. Mich hat dieses Buch absolut gar nicht berührt. Die Charaktere wirkten flach, der Tod aufgesetzt...Mir tat niemand Leid, noch hatte ich irgendwie das Verlangen zu wissen, wie die Geschichte ausgeht.
    Schade.
    Ich fand das Buch ziemlich...schlecht will ich nicht sagen, aber angesprochen hat es mich nunmal gar nicht. Würde ich nicht weiter empfehlen.

  • Zitat

    Original von Wittelsbach
    Die Charaktere wirkten flach, der Tod aufgesetzt...


    Das kann ich so gar nicht nachvollziehen. Ich finde, Markus Zusak beschreibt die Charakteren sehr genau, sogar teilweise so detailliert, dass ich mich direkt in der Straße sehen konnte, wo Liesel und all die anderen wohnen. Oder die Streifzüge von Liesel und Rudi, da hat man die Stadt so richtig vor sich gesehen.


    Ich hatte am Ende des Buches das Gefühl, Liesel, Rudi, die Hubermanns und auch all die Nebencharaktere, die aber so deutlich beschrieben wurden, fast schon persönlich zu kennen.

  • Zitat

    Original von noani*


    Das kann ich so gar nicht nachvollziehen. Ich finde, Markus Zusak beschreibt die Charakteren sehr genau, sogar teilweise so detailliert, dass ich mich direkt in der Straße sehen konnte, wo Liesel und all die anderen wohnen. Oder die Streifzüge von Liesel und Rudi, da hat man die Stadt so richtig vor sich gesehen.


    Ich hatte am Ende des Buches das Gefühl, Liesel, Rudi, die Hubermanns und auch all die Nebencharaktere, die aber so deutlich beschrieben wurden, fast schon persönlich zu kennen.


    Ja genau so ging es mir auch :)

  • Ich tue mich mit dem Einstieg in dieses Buch etwas schwer... Nachdem ich mich total darauf gefreut hatte, ist es irgendwie ganz anders als ich es mir vorgestellt habe. Ich breche es noch nicht ab, allerdings muss gerade echt kämpfen! :-(

  • Zitat

    Original von Glücksfee
    Ich tue mich mit dem Einstieg in dieses Buch etwas schwer... Nachdem ich mich total darauf gefreut hatte, ist es irgendwie ganz anders als ich es mir vorgestellt habe. Ich breche es noch nicht ab, allerdings muss gerade echt kämpfen! :-(


    Hast du durchgehalten? Ich hoffe es.. ist ein tolles Buch :)


    Mir ist der Anfang übrigens auch schwer gefallen. Es ist halt doch was anderes, dieses "andere" habe ich aber schnell ins Herz geschlossen. :)

  • Ich liebe Die Bücherdiebin.


    Mich hat schon das Cover verzaubert, bevor ich das Buch überhaupt geschenkt bekommen habe. Und ich war traurig, dass es sich so leicht und blitzschnell lesen ließ, weil ich Liesel wirklich richtig ins Herz geschlossen hatte, weil ich richtig spürte wie sie litt.


    Ich finde, dass die Geschichte unheimlich einfühlsam erzählt wird - ja, richtig poetisch. In mir hat das Lesen des Buchs eine ganz bestimmte Stimmung erzeugt: melancholisch, gedrückt und gleichzeitig glücklich, dass ich heute hier bin und nicht vor einigen Jahrzehnten.


    Und auch ich finde, dass Zusak sehr detailgetreu beschreibt. Die Erzählung wirkte auf mich dicht und erschreckend glaubhaft.



    Zitat

    Die Charaktere wirkten flach, der Tod aufgesetzt...


    Ich überlege gerade, dass ich den Tod eigentlich erstaunlich "gut getroffen" fand.



    Aber ich glaube, dass sich an diesem Buch die Geister scheiden. Entweder man liebt es oder man überhaupt nichts damit anfangen...


    Ich gebe 10 von 10 Punkten.

  • Ich muss sagen ich habe sehr viel von diesem Buch erwartet (nachdem ich hier mal die Meinungen durchgelesen habe) und wurde nicht enttäuscht.
    Der Beginn war für mich etwas "holprig", d.h ich musste mich erst ein wenig eingewöhnen ;-) aber dann konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Für mich eins der Highlights 2010, wunderschön erzählt, obwohl es ja eigentlich ein sehr trauriges Buch ist. :-)

  • Zitat

    Original von Pilvi
    ich glaube auch, dass man das Buch nur entweder liebt oder es gar nicht mag.


    du hast völlig recht, aber ich kenn ganz wenige, die das Buch nicht mögen!

    Who is Keyser Soze?


    (\__/)
    (o ,o)
    (>_<) <- This is Bunny.


    Copy Bunny into your signature to help him on his way to world domination.

  • Zitat

    Original von naurina
    Aber ich glaube, dass sich an diesem Buch die Geister scheiden. Entweder man liebt es oder man überhaupt nichts damit anfangen...


    Wenn man sich die vielen Kommentare in diesem Thread anschaut, bekommt man aber nicht unbedingt diesen Eindruck. Die Zahl derer, die es total nicht moegen ist eher gering. Es sind aber durchaus eine ganze Reihe dabei - mich eingeschlossen - die es gezielt kritisieren und letztlich als Mittelmass einstufen. Es gibt m.M. nach bessere Buecher in dieser Kategorie, aber ich empfehle es durchaus auch weiter.


    Vor allem wenn es die englische Ausgabe ist, die ich weiter empfehle, weise ich immer auf z.T. gravierende historische Fehler hin, die fuer mich das Buch enorm abwerten. Das deutsche Lektorat hat bei der Uebersetzung da besser gearbeitet und ich hab weniger Bedenken es zu empfehlen.

    Gruss aus Calgary, Canada
    Beatrix


    "Well behaved women rarely make history" -- Laura Thatcher Ulrich

  • Zitat

    Original von sollhaben


    du hast völlig recht, aber ich kenn ganz wenige, die das Buch nicht mögen!


    Also ich hab es nach 150 Seiten abgebrochen weil ich es wirklich überhaupt nicht mochte. Ich fand es effekthascherisch, schlecht geschrieben und mich haben die Protagonisten kalt gelassen.


    Ich fand mich als Leser von dem dauernden Vorgreifen in der Handlung durch den Erzähler verarscht, es war für mich das literarische Gegenstück zu einer unglaublich überladenen, kirre blinkenden Blogseite, die nicht darauf vertraut, dass der Leser die "Brillanz" des Vorgelegten von selbst erkennt. Nein, alles wurde wiederholt, noch und nöcher, die Figuren waren eindimensional und unglaubhaft und wenn mir jemand mit Warnpfeil signalisiert "hier bitte gerührt sein" ist für mich eh der Ofen aus.
    Und wenn ich noch einmal das Wort "Saumensch" lesen muss, bekomme ich Schaum vorm Maul.


    Aber mir ist klar, dass ich damit alleine auf weiter Flur stehe.
    :chen :wave

  • Cookiemonster :


    ab heute stehst du nicht mehr alleine da! :grin



    Ich habe zu "Die Bücherdiebin" aus zwei Gründen gegriffen: ich kannte bereits "Der Joker" vom gleichen Autor und war davon mehr als begeistert und mir hat die Vorstellung, daß der Erzähler der Tod ist, recht gut gefallen.
    Mittlerweile habe ich das Buch abgebrochen und werde auch nicht mehr weiterlesen.


    Ich habe in den letzten Jahren des öfteren Bücher gelesen, die in Deutschland kurz vor und auch nach der Machtübernahme der Nazis spielen. Es liegt also nicht am Thema (kurz nach dem Abitur war ich recht übersättigt davon, aber das ist ja nun auch schon eine ganze Weile vorbei).
    Aber "Die Bücherdiebin" berührt mich einfach nicht, ebenso wenig die handelnden Personen. Es liest sich furchtbar klischeehaft, auch wenn ich weiß, daß die deutsche Übersetzerin versucht hat die gröbsten Schnitzer auszubügeln- ein bißchen erinnert es mich an die typischen Hollywood-Nazis.


    Ich wollte mich irgendwann nicht mehr durch den allgemein als etwas holprig beschriebenen ersten Teil durchquälen und so habe ich es abgebrochen.
    Schade, ich hatte mich sehr auf das Buch gefreut.

    Ich weiß nicht, was das sein mag, das ewige Leben.
    Aber dieses hier, das diesseitige, ist ein schlechter Scherz. (Voltaire)

  • Ich habe mir das Hörbuch aufgrund der vielen positiven Beschreibungen zu dem Buch zugelegt. Es ist sicher kein Jugendbuch im klassischen Sinne, vielleicht etwas für den Schulunterricht um die Zeit von damals auf einem anderen Weg aufzuzeigen. Ich selbst war dann aber doch enttäuscht von der Geschichte, hatte ich mir doch mehr davon versprochen, weil es viele so gehypt haben.

  • Zitat

    Original von noani*


    Hast du durchgehalten? Ich hoffe es.. ist ein tolles Buch :)


    Vor einer Woche habe ich das Buch beendet, kam nur nicht gleich dazu hier was zu schreiben, da mir die Worte noch fehlten. Ich bin ja sooo froh, dass ich es nicht abgebrochen habe! :danke, dass ihr mir Mut gemacht habt!!!


    Liesels Geschichte hat mich sehr bewegt, und die gewöhnungsbedürftige Erzählstruktur Markus Zusaks hat mir am Ende richtig gut gefallen. Der Tod greift zwar im Laufe der Geschichte oft vor, was als nächstes noch so alles passieren wird, aber im Nachhinein betrachtet hat er vollkommen Recht, wenn er sagt, dass der Schrecken den Leser dann nicht überraschend trifft. Eine ganz ergreifende Geschichte aus Sicht des Todes aus einer Zeit Deutschlands, die schon in vielen Romanen abgehandelt wurde, aber noch nie so dargestellt wurde. Ich gebe auf jeden Fall 9 von 10 Punkten. (Den Punktabzug gibt es für den schweren Einstieg.)

  • Auch ich finde, dass dem Leser der Einstieg in das Buch aufgrund des außergewöhnlichen Erzählstils nicht unbedingt leicht gemacht wird. Aber ich persönlich habe mich recht schnell eingefunden und konnte eintauchen in die Geschichte, die uns Markus Zusak erzählt.


    Eine Geschichte von Freundschaft, Liebe, Tod und Zerstörung. Erzählt voller Wärme, manchmal erschreckend und traurig, aber immer ergreifend.


    Mich hat dieses Buch sehr aufgewühlt zurückgelassen. Ich vergebe 10 von 10 Punkten.

  • Ich hab's heuer im Januar gelesen und gewußt, das wird mein persönliches Buch des Jahres, das ist einfach nicht mehr zu überbieten.
    Und es war so ganz anders als alles, was ich bisher gelesen habe. Für mich war es ein wunderbares Buch, vom Inhalt her genauso wie vom Stil. Manche Stellen hätte ich am liebsten auswendig gelernt, damit ich sie immer parat habe.
    Mich haben alle Figuren auf ihre Art und Weise berührt, und ich konnte gar nicht erwarten zu erfahren, wie es weitergeht. Und immer, wenn ich dachte, jetzt kann ihm nichts mehr einfallen, ist im nächsten Kapitel schon wieder etwas Überraschendes passiert.
    Sie sind sehr selten, diese Bücher, die auf so hohem erzählerischem Niveau beginnen, das dann vom Autor bis zum Ende durchgehalten wird. Und dann auch noch von einem so jungen Australier, der diese Zeit ja nur aus den Erzählungen seiner Angehörigen kennt.
    Es war ein Buch zum Lachen und zum Weinen, das mich restlos begeistert hat.

  • Hier jetzt nochmal eine Stimme von der eigentlichen Zielgruppe. Meine juengste Tochter hat es jetzt mit 13 auch von mir in die Hand gedrueckt bekommen. Ich hab das Buch bis zum geht-nicht-mehr bei der Buecherei verlaengert, aber letztlich hat sie das Buch nach der Haelfte abgebrochen und nicht mehr weitergelesen. Es war ihr einfach zu langweilig.

    Gruss aus Calgary, Canada
    Beatrix


    "Well behaved women rarely make history" -- Laura Thatcher Ulrich

  • also ich glaube, dass das Buch für 13 Jährige auch nichts ist....oder wie seht ihr das? Ich bin mir zumindest ziemlich sicher, dass ich das Buch mit 13 auch nicht gemocht hätte, aber jetzt liebe ich es.