Die Bücherdiebin (The Book Thief) von Markus Zusak

  • Ich habe dieses Buch als WB gelesen. Danke! Es ist umwerfend. Ich fand es schwierig zu lesen, weil es in den Kriegsjahren spielt und so viel Elend beschrieben wird. Das kann ich nicht gut ertragen. Normalerweise lese ich solche Bücher nicht. Sie sind mir zu realistisch.


    Dieses Buch ist anders. Markus Zusak gelingt es den Alltag aus der Sicht eines elternlosen, heranwachsenden Mädchens zu beschreiben, ohne in völlige Finsternis zu verfallen. Und dies gelingt ihm, obwohl dieses Mädchen mehr Verluste zu verkraften hat, als ich mir das heute vorstellen kann.


    Der Tod wird hier als "jemand" dargestellt, der aufräumt indem er die Seele vom Körper löst und in den freien Himmel entfleucht. So stelle ich mir den Tod auch vor. Daher ist er mir in diesem Buch sehr sympatisch.


    10 von 10 Punkten - Volltreffer! Dieses Buch werde ich sicherlich noch häufig verschenken. Das beste Buch, das ich in diesem Jahr gelesen habe.

  • Ich habe das Buch ebenfalls vor einiger Zeit gelesen.
    Meiner Meinung war es eins der schönsten und fesselndsten Bücher das ich je in der Hand hatte. Innerhalb zwei Tagen war es ausgelesen. Ich fand den Charakter der Liesel sehr stark, wobei ich den Tod etwas komisch in seiner Sprache fand. Etwas schwülstig und rätselhaft, soweit ich mich erinnere. Aber zum Glück kam dieser dabei auch ein bisschen zu kurz.



    Den Schluß fand ich auch sehr gelungen und habe sogar ein paar Tränchen verdrückt.

  • ich persönlich fand das buch ebenfalls sehr sehr schön! am ende musste ich weinen...der schreibstil hat mir ebenfalls sehr gut gefallen!!!!

    ohne träume ist das leben so langweilig wie 7 koffer voller weißbrot (janosch - oh wie schön ist panama)

  • Ich werde mir nachher die einzelnen Rezis genauer durchlesen, aber irgendwie hab ich das Gefühl, ich habe ein anderes Buch gelesen als die meisten hier. Es war ganz schön, keine Frage. Aber die allgemeine Begeisterung und die Lobeshymnen kann ich leider nicht nachvollziehen. Die Handlung war schon interessant und stellenweise sehr rührend, aber wirklich berührt hat mich das Buch nicht. Ich kann nicht genau sagen, woran das liegt. Vielleicht hab ich mir etwas anderes versprochen - mehr über Bücher und Tod in Person, weniger über Kriegselend. Ich weiß es nicht genau. Jedenfalls hat mich das Buch nicht wirklich gepackt, es hat mich auch oft gelangweilt und ich hatte nicht - wie es mir bei Büchern oft geht - das Bedürfnis, immer weiter zu lesen. Mir hat einfach in diesem Buch etwas gefehlt.
    Der Schreibstil war schön, ich habe auch sehr viele Sätze gefunden (naja, paar), die ich ganz schön fand, aber das war's dann auch. Also, mein Lieblingsbuch wird das leider nicht. Und von mir gibt es auch "nur" 7 oder 8 Punkte, denk ich.



    Edit: Die Verwendung von "Saumensch" hat mich überhaupt nicht gestört, auch die Häufigkeit nicht.

    With love in your eyes and a flame in your heart you're gonna find yourself some resolution.


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  • Habe das Buch gerade zu Ende gelesen und war richtig richtig traurig. Wegen mir hätte die Geschichte noch länger gehen können. Liesel tat mir so leid, das ganze Buch hindurch! Aber die Hubermanns sind toll, das Akkordeon, die Bücher, Rudi, die Frau des Bürgermeisters, Max der im Keller mit Hitler boxt, alles ist toll! Es ist ein Buch voller Freude, Leid, Schmerz und tollen Bildern. Es gibt so viele Stellen, die ich mit Bleistift markiert habe, denn sie sind lyrische Meisterwerke die man für die Ewigkeit festhalten muss!
    Schönes Buch

  • Ich habe das Buch von meiner Freundin geliehen, 50 Seiten + ein paar gelesen und ihr jetzt wieder zurück gegeben. Irgendwie bin ich nicht ins Buch rein gekommen. Die Perspektive fand ich zwar interessant, aber ich fand die Geschichte und vor allem aber auch den Schreibstil nicht so interessant, dass ich jetzt mehr hätte lesen wollen. Die Personen, die bislang agierten, fand ich irgendwie alle unsympathisch und "unecht" und keine Ahnug... das Buch hat mich so weit nicht vom Hocker gerissen und ein Abbruch war nur naheliegend und wurde auch ausgeführt.

  • Ich habe das Buch letztens gekauft...ich muss sagen, dass mir der Klappentext gar nicht so angesprochen hat, aber ich habe schon so viel Gutes gehört, da war ich einfach neugierig.


    Und nun bin ich so unendlich froh, dieses Buch gelesen zu haben! Ich finde, im Gegensatz zu meiner Vorrednerin ;), dass die Figuren unheimlich menschlich (manchmal sogar erschreckend menschlich) und echt dargestellt werden.
    Das Buch hat so viel Humor und viele Stellen an denen ich schmunzeln musste, gerade durch Tod als Erzähler, der wunderbar gelungen ist. Er ist mir richtig sympathisch.
    Andererseits gibt es genau so viele grauenvolle und traurige Stellen, vor allem am Schluss musste ich wirklich weinen.
    Das Buch hat unheimliche Tiefe, viel Feinfühligkeit, Humor, Spannung, Menschlichkeit etc....genau das, was ich mir wünsche!


    10 Punkte!

  • Zitat

    Original von Kaycee
    Innerhalb zwei Tagen war es ausgelesen. Ich fand den Charakter der Liesel sehr stark, wobei ich den Tod etwas komisch in seiner Sprache fand.


    Am Anfang hatte ich auch so meine Zweifel, ob ich mir das Buch überhaupt kaufen sollte. Hatte nämlich mal kurz reingelesen und fand die Sprache auch sehr gewöhnungsbedürftig. Aber diese Buch zu kaufen war einer der besten Entscheidungen meines Lebens! Sobald man sich nämlich einmal an die Sprache und an den Tod als Erzähler gewöhnt hatte, machte genau dies den Reiz des Buches aus. So etwas in dieser Form ist mir zuvor nämlich noch nicht begegnet, ein richtiges Juwel! Nur für die letzten Seiten habe ich seeehr lange gebraucht, da ich immer wieder weinen musste und daher überhaupt nichts mehr sehen konnte ;-)


    Da die Bücherdiebin mein erstes Buch von Zusak war und ich aber gerne noch etwas von ihm lesen würde, würde mich jetzt interessieren, ob mir jemand von euch mal ein Werk von ihm empfehlen kann!?

  • Ich habe "Der Joker" gelesen und fand es auch sehr gut, nicht so gut wie "Die Bücherdiebin" aber auf jeden Fall lesenswert.


    Ich bin immer wieder froh, wenn auch anderen dieses Buch so gut gefällt wie mir.

    Who is Keyser Soze?


    (\__/)
    (o ,o)
    (>_<) <- This is Bunny.


    Copy Bunny into your signature to help him on his way to world domination.

  • Zitat

    Original von sollhaben
    Ich habe "Der Joker" gelesen und fand es auch sehr gut, nicht so gut wie "Die Bücherdiebin" aber auf jeden Fall lesenswert.


    Ich bin immer wieder froh, wenn auch anderen dieses Buch so gut gefällt wie mir.


    Danke für den Tip, da werde ich mir doch gleich mal anschauen, worum es in dem Buch geht...


    Ich glaube, man kann auch kaum erwarten, dass es nochmal ein so gutes Buch gibt, wie die Bücherdiebin. Dieser Roman ist meiner Meinung nach ein wahres Wunderwerk ^^

  • Ich habe das Buch heute beendet. Mir hat es gut gefallen, auch wenn es stellenweise "hart" zu lesen (und zum rsten Mal würde ich am liebsten meinen Opa nach der Zeit fragen... :cry ).
    Tja, es war ganz anders, als ich erwartet hatte. Wobei ich noch nicht mal sagen konnte, was genau ich eigentlich erwartet hatte.
    Der Tod als Erzähler ist schon etwas ungewöhnlich. Wobei man das ja (in GANZ anderem Zusammenhang) von Pratchett. Ich will das jetzt aber auch gar nicht vrgleichen, das geht gar nicht. Ich fühlte mich nur dran erinnert, als die Erzählung losging und der Tod bemerkte, er sei nicht gerecht oder ungerecht und habe auch nichts gegen die Menschen. Bei Pratchett heißt es immer "Es gibt keine Gerechtigkeit, es gibt nur mich."


    Das Ende war sehr schwer. Ich hätte auch gerne noch gewußt, was mit Liesel weiter passiert. Von mir aus ganz grob. Wie kam sie denn nach Sydney.
    Die Sätze waren ungewöhnlich. Das kenne ich noch nicht so oft. Einiges mußte ich auch - aufgrund von Überaschung - nochmal lesen. Aber das gefiel mir.


    Wie soll man das nennen? Schöne Geschichte, gute Geschichte? Ich weiss nicht, ob das bei so einem Thema eine passende Formulierung ist. Aber ich mochte das Buch.



    Edit: Tippfehler. *argh*

    "Nanna nenn' ich Nökkvis Tochter..."

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  • Auch "ergreifend" erscheint mir für mich nicht so richtig ... passend. Ich weiss auch nicht. Aber ich war nicht die ganze Zeit ergriffen... eher traurig, bei bestimmten Szenen wenigstens.

  • Gestern habe ich dieses tolle Buch beendet und musste es erstmal sacken lassen. Das ist kein Buch für "zwischendurch". Die Geschichte ähnelt tausenden anderen aus dem zweiten Weltkrieg, aber der Autor schafft es, die beklemmende und bedrohliche Atmosphäre anhand vieler kleiner Dinge hervorragend zu vermitteln.
    Besonders gut gefallen hat mir die poetische Sprache und die besondere Sichtweise, aus der das Geschehen betrachtet und bewertet wird. Man wird dadurch sofort vom Buch gefangen genommen.
    Überhaupt steht die Sprache in diesem Buch im Mittelpunkt: Die Sprache und das, was sie auszurichten vermag.


    Fazit: Ein ganz besonderes Buch, das sicher eins der besten ist, das ich jemals gelesen habe und das noch viele Male den Weg in meine Hand finden wird.

  • ALso ich habe das Buch ja vor kurzem auch beendet.
    Und ich muss sagen für mich war es eines der besten Bücher das ich jemals gelesen habe.
    Ich fand allein die Idee schon genial die Geschichte aus Sicht des Todes zu erzählen und meine Erwartungen wurden um einiges übertroffen. Auch die Charaktere haben mir alle gefallen.
    Ich war wirklich traurig als ich das Buch zu Ende hatte.