Die Kaufherrin - Ines Thorn

  • Erschienen: 2009
    Verlagsgruppe Weltbild
    ISBN: 978-3868003147


    Kurzbeschreibung:
    Eine grandiose Familiensaga: Die dramatische und bewegende Geschichte der Frankfurter Kaufmannsdynastie Geisenheimer. Frankfurt anno 1792: Die französischen Revolutionstruppen stehen vor den Toren Frankfurts. Die Witwe Theda Geisenheimer lenkt ihr Handelshaus allein durch eine schwere Krise. Weitaus größere Sorgen bereiten ihr allerdings ihre Kinder: Jago, ihr Ältester, der einmal Haupterbe des Unternehmens werden soll, ist ein verträumter Möchtegern-Dichter, der jüngere Stefan ein begeisterter Revolutionsanhänger und die 15-jährige Friederike ist unglücklich verliebt. Und über all dem droht Theda ihr Glück völlig aus den Augen zu verlieren.


    Über die Autorin:
    Hier ist das Autorenporträt zu finden. Weitere Infos auch auf der Homepage: www.inesthorn.de



    Meine Meinung:
    Nun liegt er also vor, der 3. Teil der Famliensage um die Frankfurter Kaufmannsfamlie Geisenheimer. Die Geschichte beginnt Ende des Jahre 1791, als Theda Geisenheimer, Witwe des Theodor Geisenheimer, ihr Leben ein wenig Revue passieren lässt, bevor sie jäh in die Gegenwart zurück geholt wird: Ihr zweitältester Sohn Stefan hält eine Rede auf die französische Revolution und deren Motto "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit".


    Die französische Revolution, die auch auf Deutschland überzuschwappen droht, bildet den historischen Rahmen für diesen Abschnitt der Geschichte der Geisenheimers.


    Ich habe dieses Buch innerhalb von 2 Tagen ausgelesen, was zeigt, wie interessant es sich liest. Doch ich hätte so gern noch viel mehr gelesen, auch wenn dieser Teil in sich abgeschlossen ist.


    Die historischen Einwürfe werden ausreichend behandelt, so dass ich mich schon informiert fühle, doch auch hier hätte ich gern mehr gewusst. Wie wirkt sich die Belagerung aus, abgesehen von den Plünderungen? Wie geht es politisch zu im Deutschland Ende des 18. Jahrhunderts, abgesehen von der Kaiserkrönung? Was sagt das einfache Volk zur Revolution? Doch positiv empfinde ich, dass Ines die historische Lage in kurzen und prägnanten Abrissen erklärt, so dass man weiß, was gerade los ist, ohne ausschweifend über politische oder kriegerische Machtverteilungen lesen zu müssen.


    Ich lese so gerne Geschichten aus Ines Feder, aber diese hier hätte locker 100 Seiten mehr haben dürfen.


    Ich hoffe, dass Teil 4 ausführlicher und genauso spannnend wird, und vergebe 8 Punkte.

  • Ich habe auch 8 Punkte vergeben, da mir das Ende zu kurz war. Es hätte ruhig etwas ausführlicher, wie Geli schreibt, gute 100 Seiten mehr haben können.


    Insgesamt hat es mir ganz gut gefallen, es hat sich auch flüssig lesen lassen. Werde Teil 4+5 bestimmt auch lesen.


    Was ich aber auch feststellen musste, dass mir Serien mit zu großen Zeitsprüngen, wie hier gleich 100 Jahre später, nicht so sehr zusagen. Ich mag es lieber, wenn der nächste Band gleich weitergeht, wo der andere aufgehört hat und evtl. nochmals kurz die Personen ins Gedächtnis gerufen werden.


    Aber auf jeden Fall, nett zu lesen.

  • Auch ich habe 8 Punkte vergeben.


    Zum einen hat mir mal wieder der Familienstammbaum gefehlt. Es geht leider nicht aus dem Buch hervor, wie Theda mit Bertram verwandt ist. Wie steht Brigitte zur Buchdruckerin im letzten Band? Aber vielleicht liegen auch mir keine Zeitsprünge von 100 und mehr Jahren :gruebel


    Auch mir ging das Ende zu schnell. Ich hätte auch gerne noch 100 Seiten mehr gehabt.

    Don't live down to expectations. Go out there and do something remarkable.
    Wendy Wasserstein

  • Ich schließe mich auch allen an. Das Buch war sehr schön, fantastisch, nur das Ende war zu kurz, so als ob die Schriftstellerin eben mal schnell das Ende schreiben wollte. Es hätte wirklich noch mindestens 100 Seiten mehr haben können, dann hätte man auch erfahren, was aus den einzelnn Personen wird. So kann man ein Buch schreiben, wenn es bald eine Fortsetzung gibt. Die gibt es ja zwar, aber ja wohl nicht mit diesen Beteiligten. Schade.
    Fazit: Sensationelles Buch, aber nicht bis zum Schluß!

  • Ich fand das Buch wieder einmal einsame Spitze... ich habe das Lesen richtig genossen und es ging mal wieder wie nix vorbei.
    Ich habe immer das Gefühl, dass die Bücher von Ines sich schneller lesen als andere... sehr seltsam.
    Das einzige, was ich nicht mag an dem Buch ist, dass ich es nicht habe :-) war nur ein Wanderbuch...
    10 Punkte

    :wave Gruß Dany


    Die Wirklichkeit ist etwas für Leute, die mit Büchern nicht zurechtkommen.
    Leserweisheit